Luc und Marthe - Monika Stix - E-Book

Luc und Marthe E-Book

Monika Stix

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Beschreibung

Luc und Marthe, ein " in die Jahre" gekommenes Paar, deren Zuhause der französische Süden ist. Die Beschwerden des Alters machen auch bei ihnen nicht halt, aber trotz allem meistern sie ihren Lebensalltag mit sehr viel Liebe.

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Seitenzahl: 33

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Monika Stix

Luc und Marthe

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Kapitel 1 Was bleibt, ist die Liebe

Kapitel 2 Der Eigenbrötler

Kapitel 3 Der Ring

Kapitel 4 Lust am Leben

Kapitel 5 Das Geschenk des Augenblicks

Kapitel 6 Wenn der Lavendel blüht

Kapitel 7 Wenn die Tage sich neigen

Kapitel 8 Zeit der Zärtlichkeit

Kapitel 9 Der Sinn der Freiheit

Kapitel 10 Tage am Meer

Kapitel 11 Dieses nie gekannte Gefühl

Kapitel 12 Blaue und graue Tage

Kapitel 13 Sehnsuchtsschneckchen

Kapitel 14 Der Herbst des Lebens

Impressum neobooks

Kapitel 1 Was bleibt, ist die Liebe

Schweigend saßen sie nebeneinander auf der kleinen Parkbank. Den Blick auf den Fluss gerichtet, hing jeder seinen Gedanken nach. Luc`s Arm ruhte wie selbstverständlich auf Marthe`s Schulter. Selbst in ihrem Schweigen sagten sie sich noch so Vieles und ein Außenstehender, der genau beobachtete, konnte in ihren Augen die tiefe Zuneigung erahnen, die die beiden alten, grauhaarigen Leute auch heute noch verband.

Marthe dachte zurück, an die längst vergangenen Jahre. Groß und stattlich war er damals, ihr Luc. Charmant und geistvoll wußte er zu unterhalten und oft philosophierten sie, bei einem guten Glas exquisiten Weines, bis in die späten Abendstunden. Er liebte solche Abende und seine Zigarre durfte dabei nicht fehlen, rundete sie doch den Genuss dieser abendlichen Zweisamkeit noch ab. Nun, da ihn die Krankheit zu einem massvolleren Lebenswandel zwang, blieb ihm nur noch das zeitweilige Schwelgen in Erinnerung, das oft von einem bedauernden Seufzen begleitet wurde. Ja, körperlich konnte Luc nicht mehr das leisten, was er früher vermochte, doch sein Geist war noch hellwach und der Speicher in seinem Gehirn noch randvoll von schönen Erinnerungen.

Er hingegen sinnierte derweilen über die Frau, in die er sich vor vielen Jahren verliebte und die ihn damals in eine Welt mitnahm, die er bis dato nicht kannte. Wie sie mit Geduld und Liebe sein damaliges Frauenbild zurechtrückte und ihm der Beweis war, was Liebe imstande war zu geben und ihn auch erkennen liess, was er zu geben hatte, ja, immer geben wollte, der Frau, die ihn verstand. Ihr Lachen, mit dem sie ihn mitriss und das ihm so guttat, an dieses Lachen dachte er, als er über das Wasser blickte. Die Zärtlichkeit, mit der sie sich liebten, all das lief wie ein Film vor seinem geistigen Auge ab. Bei ihr durfte er immer der sein, der er war...und das war gut so! Zufrieden lächelte er in die untergehende Abendsonne...

Kapitel 2 Der Eigenbrötler

Die Jahre flogen dahin. Schon seit langem nun war Luc im wohlverdienten Ruhestand, Marthe sogar schon etwas länger. Ruhig verliefen die Tage im kleinen Häuschen am Rande der Stadt. Marthe machte sich in ihrem geliebten Garten nützlich, während Luc viel las und noch mehr schlief. Ab und an, wenn er einen seiner guten Tage hatte, malte er. Zunehmend Sorge bereitete Marthe aber etwas ganz anderes. Im Laufe der Jahre zog sich Luc immer mehr in sich zurück. Oft, wenn sie ihn etwas fragte, war er abwesend und antwortete erst nach langem Zögern. Manchmal auch war er launisch und seine Stimmung wechselte von einer Minute zur anderen. Ja, ein richtiger Brummbär war er geworden, ihr Luc! Wehe, Marthe vergass, den Schuss Milch in seinen geliebten, nachmittäglichen Kamillentee zu geben, schon mäkelte er an der Temperatur desselben herum. Es war wirklich schwer, ihm noch etwas recht zu machen. Und während Marthe über diese unliebsamen Dinge grübelte, hatte sie eine Idee...