Männer sind Glückssache - Lisa Witasek - E-Book

Männer sind Glückssache E-Book

Lisa Witasek

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Beschreibung

Von allen ersten ist einer der allererste. Bei Anna war es Penello, der ja eigentlich Hans hieß - wie überhaupt alle Männer in Wirklichkeit Hans heißen. Was wohl geschehen wäre, wenn er die 492 nie an ihn abgeschickten Briefe erhalten hätte.? Im nachhinein betrachtet war das Interessanteste an diesem Menschen schlichtweg seine Mutter, die Anna ein Spitzenhöschen schenkte. Nachdem sie die Pubertät überstanden hatte, wurde es Zeit für einen richtigen Mann. George, seines Zeichens Professor für Musikwissenschaft. Doch auch seine mit Schottenstoff überzogene Wärmflasche und der verführerische Ingwertee konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass er verheiratet war und nicht im entferntesten daran dachte, an diesem Zustand etwas zu ändern. Aber das Leben geht weiter. Männer kamen, Männer gingen. Auch Juan, der Jesuitenpater, der sozusagen noch Jungfrau war. Alle hatten sie ihr gewisses Etwas, waren wundervoll und ganz besonders, doch am Ende blieb von der Liebe immer nur dasselbe übrig: die Zusage einer Erbschaft. Materiell wäre Anna "fein heraus, aber eigentlich hatte sie doch etwas ganz anderes gesucht. Sie war kurz vor Vierzig und hatte die Hoffnung fast aufgegeben. Da klingelte das Telefon, und am anderen Ende der Leitung war Lukas..

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EPUB

Seitenzahl: 242

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Lisa Witasek

Männer sind Glückssache

Roman

LangenMüller

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www.langen-mueller-verlag.de

© für das eBook: 2016 LangenMüller in der F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München

© für die Originalausgabe: 1995 LangenMüller in der F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München

Alle Rechte vorbehalten

Schutzumschlag: Bernd und Christel Kaselow, München

Umschlagmotiv: Agentur Hubauer, Hamburg

eBook-Produktion: F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München

ISBN 978-3-7844-8324-5

Erfahrungen sind die positive Beschreibung erlebter Irrtümer.

Oscar Wilde

Hans

Von allen ersten ist einer der allererste. Er trat in mein Leben, als ich zwölf war, und hatte den Namen, den die meisten Männer haben, wie ich später las. Viele nennen sich anders, aber in Wirklichkeit heißen alle Hans.

Ich nannte ihn Pennello. Dieses Wort hatte ich von Italienern gehört, und ich dachte an eine südliche warme Gegend, in der es nach Pinien riecht und wo die Menschen lachen und die Kinder abends lange aufbleiben dürfen. Pennello klang nach freudig weichem Mund, ein bißchen nach Welle und blauem Himmel, nach Spaghetti und Liegestuhl, und niemand würde in Pennello einen Menschen vermuten, dachte ich, und schon gar keinen Mann.

Erst später erfuhr ich, daß Pennello Pinsel bedeutet. Als ich ihn nach langer Zeit dann plötzlich wiedersah, war ich nicht sicher: Weiß er es, oder weiß er es nicht? Ich werde es nicht erfahren. Er ist alt geworden, aber auch ich bin alt geworden, nämlich um dieselben Jahrzehnte wie er.

Wir saßen allein in einem Abteil und fuhren durch die Nebellandschaft. Es war keine Wand zwischen uns. Aber die Regelmäßigkeit, mit der der Zug uns schüttelte, erinnerte mich an damals, als ich zwölf war und nur diese eine Wand uns trennte; erinnerte mich an einen Rhythmus, der mich viel mehr geschüttelt hatte als jetzt der Zug.

Ich fragte mich: Was ist er noch? Was ist er nicht mehr?

Er trug noch immer diese leicht speckigen Hosen, Socken, so daß man, wenn er saß, ein Streifchen seiner behaarten Beinhaut sehen konnte. Ausgetretene Schuhe, wie damals. Und noch immer hatte er seine Wahrzeichen: die dunkle Warze am linken Nasenflügel und den Goldzahn im Mund. Seine Augenbrauen drückten wie damals die große männliche Verlorenheit aus: Von der Mitte aus verlaufen sie schräg nach unten zu den Schläfen, als sei er links und rechts mit Abgründen verbunden, aus denen seltsame Schleier und Gerüche aufsteigen.

Wahrscheinlich hätte er mich am liebsten gar nicht erkannt. Aber er konnte nicht aussteigen aus dem fahrenden Zug. Und bis zum nächsten Halt war es zu spät, mir zu entkommen.

Ich fiel über ihn her und piepste: »Erinnerst du dich?« Erinnerte er sich wirklich nicht? Er sagte nur, daß es heiß sei draußen und daß er Nackenschmerzen habe von der Klimaanlage hier im Zug und daß er nach Wien zu einem Bundestreffen der Schuldirektoren müsse. Hatte also Karriere gemacht, vom Sportlehrer zum Schuldirektor, und drei Kinder, Ehefrau und Mutter zu versorgen, war Parteimitglied und Vereinsvorsitzender. Niemand hatte ihn erlöst. Und darum hat er, dachte ich, noch immer den Dackelblick, der schon damals sein Gesicht geprägt hatte.

Ich überlegte, ob ich ihm nach diesem Wiedersehen das Köfferchen geben sollte, in das ich mein Gefühl für ihn gesperrt hatte.

Ich schrieb Pennello damals 492 Briefe und schickte keinen davon ab. Immer gut versteckt. Habe das Köfferchen, in dem sie zusammen mit seinem Rasierpinsel und dem Spitzenunterhöschen eingesperrt sind, mitgenommen von Innsbruck nach Wien, von der Taubstummengasse in die Klagbaumgasse. Ein mit purpurrotem Samt gefüttertes Köfferchen und einem kleinen Vorhängeschloß.

»Erinnerst du dich nicht?«

»Ich erinnere mich an gar nichts.« Er legte die Stirn in Falten, und dann blieben diese Falten die ganze Fahrt lang, wurden tiefer und tiefer, und nach St. Pölten war er wirklich ein alter Mann.

Seltsame Verbindung, dachte ich, die aus Getrenntsein besteht.

Hätte ich ihm nach diesem Wiedersehen meine 492 Briefe gegeben, hätte er mir geglaubt, daß ich sie geschrieben habe und daß sie von ihm handeln? Pennello – oder die Nacht und das Gefühl und dieses Unerklärliche, das ich mit einem Kuß erklärt haben wollte. Davon nämlich handeln diese Briefe: daß Pennello mich küssen sollte. Ich hatte allen Grund für meine Hoffnung, für meine Pein.

Irgend etwas davon war mir schon vor Pennello in den Sinn gekommen, und zwar während der Übertragung der Schwimmweltmeisterschaften. Ich tat alles, um die Schwimmer am Bildschirm zu sehen. Ihre Körper sprangen ins Wasser, verdrängten das Wasser und waren doch eins damit, kein Schwimmer ohne Wasser, Schwimmer unter Wasser, Schwimmer über Wasser. Ich sah ihre geölten Körper, ihre breiten Schultern, sah, wie ihre Muskeln arbeiteten, wie sie nach Luft schnappten, wie sie die Schwimmbrille abnahmen … Sah die Ausbuchtungen in den Badehosen, und ich sah den Triumph in den Gesichtern der Sieger, die überspielte Enttäuschung in den Beinen der Verlierer. Ich war hingerissen, voller Bewunderung, fasziniert und nicht wegzubringen von diesem Anblick. Warf meinem Vater vor, daß er kein Schwimmer geworden war, sondern Polizist. Ich kannte ihn nur in Uniform, und nachdem ich die Schwimmer entdeckt hatte, begann mich seine Uniform zu stören, allmählich auch er, und schließlich alle, die sich in ihren Kleidern wie in Rüstungen versteckten und mir keine Möglichkeit gaben, das zu spüren, wovon ich nicht wußte, was es war. Natürlich bat ich niemanden, er möge mit mir schwimmen gehen. Ich ging nie schwimmen. Saß vor dem Fernseher und gab mich den Schwimmern am Bildschirm hin.

Die Schwimmer waren mein letztes, unangetastetes Geheimnis. Sie hatten für mich keine Namen, redeten nicht, logen nicht, schnellten durchs Wasser, tauchten auf und unter, und mit dem Ausschalten des Fernsehgerätes waren sie samt ihren Ausbuchtungen weg. Sie hinterließen dieses Gefühl in mir, das damals noch unbestimmt war, und erst als Pennello in mein Leben kam, wurde es bestimmter, immer bestimmter und immer stärker, und bis zum heutigen Tag ist es manchmal so stark, daß ich sofort jemanden anrufen muß, sofort jemand zu mir kommen muß, und wenn dann keiner kommt, weil keiner darauf gewartet hat, daß er sofort zu mir kommen muß, dann schalte ich das Fernsehgerät ein und durchlaufe alle fünfundvierzig Programme in der Hoffnung, irgendwo einen Schwimmer zu entdecken. Gelegentlich bin ich auch mit einer Liebesszene zufrieden, mit einer Umarmung zweier nackter Körper, mit einem Kuß in einem Film der sechziger Jahre. Ich bin leicht zufrieden, immer leichter.

Hans, Hans, Hans.

Genau genommen kam Hans, mein Pennello, in Form eines kleinen Spitzenunterhöschens aus hundert Prozent Polyester in mein Leben, das seine Mutter mir gab. Am letzten Sonntagabend vor Schulbeginn zog er bei uns ein. Seine Mutter hatte für ihn ein Zimmer gesucht und es im Haus meiner Großmutter gefunden, in dem meine Eltern und ich wohnten. Wir hatten die Großmutter in den Anbau verdrängt, in dem dieses Dachstübchen leer stand, das sein Zimmer werden sollte. Er war sechsundzwanzig und fing mit dem Schuldienst an.

Die Großmutter erlaubte nicht, daß meine Eltern Geld für das Zimmerchen nahmen. Es sei, sagte sie, solange sie lebe, ihr Haus.

Seit ich mich erinnern kann, redeten meine Eltern davon, daß sie dieses Haus erben würden und daß wir dann »fein heraus« seien, wie sie sagten. Manchmal klang es so, als könnten sie es nicht erwarten, so wie ich den ersten Kuß nicht erwarten konnte. Mit der Zeit steigerte sich diese Ungeduld so sehr, daß ich in allem, was auf mich zukam, die Botschaft vermutete. Wenn es Herbst wurde, wenn eine Schularbeit zurückgegeben wurde, wenn ich einen Brief bekam: Alles waren mögliche Marksteine der Wende, zu der meine Eltern das Haus erben und ich den ersten Kuß empfangen konnte. Bis es jedoch soweit war, sollte Pennello mit mir Sport treiben, anstatt Miete zu bezahlen.

»Sie soll sich bewegen!« rief meine Mutter. »Sie nascht immer Salzstangen und Rosinen und tut sonst nichts!«

Da setzte es ein, mein verlegenes Lachen, das meine Scham verdecken sollte. Auch er lachte. Nur fürchtete ich, nicht aus Scham, sondern aus Spott. Ich fürchtete, daß er schwamm wie die Schwimmer im Fernsehen, doch war er nicht im Fernsehen, und so war ich nicht in Sicherheit vor ihm. Ich wollte zuschauen, nicht selbst ins Wasser springen! Ich konnte nicht schwimmen!

Er war der erste Mann, den ich bewußt als einzelnen Mann wahrgenommen habe, denn die Schwimmer waren immer eine Horde gewesen. Er war allein und steckte in seiner Rüstung zwischen seiner Mutter, meiner Mutter, über meiner Großmutter und neben mir. Ein verlorengegangener Schwimmer, der an Land geschwemmt worden war und über den jetzt bestimmt wurde. Sie nannten ihn Hansi, und er lächelte. Ich schwor mir, ihn niemals Hansi zu nennen. Spürte, wie er, um Unsichtbarkeit bemüht, unglücklich und mit nichts einverstanden war. Er zog die Augenbrauen hoch, und auf einmal wußte ich es: Auch wenn er schwimmen konnte und ich nicht, ich mußte ihn retten, erlösen, zurückverwandeln in einen Schwimmer im Fernsehen. Fühlte mich als Verbündete seiner Verratenheit. Warum sagte er nicht: Das will ich nicht!

Er sagte: »Ich werde der Kleinen schon Herr werden.« Ich schämte mich und spürte die Röte in mein Gesicht steigen.

Meine Mutter sagte, daß ich, hätte ich nicht diesen Elefantengang, ein gelungenes Geschöpf wäre, aber so, sagte sie, käme eines zum anderen. Zur Naschsucht die Unsportlichkeit, und zur Unsportlichkeit der Elefantengang.

»Aber Sie werden der Kleinen schon Herr werden, ja?« Beide Mütter redeten ununterbrochen. In unserer Familie galt seine Mutter als eine ordinäre Frau. Sie trug roten Lippenstift und rotlackierte Fingernägel, Schuhe mit hohen Absätzen und enge Röcke, glitzernde Blusen, und das Haar hatte sie blond gefärbt. Das alles war in meiner Familie verpönt. Meine Mutter fand sich schön von Natur aus, verachtete jedes Make-up, trug flache Schuhe und lange Röcke mit Falten, Leinen oder Baumwollblusen, und ihr von Natur aus leicht angegrautes Haar hatte sie in Locken nach hinten gekämmt. Ich glaubte damals, die weiße, gerippte Unterwäsche aus Baumwolle sei uns Innsbruckern angeboren und ich würde sie nie wieder los werden.

Auf einmal baumelte dieses kleine Spitzenunterhöschen vor meinen Augen. Seine Mutter sagte, sie habe es in Italien gekauft. Sie neigte sich zu mir herunter, drückte es mir in die Hand und sagte: »Ich vererbe es dir.« Verstand nicht, was sie meinte. Hatte gedacht, nur ein Haus könne man erben, doch nicht ein solches Höschen.

»Nimm es«, lächelte sie. »Aus Italien. Nimm es.« Italien? Südlich, warme Gegend, in der es nach Pinien riecht und wo die Menschen lachen und die Kinder abends lange aufbleiben dürfen …

»Sie will es dir schenken«, sagte ihr Sohn und lachte heiser.

Ein Spitzenhöschen aus Italien. Ich wußte, meine Mutter fand es ordinär, aber mir gefiel es, und ich dachte, seine Mutter hatte vorgesorgt für den Fall ihres Todes und mich zu ihrer Schwiegertochter erkoren.

»Aber sie ist doch erst zwölf!« rief meine Mutter. Und sie lachte: »Außerdem ist Anna viel zu dick für so etwas!«

»Menstruiert sie noch nicht?« fragte seine Mutter.

Alle lachten, laut und verlegen, und das Spitzenhöschen wehte im Septemberwind. Es war Föhn, und plötzlich hatte ich das Wort im Kopf: Pennello. Ich schaute ihn an und dachte: Pennello. Er war mit seiner Mutter in Italien gewesen, hatte Spaghetti gegessen, war im Liegestuhl gelegen, die Augenbrauen hochgezogen beim Anblick des Meeres, und dann waren sie so geblieben. Jetzt schaute er mich an: Jetzt war ich sein Meer, seine Welle, sein Liegestuhl, seine Spaghetti, sein südlicher Geruch.

Der Phlox war verblüht in unserem Garten, die Schatten lang und dünn, aber zu Mittag konnte man noch ohne Strümpfe gehen. Es war Mittag, als er einzog. Und ich erwartete die Nacht, um endlich allein zu sein mit dem Höschen.

Betrachtete es mit der Taschenlampe. Weiß, hellgrün und rosa war es, rutschig und gerüscht, und es duftete nach seiner Mutter, also nach ihm, den sie geboren hatte. Habe es nie anprobiert, voller Sorge, es könnte zerreißen. Immer nur in Händen gehalten, es versteckt und wieder hervorgeholt, davon geträumt, wie mein Pennello es mir an- und auszieht und die blutige Trophäe seiner Mutter zu Füßen legt. Wie ich es unter dem Brautkleid trage und neben ihm damit zum Traualtar schreite, seine ordinäre Mutter mit rotbemalten Lippen und schwarzgetuschten Wimpern in Stöckelschuhen schluchzen und meine Mutter im Lodenkostüm und einer Brosche auf der weißen Leinenbluse und fahler Haut unzufrieden, aber tapfer lächeln sehe. Und er hält meine Hand, steckt mir den Ring an und küßt mich auf die Stirn.

Als dies einen Monat nach seinem Einzug noch immer nicht der Fall war, begann der unaufhaltsame Kampf mit meinem Glauben, den ich immer haben werde, weil er mich hoffen läßt, wünschen und wieder hoffen. Ich glaube daran, daß der Mann, den ich liebe und der mich liebt, bald kommen wird, und wenn ich ihn verwirren und verführen muß, sei es mit einem solchen Spitzenhöschen, das damals mich verführt und verwirrt hatte, so daß ich mich an einen Warzenmann mit Goldzahn verlor, von dem ich dachte, er lese meine Briefe, ohne daß ich ihm je einen gegeben hätte.

Nach weiteren vier Wochen fing ich an zu glauben, das Höschen habe er mir schenken wollen, schließlich hatte er »schenken« gesagt. Seine Mutter war nur die Übergeberin, weil er als junger Lehrer sich nicht traute, mir zu sagen, daß er mir das Höschen, die Welt und sein Herz zu Füßen legen wollte. Wer sonst, wenn nicht er? Er war der erste Mann, der nicht in einer Horde war, und wenn er mich geküßt hätte, auf die Stirn und auf die Wange, hätte ich meinen Elefantengang verloren, meine Schweinsaugen, mein Doppelkinn, wenn er mich geküßt hätte, auf die Stirn und auf die Wange und aufs Ohr, wären wir zusammen fortgegangen, weit fort.

Dachte er nicht auch daran? Es war ganz still bei ihm drüben in seinem Dachstübchen. Mein Herz klopfte. Es klopfte durch meine zu Fäusten geballten Hände an die Wand, vorsichtig, und dann hielt ich den Atem an und lauschte. Es blieb still drüben, Abend für Abend. Irgendwann fühlte ich ein merkwürdiges Ziehen im Unterleib, das aber wieder verging.

Eines Tages stand Pennello in der Tür. Ich dachte, jetzt würde er mich auf mein Klopfen ansprechen. Er sagte »Mausi«, und daß er heute die Monatsmiete abdiene, indem er mit mir zum Schwimmen gehen müsse – ja, er sagte »muß« und lächelte spöttisch und gönnerisch, drauf und dran, seine Pflicht zu erfüllen. Er hatte sein Hemd nicht bis obenhin zugeknöpft, und ich sah auf seiner Brust dunkle Haare. Einen Pelz sah ich und dachte an die geölten Schwimmer. Konnte mich nicht erinnern, daß einer von ihnen eine solche Brust gehabt hatte. Wollte diese Brust berühren.

»Ich muß« – war seine Pflicht, mit mir zu sein, nicht sein Wunsch und Wille. Er ließ mich das spüren, indem er da lehnte und wartete, daß es ausbrach und er gehen konnte. Aus »Mausi« wurde »Gurke«. Ich war eine Gurke, eine Gurke mit Schmerzen im Unterleib, und der Arzt, der gerufen wurde, sagte nicht Gurke, sondern Blasenentzündung, und aus dem Schwimmen wurde vorläufig nichts.

Nachts, als ich den Vater schnarchen hörte, schrieb ich Pennello einen Brief. Erklärte ihm, daß ich mich meiner so sehr schämte und deswegen nicht mit ihm schwimmen wollte, obwohl er noch schöner war als alle Schwimmer, die ich je gesehen hatte. Und eben gerade deshalb konnte ich nicht mit ihm schwimmen. Wenn du krumm wärst oder schief, Schuppenflechte hättest und Fettpölsterchen, ich könnte, schrieb ich. So aber fürchtete ich, daß er mir vor allen anderen einen Kopfsprung abverlangte, und Kopfsprünge traute ich mich nicht. Wäre unendlich blamiert, wie ich bäuchlings aufs Wasser klatschte und dann unterging, nachdem er in einer engen schwarzen Badehose kopfüber ins Wasser gesprungen war, anstatt – ich schrieb: anstatt mich zu küssen, schrieb ich plötzlich, irgendwo, in der Toilette oder heimlich im Damenumkleideraum, nein, ich konnte nicht, aber er sollte mich küssen, auf die Stirn, auf die Wange, aufs Ohr und dann auf den Hals. Dieser Kuß würde mich von allen Leiden erlösen, vor allem von meiner Erwartung, und dann wäre ich fein heraus, dachte ich, und würde schwimmen können ganz von selbst, aber wenn Du findest, meine Leiden seien nicht groß genug, dann breche ich mir den Fuß, damit Du an mein Krankenbett kommst.

Das rotgefütterte Köfferchen war eigentlich ein Pistolenköfferchen. Mein Vater hatte es mir geschenkt, weil er seine Pistole in einem umschnallbaren Plastikschaft immer bei sich trug. Dieses Köfferchen, in das ich nur mein größtes Heiligtum hatte tun wollen, war nun das Richtige für das Spitzenunterhöschen und meine Briefe an Pennello. Ganz gleich, ob mir dieses Höschen vererbt oder geschenkt worden war, mit dieser Gabe war ich in seine Familie aufgenommen worden, gehörte zu ihm. Es ist nur eine Frage der Zeit, dachte ich, so wie es auch für meine Eltern eine Frage der Zeit ist, bis sie das Haus erben. Alles nur eine Frage der Zeit. Du mußt warten, sagte ich mir, alle müssen warten, und wenn wir lange genug warten, dann wird es eintreten. Worauf Pennello wohl wartete?

Fing an, Pennello jede Nacht zu schreiben, und brach mir zwei Wochen nach meiner Blasenattacke den Fuß. Am Fluß nahe von unserem Haus. Mußte mich absichern, daß, wenn er nicht brach, mich wenigstens die Blase wieder quälte.

Pennello, schrieb ich, komm und küsse den gebrochenen Fuß!

Lauschte. Stille bei ihm drüben. Was tat er? Ich meinte, ich würde es hören, wenn auch er mir schriebe. Dachte er an mich?

Mein anderes Ohr lauschte in die andere Richtung, aus der das Schnarchen meines Vaters kam. Neben ihm lag die Pistole. Jederzeit konnte sich ein Schuß lösen, dann wachten alle auf, dann mußte ich mit einer einzigen, rasend schnellen Bewegung alles verschwinden lassen, den Brief, das Höschen und mich. Mußte mich schlafend stellen, schlief aber erst am Vormittag in der Schule.

Zu Neujahr betete ich ins Feuer meiner Fackel, daß er mich küssen möge, auf die Stirn, auf die Wange, aufs Ohr, auf den Hals, und ich betete: auf den Mund. Von der Seite betrachtete ich die Gesichter der Eltern. Ich wußte, woran sie dachten. Die Ungeduld zuckte um ihre Münder. Und dann sah ich diese seltsame Geste, mit der meine Mutter die Großmutter zurück ins Haus führte: das Helfende betonend, das Drängende überspielend.

Nahm nicht teil am Essen, sondern zog mich in mein Zimmer zurück. Plötzlich hörte ich Stimmen von drüben. Pennellos Stimme. Auch er ist allein, dachte ich einen Augenblick lang, und er redet mit mir. Ich klopfte an die Wand. Da hörte ich ein Lachen. Ein helles, glockiges – ein Mädchenlachen! Meine Faust ließ ab von der Wand, und mein Ohr wurde ganz heiß. Pennello war nicht allein. Und sie lachten über mein Klopfen.

Von dieser Mitternacht an nahm ich an keinem Essen mehr teil, aß allein und irgendwo und klammerte mich an das »Schatzi«, das Pennello kurz nach Neujahr zu mir gesagt hatte. Schrieb Brief um Brief und rätselte, wer bei ihm gewesen war, und was dieses »Schatzi« wohl bedeutete.

Er sollte mit mir Skifahren gehen. Da stand er, vor der Eingangstür des Großmutteranbaus, den Schlüsselbund in der Hand. Wozu so viele Schlüssel, fragte ich ihn, obwohl ich hätte fragen wollen: Wer hat in deinem Zimmerchen gelacht? Und warum küßt du mich nicht? Da stand er mit seiner wundervollen Warze, breitschultrig, wie ich ihn mir in der Badehose ausmalte, mit hochgezogenen Augenbrauen. Ich zog die meinen hoch, und da sagte er es wieder: »Schatzi.«

Immer zog ich nun die Augenbrauen hoch, aber er sagte es nicht mehr, und so brach ich mir, mit hochgezogenen Augenbrauen, den Arm. Er aber verstand nicht, was ich ihm damit sagen wollte: Pennello, komm und küsse den gebrochenen Arm!

Nach weiteren Unfällen und Krankheiten verkündete meine Mutter, ich befände mich in der Pubertät und würde von Tag zu Tag schwieriger.

»So geht es nicht weiter!« rief sie. Diesen Satz hatte sie von der Großmutter übernommen, die das ihrerseits immer zu meiner Mutter sagte. Natürlich konnte es nicht so weitergehen.

Gefangen in der Wonne meiner Sehnsucht, betrachtete ich mich im Spiegel und konnte immer weniger begreifen, warum er mich nicht küßte! Warum? Warum nicht? War ich nicht die Schönste der Welt? Dann wieder, im nächsten Augenblick, fiel mir mein Elefantengang ein, das Ergebnis meiner Naschsucht und Unsportlichkeit. Und indem ich weiter naschte, Salzstangen und Rosinen, bildete sich eine Entzündung auf der Nase. Während ich meinen Kopf über heißen Wasserdampf hielt und meine Haut verbrühte, hoffte ich, daß diese Entzündung sich zu einer Warze auswachsen würde als Zeichen meiner Liebe und Solidarität zu ihm.

Plötzlich vernahm ich durch die Wand ein seltsames Geräusch. Ein leises Knarren, ein Quietschen, regelmäßig, rhythmisch, als steuere es auf etwas zu.

Preßte das Ohr an die Wand und biß mir in die Fäuste. Irgend etwas hielt mich ab davon, jetzt an die Wand zu klopfen. Erinnerte mich an das helle Lachen aus der Neujahrsnacht. Als es wieder still wurde, vibrierte die Luft in meinem Zimmer.

In der nächsten Nacht kam das Geräusch wieder, und als hätte ich es mit meiner Erinnerung vergegenwärtigt, war da auch wieder dieses Lachen. Und dann, ganz leise, die helle Stimme: »Ja, ja, ja.« Und ich glaubte, ihn zu hören, wie er sagte: »Ich will dich.«

Mir wurde heiß. Wagte nicht zu atmen. Schrieb mit fahriger Schrift: Was tust Du, Pennello? Ich höre, was Du sagst. Wen meinst Du? Warum nicht mich? – Führte jede Bewegung mit äußerster Vorsicht aus, um meinerseits kein Geräusch zu erzeugen, in dem mir etwas von dem Geräusch nebenan entgehen hätte können.

Fortan war es nie wieder still dort drüben. Kaum lauschte ich, vernahm ich es. »Ja, ja, ja« und »ich will dich« … Ich wußte es. Er wurde eins mit einem Mädchen wie die Schwimmer mit dem Wasser. Das Mädchen vergrub sich in seinen Brustpelz. Meine Augen vergruben sich in das Bild des Mädchens mit seinem Brustpelz. Meine Hände waren leer und feucht. Während ich ihm Brief um Brief schrieb, preßte ich das kleine Spitzenhöschen aus Polyester zwischen die Beine. Dann wurde auch das Höschen feucht. Erst wenn es ruhig wurde nebenan, sperrte ich es zusammen mit den Briefen wieder im Pistolenköfferchen ein. Mit der Zeit wurde es immer später ruhig, jedenfalls schien es mir so. Und ich merkte, daß wir uns gemeinsam steigern konnten, wenn ich die Hände hochwarf, und – um nicht an die Wand zu klopfen – zu dirigieren begann. Je heftiger ich dirigierte, desto öfter hörte ich das helle »Ja, ja, ja«, und je rascher ich dirigierte, desto heftiger wurde das Knarren. Fing an, sie in einem Tempo zu dirigieren, daß ich selbst danach schweißgebadet auf mein Bett zurücksank.

Manchmal fragte ich mich, ob auch die Großmutter unter dem Dachstübchen mitdirigierte, denn die Geräusche drangen wohl auch zu ihr hinunter. An ihrer Stelle wäre ich über die Treppe bis vor Pennellos Tür geschlichen und hätte sie einen Spalt breit geöffnet, um nicht nur alles zu hören, sondern auch etwas zu sehen.

Wenn ich weinte, dann sollte mein Schluchzen ihm das Küssen mit seinem Mädchen verderben. Malte mir seine Armbewegung aus, mit der er sie zur Seite drängte, um das Fenster zu öffnen und übers Dach bei mir in meinem Stübchen einzusteigen, mich hochzuheben und hinüberzutragen zu ihm, wo ich von ihm und dem Mädchen getröstet wurde, kalte Lappen auf die Stirn bekam. Eine Geschichte, in der er mich küßte, auf und in den Mund. Pennello. Zumindest hätte ich dann das Mädchen gesehen, das Objekt seiner Hoffnung, die Erfüllung seines Wunsches.

Ein Jahr später war es soweit: Ich erfuhr, warum ich ihn Pennello nannte. Der Vater im Dienst, die Mutter einkaufen. Er in der Schule. Ich, an Blasenentzündung leidend, zu Hause. Schlich in den Großmutteranbau. Herzklopfen. Zog die Augenbrauen hoch. Brachte der Großmutter die Zeitung. Sie dämmerte vor sich hin und hörte nichts. Herzklopfen. Mich selbst dirigierend, stieg ich die Treppen hinauf. Die Tür, eine Pforte des Verbotenen. Der Türgriff, den seine Hand berührte, jeden Tag. Seine Hand, meine Hand. Ganz leicht ließ er sich niederdrücken – und dann, zuerst nur einen Spalt breit, dann mehr als zwei Spalt breit, stand ich in seiner Welt. Sein Geruch, seine Luft, der Anblick seiner ausgetretenen Schuhe, seines Bettes. Es roch nach Äpfeln und verschwitztem Leder. Nach Schule und Kuchen. Es roch nach Liebe, schien mir. Ich trat ein. Auf seinem Tisch ein paar Fotos eines blonden Mädchens. Das also war sie. Bikini, Bacardi, Coca-Cola, Schlagermusik. Lachte mit den weißen Zähnen das helle, glockige Lachen. Bikini, Bacardi, große Ohrringe. Sie hatte in ihrem Leben keine Rosine und keine Salzstange gegessen. Nur Sport betrieben und gelacht. Sie sprang, einer Gazelle gleich, die Treppen hinauf in sein Stübchen, in sein Bett! Er liebte das und ekelte sich vor Menschen, die Salzstangen und Rosinen aßen und einen Elefantengang hatten.

Auf einmal wurde mir klar, warum es so schlimm war, wenn man nicht skifahren und nicht schwimmen konnte. Man würde es niemals aufnehmen können mit solchen Geschöpfen wie diesem Mädchen im Bikini. Je länger ich sie betrachtete, desto mehr Küsse entdeckte ich auf ihrem Mund, und je mehr Küsse ich entdeckte, desto mehr hörte ich das rhythmische Knarren und Quietschen. Stellte mir vor, wie er ihre Brüste mit seinem Pelz bedeckte. Preßte die Arme an meinen Körper, damit ich nicht wieder dirigierte. Hörte ein Klopfen, mein Klopfen von nebenan, und sein Lachen zwischen den Müttern. Nein, es klopfte der Regen, der Hagel, der niederging in diesem Augenblick und diese Fotos mit dem Bacardimädchen durchlöcherte, ein Schußhagel aus der Pistole des Vaters, mit der ich jetzt alle erschoß, die mir im Wege standen …

Ich nahm die Fotos und steckte sie mir in den Halsausschnitt. Betrachtete mich im Spiegel über dem Waschbecken, aber ich sah nicht mich, sondern seinen Rasierpinsel. Strich mit dem kleinen Finger über die Pinselhaare, nahm ihn in meine Hand und ließ ihn über mein Gesicht gleiten. Flüsterte Pennello, Pennello, Pennello. Schloß die Augen. Ganz von selbst glitt auch er in meinen Halsausschnitt.

Plötzlich die Stimme der Großmutter. »Hans? Hans?« Es klang, als stünde sie hinter mir.

Ich fiel rücklings aus dem Zimmer, lief die Treppen hinunter, aus dem Anbau hinaus und in das Haupthaus hinein, die Treppen hinauf in mein Zimmer.

Legte mich auf das Bett und bangte um jemandes Leben. Hans, die Großmutter … Wußte nicht, wen ich meinte, wurde aber das unbestimmte Gefühl nicht los, daß mein Diebstahl jemanden tötete, vielleicht sogar mich.

Werde alles zurückgeben, dachte ich, nur eine Nacht will ich das Mädchen betrachten, damit ich werde wie sie, und mit dem Pinsel über mein Gesicht streichen, damit ich ihn spüre.

Im Rhythmus des Knarrens von nebenan schrieb ich jetzt nicht nur Briefe an ihn, sondern strich auch mit dem Rasierpinsel über mein Gesicht. Ich strich viel langsamer, als ich bisher dirigiert hatte, und fühlte mich über alle anderen erhaben, ja fast auch über ihn, der nicht einmal nachfragte in meiner Familie, ob jemand seinen Rasierpinsel gesehen habe. Ging er ihm nicht ab? Was dachte er, wo er war?

Nacht für Nacht sagte ich mir, daß ich das Diebesgut zurückgeben werde, aber nicht, ehe es drüben still geworden war. Es war schön, wenn nicht Pennello selbst, so wenigstens einen kleinen Gegenstand von ihm zu haben.

Meine Brüste wuchsen, je öfter ich mit dem Rasierpinsel über sie strich. Und meine Schamhaare wurden dichter, je öfter ich den Pinsel den Bauch entlang hinunter zwischen die Beine führte und das feucht gewordene Spitzenhöschen beiseite schob. Schrieb ihm von meinen sehnsuchtsvollen Glücksgefühlen und meinen Vorstellungen über seinen Geruch, der dem des Rasierpinsels entsprechen würde. Fing an, nun auch den Rasierpinsel Pennello zu nennen. Fühlte mich ihm sehr nah.

Meine Mutter drohte mir mit dem Internat, wenn ich weiterhin krank sei, zum Essen nicht erschiene und dermaßen schlechte Schulleistungen erbrächte. Und außerdem, sagte sie streng, müsse Hans endlich etwas tun dafür, daß er hier wohnte. Ich müsse schwimmen lernen, skifahren.

Ich erschrak, als sie den Namen »Hans« sagte in diesem Zusammenhang. Da war etwas in ihrer Stimme, das sie verriet. Manchmal nämlich lag der Rasierpinsel anders im Köfferchen, als ich mich erinnerte, ihn hineingetan zu haben. Ich wurde mißtrauisch, und, wie sich herausstellte, zu Recht.

Eines Nachts, ich hatte alles aufgebaut und schrieb am 313. Brief, ging plötzlich die Tür meines Zimmers auf, und riesig, im weißen Leinennachthemd, mit winzigem Kopf und stechenden Augen, stand meine Mutter in der Tür. Sie stürzte sich über mich, nahm mir das Papier weg, löschte die Kerze, fauchte, zog mich an den Haaren und trat den Brief mit den Füßen, und auf einmal hatte sie den Rasierpinsel in ihrer Hand, hielt ihn hoch und rief: »So geht es nicht weiter!« Sie nannte mich eine Hexe, deretwegen sie nicht schlafen könne – aus Sorge über mein Nachtleben.

Sie drängte mich, bis ich ihr sagte, von wem dieser Pinsel sei: Pennello, flüsterte ich, Pennello. »Von wem?« schrie sie. Pennello. Daß Pinsel auf italienisch Pennello heiße, wisse sie, sagte sie, aber von wem, von wem!

Ich erinnere mich an dieses Gefühl zwischen gerettet und verloren. Sie wußte das Wort, das Schlüsselwort für mein Geheimnis, aber es lenkte sie ab von dem, was sich dahinter verbarg. Dieses Gefühl begleitet mich seither mein ganzes Leben. Halb gerettet, halb verloren.

Als Hans mir im Zug gegenübersaß, dachte ich, auch er werde davon begleitet. Der einzige Unterschied war der, daß ich es wußte und er nicht. Möglicherweise hegte auch er weiterhin eine große Hoffnung in sich, und dieses Mädchen damals war gar nicht die endgültige Erfüllung seines Wunsches gewesen.

Tat mir leid, daß er Schmerzen im Nacken hatte.