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Ich widme dieses Buch allen Frauen, denen es möglich ist, im Augenblick der Vereinigung, im Hier und Jetzt zu sein. Die diesen Moment voll genießen und weder an gestern noch an morgen denken. Nicht an die Niederlagen, die Demütigungen oder die Sorgen, die sie mit sich tragen. Vielleicht daran, dass unsere Tage knapp und endlich sind, denn das kann für den Moment wie eine Prise Salz in einer Speise wirken, die noch süßer werden soll. Danke, Frauen dieser Welt, ihr seid wunder(voll). Es gibt nur ein faszinierendes Jetzt - und ich weiß, dass dieses Jetzt für immer ist. FvB.
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Seitenzahl: 55
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Einen IQ von 140, hochsensibel und einfach gerne Mann. Bei einem Auto wäre das wohl wie ein Turboantrieb und Formel-1-Reifen für eine Ente. Wenn etwas in diesem Leben passiert, dann meist Extreme und Herausforderungen. Entsprechend interessant war es für den ´70 geborenen Autor, seine Berufung zu finden.
Auch in diesem Werk gibt es ein eigentlich unüberbrückbares Handicap, denn hier geht es, um ganz ehrlich zu sein, lediglich um etwas Archiviertes - dazu später mehr.
Das mit dem Schreiben begann er in den 90er Jahren. Erst in Schickimicki-Werbeagenturen, dann in renommierten Kommunikationsagenturen und schließlich in der Selbstständigkeit. Konzepte und vor allem der Text spielten immer die Hauptrolle in Fuzzys Arbeitsleben. Eine summende selbstgemachte Ungereimtheit hielt ihn dabei immer wachsam, denn er dachte immer wieder:
„Es müsste doch noch ein Medium geben, in dem sich das Verfassen von Texten zu etwas Gutem und Sinnvollem formen ließe“.
Nicht, dass Werbetexte nicht sinnvoll wären. Allerdings haben diese Marketingergüsse ganz selten etwas mit dem echten Leben zu tun. Denn sie müssen natürlich einerseits über das Produkt informieren, haben andererseits aber immer die Aufgabe, Bedürfnisse zu wecken, wo eigentlich gar keine sind. So verschaffen sie Marken Ruhm und Geld.
Ja. Bitte mal anders schreiben. Nichts Abgekatertes. Sondern etwas Sinnvolles. Oder wenn schon nicht sinnvoll, dann zumindest das, was aus dem Kopf kommen will, ohne einen Plan oder eine Strategie verfolgen zu müssen.
So kam es zu Lustduft. Einem Fickbuch, das alle Sinne einschließt. Besonders aber den Geruchssinn. Die Krux: Der Autor kann nicht riechen. Ab dem 25. Lebensjahr verließ ihn dieser Sinn. Umso mehr geht es darum, jeden Moment zu genießen, wenn er ist und wie er ist. Gepaart mit den archivierten Geruchserinnerungen in Situationen, die einen besonderen Duft mit sich bringen. Eine leidenschaftlich schöne Wehmut in jedem Augenblick. Ein kleiner Tod.
Prolog
Wie unangenehm. Mit wem war sie denn da gerade fast Gesicht an Gesicht?
Erste von sechs Leidenschaftlichkeiten
Je mehr Nässe, desto besser
Zweite von sechs Leidenschaftlichkeiten
Wie ein bewusst erlebbares, anfassbares Déjà-vu
Dritte von sechs Leidenschaftlichkeiten
Wenn getrunken wird, macht es niemanden weniger durstig, wenn noch mehr getrunken wird
Vierte von sechs Leidenschaftlichkeiten
Wer hässlich oder ungepflegt ist, kommt nicht rein. Gut so
Fünfte von sechs Leidenschaftlichkeiten
Wie Verreisen in ein fernes aufregendes Land, aber das Haus und alle Möbel kommen mit
Sechste von sechs Leidenschaftlichkeiten
Nachwort (nur für Männer)
Meine Mutter sagte mir immer, dass Sex etwas sei, bei dem der Mann besonders vorsichtig sein muss. Frauen seien sensibel und würden den Akt an sich immer als etwas eher Unschönes erleben. Es sei eine Art Preis für jede Frau, die dann dafür Geborgenheit, ein Heim und Liebe bekomme. Aber irgendwie auch nicht, denn ich wuchs in Zeiten auf, in denen die Emanzipation um sich griff. Also waren Männer grundsätzlich doof, grob und zweite Klasse. Auf jeden Fall auf eine Art und Weise lächerlich und schmierig. So äußerte sich jedenfalls meine Mutter. Mein Vater sagte, wie immer, gar nichts.
Ich werde zwölf gewesen sein, als ich meiner Tante mal einen Klaps auf den Po gab. Sie beugte sich gerade zum Ofen um zu gucken, ob die Pizza darin schon so weit war. Die optimale Situation, um ein dickes Klatschen zu verursachen! Ich glaube, bis dato – und auch danach - hatte und habe ich nie wieder einen so massiven Angriff auf mich und meine männliche Persönlichkeit erlebt.
Dieser kindlich gemeinte Klapps machte mich zum Chauvischwein, Vergewaltiger und Mann.
Harter Tobak in der beginnenden Orientierungs-phase meiner Körperlichkeit. Als ich meinen Fühler, mit knapp 17 und dieser mitgegebenen Unsicherheit, nach Frauen ausstreckte, erlebte ich alles anders als das, was mir Mutter und Tante mit auf den Weg gegeben hatten.
Ich wurde angeleitet und benutzt. Ich führte, dominierte und diente. Ich kostete aus. Konnte nicht genug bekommen. Und: Ich liebte es. Sofort.
Und ich liebe es noch immer.
Wenn Frauen an sich glauben und wissen, was sie von einem Mann erwarten. Wenn Sex auch etwas so Gewöhnliches sein kann wie Trinken, Atmen oder Pinkeln. Wenn Sex etwas so Essenzielles ist wie Trauer und Freude, Leben und Tod, dann ist das meine Art Sex.
Umso spannender war es, diese Situationen aus Frauensicht nachzuvollziehen. Es bleibt für mich immer ein Geheimnis, wie Frauen es zulassen können, so viel zu geben.
Es stellt für mich einen unglaublichen Vertrauensvorschuss dar, etwas in den eigenen Körper hineinzulassen. Das wäre mir nicht möglich.* Okay – irgendwann siegt die Natur und die weibliche Geilheit und vielleicht gibt es ein „es muss etwas in diese weiblichen Öffnungen“. Nachvollziehbarer wird es dadurch für mich jedoch nicht. Auch wenn dieses In-sich-hineinlassen nicht immer ein bewusster Akt ist, ist doch jede Frau ein Wunder. Eine freigelegte Zerbrechlichkeit, auch wenn es härter zur Sache geht. Und auch wenn es härter wird; da ist noch immer die Wärme, die Nässe und alle Zeichen von Willkommensein.
Ich widme dieses Buch allen Frauen, denen es möglich ist, im Augenblick der Vereinigung, im Hier und Jetzt zu sein. Die diesen Moment voll genießen und weder an gestern noch an morgen denken. Nicht an die Niederlagen, die Demütigungen oder die Sorgen, die sie mit sich tragen.
Vielleicht daran, dass unsere Tage knapp und endlich sind, denn das kann für den Moment wie eine Prise Salz in einer Speise wirken, die noch süßer werden soll.
Danke, Frauen dieser Welt, ihr seid wunder(voll).
Es gibt nur ein faszinierendes Jetzt – und ich weiß, dass dieses Jetzt für immer ist.
FvB.
* Nein, ich bin nicht homophob. Aber ich bin auch nicht schwul. Und ich habe weder den Drang, noch die Sehnsucht nach einem fremden Körperteil in einer meine Körperöffnungen. Oder doch?
Es war ein Scheißtag. Die Stufen bis hinauf in ihre Wohnung erscheinen heute endlos. Helle Marmoroptik. Nichts ist langweiliger als kalte, cremefarbene, bräunlich durchzogene Marmoroptik. Es riecht sauber und metallisch, wie die Stäbe des schwarzen Geländers und der rote alte Plastikhandlauf. „Warum werden Orte wie Treppenhäuser immer so lieblos gemacht?“, murmelt sie zu sich selbst. Es könnte doch bereits ab der Haustür einfach schön sein.
Noch sieben Stufen. Das weiß sie, weil die Marmoroptik an der achten Stufe ein süßes Häschen mit einem braunen Steinschleier in den cremefarbenen Marmor zeichnet. Es sitzt zusammengekauert im Marmor und ein Ohr steht
