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Lucky liegt auf dem Drucker und diktiert seinem Frauchen seine Lebensgeschichte . Von seiner Geburt , den vielen Höhen aber auch Tiefen. Eine Geschichte die sehr emotional ist und bestimmt einige zu Tränen rühren wird.
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Seitenzahl: 118
Veröffentlichungsjahr: 2012
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Prolog
Lucky oder der lange Weg zum Glück
Epilog
Impressum
Es war einmal....................
so fängt ein jedes Märchen an.
Mein Märchen beginnt im Frühjahr 2002.
Jetzt nach 9 Jahren habe ich meinen " Dosenöffner" gebeten meine Geschichte niederzuschreiben.
Viele Abende sind wir beide zusammen am Computer gesessen ich bin eingeringelt auf dem Drucker gelegen und habe meinem Menschen alles diktiert was ich aus meinem Gedächtniss zu Papier bringen wollte.
Oft sind meinem Dosenöffner die Tränen runter gelaufen als ich Ihr Einzelheiten aus meinem bisherigen Leben erzählt habe.
Dann bin ich aufgestanden und bin schnurrend um die Ihre Füße geschlichen. Als Dank bekam ich immer einige Streicheleinheiten die ich dankbar entgegen nahm.
Aber gleich danach habe ich mich wieder auf den Drucker verzogen um es mir wieder bequem zu machen und um meine Geschichte weiter zu diktieren.
Denn mein Dosenöffner hatte in meinen Auftrag einiges zu tun.
Mittlerweile bin ich nicht mehr alleine denn in den laufenden Jahren haben sich noch 2 Findelkinder zu uns gesellt. Meine Schwester Fieni und meine Schwester Fussel.
Aber diese beiden müssen noch warten bevor sie meinem Dosenöffner ihre Geschichte erzählen können . Denn jetzt bin ich erst mal dran . Und wenn wir beide damit fertig sind können ja meine beiden " Geschwister " ihre Geschichte durch unseren Menschen auf Papier bringen lassen.
Aber eins kann ich jetzt schon sagen: Es lohnt sich zu kämpfen - auch wenn es machmal aussichtslos erscheint .
Ich habe gekämpft und habe bis zu meinem Lebensende ein schönes Plätzchen gefunden - das hat mir mein Mensch in meine Pfote rein versprochen.
Dieses Buch ist für alle Menschen die Tiere insbesondere Katzen mögen . Denn ohne diese Menschen wären viele unserer Vierbeiner nicht mehr unter uns.
Auch ich darf die uneingeschränkte Liebe und Zuneigung meines Findelkindes Lucky erleben und werde Sie nie mehr missen wollen.
Und sollte uns der Tod einmal trennen wollen - ich werde Sie nie vergessen - denn ich habe ein Bild von Lucky in einen goldenen Anhänger eingravieren lassen den ich nun Tag für Tag an einer Kette an meinem Herzen trage.
Es war ein regnerischer Tag im Frühjahr 2002 als ich ziemlich unsanft in diese Welt kam.
Meine Mama die schon seit Jahren als Streuner in den Isarauen lebte brachte mich unter großen Mühen unter einem Strauch zur Welt.
120 Gramm schwer . Mein Fell nicht zu definieren - alle Farben von beige bis dunkelbraun - eine helle Pfote und 3 dunkle Pfoten . Da war ich nun, einfach unverkennbar . Bei meinen Geschwistern war das anders . Die anderen 3 hatten jede nur eine Farbe . Die eine schwarz , eine graue und eine weiße.
Das solche Katzen wie ich als " Glückskatzen" bei den Menschen bezeichnet wurden wusste ich damals noch nicht. Das sollte ich erst einige Jahre später erfahren. Aber bis dahin war es noch ein langer Weg für mich.
Was aus meinen Geschwistern geworden ist kann ich auch jetzt nicht mehr sagen . Ich weiß nicht mehr ob sie und meine Mama überhaupt noch leben denn ich hatte wahrscheinlich von Anfang an einen großen Schutzengel der auf mich aufpasste.
Die ersten Wochen meines noch jungen Lebens waren ziemlich turbulent.
Wir hatten keine flauschiges Körbchen in dem wir alle aufwachsen durften. Auch eine liebevolle Hand die uns Streicheleinheiten zukommen lassen konnte hatten wir nicht.
Nein wird lebten Tag und Nacht unter diesem Strauch in den Isarauen der uns wenig Schutz vor Wind und Wetter bot.
Je älter ich wurde um so neugieriger wurde ich . Meine Geschwister hielten sich immer in der Nähe meiner Mutter auf.
Aber mein Tatendrang war zu groß um nicht die Gegend zu erkunden. Das glitzernde Nass der Isar faszinierte mich immer mehr . Sobald sich die Gelegenheit bot versuchte ich aus der Isar alles mögliche raus zu angeln was am Ufer angeschwemmt wurde.
Eines Tages ich musste wohl so ca. K Jahr alt gewesen sein hatte ich mich wohl ein bisschen zu weit weg gewagt. Denn als ich wieder zu unserem Gebüsch zurück kam waren meine Mama und meine Geschwister nicht mehr da.
Was nun ?? Tränen rannen mir über mein Katzengesicht . Auch wenn ihr Menschen meint wir Tiere können nicht weinen - da konnte ich es das erste mal.
Ich war ganz alleine - wo sollte ich denn jetzt hin ?
Von weitem her hörte man schon das bellen eines Hundes das immer näher kam . Wie gelähmt saß ich jetzt in einem alten Pappkarton den irgend wer achtlos weggeworfen hatte,
Zum fortlaufen war es jetzt zu spät denn einen kurzen Augenblick später stand schwanzwedelnd eine kleiner Dackel vor meinem Karton .
Was wollte dieser lästige kleine Kerl denn von mir ??
Ich dachte schon er wollte mir den Garaus machen - aber das war nicht so.
Kieselsteine knirschten und 2 Füße standen vor dem Pappkarton.
" Was ist denn Wast'l " hörte ich eine tiefe Stimme vor sich hin brummen.
Vor mir stand ein alter Mann mit einen Hackelstecken .
Als er sich bückte um in den Karton zu schauen hörte ich ihn leise aufstöhnen. An abhauen war in diesen Moment nicht zu denken und im nu langten zwei abgearbeitete Hände nach mir die mich dann vorsichtig aus dem Karton zogen.
Da saß ich nun völlig verängstigt in den beiden Händen dieses alten Mannes.
" Ja wer bist du denn ? Hast wohl kein Zuhause mehr ! "
Wast'lder das Ganze mit skeptischen Augen begutachtete saß schwanzwedelnd neben dem Karton und wartete was jetzt nun geschehen würde.
" Was meinst Wast'l wollen wir diesen kleinen Kerl mit nach Hause nehmen ?" Diesen kleinen Kerl - wenn ich dass schon höre ! Weiß denn dieser alter Mann denn nicht das ich ein Katzenmädchen war schoss es mir durch den Kopf !
In diesen Moment nahm er eine Leinentasche die er dabei hatte und steckte mich einfach rein.
" Brauchst keine Angst zu haben ! Du kommst jetzt erst mal zu uns nach Hause " sagte er mit beruhigender Stimme zu mir.
Was blieb mir denn anderes übrig ! Aus dieser Leinentasche kam ich ja nicht mehr ohne fremde Hilfe raus.
Wir waren ca. ein K Stunde unterwegs als wir am Ziel ankamen.
Ich hörte wie er denn Schlüssel ins Schloss steckt und umdrehte. Kurze Zeit später viel die Türe ins Schloss. Zuerst machte er Wast'l ab.
Dieser schüttelte sich erst mal kräfig und verzog sich gleich in sein Körbchen. Nun war ich an der Reihe.
Mein kleines Katzenherz hämmerte wie eine Nähmaschine so viel Angst hatte ich als mich der alte Mann aus der Leinentasche nahm und behutsam auf die Couch setzte.
Verdutzt sah ich mich um . Wo war ich denn jetzt gelandet ?
Da dieser alte Mann offensichtlich Tiere mochte stellt er sich bei mir vor .
" Ich bin der Ludwig und wenn du willst kannst du bei uns bleiben ! "
Ich verstand das alles nicht was er da zu mir sagte ich spürte bloß das er mir nicht böses wollte.
Dasdas nicht lange so seien würde konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen.
Als sich Ludwig kurz danach in die Küche begab um sich Wasser für eine Tasse Tee aufzusetzen blieb ich natürlich nicht länger auf der Couch sitzen.
Ich musste meine Umgebung erkunden.
Da sah ich wie Wast'l ganz friedlich in seinen Körbchen eingeschlafen war. Denn der Spaziergang hatte ihn der schon eine ganz graue Schnauze hatte doch ganz schön angestrengt.
Alle meinen Mut zusammen nehmend schlich ich langsam auf Wast'l zu.
Er musste etwas davon bemerkt haben den er schaute mich mit zusammen Augen an.
Vorsichtig Pfote für Pfote näherte ich mich ihm . Was sollte ich machen wenn er jetzt nach mir schnappen würde ?
Ich hatte diesen Gedanken nicht mal zu Ende gedacht als schon eine schlapprige Hundezunge über mein Gesicht fuhr. Im ersten Moment musste ich an meine Mama denken die machte das auch immer.
Für mich war das eine Aufforderung mich auch in sein Körbchen zu legen.
Und bevor sich Wast'l versah lag ich neben ihm.
Endlich spürte ich mal wieder die Wärme die ich schon so lange vermisste. Kurze Zeit später war auch ich ganz tief eingeschlafen als mich plötzlich eine Stimme weckte die ich noch gar nicht kannte.
Es war Wast'l ! Ich konnte diesen Hund verstehen ! Alles in meinen kleinen Kopf drehte sich als mir dieses bewusst wurde.
Als ich mich von diesen Schreck erholt hatte nahm ich alle meinen Mut zus. und fragte wo ich bin und wer Ludwig ist.
Etwas zögerlich begann Wast'l zu erzählen.
" Ich bin schon so viele Jahre hier ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern wie lange . Ludwig holte mich vor vielen Jahren aus dem Tierheim. Und seit dem darf ich meinen Lebendsabend mit ihm verbringen. "
Ludwig der immer noch in der Küche rumhandierte bekam von unserer Unterhaltung nichts mit.
Da ich auch als Katzenmädchen ziemlich neugierig bin wollte ich natürlich auch wissen was es so über Ludwig zu sagen gibt.
" Ludwig ja wo soll ich denn da anfangen ? Na mit dem Anfang konterte ich da es mich vor lauter Neugierde schier zerriss.
Der Ludwig ist mittlerweile 80 Jahre und arbeitet bis vor 15 Jahren in einer kleinen Firma als Elektriker.
Seit dem Tod seiner Frau Elisabeth vor 10 Jahren kapselte er sich immer mehr ab und so beschloss er nach ihrem Tod sich einen Weggefährten aus dem Tierheim zu holen. Seine Wahl viel auf mich.
Von seiner Rente konnte er keine großen Sprünge machen aber für dir Miete dieser kleinen 2-Zimmerwohung in Thalkirchen und für unser Essen reicht es gerade noch.
In den Augenwinkel dieses kleinen Dackels sah ich bereits wie sich eine Träne formte die dann ganz langsam über die Wange von Wast'l lief.
" Was hast du denn ?" fragt ich . "Ach weist du es wäre alles so schön aber Ludwig ist schon seit Jahren schwer herzkrank und ich habe Angst das ich eines Tages kein Herrchen mehr haben werde."
Ich konnte ihn gut verstehen , denn ich hatte bis jetzt auch niemanden zu dem ich gehörte.
In diesem Augenblick hörten wir Ludwig ins Wohnzimmer kommen und unser Gespräch verstummte sofort.
Außer seiner dampfenden Tasse Tee hatte er noch 2 Schalen dabei die er neben Wast'ls Körbchen stellte. Einer war mit frischen Wasser aufgefüllt in den anderen war eine Dose mit Hundefutter . Huhn mit Gemüse das war Wast'ls Lieblingsessen . Denn seit geraumer Zeit hatte er nicht mehr viele Zähne und so kam ihm dieses kleingemachte Essen gerade recht.
Auch mir stieg dieser köstliche Duft in die Nase und ich wünschte mir nichts sehnlichster als meine Schnauze da reinzustecken und von diesem köstlichen Futter probieren zu dürfen.
Wast'lsah mir dir diesen Wunsch wahrscheinlich an und ließ mir den Vortritt was Ludwig einigermaßen verblüffte.
Erst als ich mich satt gefressen in die Ecke seines Körbchens verkroch machte er sich über den Rest her.
Wir 3 wurden ein gutes Team.
Jeden Tag verlief nach dem gleichen Muster ab. Pünktlich um 8.00 Uhr jeden Morgen verließen Ludwig und sein Hund die Wohnung um an der nahe gelegenen Isar ihren Morgenspaziergang zu machen.
Ich verkroch mich derweil auf das Fensterbrett im Wohnzimmer um mit sehnsuchtsvollem Blick auf die Isar zu schauen an der jetzt die beiden unterwegs waren.
Gegen 10.00 Uhr waren sie wieder da . Dann gang es für Ludwig eine Tasse Kaffee und für uns beide ein Leckerli. Gegen 12.00 Uhr kochte Ludwig sein Mittagessen nichts üppiges sonder mal eine Suppe oder ein Stück Leberkäse mit Ei. Auch wir beide bekamen immer ein kleines Stückchen ab das wir mit großen Apettit verschlangen.
Gegen 13.00 Uhr legte sich Ludwig für 1 Stunden auf die Couch um einen Mittagsschlaf zu halten. In dieser Zeit lagen wir bei Wast'l im Körbchen und konnten uns unsgestört unterhalten.
Auch Nachmittags ging der alte Mann noch mal mit seinem besten Freund eine Runde spazieren - auch in dieser Zeit machte ich mir es auf dem Fensterbrett bequem bis sie wieder gegen 16.00 Uhr zu Hause wahren.
Dann machte Ludwig das Abendessen und gegen 18.00 Uhr machten wir uns es alle drei auf der Couch bzw. im Körbchen bequem.
Meistens lief der Fernseh bis ca. 22.00 Uhr und dann ging Ludwig müde in sein Bett.
Viele Nächte unterhielt ich mich michWast'l. Mittlerweile hatte mich Ludwig auf den Namen Mausi getauft. Dieser Name gefiel mir - warum das kann ich jetzt auch nicht sagen.
Das sich diese Idylle bald ändern sollte konnte keiner von uns voraussehen. Zwei Wochen war ich mittlerweile schon bei Ludwig und Wastl.
Manchmal sehnte ich mir die Tage zurück als ich an den Isarauen streunen konnte so lange ich wollte. Jetzt bin ich in dieser Wohnung und die einzige Verbindung zur Außenwelt ist das Wohnzimmerfenster durch das ich sehnsuchtsvoll auf die Isar schauen kann.
Als ich an diesem Montagmorgen neben Wast'l aufwachte merkte ich sofort das irgendwas nicht stimmte. Vorsichtig schleckte ich über das Gesicht des kleinen Dackels der darauf hin aufwachte.
Herzhaft gähnend schaute er mich an.
" Was ist denn musst du mich denn schon wecken " ?
"Fällt dir denn gar nichts auf du alter Hund" flaumte ich ihn von der Seite her an.
Mittlerweile hatte ich keinerlei Respekt mehr vor ihm , denn er ließ sich alles von mir gefallen.
Es war bereits 7.00 Uhr und wir hörten nicht wie gewohnt unseren Ludwig in der Küche herum hantieren.
Es lief kein Radio, wir hörten keine Kaffeemaschine vor sich hinbrodeln.
Es war im wahrsten Sinne des Wortes totenstill.
Angstvoll schauten wir beide uns an. Ohne ein Wort krochen wir beide aus unserem Körbchen.
Was sollten wir denn jetzt tun ? Wir beide schlichen von einer bösen
Vorahnung getrieben Richtung Schlafzimmer.
Ludwig hatte die Angewohnheit die Schlafzimmertüre nie zu schließen sondern nur anzulehnen so konnte er hören wenn mit uns etwas wäre.
Vorsichtig schob Wast'l mit seiner Schnauze die Schlafzimmertüre auf, gerade so viel das wir beide durchpassten.
Ludwig lag wie immer in seinen massiven Holzbett mit der blau-weiß karierten Bettwäsche.
Aber er rührte sich nicht und sein rechter Arm hing kraftlos aus dem Bett.
Wast'lstand hilflos neben mir. " Was sollen wir den jetzt machen ? "raunte er mir hilflos zu. Vorsichtig stupste er den alten Mann an . Erschrocken fuhr er zurück. " Du Mausi - Ludwig hat eine ganz kalte Hand , was sollen wir denn jetzt machen .?
Mit einem Satz sprang ich auf das Daunenbett und schleckte ihm ein paar mal über das Gesicht . Aber auch das Gesicht war kalt und er reagierte nicht auf mich.
Jetzt war guter Rat teuer .
