Maddy und der Zumpi - Astrid Wallraven - E-Book

Maddy und der Zumpi E-Book

Astrid Wallraven

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Beschreibung

Unglaublich! Stell Dir vor Du nimmst ein Bad und plötzlich lernst Du jemand winzig kleinen kennen. Einen Zumpi! Gibt es nicht? Doch! Was das ist? Lies doch Maddys Geschichte....

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 61

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Astrid Wallraven

Maddy und der Zumpi

© 2020 Astrid Wallraven

Umschlag, Illustration: Cecile Bur

Weitere Mitwirkende: Christian Bernds

Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN

 

Paperback

978-3-347-16017-0

Hardcover

978-3-347-16018-7

e-Book

978-3-347-16019-4

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Astrid Wallraven, Jahrgang 1967, Mutter von fünf Kindern, Großmutter, Beruf examinierte Krankenschwester. Zurzeit tätig in einem psychiatrischen Krankenhaus, aus Leidenschaft Schriftstellerin.

Hobbys: Schreiben, Musik, Gestalten mit diversen Materialien, Ton, Wolle etc.

Geschichten, Märchen und Fabeln begleiten mich schon mein Leben lang. Sie haben mich schon immer fasziniert. Aus Spaß und durch Anregung meiner Kinder begann ich, meine eigenen ausgedachten Geschichten aufzuzeichnen. Ein Ergebnis davon ist diese Geschichte…

 

Cecile Bur, Jahrgang 1966, Mutter zweier Kinder, von Beruf Erzieherin und nebenbei Hobbykünstlerin. Schwester der Autorin.

„Malen begleitet mich, seit ich in der Lage war einen Stift in den Händen zu halten und wird mich begleiten, solange ich dazu in der Lage bin.“

Als Autodidakt habe ich mir die unterschiedlichsten Techniken mit Acryl- und Ölfarben, Kreide-, Bunt- Kohle und Bleistiften angeeignet. Ende 2007 entdeckte ich die Airbrushtechnik für mich. Im September 2008 habe ich meinen Traum mit dem Start zum Studium zur Airbrushdesignerin am IBKK Bochum erfüllt und dieses 2013 erfolgreich abgeschlossen.

Maddy und der Zumpi

Es ist Freitag! Maddy freut sich immer sehr auf Freitag, denn da ist Badetag.

Mama lässt warmes Wasser in die Wanne laufen und füllt Kinderbadeschaum ins Wasser. Maddy liebt diesen Badeschaum, denn damit kann man immer so lustige Sachen machen. Einen Bart wie der Nikolaus ihn hat. Weiße Haare, man kann Figuren aus dem Schaum formen oder einfach hinein pusten. Das sieht aus, als ob es schneit.

Eine Zeit lang ging Maddy nicht so gerne in die Wanne. Denn irgendwann hatte sie im Wasser etwas entdeckt. Ein kleines dunkles Teil. Es sah aus wie eine Spinne und war auch nur so groß wie Maddys Fingerspitze. Maddy hatte sich fürchterlich erschrocken, sprang aus dem Wasser und schrie laut nach ihrer Mama.

„Maaaaamaaaaaa, Hilfeeee…!

“Mama kam natürlich sofort angelaufen. „Was ist denn los mein Schatz? Wieso schreist du so laut?“

„Da ist etwas im Wasser“. Etwas ganz Ekliges. Es will immer an mir kleben bleiben! Sicherlich will es mich beißen!“ Maddy war zwar eigentlich nicht ängstlich, hatte auch noch nie Angst vor Spinnen oder anderem Kleintier, dieses kleine unbekannte Teil im Wasser war ihr jedoch sehr suspekt.

Mama fuhr mit der Hand durchs Badewasser. „Da ist es wieder“ schrie Maddy.

Mit einem Satz sprang sie aus dem Badewasser und machte dabei alles nass. Das halbe Bad stand unter Wasser von Maddys hektischem Sprung aus dem Schaumbad. Neben der Badewanne stehend, beobachtete sie ängstlich das Badewasser in dem irgendetwas winzig Kleines zwischen den sich auflösenden Schaumgebilden schwamm. Mal war es zu sehen, dann vom Wasser bedeckt.

„Pass auf das du nicht ausrutschst“ sagte Mama. Mama wickelte Maddy in ein großes Handtuch ein. Dann fuhr sie wieder mit der Hand ins Badewasser.

„Du Dummerchen, das ist doch keine Spinne. Das ist nur ein ZUMPI!“

„Was, ein Zumpi? Was ist das, fragte Maddy?

„Schau mal Maddy, manchmal wenn du deine weichen Kuschelsocken ausziehst, bleiben davon Flusen zwischen den Zehen hängen. Und wenn du dann ins Wasser steigst, lösen sich diese aus deinen Zehenzwischenräumen ab und schwimmen im Wasser umher. Sie sehen aus wie Spinnen. Sind aber keine. Und wenn sie an deine Haut kommen, bleiben sie daran hängen, das ist Alles!“ Mama nahm das kleine, dunkle Teil aus dem Wasser auf die Hand, pustete den weißen Schaumrest ab und zeigte es Maddy.

Das klang aber interessant. Von diesem Tag an nahm Maddy sich vor, nur noch mit Opas Leselupe baden zu gehen. Denn jetzt wollte sie so einen Zumpi doch mal aus der Nähe betrachten.

Heute ist wieder einmal Freitag. Mama hat Schaumbad eingelassen, das riecht herrlich nach Himbeere. Maddy liebt den Geruch von Himbeeren. Ihre Lupe, ihre Tauchbrille und ihre Gummitiere hat sie natürlich auch geholt. Heute trägt sie Kuschelsocken die Oma Maria ihr geschenkt hat. Die sind so herrlich weich und darin hat man ganz warme Füße. Oma Maria macht immer so schöne Geschenke. Maddy streift ihre Kleider ab, zieht die Socken aus und ab geht es ins Wasser. Das ist herrlich warm und duftet heute besonders gut. Sie taucht ein und genießt das warme Schaumbad, dessen Schaumkronen durch das fließend warme Wasser zunehmend größer und größer werden. „Ich liebe diese Freitage“ denkt Maddy und auf geht der Badespaß.

Am Badewannenrand sitzen ihre Gummitiere. Grino, das ist ein grüner Dino. Rosa, ein pinkes Dinomädchen und Kroko, ein wasserspeiendes Krokodil. Maddy füllt Kroko mit Wasser auf und spritz gegen ihre Füße. Maddy muss lachen, weil das so kitzelt. Und nochmal lädt sie Wasser in Kroko und spritzt. Diesmal auf ihre Zehen.

Und schon schwimmen ein paar kleine Flusen im Wasser umher. Maddy weiß ja nun, dass dies nur Zumpis, also Flusen aus den Socken sind und schaut sie durch die Lupe, die Opa Robert ihr geschenkt hat, an. Durch sie kann Maddy die nassen Sockenflusen ganz groß betrachten.

„Und vor so etwas habe ich Angst gehabt.“ Maddy muss über sich selbst lachen. Aber interessant sieht so eine Fluse durch die Lupe doch aus. Die Ränder sind ein wenig fransig, fast wie bei einem Stern. Aber Sterne sind ja funkelnd hell und gelb. Manchmal auch perlmuttfarben oder golden. Die Flusen im Wasser sind braun, weil Omas Socken eben braun sind.

Maddy taucht ihre Haare ins Wasser als auf einmal eine Stimme ertönt!

„Hiiilfeeeeeeeeee, ein Ungeheuer!“

Was war das? Da hat doch irgendwer gerufen, denkt Maddy.

Und erneut tönt es: „Hiiilfeeeeeeeee“!

Maddy schaut sich um. Mama ist nebenan in ihrem Schlafzimmer und singt vor sich hin. Die kann nicht gerufen haben. Papa ist arbeiten. Also wer in aller Welt ruft da?

Maddy horcht. Die Stimme kommt irgendwo aus den Schaumkronen!

Sie nimmt ihre Lupe und durchsucht die Schaumkugeln. Das Rufen wird immer lauter. Auf einmal erschrickt sie fürchterlich, als sie in ein kleines, angsterfülltes Flauschgesicht schaut. Tatsächlich!

Ein laut schreiender Zumpi lugt durch die Lupe! Lauthals ruft er um Hilfe!

Er hockt auf einem schwimmenden Seifenstück, gestikuliert wild mit den Armen, dabei zeigt er mit der Hand in Richtung Badewannenrand. Er scheint sich vor irgendetwas mächtig zu fürchten.

Maddy nimmt das Seifenstück in die linke Hand und schaut weiter durch die Lupe.

Ganz mutig spricht sie den kleinen Zumpi an.

„Hey, du kleiner Kerl. Wovor hast du Angst?“

„Na siehst du nicht, da ein Ungeheuer. Es will mich fressen!“

„Aber da ist doch nichts,“ sagt Maddy.

„Na, bist du etwa blind“, fragt der Zumpi? „Da vorne im Wasser! Das grüne Ungeheuer! Gleich hat es auch dich!“

„Das ist doch nur mein Grino, mein Gummispieltier, der frisst niemanden auf, mein absolutes Ehrenwort“ antwortet Maddy. Nur nach viel gutem Zureden beruhigt sich der Zumpi. Maddy nimmt ihn auf den Finger und beide schauen sich verwundert an.