2,99 €
LIVE BOLD ist ein Buch über Charakter statt Pose. Über Männlichkeit als Verantwortung, nicht als Opferrolle. Stoisch, klar, unbequem. Für Männer, die ihre Kräfte ordnen, führen wollen und bereit sind, für Würde, Freiheit und Pflicht einzustehen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 146
Veröffentlichungsjahr: 2026
LIVE BOLD
Ein Kompass für Männer
Mathias Müller alias «Der stoische Pirat»
«Soldaten! Ihr müsst aus diesem Kampfe nicht nur siegreich, sondern auch vorwurfsfrei hervorgehen; man muss von Euch sagen können: Sie haben tapfer gekämpft, wo es Not tat, aber sie haben sich stets menschlich und grossmütig gezeigt.»
General Guillaume Henri Dufour (1787 – 1875) Tagesbefehl an die eidgenössischen Truppen 5. November, 1847
© 2025 Mathias Müller
Website: www.muellermathias.ch
Redaktion/Lektorat von: Hans-Ueli Aebi aus Biel/Bienne
Druck und Distribution im Auftrag des Autors: tredition GmbH, Heinz-Beusen-Stieg 5, 22926 Ahrensburg, Deutschland
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist der Autor verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne seine Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag des Autors, zu erreichen unter: Mathias Müller, Sur Mont-Tillier 15, 2534 Orvin, Switzerland.
Kontaktadresse nach EU-Produktsicherheitsverordnung: [email protected]
LIVE BOLD EIN KOMPASS FÜR MÄNNER
No Perfect Man, Only Better Ones
Mathias Müller alias «Der stoische Pirat»
TESTIMONIALS
„Wir leben in einer Zeit, in der grundsätzlich alles ein Mann sein kann – gleichzeitig aber kaum noch etwas als männlich gelten darf. Die männliche Identität wurde über Jahre systematisch entkernt und als toxisch deklariert. Aber Männlichkeit ist nicht toxisch - fehlende Männlichkeit ist es. Dieses Buch rehabilitiert Männlichkeit nicht als Pose, sondern als Haltung – und trifft damit einen wunden Punkt unserer Zeit.”
Marco Gräzer (33), Oberstufenlehrer
„Mathias ist ein Stoiker der Moderne – einer, der lebt, was er schreibt. In diesem Buch teilt er seine Suche nach dem guten Leben: ehrlich, konsequent und leicht zugänglich. Es ist ist das Manifest eines Menschen, der nicht müde wird zu fragen, was wirklich zählt. Dieses Buch richtet sich an alle, die ihr Leben bewusster gestalten, mutige Entscheidungen treffen und eingefahrene Denkweisen und Muster hinterfragen möchten.”
Stephan Germann, Unternehmer Content Creator (35)
"Mit seinem neuen Buch schenkt Mathias Müller eine stille, kraftvolle Perle der Weisheit. Es ist ein Kompass für alle, die sich von fremden Urteilen, inneren Blockaden und falschen Bildern der Realität befreien wollen. Seite für Seite führt er den Leser zu Wahrheiten, die längst in uns angelegt sind – und gibt Mut, Verantwortung zu übernehmen, klar zu handeln und das Leben mit Dankbarkeit, Tiefe und innerer Freiheit zu leben."
Jean-Pierre Mini (65), Experte für Didaktikexperte an Berufsfachschulen.
„Wer bin ich, woher komme ich, wo gehe ich hin? Dies sind die drei Grundfragen jedes Menschen und Mannes. Mathias Müller baut einen Leuchtturm, dessen Licht Männern im 21. Jahrhundert den Weg weist. Wie werden wir jene Männer, die wir sein wollen, welche die Welt zu einem guten Ort machen. Werden wir die Männer, welche sich selbst als guten Freund, Partner, Vorgesetzten oder Vater wünschen. Wir müssen nicht werden wie unsere Vorbilder, aber wir können uns von ihnen inspirieren lassen. Mathias Müller macht uns mit seinem Buch ein Angebot. Ob wir es annehmen oder nicht, ist der Entscheid jedes einzelnen.“
Hans-Ueli Aebi (59), Journalist
"Zeitlose Prinzipien aus der stoischen Philosophie und der Führungslehre, übersetzt in klare, handlungsleitende Gedanken für die Gegenwart: Mathias Müller gelingt mit seinem neuen Buch eine nüchterne, zugleich tiefgehende Einordnung dessen, was Männlichkeit heute bedeuten kann”
Dario Widmer(28), Anlageexperte Market Research
"Mathias Müller schreibt mit Haltung, Klarheit und dem Mut, Reibung zuzulassen. Seine Gedanken gelten Männern, ja – und zugleich laden sie Frauen – und auch mich – zum Mitdenken ein und stellenweise zum Widerspruch. Ich konnte dabei schmunzeln, zustimmen und immer wieder dazulernen. Genau darin liegt die Kraft dieses Buches: im Mut und in der Herausforderung zum liebevollen Streit. Ein wichtiger und längst fälliger Beitrag für ein Nebeneinander der Geschlechter – gleichwürdig, aber nicht gleich."
René Schmid (59), Autor, Mentalcoach und Sparringpartner
Cover
Titel
Impressum
Halber Titelseite
TESTIMONIALS
VORWORT: „Adam, wo bist du?“ (Genesis 3,9)
PROLOG: DER VERLORENE MANN
1. Das Erwachen des Mannes
1.1 MEMENTO MORI
1.2 DAS LETZTE MAL
1.3 AMOR FATI
1.4 KONTROLLIERE, WAS DU KONTROLLIEREN KANNST
1.5 DIE WÜRDE DES LEIDENS
1.6 DIE UNANGREIFBARE EHRE
1.7 VERGEBUNG – DIE STILLE KRAFT DES MANNES
1.8 DANKBARKEIT
2. LIVE BOLD
2.1 LIVE YOUR OWN LIFE
2.2 INVEST IN WHAT TRULY MATTERS
2.3 VOICE YOUR FEELINGS
2.4 EMBRACE YOUR FRIENDS
2.5 BUILD YOUR HEALTH
2.6 OWN YOUR IDENTITY
2.7 LEAP DESPITE FEAR
2.8 DEVOTION TO SERVICE
3. DER KOMPASS DER WÜRDE
3.1 DER NACHRUF
3.2 EIN GUTES LEBEN IST EIN TUGENDHAFTES LEBEN
3.3 DIE FRAGE DER REUE
4. GEDANKEN
4.1 DIE GEBURTSCHULD DER MÄNNER
4.2 Es gibt keine toxische Männlichkeit – nur toxische Schwäche
4.3 DIE FÜNF SPANNUNGSACHSEN DER MÄNNLICHKEIT
5. DIE ROLLEN DES MANNES
5.1 DER VATER
5.2 DER EHEMANN
5.3 DER MANN IN DER GESELLSCHAFT
5.4. DIE HELDENREISE
6. DAS LIVE BOLD TOOLKIT
6.1. Das Morgen-Briefing
6.2. Das Abend-Debriefing
6.3. Der Kommunikationskompass
6.4. Die Stoische Doppelfrage
6.5. Der Nachruf-Test
ABSCHLUSS
7. CALL TO ACTION
NACHWORT WANN IST EIN MANN EIN MANN?
8. ANHANG
8.1 DIE DREI FORMELN DES MANNES
8.1.1 Das Gebet des Mannes
8.1.2 Die säkulare Männerformel
8.1.3 DER KODEX DES FREIEN MANNES
8.2 DER KANON DER MÄNNERLITERATUR
8.2.1 Zwölf Bücher für den Weg des Mannes
8.3 DER KANON DER MÄNNERFILME
8.3.1 Zwölf Filme für den Weg des Mannes
8.4 NEUN GEDICHTE FÜR DEN WEG DES MANNES
8.4.1 INVICTUS - William Ernest Henley, 1888
8.4.2 IF - Rudyard Kipling, 1910
8.4.3 THE MAN IN THE ARENA - Theodore Roosevelt, 1910
8.4.4 TRUE MANLINESS - James Freeman Clarke, 1890
8.4.5 CAN’T - Edgar A. Guest, ca 1915
8.4.6 HOW DID YOU DIE? - Edmund Vance Cooke, 1918
8.4.7 A PSALM OF LIFE - Henry Wadsworth Longfellow, 1838
8.4.8 DEFEAT - Khalil Gibran, 1918
9.4.9 DER PANTHER - Rainer Maria Rilke, 1903
DANK
QUELLENVERZEICHNIS
ÜBER DEN AUTOR
Cover
Titelblatt
Urheberrechte
TESTIMONIALS
Vorwort
Prologue
Epilogue
Bibliography
ÜBER DEN AUTOR
Cover
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
96
97
98
99
100
101
102
103
104
105
106
107
108
109
110
111
112
113
114
115
116
117
118
119
120
121
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
143
144
145
146
147
148
149
150
151
152
153
154
155
156
157
158
159
160
161
162
163
164
165
166
167
168
169
170
171
172
173
174
175
VORWORT„Adam, wo bist du?“ (Genesis 3,9)
Dieses Buch spricht von Menschsein und Menschlichkeit. Von stillen Tugenden, die nie ausgedient haben, aber übertönt werden. Es ist wie eine gute Predigt: Es trifft. Es verstört. Es ermutigt.
„Live Bold“ ist das Motto des Buches: Kein Fettnäpfchen wird ausgelassen. Empfindliche Nerven angestochen. Einer der schönsten Sätze des Buches lautet:
„Der Begriff ‚toxische Männlichkeit‘ ist falsch. Richtig wäre: ‚toxischer Mangel an Männlichkeit‘.“
Adam, der nackte Mann, hört die Stimme Gottes. Er versteckt sich im Garten. Er will in Ruhe gelassen werden, keine Verantwortung übernehmen. Er stellt sich auch nicht vor seine Frau – Eva, die Lebensspenderin.
Gerade die „neue Männlichkeit“ (Franz Alt) kann fürs Mannsein toxisch werden. Sie wird zum Vorwand für Weinerlichkeit, Opferdenken, Narzissmus, Disziplinlosigkeit. Dabei führt der Slogan „Werde, der du bist!“ nicht etwa in die Beliebigkeit – er ist ein Ruf an den Mann, Mann zu sein:
„Adam, wo bist du?“
Warum brauchen Männer diese Botschaft?
Zuerst einmal: Weil es Männer gibt und eine Klarheit darüber, was ein Mann ist.
Zweitens: Weil Männer eben doch komplexe und spannungsvolle Wesen sind.
Drittens: Weil sie Orientierung brauchen – Vorbilder, Mentoren, Weisheit.
„Live Bold“ ist keineswegs nur ein Buch für Männer. Es ist ein Buch auch für Frauen, die Männer verstehen wollen. Überhaupt für Menschen, die bereit sind, letzte Fragen zu stellen – und ihr Leben danach auszurichten.
Mathias Müller, Berufsoffzier und Psychologe, verwendet häufig das Wort „Führung“. Es geht darum, sich selbst zu führen. Es geht auch darum, sich führen zu lassen – Prüfungen zu bestehen, Korrektur zu beherzigen. Zuletzt geht es darum, das Leben als Aufgabe, als höhere Führung, anzunehmen: Ja, ich bin als Mann geboren. Ja, ich bin das Wagnis des Ehemann- und Vaterseins eingegangen. Ja, ich diene einer Aufgabe, einer Gesellschaft.
So stellt uns Mathias Müller mehrfach vor die Frage aller Fragen – unterschiedlich formuliert, und doch immer pointiert: Was bleibt? Wer will ich gewesen sein?
Ich höre schon die kritische Leserschaft, die dem Autoren ein naives, heroisches Männerbild vorwerfen möchte. Doch das Gegenteil ist wahr: „Live Bold“ ist ein schweres und tiefes Buch. Es liest sich wie Weisheitsliteratur, wie Mystik – keine leichte Lektüre. Und es führt ins Nachdenken, lässt den Leser demütig zurück.
„So wahr uns Gott helfe!“
Giancarlo Voellmy, Pfr. Dr. theol.
PROLOG:DER VERLORENE MANN
Es ist eine seltsame Zeit, um ein Mann zu sein.
Seit einigen Jahren ist der Begriff Männlichkeit nicht mehr neutral.
Er ist verdächtig geworden.
Belastet.
Belächelt.
Entwertet.
In Talkshows spricht man über „toxische Männlichkeit“, als wäre der Mann selbst ein Fehler der Natur.
In Schulen wächst eine Generation von Jungen auf, die kaum noch männliche Vorbilder hat – nicht, weil Männer verschwunden wären, sondern weil keiner mehr Mann sein darf.
In Universitäten lernen junge Erwachsene, dass Geschlecht nur ein soziales Konstrukt sei, dass es dutzende identitärer Varianten gebe und dass alles, was über Jahrtausende klar war, plötzlich nur ein „Narrativ“ ist.
Der Mann steht da wie ein Fremder im eigenen Haus.
Er soll sensibel sein, aber nicht zu sensibel.
Stark, aber nicht zu stark.
Beschützend, aber bitte nicht paternalistisch.
Er soll auf Augenhöhe leben, aber trotzdem die Rechnung im Restaurant bezahlen.
Er soll soft sein und zugleich ein harter Kerl.
Er soll Grenzen setzen, aber niemanden verletzen.
Er soll führen, aber sich nicht zeigen.
Er soll alles sein – und gleichzeitig nichts Bestimmtes.
Eine ganze Kultur sagt ihm, was er nicht sein darf.
Aber kaum jemand sagt ihm, was er sein könnte.
Der moderne Mann ist nicht böse.
Er ist verunsichert.
Nicht, weil er schwach wäre,
sondern weil die Welt die Grundlagen seiner Identität ausgehöhlt hat.
Jahrtausendelang galt Männlichkeit als Kraft, als Schutz, als Dienst, als Verantwortung, als Disziplin, als Opferbereitschaft. Heute gelten dieselben Eigenschaften als verdächtig.
Aggression? Problematisch.
Führungswille? Patriarchal.
Durchsetzungsfähigkeit? Übergriffig.
Selbstbeherrschung? „Emotional unterentwickelt“.
Mut? „Toxisch“.
So entsteht eine ganze Generation von Männern, die nicht korrupt – sondern entkernt ist.
Nicht herrschsüchtig – sondern haltlos.
Nicht gefährlich – sondern unsichtbar.
Nicht toxisch – sondern orientierungslos.
Viele Männer leben heute im Niemandsland zwischen Anpassung und Scham, zwischen Schuldzuweisung und Selbstverleugnung.
Sie wissen, was sie nicht sein sollen, aber nicht mehr, was sie sein dürfen.
Die Wahrheit ist:
Männlichkeit ist nicht das Problem. Männlichkeit ist die Lösung.
Nicht die verzerrte Karikatur eines Machos.
Nicht Arroganz, Dominanz oder Herabsetzung von Frauen.
Das alles ist keine Männlichkeit – das ist unreife Schwäche, die sich als Stärke verkleidet.
Die echte Männlichkeit ist ruhig.
Gerade.
Verantwortlich.
Mutig.
Beschützend.
Selbstbeherrscht.
Würdevoll.
Sie ist eine Haltung, keine Pose.
Ein innerer Kompass, kein aggressives Gebrüll.
Ein Dienst, keine Selbstdarstellung.
Doch all das lernt ein Mann heute kaum noch.
Von den Schulen nicht.
Von der Popkultur nicht.
Vom Zeitgeist erst recht nicht.
Darum dieses Handbuch.
WAS DICH IN DIESEM BUCH ERWARTET
LIVE BOLD ist kein Reglement.
Keine Handlungsanweisung.
Kein ideologischer Gegenentwurf zu einem anderen Ismus.
Es ist ein Wegbegleiter.
Ein Spiegel.
Eine Einladung.
Du wirst darin keine Befehle finden.
Keine Schlagworte von Selbstoptimierungs-Gurus.
Keine simplen Rezepte, die versprechen, in drei Wochen ein „Alpha“ aus dir zu machen.
Stattdessen findest du:
• die alten Ideen der Stoa, klar und hart wie ein Gebirgsbach
• die Rolle des Mannes in einer Zeit der Verwirrung
• die Würde von Verantwortung, Disziplin und Dienst
• die Archetypen eines Mannes – vom Kämpfer bis zum Liebenden
• die Bedeutung des Vaters
• die Kraft des Ehemanns
• den Platz des Mannes in einer Gesellschaft, die ihn gleichzeitig braucht und bekämpft
• Geschichten, die erinnern, wozu Männer fähig sind
• Fragen, die tiefer schneiden als Parolen
• Tugenden, die dich nicht besser aussehen lassen,
• sondern besser leben lassen
Und immer wieder eine Botschaft:
Du findest den Sinn deines Lebens nicht.
Du gibst ihm Sinn.
WORUM ES WIRKLICH GEHT
Dieses Buch will keine Antworten einpflanzen.
Es will Räume öffnen.
Denn ein Mann wird nicht dadurch stark, dass man ihm sagt, was er tun soll.
Er wird stark, wenn er erkennt, wer er ist – und wer er sein könnte.
Männlichkeit kann man nicht kopieren.
Man muss sie erschaffen.
Jeder für sich.
Durch Entscheidung,
Durch Haltung.
Durch Würde.
Wenn du dieses Buch liest, wirst du nicht zum selben Mann wie ich. Du wirst mehr du selbst.
Denn das ist das Ziel:
Nicht, dass du so wirst wie irgendein Idealbild,
sondern dass du der Mann wirst, den dein Leben, deine Familie, deine Zeit braucht.
Nicht ein Mann der Vergangenheit.
Nicht ein Mann des Zeitgeists.
Sondern ein Mann deiner Wahrheit.
DAS VERSPRECHEN DIESES BUCHES
Ich verspreche dir nicht, dass du nach diesem Buch „fertig“ bist.
Ein Mann ist nie fertig.
Ich verspreche dir etwas anderes:
Dass du klarer siehst.
Tiefe spürst.
Mut findest.
Nicht Mut zum Lärmen – sondern Mut zum Leben.
Nicht Mut zur Härte – sondern Mut zur Würde.
Nicht Mut zum Siegen – sondern Mut zum Dienen.
Dieses Buch ist kein Wegweiser.
Es ist ein Wegbegleiter.
Der Weg gehört dir.
Und er beginnt hier.
Denn es gibt keinen perfekten Mann – nur Männer, die den Mut haben, besser zu werden.
„Dem Menschen kann man alles nehmen – ausser der Freiheit, sich zu seiner Haltung zu entscheiden.“
Viktor E. Frankl
1. Das Erwachen des Mannes
1.1 MEMENTO MORI
Du wirst sterben – und genau das macht dich frei
Während eines Triumphzuges im alten Rom
stand hinter jedem siegreichen Feldherrn
ein Soldat
auf dem Wagen – dem currus triumphalis.
Der Feldherr fuhr durch die jubelnde Menge,
gefeiert wie ein Halbgott,
trunken vom Sieg,
vom Ruhm,
von seiner eigenen Größe.
Und hinter ihm,
ganz nah an seinem Ohr,
stand der Soldat,
dessen einzige Aufgabe war,
ihm immer wieder zuzuflüstern:
Memento mori.
Memento mori.
Bedenke, dass du sterblich bist.
Mitten im größten Triumph.
Mitten im Rausch der Macht.
Mitten in dem Moment,
in dem ein Mann sich unbesiegbar fühlt.
Es war keine Drohung.
Es war eine Erinnerung
an Demut,
an Klarheit,
an die Endlichkeit,
die jeden Mann befreit.
Nur wer den Tod im Blick behält,
kann wirklich leben.
Erst im Bewusstsein der Sterblichkeit
beginnt ein Mann,
sein Leben
zu besitzen.
Die verdrängte Wahrheit
Es gibt eine Wahrheit, vor der moderne Menschen fliehen wie vor einem Schatten, der sie verfolgt:
Du wirst sterben.
Nicht irgendwann in einer fernen, abstrakten Zukunft.
Nicht theoretisch, nicht philosophisch,
nicht als Metapher –
sondern real.
Endlich.
Unumkehrbar.
Und genau deshalb kann kein Mann sein Leben verstehen,
solange er den Tod ignoriert.
Die Stoiker wussten:
Ein Mann lebt erst, wenn er begreift, dass er sterben wird.
Doch wir leben in einer Zeit, die den Tod versteckt.
Wir räumen ihn aus dem Blickfeld –
in Krankenhäuser,
in Heime,
in entfernte Räume,
damit wir ihn nicht sehen müssen.
Wir tun so, als sei das Leben eine endlose Strasse.
Als hätten wir unbegrenzt Zeit.
Und genau deshalb verschieben Männer ihr Leben auf später.
Die große Lüge des „Später“
Spät er werde ich mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen.
Später werde ich sagen, was ich fühle.
Später werde ich meinen Mut finden.
Später werde ich den richtigen Weg gehen.
Später werde ich mich um meinen Körper kümmern.
Später werde ich leben.
Später.
Später.
Später.
Aber Später ist eine Lüge.
Später ist ein Dieb.
Später ist der Friedhof nicht gelebter Leben.
Später ist der grösste Betrüger deiner Existenz.
Der Tod als Schlüssel
Memento Mori ist kein düsterer Gedanke.
Er ist der Schlüssel zur Freiheit.
Denn wenn du begreifst, dass jeder Tag dein letzter sein könnte,
