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Ein spiritueller 'Reiseführer' zu den Wurzeln unserer weiblichen Kraft Saint-Maximin-la-Sainte-Baume, eine kleine, idyllische Gemeinde in Südfrankreich. Hier befindet sich die Ruhestätte einer der bekanntesten, faszinierendsten und zugleich umstrittensten Frauenfiguren der Geschichte - Maria Magdalena. Zahlreiche Mythen und Legenden ranken sich um ihr Leben und werfen bis in die heutige Zeit immer wieder eine zentrale Frage auf: Wer war die Frau an Jesu Seite? Auf den Spuren Maria Magdalenas nehmen uns Jeanne Ruland und Marion Hellwig mit auf eine Pilgerfahrt. Sie führen uns an heilige, spirituelle Orte. Hier finden wir den Schlüssel zum Urchristentum der Liebe, zur weiblichen Schöpferkraft und zur Heiligkeit in allem. Die Autorinnen teilen mit uns ihre wundervollen und sehr persönlichen Erfahrungen sowie viele Rituale, Meditationen und Übungen. Gemeinsam werden wir die Zeichen verstehen, die Rätsel entschlüsseln und so letztlich die Wahrheit erkennen.
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Seitenzahl: 180
Veröffentlichungsjahr: 2015
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JEANNE RULAND & MARION HELLWIG
MARIA MAGDALENA
LEBE UND HEILE DEINE WEIBLICHKEIT
Über die Autorinnen
Jeanne Ruland
Jeanne Ruland ist Buchautorin mit langjähriger schamanischer und metaphysischer Ausbildung, Huna-Lehrerin und anerkannte Heilerin im Dachverband »Geistiges Heilen«. Mittlerweile kann sie auf einen reichen Erfahrungsschatz im Umgang mit den geistigen Kräften zurückgreifen, die im Kern alle zur Einheit, zu Gott, zur Quelle, zum Selbst führen.
Durch ihre vielen Reisen ist sie mit zahlreichen spirituellen Meistern und Kräften in Verbindung getreten und hat verschiedene Ausbildungen absolviert. Als der Ruf sie erreichte, Bücher zu schreiben, war sie erfüllt mit praktisch erlebtem Wissen, in dem Himmel und Erde miteinander verbunden sind. Im Jahr 2000 begann sie mit ihrer Autoren- und Seminartätigkeit. In ihren Werken sowie in Vorträgen, Seminaren und Workshops teilt Jeanne Ruland ihr Wissen von Herzen gern mit anderen Menschen, um sie zu sich selbst, zu der Kraftquelle im Inneren, zu führen.
www.shantila.de
Marion Hellwig
Marion Hellwig ist Dipl.-Betriebswirtin mit langjähriger Management-, Coaching- und Seminarleiter-Erfahrung. Die starke Kraft der Liebe und Dankbarkeit sind feste Bestandteile ihres Lebens. Verschiedene Auslandsaufenthalte, spirituelle Ausbildungen und Erlebnisse ermöglichen es ihr, all ihre Fähigkeiten sehr gut miteinander zu verbinden.
Sie ist in der Lage, mit Begeisterung neue Geschäftsfelder aufzubauen und Menschen liebevoll zu Erfolg und Wohlstand zu führen. Sie arbeitet auf der mentalen, emotionalen und spirituellen Ebene. Diese Kombination ermöglicht für jeden neue, tief berührende Erfahrungen. Mit Humor, positiver Ausstrahlung und Leichtigkeit hilft sie Menschen, ihre eigenen Fähigkeiten und Potenziale zu entdecken, zu stärken und zu leben.
www.stern-des-meeres.dewww.menschen-fuehren-menschen.de
Liebe Leserin, lieber Leser, dieses Buch ist in der Du-Form geschrieben, weil es viele Übungen, Rituale und Meditationen enthält, die direkt die Seele ansprechen. Die Du-Form unterstützt auch das Bewusstsein, dass Autorinnen und Leser sich auf Augenhöhe begegnen können und es in der Tiefe ihres Wesens keine Trennung gibt.
Die Ratschläge in diesem Buch sind sorgfältig erwogen und geprüft. Sie bieten jedoch keinen Ersatz für kompetenten medizinischen Rat, sondern dienen der Begleitung und der Anregung der Selbstheilungskräfte. Alle Angaben in diesem Buch erfolgen daher ohne Gewährleistung oder Garantie seitens der Autorinnen oder des Verlages. Eine Haftung der Autorinnen bzw. des Verlages und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist daher ausgeschlossen.
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978-3-8434-6199-3
www.schirner.com
1. E-Book-Auflage 2015
Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen und sonstige Kommunikationsmittel, fotomechanische oder vertonte Wiedergabe sowie des auszugsweisen Nachdrucks vorbehalten
INHALT
Über die Autorinnen
Einleitendes Gedicht
Einleitung
Anmerkung zu diesem Buch
Für wen ist dieses Buch gedacht?
Widmung von Marion & Jeanne
Vorwort von Jeanne
Was ist Liebe?
Vorwort von Marion
Maria Magdalena und Jesus: Ein Herz und eine Seele?
Vorbereitung auf eine spirituelle Reise
Führungen und Fügungen
Wie geht man an eine spirituelle Reise heran?
Wahrnehmungskanäle: Das Wirken der Geistigen Welt
Was ist Führung, und wie folge ich meiner inneren Führung?
Exkurs: Himmel und Hölle – eine spirituelle Betrachtungsweise
Auf den Spuren von Maria Magdalenas Vorgeschichte
Die Heilige Schrift
Salbung und Ölung
Verwendung
Anwendungsmöglichkeiten
Das Besondere
Die Bedeutung
Die Reise beginnt
Tag 1: Ankunft in Saint-Maximin-la-Sainte-Baume
Ankunft
Übungen zum Ankommen und Energietanken
Die Blume des Lebens
Vorbereitung auf den Besuch der Basilika
Die Wege des Herzens
In der Basilika Sainte-Marie-Madeleine
Weihwasser
Segenslichter der Liebe
Das vereinte Herz
Der Kelch des letzten Abendmahls
Das Kreuz des Templerordens
Jeanne d’Arc
Die Blaue Maria
Die Kanzel
Die Goldene Madonna – der goldene Segen
Krypta
Tag 2: Rast und Reinigung
Der Verrat
Das heilige Wissen der Frauen in der Krypta
Ausflug ans Meer
Die Lilie: Das göttliche Symbol des Lichtfeldes der Reinheit – unantastbar – ewig
Das Meer
Salzbad zur Reinigung unseres Energiesystems
Tag 3: Sommersonnenwende
Die besonderen Orte in der Umgebung
Die Engelsäule im Ort
Vier Engel tragen Maria Magdalena in den Ort
Die Grotte
Bitte um Einlass
Vorschläge für deine innere Reflektion auf dem Weg zur Grotte
Uralter Baum
Vor der Grotte
Symbole in der Grotte
Beten und Segnen am Berg
Zeit der Stille und der Meditation
Warum ist das Thema der Vergebung und der Begegnung auf Augenhöhe so wichtig?
Was bewirkt die Kraft der Vergebung?
Erwartung von Wundern
Transformationskraft der Liebe – Geschenke der Schöpfung an uns
Das Salbungsgefäß
Die Quelle
Tag 4: Saint-Maximin – Klostergarten – Basilika – Abschluss
Entfaltung der Merkaba
Abschluss in der Basilika
Tag 5: Freundinnentag in Saintes-Maries-de-la-Mer in der Camargue
Die Tochter: Der heiligste Teil in uns Frauen
Das Einhorn
Ein Blick auf die Kinder
Nachklang der Reise
Abschluss
Abschließende Gedichte von Marion
Ich traue mich
Ich bin bei DIR
Einleitendes Gedicht
Oh, Maria Magdalena.
Du bist einfach wunderbar.
Du bist die erste Führungskraft,
die uns ein Zeugnis hat vermacht.
Ein Zeugnis von Unsterblichkeit,
vom Leben nach der Lebenszeit.
Voller Liebe und Hingabe gingst du ans Grab,
dein Zeugnis gibt uns Hoffnung und Kraft.
Hoffnung und Freude, dass es weitergeht,
wenn unser Leben hier auf der Erde zu Ende geht.
Du bist voller Liebe, du bist wunderschön.
Ja, dein Licht wollen wir sehr gern sehen.
Leuchte für uns von fern und nah,
in unserem Herzen bist du immer da.
Marion Hellwig 28.6.2014
EINLEITUNG
Anmerkung zu diesem Buch
Dieses Büchlein gibt den Spirit unserer Reisen auf den weiblichen Mysterienwegen wieder – der Pilgerreise nach Frankreich, auf den Spuren der Maria Magdalena, und auch unserer Reise nach Avalon. Beide Reisen haben uns tief in unserem Inneren, in unserer Quelle, unserem eigenen Heiligtum berührt.
Sie waren von Schönheit, Tiefe, Erkenntnis und Weite geprägt. Viele Wunder und berührende Erfahrungen, die während der Reise und im Anschluss geschahen, bewegen uns noch heute.
Wir möchten hier ausdrücklich erwähnen, dass alle Beschreibungen und Berichte, die wir in diesem Büchlein niedergeschrieben haben, persönliche Eindrücke und Empfindungen sind, die sich auf der Reise, in der Gruppe und während des Pilgerns ergeben und entwickelt haben.
Nimm für dich an, was du nachvollziehen kannst, und lasse alles andere einfach als unsere persönlichen Eindrücke stehen.
Du kannst dieses Büchlein allein oder in einer Gruppe lesen, und die darin enthaltenen Übungen zu Hause oder auf Reisen praktizieren. Das Büchlein ist in mehrfacher Hinsicht ein Reiseführer: Es kann dich sowohl bei einer tatsächlichen Reise auf Maria Magdalenas Spuren begleiten, es kann dich aber auch in deine eigene Seele führen und dir die weibliche Seite des Urchristentums zeigen.
Für wen ist dieses Buch gedacht?
Für all jene, die sich mit der Energie von Maria Magdalena verbinden möchten.
Für alle, die sich von Maria Magdalena angezogen fühlen.
Für alle, die neue Erkenntnisse gewinnen möchten.
Für alle, die sich eine Anregung ihrer Selbstheilungskräfte wünschen.
Für alle, die ihre Intuition stärken möchten.
Für alle, die innere Balance und Entspannung suchen.
Für alle, die Zeit für sich selbst benötigen.
Für alle, die sich innerlich oder äußerlich auf den weiblichen Pfad begeben und entweder physisch oder über das Herz vermittelt zu Maria Magdalena reisen möchten.
Für alle, die einen alten Zyklus durch Erkenntnis und Vergebung beenden und sich auf eine neue Zeit ausrichten möchten.
Widmung von Marion & Jeanne
Wir widmen dieses Buch all jenen Menschen – Frauen und Männern –, die auf dem Weg sind, sich selbst und besonders die weibliche Seite ihrer Kraft zu entdecken. In jedem Menschen sind eine weibliche und eine männliche Seite lebendig.
Wir wollen unsere eigenen Erfahrungen hier mit dir teilen. Es ist uns ein großes Anliegen, die zwei großen Kräfte in uns in Balance zu bringen und sie zu heilen, damit wir vollkommen erwachen können in das, was wir bereits sind und immer schon waren. Wir sind alle gleichwertig und einzigartig. Wir haben ein Herz, das in uns schlägt, wir sind fähig, zu lieben und Freude zu empfinden, und wenn wir dies zulassen, sind wir alle über unsere Herzenergie miteinander verbunden.
Wir laden dich ein, deine eigenen Schätze zu bergen, die wahren Schätze im Herzen leuchten zu lassen und dadurch inneren Reichtum zu erfahren. Wir sind alle gleichermaßen Lehrer und Schüler und lernen von- und miteinander. Das ist der Geist unserer heutigen Zeit.
Möge die Blume des Lebens erwachen. Mögen sich die Lichtfelder entfalten. Mögen wir wieder in die Einheit zurückkehren.
Vorwort von Jeanne
Mein Taufspruch:
Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt,
der bleibt in Gott und Gott in ihm. (1. Joh 4,16)
Liebe ist für mich der Weg nach Hause.
Die neutestamentarische Geschichte Jesu Christi und seine Lehre der Liebe faszinierten mich schon als Kind. In der Zeit, in der ich zur Frau heranwuchs, fragte ich mich, wo eigentlich die Frauen in der Kirche sind und weshalb sie nicht den gleichen Stellenwert wie die Männer haben: Wo sind die Päpstinnen und die weiblichen Bischöfe? Wo ist die Hohepriesterin neben dem Hohepriester?
Ich hielt in meiner Schulzeit ein Referat über die »Geschichte der Empfängnisverhütung von der Steinzeit bis heute«. Bei meinen Recherchen über dieses Thema der weiblichen Selbstbestimmung stieß ich auf das dunkle Kapitel der Hexenverfolgung in Europa, die Geschichte der unfassbar grausamen Entmachtung der Frau und der Entwertung ihres Wissens um die Heilkraft der Natur und ihrer Verbundenheit mit allem Leben.
Mich schockierte, dass eine Botschaft der Liebe so verzerrt worden war, dass sie in vielen Ländern zu solchen Gräueltaten an Frauen, Kindern, Familien und an Männern, die sich für die Wahrheit und die Liebe einsetzten, geführt hatte.
Der »Hexenhammer«, der 1486 veröffentlicht wurde, war das Buch, das vielen Hexenprozessen zugrunde lag und nach dessen Inhalt Frauen verurteilt wurden. Es wurde von einem Dominikanermönch verfasst und galt als Richtlinie der Inquisition. Ich habe Auszüge daraus mit Entsetzen gelesen und mich gefragt, wie man so etwas schreiben, denken oder gar umsetzen und dabei noch behaupten konnte, im Namen der Liebe zu handeln. Die Prozesse waren für die Verurteilten und Gequälten absurd, weil sie in jedem Fall mit dem Tod endeten. Jedes Verfahren wurde aufgezeichnet und von dem Verurteilten mit Blut oder Kreuzzeichen unterschrieben. Wo sind all diese Aufzeichnungen gelagert? Welche Auswirkungen haben sie bis heute auf unsere Seele? Ich fragte sämtliche Pfarrer dazu und erhielt keine Antwort.
In meiner Zeit als Flugbegleiterin bereiste ich viele Länder dieser Erde. Ich habe viele Museen besucht und mich intensiv mit der Geschichte und dem Schicksal verschiedener Naturvölker befasst. Auch dort stieß ich auf unvorstellbare Grausamkeiten, die im Namen der Kirche begangen worden waren und die enorm von der Lehre Christi abwichen. All dies gab mir viele Rätsel und Fragen auf.
Des Weiteren beschäftigte ich mich mit dem Schicksal meiner Namensgeberin Jeanne d’Arc, der Ahnenlinie meines französischen Blutes, den Hugenotten, und vielem mehr. All dies führte mich immer mehr auf die Spuren der Maria Magdalena und der weiblichen Seite des Christentums.
Was ist Liebe?
Was lehrte Jesus wirklich?
Woraus bezog er seine Heilkraft?
Was ist im Laufe von 2 000 Jahren passiert?
Wo wurde die wahre Geschichte geändert und gefälscht?
Wer war Maria Magdalena?
Wo sind die Frauen um Jesus?
Wie war die Welt in den Jahrhunderten vor und nach Christi?
Um was geht es hier überhaupt?
In Meditationen nahm ich oft nicht nur die uns innewohnende Christuskraft wahr, sondern drei Kräfte, die das eine Strahlen hervorbrachten, die dreifältige Flamme in uns: Vater, Mutter, Kind, die heilige Dreifaltigkeit in uns.
Meine Fragen und Erfahrungen haben mich auf meinem Weg geführt und mich mit einem Geheimnis verbunden, das mir viele Antworten auf meine Frage schenkte und Licht ins Dunkle brachte. Die Spuren der Maria Magdalena, die Zeichen und Fügungen auf dem Weg mit ihr, warfen natürlich weitere Fragen auf, schenkten mir und vielen anderen aber auch Erkenntnisse, Erlösung und heilsame Pfade in die neue Zeit. Hier liegt ein tiefer Schlüssel zum Urchristentum der Liebe verborgen, ein Weg, der zurück in die Natur, zur Liebe und Heiligkeit in allem führt. Hier finde ich den Weg zum Frieden, zur Gleichheit und zur Heilung.
Die gewonnenen Erkenntnisse möchten wir in Worten, Bildern und Übungen mit dir teilen. Wir werfen einen fragenden Blick in die Kirchengeschichte und suchen Antworten auf all die Fragen, die sich im Laufe der Zeit aufgedrängt haben. Uns ist bewusst, dass wir es hier mit einem hochbrisanten Stoff zu tun haben, der sich zu manifestieren und in eine neue Zeit zu kommen wünscht, in der das Männliche und das Weibliche als gleichwertige Kräfte wieder im Einklang schwingen, um die Schöpfung und alles Leben zu ehren. Wir sind in die neue Zeit eingetreten, die uns auffordert, die Liebe, das Licht und die Natur Gottes, die hinter allem wirkt, wiederzuentdecken und in uns zu erwecken. Alles beginnt erst, zu entstehen, und jeder Tag ist ein neuer Anfang – wir können die Veränderung und Wandlung überall spüren, auch in den Gemeinden und Kirchen.
Marion und ich schauen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und bringen verschiedene Aspekte in diese Geschichte mit ein. Genau dies ist die Vielfalt, die das Leben reich werden lässt. Erst die Vielfalt ermöglicht uns, zu wählen und das zu finden, was uns frei, glücklich, weit und heil macht und uns Seelenfrieden schenkt. In einer neuen Zeit dürfen die Wege leichter, liebevoller und freundlicher sein – vor allem dürfen sich Menschen gleichwertig auf Augenhöhe begegnen.
Marion hat die Fähigkeit, diese Leichtigkeit der neuen Zeit zu vermitteln und herzerfrischend ihren Weg zu gehen, der auch ganz leicht sein darf, während ich manchmal noch einen Blick in die finstere Geschichte des Mittelalters und in die Geschichte der Frau werfe und meine eigenen Erkenntnisse dazu vermittle.
Ich danke Marion von Herzen, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen, jede von uns auf ihre Weise und doch zusammen, mit vielen anderen Menschen verbunden. Die neue Zeit erwacht, wenn die Kräfte wieder im Gleichgewicht mit allem walten, in uns und um uns herum. Die Geschichte wandelt sich jetzt erneut, das Zeitalter des Friedens steht bevor.
Vorwort von Marion
Im Jahre 2011 war ich erstmals in Südfrankreich. Die Region um Sainte-Baume hatte es mir angetan, seit ich ein Bild des Gebirgsmassivs und der Grotte zu Gesicht bekommen hatte. Ich war fasziniert gewesen und wollte unbedingt dorthin reisen.
Ich wurde über viele glückliche Fügungen auf den Weg gebracht und hatte erst vor Ort erfahren, dass es eine der Maria Magdalena geweihte Pilgerstätte ist. Für mich hat sich aus diesem Weg, den ich in Stille und Dankbarkeit gegangen bin, sehr viel Schönes ergeben. Als ich meiner Freundin Jeanne von meiner Reise und meinen Erfahrungen berichtete, entstand in uns der Wunsch, gemeinsam nach Saint-Maximin und Sainte-Baume zu pilgern. So waren wir 2012 und 2014 mit einer Gruppe dorthin unterwegs. Die dabei gemachten Erfahrungen waren zutiefst berührend für uns und für alle, die mit uns auf dem Weg waren.Wir haben uns entschieden, unsere Erfahrungen und Freude über den Ort und die Verbundenheit zu Maria Magdalena mit anderen Menschen zu teilen. Wenn man Wissen, Freude und Liebe miteinander teilt, multiplizieren sie sich.
Ich bin dankbar für jede Erfahrung, die wir machen durften, und segne all die glücklichen Fügungen und großen und kleinen Wunder, die wir erleben durften. Falls jemand, der streng gläubig ist, dieses Buch in die Hand bekommt, bitten wir um Nachsicht. Das, was wir hier wiedergeben, hat in keiner Weise mit irgendeiner der großen Religionen zu tun. Meiner Ansicht nach hat jeder ein Recht, an das zu glauben, woran er glauben möchte, und alles zu hinterfragen, was von der eigenen Überzeugung abweicht.
Meiner Meinung nach ist die Essenz jeglicher Glaubensrichtung die Liebe – die Liebe ist die stärkste Kraft im Universum, sozusagen unser Leitstern, dem wir auf unseren Wegen gefolgt sind. Wir sind der Liebe zu Maria Magdalena und dem weiblichen Weg gefolgt. Wenn ich an unsere Reisen denke und dem Gefühl nachspüre, das mich dabei immer begleitet hat, so kann ich dies nur folgendermaßen ausdrücken: »Ich bin offen für die Wunder der Schöpfung.«
Erwarte das Beste, und erkenne die Schönheit in der Natur, in den Beziehungen und in den Menschen, die gerade mit dir und um dich herum sind.
Dies sind die allerbesten Grundlagen dafür, wunderbare Fügungen zu erleben und sehr bewegende Erfahrungen zu machen.
Wenn ich über meine Beziehung zu Maria Magdalena nachdenke, so habe ich unbewusst wohl schon über sehr viele Jahre eine gute Beziehung zu ihr gehabt. Mein Hochzeitstag lag auf dem Gedenktag der Maria Magdalena, dem 22. Juli. Die Ehe wurde nach 18 Jahren gemeinsam verbrachter Zeit im Jahre 2011 geschieden. Die Zeit nach der Trennung war für mich voller Schmerz, Trauer und Herausforderungen. Ich hatte – Gott sei dank – ein wunderbares Netzwerk von Menschen, die mich durch diese Zeit liebevoll begleiteten. Außerdem bekam ich besondere Unterstützung von Maria Magdalena. Sie half mir, meine Angelegenheiten in Liebe zu regeln. Das war für mich das größte Wunder in dieser Zeit. Im gleichen Jahr habe ich meine erste Reise nach Südfrankreich unternommen und das Gebirgsmassiv von Sainte-Baume und die Grotte von Maria Magdalena auf sehr ungewöhnlichem Weg entdeckt:
Ich war mit dem Auto unterwegs und hielt in dem Ort, der unterhalb der Grotte lag, an, um nach dem Weg zu fragen. Ich hatte das Glück, einen Franzosen zu treffen, der sowohl Englisch als auch Deutsch sprach. Er erklärte mir eine Möglichkeit, zur Grotte zu kommen, und sagte, es sei der schönste Weg, sein Lieblingsweg, den ich unbedingt sehen müsse. Er zeichnete mir eine Skizze von kleinen Straßen, die ich fahren solle, um dann an einem Waldrand zu parken und loszugehen.
Es war für mich eine Herausforderung, da es sehr ländliche Straßen waren, auf denen ich fuhr, und ich niemandem mehr begegnete, den ich nach dem Weg hätte fragen können. Dann geschah etwas für mich sehr Erstaunliches: Ein Auto tauchte wie aus dem Nichts hinter mir auf, ich machte etwas Platz auf der Straße, damit es vorbeifahren konnte, und war überrascht, als es neben mir anhielt. In dem Auto saßen der Franzose und seine kleine Tochter – er war mir nachgefahren, um mich auf den Weg zu bringen. Ich habe mich gefreut und wusste, dass wenn sich jemand so viel Mühe machte, mir zu helfen, dies der richtige Weg für mich sein müsse. Am Waldrand parkte ich mein Auto, verabschiedete mich von meinen freundlichen Helfern und erhielt die Anweisung, etwa eine Stunde lang immer bergauf zu gehen – dann hätte ich mein Ziel erreicht.
So machte ich mich auf den Weg, begleitet von Schmetterlingen und Bienen im Schatten der Bäume, an einem Ort, an dem ich noch nie zuvor gewesen war, ganz allein in einem Wald, nur mit Sommersandalen, Leinenhose und T-Shirt bekleidet. Ich überlegte bei jedem Schritt, für was ich in meinem Leben dankbar war, und es kam eine große Freude in mir auf. Als ich sehr viele Aspekte meines Lebens betrachtet und Dankbarkeit empfunden hatte, begann ich, alles zu segnen, was mir in den Sinn kam. Sowohl das Segnen als auch die Dankbarkeit beflügelten mich, den Weg frohen Mutes zu gehen. Nach einer halben Stunde sah ich einen Wegweiser zu einer Grotte, dem ich folgte. Der Weg wurde immer schmaler und ich zunehmend unsicher, ob ich noch auf dem richtigen Pfad unterwegs war.
Ich traf auf ein Paar, Stephane und Leila. Als ich sie fragte, ob dies der richtige Weg zur Pilgergrotte sei, verneinten sie das. Sie sagten, das sei der Weg zur sogenannten »Eier-Grotte«. Ich bedankte mich und erläuterte ihnen mein Ziel. Als sie feststellten, dass ich allein unterwegs war, sahen sie sich an und sagten, sie würden mit mir kommen. Daraus entstand eine wunderschöne Wegbegleitung mit einem regen spirituellen Austausch. Die beiden waren bereits seit 18 Jahren regelmäßig im Nationalpark unterwegs, aber bis dahin noch nie in der Grotte gewesen. Bei der Grotte angekommen, betraten wir diese zu dritt, beteten gemeinsam und wollten uns dann über unsere Erlebnisse und Empfindungen austauschen, bemerkten aber gleichzeitig, dass es einfach keiner Worte mehr bedurfte – weil jeder dem anderen das Gleiche mitteilen wollte. Diese Begegnung und Erfahrung hat mich tief berührt. Es war eine sehr schöne Herzensbegegnung.
Als ich diese Erfahrung mit meiner Freundin Jeanne teilte, war uns beiden sofort klar, dass wir noch einmal gemeinsam an diesen Ort mussten. Daraus resultierten zwei gemeinsame Reisen nach Frankreich und eine Reise auf den Spuren der Maria Magdalena nach England. Jede Reise war voller wertvoller Informationen für uns und geprägt von vielen Eindrücken und Zeichen, die wir für uns interpretiert haben und gern weitergeben möchten. Warum? Weil uns alle Erfahrungen auf diesen Reisen sehr geholfen haben, uns mit unserer Weiblichkeit zu beschäftigen, und uns inspirierten.
Maria Magdalena und Jesus: Ein Herz und eine Seele?
Die Geschichte der Maria Magdalena und Jesus wird auf vielerlei Weise interpretiert. Keiner kennt die genauen Umstände ihrer Begegnung. Viele sind fasziniert von der Mystik, von dem Geheimnis, das dieses Paar umgibt. Ich bin es ebenfalls.
Was für mich besonders wichtig ist, ist die symbolische Wirkung von Maria Magdalena als Frau. Sie ist für mich Sinnbild einer Frau, die wirklich alle Aspekte des Frauseins gelebt hat. Sie kam aus gutem Hause, war hochgebildet, spirituell, eine Lehrerin, eine Geliebte, eine Apostelin, eine Anführerin, eine Visionärin und eine Mutter. Sie kann daher ein Vorbild für uns sein, zu lernen, unsere eigene Vielfalt anzunehmen. Jesus ist für mich in gleicher Weise Symbol für einen Mann, der in der Lage war, viele Aspekte seiner Männlichkeit zu leben.
