Mafalda Cinquetti - Ins Herz von Venedig - Bastian Richter - E-Book

Mafalda Cinquetti - Ins Herz von Venedig E-Book

Bastian Richter

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Beschreibung

Seit Mafalda Cinquettis letzten Abenteuern ist etwas Zeit ins Land gegangen. Zeit, die ihr Leben gehörig verändert hat. Und auch Zeit, die bisher für sie Undenkbares denkbar hat werden lassen. Denn auch wenn sie es bisher nur wenigen Menschen anvertraut hat, geschieht es schließlich: Mafalda verlässt Murano!

Der Inhalt dieses Gratis-E-Books wird voraussichtlich das erste Kapitel des neuen, nunmehr dritten Bandes „Mafalda Cinquetti und die harte Schale“, der im Sommer 2025 erscheinen wird. Sie sind damit gleichsam eine Vorschau auf den neuen Band und Mafaldas neue Abenteuer in Venedig als auch eine sanfte Einstimmung auf die Veränderungen, die jetzt auf sie zukommen.

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Veröffentlichungsjahr: 2025

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BASTIAN RICHTERVorschau auf Band 3www.mafalda.cc/de

Vorwort

Seit Mafalda Cinquettis letzten Abenteuern ist etwas Zeit ins Land gegangen. Zeit, die ihr Leben gehörig verändert hat. Und auch Zeit, die bisher für sie Undenkbares denkbar hat werden lassen. Denn auch wenn sie es bisher nur wenigen Menschen anvertraut hat, geschieht es schließlich: Mafalda verlässt Murano!

Die folgenden Seiten sind voraussichtlich das erste Kapitel des neuen, nunmehr dritten Bandes „Mafalda Cinquetti und die harte Schale„, der im Sommer 2025 erscheinen wird. Sie sind damit gleichsam eine Vorschau auf den neuen Band und Mafaldas neue Abenteuer in Venedig als auch eine sanfte Einstimmung auf die Veränderungen, die jetzt auf sie zukommen.

Ich wünsche gute Unterhaltung beim Lesen!

„Otto formaggi?“

Die Frage brachte die sonst nie um eine Antwort verlegene Lucia für den Moment ein wenig aus der Fassung. Man konnte deutlich sehen, wie ihr die Gesichtszüge langsam entglitten. Wortlosigkeit war ihre Sache sonst nicht und mit mangelnder Schlagfertigkeit war sie auch noch nie aufgefallen. Zusammen mit Mafalda und Alma saß sie am altmodisch rot-kariert gedeckten Tisch der Trattoria Al Galeon im mittleren Teil der Via Garibaldi in Venedig, wedelte unsicher mit den Händen und wusste nicht, wie ihr geschah.

„Acht Käse?“, wiederholte Lucia schließlich ungläubig. Auf die mit spitzbübischem Lächeln vorgebrachte Frage von Ornella, der stämmigen Wirtin, wusste sie keine Antwort. Ja, sie verstand nicht einmal den Sinn hinter der Frage, während Alma ihr gegenüber langsam hinter vorgehaltener Hand zu lachen begann. Als Alma lachte, dauerte es nur ein paar Sekunden, bevor Mafalda in ihr Gackern einstimmte. Lucia verstand immer noch nichts und schaute ratlos zwischen ihren beiden besten Freundinnen und der Wirtin hin und her.

„Gnocchi quattro formaggi e dopo pizza quattro formaggi“, rief Wirtin Ornella laut und vernehmlich mit tiefer Bassstimme quer durch das Lokal, direkt vom galeerenförmigen Tresen aus. „Nudeln mit vier Käsen und danach Pizza mit vier Käsen. Acht Käse!“ Sie klatschte in die Hände. „Otto formaggi!“

Wie zu ihrer Unterstützung johlten die fünf Männer mittleren Alters am Nachbartisch laut auf. Das galt vermutlich nicht Ornella, aber es schmälerte ihren Auftritt auch nicht. Sie freute sich sichtlich über ihren Gag, den sie bestimmt nicht zum ersten Mal preisgab. Ornella konnte eine Seele von Mensch und die Übermutter der ganzen Trattoria Al Galeon sein – wenn ihr danach war – und ein kratzbürstiger Besen an anderen Tagen. Heute war so ein anderer Tag.

Während Alma und Mafalda sich maßvoll mit einem Salat als Vorspeise begnügt hatten, war Lucias Bestellung gewohnt üppig ausgefallen. Mafalda war es recht. Ihre Freundin hatte zum Essen eingeladen, dann sollte sie sich auch bestellen, wonach ihr der Sinn stand. Vier, acht oder ihretwegen auch zwölf Käse.

„Auf unseren Einzug!“, rief Alma etwas lauter, als das unter normalen Umständen nötig gewesen wäre, und erhob ihr Proseccoglas. Aber angesichts der lautstark feiernden Meute an den Tischen um sie herum schien ihr diese Lautstärke notwendig, um sich Gehör zu verschaffen – und Lucias peinlich berührtes Schweigen zu durchbrechen.

„Un nuovo inizio!“, beeilte sich Mafalda, ihr beizupflichten, und hob ebenfalls ihr Glas, um auf den neuen Anfang anzustoßen.

„Ich freue mich so, dass ihr euch entschieden habt, bei mir einzuziehen“, sagte Lucia aufrichtig erleichtert, fuhr sich mit der einen Hand flüchtig durch die langen kupferroten Locken und schob mit der anderen eilig ihre geleerten Grissinipackungen beiseite. Erleichtert, weil sie Mafaldas Trinkspruch davor bewahrte, noch länger im Otto-Formaggi-Diskurs mit Wirtin Ornella gefangen zu sein. Und beruhigt, weil sie in den alten Gemäuern in bester Lage in Venedig – ein Abschiedsgeschenk ihres Göttergatten zur einvernehmlichen Trennung – dank Mafaldas und Almas Einzug nicht mehr allein leben musste. „Auf euren Einzug!“, wiederholte Lucia, hob ihr Glas und leerte es, ohne eine Antwort ihrer beiden Freundinnen abzuwarten.

„Solo in prova!“, unterbrach Mafalda sie prompt. „Nur zur Probe!“ Für sie, die geschworen hatte, ihr angestammtes Murano niemals freiwillig zu verlassen, war der Umzug mitten ins nahe und doch so ferne Venedig ein großer, bis vor kurzem undenkbarer Schritt. Bis heute hatte sie es nicht übers Herz gebracht, selbst ihrer Nachbarin Maria von ihren Plänen zu erzählen. Seit einer gefühlten Ewigkeit wohnte sie mit ihr Wand an Wand, doch dass sich das nun ändern sollte, hatte sie ihr nicht gebeichtet. Sie war ganz früh am Morgen mit zwei Koffern so unauffällig wie möglich aufgebrochen. Wie sie auf ihrem Stuhl hin und her rutschte, zeigte deutlich, dass sie immer noch Zweifel hatte. Oder Gewissensbisse. Oder beides.

„Auf Probe oder nicht – Benvenutein meinem Palazzo!“, antwortete Lucia und stieß mit ihrem frisch aufgefüllten Proseccoglas gegen das von Mafalda, bevor diese noch ein weiteres Wort des Widerspruchs äußern konnte, und gegen das von Alma gleich danach. Seit fast einem halben Jahr hatte sie Mafalda bearbeitet, zu ihr zu ziehen. Das würde sie sich jetzt nicht durch ein ‚aber‘ verderben lassen.

Table of Contents

VorwortIns Herz von VenedigIns Herz von Venedig 2Ins Herz von Venedig 3Vorschau Mafalda Cinquetti und die harte SchaleMehr von Mafalda CinquettiImpressum

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