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APROPOS……Kreuzfahrtschiff..... Was passiert..... wenn eines Tages das Telefon klingelt und man ein Angebot bekommt als Gastkünstler auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten? Was passiert….. wenn Moral wie Manieren einiger Passagiere über Bord gehen oder gänzlich zuhause vergessen wurden? Was passiert….. wenn Menschen denken sie haben mit bezahlter Reisebuchung ein ganzes Schiff bezahlt? Was passiert….. wenn Restaurant's ihre Pforten zur täglichen Raubmensch-Fütterung öffnen? Was passiert wenn….. Ein Buch, das Sie zum Schmunzeln, laut Lachen aber auch zum Staunen, Nachdenken und energischen Kopf schütteln einladen möchte. Der Autor Harry Sher, bereitet seit Jahren den Passagieren bekannter Kreuzfahrtschiffe "magische Momente". Mit seinem charmanten aber ehrlichen und direkten Humor, begeistert der bekannte Mentalist und Mentaltrainer nicht nur Schiffsreisende, sondern auch ein großes Publikum auf der halben Welt. Sein Erstlingswerk entstand aufgrund der vielen zum Teil urkomischen, aber auch unglaublichen Situationen an Bord der Reiseschiffe. Die von ihm erlebten und hier wiedergegebenen "Sehenswürdigkeiten" sind perfekt verschleiert durch Witz und eine ganz große Portion Eigenironie.
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Seitenzahl: 138
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Mann über Bord……doch zuvor wird gegessen!
HARRY SHER
Einleitung Apropos
Apropos...auf die Folter spannen...
Apropos ...überrennen...
Apropos ...Sohn...
Apropos…Wahnsinn…
Apropos…ankommen...
Apropos...in Luftauflösen...
Apropos…auftauchen…
Apropos…Rezeption…
Apropos…vorgreifen…
Apropos...bemerkbar...
Apropos…Verwandlung…
Apropos…Aus…
Apropos…Entscheidung…
Apropos...erlebt...
Apropos …beschließen…
Apropos…antun…
Apropos…Magischer Moment…
Apropos...Ihr HarrySher…
Apropos …Ihr…
Die meisten Bücher beginnen miteinem Vorwort oder einer Einleitung...
dieses ... mit einerWARNUNG!:
Sie erhalten keine „Geld - zurück -Garantie.“
Sie werden mehrmals an IhremVerstand zweifeln.
Sie werden des Öfteren eineGänsehaut bekommen und
Sie werden weinen…
Nur eines werden Sie nicht:…
BELOGEN!
All das, was Sie hier zu hören, ... ähm, Entschuldigung, - zulesen bekommen - hat sich genau so, oder mindestens soähnlich, zugetragen.
Da es mir alles andere als leicht fällt, dieses Buch zuschreiben, zumalesmeinErstesist, möchteichSiebitten,gnädigmitmirzu sein. Jeder von Ihnen hat bestimmt schon an einemProjekt gearbeitet, von dem er anfangs nicht die geringste Ahnung hattewie er es anstellen soll, aus dem gedachten „Superding“ ...letztendlich ein einigermaßen annehmbares Produkt zu basteln. Abergenau deshalb wissen Sie ja selbst - … aller Anfang ist schwer-
Apropos;...
Zunächst sollte ich mich Ihnen einmal vorstellen.
Mein Name ist „Sher“ ... „Harry Sher“.
Mein Berufsbezeichnung: Künstler. Genauer gesagtMentalist. Nunmehr3Jahregastiere(tingele)ichals(Gast-)Künstlerauf mehrerenKreuzfahrtschiffen.
Also genauer gesagt, den Schiffen der „IMKSFlotte.“.(Ich mache keine Schleichwerbung ... kurz„IMKS“) Ja, genau Der.
Der Eine oder die Andere wird spätestens jetzt wissen, werdieses absolut authentische „Spiegelbild der Emotionen“von Schiffsreisenden zu verantwortenhat.
Alle Diejenigen, die bis dato noch nichts von mir gehörtbzw. gesehen haben, werden mich spätestens jetzt kennenlernen. ObSie mich noch kennen wollen wenn Sie dieses Buch gelesenhaben, bleibt ausschließlich Ihnenüberlassen!
Doch zuvor noch eine Bitte meinerseits an alle Leser ... solltenwir uns in Zukunft, auf Reisen -, einer Landveranstaltung, im Zug- Bus- oder auf der Autobahn begegnen, genießen Sie den Augenblickund lassen sich bezaubern, auch wenn Sie sich in Diesem oderdem Nächsten Buch wiedergefunden habensollten.
Es könnte natürlich auch der Fall eintreten, dass Sie vergeblichauf Ihren Auftritt in diesem Buch gewartet haben ..., dann schreibenSie mich an oder hoffen einfach auf ein Wunder oder sogute Verkaufszahlen, welche mich bewegen könnten einweiteres Exemplar dieser Art nieder zuschreiben.
Aber vergessen Sie bitte niemals, Sie sind oder waren einerder wenigen Menschen, der die „Magischen Momente desGlücks“ erleben darf oder durfte, wovon Milliarden von Menschennur träumenkönnen.
Sollten Sie sich als einer der Akteure meinerErzählungen wiedererkennen, tragen Sie es mit Humor, - Ihr Gegenübermusste esauch!
Selbstverständlich dürfen Sie sich auch freuen wenn es Sie vorerstin diesem Exemplar noch nicht getroffen hat ... was abernicht bedeuten muss, dass es in eine der folgenden Ausgaben auchso bleiben wird ...!
Soviel zu den Gefahren und Risiken meinesBuches.
Naaa , schon angeregt, eventuell aufgeregt oder sogarerregt, gespanntaufdas,wasnunfolgt?DannmöchteichSienichtlänger auf die Folterspannen...
Alles begann vor nunmehr genau 3 Jahren. Es war ein Tag wiejeder anderezuvorindenletzten30JahrenmeinesKünstlerlebens.Naja, fast wie jeder andere Tag zuvor. Aber dazu spätermehr.
Also (zum dritten Mal), ein Tag wie jeder andere. Er begann mitdem täglich üblichen Prozedere.
Aus dem Bett quälen, die Morgentoilette hinter mich bringenund der wohl Jedermann bekannten, immer undimmer wiederkehrenden Gewissensfrage!!?? ... was zieh ich heutebloß an?!...
Oh Nein ...! weit gefehlt, denn diese Frage stellen sich inder heutigen Zeit nicht mehr nur die Damen … in dieser Beziehungwas Mode und Körperkult betrifft, sind wir Männer mittlerweile fastauf Augenhöhe bei den Damen angelangt, auch könnte man sagenwir haben uns fast vollständigemanzipiert.
Weiter...
Zum x-ten Mal (seit dem ich in der Lage bin mich selbständig anzukleiden), platzierte ich mich vor meinem doch mehr oderweniger umfangreichgefülltenKleiderschrank,welchermichwiederumzum x-ten Mal, absolut unentschlossen wie gleichfallsverwirrt, zurückweichen ließ. Fast täglich werde ich von demFarbspektrum meiner Garderobe, die ich nunmehr über vieleJahre zusammengetragen und gehortet habe, erschlagen. Mansollte vielleicht anmerken, dass ich ein absoluter Fan von Oberteilenbin. Für mich persönlich bedeutet Oberteil ausschließlichT-Shirt.
Das heißt natürlich, nicht die allgemeinen 08/15 Variantendie Jedermann in irgendeiner Form trägt, sondern dieetwas spezielleren,ausgefallenerenModelle,sowohlinFarbe,Formund Muster. Regelrecht ausflippen kann ich, wenn mirdas außerordentliche Glück zuteilwird (was leider nicht allzuoft passiert), auf ein neues Designer Teil von diesem „Hemdbemaler“,ähm … wie heißt der denn noch, ist ja auch jetzt egal, stoße.Dann lasse ich mich von Nichts und Niemanden bremsen. Ob ineinem Kaufhaus oder dem Flohmarkt. In Deutschland, Amerika oderIndien. Da kenne ich weder Freund noch Feind bis ich im Besitz desObjektes meiner Begierde bin. Dann koste es auch was es wolle, eswird gefeilscht bis zum Erbrechen oder der genervteVerkäufer zusammen bricht und mir das Teil endlich schenkt! Aber das nuram Rande! Auf jeden Fall können Sie nun in etwa nachvollziehen wie esin meinem Kleiderschrank aussieht und das meinemorgendliche Unentschlossenheit leider immer wieder dazu beiträgt, dassich dann schlussendlich ... wie jeden Tag in „irgendeine“ Jeans undin „irgendein“ frisches, dazu passendes T-Shirt, welches in irgendeiner Form meiner Stimmungslage entspricht steige, um dann soschnell wie möglich, mit bequemen Sneakers (eine besondersbequeme Freizeitschuhmode) beschuht, die Treppe zu meinem„Büro“ hinuntereile.
Geplant war, wie an jedem anderen Arbeitstag zuvor auch, mit einigenmeiner Kundenzutelefonieren,eineneueWerbekampagnefürmeineneueShowzu entwerfen,dieallgemeinePostzuerledigenunderneutzuversuchen,etwas Ordnung in mein Papier – Wirrwarr zu bringen. Sie wissen schon, dasÜbliche Nervigehalt.
Ich kaute gerade noch genüsslich auf dem letzten Bissenmeines Marmeladenbrötchens herum, welches ich mir währendeines kurzen Abstechers in die Küche noch schnell ergattern konnte,als das Telefonklingelte.
Völlig normal werden Sie jetzt denken, in einem Büro klingelnnun mal Telefone, aber für mich war es nicht das alltägliche „Hallowie geht es? - Danke gut!“ Telefongespräche klingeln. Nein, nein! Eswar genau das Läuten, welches mein Leben von nun angrundlegend verändernsollte.
Oh Herrjeh nein …! Bitte denken Sie jetzt nicht dassmeine Fähigkeiten so weit reichen, die Wertigkeit eines Telefonanrufesschon am Klingelton erkennen zu können. Soo weit bin ich bisjetzt leider noch nicht ... aber ich arbeite sehr hart daran...!
Dieses „Klingeln“ stellte mich urplötzlich den dreigrößten Herausforderungen meines Lebens auf einmal gegenüber.Zum Ersten musste ich mein eigenes Leben retten ... Sie lesen richtig… da ich mich derart erschrocken habe als das Telefon klingelte,was dann wiederum zur Folge hatte, dass ich meinen letzten Bissenvon dem Marmeladenbrötchen, auf dem ich gerade eben nochso genüsslich herumgekaut hatte, verschluckt habe! - ja, amStück verschluckt - und drohte, daran zu ersticken weil es mir imHalse stecken blieb.
Zu meinem Glück stand da noch ein Flasche mit einem Rest ColaMix vom Vortag herum, welcher mir nun wohl das Leben gerettethaben dürfte.
Dem Erstickungstod erfolgreich entronnen, griff ich hastigzum Telefon. Für meinen momentan noch etwas umnebeltenZustand etwas zu hastig, denn prompt ließ ich es aus der Hand fallen.Mit Krachen und Scheppern fiel es erst auf den Schreibtisch,flutschte über die Tischkante und landete auf meinemFaxgerät.
Glücklicherweise war der Anrufer einer meiner besten Freunde,der mir die heftige Attacke auf sein Trommelfell auch gleichgroßmütig verziehen hatte. Nach dem üblichen Begrüßungs – Blabla kamer recht schnell und direkt (ist sonst nicht so seine Art) zudem eigentlichen Grund seinesAnrufs.
Sag mal Harry, hättest Du nicht einmal Lust auf einem Schiffzu arbeiten?
Ich scherzhaft: „Als was – alsKoch??“
Mein Freund erwiderte mit einem schallenden Lachen:...
„Nee Mann, … … .Die suchen einenKapitän!“
Ich:„Aber hör mal, die Titanic ist doch schon längstgesunken!“ beiderseitiges Gelächter…
Als wir uns dann endlich wieder beruhigt hatten fragte ichdann ernsthafter nach, um was es sich denn nun wirklich handelte... Als Antwort bekam ich folgendes zuhören:
EinbekannterAgentderKünstleragenturSowieso,welcherebenfalls ein guter Bekannter meines Freundes ist, sucht händeringend undso schnell wie irgend möglich einen Gastkünstler mitausgefallenem Show – Programm. Für einen Kollegen aus meiner Branche, deraus gesundheitlichen Problemen von seinemEngagement zurückgetretenist,musstenungleichwertigerErsatzherbeigeschafft werden, was auf die Schnelle nicht so leichtzu bewerkstelligen sei. Hinzu kommt, dass es sich nicht umein gewöhnliches, kurzfristiges Bühnenengagement handelt,sondern um ein längerfristiges auf einem Passagierschiff.
Peng … DAS wars.
Nach kurzem sinnieren,- Künstler? … bin ich,-Show – Akt? ... hab ich!-
Urlaub?!? - hätte ich auch einmal dringendnötig,
… tönte ich aus voller Brust“. Na klar, hört sich nett an, wenner mich gebrauchen kann bin ichdabei“.-
Was dann kam hätte aus einem der James Blond Filmestammen können...
Mein Freund teilte mir kurz und knapp mit, dass seinBekannter mich baldmöglichst kontaktieren würde. Höflich und absolutnichts ahnend auf was ich mich da eingelassen hatte, bedankte ichmich bei meinem Freund für sein Vertrauen in mich und meineKunst, erkundigte mich dann noch anstandshalber nach dem Befindenvon Frau, Kind und Hund, um dann der Dinge zu harren, die dain rasender Geschwindigkeit auf mich zu kamen, - um michdann gnadenlos zuüberrennen.
wenn ich mich heute an diesen Tag zurück erinnere, erscheinenmir all die Hirngespinste, die ich mir in den 50 Minuten nachbesagtem Anruf gemacht habe, realistischer als das, was danntatsächlich abgelaufen ist. Heute, 3 Jahre nach diesem schicksalsträchtigenTag, binichfestdavonüberzeugt,dasseseinfachergewesenwäre,einer Kuh das Schlittschuhlaufen beizubringen, als dasProjekt
„Schiffsreisender Künstler“
auf die Reihe zubringen.
Aber nun zurück zum besagtem ereignisschwangeren Tag.Schon nach sage und schreibe fünfzig Minuten, in denen ich mehroder minderangestrengtversuchte,meineGedankenzuordnen,klingelte erneut das Telefon. Als ich zum Hörer griff dachte ich noch –prima Harry, der Alltag hat dich wieder – und begrüßtemeinen Gesprächspartner mit einemfreundlichen
„Hallo...“
„ und einen wunderschönen, guten Tag, hier spricht Harry Sher,was kann ich für Sie tun?...“
Auch Ihnen einen schönen guten Tag Herr Sher, mein Name istHase, ich bin Agent der Künstleragentur „Hoppel“.
DAS WAR `s - zum zweiten Mal an diesem Tag ...Schock.
Mir wurde heiß, mir wurde kalt, mein Hirn setztein sekundenschnelle aus, um dann in Zeitlupe wieder anzulaufen.Aus der tiefen Stille des Orbits, drang nach unendlich langerscheinenden Sekundendas„ Hallloooo Herr Sher, sind Sie nochdran“?...in mein Hirn vor, und verhalf mir so ganz schnell wiederden Normalmodus einzuschalten. Die üblichen Nettigkeitenwurden ausgetauscht,umdanninSchallgeschwindigkeitseitensdesAgenten zum eigentlichen Thema zu kommen. Zeit ist Geld ... undvon beidem hat man (gerade im Showgeschäft) nie genug ... wieIhnen lieber Leser ebenfalls bekannt seindürfte.
„Herr Sher, ich habe mit Freude vernommen, dass Sie IhrInteresse geäußert haben, für uns als Gastkünstler auf einem Schiff der IMKS– Flotte, zu arbeiten!“….
Zu meiner Sicherheit antwortete ich sofort mit einemdeutlichen
„JAA“
obwohl ich nicht die geringste Ahnung hatte Wer oder Was dieIMKS war. Gut ein Schiff, war ja aus dem Vorgespräch schon bekannt,aber ganz ehrlich, just bis zu diesem Moment kannte ich nur dasSchiff was damals den Einhundert- M-Scheinzierte.
Gut, die Titanic aus dem gleichnamigen Spielfilm war mir auchnoch ein Begriff, wenn auch ein sehr leidvoller, denn um Frauchenbei Laune zu halten konnte ich das eine oder andere Mal nichtumhin, den Papiertaschentuch - Anreicher zumimen.
All das Kleinzeug, was da so auf dem Rhein und Mainherum schippert,hatfürmichniedieKategorie„Boot“überschritten.Gut bis dato spielte die Gattung Wasserfahrzeuge auch nureine untergeordnete Rolle in meinem Leben, nämlich immer nurdann, wenn ich mit meinem Sohn Quartettspielte.
Ja, ich Harry Sher habe einen Sohn! Das beste „Kunststück“, wasich je zustande gebracht habe! Mein ganzer Stolz. Heute ist erbereits sieben Jahre alt und schenkt mir jeden Tag aufs Neuedie wundervollsten „magische Glücksmomente“, die ein „PAPA“ inseinem Leben nur von seinem Kind bekommen kann. Ich bineinfach nur super Stolz auf dieses wunderbar-verrückt-verwirrendkleine Geschöpf!
Aber auch hier muss ich Ihnen gestehen, helfen mirmeine Fähigkeiten nur bedingt oder genau wie bei Ihnen, überhauptnicht weiter!
All die Herausforderungen die ein so unberechenbares,quirliges aberzeitweiseauchsehrquängeligesWesenmitsichbringt,treiben auch mich „Harry Sher“ zuweilen an meine geistigenwie körperlichenGrenzen.
Einmal im Jahr – meist am Geburtstag meines Sohnes, dankeich ausgiebig dem Schöpfer und meinem Umfeld dafür, dass ich esim vergangenen Jahr erneut vermeiden konnte, dem Wahnsinnzu verfallen, welcher so manches Elterntier während derlaaaaangen, laaaaangen Zeit der Kindererziehungsphaseereilt...
Aber trotz- oder gerade deswegen sage ich so oft mirmein unsagbares Glück zu Bewusstsein kommt…
„Mein Sohn ich liebe Dich von ganzem Herzen!“
So, jetzt wissen Sie auch DAS von mir. Nun aber schnell zurückzum Thema „Schiffsreisender Künstler“. Meinem so übereifrig ausgesprochenem „JAA“ folgte auf demFuße ein„Kreuzverhör“!
Ja Sie lesen richtig, ein Kreuzverhör. Eine Frage jagte dieAndere. Damit Sie verstehen was ich meine, hier ein kleiner, wirklich nurkleiner Auszug aus besagtem Fragenkatalog, den HerrHase peinlichst genau abarbeitete um mich anschließend alsgeeignet oder eben ungeeignet für die IMKS beurteilen zu können. Da ichvon Haus aus tierlieb und menschenfreundlich erzogen wurde,schloss ich mich ohne zu zögern dem lustigen Frage- undAntwort-Spielchen an. Den Grund dafür haben Sie mittlerweile alle schon erahnt.ICH WOLLTE UNBEDINGT DIESEN JOB! - im Zweifelsfall nur umeinmal ausprobieren zu können, ob ich auch dann noch in der Lagebin vernünftige Arbeit zu leisten wenn der Boden unter meinenFüssen ins Wankengerät.
Mal ganz unter uns und im Vertrauen gesagt, hätte ich damalsschon gewusst was ich heute weiß, nämlich dass der Boden untermeinen Füßen nicht nur mal kurzzeitig ins Wanken, sondern regelrechtüber Stunden hinweg in eine Art Feixtanz mit Neptun gerät, wäre ichein wenig zurückhaltender und weniger überschwänglich an dieganze SacheherangegangenwasdasThemaSchiffsreisenderanbelangt.
Soweit – so gut und los geht’ s wieversprochen: Herr Sher: „ ...hatten Sie jemals Probleme mit derPolizei“
„ äähhh,nö!“
Herr Sher: „... nehmen SieDrogen“
„äähh- WIE BITTE!“...
“nehmen SieDrogen“
„natürlich nicht“...
Herr Sher... hatten Sie ... haben Sie ... könnten Sie ... würden Sie ...machen Sie ... glauben Sie ... brauchen Sie ... hoffen Sie ...benutzen Sie ... bekommen Sie ... tragen Sie ... wussten Sie … wünschen Sie...lernen Sie... kennen Sie... schätzen Sie... essen Sie... trinkenSie... lesen Sie ... können Sie schwimmen ... tragen Sie Prothesen ...haben Sie Gütertrennung ... usw., usw.,usw...
Nach einer geschlagenen halben Stunde Befragung, kam ich mirvor als wäre ich einer der meistgesuchten Terroristenoder Schwerverbrecher auf GottesErdboden.
Mir schien es als sei ich im falschen Film gelandet. Eigentlichdachte ich doch, ich wäre James Blond, aber nee, das war „Dasletzte Gericht...“
Wie sich letztendlich sehr schnell zu meinerBeruhigung herausstellte, mussten die Fragen aus einem simplen, abersehr gewichtigenGrundgestelltundbeantwortetwerden:dasSchiffauf dem ich reisen sollte, also die IMKS, ist kein kleinesAusflugsschiff, wie ich irrig für mich angenommen hatte, auch schippert esauf keinem Fluss hin und her, ... eine weitere meiner irrigenAnnahmen
...,Nein,undspätestensjetzttrafmichderSchlagmittenindie Magengrube...
“Die IMKS, auf die wir Sie gerne einladen würden Herr Sher, istein Passagier – Reise - Schiff welches derzeit die „Karibik“ bereistund auf das Sie, nach Sichtung und Begutachtung Ihrer Demo DVD,durch die Reedereiverantwortlichen – Personalchefs, … zurBereicherung des angebotenen Show – Programms, als Gastkünstler...“
Rauschen!!!!...
Ich hatte nur noch Rauschen im Ohr, ein Schweißausbruch jagteden Nächsten, vor meinen Augen tanzten die Sterne Polka undich hattedas „Anfangs-Einstiegs-Reisedatum“ nicht mitbekommen...außerdem … mmmm, wo haben die meine DVD her? - Von mir...?!?könnte sein ... - da war mal was – egal jetzt...WANN kann´slosgehen???
