Lob vom Eigen Nutzen - Enrico Gorges - E-Book

Lob vom Eigen Nutzen E-Book

Enrico Gorges

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Beschreibung

Das Buch Lob vom Eigen Nutzen thematisiert teils ironisch und teils ernst die Eigennützigkeit und Gemeinnützigkeit der Menschen. Im Allgemeinen erfolgt entgegen der öffentlichen Meinung ein Lob auf den Eigen Nutz, aber auch der Gemein Nutz kommt nicht zu kurz. Im Detail erfolgt anhand der Gliederung, z.B. Menschen sind nicht dumm, sie haben nur Probleme beim Denken; Team – Toll ein anderer machts; Alles in Maßen und nicht in Massen sowie weitere interessante Themen, ein Einblick in die Gedanken, Meinungen und Perspektiven. Mit einen Blick zurück in die Vergangenheit wurde das Schriftwerk von Herrn Fronsperger „Von dem Lob deß Eigen Nutzen“ in lesbarer und verständlicher Form zur Steigerung der Bekanntheit als zweiter Teil mit Zugaben ergänzt. Das Leben ist zu kurz, um sich bis zum Ende zu streiten. So kommen zum Ende das Fazit und der Appell zur Zusammenarbeit.

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Veröffentlichungsjahr: 2022

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Vorwort

 

Es war mehrmals vor langer Zeit. Es ist mehrmals in der Gegenwart. Es wird mehrmals in der Zukunft sein.

 

Was, Wer, Wie, Wo, Warum, Weshalb, Wieso ist da ein Gespräch, Streit oder gar Liebe und Hass bei den Inhalten Eigennützigkeit und Gemeinnützigkeit.

 

Bereits zu Beginn des schriftlichen Festhaltens von Wissen ist aus verschiedenen Kulturen und Orten auf der Welt, sei es im begrenzten Maße im heutigen Ägypten, in umfangreicher Form im heutigen Griechenland und Italien sowie später an vielen Orten auf der ganzen Welt, die Eigennützigkeit und die Gemeinnützigkeit einiger oder vieler Menschen ein Thema gewesen.

 

Vor rd. 458 Jahren hat ein relativ unbekannter Schreiber sich ebenso mit dem Thema eigener Nutzen und gemeiner Nutzen beschäftigt. Im Nachgang folgten weitere berühmte Werke ohne Anspruch auf Vollständigkeit, wie „Wohlstand der Nation“ von Adam Smith oder „Die Bienenfabel“ von Bernard Mandeville. Weitere gute Schriften sind sicherlich vorhanden, aber gehen in der Regel in der Vielzahl der Schriften unter. Dieses Schicksal ist ohne Berühmtheit des Schreibers und ohne großartige Unterstützung anderer Menschen auch für dieses Buch zu erwarten. Es ist ein Herzensanliegen und wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

 

Herr Fronsperger schrieb „Von dem Lob deß Eigen Nutzen“.

 

Diese Schrift / dieses Buch ist größtenteils unbekannt. Wenn eine Person auf dieses Buch angesprochen wird, dann bekommt der Fragende zu 99, % die Antwort, dieses Buch kenne ich nicht. Der Fragende kann antworten, das Buch ist rd. 458 Jahre alt, behandelt ein wichtiges gesellschaftliches Thema und könnte als Denkanstoß für Bernard Mandeville, Adam Smith und weitere Dichter und Denker über mehrere Ecken gedient haben.

 

Im Buch, wie der Titel bereits verrät, steht der Eigen Nutzen im Mittelpunkt. Das Buch steht im Kontrast zu den überwiegenden Schriften die ein Arbeiten, Wirtschaften und Leben für den Nutzen der Gemeinschaft als Ziel ausgeben. Das Buch wurde im Jahre 1564 n. C. / 11.264 n. E. veröffentlicht.

Anmerkung: n. C.: nach Tod von Julius Caesar (Kaiser von Rom, Kriegsherr, Eroberer von Gallien) oder nach Christus mit Bezug auf Geburt oder spätere Taufe (Christos (griechisch) / Christus (lateinisch) für Taufe von Jesus von Nazareth (Tod als König der Judäa / Rabbiner / Märtyrer / Messias).n. E.: nach (letzter) Eiszeit (Erwärmung der Erde) mit Bezug auf das Referenzprofil GSSP Pleistozän/Holozän, welches aus der radiometrischen Messung vom Eisbohrkern „North Greenland Ice Core Project“ ermittelt wurde. Das Ergebnis lautet 11.700 Jahre vor dem Jahr 2000 mit einer Unsicherheit von 99 Jahren.

Im weiteren Verlauf wird ergänzend die Datums- bzw. Jahresangabe auf den gemessenen Wert der letzten außergewöhnlichen Erwärmung der Erde verwendet. Ab diesem Zeitpunkt hat sich der (moderne) Mensch im Verhältnis zur Vorzeit überdurchschnittlich weiter entwickelt.

Selbst meine Person ist nur durch Zufall und einen neugierig machenden Erläuterungstext zu diesem Buch gekommen. Das Buch habe ich aus Neugierde gelesen. Wie dachten Menschen bzw. mindestens ein Mensch vor so langer Zeit über die gesellschaftlichen, religiösen, sozialen und wirtschaftlichen Themen seiner Zeit mit Bezug auf das Streitthema Individualität oder Gesellschaft.Am Anfang war die Neugierde, während des Lesens und Nachdenkens die Begeisterung und am Ende der Gedanke, das Buch sollten viele Menschen lesen.

 

Der Text „Von dem Lob deß Eigen Nutzen“ wird aus der Vergangenheit geholt und in die Gegenwart mit gegenwärtiger Schreibweise gebracht. Unausweichlich mussten zum Verständnis des Inhaltes gelegentlich die alte Wortwahl und Rechtschreibung geändert werden. Die Sprache hat sich über die letzten 456 Jahre nicht grundlegend verändert, aber sich entwickelt.

 

Dieser Text bindet den alten Text „Von dem Lob deß Eigen Nutzen“ zu Ehren / in Andenken / in Erinnerung an Leonhard Fronsberger Arbeit und Gedanken mit ein.

 

Im 1. Hauptteil mit der dazugehörigen Gliederung beginnt der Lob vom Eigen Nutzen in der Gegenwart +/- ein paar Jahre in die Vergangenheit und in die Zukunft.

 

Im 2. Hauptteil mit der dazugehörigen Gliederung folgt von dem Lob deß Eigen Nutzen.Die Gedankenwelt beim Thema - Eigen Nutzen – kann sehr weit gehen und bis zu den Sternen reichen. Der Text von Fronsberger wird nicht gekürzt. Kleinere Anmerkungen erfolgen als Zugabe, aber sollen nicht ∞ (unendlich) zu den Sternen reichen. Der alte und neue Text behandeln ein umfangreiches und moralisches Thema. Die Ironie kommt jedoch in der einen oder anderen Aussage nicht zu kurz.

 

Im 3. Hauptteil endet dieses Buch mit dem Fazit, dem Appell und dem Freiraum ihrer eigennützigen Gedanken auf Papier zu bringen. Der Rückblick, der Ausblick in die Zukunft und Danksagung für das Lesen und Ihre Gedanken sind inklusive.

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Inhaltsverzeichnis

Lob vom Eigen Nutzen

Lob

Menschenbild

Haus vom Hauser

Menschen sind nicht dumm, sie haben nur Probleme beim Denken

An das eigene Wohl denken

Team – Toll ein anderer machts

Wenn Jeder an sich denkt, ist an Alle gedacht

Einer für Alle, Alle für Einen

Bedürfnisse erzeugen den Eigen Nutz

Verwechslung mit Neid

Heuchelei sei besser als Ehrlichkeit

Orientierung am gemeinen Nutzen

Reichtum kommt von behalten

Alles in Maßen und nicht in Massen

Widerspruch und Übereinstimmung  zwischen Eigen Nutz und Gemein Nutz

Zurück in die Vergangenheit

Von dem Lob deß Eigen Nutzen.

Vorrede.

Der Eigen Nutz:

Wie der Wein so ein edle Kreatur ist / so man ihn recht gebraucht.

Von der Schmeichlerei  wie die etwas besser denn  die Wahrheit sei.

Von der Götting Narrheit / sich des Eigen Nutzen Lob unterzogen hat.

Von des Eigen Nutzen lob und guten taten

Wie die Welt bisher durch Ehestand  und Eigen Nutzen  erhalten sei.

Wie der Eigen Nutzen Menschliches Lebens ein Ursache und Erhalter sei.

Wie die Welt durch den Eigen Nutzen mit Nahrung und Regierung erhalten werde.

Das Feld wird nicht um gemeines / sondern um des Eigen Nutzen wegen gebaut.

Um des Eigen Nutzen wegen / wird auch nach hohen Geistlichen und Weltlichen Ständen  getrachtet.

Es ist nie kein gemeiner sondern je und allweg nur ein Eigner Nutzen gewesen.

Der Eigen Nutzen hat auch etwa bei den Gelehrten sein Wohnung gehabt/ hangen ihm auch noch ziemlich an.

Wie einer des anderen Hilfe Bedarf / und der Höchste nicht ohne den Niedrigsten  gesein kann.

Wie der Welt Güter dem Eigen Nutzen nach gemein seien.

Von Verwaltung eines  großen Herren Hof.

Was rechter Gemeiner Nutzen sei / belangt und inne hält.

Gott gefällt der Müßiggang nicht / der halben der gelobt / so mit seinem Zentner  gewonnen hat.

Niemands hat den gemeinen  Nutzen nie erkannt oder gesehen.

Eigen Nutzen.  Alles kommt durch den Eigen Nutzen her.

Der Eigen Nutz begehrt niemand von dem gemeinen zu vertreiben.

Ein jeder ist schuldig seinen selbst Eigen Nutzen für seines  Nächsten zu suchen / aber  doch soll er den Anderen nicht verhindern.

Man soll arbeiten und schaffen als wollten wir ewig leben/ und wegen Gott versünden/  als wollten wir augenblicklich sterben.

Beschluss.

Entschluss

Fazit

Appell

Freiraum für Deine eigenen Gedanken!

Schlusswort

Lob vom Eigen Nutzen

 

Menschenbild

 

Ein realistisches Menschenbild zeigt nicht nur das Extrema von Gut und/oder Böse auf. Ein realistisches Menschenbild zeigt zwischen dem ganzen Schwarz und Weiß auch die Grauzone, die Kontraste, die Helligkeit und die vielen Farben.

Moral, Tugend und weitere viele gute Wörter über die Menschen dürfen nicht fehlen. Weiterhin auch nicht die Schwächen und fehlenden Tugenden der Menschen. Der Aufbau von gesellschaftlichen Systemen anhand von tugendhaften und moralisch reinen Menschen wird nach historischen Erfahrungen am Anfang von einer Euphorie getragen und zum Ende hin auf den Boden der Tatsachen gelegt.

Verschiedene Gruppen und deren Persönlichkeiten haben bereits Anläufe bei der Umsetzung von sozialer Gerechtigkeit, Gleichheit, klassenlose Gesellschaft, Reichtum für Alle und weitere Wörter und Möglichkeiten der Umverteilung von reich zu arm oder von oben nach unten durchgeführt. Es gibt die mehr oder weniger religiös, philosophisch, sozial motivierten Bewegungen. Große Veränderungen in der Gesellschaft und dem jeweiligen Ordnungssystem sind zahlreich in den Geschichtsbüchern oder den Berichten aus der Gegenwart zu entnehmen. Diese Veränderungen sind in der Regel umfassend. Eine Zusammenfassung getreu dem Motto Kampf der Armen gegen die Reichen ist schwierig und ohne komplexe Analyse, Fakten und Auswertungen sicherlich keine Hilfe um es in der Zukunft besser zu machen. Zudem ist davon auszugehen, dass die Umverteilungsphilosophen diese komplexe Analyse und Auswertung in einfachen Worten an die Armen übersetzen werden. Sicherlich nicht zu Ihrer Hilfe und Verständigung, sondern um die Macher derartigen Auswertungen als Böse darzustellen und die Armen gegen sie zu hetzen. Da die Mehrheit sich in der Regel im Verhältnis zu den Reichen als Arm ansieht, sind die Mehrheitsverhältnisse schnell geklärt.

Wir schauen ins Kleine und schauen uns das Thema „Kommune“ an. Es ist hierbei nicht die Kommune als Gebietseinteilung in einem Staatsgebiet, sondern die Kommune als gesellschaftliche Organisationsform. Die Kommune als gesellschaftliche Organisationsform ist oft ein Gegenmodell zu einem System, was auf einer (bürgerlichen) Familie aufbaut. Die Kommune besteht oft aus gleichdenkenden Menschen, wie z.B. von Studenten mit entsprechendem geistigem Austausch, von Menschen mit speziellen Ernährungswünschen, wie Veganer, oder einfach Menschen die besonders sein wollen und sich von einer klassischen Familiengesellschaft abheben möchten.

Ein Beispiel sind Kommunen in Zeiten des 20-Jahrhunderts als Umsetzung der Leselektüren von Marx mit seinem bekannten Werk „Das Kapital“. Der Buchtitel beschreibt bereits worum und gegen was es geht. Dass der bekannte Schreiber Marx mit seinen Bucheinnahmen und Aktienvermögen heutzutage als Kapitalist gelten würde, wird seitens seiner Genossen lieber nicht besprochen. Gut, zu seiner Verteidigung müsste man auch Lenin, Jesus und weiteren wichtigen Persönlichkeiten im Kampf für die Armen gegen die Reichen vorhalten, dass ihre Lebensweise, Herkunft, Vermögenssituation nicht so recht zu ihren Schriften und Überlieferungen ihrer Nachfolger passen möge.  

Die Kommune mit herrlichen Inhalten und Zielen der gemeinsamen Ökonomie, des Konsensprinzips, keiner Hierarchien, ökologisches Leben und gewaltfreier Kommunikation klingt zu gut, um wahr zu sein. Es gibt diverse Berichte von Versuchen, aber nach der wissenschaftlichen Regel fehlt noch die erfolgreiche Wiederholung eines erfolgreichen Versuchs.

Zu Bequemlichkeit und Vergnügen neigen die Menschen. Der Ehrgeiz und die Sehnsucht treiben zur Arbeit. Der Bedarf an Geldeinheiten oder Tauschleistungen ist ein Grundbedürfnis. Zu wenig Geld sorgt für Hilflosigkeit, Wut und Bereitschaft für große gesellschaftliche Veränderungen. Zu viel Geld sorgt für Lässigkeit, Trägheit und Bereitschaft alles beim Alten zu belassen.

 

 

Haus vom Hauser

 

Die erfolgreiche Wiederholung eines erfolgreichen Experiments mit der Utopie, den idealen Menschen, Bequemlichkeit, Vergnügungen und Sehnsucht funktioniert bestimmt unter den richtigen Gegebenheiten im Haus vom Hauser.

In früheren Zeiten durften, konnten und mussten Menschen in der freien Natur, unter einem Zelt, in einer Höhle und/oder einer Hütte wohnen. Durch die Wissenschaft, Übungen und Erfahrungen aus der Baukunst konnten Menschen sich warme und feste Bauten mit mehr oder weniger Technik errichten. Aus der Vorstellung, Menschen aus dem Altertum könnten sich Bauten von armen Menschen aus der Gegenwart erblicken, dann würden die altertümlichen Menschen die armen Menschen mit einem Reichen verwechseln.  

Herr Hauser will ein Haus. Das ist das Haus vom Herrn Hauser.

 

 

 

 

 

 

Im Haus vom Herr Hauser kann man vom Fußboden essen, da liegt genug Essen.

Ein Haus ist ein gutes Beispiel. Wer will sein oder nicht sein Haus teilen!

Ein Haus ist ein Symbol für Eigennützigkeit. Ein Haus will man selber nutzen und nicht mit anderen Menschen teilen. Die Gemeinschaft beginnt auf der gemeinsamen Straße und endet spätestens an der Haustür. Einige Menschen sind als Gäste Willkommen. Getreu dem Motto: Es ist schön, dass du lieber Gast gekommen bist und es ist noch schöner, dass du wieder gehst.

Jetzt könnte einer die Themen Mehrfamilienhäuser, Wohnheime und sonstige gemeinschaftlich genutzte Häuser ansprechen. Ja, es nutzen mehrere Menschen ein Mehrfamilienhaus, aber nur die Anzahl der Personen reicht nicht für die Gemeinnützigkeit. Die Haustür wird hier um eine Wohnungstür erweitert. Die Wohnungstür öffnet sich hier auch nur für die Auserwählten. Die Auserwählten wollen die Wohnung für sich selber nutzen und nicht gemeinschaftlich mit jedem teilen. 

Werfe kein Stein, wenn du im Glashaus sitzt.

Zuerst ist dem Magen wohle. Das Leben ist zu kurz, um schlechtes Getreide, Trauben und deren Säfte zu essen oder zu trinken. Dazu wollen Menschen brauchbare Häuser, warme Zimmer im Winter, hübsche Möbel, Garten im Sommer, schöne Kleidung, Bildung der Kinder, Religion, wie erwünscht, Anerkennung von Anderen und Feiern die Feste, wie sie kommen.

 

Egal ob klug oder dumm, egal ob schön oder hässlich, egal ob groß oder klein, der Mensch wünscht sich ein schönes Haus für ihn selbst.

 

 

Menschen sind nicht dumm, sie haben nur Probleme beim Denken

 

Das Schicksal der Menschen steht nicht in den Sternen. Viele Menschen verweisen auf die Sterne als Orientierung zu Land und auf See. Diese Orientierung wird auch auf die Geschicke, zahlreichen Kombinationen im Leben, dem vermeintlichen Zufall und als vorbestimmte Zukunft verwendet. Die Menschen verwenden das Schicksal im gleichen Atemzug mit Glauben und Aberglauben. Das Schicksal, Schöpfer, höheres Wesen hat für den einzelnen Menschen und für die ganze Gesellschaft alles vorbestimmt. Das Schicksal bzw. die Entwicklung des einzelnen Lebens bzw. einer Gruppe ist nicht vorbestimmt.

Der Einfluss besteht in den Handlungen bzw. Unterlassungen von Handlungen der Menschen. Viele Gefühle und Meinungsverschiedenheiten zwischen Menschen können durch gewalttätige und friedliche Maßnahmen ausgetauscht bzw. entschieden werden. Gefühle sind so vielfältig wie die Menschen und haben bereits Bücher gefüllt, Streitigkeit hervorgebracht und Familien vergrößert. Meinungsverschiedenheiten beruhen nicht nur auf unterschiedlichen Kulturen und Erfahrungen, sondern auch auf Halbwissen.

Menschen sind nicht dumm, sie haben nur Denkfehler.

Vieles zwischen Himmel und Erde steht nicht in Büchern. (Fast) Alles Wissen aus jeder Zeit, aus jeder Perspektive, von einer Vielzahl von Beteiligten, den jeweiligen Themengebieten auf Dauer zu sammeln ist unmöglich. Dennoch ist das Streben der Sammlung von Wissen wichtig.

 Überlieferung von Mensch zu Mensch über die Stimme ist praktisch und schnell. Für alltägliche Handlungen und schnelle Entscheidungen eine zweckmäßige Entscheidung. Im Spiel „Stille Post“ beginnt ein Mensch ein Wort oder eine Wortgruppe über die eigene Stimme in das Ohr eines anderen Menschen mitzuteilen. Diese(-s) Wort oder Wortgruppe wird in einer Kette oder Kreis an mehrere Menschen weiterhin mitgeteilt. Die letzte Person soll dann das Wort oder die Wortgruppe sagen. Dann kann die erste Person sagen, ob das Ergebnis stimmt. In der Regel wird das Wort oder Wortgruppe nicht korrekt weitergegeben, sondern durch die einzelnen Menschen im Ohr anders gehört, im Gehirn anders verstanden und wiederum durch Stimme anders gesagt. Das Ergebnis bringt meistens lustige oder missverständliche Antworten hervor.

 

Aufgrund der Erfahrungen bzw. Ergebnisse sind mündliche Überlieferungen für mehrere Menschen über die Mitteilung von mehreren beteiligten Menschen mit Fehlern belastet. Im Umkehrschluss wurde die schriftliche Überlieferung von Informationen, Erfahrungen und Weisheit über die Jahrtausende mehr und mehr geprägt und gewählt. In diesen Schriften und Büchern aus Papyrus stehen oft viele Buchstaben bzw. Zeichenkombinationen mit mehr oder weniger interessanten Informationen. Viele Schriften werden absichtlich zerstört und Andere wiederum über die Jahre als nicht mehr wichtig erachtet. Wiederum schaffen es einige Schriften zu besonderer Bekanntheit und überdauern die Jahre und Jahrhunderte. Aus diesen Schriften wird dann gerne über die Vergangenheit gesprochen, für die Entscheidungen in der Gegenwart abgeleitet und die gewünschte bzw. vorherbestimmte Zukunft angestrebt. Die Schriften sind lesenswert und beinhalten wichtiges menschliches Wissen. Jedoch sind eventuelle Entscheidungen, Erfahrungen, Vorgaben und Ziele unter den damaligen Gegebenheiten mit Zeit und Raum, Wissensstand und der vielseitigen unbekannten Variable Mensch(-en) erfolgt. Unter neueren, gegenwärtigen und zukünftigen Gegebenheiten sind somit neue Entscheidungen, Erfahrungen, Vorgaben und Ziele zu bestimmen.

Ein Beispiel ist der Schutz der Umwelt. In der Geschichte lebten deutlich weniger Menschen mit deutlich mehr vorhandenen Ressourcen auf der Erde. In diesem Jahr 2022 n. C. oder 11.722 n. E. leben rd. 8.000.000.000 Menschen auf der Erde. Zum Vergleich wurde die 7 Mrd. Marke 11 Jahre früher überschritten. Nach aktuellem Stand der Dinge leben immer mehr Menschen auf der Erde bei gleichzeitiger Abnahme der vorhandenen Ressourcen und steigenden Verbrauch der Ressourcen. Ein gutes Ende wird diese Entwicklung nicht nehmen.

 

Es gibt bereits eine Gegenbewegung von „Umweltschützern“. Vorab sollte hier erwähnt werden, dass es wohl eine Vielzahl an Umweltschützern gibt. Wer will nicht den unbestreitbar wichtigen Schutz unserer Umwelt und damit auch Schutz des eigenen Lebens unterstützen.

Es ist nur so, dass der Schutz der Umwelt, das Zittern des Körpers vor Kälte, der Schweiß am Körper bei Hitze, der Hunger bei einem leeren Magen usw. alle wichtig sind. Nicht nur der Eigene Nutzen sorgt für den vollen Magen, dem warmen Wohnzimmer, den gekühlten Schrank in der Küche, sondern auch der gemeine Nutzen sorgt für volle Mägen, den warmen Wohnzimmern und den gekühlten Schränken in den Küchen.

Man(n) könnte meinen, Sie gehen Hand in Hand.

Auf der einen Seite steht das Extrema der unkontrollierten und menschenschädlichen Überbelastung von gegebenen Ressourcen und langfristige Zerstörung der Umwelt. Dies ist bedingt durch die zunehmende Anzahl an Menschen, längerer Lebensdauer durch die Reduzierung von negativen Umwelteinflüssen, z.B. zu langer und starker Kälte oder Sonneneinstrahlung auf den Körper, oder ein besseres Gesundheitssystem, z.B. biochemische Arznei, Beatmungsgeräte usw. Mit der modernen Technik wird das Leben angenehmer und länger, so gleich steigt die Verantwortung gegenüber den negativen Folgen. Eine elementare Folge ist der hohe Energiebedarf sowohl bei der Erwärmung oder Kühlung von Räumen als auch bei der Nutzung von Maschinen zur Produktion von z.B. Dünger, Lebensmittel oder Medizin. Wer will oder kann heute auf Dünger, Lebensmittel und Medizin verzichten?

Auf der anderen Seite steht das Extrema der Apokalypse / Weltuntergangs mit den Handlungen gegen umweltschädliche Handlungen. Die höheren Steuern auf CO² basierende Brennstoffe für Verbrennungsmotoren sowie das Verbot von Ölheizungen und Kohlekraftwerke ist das Eine. Das Verbot von tierischer Nahrung und hergestellten Dünger ist das Andere.  

Extremas verändern sicherlich die jeweilige Richtung in die Menschen gehen, aber das jeweilige extreme Ziel ist ebenfalls kein Himmel auf Erden.

Letztendlich werden die Menschen weitergehen, ihre Häuser und Wohnungen wärmen und kühlen, die Mägen füllen, die Autos fahren und gleichzeitig einen körperlichen und finanziellen Beitrag für die Stromgewinnung aus regenerativer Energie leisten, Bäume pflanzen und versuchen sparsam mit allerlei Ressourcen umzugehen. Wir werden schauen wohin der Weg der Eigennützigkeit der Menschheit geht.

Eine schöne Anekdote ist der Regenbogen. Der Regenbogen ist ein bogenförmiger Halbkreis, in dem sich die Sonnenstrahlen in den Regentropfen brechen und die Farben Violett, Blau, Grün, Gelb und Rot für den sichtbaren Bereich des Auges sichtbar werden. Aufgrund der Bogenform und der mehreren Farben ist der Regenbogen ein besonderes optisches Phänomen. Der Regenbogen wurde und wird von vielen einzelnen Menschen, Kulturen, Religionen und Organisationen verwendet. Insbesondere die Bogenform am Himmel wird oft mit einer Verbindung von Gott/Himmel mit den Menschen/Erde sowie die bunten Farben mit Vielfalt in Verbindung gebracht.

Der Regenbogen ist schön und erfreut die Menschen. Die Verwendung vom Regenbogen ist gut, aber es besteht auch die Gefahr des Missbrauchs.Gegenwärtig wird es von vielen Anhängern einer sogenannten Multi-Kulti-Gesellschaft verwendet. Diese Multi-Kulti-Gesellschaft setzt sich grob für das Zusammenleben aller Menschen ein, wobei der Schwerpunkt auf den Rechten von Minderheiten liegt. Klingt auf alle Fälle schön, aber das Problem mit der Unterstützung von Minderheiten ist die Unterdrückung einer Mehrheit.

 Ein Lob auf den Eigen Nutzen. Die jeweilige Minderheit verfolgt ihre Ziele, nicht im Sinne der Gemeinschaft, sondern im Sinne von einzelnen Menschen die sich in einer Gruppe zusammentat, um mehr Rechte, Privilegien, steuerbefreite Organisationen, speziell ausgerichtete öffentlich bezahlte Stellen und weitere Vorteile zu bekommen. Es irritiert nur, dass hier so oft der gemeine bzw. gesellschaftliche Nutzen erwähnt und gehuldigt wird, obwohl die Gemeinschaft außer mehr Lasten und Streit nicht so viel davon hat.

 

In der Regel erfolgt die Verwendung des Regenbogens bei Demonstrationen für den Frieden in der eigenen Gesellschaft als auch von Kriegen zwischen anderen Ländern.

Jedoch wurde der Regenbogen auch von Thomas Müntzer genutzt. Er war ein Wortführer der radikalen Reformation im Bauernkrieg und wollte 1525 / 11.225 mit dem Schwert ein Gottes Reich errichten. Ein Lob auf den Eigen Nutz. Er kämpfte für sein Ziel des Erschaffens eines „fünften“ Gottesreichs nach seinen Wünschen. Er konnte einige Bauern als Anhänger für seine Vision mit dem Kampf gegen die vom Papsttum beherrschte geistliche Obrigkeit sowie die ständisch geprägte weltliche Ordnung gewinnen, was aufgrund der allgemeinen aufgeheizten Situation zu dieser Zeit nicht schwierig war. Dem Einen ist er ein christlich-sozialer Eiferer und dem Anderen ein fanatischer Wirrkopf. Selbst Martin Luther war er zu radikal und wurde von ihm kritisiert. Sein Bauernaufstand endete in der Katastrophe. Viele gottesfürchtige, unvorbereitete Bauern kamen mit dem Schwert Gottes in der Hand im Kampf für Gottesreich auf dem Schlachtfeld bei Frankenhausen zu Tote. Er und seine Anhänger erhielten die Todesstrafe.

Interessant, viele Anführer verlauten öffentlich den Kampf für den gemeinen Nutzen gegen den Eigen Nutzen und zur gleichen Zeit verfolgen sie im Geheimen den Eigen Nutzen.  

Es gibt viele Denkfehler, egal ob bei radikalen Umweltverschmutzern oder Umweltschützern, Gerechtigkeitskämpfer oder Erlöser aus den Notlagen der Menschheit. Aber die Menschen, menschliche Handlungen und die Zeit entlarven viele Fehler. Daher ruht die Weisheit aus der Geschichte lernen. Jedoch schließt dies keine Wiederholung von Fehlern und der Geschichte aus. Hoffen wir auf den besten eigenen Nutzen und entstehend aus dem besten gemeinen Nutzen.

---ENDE DER LESEPROBE---