Märchen für Kinder und Ältere - Leo Hefner - E-Book

Märchen für Kinder und Ältere E-Book

Leo Hefner

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Beschreibung

Es sind 20 Märchen, die von Beschuldigung, Neid, Missgunst, Hoffnung, Liebe, Gutgläubigkeit und Vertrauen den Leser und die Leserin zum Nachdenken anregen sollen, um sich dann daraus ein eigenes Urteil zu bilden. Denn auch die schöne Welt der Märchen hat im Hintergrund oft Krankheit Unglück und Tod im Gepäck.

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Seitenzahl: 52

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Leo Hefner

Märchen für Kinder und Ältere

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Vorwort

Märchen für Kinder und Ältere.

Der goldene Berg

Der faule Vogel der nicht fliegen wollte.

Die Prinzessin von den grünen Hügeln.

Die Berg-Königin

Die Zauber-Blume

Ein Körbchen Gold

Der fliegende Umhang

Das Mädchen mit der Harfenstimme

So dumm wie Adam und Eva

Der schlaue Rabe

Der kleine Delphin

Die weiße Blume

Der Autohändler und der Teufel

Das Wein-Wasser

Die schlaue Bäuerin

Die ergaunerten Pferde

Der Gold-König

Die weiße Kutsche

Impressum neobooks

Vorwort

Ist es nicht schön wieder einmal sich seiner Kindheit zu erinnern, in unserer heutigen hektischen Zeit, die nur noch von Stress beherscht wird?

Wieder einmal sich in die Märchenwelt einzutauchen, wo Liebe, Glück, Hoffnung, Reichtum und ein ewig langes Leben die Realität ist.

Auch Ältere werden wieder an die Ehrlichkeit und das Verständniss untereinander erinnert.

Schalten auch sie wieder einmal ab und begeben sie sich in das Reich der Märchen und Sagen.

Märchen für Kinder und Ältere.

Die Hexen-Hanne

Weit draußen hinter dem Dorf am Wald stand ihre alte, halb verfallene Bretterhütte,

in der sie, die Hexen Hanne hauste.

Die meisten der 278 Dorfbewohner gingen ihr aus dem Wege, denn man erzählte sich

unglaubliche Vorkommnisse von ihr. Sie aber wollte nur ihre Ruhe haben, nur wenn man ihr drohte, oder wenn man sie beleidigte, dann nahm sie Rache auf ihre Art und Weise.

So war es auch als der Bauer Konrad auf seinem Acker war und die Hexen-Hanne in seiner unmittelbaren Nähe vorbei lief, da drohte er ihr mit der erhobenen Faust und rief: “Hau ab alte Hexe“, die Hanne aber ging ohne ein Wort ihres Weges.

In dieser Nacht aber schlief der Bauer Konrad sehr schlecht und wurde immer wieder von wilden Alpträumen geplagt, so dass er am Morgen schweißgebadet erwachte und gleich in den Stall ging aus dem schon von außen ein lautes Wiehern und Stampfen zu hören war. Er erschrak auf das Äußerste, als er sah, dass seine 3 Pferde über dem Rücken zusammen gebunden waren und zwar mit ihren eigenen Haaren von Schwanz und Halsmähne, dass sie sich nicht mehr normal bewegen konnten.

Konrad brachte die Knoten nicht auf, Er musste je ein Stück von Mähne und Schwanzhaaren abschneiden, was natürlich die Pferde verschandelte. Er fluchte und schimpfte auf die Hexen-Hanne, dass man es hundert Meter weit hören konnte. Von diesem Tage an schlief er jede Nacht im Stall bei seinen Pferden, um der Hanne eine Falle zu stellen, wenn sie wieder einmal kommen sollte.

Es vergingen viele Wochen, aber es geschah nichts, bis eines Nachts urplötzlich eine große, schwarze Katze im Stall war und mit einem Satz auf dem Rücken des ersten Pferdes sprang und sich an seiner Mähne zu schaffen machte. Der Bauer sprang auf und die Katze sprang ab, aber er schleuderte ihr den schweren Holzprügel, den er sich schon griffbereit zu Recht gelegt hatte nach und traf die Katze am hinteren rechten Bein, aber sie konnte entkommen. Am nächsten Tage sahen andere Bauern, die Hexen-Hanne oben am Wald mit einem Stock gehen da sie mit dem rechten Bein hinkte.

Im Dorf gab es eine Mutter die allein mit Ihrem 3 Jahre alten Kind lebte, das so krank war, dass es der alte Arzt nicht mehr retten konnte. Seit Tagen hatte es hohes Fieber und siechte nur so dahin. Die Mutter wusste nicht mehr weiter, Ihre letzte Hoffnung war die Hexen-Hanne, zu ihr ging sie und bat sie um Hilfe.

Die alte Bretterbude war nicht als Behausung gedacht, denn sie war nur der Eingang, denn es ging ein langer Gang in den Berg, der in einem großen Raum endete. Dort hatte die Hanne ihre richtige Hexen-Küche wo Hunderte Kräuter lagen und an der Decke hingen und viele kleine und große Flaschen herum standen. Hanne war immer hilfsbereit, aber nur dann wenn Jemand gut zu ihr war, deshalb machte sie gleich einen gemixten Trunk für das kranke Kind, gab das Getränk der Mutter, die sich sehr bedankte und schnell nach Hause lief.

Ihr Kind atmete schon fast nicht mehr, aber die Mutter öffnete ihm den Mund und flößte ihm 2 Löffel der Tinktur ein. Das Kind öffnete seine Augen und in ein paar Minuten war das Fieber verschwunden und das Kind stand sogar auf und fiel seiner Mutter um den Hals und lachte wieder so wie vor der Krankheit. Beide dankten Gott aber auch der Hanne.

80% der Dorfbewohner aber waren gegen die Hanne und wollten sie aus dem Dorf vertreiben, aber die Hanne kannte ihre Gegner und als Diese im Herbst wieder ihren Haustrunk, den Most kelterten, verhexte sie den Most zu Essig. Das war dann der Tropfen, der den Krug zum über Laufen brachte bei den Bauern und sie beschlossen der Hanne ihre Bretterbude zu verbrennen, dass auch sie darin mit verbrannte.

So geschah es dann auch und in der nächsten Nacht brannten sie die Hütte nieder. Sie wussten aber nicht, dass die Hütte nur eine Attrappe war und Hanne tief drin im Berg hauste und sie somit überlebte. Ab sofort lies sie sich in Menschengestallt nie mehr sehen, so dass Alle denken mussten Hanne wäre tot. Sie aber verwandelte sich als Rabe und rächte sich an den 32 Bauern die an der Brandstiftung beteiligt waren. Sie nahm dann als Rabe krumme Nägel in den Schnabel uns flog in der Nacht zu den Vieh-Ställen der Bauern und warf die Nägel in die Futtertröge der Kühe und schaffte so 5 Ställe pro Nacht, so dass in einer Woche alle Brandstifter bedient waren. Jede Nacht starben diesen Bauern 1-2 Kühe an den Fremdkörpern die sie mit dem Futter gefressen hatten.

Nun war Guter Rat teuer, denn die Hanne war ja tot und war sicher gar nicht Schuld an Allem Unglück das über sie herein gebrochen war, deshalb verstritten sie sich unter einander. Sie waren der Meinung, dass sie die arme Hanne umsonst umgebracht hatten und einer gab dem anderen die Schuld.

Sie beschlossen eine sogenannte Wiedergutmachung und setzten zwischen dem Dorf und ihrer ehemaligen Hütte ein Denkmal mit der Aufschrift: “Unserer lieben Hexen-Hanne zum Gedenken“.