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Ein fünfzehnjähriger Junge namens Luke lebt mit seiner Familie in Bochum. Er führt ein schwieriges Leben, da er oft wegen seiner Hautfarbe und seiner Herkunft geärgert wird! Als er eines Tages die Fassung verliert, begeht er einen folgenschweren Fehler, der ihn immer begleiten wird!
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Seitenzahl: 47
Veröffentlichungsjahr: 2021
Jonas Kerres
Luke, die Entscheidung
Ein Buch über Rassismus undGewalt
© 2021 Jonas Kerres
Verlag und Druck:
tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
ISBN
Paperback:
978-3-347-23049-1
Hardcover:
978-3-347-23051-4
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Kapitel 1
Es war ein regnerischer Tag, als Luke morgens aufwachte! So wie das Wetter war, ist auch Lukes Leben, regnerisch und trüb, ohne Höhepunkte und ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Luke lebt mit seiner Familie in Bochum, also mitten im Ruhrgebiet. Eigentlich nichts Außergewöhnliches. Sein Wohnort ist auch sein Geburtsort und er ist auch glücklich im reichen Deutschland zu leben wo jede Person die Chance auf eine rosige Zukunft bekommen könnte. Lukes Eltern stammen aus verschiedenen Ländern. Sein Vater ist Syrer und seine Mutter stammt ursprünglich aus England. Doch sie mussten früh aus Syrien fliehen, weil die politischen Konflikte stets zunahmen und das Leben in Syrien immer gefährlicher und unsicherer wurde. Als die endgültige Entscheidung über die Flucht fiel, machten sich Lukes Eltern natürlich Gedanken wo man von nun an leben möchte. Die Wahl fiel relativ schnell auf Deutschland, da Lukes Mutter dort alte Freunde hatte. Da sie hochschwanger mit Luke war, kümmerten sich die Bekannten aus Deutschland um die sichere Reise. Nun leben sie schon 15 Jahre in Deutschland und man sollte eigentlich meinen, dass alle glücklich, und zufrieden mit dem Leben in Deutschland sind. Doch das Problem ist, das Luke der mittlerweile 15 ist, diese Meinung nicht teilt. Er fühlte und fühlt sich immer noch nicht wohl in seiner Umgebung. Er war Flüchtling, aber er ist es nun halt nicht mehr. Manche Leute möchten das einfach nicht verstehen. Figürlich gibt es bei Luke wenig auszusetzen. Mit 1,85 ist er für sein Alter verhältnismäßig groß, dadurch ist er eher schlaksig. Dabei ist er recht sportlich, was wohl am Schwimmen liegt. In der Grundschule und auf der Realschule, die Luke mittlerweile besucht, wird Luke wegen seiner Hautfarbe und besonders wegen seiner Herkunft gemobbt. Aber man findet bei jedem immer etwas auszusetzen, wie Lukes Papa immer zitiert.
Als Luke auf die Uhr sah, steckte er seinen Kopf nochmal ganz tief ins Kopfkissen! 6.30 morgens, Schule, Mathearbeit. Gibt es überhaupt noch einen schlechteren Start in den Tag als mit dieser Horrorvorstellung? „Luke, Frühstück!“ trällert e Amy, Lukes Mutter. Die Antwort folgte flott: „Ja warte, bin gleich unten“. Als Luke runter kam, verschlechterte sich seine Laune drastisch und das lag nicht an der Anwesenheit seiner Mutter, sondern an der Sängerin die gerade ihr Lied im Radio jaulte. Helene Fischer war der Grund. Ob das nicht ein schlechtes Omen für den Tag war. Wenig später fuhr Luke mit dem Fahrrad zur Schule. Luke besuchte eine Realschule Bochums, die hier ziemlich zentral in der Innenstadt liegt. Das Wetter hatte sich auch über den frühen Vormittag nicht verändert. Immer noch goss es wie aus Eimern und die Straße ertappte sich als rutschiger Untergrund. Mittlerweile war es 9 Uhr morgens! Luke hatte Glück, dass er erst zur zweiten Stunde Unterricht hatte, so konnte er sich bis spät in die Nacht auf die Mathearbeit vorbereiten, die jetzt anstand. Das hatte er vor seinen Eltern behauptet, aber der Wahrheit entsprach das nicht. Er liebt Musik, besonders Deutschrap. Und er hörte es die ganze Nacht. Er wusste, dass seine Eltern ihm diese Floskeln aus dem Kopf schlagen wollten. Sie behaupteten, dass Rapper unzivilisierte Menschen wären, die auf die kommende Generation einen schlechten Einfluss hätten. Darüber hinaus seien sie kriminell und angeberisch. Ziemlich viele Vorurteile gegenüber Leuten, die sie noch nie gesehen haben. Aber vielleicht sind sie auch einfach nur eifersüchtig, da sie es wirklich geschafft haben und sich durch Musik Ansehen verdient haben. Denn seine Eltern haben es nicht geschafft. Das soll nicht bedeuten, dass der Beruf Krankenpfleger nichts Besonderes ist, aber er wird finanziell nicht so hochangesehen, als er es verdiente. Für Lukes Vater reichte es nicht aus, um Luke und Amy Reichtum zu bescheren. Lukes Papa arbeitet als Pfleger im Krankenhaus und seine Mutter übt gar keine Arbeit aus. Doch wenn die Rapper anfingen auf den Beat zu flowen, bekam Luke immer Gänsehaut; denn er hörte die Emotionen und die traurigen Hintergründe viel besser als viele andere Zuhörer heraus. Warum dachte Luke immer während des Fahrradfahrens darüber nach? Er wusste es selber nicht, wahrscheinlich weil ihn dieses Thema sehr beschäftigte! Naja, von Fahrradfahren konnte man eigentlich nicht sprechen, viel zu sehr behinderten ihn die immer größer werdenden Regenpfützen am Fahren! Deswegen beschloss Luke erstmal den Regen abzuwarten und in sein Stammkiosk zu gehen.: „Luke, wie immer 2 Schachteln Marlboro Rot ?“, fragte ihn Josh direkt, als er den Kiosk betrat. Lukes Antwort ließ nicht lange auf sich warten: „Jo wie immer Bruder, du weißt der frühe Vogel fängt den Wurm!“. Josh war Anfang 18, als er seinen Vater verlor. Ihm gehörte auch der Kiosk, in dem Luke gerade auf seine Zigaretten wartete. Joshs Vater nahm das Leben nicht ernst und trank, rauchte und vergeudete sein Leben. Als Josh 18 war, wurde Joshs Vater überfahren. Es war ein schrecklicher Unfall, der sich spät nachts ereignete. Noch nie hatte Luke Josh auf
