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MARCO POLO E-Books sind besonders praktisch für unterwegs und sparen Gewicht im Reisegepäck! Ab sofort sind Sie noch besser für Ihre nächste Reise ausgerüstet – alle Karten aus dem E-Book lassen sich jetzt mit einem Klick downloaden, ausdrucken, mitnehmen oder für später speichern. Weitere Zusatzfunktionen: - Einfaches Navigieren durch praktische Links - Weblinks führen direkt zu den Websites der Tipps - Offline-Karten und Google Maps-Links – zur schnellen Routenplanung Tipp: Erstellen Sie Ihren persönlichen Reiseplan durch Lesezeichen und Notizen… und durchsuchen Sie das E-Book mit der praktischen Volltextsuche! E-Book basiert auf: 13. Auflage 2017 Kompakte Informationen, Insider-Tipps, Erlebnistouren und digitale Extras: Erleben Sie mit MARCO POLO die Stadt von Goethe und Bauhaus intensiv vom Frühstück bis zum Nightcap. Mit dem MARCO POLO Reiseführer kommen Sie sofort in Weimar an und wissen garantiert, „wohin zuerst“. Erfahren Sie, welche Highlights Sie neben der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek und Schloss und Park Belvedere nicht verpassen dürfen, an welchem Wochentag sie das Liszt-Haus besuchen sollten, um Studenten auf dem originalen Bechsteinflügel des Komponisten musizieren zu hören und auf welch eindrucksvolle Weise die Stadt in der Dependance des Neuen Museums Weimar auch die dunkle Seite ihrer Geschichte präsentiert. Die Insider-Tipps der Autoren lassen Sie Weimar individuell und authentisch erleben und mit den Low-Budget-Tipps sparen Sie bares Geld. Erkunden Sie Weimar in all seinen Facetten mit den maßgeschneiderten MARCO POLO Erlebnistouren. Die kostenlose Touren-App führt Sie digital (und ohne Roaminggebühren) auf den besonderen Wegen der Erlebnistouren. Und der Online-Update-Service mit aktuellen Veranstaltungen (Ausstellungen, Konzerten, Festivals, Sportevents...) für die nächsten 6 Monate, brandaktuellen Informationen zu den Inhalten und zusätzlichen Insider-Tipps hält Sie immer auf dem neuesten Stand.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 162
Veröffentlichungsjahr: 2017
Inhalt
Symbole & Preiskategorien
Rein ins Erleben
Die wichtigsten MARCO POLO Highlights!
Die besten MARCO POLO Insider-Tipps
Best of ...
Tolle Orte zum Nulltarif
Typisch Weimar
Schön, auch wenn es regnet
Entspannt zurücklehnen
Auftakt
Im Trend
Fakten, Menschen & News
Sehenswertes
MARCO POLO Highlights
Südliche Altstadt
Nördliche Altstadt
Südlich des Zentrums
Am Rand der Stadt
Essen & Trinken
MARCO POLO Highlights
Cafés
Restaurants €€€
Restaurants €€
Restaurants €
Einkaufen
MARCO POLO Highlights
Kunsthandwerk
Markt
Mode & Accessoires
Schmuck
Spezialitäten
Am Abend
MARCO POLO Highlights
Bars & Kneipen
Diskotheken & Livemusik
Kino
Kleinkunst
Theater & Konzerte
Übernachten
MARCO POLO Highlights
Hotels €€€
Hotels €€
Hotels €
Ferienwohnungen & Apartments
Für junge Leute
Pensionen
Weimars Umgebung
MARCO POLO Highlights
Apolda
Bad Berka
Erfurt
Ilmenau
Jena
Erlebnistouren
Mit Kindern Unterwegs
Events, Feste & Mehr
Links, Blogs, Apps & Co.
Bloss nicht!
Praktische Hinweise
Impressum
Straßenregister
Cityatlas
ÖPNV-Netzplan
Autoren
Ganz einfach orientieren und jederzeit wissen, wo genau Sie gerade sind: Die praktische App zu den Erlebnistouren sorgt dank Offline-Karte und Navigation dafür, dass Sie immer auf dem richtigen Weg sind. Außerdem zeigen Nummern alle empfohlenen Aktivitäten, Genuss-, Kultur- und Shoppingtipps entlang der Tour an.
Immer auf dem neuesten Stand in Ihrer Destination sein: Der Online-Update-Service bietet Ihnen nicht nur aktuelle Tipps und Termine, sondern auch Änderungen von Öffnungszeiten, Preisen oder anderen Angaben zu den Reiseführerinhalten. Einfach als PDF ausdrucken oder für Smartphone, Tablet oder E-Reader herunterladen.
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GOETHE-NATIONALMUSEUM »
Johann Wolfgang von Goethes Wohnhaus ist Weimars Besuchermagnet zur Karte
HERZOGIN-ANNA-AMALIA-BIBLIOTHEK »
Höhepunkt in der berühmten Bibliothek ist natürlich der historische Rokokosaal zur Karte
MARKT »
Die „gute Stube der Stadt“ beeindruckt mit geschichtsträchtigen Bauwerken zur Karte
SCHLOSSMUSEUM »
Bedeutende Kunstschätze, untergebracht in wunderschönen klassizistischen Räumen zur Karte
STADTKIRCHE SANKT PETER UND PAUL »
Luther, Cranach, Herder – große Namen verbinden sich mit der Kirche zur Karte
GEDENKSTÄTTE BUCHENWALD »
Mahnende Erinnerungen an das schrecklichste Kapitel deutscher Geschichte zur Karte
SCHLOSS UND PARK BELVEDERE »
Noch immer ein Idyll: der ehemalige Sommersitz des Weimarer Hofs (Foto)zur Karte
DEUTSCHES NATIONALTHEATER »
Goethes Traditionsbühne ist für alle Theaterfans ein Muss zur Karte
HOTEL ELEPHANT »
Hier verkehrte Weimars Klassikerelite. Thomas Mann schrieb ein Buch darüber zur Karte
EGAPARK ERFURT »
Einer der schönsten Blumen-und Gartenparks in Deutschland mit vielen Veranstaltungen zur Karte
SCHLOSS KOCHBERG »
Das ehemalige Rittergut wurde durch die Freundschaft zwischen Goethe und Charlotte von Stein bekannt zur Karte
DORNBURG »
Hoch über dem Saaletal stehen auf einer Felsenterrasse drei Schlösser, die einst Goethe faszinierten zur Karte
HISTORISCHER FRIEDHOF »
Ein Spaziergang über das ehrwürdige Gelände führt Sie zu Fürstengruft, russischorthodoxer Kapelle und vielen weiteren Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten zur Karte
WEIMARER SOMMER »
Ein Querschnitt durch alle kulturellen Genres mit Konzerten, Theatervorstellungen, Open-Air-Aufführungen und Kleinkunstdarbietungen mitten in der warmen Jahreszeit
ZWIEBELMARKT »
Zu dem beliebten Volksfest gehören geflochtene Zwiebelzöpfe, aber auch Theateraufführungen, Musik und Varieté (Foto)
Kino in ungewöhnlichem Ambiente »
Anspruchsvolle Filme werden im ehemaligen Straßenbahndepot gezeigt. Die unkonventionelle Atmosphäre macht das Lichthaus-Kino zu etwas Besonderem
Auszeit für Körper und Seele »
Pflastermüde? Ausgepowert? Nach einer Yogastunde im Hotel Kipperquelle fühlen Sie sich wie neu geboren
Feine Kultur »
Fast wie zu herzoglichen Zeiten: Zu Pfingsten bietet das Festival Schloss Ettersburg einen vielfältigen Kulturmix aus Musik, Theater, Lesungen und Gesprächen
Echte Handarbeit »
Nur noch wenige Köche bereiten die Thüringer Klöße ausschließlich von Hand zu. Im Restaurant Scharfe Ecke ist es so, und das schmeckt man
Musikalischer Genuss »
Von April bis Oktober laden Musikstudenten in unregelmäßigen Abständen zur Matinee am Dienstag ins Liszt-Haus ein und spielen auf dem originalen Bechsteinflügel des Komponisten
Blick von oben »
Die schöne Aussicht über die Stadt entschädigt für den etwas mühevollen Aufstieg auf den Turm der Jakobskirche
Lebenslust pur »
In der Wagnergasse, Jenas Kneipenmeile, pulsiert das Leben. In zahlreichen Restaurants und Bars wird die Nacht durchgemacht (Foto)
Erinnerung an dunkle Zeiten »
Besichtigen Sie ein wichtiges Werk der zeitgenössischen Kunst: Rebecca Horns Rauminstallation Konzert für Buchenwald setzt sich mit dem Holocaust auseinander
Wie bei Oma und Opa »
Kleine und große Puppenfreunde bekommen leuchtende Augen: Das Puppenstubenmuseum im Palais Schardt gibt Einblicke in vergangene Zeiten
Das Bauhaus lebt »
Das Staatliche Bauhaus wurde in Weimar gegründet, und noch heute können Sie in der Stadt auf den Spuren der legendären Gestalterschule wandeln. Ein Beispiel für die neue sachliche Architektur ist das Haus am Horn
Minitheater »
Ein Kleinod für Theaterfreunde mit einem vielseitigen Programm: das Liebhabertheater von Schloss Kochberg (Foto)
Orientalisches Naschwerk »
Apfel-Ingwer-Kuchen oder Schokomousse-Vanille-Tarte: Diese und viele andere exotische Leckereien aus der Koriat-Kuchenmanufaktur gibt es im Café Donndorf
Vegan ist in »
Wie abwechslungsreich und appetitlich die vegane Küche ist, beweist das Bistro & Café Gartenliebe, z. B. mit dem Kokos-Gemüse-Curry oder der Erdapfelpfanne mit alten Sorten und Zitronenjoghurt. Bioprodukte aus der nahen Umgebung werden hier zu leckeren Gerichten verarbeitet
Zu Besuch beim Schmuckdesigner »
Wie Ringe, Anhänger, Ohrstecker und Armreifen in echter Handarbeit entstehen, können Sie im Obergeschoss der Re-Galerie hautnah verfolgen. Vielleicht finden Sie darunter auch Ihr Lieblingsstück
Villenschau »
Der belgische Architekt Henry van de Velde ist in Weimar allgegenwärtig. Zahlreiche Gebäude gehen auf seine Entwürfe zurück. Ein besonderes Schmankerl ist das Palais Henneberg in Weimars Villenviertel südlich des Stadtzentrums
Goethe liebte den Baum über alles und widmete ihm sogar ein Gedicht. Warum die Pflanze so faszinierend ist, erfahren Sie im Ginkgo-Museum. Der Eintritt ist frei, und auch einen Tee mit Ginkgo bekommen Sie umsonst – sofern Sie probieren möchten (Foto)
Studenten der Hochschule für Musik Franz Liszt zeigen regelmäßig bei Konzerten ihr Können. Die Zuhörer applaudieren kräftig, nicht nur aus Freude über die kostenlosen Aufführungen, sondern auch als Anerkennung für die gebotenen Leistungen
Albert Schweitzer in Weimar? Gehen Sie auf Entdeckungsreise, finden Sie heraus, welche Verbindungen der große Urwaldarzt, Humanist und Goethekenner zur Klassikerstadt hatte. Der Besuch der Gedenk- und Begegnungsstätte ist kostenlos, eine Spende zu geben, ist Ihnen freigestellt
Die Zarentochter Maria Pawlowna sollte sich fern der Heimat wohlfühlen. Ihr Gemahl ließ deshalb den Russischen Garten für sie anlegen. Heute amüsieren Sie sich ganz ohne Eintrittsgeld wie ein Mitglied der Hofgesellschaft: beim Lustwandeln durch die Anlage, im Heckentheater nebenan oder beim Versteckspiel im Labyrinth
Ein musikalischer Appetithappen sind die Mittagsmusiken in der Herderkirche. 15 Minuten lang braust und tönt die Sauerorgel. Das kostenlose Minikonzert macht Lust auf mehr Orgelklänge
Regen- oder Sonnenschutz, in bunter Farbenpracht oder mit Spitze: Im Schirmmuseum entdecken Sie die Geschichte des Schirms – und das, ohne Eintritt zu bezahlen
Ein Muss für jeden Besucher der Stadt ist das Goethe-Nationalmuseum. Weimars heilige Hallen atmen noch heute die Aura von Deutschlands bedeutendstem Dichter. Spüren Sie ihr in seinem original eingerichteten Wohnhaus nach, und erfahren Sie mehr über das Universalgenie in den sieben Themenwelten der Goethe-Ausstellung Lebensfluten – Tatensturm
Herbstlich grüßen die Zöpfe aus weißen und roten Zwiebeln und farbenfrohen Trockenblumen. Am zweiten Oktoberwochenende zieht es die Menschen in Scharen auf den Zwiebelmarkt. In der gesamten Innenstadt herrscht buntes Treiben
„Der weiße Schwan begrüßt dich jederzeit mit offenen Flügeln“, schrieb Goethe 1827. Der große Meister höchstpersönlich gehörte zu den Stammgästen im Gasthaus Zum weißen Schwan direkt neben seinem Wohnhaus am Frauenplan. Tun Sie es ihm gleich, und erleben Sie traditionelle Thüringer Gastlichkeit und echt thüringische Spezialitäten
Die legendäre Gestalterschule hat zahlreiche Spuren in der Stadt hinterlassen. Auf dem Bauhaus-Spaziergang mit Weimarer Studenten werden ihre Geschichte und Geschichten lebendig (Foto)
Ein würziger Duft liegt über der Stadt – er kommt von den Holzkohlegrills, auf denen die Thüringer Rostbratwürste brutzeln. Die schmackhafte und sogar EU-geschützte Wurst gehört zu Weimar wie Goethe und Schiller. Herzhaft hineinbeißen können Sie z. B. an den Bratwurstständen auf dem Markt
Wandeln Sie auf den gleichen Wegen, auf denen einst die Weimarer Geistesgrößen flanierten. Mit Monumenten und Denkmälern hat man im Park an der Ilm nicht gespart
Goethe und Schiller spazieren vorbei, aber auch Luther und Herzogin Anna Amalia begegnen Ihnen im Weimar-Haus. Das Museum macht Weimarer und Thüringer Geschichte virtuell erlebbar
Im Einkaufszentrum Weimar-Atrium können Sie ausgiebig die Zeit vertun, wenn das Wetter nicht mitspielt. Nach der Shoppingtour schlürfen Sie im Obergeschoss einen heißen Kaffee. Und wenn es immer noch regnet: ab ins Kino!
Nasse Füße bekommen Sie im unterirdischen Stollensystem nicht. In der Parkhöhle hören und sehen Sie viel Interessantes zu Geologie, Stadt- und Bergbaugeschichte. Und Sie erfahren, warum es die Höhle mitten in Weimar gibt
Im Nachbau eines wunderschönen 1925er Talbot-Busses kommt Nostalgie auf. Der Belvedere-Express bringt Sie stilvoll und trocken zu allen Sehenswürdigkeiten. Nur für die Führung durch Belvedere oder Tiefurt müssen Sie den Regenschirm rausholen (Foto)
Ein Regentag eignet sich hervorragend für eine Besichtigung des Schlossmuseums. Sie können sich richtig viel Zeit nehmen. Die brauchen Sie auch, um die beeindruckende Vielfalt an Kunstschätzen zu entdecken. Ihnen werden die Augen übergehen!
Kunstgenuss par excellence: Ob Schauspiel, Oper oder kleines Theater – ein Besuch im traditionsreichen Deutschen Nationaltheater ist beim Weimarurlaub ein Muss
Wohlige Wärme, sanfte Massagen, angenehme Düfte – die individuell abgestimmten Behandlungen im Wellness-Tempel Weimar sind Streicheleinheiten für Körper, Geist und Seele
Mit einer Tasse dampfendem Kaffee und einem Stück Kuchen aus der hauseigenen Konditorei machen Sie es sich gemütlich und beobachten die vorbeispazierenden Menschen. Wer im Café Frauentor einen Platz im Freien bekommt, möchte gar nicht wieder aufstehen
Herders Hausgarten ist ein grünes Refugium mitten in der Stadt. Lassen Sie sich nieder in dieser blühenden Oase, und gönnen Sie Ihren Füßen eine Pause von Ihren Erkundungstouren in Weimar
Ein Bad in Klang und Licht? In der Toskana-Therme in Bad Sulza können Sie sich diesem Entspannungserlebnis hingeben. Schalten Sie ab bei Unterwassermusik und beruhigenden Lichteffekten (Foto)
Einsteigen, zurücklehnen, schauen und genießen – erleben Sie Weimar auf einer Stadtrundfahrt mit der Kutsche, und lassen Sie sich in die Zeit zurückversetzen, als Goethe durch die Gassen lief
Das Café du Jardin lädt zur Pause auf einen petit café ein. Perfekt ist das Glück, wenn Sie bei schönem Wetter im üppig blühenden Garten sitzen und dem Zwitschern der Vögel lauschen
Nach Tiefurt zog sich Anna Amalia in den Sommermonaten zurück. Genießen Sie wie einst die Herzogin Ruhe und Beschaulichkeit im idyllischen Schlosspark am Stadtrand von Weimar
Leises Klavierspiel klingt aus der Musikhochschule Franz Liszt, Jogger traben durch den Ilmpark, das grüne Herz Weimars. Vor Goethes Wohnhaus erzählt eine Stadtführerin Anekdoten aus dem Leben des Dichters, während über das holprige Pflaster der Gassen die mit Touristen voll beladenen Pferdekutschen rumpeln. Und auf der Terrasse des Residenz-Cafés, das von den Einheimischen einfach „Resi“ genannt wird, gibt es frisches Schokoladensoufflé. Gemütlichkeit im Schatten großer Kultur – das ist Weimar. Ein Städtchen im Herzen Thüringens mit rund 65 000 Einwohnern, das man einfach mögen muss.
Weimar ist ein Idyll – aber mit weltstädtischem Flair. Dafür sorgen Tausende von Touristen aus aller Herren Länder. Sie kommen, weil es hier Kunstschätze von gestern und heute gibt, Geschichte zum Anfassen sowie Kultur in Hülle und Fülle. 1999, als Weimar Kulturhauptstadt Europas wurde, begann man, das betuliche Museumsdasein wegzuschieben, man wollte nicht länger die Stadt der toten Dichter sein, die provinzielle Enge wurde gesprengt. Heute ist Weimar eine moderne, lebendige Kulturstadt. Die Kultur beschränkt sich nicht mehr nur auf die Klassiker, die Museen und das Na-tionaltheater. Vielfalt und Kreativität sind die Leitmotive für Konzerte und Lesungen, Ausstellungen und Symposien. Der Weimarer Sommer ist ein Beispiel dafür, ein buntes Kaleidoskop an Kultur, mit Programmpunkten vom Yiddish Summer, einem der größten Festivals jiddisch-jüdischer Musik in Deutschland, bis zum Kunstfest, das mit Theater, Tanz, Konzerten, Lesungen und Ausstellungen begeistert.
Zu Weimar gehören nicht nur Goethe und Schiller. Die Stadt ist der Ursprungsort des Bauhauses, der legendären Avantgardekunstschule des 20. Jhs. Und hier verabschiedete die Deutsche Nationalversammlung am 11. August 1919 die Weimarer Reichsverfassung, die erste demokratische Verfassung in Deutschland. Die Stadt repräsentiert deutsche Geschichte, im guten wie im schlechten Sinn. Hier waren nicht nur Kultur und Geist zu Hause, sondern auch Unkultur und Barbarei. Weimar ist eng mit dem dunkelsten Kapitel in Deutschlands Vergangenheit verbunden. Nahe Schloss Ettersburg, wo zu Goethes Zeit über die Werte der Menschheit diskutiert worden war, errichteten die Nationalsozialisten das Konzentrationslager Buchenwald. Rund 56 000 Menschen brachten sie hier um. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs richtete der sowjetische Sicherheitsdienst in Buchenwald ein in der DDR-Geschichtsschreibung nicht erwähntes Speziallager ein, in dem mehr als 7000 Menschen den Tod fanden.
Zu den bedeutenden Einrichtungen der Stadt, die auf der Welterbeliste der Unesco stehen, gehört die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek. Fast 1 Mio. Bücher, darunter kostbare Handschriften und Drucke, werden hier aufbewahrt. 2004 machte die Bibliothek weltweit Schlagzeilen. Ein verheerendes Feuer vernichtete in der Nacht zum 3. September große Teile des berühmten Rokokosaals und rund 50 000 wertvolle Bücher. Die Bundesregierung sprach von einer nationalen Katastrophe. Am 24. Oktober 2007 – dem 268. Geburtstag der namensgebenden Herzogin – wurde die Bibliothek unter großem öffentlichen Interesse wieder eröffnet.
In seiner Geschichte döste Weimar lange vor sich hin. Erst als sich Johann Wolfgang von Goethe 1775 das schmucke Residenzstädtchen an der Ilm zum Wohnort wählte, war es mit der Ruhe vorbei. Christoph Martin Wieland – die Herzogin hatte ihn als Prinzenerzieher hierher geholt – war schon drei Jahre in der Stadt. Nach Goethe kam Johann Gottfried Herder, als Letzter des klassischen Quartetts fand Friedrich Schiller den Weg nach Weimar. Was wäre wohl aus der Residenzstadt geworden, hätten sich die vier hier nicht niedergelassen und wohlgefühlt, hätte es nicht die aufgeschlossene Herzogin Anna Amalia und den kunstsinnigen Herzog Carl August gegeben? Weimar wäre heute eine Provinzstadt wie viele andere. So aber ist es ein Muss in jedem Reiseführer über Deutschland und Europa. Denn hier konzentrieren sich auf engstem Raum deutsche und europäische Kulturgeschichte wie sonst nur in großen Metropolen.
Goethe war bereits zu seinen Lebzeiten eine Art Denkmal, nicht wenige kamen nur wegen des Dichters nach Weimar. Doch auch andere große Namen sind mit der kleinen Stadt verbunden: Martin Luther, Lucas Cranach d. Ä., Johann Sebastian Bach und Richard Strauss. Weimar ist die Stadt von Franz Liszt, der Kapellmeister in außerordentlichen Diensten war, von Max Liebermann, der einen Teil seiner Ausbildung hier erhielt, von Marlene Dietrich, die hier Geigenunterricht und Klavierstunden nahm, und von Friedrich Nietzsche, dem großen Philosophen der Moderne. Frischen Wind in die Stadt brachten bereits vor annähernd 100 Jahren Henry van de Velde, „der Alleskünstler für alles“, sowie Harry Graf Kessler, der mit großer Leidenschaft die moderne Kunst förderte. Und nur wenig später sorgten die Bauhäusler Walter Gropius, Lyonel Feininger, Paul Klee und Walter Marcks mit ihren Arbeiten für Aufsehen.
Weimar ist außerdem eine Stadt der Kunstschätze. Beispielsweise besitzt das Schlossmuseum eine der größten Cranach-Sammlungen der Welt sowie Gemälde von Albrecht Dürer, Johann Friedrich August Tischbein und Caspar David Friedrich. Die Stadt geht in der Museumslandschaft aber auch neue, moderne Wege. So führen im jungen Weimar-Haus Bühnenspezialeffekte, Wachsfiguren und Multimediapräsentationen auf unterhaltsame Weise durch die Geschichte Thüringens und Weimars.
In den nächsten Jahren wird sich die Museumslandschaft mehr als in den vergangenen 100 Jahren wandeln! „Kosmos Weimar“ nennt sich das enorme Programm, für das Bund, Land und Stadt die gigantische Summe von rund 150 Mio. Euro bereitstellen. Weimar soll zu einem Lernort für alle werden – mit dem Stadtschloss im Mittelpunkt. „Kosmos Weimar“ heißt deshalb auch die neue Dauerausstellung im Schloss, die als Anlaufpunkt aller Besucher gedacht ist. Zu den Veränderungen gehört u. a., dass man sich im Schloss Belvedere auf die Repräsentationslust und Prachtentfaltung eines absolutistischen Herrschers konzentriert und die großherzoglichen grafischen Sammlungen sowie die Grafiken Goethes zum Kupferstichkabinett zusammengeführt werden. Die Brücke zur Gegenwart wird das neue Bauhaus-Museum schlagen, das gerade gebaut wird. Endlich bekommt die Stadt ein Museum, das der modernsten Gestalterschule des 20. Jhs. gerecht wird.
Dieselbe Elle wie an Weltmetropolen sollten Sie jedoch auch in Zukunft nicht an Weimar anlegen. Es ist eine Kleinstadt mit der Beschaulichkeit, die Orten dieser Größenordnung nun einmal eigen ist. Dazu gehört etwa der Duft der berühmten auf den Holzkohlegrills brutzelnden Rostbratwürste, der durch die Gassen schwebt. Der Bratwurstverkäufer auf dem Markt bedauert, dass er mit dem Dichterfürsten Goethe nicht werben kann, denn „der liebte leider die Frauen mehr als die Bratwurst“.
Aber den Ginkgo mochte Goethe, den Baum mit den zweigeteilten Blättern, die in der Stadt geschäftstüchtig vermarktet werden: Ginkgobäumchen, Ginkgosamen, silberne und goldene Ginkgoblätter als Schmuck, Ginkgo-Schokoladenblättchen können Sie hier kaufen. Vor allem aber liebte Goethe den Wein. Rund 20 Prozent seiner Einnahmen soll er laut einem Haushaltsbuch dafür ausgegeben haben. Deshalb findet jedes Jahr zu Goethes Geburtstag vor seinem Haus am Frauenplan ein Weinfest statt. Die Gegend hat eine 1000 Jahre alte Winzertradition, bis vor rund 400 Jahren wuchsen hier an nahezu jedem Hang Reben. Aus dem Saale-Unstrut-Gebiet mit seinem milden, trockenen und sonnigen Klima kamen edle Tropfen. Nach der Wiedervereinigung besann man sich dieser Vergangenheit. Zu denen, die den Weinbau wieder aufleben ließen, gehörte Georg Prinz zur Lippe, Winzer aus dem sächsischen Meißen, der 2008 am Poetenweg im Weimarer Ortsteil Schöndorf mit der Aufrebung begann. Die größte Weinlage der Region brachte bald hochklassige Weine hervor. Auch wenn der Prinz wegen anhaltender Querelen mit den Einheimischen Thüringen den Rücken gekehrt hat, die Weintradition lebt weiter, nunmehr gepflegt von sachsen-anhaltischen Weinbauern.
Abends, wenn die Einheimischen zu Hause sind und die Touristen beim Abendessen sitzen, vielleicht bei einem Saale-Unstrut-Wein, könnte man meinen, in Weimar würden die Bürgersteige hochgeklappt. Doch das stimmt nicht ganz, denn die rund 5000 Studenten
