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Mit der Luzispheroik begeben Sie sich auf einen dreiteiligen Wesenstrip in die tiefsten Abgründe der Menschlichkeit, aus denen zugleich die höchsten Zielsetzungen angestrebt werden. Über eine Vielzahl an Grenzüberschreitungen, von der Randerscheinung über den Mittelbestand, bis hin zum Selbstverlust erreichen Sie dabei von Blatt zu Blatt unvorstellbare Zusammenhänge. Sie gelangen von jedem Zweig, über die Äste an den Hauptstamm, damit Sie dem Ursprung bis auf den Grund gehen, um das Übel über die Wurzel zu verstehen und letztendlich herausfinden, was uns nährt und näher zusammenführt, als wir es jemals wahr haben wollen. Also blättern Sie weiter, bevor Ihnen der eigene Saft ausgeht!
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Seitenzahl: 399
Veröffentlichungsjahr: 2025
Impressum
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Cover
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
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© 2025 novum publishing gmbh
Rathausgasse 73, A-7311 Neckenmarkt
ISBN Printausgabe: 978-3-99130-846-1
ISBN e-book: 978-3-99130-847-8
Lektorat: A.M.
Umschlagabbildungen: Noppadon Sangpeam, Liligraphie | Dreamstime.com
Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh
www.novumverlag.com
Für mich dein Leben
Deutschland, irgendwo im nördlichen Bereich der Bundesrepublik, aus der seit jeher Unmengen an wirkungsstarken Charakteren hervorgingen, stand in einer seiner stark verbauten Metropole ein großer Gebäudekomplex aus einer vergangenen Zeit des Aufstrebens. Auswegslos gefangen zwischen dem Aufbruch in eine moderne Welt und dem unaufhaltsamen Rückfall in den natürlichen Ursprung. Während die Datenströme in immer höheren Frequenzen über ihn hinwegrasten, fraß sich die Vergänglichkeit in sein Fundament. Sie unterwanderte die Ver- und Entsorgungsleitungen, ließ Asphalt aufbrechen und Stahl ergrauen – ein makelloser, gnadenloser Prozess des Zerfalls, den die digitale Welt nur noch aus der Ferne dokumentierte. Über veraltete Strecken erreichten die höchsten Zielsetzungen auch diesen verdammten Ort, dessen verwinkelte Struktur die verkümmerten Gefühle der Nächstenliebe als den letzten Rest der herzlichen Menschlichkeit versteckt hielt. Eigentlich sollte hier eine Stadt in einer Stadt entstehen, die einen komfortablen Lebensraum für jede Art von Mensch hätte gewährleisten können. Jedoch wurde keineswegs ein Ziel erreicht, das irgendeinen Wunsch aus Arbeit mit Freizeit, Erholung mit Familie und Freunden, aus Jung und Alt, irgendwie sichern konnte. Weiter als bis zu der architektonischen Form eines bedrückenden Labyrinths, in dem die Sehnsüchte im inneren Kern den abstrakten Verlust ihrer selbst fanden, folgte nur ein Aus, aus dem die ehemalige Euphorie des Aufbaus wich und ein gesellschaftlicher sowie wirtschaftlicher Abbau einhergingen. Die anfänglichen Fortschritte stagnierten, während der Glanz der Hoffnungen in den Seelen der Bewohner als auch Betreiber verblasste. Übrig blieb eine dystopische Betonwelt, die verschiedener Erosionen unterlag, unter denen der Schutz in und um diesen Lebensraum unaufhaltsam abbröckelte und der nasskalte oder staubige Wind durch zerbrochene Fensterhöhlen pfiff.
Fassungslos entfernt und entfremdet von einer bedeutsamen Mitte, bestand die letzte Hoffnung oftmals nur noch in dem senkrechten Ausweg über dem Rande der steilen Hochhausklippen. Doch bei all den lebensfeindlichen Bedingungen war ein gefallener Mitmensch immer nur einer von vielen und fiel nicht weiter auf, womit das Auflesen lebloser Körper und deren Überreste längst als alltäglicher Standard zu den Aufgaben der staatlich Bediensteten gehörte. Gespeist aus den niedersten Trieben, die auch der unmittelbare Fluss nicht fortspülen konnte, entsprangen dementsprechend auch diesem künstlichen Gebirge nur noch leidvolle sowie hasserfüllte Individuen. Unaufhaltsam trieb dieser Abschaum mit all seinem Wirken völlig offensichtlich auf der Strömung des Verlaufs, wobei die sichtbaren Spitzen tiefgehender Gewalten seinen Kurs vorbestimmten und die größten Teile ihrer gesamten Reichweite unterhalb der Oberfläche verborgen blieben, auf der eine Vielzahl grotesker Gestalten ihrem selbstsüchtigen Treiben nachging. Geilph Gryhilialier war eine äußerst spezielle Sorte davon. Er war wie ein Lebewesen mit männlichen Geschlechtsmerkmalen der menschlichen Spezies, Anfang vierzig. Stark hustend kam er nach einer durchzechten Nacht wieder langsam zu seinen Sinnen. Wie üblich gingen seine verklebten Augenlider gemäß zweier vernähter Wunden auseinander, deren Nähte die ineinander verfangenen Wimpern waren. Danach suchte sein trüber Blick erst mal die kostenlose Lichtquelle des Tages. Schwerfällig unter enormen Rückenschmerzen setzte er sich schnaufend mit langsamen Bewegungen aufrecht hin. Bei einem kräftigen Atemstoß stieß er den vorwegfliegenden Klümpchen verhärteter Rotze und Teer aus seinen mitgenommenen Atemwegen sein erstes bewusstes Lachen an diesem neuen Tag hinterher. Die Qual, die er dabei unter Atemnot durchlebte, war ihm deutlich anzusehen, die Freude, welche er in dem geübten Übergang von der Erstickungsgefahr in sein geliebtes Lachen empfand, jedoch umso mehr. Sein kontinuierliches Lachen glich für ihn einer unverzichtbaren Körperfunktion, die er zusammen mit seiner Atmung als Lebensnotwendigkeit nahezu gleichsetzte. Selbst im Schlaf arbeitete seine Luftröhre bei fast jedem Ausatmen, auch als effektive Lachröhre, die mit zunehmendem Geschnarche auch immer lauter lachte. Mühselig koordinierte er seinen verkommenen Körper durch den von ihm abgedunkelten Raum, dessen Zustand mit dem seiner selbst vergleichbar war, während er wiederholt sein psychotisches Gelache von sich gab, nur dieses Mal etwas lauter und erbärmlicher, weil er wieder registrierte, dass ihm all das im Leben fehlte, was ein lebenswertes Leben lebenswert machte. Im Taumel begab er sich über extrem viel Unrat, der sowohl aus jahrzehntealtem Elektroschrott, lumpigen Textilien, zertrümmerten Möbeln als auch unterschiedlichstem Hausmüll bestand, zum Fenster, damit er die mit Nikotinrauch verunreinigte Jalousie betätigen konnte. Um und aus den Verpackungen wie Dosen, Flaschen, Folien, Tüten, Blistern waren verschiedenste Überreste organischer Substanzen dem vermüllten Wohnraum beigemengt. In den dortigen Verwesungsprozessen hätte er nachhaltigere Nährstoffe vorgefunden, als es das vorherige Fastfood jemals enthalten konnte. All jene letzten Reste, von denen herkömmliche Menschen tiefsten Ekel zum Selbstschutz empfanden, klebten flächendeckend in diesem Loch und selbst diese wirkten fröhlicher, als es der offizielle Bewohner jemals selbst hätte sein können. Eine Vielzahl an Geräuschen begleitete dabei jeden seiner Schritte. Nach einem Knistern kam ein Knirschen, danach ein Kratzen, darauf folgte ein lautes Zischen sowie sein erschöpftes Keuchen während eines unangenehmen Knackens. Von seinen ewigen Schmerzen dachte er, es seien seine einzig treuen Begleiter, die ihn niemals alleine ließen, doch diese hätte er am liebsten schon vor Ewigkeiten selbst verlassen. Den Winkel der Lamellen veränderte er nur leicht, denn zu viel Licht würde ihm auch wieder zu viel von seiner persönlich miserablen Wahrheit präsentieren, immerhin benötigte er gerade genug Licht, um den Weg in sein schimmeliges Badezimmer zu finden. Dort gab es kein Fenster und die Abzugshaube hatte er damals vor fünfzehn Jahren direkt bei seinem Einzug in einem Wutanfall zerschlagen. Sein zerstörerisches Verhalten war für ihn genauso typisch, wie immer nur so viel wie dringend nötig zu tun, oder gar weniger, also quasi nichts. Als er endlich den Spiegelschrank erreicht hatte, betrachtete er sein verlebtes Gesicht. Es war gezeichnet von jahrzehntelangem unkontrolliertem Rauschmittelkonsum, wobei die landschaftsartigen Furchen seines Antlitzes eine Sprache für sich waren. Doch diese Sprache, mit der er sich jeden Tag immer wieder auf ein Neues freiwillig konfrontierte, sollte für ihn auf ewig eine unbekannte Fremdsprache bleiben. Mit einem lauten Lachen strich er sein hellbraunes fettiges, zotteliges sowie sehr lichtes Haar über seine schuppige Halbglatze für eine kleine Schlaufe nach hinten. Die vielen Transpirationsöffnungen seiner grobporigen Haut pulsierten durch dieses extreme Gelächter so stark, dass sie den Kontraktionen kleiner Schließmuskeln mit Eiterfluss glichen. Nachdem er seine letzten äußerlich absterbenden Überreste mit großem Stolz für die Öffentlichkeit hergerichtet hatte, schaute er voller Trauer in seine aufgequollenen Augen, aus deren Drüsen der Schlaf in durchfallähnlicher Flüssigkeit ausgeschwemmt wurde. Nur seine eigenen Tränen, die er sich täglich herauszwängte, gaben ihm immer wieder die Bestätigung, dass sein unnatürliches Selbstmitleid etwas völlig Normales sei. Durch diese Einbildung fühlte er sich mit seinem konträren Verhalten als besonders begabt. Gern hätte er erst mal etwas Frühsport gemacht, doch dafür war es viel zu spät. Die Muskulatur aus seinen jüngeren Lebensjahren gehörte längst der Vergangenheit an, zudem hatte er im Selbsterhaltungsdrang nahezu gänzlich resigniert. Für Frauen brauchte er sich generell nicht mehr fit halten, denn diese bekam er, wenn auch nur sehr selten, zum reinen Konsumieren mit seiner schlecht durchklügelten Heuchelei manchmal zu sich. Denn hin und wieder gab es welche, die auf sein dummes Geschleime hereinfielen. Darum machte er sich nun erst mal auf den Weg zu einem Metzger, um für seine vorübergehende Geisel Schlachtabfälle zu erbetteln. Als er von der sechzehnten Etage aus mit dem Fahrstuhl das Erdgeschoss erreichte, öffnete ihm nach dem Verlassen der Haustür direkt die erste Windböe seine Haarschlaufe. Daraufhin ertönte ein lautes unkontrolliertes Lachen aus seinem maulartigen Schlund, fast so, als würde er um Hilfe rufen, dabei verschwand der Straßenlärm fast gänzlich für diesen Moment. Passanten schauten ihn verdutzt und fragend an, doch er fühlte sich wie auf einer einsamen Insel, wobei er nur sich in seiner eigenen Welt vernahm. Energisch schmierte er die wenigen fettigen, feuchten sowie viel zu kurzen Strähnen wie Kleister wieder nach hinten über seine kahle Schädeldecke, um sich vergeblich eine neue Haarbindung zurechtzufummeln. Er ignorierte es, dass diese Frisur nichts für ihn war und nur im geringsten Ansatz aufgrund seiner mangelhaften Körperhygiene hielt, weshalb sein klitzekleines Zöpfchen allein aus den etwas längeren Strähnen seines Hinterkopfes gebunden war. Danach holte er ungeduldig seinen elektrischen Smoker aus der Hose, um nach dem von ihm begehrten Qualm zu saugen. Voller Staunen beobachtete er, wie die von ihm mit seiner Suchtmaschine produzierten Rauchwolken seine Atemöffnungen verließen, so als ob er wieder mit Seifenblasen spielte. Lüstern begaffte er auf seinem Weg alle möglichen Damen, jeden Alters und jeden Typs, wobei er nur verachtende Blicke als Resonanz erhielt oder ignoriert wurde. Diese Verachtung verdankte er allein schon seiner bewussten Körperhaltung, mit der er möglichst animalisch als agiles Wesen auf sein Umfeld wirken wollte. Krampfhaft zog er seine Schultern immer zu seinem Hinterkopf, drückte seine schwabbelige Brust raus und zog seinen dicken Bierbauch ein. Daher war es ganz offensichtlich, dass er seinen Trapezius mit seinem Latissimus verwechselte. Nach seiner Rückkehr betrat er das erste Mal an diesem Tag das mit Eierpappe schallisolierte Zimmer, in dem seine von ihm eingesperrte Geisel lag. Hoch erfreut über ihre aussichtslose Lage konnte er sich mit ihrer Hilflosigkeit wenigstens etwas lebendiger fühlen und dieses Gefühl gab ihm offensichtlich diese stark drangsalierte Frau. Sie lag auf dicken alten Matratzen, die den gesamten Boden bedeckten, damit auch die Nachbarn unter Geilphs Wohnung nicht alles von seinem abartigen Treiben hören konnten. Wimmernd flehte die Frau ausgehungert und angestrengt immer wieder: „Niemand erfährt etwas, bitte! Niemand erfährt etwas, bitte! Bitte! Bit …“ Lachend voller Stolz antwortete er: „Wuhuhehehehehehe … Ihihihehehe. Ich, ihihihich weiß! Eheheheheh.“ Als sein Lachen wieder schlagartig aufhörte, redete er leise und leiernd auf sie ein: „Ich, ihihihich weiß dohohohoch. Meine liebste Eule, wihihihier werden bahahald eine richtige Fahahahamilie sein und für immer vereint. Ehehehehehe.“ Hektisch setzte er sich voller Vorfreude zu ihr, um die ersten Kadaverreste aus einer verschmierten Mülltüte hervorzuwühlen. Mit seinen ungewaschenen Händen stopfte er die ersten Happen der sterblichen Überreste des Schlachtviehs in seinen Schlund. Genüsslich schmatzend kaute er die Nahrung aus Innereien vor, wobei er den Haarschopf an ihrem Hinterkopf kräftig in ihren Nacken zog, um mit seiner tropfenden Zunge ihre spröden Lippen als Schlüssel zu passieren. Teilnahmslos akzeptierte sie dieses menschenunwürdige Prozedere, um ihren ausgezehrten Körper instinktiv nur noch für ihren ungeborenen Nachwuchs am Leben zu erhalten. Angewidert, aber ohne den früheren Brechreiz, würgte sie die zähe Masse in ihrem Mund herunter und sehnte sich vergeblich nach Erlösung, jeglicher Art. Nach einem begehrenden Lachanfall begann er, ihren Hals zu liebkosen, um eifrig den nächsten Happen für sie vorzubereiten. Denn für ihn ist es ein kulinarischer Orgasmus, seine Eule, wie er sie nannte, mehrmals täglich zu füttern. Diesmal legte er ihr seine linke Hand auf ihren Hals, damit er ihr Schlucken prüfen konnte. Mit triumphierendem Gelächter jubelte er lauthals über jeden einzelnen von ihr vertilgten Happen. Anschließend forderte Geilph sie hechelnd dazu auf, ihm mit ihrem Mundwerkzeug seine Zahnlücken von der zähen Masse aus Adern, Knorpeln, Gefäßen und vielem mehr von der jüngsten Fütterung zu säubern. Dieser widerliche Vorgang erregte ihn so sehr, dass seine Erektion ihm dermaßen viel Freude bescherte, weshalb er vor Lachen kaum atmen konnte. Triebgesteuert legte er sein von strohig verfilzten Schamhaaren geziertes Geschlechtsteil zur Stimulation frei. Mit eifrigen Handbewegungen begann dieser Triebtäter zu onanieren, am liebsten hätte er seine Eule penetriert, aber der Nachwuchs in ihrem Unterleib hinderte ihn daran. Also verließ er aufgeregt mit der Hose in den Kniekehlen bei eifrigen Reibebewegungen ihr Gefängnis, um sich seiner klassischen Befriedigung aus längst vergangenen Tagen zu widmen, den Tauben. Schnellstmöglich eilte er dabei zu seiner ebenfalls fensterlosen Kochnische, um aus dem Vorratsschrank die Sämereien für seine alternativen Sexobjekte zu holen. Abermals mit lautem Gelächter stolperte er hibbelig auf seinen Balkon, seinem zweiten Schlafzimmer, seiner Spielwiese, seinem Lusthimmel. Sodomie mit den Ratten der Lüfte war für Geilph Gryhilialier eine fröhliche Erinnerung aus der Vergangenheit, in der ihm die zuverlässige Möglichkeit der normalen Pollution mit Spaß zu umgehen gegeben war. Es erfreute ihn, wie diese gefiederten, fast treuen Tiere sich gurrend über das Lockfutter zu ihm, in ihr Verderben pickten. Eine Hand streute die Saat, die andere Hand hielt den Schaft aufrecht. Ahnungslos gurrten die Tauben beim Picken immer mehr und wurden auch immer mehr. Bei diesem Überangebot reizvoller Objekte fühlte er sich wie im Paradies, durch das er in Höchstgeschwindigkeit zu seinem ersehnten Höhepunkt eilte, als ihm nach wenigen Sekunden seine Ejakulation ein sofortiges Ende bereitete. Im Kontrollverlust ertönte aufgrund seines Höhepunkts ein ohrenbetäubendes Gelächter aus seinem Rachen, wodurch der gesamte Schwarm an Tauben schlagartig wie eine Rauchbombe in die Luft ging. So stand dieser ungehobelte Unhold mit seinem klebrigen Geschlechtsteil in der Hand, zwischen Hunderten flatternden Tauben, lärmend auf seinem Balkon. Angespornt von dem Klangeffekt des schallenden Echos durch die Hochhausschluchten setzte er seine Stimmenbänder daraufhin bewusst noch stärker ein, um seinem lästigen Lachlärm so weit wie möglich Gehör zu verschaffen. Auch wenn er manchmal von diversen Anwohnern bei seinem kranken Treiben registriert wurde, war in dieser verkommenen Gesellschaft kein Mensch mehr an solch alltäglichen Ereignissen ernsthaft interessiert. Belastende Probleme gab es nämlich mehr als genug und weiteres Interesse an irgendeiner Randerscheinung wäre vielleicht sogar ein persönlicher Betrug. Tief frustriert mit völliger Verausgabung trampelte Geilph schnaufend in seine lebensfeindliche Unterkunft zurück. Sein persönlicher Ärger ließ ihm nicht einmal mehr genug Kraft, um richtig sauer zu werden. Verheult unter Tränen und Rotz öffnete er verzweifelt die Tür zu dem Gefängnis seiner gefangenen Eule, um vor ihr auf die Knie zu sinken. Schluchzend mit einem langen niederträchtigen Lachen bettelte er um trostvolle Geborgenheit. „Eheheheheheheheheh heule, heule, meine kostbarste Eule, heule, ich … ich“, stammelte er, „Ich, i ic i icki, ich liebe dich, meine Eule! Ich werde mich für uns aufgeben, denn ich bin für mich dein lehehehehe, dein hehehehe heben, Leben!“
Zum trüben Licht der Welt
Während Geilph Gryhilialier seine eingesperrte Eule wie jeden Morgen auf diese Art von Mund zu Mund fütterte, bemerkte er plötzlich einen feuchten Fleck zwischen ihren abgemagerten Schenkeln, darum packte er sie am Schritt. Als er seine Pranke vor seinem Mund hielt, schnupperte er an ihr und leckte sie aufgeregt ab. Diese zu klare Flüssigkeit war kein Urin. Erst jetzt hörte er auch, wie das von ihm gegeißelte Opfer leise wimmerte, dass das Baby komme, die Fruchtblase sei geplatzt und sie brauche dringend einen Arzt, da sie zu schwach sei. Doch Geilph fing nur laut an zu lachen, mit idiotischer Vorfreude auf die bevorstehende Niederkunft. Er fuhr ihr durchs dünne Haupthaar. Fast all ihre Haare waren ausgefallen und er versuchte, ihr beruhigend zu erklären, dass sie doch bald eine richtige kleine Familie sein werden. Die ersten Wehen durchfuhren den weiblichen Körper, sie wand sich wie ein Wurm, Schweiß stand auf ihrer Stirn, auch ihr Stöhnen wurde von Wehenwelle zu Wehenwelle etwas lauter. Obwohl ihr Leib ausgemergelt war, wollte sie ihr Kind an diesem menschenunwürdigen Ort zur Welt bringen, eine andere Wahl hatte sie leider nicht. Nur dieses abscheuliche Wesen von Geilph war bei ihr, und nicht ihre Freundin, zu der sie eigentlich ziehen wollte. Doch am letzten Tag vor ihrem Umzug lief sie ihrem Verderben in die Arme. Eine erneute Welle der Wehen rollte durch ihren Unterleib, ein Schrei löste sich aus ihrer trockenen Kehle und bereitete ihr genauso Schmerzen. Sie bemerkte auch, wie dieses perverse Wesen, das sie Tag und Nacht erniedrigte, nervös und vorfreudig einzelne Selbstlaute stotterte. Die Wehen wurden stärker bei immer kürzeren Intervallen. Schreiend Wand sie sich unter ihren Schmerzen. Darauf hob Geilph seine rechte Hand, an der noch Reste von Pansen klebten, die er dann mit voller Wucht auf ihre linke Gesichtshälfte fahren ließ. Sie sollte ruhig sein, befahl er ihr. Flehend wollte sie etwas mitteilen, doch ihr Geiselnehmer hatte sein verschmutztes, mit Bier besudeltes Shirt ausgezogen und stopfte es in ihren Mund. Der Gestank des Knebels, ekelhaft und säuerlich zugleich, ließ die Tränen unter ihren Lidern überquellen. Unterdessen machte sich Geilph mit lautem Wiehern an der Hose seiner Gefangenen zu schaffen, um diese und anschließend den Slip auszuziehen. Eine Geburt hatte er real noch nie miterlebt, doch von einigen Vorgehensweisen hatte er schon mal gehört. Mit einem durchbohrenden Blick bei lästigem Lachen wollte er Vertrauen erwecken, ballte eine Faust und drang in sie ein. Verzweifelt begann die Schwangere, leidvoll zu jammern, und versuchte, ihn wegzutreten. Gefühllos riss er seine geschlossene Hand wieder aus ihr heraus und warf seine Arme rüpelhaft um sie. Die Gebärende spürte Blut an ihren Schenkeln, sie schrie so laut, wie es das Kleidungsstück zwischen ihren Zähnen zuließ. Darauf zog Geilph ihren Kopf nach hinten, befahl ihr, still zu sein, um sich gemeinsam mit ihm auf das Kind zu freuen, mit diesen Worten drückte er ihren Kopf an seine schmierige Brust. So verharrten die beiden, keiner von ihnen wusste, wie lange. Dabei durchzogen immer mehr Wellen von Wehen die abgemagerte Gebärende. Mit einem ungeduldigen Lachen stand Geilph irgendwann auf und spreizte die Beine seiner ihm weit unterlegenen Geisel. Genau wie beim ersten Mal stieß er seine Faust erneut in ihren Unterleib. Wieder spürte er Blut an seiner Hand, es erregte ihn, er streckte seinen Zeigefinger aus, wonach er eine kleine Öffnung ertastete und dort schob er seinen rechten Zeigefinger hinein, es war der Muttermund. In Verborgenheit sprach ihn dieser Mund direkt fühlbar mit einer unsichtbaren Gebärdensprache an, die er besessen als eine Einladung für seinen Phallus verstand. Das Gefühl mit seinem Finger in diesem engen Loch erregte ihn noch mehr und in seiner Hose entstand wieder einmal eine Erektion. Genüsslich zog er seine rechte Hand aus ihrer Vagina heraus, damit er das Gemisch aus Blut zusammen mit ihren weiblichen Säften schmecken konnte. Zitternd lachte er laut vor lauter Erregung, zog seine Hose aus und kniete sich mit seinem erigierten Geschlechtsteil über das sich weiter windende Opfer. Derweil begann er, seinen verformten Penis zu massieren, und gaffte dabei lustvoll auf die Hilflose herunter. Angeekelt kniff sein Opfer die Augen zu, doch mit der linken Hand hielt er dessen Kopf in seine Richtung. Mit rechts drückte und zog er an seinem Glied, es flutschte nur so durch seine blutgetränkte Hand. Immer lauter lachend begann er zu stöhnen, es erschütterte die gesamte Wohnung, aber niemanden der Nachbarn schien es ernsthaft zu interessieren. Immer schneller sowie hektischer glitt nun sein Geschlechtsteil durch seine Hand, ein Zittern überkam ihn, wobei er sich im Gesicht der werdenden Mutter ergoss, das brachte ihm ein fieses schadenfrohes Lachen. Mit Sperma an der Hand erhob er sich und ging mit seinem typischen Gang zur Tür, bevor er diese öffnete, blickte er auf seine Eule zurück, wie sie sich so bildschön mit ihrem Kind im Leib quälte, was er jetzt haben wollte. Die Wehen folgten jetzt Schlag auf Schlag, die Geburt stand kurz bevor. Ein Kaiserschnitt, schnellte es der Schwangeren durch ihren benebelten Kopf, und in diesem Moment war Geilph mit einem Teppichmesser zurück. Angst schoss durch ihren Körper, Panik, Entsetzen. Mit dem alten Messer zerschnitt dieses Scheusal ihre Hose, um damit erst ihre Beine und dann mit einem Lachen ihre Arme über ihrem Kopf zusammenzubinden, wobei er sie wässrig küsste. Resignation machte sich in ihrem Körper breit, sie begann, bittere Tränen zu weinen, während seine Hand durch ihr mit Sperma besudeltes Gesicht fuhr. Mit einem zuversichtlichen Lachen versicherte ihr Geilph, dass er sie immer bei sich behalten und er sich auch mit ihrem Nachwuchs beschäftigen werde. Voller Tränen des Kummers einer Mutter schloss sie ihre Augen und spürte die kalte, rostige und stumpfe Klinge an ihrem Unterleib. Vergleichbar mit einem ungelernten Schlachter zu Beginn seiner Ausbildung riss er sich durch ihr Fleischgewebe, Blut floss heraus und der Geruch von Eisen legte sich in das abgedunkelte Zimmer. Seine Hände glitten in den offenen Unterleib der schwach atmenden Frau und versuchten, etwas zu erfühlen. Plötzlich ertastete er etwas, einen kleinen Fuß, den er frei von jeglichem Feingefühl an einem Bein herauszog. Mit lautem Gelächter voller Vaterfreude betrachtete er das kleine Mädchen. Zum Durchtrennen der Nabelschnur verwendete er das alte Handwerkzeug, wobei der Säugling zu weinen begann. Vorsichtig drückte er das frisch Geborene an die linke Brust der frisch gebackenen Mutter, er selbst legte seinen Kopf an die rechte und betrachtete ihr Neugeborenes bei seinen ersten zaghaften Versuchen zu trinken. Wieder lachte er und teilte der Mutter mit, wie süß dieses kleine Ding doch sei, wie ihre Mutter. Er lachte ohne Unterbrechung und meinte: „Ihihihi ich, ich nenne deine Tochter jetzt soho hoho hohola, Sohohohl! Hohohohahahaha!“ Mit letzter Kraft hob die stark Blutende ihren Kopf, um ihren Nachwuchs zu betrachten. Eine letzte Träne lief ihr über das Gesicht, mit einem letzten Atemzug und dem letzten Gedanken, so voller Liebe für das kleine wunderschöne Geschöpf, starb die geschundene Frau. Als der leblose Körper von Soholas Mutter immer kälter wurde und der Milchfluss versiegte, fing dieser kleine hilflos unschuldige Säugling bitterlich an zu weinen, so herzzerreißend, als ob er seine Situation bewusst begriff, unter welchen grauenvollen Bedingungen er von seiner verstorbenen Mutter geboren und von einer wahrhaftigen Randerscheinung zum trüben Licht der Welt gezogen wurde. Behutsam und mit größter Vorsicht griff Geilph nach dem Säugling, um ihn zu sich an seine Brust zu heben, fast fürsorglich wog er ihn schmunzelnd hin und her. Voller Vorfreude strahlten seine Augen immer gieriger. Dabei schmiedete sein abscheulicher Geist widerliche Pläne, wie er dieses ihm hilflos ausgelieferte Mädchen nur zu seinem Vorteil dirigieren und ausnutzen würde, denn sie sollte für ihn die ultimative Freikarte in die von ihm ersehnte Welt der Wollust sein. Bei instinktiver Betonung seiner entmenschten Gefühlsregungen streckte er mit blutverschmierten Dreckspfoten, einen letzten Rest an Hoffnung für Nächstenliebe, hoch über seinen nickenden Schädel zur bröckligen Zimmerdecke. Lachend schnaubte er in dieser Siegerpose, seine abartige Botschaft im Rufe des brunftigen Zwangs hervor: „Ich, ihihehehähähä hab dihihihihich! Wer auch ihihihihimmer dihihi Macht hahahat, dich gemahahaha macht hat, duhuhuhuhuhu gehörst mihihihi mir und du wihihihi wirst mir viele geile Weiber beschehehehehe scheren, meine sohohoho, Sohola, hahahahahahaha!“
Blutige Fetzen
Als er seine verbogene Holzsäge mit abgewetzten Zähnen ansetzte, um die ersten Bewegungen des Ziehens und Schiebens zu machen, knackte ihre Haut so ähnlich wie der Biss durch den gespannten Darm eines Wiener Würstchens. Das wenige Fleisch darunter hatte kurz etwas mehr Widerstand, nur der Knochen war für ihn aufwändiger, er bot ihm so viel Widerstand, dass er das angesägte Bein vor lauter Ungeduld im Winkel von fünfundvierzig Grad an die Zimmerwand anlehnte. Mit einem gezielten Tritt brach er den Knochen durch. In schneller Abfolge zerknackte der Knochen im Knirschgeräusch, wobei das Fleischgewebe aus Fett, Sehnen, Adern, Haut und verkümmerten Muskeln spritzend blutige Fetzen durchsetzt mit Fäden zog. Als er abermals einem seiner unsinnigen Lachzwänge unterlag, lief ihm eine Vielzahl unterschiedlicher Körperflüssigkeiten seine Visage herunter. So portionierte er Stück für Stück die Leiche seines verstorbenen Opfers in kompakte Teile zur Aufbewahrung, als Nahrung und Entsorgung. Erschöpft von seiner vorhergehenden Arbeit gönnte er sich mal wieder eine kühle Flasche Bier bei einem seiner vielen geliebten Zombiefilme oder ähnlicher Serien, bei denen er sich immer viel und besonders laut erfreuen konnte. Die Fantasie vom Leben in einer Welt im Endzeitstatus gefiel ihm sehr, denn dort würden ihn seine Taten oder auch Rücksichtslosigkeiten vielleicht sogar voranbringen. Doch weil er zu jeder Zeit seines Lebens, mit jedem Moment, sein Handeln absolut nur auf Bequemlichkeit und größtmögliche Faulheit ausgerichtet hatte, war er zugleich auch erleichtert, dass seine unglaubliche Feigheit gepaart mit seinen grundsätzlich diplomatischen und sozialen Inkompetenzen das Leben in einem Sozialstaat für ihn doch das Allerbeste war. Somit genoss er es, weiterhin parasitär vor sich hin zu vegetieren, um die letzten wenigen Möglichkeiten für gesellschaftlich schwächere Mitglieder auszunutzen und scheinheilig ein jämmerliches Leben zu fristen. Fremde von viel intelligenteren Menschen erschaffene Fantasiewelten konsumierte er in seiner Langzeitfreizeit wie am Fließband, wobei die einhergehenden Botschaften im Subtext derer Handlungen für ihn so gut erkennbar waren wie Photonen für das natürliche Auge. Also dachte er aufgrund seiner fehlenden Wahrnehmungen auch erst gar nicht über feinere Zusammenhänge nach. Alles, was er tat, ging auf die Kosten anderer, das war ihm mehr als bewusst, weshalb er unter anderem immer so übertrieben laut lachen musste.
Teuflische Leidenschaft
Jedes Mal, wenn Geilph Gryhilialier auf der Schlimmerstraße flanierte, verzauberten ihn die unterschiedlichsten Subjekte anderer Geschlechter, für die er ein triebhaftes Verlangen verspürte, immens. Sie alle erschienen ihm quasi als exklusive Angebote in der Mitte seiner Wahrnehmung, von der ihm außerhalb seiner realen Reichweite nichts weiter gegönnt war als sein glasiges Glotzen bei unkontrolliertem Gesabber, das aus den offenen Mundwinkeln seiner abstoßenden Visage rann. Also hieß es immer: nur gucken, aber nie anfassen! Genauso wie die allermeisten verrückten Fans teurer Automobilmarken träumte er immer von diversen Probefahrten, bei denen er die spezifischen Funktionen aus Vor- und Nachteilen hätte herausfinden können. Dass jede einzelne Person ein vollwertiger Mensch mit einem empfindsamen Seelenleben war, spielte für das Seinige nur die unwesentliche Rolle einer weiteren Randerscheinung in der unendlichen Auswahl extravaganter Designs. Oberflächlich musterte er, so weit es ihm möglich war, alle Erscheinungsbilder, die für ihn irgendeinen weiblichen Anschein aufwiesen. Sein primitiv gestricktes Gehirn war, seitdem er denken konnte, auf dem Modus Notgeil programmiert, und dass er jetzt dringend wieder etwas zum Kopulieren brauchte, brachte ihn wieder zum lauten Loslachen. Aufgeheitert beschloss er, zu dem kleinen Spielplatz am anderen Ende dieser belebten Straße zu gehen, dort hoffte er auf willige Frauen, an denen er sich mehr als nur aufgeilen konnte. An dem gewünschten Platz angekommen setzte er sich auf eine verwitterte Parkbank. Danach gab er Sohola ein Fläschchen voller Säuglingsmilch und gönnte sich selbst einen großen Schluck Bier. Es dauerte nur wenige Minuten, bis er sein komplettes Getränk intus hatte, was er mit lautem Rülpsen bestätigte. Auch Sohola machte bei zufriedener Ausstrahlung ein kleines niedliches Bäuerchen. Entsprechend ihren entwicklungsfreudigen Fähigkeiten schaute sie auf den vernachlässigten Bereich für Heranwachsende umher.
Lebensfroh nahm sie durch ihre kindlichen Augen farbenfrohe Pflanzen wahr, die der Schönheit der Natur nach zeigten, wie empfindlich neuzeitliche Baukunst doch sei und selbst feinste Gräser ihr massives Dasein beeinträchtigten. Geilph hingegen war an seinen frustrierten Gedanken aus Erektionsstörungen samt frühzeitigen Ejakulationen festgebissen. Unachtsam gemäß seiner Persönlichkeit warf er seine ausgesoffene Glasflasche hinter sich, welche ein junges verwahrlostes Weib hart an ihrem Kopf traf. Erst ein leises Jammern brachte ihn dazu, über den vorhergegangenen Resonanzton des Flaschenwurfes nachzudenken, dabei kam auch noch ein Rascheln hinzu. Unruhig schaute Geilph lachend umher, aber er konnte nichts Auffälliges entdecken, deshalb schob er mit leichten Bewegungen den Kinderwagen von sich weg und zu sich hin. Als die Geräusche auffälliger wurden, warf er einen genaueren Blick in das Gebüsch hinter ihm, in dem er eine fremde Frau im Alter von ungefähr fünfundzwanzig Jahren entdeckte. Ihr müder, verunsicherter Blick sah den ihr völlig fremden Mann ängstlich an, von dem jetzt die Initiative der Kontaktaufnahme ausging. Aus diesem Grunde stand dieser für sie beängstigende Mann, der immer ein Lachen auf Lager hatte, auf. Diesmal sollte das Lachen für eine Aufheiterung sorgen, jedoch machten sie ihre unüberwindbaren Sorgen resistent für jede Heiterkeit, dennoch oder gerade deshalb ging er fix auf sie zu. Allerdings wich die junge Dame vor diesem unheimlich lachenden Typ in grotesker Gestalt erst einmal zurück. Etwas leiser lachend versicherte er ihr scheinheilig, dass er ihr nur helfen wolle. Sie könne ihm bedenkenlos vertrauen, schließlich sei er der pflichtbewusste Vater eines behinderten Säuglings. Nun kam die verunsicherte Frau vorsichtig aus dem Gebüsch gekrochen. Mit ihren frühen Verschleißerscheinungen sah sie extrem mitgenommen aus. Bemüht um die Vorstellung, wie diese Drogenabhängige wohl vor ihrer Suchtkarriere ausgesehen haben könnte, bevor sie die daraus resultierenden Nebenwirkungen mit viel Gleichgültigkeit zu diesem Wrack gemacht hatten, war sie sicherlich ein bildhübsches Mädchen gewesen. Völlig auf seinen Modus Notgeil eingestellt, war sein einziges Vorhaben nur noch, dass er diese Alte heute noch richtig durchficken wollte. Ihr erster Blick ging in den Kinderwagen, wo Sohola freudig mit ihren Händchen sowie Füßchen spielte und dazu viel Freude für eine Handvoll bunter Schmetterlinge aufbrachte. Selbstsicher heuchelte der ungebildete Notgeile: „Ich, ihihihi, ich habe eine behinderte Tochter, dass das ist meiheihei hei meine, hehehe! Ihre Mutter ist dummerweise bei ihrer Geburt gestorben, dass das stört dihihihi, dich doch nicht, ohohohoho, oder?“ Schwelgend in den Erinnerungen an Soholas Geburt kam in ihm das Gefühl mit seiner Hand im Unterleib seiner Eule zurück, wobei er sich ein erregtes Lachen verkniff und ein leichtes Schmunzeln auflegte. Gierig begaffte er die dürre Statur, an der die weiblichen Reize nur noch Vermutungen waren, dabei merkte er, dass ihm seine Geilheit zu kommandieren begann, während die Drogensüchtige eine gehemmte Bitte aussprach: „Bitte, bitte entschuldigen Sie, aber dürfte ich vielleicht heute für eine Nacht bei Ihnen unterkommen?“ Die nasskalte Witterung mit den sinkenden Temperaturen der letzten Nächte saßen ihr zermürbend in den Knochen. Sein Schmunzeln wandelte sich nun zu einem fiesen Grinsen und prognostizierte eine neue, für sie noch nie erlebte Wetterlage. Natürlich könne sie bei ihm eine gewisse Zeit schlafen, wenn er wisse, wie die junge hübsche Dame denn hieße. Zögerlich wisperte sie: „Mein Name ist Fenah.“ Er hingegen posierte stolz aufgeplustert wie ein Hahn, dem schon wieder der Alkohol zu Kopf stiegvor ihr und stellte sich leicht lallend mit lautem fiesem Lachen vor: „Ihihihi, ich, ihihihi, ich bin geil, ähm ähähäm ähmm Geilph, Geilph Gryhilialier und ich heiße dich bei mir herzlich willkohoho kommen, willkommen!“ Omenhaft schossen dabei die gefiederten Ratten der Lüfte empor, als würden sie mit ihrem fragwürdigen Ruf die arme Fenah vor ihrem bevorstehenden Verderben warnen. Mit beiden Händen am Kinderwagen versuchte er, seine derzeitige Familie so schnell wie möglich in seine Behausung zu steuern, denn Fenah erweckte den beunruhigenden Eindruck einer nicht mehr allzu langen Anwesenheit. Außerdem war es ihm viel zu unangenehm, als kleinerer Mann mit dieser über einen Meter und fast neunzig Zentimeter großen Frau in der Öffentlichkeit aufzufallen. Denn neben ihrer Größe fiel auch ihre sehr stark abgemagerte Statur auf, um die sie pergamentpapierartige Haut hatte, durch die sich fast all ihre Knochen abzeichneten und bei jeder Bewegung erwartete man deren verletzendes Heraustreten. Wie eine lange veraltete Funkantenne schwankte sie beim Gehen, wobei sie ihre Arme, vermutlich zum Schwung holen, auffällig vor sich her schwang. Andauernd war sie im Kampf mit ihrem Gleichgewicht und am schwersten fiel ihr das Stillstehen. Dagegen schwebten die letzten langen Strähnen ihres dünnen Haars bei jeder kleinsten Windbrise vor Leichtigkeit, wozu die kahlen Flächen auf ihrer Kopfhaut sich als das unübersehbare Ausmaß von Nährstoffentbehrungen ausbreiteten, da ihre oberste Priorität den Rauschzuständen galt, für die sie auch ihr lebenswertes Leben aufgegeben hatte. Unter ihrer eingefallenen Gesichts-Struktur wirkte ihr Schädel fast so knochig wie der eines Skeletts, zudem bestand ihre verwehte Mimik nur noch aus ihren leeren Augen, den letzten Relikten abgestorbener Wesenszüge. Ohne Umwege steuerte Geilph mit den beiden hilflosen Wesen das auffälligste Bauwerk des heruntergekommenen Ghettos an, in dem sein Unterschlupf eingerichtet war und wo er auch ungehemmt er selbst sein konnte. Während Fenah das mit Eierpappe ausgekleidete Zimmer betrat, in dem noch vor wenigen Wochen die bestialische Geburt des Kleinkindes stattgefunden hatte, legte Geilph eben dieses in sein unglaublich verschmutztes Bett zwischen infektiöser Wäsche, in der viele Millionen Krankheitserreger für gefährliche Infektionen einsatzbereit waren. Dämlich grinsend gab er dem verwahrlosten Säugling einen sabberigen Kuss, damit er seelenruhig einschlief, was er auch fröhlich am Daumen nuckelnd tat. Danach schloss er ausnahmsweise die Tür des Raumes, in dem Sohola nun schlief, mal richtig leise und schlich inklusive eines der schwarzen Kabelbinder in seinen verdreckten Händen, erregt zu dem finstersten Teil seines gesundheitsgefährdenden Reichs. Vor Neugier lachend fand er Fenah zusammengebrochen auf einer der schon unbrauchbaren Matratzen vor, aus der ihr eine von vielen hervorstehenden Stahlfedern in den Rücken eindrang, weshalb sie der gierig glotzende Triebtäter herabfällig beschimpfte: „Ihihihihich, ich hätte es mir denken können, du bist eine hinterhältige Drecksfotze, die die armen Männer nur ausnutzt und dann noch undankbar sogar alles dreckig macht. Ahaha, ahaber, aber ich, ich werde dich ziehen, erziehihihi, erziehen, eheheheh!“ Aber Fenah nahm nur sehr wenig wahr, daher zeigte sie ein völlig indifferentes Verhalten, sodass er auf das Häufchen Elend eilig zuhastete. Aggressiv packte er die wenigen verbliebenen Haare ihres Haupts zum Zurückziehen in ihren Nacken, wobei er in ihren teilnahmslosen Blick gaffte und sie darauf hinwies, dass er ihre schlechte Tarnung als Notleidende durchschaut hatte. Somit verlangte er von ihr eine bestrafende Gegenleistung, vor der die hilflose Frau aus Schrecken leicht in sich zurückzuckte. Vorerst aus dem bösartigen Griff ihres Peinigers gelöst, war er erst mal damit beschäftigt, ihre letzten ausgefallenen Kopfhaare aus seinen speckigen Händen zu entfernen, weshalb er sie wiederholt beleidigte: „Ich, ihihihihihi, ich wusste es, dass man solchen Dreck wie dich nicht von der Straße aufheben sollte, denn Dreck wie du macht nur noch mehr drehehehe, dreckigen Dreck, hehehehe! Und ich will keinen Dreck bei mir zu hauhauhau zu Hause! Hauhau auau, hau hau sie!“ Die vielen langen blutverschmierten Haare förderten zusammen mit ihrer Teilnahmslosigkeit eine immer größer werdende Menge seiner Bosheit zutage, aus der er sie dann mit seiner flachen Rechten in ihr Gesicht zu schlagen begann. Anhand der rot verfärbten Aufschlagsstelle verdeutlichte sich sein sadistisches Handwerk, gegen welches er keine Gegenwehr wahrnehmen konnte. Herabwürdigend lachend fragte er sie daher, ob sie vielleicht einen kräftigeren Nachschlag haben wolle, und den gab er ihr auch ohne entsprechende Antwort, mehr als großzügig, immer kräftiger, bis er ihr eingefallenes Antlitz blutig geschlagen hatte und er mit ihr noch mehr Dreck gemacht hatte. Fast bewusstlos jammerte sein Opfer: „Aaaaaah, laaas mi dia beruh so laahn i noch …“ Aus Angst brachte sie die angestrengte Mühe auf, um ihm die von ihm verlangten Intimitäten zu geben, aber bedauerlicherweise fiel ihr fast alles viel zu schwer, sodass ihre Handgriffe nur in kläglichen Versuchen endeten. Genervt schüttelte Geilph seine neurologische Hauptschaltzentrale, in der er stets nur geistigen Abfall erzeugte, und half ihr dermaßen viel, dass er fast alles alleine machen musste. Alleine musste er sie genauso wie sich selbst entkleiden, bis er irgendwann in seiner verdteckten Unterhose vor ihr kniete. Er beobachtete sie, wie sie mit größter Mühe überhaupt irgendetwas tat oder auch nur probierte, egal ob es Handlungen oder Körperfunktionen waren. Somit betrachtete sie ausdruckslos die leichten Bewegungen des noch bekleideten halb erigierten Gliedes hinter dem nie gewaschenen Textil in gelbbrauner Verfärbung. Am Anfang des Endes zum Ausziehen des letzten Rests bröselten die trockenen Stellen des streng miefigen Gemischs aus der Textilstruktur, durch die bis gerade eben noch der säuerlich beißende Gestank zusammen mit mikroskopischen Partikeln gefiltert wurde. Dem ausgelieferten Weibe blieb trotz ihrer willensstarken Unterdrückung, bei beinahe komplett verschwundener Wahrnehmungskraft ihrer fünf Sinne, das sofortige Erbrechen nicht erspart. Strapaziös schossen drei dünnflüssige Strahlen aus ihrem Munde sowie ihrer Nase heraus. Fast der gesamte Schwall ätzender Magensäure traf den unförmigen Perversling am splitternackten Unterleibe. Erschrocken brüllte er wutentbrannt: „Ich, ich hasse dich, du dreckiges Stück Fotzenscheiße! Duhuhu, du leckst das jetzt alles auf! Sonst schlitz ich dich auf! Du beschissene Kackfotze! Scheiheihei, heiße du Fotzenscheiße! Eheheheheh!“ Gehorsam, ohne ein Wimpernzucken, unterwürfig leckte sie das von ihr vollgebrochene Scheusal gründlich ab. In ihren zusammengekniffenen Augen litt sie unter einem Brennen, welches an Unerträglichkeit nicht einmal von den fortgesetzten Schlägen des Bösewichts übertroffen werden konnte. „Ihihihihi, ich hatte recht, du bist eine hinterhältige Dreckshure! Duhuhuhu huhu Huhuhure“, beschimpfte der Täter sein weibliches ihm weit unterlegenes Opfer. Dank dieser von ihm benannten Hure wurde der gemeine und gefährliche Geilph Gryhilialier geiler denn je. Dennoch zog er sich den Kabelbinder so fest es ging um sein blitzblank saubergelecktes Genital. Rabiat schubste der Kaputte dieses wirklich sehr schwache Geschlecht wieder zu Boden, auf die schrottreife Matratze, aus der ihr die hervorstehenden Stahlfedern weitere blutende Verletzungen zufügten. Auf dem kostspieligen Leidensweg ihres Lebens haben ihr ihre enorm vielen Verletzungen immer mehrere Richtungen gezeigt, die offen für sie standen, und jede einzelne Entscheidung ihrer Sturheit hat sie letztlich hierher gebracht, wo sie einer Randerscheinung nach nicht einmal den letzten Rest im Mittelbestand spürte, da ihr bereits der Selbstverlust eine innerliche Wahrnehmung als Sperrmüll vorspielte, aber wie lange sollte dieses höllische Spiel noch fortgesetzt werden? Auf der Flucht in die grenzenlosen Weiten ihres innersten Seelenlebens suchte sie die wahre Schönheit der Existenz, mit der sie eigentlich keinen realen Kontakt haben wollte. Bedauerlicherweise wollte ihr bösartiger Kontakt außerhalb ihrer Sphäre, ungeachtet ihres Befindens, dringend in ihr eindringen. Von einem Wutausbruch zum anderen förderte ihre staubtrockene Vagina seinen Wutrausch mit steigender Boshaftigkeit, wobei er weitere Abscheulichkeiten umsetzte. Demnach stellte er sich über sie, um ihr mit seinem Urin eine schnelle Feuchtigkeit zu spenden. Bei den ersten Tropfen genoss Fenah die angenehme Wärme auf ihrem halbtoten Körper. Dezent erzeugte sie ein entlastetes Stöhnen, mit tiefergehendem Einatmen zog es sie wieder zurück in die greifbare Welt, die allgemein als Realität bekannt war. Aus einem süßlich warmen Sommerregen geriet sie von einem Augenblick zum anderen unter eine goldene Dusche, unter der sie hätte besser nicht blinzeln sollen, und so sollte es kommen, dass sie keine lebensfreundlichen Strahlen trafen. Es traf sie ein bitterer Strahl, der das beinahe überstandene Brennen in ihren Augen wieder neu entfachte, worüber ihr Vergewaltiger hasserfüllte Freudenschreie hervorstieß. Geilph verfiel der puren Bosheit in ihm, von jeder kleinsten bis hin zu den allergrößten Perversionen, auf die er in seinem geisteskranken Gehirn kam, wandelte er in dieser Nacht als teuflische Leidenschaft um, und was für das Opfer zu viel Leiden war, war für den Täter zu wenigSchaffen. Geilph verlor jedes Zeitgefühl, und als er nach einer gefühlten Ewigkeit von seiner Müdigkeit ausgebremst wurde, verließ er den Tatort und die von ihm vergewaltigte Frau regungslos in dem unbewohnbaren Raum liegen. Der lebensnotwendige Himmelskörper, der schon goldig strahlend hoch am Himmel stand, gab Geilph eine wohlige Wärme, bei der er Sohola im Lichte des Sonnenscheins fütterte und ihn anschließend neben ihr seelenruhig einschlafen ließ. Zeitgleich, während er tief und fest im Schlaf weiter von seinem lebensverachtenden Hobby träumte, gingen Fenahs schwere Augenlider wieder etwas auseinander. Vom Tageslicht abgeschottet kam sie aus ihrem düstersten Traum, in dem sie von ihrem schlimmsten Albtraum weiter malträtiert wurde, zurück in den abgedunkelten Raum zu Sinnen und versuchte zu realisieren, was dieses abartige Ungeheuer mit ihr in den letzten Stunden angestellt hatte. Für sie fühlte es sich an, als wenn nichts an und in ihr verschont geblieben wäre. Unerträgliche Schmerzen wirkten von überall aus und in ihr ein. Selbst das Weinen, das naturgemäß eine gewisse Linderung des Leids bewirken konnte, war für sie schier unerträglich. Jede kleinste Bewegung, egal ob bewusst oder unbewusst, absolut alles tat ihr höllisch weh. Wie sollte sie es beispielsweise schaffen, ohne Atmen oder Schlucken zu überleben, wenn sie sogar jeder einzelne Herzschlag weiter quälte. Und auch wenn ihr Herz noch schlug und sie an Liebe dachte, von der ihre schönsten Träume abhängig waren, war sie im Laufe ihrer Existenz zu einer Drogenabhängigen geworden. Ihre einst großen Ziele waren alle futsch. Eigentlich wollte sie Tierärztin werden, da Tiere liebe Menschen stets so akzeptieren und sogar lieben, wie sie sind, und völlig unabhängig von ihrer Anatomie über die größten Emotionsherzen verfügen wie keine einzige Menschenseele. So war einst ein Teil ihres liebevollen Glaubens gestrickt. Doch mit den wiederkehrenden Fehlern ihrer labilen Persönlichkeit verlor sie über die Jahre immer mehr Teile von sich selbst, die sie in den Stoffen für Bewusstseinsveränderungensuchte. Ohnejemals fündig geworden zu sein, fand sie sich nach all der belastenden Zeit jetzt in diesem verkommenen Loch voller verwesender Schmiere wieder, in dem es sogar von der Zimmerdecke tropfte und aus dem es für sie definitiv kein Entkommen in ein geregeltes Leben mehr gab. Für sie gab es nur noch einen Stillstand ohne eine aussichtsreiche Zukunft. Deshalb überlegte sie auch nicht mehr lange und griff in ihren kleinen Stoffbeutel, in dem sie ihren wichtigsten Besitz mit sich führte. Dieser Besitz war einer der Stoffe, den sie über alles liebte, ja sie liebte ihn mehr als alles andere, auch wenn sie ihren Glauben an die Liebe längst verloren hatte, hatte ihr dieser Stoff wenigstens in den Momenten seiner Wirkung die Liebe geliehen, die sie dann höchstpersönlich als den letzten Rest tief in ihrem Herzen wiederfand. Nach dieser intensiv ausgedehnten Gedankenreise, die nicht einmal im allerkleinsten Bruchteil von den zuvor niedergeschriebenen Worten wiedergegeben werden konnte, verstand sie exakt ab dem von ihr fixierten Punkt, in welcher Weise sie in ihrem Leben hinter ihrem verlorenen Glauben her war, und alles nur, weil sie durch den konstanten Druck nicht mehr glauben konnte, drückte sie an dem allerletzten Punkt eine Rekordmenge ihres Liebesbringers für besonders viel Liebe in sich hinein. Ein Nein, das diese hohe Dosierung als den letzten Rest direkt in ihre Adern verteilte, war ihr letztes liebevolles Ja, ein Ja zum Abschied aus dieser Endstation ihrer Vergänglichkeit. Nachdem ihr Puls allmählich den tiefsten Takt unterschritten hatte, stand ihr Herz endgültig still.
Brabbelnd lag Sohola neben ihrem glücklich schlummernden Halter. Weinend rollte sie ihren kleinen runden Körper von einer zur anderen Seite. Hörbar knurrte ihr leerer Magen vor Hunger, aber Geilph schlief wie ein Stein weiter, auch als ihr wunder Popo sie zum Weinen brachte, da die Anstrengungen der letzten Nacht seine kümmerlichen Kraftreserven extrem aufgebraucht hatten. Erst als sich sein Organismus in den nächsten Stunden seine dringende Erholung geholt hatte, schaffte es das knuddelige Baby, ihn zu wecken. Den über die Jahre tief eingewirkten Mief in den vier Wänden begrüßte der abartige Verbrecher als Allererstes bei weit geöffnetem Gähnen seiner lappigen Hackfresse, aus der eine weitere fast greifbare Wolke schwersten Gestanks herausfiel und sich in die untersten Schichten zu einer neuen Gewürznote des Raumklimas vermischte. Die zunehmenden Anstrengungen, mit denen er aus dem Bett aufstand, standen auch im Zusammenhang mit dem von ihm geschaffenen Lebensraum, in dem auch ein viel zu hoher Gasanteil seinen Beitrag gegen die Lebensbedingungen für Säugetiere leistete. Genervt lachte er zur Ablenkung bei der ihm lästigen Verpflichtung zum Versorgen des heranwachsenden Menschleins Doch die Freude dieses kleinen schutzbedürftigen Kindes war über jede auch noch so kleine Aufmerksamkeit einfach einzigartig, obgleich die Gewährleistungen der wichtigsten Notwendigkeiten ziemlich herzlos erbracht wurden. Als Windeln gab es alte Shirts, die immer gewendet und wiederverwendet wurden. Nach einer Flüssigmahlzeit in Form von Bier für Geilph und künstlicher Babymilch für Sohola drückte er ihr ein kürzlich gefundenes Spielzeug in ihre noch tollpatschigen Stummelfingerhände. Spielzeug war einfach alles, was Geilph selbst nicht brauchte oder er irgendwo im Müll gefunden hatte. Vereinzelt war auch mit viel Glück spezielles Kinderspielzeug dabei, eines davon war heute eine kaputte Rassel aus der kotverschmierten Gosse vor dem Hauseingang, die noch verdammt gut rasselte. Über den zersplitterten Griff mit scharfkantiger Form machte er sich nicht die geringsten Sorgen. Beim Betreten des Raumes, in dem er Fenah eingesperrt hatte, lachte er voller Vorfreude auf eine zweite Runde, in der er seine teuflische Leidenschaft weiter umsetzen wollte. Umso größer wurden seine Erwartungen, als er sie regungslos mit weit aufgerissenen Augen im Unrat liegen sah. Zuerst dachte er, sie würde ihm einen kleinen Streich spielen, und trat ihr mit seinem rechten nackten, vor Dreck fast schwarzen Fuß in die Rippen. Doch die Frau machte keine Anzeichen aufzustehen, somit folgte ein nächster härterer Tritt mit den Worten: „Ihihi, ich, ich bin wieder daha, hahaha! Ihihi, ich habe dir was Leckeres zu fressen mitgebracht und du darfst dich sogar selbst bedihihi bedienen! Hihihihi!“ Geilph staunte, wie praktisch sie ihm zu Füßen lag, drum öffnete er für ein bestmöglichstes Weitermachen seine Hose und holte ihr das hervor, worüber er jetzt auch überzeugt redete: „Ichi, ihihi, ich, ihihihi habe hier wieder etwas Spannendes“, dabei zog er seinen Penis auf Spannung, wobei er fortfuhr, „und was zum Spielen“, womit er zum Spielen lockerer ließ, „und Schokolahaha hahade, ehe eäähämm, ähä, ja meheher, mehr Milch als Schokolade! Hehehehe!“ Verwundert glotzte er die nackte, malträtierte Frau an und trat ihr ein weiteres Mal in die Rippen. Aber auch als er diesen noch viel festeren Tritt ausführte, rührte sich die Nackte keinen Millimeter und gab auch nicht den leisesten Mucks von sich. Geilphs Hektik legte wieder zu, als er sich unter starken Schmerzen im Rücken zu ihr herunterbückte. Er wollte sie wachschütteln, wobei er dann erst bemerkte, dass sie schon kalt und starr war. Empört über ihr heimtückisches Verhalten beschimpfte er sie zum Abschied: „Ich, ihihihi,ich hasse dich, du beschissene Huhuhuhuhure Hure“, und ohrfeigte ihren leblosen Körper, bis ihm seine Hand wehtat, „du nuhuhuhu Nutte konntest eh nix, aber satt machen kannst du mich bestimmt, hehehehe, stimmt!“ Als sich seine Wut wieder etwas gelegt hatte, beschloss er, auch diese Frau zum Einlagern zu zerstückeln. Also zerlegte er, genauso wie vor einen knappen Jahr seine geliebte Eule, jetzt auch Fenah Stück für Stück und packte jeden einzelnen Körperteil in Gefrierbeutel. Bevor er aber die neuen Beutel zu den bereits in der Tiefkühltruhe liegenden einräumte, kritzelte er auf die Beutel, in denen die sterblichen Überreste seiner Eule beinhalteten, viele Sternchen drauf, weil er zum Verzehr immer wissen wollte, von wem er als Nächstes aß. Nach getaner Arbeit schloss er etwas glücklicher den Gefrierschrank und wollte seinem skandalösen Denken und Walten nach wieder schnellstmöglich irgendeinen für ihn entsprechend geilen Nachschub haben. Deshalb machte er sich schleunigst zusammen mit seinem minderjährigen Köder startklar, für ihn gab es nämlich nichts Schöneres, als seine teuflische Leidenschaft auszuleben.
Mehr Glück als Verstand
