Mama vom Mars - Anna Schewczyk - E-Book

Mama vom Mars E-Book

Anna Schewczyk

0,0
4,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Stell dir vor, jeder würde herzwärts gehen. Wo kämen wir denn dann hin? Heute ist die Welt ihr Zuhause und sie leben ganz anders als ,,geplant''. Authentisch aus dem Herzen, schreibt Anna über ihren Weg als Familie und nimmt dich mit in ihre ersten 5 Jahre des Mamaseins. Sie erklärt, wie das Vertrauen in ihre Herzstimme sie zu einem selbstbestimmten und erfüllten Leben geführt hat. Sie wünscht sich eine glücklichere und gesündere Welt und erzählt von ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Glück. Sie erklärt, warum gerade große Herausforderungen, wie die Schwangerschaften und Geburten und auch der Tod eines geliebten Menschen, großes Wachstum brachten und wegweisend waren. Ihr Buch enthält immer wieder berührende Danksagungen an ihre beiden Kinder, die ihre größten Lehrer sind. Mit vielen Denkanstößen zeigt sie ihre eigene Persönlichkeitsentwicklung und möchte dich inspirieren deinen ganz eigenen Herzensweg zu finden. Diese Welt braucht mehr Liebe. Was sagt dir dein Herz?

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 245

Veröffentlichungsjahr: 2021

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Anna Schewczyk

Mama vom Mars

Jetzt gehen wir herzwärts

© 2021 Anna Schewczyk

Verlag und Druck:

tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN

 

Paperback:

978-3-347-20709-7

Hardcover:

978-3-347-20710-3

e-Book:

978-3-347-20711-0

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Mama vom Mars

Jetzt gehen wir herzwärts

Stell dir vorjeder würde herzwärts gehen.Wo kämen wir denn dann hin?

Wie mir meine Kinder meinen glücklichstenWeg zeigen und ich mit ihnen wachse.

Es gibt niemals den einen Weg, niemals den Richtigen und niemals den Falschen, sondern immer nur deinen Weg „herzwärts“.

Ich glaube, unsere Kinder kennen den Weg.

Lass dich von ihnen an die Hand und ins Herz nehmen. Für dich, für dieses Leben und diese Welt.

Inhalt

Vorwort

Mein innerer Kritiker

Vertraue dir und deinem Kind und habe Mut für euren Weg

Wie weit wir kinderlos von uns entfernt waren

Kennst du deine Bedürfnisse?

Wie möchtest du sein?

Meine Herzenswahrheit aus meiner ersten Schwangerschaft

Zöliakie, Eileiterschwangerschaft, Trisomie 21

Über das Lernen

Intervallleben

Warum dein Weg nicht abhängig vom Geld ist

Eine Berglandschaft, Herzwachstum und Herzen in Kisten

Angekommen in Italien - über unser selbstbestimmtes Leben

Ein Auszug aus unserem Alltag in Deutschland

Unser kindergartenfreies Leben

Was wir aus der Turngruppe lernten

Ein paar Tage Kinderclub, die uns so viel lehrten

Jetzt gehen wir herzwärts

Es gibt kein Muss

Sport, Zuckerfreiheit und Selbstliebe

Meine Herzenswahrheit meiner zweiten Schwangerschaft

Warum uns das Leben mit zwei Kindern Mut gab unsere Prioritäten neu zu setzen

Selbstbestimmung fördert deine Leidenschaften und damit Erfolg und Glück

Wir sind frei

Wir lassen uns treiben und nehmen an was ist

Wie es für uns weitergeht

Ein Kraftort für Herausforderungen

Warum es so wichtig ist, gerade in den größten Herausforderungen des Lebens, zum Beispiel dem Tod herzwärts zu gehen

Wenn uns die gewaltige Kraft der Liebe trifft

Corona - Was würde die Liebe tun?

Verliebe dich in dein Leben

Vorwort

Vielleicht fühlst du dich wie ich? Danke, dass du mein Buch liest. Ich freue mich, wenn ich dich unterstützen kann deinen eigenen Herzensweg zu finden.

Ich möchte dir von meinem sehr persönlichen Weg erzählen, weil ich in den letzten 5 Jahren so unglaublich viel lernen durfte. Ich lernte durch das Leben, durch den Tod, durch Erfahrungen und Herausforderungen. Ich lernte durch meine Kinder und dadurch, dass ich oft zunächst auf einer Spur gelandet bin, die sich nicht gut anfühlte bis ich lernte mein Herz besser zu verstehen.

Ich beschreibe, wie mich meine Kinder immer und immer wieder darauf aufmerksam machten bis ich es verstanden habe und sich plötzlich nach und nach alles veränderte. Ich erzähle von unserem Weg als Familie in ein selbstbestimmtes Leben und ich erzähle dir von meinem Weg zu mehr Gesundheit.

Für mich gehört Selbstbestimmung, das Leben deiner Herzenswahrheit und Gesundheit untrennbar zusammen.

Du hast jeden Einfluss auf dein persönliches Glück und auf deine Gesundheit und ich zeige dir, welche Schritte du auch gehen kannst, ganz alleine für dich. Ich lernte in den letzten Jahren, wie wichtig es ist zu verstehen, was meine Kinder, was mein Körper und was mein Herz mir sagen wollen. Und ich fand darin meine glücklichste Orientierung.

Vielleicht hat dich mein Buch angesprochen, weil du tief in dir spürst, dass du einen anderen Weg für dich und deine Familie gehen willst, einen anderen Weg als du bisher gegangen bist oder einen anderen Weg als dein Umfeld und vielleicht auch einen anderen Weg als deine Eltern mal gegangen sind. Vielleicht bist du gerade einfach unsicher weil sich dein Herz immer häufiger meldet oder dir dein Körper etwas sagen will. Vielleicht möchtest du mein Buch lesen, um nun loszugehen für deinen Weg herzwärts aber dir fehlt noch ein wenig Mut. Vielleicht suchst du gerade nach deinem Herzensweg weil du, wie ich, durch dein Muttersein plötzlich so viele Widerstände in unserer Gesellschaft spürst, die nicht übereinstimmen mit deinen Gefühlen und deiner Intuition. Vielleicht hast du auch ganz andere Gründe für dich jetzt mein Buch zu lesen. Ich freue mich wirklich sehr, dass du mehr über meinen Weg erfahren willst.

Ich freue mich, wenn ich dich mit meiner Geschichte meiner letzen Jahre inspirieren kann und du nach dem Lesen dieses Buches gestärkter deinen eigenen Weg siehst und gehst.

Ich wünsche mir, dass mehr Menschen ihrem Herzen folgen und ihren Körper verstehen lernen, wenn er sich meldet. Ich wünsche mir mehr Liebe und mehr Gesundheit für unsere Welt. Ich glaube daran, dass wir das erreichen können, umso mutiger wir unseren Lebensweg gehen. Jeder für sich und doch alle gemeinsam auf unserer Erde.

 

,

„Jeder von uns ist allwissend. Wirmüssen lediglich unser Bewusstsein öffnen,um unserer eigenen Weisheit zu lauschen.Das Herz kennt den Weg.“

- Buddha -

Mein innerer Kritiker

„Mein kleiner großer Noah, nun bist du schon 5 Jahre alt undich bin dir zutiefst dankbar für alles, was du mich in dieser intensivenZeit gelehrt hast.

Bitte lass dich niemals beirren und vertraue immer deinen Gefühlenund deinem großen Herzen.”

Ich habe das Schreiben für mich wiederentdeckt. Es ist wie ein Impuls, dem ich nachgehen muss und es zu unterdrücken wäre viel zu anstrengend. Das Schreiben bringt mir so viel Klarheit und manchmal sogar komplett neue Erkenntnisse.

Ich bin sehr dankbar, dass ich mir die Freiräume nehme, um diesen Impuls fließen zu lassen, denn ich weiß mittlerweile wie wichtig es ist, das was ich bei den Kindern für wichtig erachte, auch bei mir nicht zu vernachlässigen.

Ich erinnere mich, wie ich als Kind ganze Tagebücher füllte und wie mir das Schreiben half meine Emotionen zu verarbeiten. Ich bin sehr sensibel, „hochsensibel“ würde es wohl auch treffen, wobei ich bei solch einer Kategorisierung teilweise ein Problem mit der Individualität eines jeden Einzelnen habe.

Und doch haben mir viele Informationen über Hochsensibiltät bei meiner eigenen persönlichen Entwicklung sehr geholfen.

Ich konnte schon als Kind beim Schreiben vieles in mir verstehen und verarbeiten. Meine Tagebücher waren nur für mich, niemand hat sie bewertet. Jetzt schreibe ich ein Buch und immer wieder arbeite ich daran mich loszulösen von der Angst, dass dieses dann, wenn ich es veröffentliche, bewertet wird.

Gleichzeitig freue ich mich, wenn ich mit meinem Buch auch nur eine einzelne Person inspirieren kann mehr ihrem Herzen zu folgen.

Ich liebe, was ich tue und lebe heute, was ich liebe.

Der Weg dahin ist ein Prozess, mit dem ich nie wieder aufhören will.

Die letzen 5 Jahre haben mich genau auf diesen Weg gebracht. Und ich weiß, dass es jeder tun kann. Jeder kann losgehen für seine Träume. Sind wir nicht genau deswegen hier?

Ich möchte meine Geschichte erzählen, zumindest einen kleinen Teil davon.

Mein Wunsch danach, dass mehr Menschen auf dieser Welt wahrhaftig mehr und mehr ihrem Herzen folgen, ist größer als meine Angst vor der Bewertung.

Unter anderem dank Prof. Gerald Hüther und André Stern, weiß ich meine Angst vor der Bewertung einzuordnen. Ich habe durch viele Menschen und Bücher sehr viel gelernt in den letzten Jahren und ich bin sehr dankbar für all die Inspiration und Information.

Ich möchte nicht mehr das Objekt jedermanns Bewertungen sein, sondern nur meinen eigenen Werten treu bleiben. Ich möchte meinem Herzen folgen.

Ich bin geprägt durch viele Jahre Schulzeit und auch einige Glaubenssätze, die ich noch nicht gänzlich auflösen konnte, haben Einfluss.

Stimmen, die mir sagen wollen, dass ich nicht Schreiben kann, nur mittelmäßig bin in dem Bereich, sitzen noch tief. Wie schön, dass ich vieles mittlerweile erkenne.

So gewinne ich selbst Einfluss darauf und kann heilen. Es gibt Stimmen in mir, die sicher sind, meine Gedanken seien nicht wertvoll genug, um sie preiszugeben oder gar zu veröffentlichen.

Jemand oder sogar nahezu alle könnten darüber lachen, was ich hier aus meinem Herzen schreibe und es als nicht gut genug, eben nur mittelmäßig, bewerten. So wie ich immer nur mittelmäßig im Fach Deutsch in der Schule war.

Ich sehe, wie man mich auslachen könnte und spüre kurz die Angst davor.

Ich bin sehr froh, dass mir dies bewusst ist und mein Handeln nicht mehr davon gesteuert wird.

Ich könne doch lieber malen denn das kann ich viel besser als schreiben, also zumindest konnte ich es in der Schulzeit immer sehr gut.

So wurde es jedenfalls meist bewertet und meine Bilder entsprachen den gewünschten Vorgaben.

Aber nun will ich mich durch Sprache ausdrücken und meine vielen ausschweifenden Gedanken teilen?

Nicht perfekt, völlig naiv und gutgläubig und nicht immer präzise ausgedrückt ohne wirkliche Struktur, einfach schreiben, was ich gerade denke. Ich?

Meine Interpretation verschiedener Werke in der Schulzeit waren oft „nicht richtig auf den Punkt“ oder gar fehlinterpretiert, meist irgendwie mittelmäßig und nicht schnell genug.

Darüber sprechen konnte ich mit meinen Lehrern in der Schule nie. Ich hätte mich einfach nicht getraut und war häufig den Tränen sehr nah, wenn ich eine schlechte Note bekam.

Ich fühlte mich nicht verstanden und mich hat gerade die Bewertung verletzt.

Ich habe es auf mich persönlich bezogen. Es war nicht gut genug, ich also auch nicht, schlussfolgerte ich.

Irgendwann wurde es mir gleichgültig, ein Schutzmechanismus wahrscheinlich weil ich merkte, dass ich es durch Fleiß und Anstrengung nicht geschafft habe, zu verändern.

Die Bewertungen waren mal so, mal so. Ich war aber auch in einigen Schulfächern ziemlich gut, gerade wenn man zum Beispiel vieles auswendig lernen konnte.

So verdiente ich mir in Spanisch im Abitur zum Beispiel eine Eins, indem ich Texte schrieb über die spanische Geschichte. Ich kenne die spanische Geschichte aber überhaupt nicht und habe es nie richtig gelernt. Das Lernen verstand ich dann irgendwann als Mittel zum Zweck.

Ich ließ die Bewertung der Lehrer im Laufe meiner Schulzeit immer weniger an mein Herz heran und verankerte in mir, dass ich eben in vielen Bereichen nur mittelmäßig bin.

Normal - mittelmäßig - gut - schlecht -

Wer legt das denn fest?

Wie kann eine Interpretation eigentlich falsch sein?

Es ist doch meine. Ist sie nicht immer höchst persönlich und damit wahr und immer richtig? Meine Wahrheit aus meinem Blickwinkel?

Und so ist auch mein Buch irgendwie Kunst, so wie ich es zu Papier bringe, ganz ähnlich dem Malen.

Ich habe Angst, weil diese schulischen Erfahrungen als Verletzungen noch immer da sind.

Die Erinnerungen schmerzen noch ein wenig.

Zum Glück habe ich meinen Mut wieder gefunden.

Und ich bin bereit die Angst vor der Bewertung zu überwinden und durch diese Angst zu gehen.

Ich bin immer sicher, selbst wenn jemand lacht.

Und die Bewertung hat nichts mit mir zu tun, sondern ist vielmehr einfach die Perspektive eines Anderen mit den Erfahrungen und Gefühlen des Anderen.

Ich schreibe mein Buch auch für mich, einfach weil es mir Spaß macht.

Ich schreibe aus dem Herzen mit Begeisterung und mit Leidenschaft und nicht, weil mich jemand darum gebeten hat und ich dann eine Urkunde oder eine Note dafür bekomme.

Mein Fokus liegt nicht darauf, ob mein Buch meinem früheren Deutschlehrer oder meinem früheren Chef gefällt.

Das würde wahrscheinlich dazu führen, dass ich es nicht ganz aus dem Herzen schreibe sondern immer wieder überlege, was denn beim Schreiben eines Buches den Normen entspricht und was, zum Beispiel meinem Chef oder meinem Lehrer wie genau gefallen würde.

Es ist sicherlich nicht falsch sich zu informieren, wie man vorgehen sollte, wenn man ein Buch schreiben will, welche Struktur Sinn macht und wie es am meisten Erfolg versprechen würde und es mag auch für den ein oder anderen sinnvoll sein ein Buch zu schreiben, indem man sich ganz bewusst so ausdrückt, dass es viele Menschen mitreißt und stilistisch darauf fokussiert ist. Ich schreibe jetzt über unseren persönlichen Weg und ich möchte mich darauf konzentrieren zu schreiben, was ich jetzt gerade dazu fühle.

Ich schreibe mein erstes Buch und ich habe mich entschieden mich vorher nicht damit auseinandersetzten, was man beachten muss und wie genau man vorgeht, um ein Buch zu schreiben. Das klingt erstmal so als wäre mir das Ergebnis nicht wichtig genug aber eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Ich hoffe, du verzeihst mir all die Fehler, die ich noch übersehen habe obwohl ich mein Buch so häufig las. Ich möchte es völlig frei schreiben und nehme ganz bewusst in Kauf, dass es damit nicht perfekt ist und wahrscheinlich auch nicht fehlerfrei.

Mir ist wichtig, dass es sehr persönlich bleibt und ich mir nicht über Vorgaben und Normen zu viele Gedanken machen muss.

Mir ist auch sehr wichtig mein Buch schon bald zu veröffentlichen weil ich finde, dass es gerade jetzt richtig ist. Für mich ist es auch Kunst und Freiheit mich nicht an zu viele Vorgaben zu halten oder gar diese jetzt gerade genau zu kennen.

Dadurch wäre wahrscheinlich mein natürlicher Fluss und meine Leichtigkeit beim Schreiben erschüttert, meine Motivation wäre nicht komplett intrinsisch bzw. würde sich mehr und mehr wandeln.

Ich hätte ständig irgendein Ziel vor Augen.

Mein Fokus liegt darauf, dass ich meiner Begeisterung so frei wie für mich möglich folge, um meine Botschaft und meine Erfahrungen zu Papier zu bringen. Ich habe den Drang immer und immer wieder zu schreiben.

Ich freue mich natürlich trotzdem, wenn ich mit meinen Buch Menschen erreichen kann.

Ich spüre, dass all meine Worte raus wollen, so wie ich sie genau gerade jetzt denke.

Ich komme in verschiedenen Situationen im Alltag plötzlich in diese Begeisterung, die ich so oft bei meinen Kindern erlebe und mittlerweile für mich auch wieder gefunden habe. Es macht mir sehr viel Spaß und ich tue es genau deswegen.

„Wenn Kinder spielen, ohne von Erwachsenen angeleitet zu werden, dann lernen sie. Man darf dem Kind nicht zeigen, wie man malt. Sie müssen es selbst herausfinden. Jede neue Entdeckung, jede neue Erkenntnis und jede neue Fähigkeit löst dabei im Gehirn des Kindes einen Sturm der Begeisterung aus. Diese Begeisterung über sich selbst und über all das, was es noch zu entdecken gibt, ist der wichtigste Treibstoff für die weitere Entwicklung des Gehirns. Deshalb lernt jedes Kind all das besonders gut, was Begeisterung in ihm auslöst.“

- Gerald Hüther -

Und immer wieder spricht dann doch dieser Kritiker, dem ich meistens nicht mehr wirklich Glauben schenke aber er mischt sich noch ständig ein. Dadurch verliere ich den Faden beim Schreiben. Ich mache mich selbst zum Objekt und brauche ein wenig zu mir zurück zu finden.

Erst wenn ich für mich erkenne, dass ich es nicht veröffentlichen muss, es also vor Bewertung sicher ist, komme ich wieder bei mir an und schreibe weiter. Ich habe Angst vor der Bewertung aber durch diesen Schritt mich selbst nicht unter Druck zu setzen und mir klar zu machen, dass ich nur meiner Begeisterung folge und dass ich selbst entscheide was ich damit mache, habe ich wieder neuen Mut und dann wird mein Herzenswunsch es zu veröffentlichen unabhängig von der Bewertung für mich wieder frei.

Meine Gedanken sind teilweise irgendwo unterwegs, wo ich gar nicht sein will und erzählen mir wieder Dinge wie: „Wen soll denn das, was ich mir denke überhaupt interessieren? Ich bin doch niemand Besonderes. Warum soll denn jemand mein Buch lesen?“ und „Du bist doch keine Autorin!“, „Du bist gar nicht gut genug.“

„Das Gehirn entwickelt sich so, wie man es mit Begeisterung benutzt. Ein Kind verliert die Lust an Mathe, wenn ihm jemand deutlich macht, dass es zu blöd dafür ist - und dann entwickelt es sich in diesem Fach auch nicht weiter.“ - Gerald Hüther -

Und wieder entscheide ich mich diesem Typen in meinem Kopf, also ich stelle mir ihn tatsächlich bildlich vor, nicht zu glauben.

Tief in mir glaubt ihn aber noch ein kleiner unbewusster Teil immer mal wieder.

Dieser Typ in meinem Kopf steht bei mir mit einem Zeigestock aus Holz an einer Schultafel, so als würde er mir jetzt alle Punkte aufzeigen, die mich an mir zweifeln lassen könnten.

Es ist ein älterer Herr, hat weiße längere strähnige Haare, ein recht spitzes Kinn, sehr besondere große Augen, einige Falten im Gesicht und schaut ziemlich traurig aus. Er lächelt eigentlich nie. Ich kenne ihn nur mit sehr ernstem oder traurigem oder recht emotionslosem Blick.

Würde er heute so vor mir stehen, würde ich ihn wohl ziemlich bemitleiden und würde ihm nicht glauben, was er mir erzählt. Dann wäre mir eigentlich direkt klar, dass es nichts mit mir zu tun hat, was er mir erzählen will.

Das ist auch der Grund, warum es mir hilft ihn mir bildlich vorzustellen.

So ist es für mich leichter, all das, was er mir sagen will zu überprüfen. Durch das Bild kann ich manchmal auch ganz gut über mich selbst schmunzeln, wenn ich ihm doch mal wieder kurz etwas geglaubt habe.

Er will mir erzählen, was ich alles nicht kann.

Er scheint eigentlich selbst Hilfe zu brauchen, denke ich. Tut er das wohl aus Liebe oder doch aus Angst?

Das bringt mich meinen Zielen gar nicht weiter und seine Angst oder Sorge schützt mich auch nicht.

Seine Angst hält mich zurück, wenn mein Herz etwas anderes will. Ich entscheide nun selbst, ob ich ihm glauben will.

Meine Beziehung zu ihm verbessert sich aktuell.

Ich arbeite daran. Kennst du Byron Katie? Sie hat mit ihrer Methode „The Work“ etwas Tolles in die Welt gebracht. Es geht hier darum seine Gedanken/Glaubensmuster mit gezielten Fragen zu hinterfragen.

Ich habe selbst noch kein Buch von ihr gelesen aber kenne „The Work“ trotzdem schon etwas länger. Ich habe mal einen Kurs dazu kennengelernt. Es ging eigentlich um friedvolle Elternschaft und da lernte ich in dem Zusammenhang auch dieses wertvolle Tool kennen.

Gerade in Bezug auf die Begleitung der Kinder hat es mir oft sehr geholfen. Ihr Buch „Lieben was ist“ liegt schon auf meinem Stapel, den ich lesen möchte. Mein Bücherstapel ist aktuell sehr hoch aber so ist immer genug zu lesen da.

Ich finde es so wichtig, die eigenen Gedanken aus verschiedenen Perspektiven zu sehen.

Früher hätte ich meinem Kritiker in solchen Situationen geglaubt und meinen Wunsch oder Traum betrauert, mich in die Opferrolle begeben und nicht weiter gemacht.

Ich hätte mich wohl selbst bemitleidet, dass ich das mit dem Buch zwar gerne tun würde aber ich so etwas ohnehin nicht kann oder ich hätte ihn wohl aus dem Raum geworfen oder gar wütend weggeschubst und den Gedanken damit verdrängt und meinen Wunsch wohl auch.

Heute schaue ich ihn meist mitfühlend an, wenn er sich meldet und mache mir klar, dass ich ihm nicht glauben muss. Ein Prozess, den ich höchst interessant finde.

Lange Zeit glaubte ich ihm so vieles, ohne es zu hinterfragen.

Es sind meine ganz persönlichen Gedanken und sie sind bekanntlich frei. Ich kann mich jetzt sogar entscheiden welchen ich glauben will. Ich kann hinterfragen, woher dieser Gedanke kommt und ob er etwas mit meiner eigenen Herzenswahrheit zu tun hat. Ich bin nicht meine Gedanken und gleichzeitig will ich meine Gedanken gar nicht unterdrücken sondern verstehen.

Ich möchte mir meiner Gedanken bewusst sein und sie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten können und ich möchte dann selbst entscheiden, welche Gedanken mir dienlich sind und welche eben nicht. Ich kann das steuern. Heute kann ich das. Ich habe es gelernt. Das fühlt sich sehr frei an.

Ich habe mich dazu entschieden es immer wieder zu trainieren weil es mich glücklicher macht.

Es ist ein Prozess für den ich dankbar bin mit jedem Schritt.

Ich spreche hier über meine Erfahrungen und meine persönlichen Überzeugungen.

Deine Überzeugungen können andere sein, deine Erfahrungen werden sogar ganz andere sein aber vielleicht hast du da auch so einen Typen in deinem Kopf, der dir Dinge erzählt, die du ihm nicht glauben musst?

Ich hoffe, ich kann dich inspirieren diesem Typen, ganz egal wie er vielleicht in deinem Kopf aussieht, einfach mal als Beobachter zu betrachten, um dann aus dieser Perspektive zu entscheiden, was du ihm glauben willst.

Mir hilft dabei sehr, dass ich ihn mir richtig menschlich vorstelle und ihn einfach mittlerweile auch sehr häufig liebevoll behandele. So bekomme ich Klarheit und das Steuer meiner Gedanken.

Du kannst immer selbst entscheiden wohin dein Weg geht. Jeder Einzelne von uns hat einen ganz eigenen Herzensweg und doch sind sie irgendwie miteinander verbunden. Ich bin davon überzeugt, dass wir alle unseren Herzensweg gehen können. Und Kinder können uns dafür wegweisend sein.

Vertraue dir und deinem Kind und habe Mut für euren Weg

Schon mit der Geburt meines Sohnes fing ich plötzlich wieder an zu Schreiben. Ich füllte Bücher über das Leben mit unserem kleinen Sohn und wie er sich täglich veränderte und wie es uns damit ging. Mit dem Schreiben wurde mir meine große Liebe zu diesem „neuen Leben“ bewusster. Mir wurde das Wunder, welches ich täglich von nun an so stark miterleben und begleiten darf, klarer.

Ich fühlte diese tiefe Dankbarkeit, immer wenn ich schrieb, besonders stark.

Kennst du dieses Gefühl, dass du diese kleinen Menschen anstarrst und immer wieder dabei realisiert, dass es deine Kinder sind ? Ich meine natürlich weißt du, dass es deine Kinder sind aber in diesen Momenten wird es dir besonders klar.

Du siehst plötzlich ganz deutlich dieses Wunder.

Und wenn sie schlafen, schaust du sie an und wirst einfach durchströmt von vollkommener Liebe.

Du spürst das so stark in dir und bist erfüllt.

Ich wollte die Zeit und die Momente und jede Begeisterung darüber festhalten, um mich irgendwann wieder daran zu erfreuen weil eine Situation und Begeisterung auf die nächste folgte, sich ständig alles veränderte, bis heute.

Du kommst von größtem Glück und größter Freude plötzlich auch an Herausforderungen und bist dir dabei deiner Liebe zu ihnen so sicher.

Ich glaube als Mama oder auch als Papa willst du deswegen auch alles irgendwie richtig machen.

Aber was ist dein richtig? Wie lebt man gemeinsam diese Liebe?

Und dann habe ich nicht nur selbst geschrieben.

Ich habe von da an in kurzer Zeit auch mehr Bücher gelesen als in meinem ganzen Leben zuvor.

Immer wenn ich merkte, dass das, was ich las oder mir zugetragen wurde, sich in meinen Herzen nicht gut anfühlte, suchte ich nach weiteren Informationen und Inspiration.

Ich suchte Bestätigung denn nicht selten fühlte ich mich wie „vom anderen Stern“.

Wenn ich in den Austausch kam, hatte ich oft das Gefühl nicht verstanden zu werden.

Es ging dann meist um irgendwelche Methoden und ums Funktionieren, dabei ging es hier doch um Liebe. Das passte für mich nicht zusammen.

Und ich fand viel Bestätigung in vielen Büchern. Bestätigung, die zu dem passte, was ich fühlte und ich bei meinem Sohn beobachten konnte.

„Eigentlich bin ich vom Planeten Liebe“ sagte ich häufig schmunzelnd meinem Mann wenn ich mich mal wieder ausgegrenzt fühlte und wir uns darüber austauschten.

Was sich anfänglich für mich so anders und manchmal falsch anfühlte, weil die meisten Anderen in meinem Umfeld es scheinbar nicht so fühlten, wurde dann mehr und mehr zu meinem Antrieb und ich lernte genau das an mir zu lieben - meine Intuition - .

 

„Was hat uns so ruiniert? Das Hirn so glatt poliert

Dass uns nichts mehr berührt? Was ist mit uns passiert?

Wo ist denn nur die Liebe, Liebe, Liebe?

Warum halten wir nicht zusammen und reichen uns die Hand

Und fangen was Neues an? Bisschen mehr als jeder kann

Wir brauchen wieder Liebe…“

- Sarah Conor -, Songtext Ruiniert (Herzkraftwerke)

Ich glaube, wir Menschen müssen wieder tiefer unseren Herzen und unserer Intuition folgen, in vielen Bereichen auf dieser Erde.

Geschwemmt von all den Hormonen nach der Geburt meines Kindes, war ich plötzlich für all die Themen noch sensibler als ich es ohnehin schon bin.

Gerade in Bezug auf die Begleitung von jungen Menschen gibt es so viel Input von Außen, Literatur, historisch stark geprägte Methoden, eigene Glaubenssätze, Menschen, die ungefragt ihre Wahrheit weitergeben bzw. direkt die Kinder belehren wollen, Erziehungsmethoden, interessengeleitete Medien, einfach so viel, was uns zusätzlich beeinflusst und vielleicht auch verunsichert.

Einiges wird von Generation zu Generation weitergegeben, teils unreflektiert und oftmals unbewusst und das obwohl es nicht dem eigenen Gefühl entspricht.

Einiges ist, meiner Auffassung nach, auch stark von Gewalt geprägt und von tiefen eigenen Wunden. Körperliche Gewalt war lange sogar üblich in Familien und seelische Gewalt ist es noch immer, auch wenn zumindest gesetzlich in Deutschland mittlerweile das Recht auf gewaltfreie Erziehung besteht.

Aber was bedeutet dabei überhaupt Gewalt? Eigentlich bedarf es wohl erstmal der genauen Definition. Wo fängt denn Gewalt an?

Wie weit wir kinderlos von uns entfernt waren

Ich erinnere mich an eine Situation mit meinem Mann und Kindern aus der Familie.

Wir waren selbst noch keine Eltern und hatten damals die Kinder zu einem Ausflug in den Zoo mitgenommen.

Der Zoobesuch startete sehr harmonisch bis irgendwann, ich erinnere mich nicht mehr warum, die beiden Jungs ständig stritten.

Sie sind im Streit recht laut geworden. Ich glaube, häufig weinte einer und ein anderer schrie. Wir hatten sicherlich irgendwie versucht das zu unterbinden, anstatt zu helfen und zu begleiten.

Es war uns sehr unangenehm den anderen Zoobesuchern gegenüber bis mein Mann anfing den Kindern freundlich zu drohen, dass wir darauf keine Lust haben und gehen werden, wenn sich das jetzt nicht gleich ändert. Er war dabei absolut ruhig und wirkte entspannt. Ich unterstützte ihn. Wir sagten es ihnen immerhin sehr freundlich aber eben auch bestimmt. Konsequenz schien uns sehr wichtig.

Wir hatten gedroht unsere Macht zu nutzen, unsere Macht darüber zu bestimmen, was wir als nächstes tun.

Ist das nicht schon Gewalt? Schließt sich -gewaltfrei- und -Erziehung- nicht auch irgendwie aus? Sicherlich ist das eine Frage der Definition aber eine Drohung mit der möglichen Konsequenz einer Strafe bedeutet Gewalt für mich.

Die Drohung einer Strafe oder nennen wir es, von mir aus, auch Konsequenz hat erstmal „funktioniert“.

Sie wollten im Zoo bleiben und stritten jetzt nicht mehr. Ein Erfolg ?

Sie unterdrückten ihren Frust und wir hatten zunächst wieder ein paar schöne Momente, bis es dann aber wieder losging. Sie fingen noch stärker an zu streiten.

Mein Mann sagte daraufhin tatsächlich, dass wir nun gehen. Wir hatten auch insgesamt einfach keine so große Lust mehr weil der Zoobesuch wenig mit unserer harmonischen Vorstellung davon zu tun hatte.

Er hatte es vorher deutlich gesagt und jetzt hätten sich die Jungs wieder so unangenehm verhalten und gestritten. Es ist doch jetzt völlig klar, dass wir gehen müssen. So dachten wir: „Das müssten sie ja lernen.“

Würde es ihnen nicht sogar schaden, wenn wir jetzt nicht konsequent wären?

Ich war überrascht, dachte zunächst, er würde das nicht ernst meinen und wir drehen am Eingang wieder ab und wollen nur Angst machen. Aber er hatte das wirklich ernst gemeint. Eigentlich wäre auch „das Angst machen wollen“ schon ziemlicher Mist, aus heutiger Sicht. Wir waren aber sehr stolz auf uns. Ich bewunderte seine Konsequenz sehr und wir dachten tatsächlich, dass die Kinder ja immerhin etwas wichtiges gelernt hätten.

Wir waren davon überzeugt, natürlich nur mit guter Absicht. Unser Verhalten ist aus meiner heutigen Perspektive ein wenig witzig aber auch traurig zugleich. Wir haben uns so verhalten, wie ich es oft um mich herum erlebe aber für uns heute sehr ablehne. Das war nicht herzwärts aber ich hatte auch überhaupt nicht mein Herz nach seinem Gefühl befragt. Zudem würde ich wohl heute auch keinen Zoo mehr besuchen aber das ist nochmal ein ganz anderes Thema.

Es tut mir sehr Leid, dass wir so reagiert haben und den Zoobesuch abgebrochen haben.

Es tut mir Leid, dass wir die Kinder damit bestraft und verletzt haben. Wir haben nicht verstanden, worum es ging. Wir haben unsere Macht ausgenutzt, da wo sie unsere Hilfe gebraucht hätten. Natürlich hatten wir dabei eine gute Absicht. Aber das macht es leider nicht besser.

Es tut mir Leid, dass wir es nicht besser begleiten konnten. Gleichzeitig bin ich sehr dankbar für diese Erfahrung, an die mein Mann und ich uns noch häufig erinnern. Ich glaube die Kinder werden es nicht mehr genau wissen. Immer wenn wir merken, dass wir hier gerade über andere urteilen würden, erinnert uns diese Situation daran, dass jeder seine Schritte im eigenen Tempo geht und wir selbst noch vor einigen Jahren ganz woanders standen als jetzt.

Wir erinnern uns noch daran, dass wir damals tatsächlich dachten, wir hätten damit etwas sehr richtig gemacht und etwas Gutes getan, eben Erziehung und ich schätzte die Konsequenz meines Mannes. Ich war begeistert, dass er sein Wort (seine Drohung) gehalten hatte.

Es ging darum, dass wir wollten, dass die Kinder funktionieren so wie wir es als harmonisch empfinden. Ein angenehmer Tag im Zoo war geplant und für uns passte dazu kein ständiger Streit. „Für uns nur positive Gefühle bitte!“ und alles andere sollten sie bitte kurz verdrängen. Eigentlich ist das absolut nicht echt in einer menschlichen Beziehung.

Ich glaube ein anderer Umgang mit dem Streit, auch etwas mehr Leichtigkeit und Humor, hätte der Situation sicher gut getan. Aber wir dachten, wir könnten es nur erzieherisch lösen. Mit unserem Verhalten haben wir vielleicht tatsächlich dazu beigetragen, dass sie „besser funktionieren“ zwischenzeitlich und nun vielleicht beim nächsten Mal ihre Probleme lieber nicht nach Außen zeigen.

Und das ist für mich heute gewaltvoll und ich bin sogar davon überzeugt, dass so etwas langfristig nach Innen geht, wenn man seine Gefühle aus Angst vor einer Konsequenz, also einer nett formulierten Strafe herunter schluckt. Aus meiner Sicht kann das langfristig wirklich krank machen.

Wir dachten aber tatsächlich, so wäre es richtig und gut.

„Ist doch nicht so dramatisch“ würden jetzt vielleicht auch noch Einige sagen, denn tatsächlich ist solch ein Umgang gesellschaftlich sogar üblich und ich glaube, viele hätten vielleicht ähnlich hilflos reagiert.