Literaturagenturen - Sandra Uschtrin - E-Book

Literaturagenturen E-Book

Sandra Uschtrin

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Beschreibung

Sie suchen nach einer Literaturagentur, die Ihnen dabei hilft, Ihr Buch zu veröffentlichen? Dann ist Band 1 "Literaturagenturen" aus unserer Reihe "E-Books für Autorinnen und Autoren" genau richtig fuer Sie! Viele Romane und Sachbücher und fast alle Bestseller gelangen heutzutage über Literaturagenturen in die Lektorate der Verlage. Hier erfahren Sie, welche Agenturen es im deutschsprachigen Raum gibt und wie sie arbeiten. Sie lernen, wie man seriöse von unseriösen Literaturagenturen unterscheidet und wie Sie sich einer Agentur präsentieren sollten. Mit ausführlichen Agenturprofilen, zusammengestellt von der Redaktion des renommierten "Handbuchs für Autorinnen und Autoren".

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Seitenzahl: 89

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E-Books für Autorinnen und Autoren

Band 1: Literaturagenturen

von Sandra Uschtrin

Uschtrin Verlag

http://www.uschtrin.de

Impressum

Copyright: Uschtrin Verlag, Münchenhttp://www.uschtrin.de

Die Inhalte dieses E-Books sind urheberrechtlich geschützt.Alle Rechte liegen beim Uschtrin Verlag.

E-Books für Autorinnen und Autoren

Band 1: Literaturagenturen

ISBN 978-3-932522-99-4

Vorwort

Sie suchen nach einer Literaturagentur, die Ihnen dabei hilft, Ihr Buch zu veröffentlichen? Dann ist Band 1 „Literaturagenturen“ aus unserer Reihe „E-Books für Autorinnen und Autoren“ genau richtig für Sie.

„E-Books für Autorinnen und Autoren“ ist die Reihe mit den kleinen smarten Büchern für alle, die schreiben, aus dem Uschtrin Verlag (http://www.uschtrin.de).

Der Uschtrin Verlag versorgt Autorinnen und Autoren mit Fachinformationen rund ums Thema Schreiben und Veröffentlichen. Seit über 25 Jahren erscheint hier das „Handbuch für Autorinnen und Autoren“, die „Bibel für Schreiber“, so ein Rezensent über den renommierten Longseller (http://www.uschtrin.de/handbuch.html).

Prallvoll mit wertvollem Insiderwissen ist auch die „Federwelt – Zeitschrift für Autorinnen und Autoren“ (http://www.federwelt.de, alle zwei Monate), die von Sandra Uschtrin herausgegeben wird.

In der Reihe „E-Books für Autorinnen und Autoren“ bündelt der Uschtrin Verlag sein Know-how in kleinen smarten Einheiten – für die BestsellerautorInnen von morgen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Sandra Uschtrin

Literaturagenturen – Informationen

Literaturagenturen sind ein fester Bestandteil des deutschen Buchmarktes. Gute AgentInnen wissen, welche Texte zu welchen Verlagen passen und welcher Verlag welche Texte sucht. Außerdem verfügen sie über die nötigen Kontakte, um Manuskripte bei Verlagen unterzubringen. Als Vermittlerin zwischen der Autorin/dem Autor und dem Verlag wirkt eine Agentur dabei mit, den Verlagsvertrag abzuschließen und abzuwickeln.

Viele AutorInnen arbeiten erfolgreich mit Agenturen zusammen, egal ob sie beruflich noch am Anfang stehen oder bereits etabliert sind. Mittlerweile gibt es weit über hundert Agenturen im deutschsprachigen Raum. Da fällt es nicht leicht, die passende auszuwählen. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, haben wir die Agenturen angeschrieben und sie gebeten, sich kurz vorzustellen.

Im Gegensatz zu England und den USA ist es in Deutschland immer noch möglich, ohne Agentur einen Verlag zu finden. Wer sein Werk bei einem der großen Publikumsverlage veröffentlichen möchte, tut allerdings gut daran, sich gleich einer Literaturagentur zu bedienen. Diese Verlage bekommen täglich so viele Manuskripte unaufgefordert zugesandt, dass Ihr Manuskript in dieser Flut wahrscheinlich untergehen würde. Ohne die Fürsprache einer renommierten Agentur werden Sie es dort schwer haben.

Von einer solchen Agentur vertreten zu werden ist allerdings nicht einfach. Bereiten Sie sich auf den ersten Kontakt mit einer Agentur mindestens so sorgsam vor wie auf ein Bewerbungsgespräch. Wer nicht in drei, vier Sätzen erzählen kann (vorher aufschreiben!), worum es in seinem Manuskript geht, wirkt unprofessionell und verärgert sein Gegenüber, weil er ihm die Zeit stiehlt. So jemand hat schlechte Karten. Studieren Sie auch das Kapitel „Kontaktaufnahme“ in diesem Buch.

Einen wichtigen Aspekt möchten wir herausstellen: Literaturagenturen sind keine Inseln der Seligen, sondern Unternehmen, die Einnahmen erwirtschaften und gut kalkulieren müssen. Es kostet sehr viel Zeit, Energie und damit Geld, ein Erstlingswerk zu vermitteln und eine neue Autorin/einen neuen Autor „aufzubauen“. Oft rechnet sich diese Investition für eine Agentur erst später mit weiteren Veröffentlichungen. Das heißt, Agenturen sind daran interessiert, längerfristig mit AutorInnen zusammenzuarbeiten. Wer den Eindruck vermittelt, dass die Schriftstellerei ihn nicht weiter interessiert und er sich nur mal etwas „von der Seele schreiben“ wollte, wird eine Agentin/einen Agenten in der Regel nicht für sich und „dieses eine Buchprojekt“ einnehmen. Chancen bei einer Agentur hat nur, wer signalisiert, dass er bereit ist, hart an sich und seiner Schriftstellerkarriere zu arbeiten. Wer nicht willens ist, die dafür nötige Disziplin aufzuwenden und täglich mit Buchstaben, Wörtern und Sätzen zu trainieren, sollte sich lieber gar nicht erst an eine Agentur wenden.

Literaturagenturen – Pro und Kontra

Warum sollte man eigentlich eine Literaturagentur als Vermittlerin einschalten? Ist das wirklich notwendig? Die Meinungen darüber gehen auseinander. Sicher gibt es keine Antwort, die für alle und noch dazu für jedes Projekt passt. Entscheiden Sie selbst, welche Argumente Sie überzeugen.

Stichwort: Insiderwissen/gute Kontakte

Pro: AgentInnen verfügen über Insiderwissen und gute Verlagskontakte. Viele von ihnen waren früher LektorInnen.

Kontra: –

Stichwort: Filter/Fürsprecherin

Pro: Manuskripte, die eine Agentur als Fürsprecherin haben, werden im Verlag anders wahrgenommen. Denn dort weiß man, dass eine gute Agentur nur gute Manuskripte anbietet, sie also wertvolle Filterarbeit leistet.

Kontra: –

Stichwort: Zeitersparnis

Pro: Eine Agentur erspart Zeit. Man kann sich ganz auf das Schreiben konzentrieren. Den „Rest“ erledigt die Agentur.

Kontra: Einen Verlag zu finden gehört zum Schriftstellerberuf. Bei der Suche lernt man viel über den Markt und knüpft neue Kontakte.

Stichwort: Konstante versus Abhängigkeit

Pro: In den Lektoraten herrscht ein ständiges Kommen und Gehen – der Agent/die Agentin bleibt und wird zur festen Kontaktperson.

Kontra: An eine Agentur ist man für eine bestimmte Zeit gebunden. Findet sie keinen Verlag, behindert sie die Karriere. Ohne Agentur bleibt man beweglicher und autark.

Stichwort: Coach/Karriereplanung

Pro: AgentInnen beraten und helfen, sich richtig zu positionieren.

Kontra: Genies brauchen keine Agenturen. Wer gut ist, setzt sich irgendwann durch.

Stichwort: Partner versus Parasit

Pro: Die Provision hat sich die Agentur redlich verdient; das Geld ist klug investiert.

Kontra: Agenturen nehmen AutorInnen etwas weg und schmälern deren Einkünfte.

Stichwort: Arbeitsteilung/Naturell

Pro: Schreiben können ist eine andere Fähigkeit als Verträge auszuhandeln.

Kontra: Man kann und sollte beides können und sich in beidem üben.

Stichwort: Professionalität/Fachwissen

Pro: Verlagsverträge sind komplizierte juristische Texte, die Fachleute am besten verstehen.

Kontra: Das Fachwissen der AgentInnen lässt sich leicht aneignen; schließlich gibt es für alles Bücher.

Stichwort: Verhandlungspartner

Pro: Verlage verhandeln lieber mit Agenturen, weil sie mit ihnen leichter als mit Laien reden können.

Kontra: Verlage verhandeln lieber mit AutorInnen. Manche unterstellen, sie versprächen sich von deren Unerfahrenheit Vorteile.

Stichwort: marktkonform schreiben/Verrat an der Kunst

Pro: Die meisten AutorInnen wollen möglichst viele LeserInnen erreichen – das ist nichts Schlechtes.

Kontra: Agenturen verkaufen nur marktgerechte Texte. Das führt dazu, dass AutorInnen sich verbiegen, den Massengeschmack bedienen und nicht mehr ihrer inneren Stimme folgen. Auf der Strecke bleibt dabei die Kunst.

Ein kurzer Ratgeber

Welche Kriterien sind für die Auswahl einer Agentur wichtig? Worauf müssen Sie achten? Wann sollten Sie misstrauisch werden? „Ein kurzer Ratgeber“ hilft Ihnen, richtig vorzugehen und eine kluge Entscheidung zu treffen.

Was Sie tun sollten

• Die meisten Agenturen haben sich auf bestimmte Genres (Belletristik, Sachbuch, Kinder- und Jugendliteratur etc.) und/oder Themen (Wirtschaft, medizinische Ratgeber etc.) spezialisiert, vermitteln also nicht jede Art von Literatur. Informieren Sie sich daher über das Spezialgebiet einer Agentur. Sie ersparen sich Zeit und Mühe, wenn Sie vor einer Kontaktaufnahme wissen, ob Ihr Manuskript überhaupt in das Profil einer Agentur passt. Lyrik vermittelt übrigens keine Agentur, denn mit Lyrik lässt sich in der Regel kein Geld verdienen.

• Nutzen Sie für Ihre Recherche die gängigen Suchmaschinen im Internet. In Artikeln und Internetforen können Sie nachlesen, welche Erfahrungen Ihre Kolleginnen und Kollegen mit bestimmten Agenturen gemacht haben. Informationen über Agenturen finden Sie zum Beispiel im Montségur Autorenforum (http://autorenforum.montsegur.de) und auf den Seiten des Uschtrin Verlags (http://www.uschtrin.de/litag.html). Auf http://www.litscage.com können Sie nach (neuen) Agenturen suchen.

• Besuchen Sie die Website einer Agentur, bevor Sie sich an die Agentur Ihrer Wahl wenden. Die meisten Agenturen listen hier auf, welche Autorinnen und Autoren sie vertreten und in welchem Gerne sie agieren. Suchen Sie auf der Website nach „Hinweisen für Autoren“. Dort können Sie nachlesen, wie Sie mit der Agentur in Kontakt treten und welche Unterlagen Sie einreichen sollten.

• Besuchen Sie auch die Websites anderer Agenturen und studieren Sie die Profile der Agenturen in diesem Kapitel. Sie bekommen dadurch ein besseres Gefühl, was Agenturen leisten und wie sie agieren.

• Suchen Sie den persönlichen Kontakt, bevor Sie Projekte oder Texte schriftlich vorstellen. Auf Events wie der Criminale, den DeLiA-Liebesromantagen, dem Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb oder dem Open Mike sind immer AgentInnen zugegen. Manche von ihnen geben Seminare oder melden sich in Internetforen zu Wort. Es ist kein Ding der Unmöglichkeit, AgentInnen kennenzulernen.

Worauf Sie vor einer Kontaktaufnahme achten sollten

• Ist die Agentur bereits seit einiger Zeit tätig, oder handelt es sich um eine Neugründung? Erfolgreich in diesem Metier zu arbeiten erfordert viel Erfahrung, die kaum durch Idealismus und Anfängerelan ersetzt werden kann. AnfängerInnen sollten zumindest solide Erfahrungen im Verlagsgeschäft mitbringen.

• Gibt es (nachprüfbare) Angaben über den „Erfolg“ einer Agentur? Welche AutorInnen vertritt sie? Mit welchen Verlagen arbeitet sie zusammen?

• Sind die Informationen über die Leistungen der Agentur deutlich und umfassend? Dazu gehören auch Angaben darüber, was sie nicht leisten kann.

• Regelt die Agentur die Zusammenarbeit auf der Grundlage eines schriftlichen Vertrags?

• Macht die Darstellung in der Öffentlichkeit einen professionellen und seriösen Eindruck? Es ist schwierig zu entscheiden, ob dazu unbedingt eine eigene Website gehört. Gerade unter den erfolgreichsten Agenturen gibt es etliche, die meinen, diese Art der Publizität nicht zu brauchen. Lassen Sie sich nicht von perfekt gestalteten Websites blenden! Zur Professionalität gehören auch sprachlich korrekte Veröffentlichungen, Websites und Korrespondenzen.

Wann Sie misstrauisch werden sollten

Leider gab es in der Vergangenheit immer wieder „Agenturen“, die AutorInnen abzocken wollten. Gesundes Misstrauen ist daher nicht verkehrt. Achten Sie auf die folgenden Punkte; sie können – müssen aber nicht! – ein Hinweis darauf sein, dass die Agentur unseriös arbeitet:

• Verlangt die Agentur (vorab) eine Gebühr oder bietet sie gegen zusätzliche Gebühren Extradienste an wie das Bewerten und Lektorieren von Exposés oder Manuskripten? Macht sie dies zur Voraussetzung für eine Zusammenarbeit? Bietet sie an, solche Arbeiten am Manuskript an Dritte zu vermitteln? – Bedenken Sie bitte: Nur ein „hungriger“ Agent ist ein guter Agent. Nach Zahlung einer wie auch immer gearteten Gebühr ist der Agent vielleicht schon zu „satt“, um sich für das Manuskript wirklich einzusetzen. In zehn Manuskripte gegen Bares ein paar Kommas einzustreuen (manche nennen das „Lektorat“), geht fix und ist lukrativ. Und vor allem braucht es dafür nicht das, was eine gute Agentur auszeichnet und sich mühsam über viele Jahre hinweg erarbeitet hat: hervorragende Kontakte zu den einzelnen Ansprechpartnern in den Verlagen.

• Wirbt die Agentur mit Anzeigen für sich und fordert dazu auf, Manuskripte einzusenden? Bemüht sie sich dabei ausdrücklich um AnfängerInnen? – Die beste Werbung für eine Agentur sind erfolgreich vermittelte Manuskripte. Mehr Werbung hat eine seriöse Agentur für gewöhnlich nicht nötig.

• Lobt die Agentur Ihr Manuskript in den höchsten Tönen? Oder beschreibt sie im Gegenteil die Aussichten für Newcomer als niederschmetternd? Der Erfolg oder Misserfolg eines Buchprojekts ist kaum zu beurteilen, solange man sich nicht ernsthaft mit Ihrem Manuskript beschäftigt hat.

• Kehrt die Agentur ihre vermeintlichen Erfolge übertrieben hervor? Zu behaupten, man arbeite mit Hunderten von Autoren und nur mit den größten Verlagen zusammen, berechtigt zu Zweifeln an der Professionalität und Seriosität der Agentur.