Maries Traum - Karina Von Beers - E-Book

Maries Traum E-Book

Karina Von Beers

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Beschreibung

Maries Vorbereitungen zu einem Festessen für ihre vier Freundinnen werden plötzlich durch das Erscheinen eines Engels unterbrochen. Der Engel verschwindet genauso schnell wieder, hinterlässt aber eine Atmosphäre, in der Verborgenes auftaucht und die fünf Frauen sich ermutigt fühlen, jeweils eine besondere Geschichte aus ihrer Vergangenheit zu erzählen. Es geht um Wünsche, Liebe, Mut, Enttäuschungen und Zorn und im Nachhinein erkennt jede für sich, dass diese besondere Erinnerung sich dazumal als Wendepunkt in ihrem Leben darstellte und auch heute noch Bedeutung hat. Fünf inspirierende Geschichten, in einer Rahmenerzählung eingebunden, passen besonders gut in die Winter- und Weihnachtszeit und laden zum Lesen und Innehalten am Kaminfeuer und bei Kerzenlicht ein.

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Seitenzahl: 114

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Über die Autorin:

Karina Von Beers lebt mit ihrer Familie in Hamburg und arbeitet hauptberuflich als Psychotherapeutin und Coach in eigener Praxis.

Sie liebt das Reisen und hat schon fast alle Kontinente besucht. Gerne taucht sie in fremde Kulturen ein und lässt sich davon inspirieren.

Seit einigen Jahren geht sie konzentriert ihrem Hobby, der Schreiberei, nach.

KARINA VON BEERS

***

MARIES TRAUM

© 2019 Karina Von Beers

Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN

 

Paperback:

978-3-7497-1748-4

Hardcover:

978-3-7497-1749-1

e-Book:

978-3-7497-1750-7

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Inhaltsverzeichnis

Marie

Jannas Puppe

Dorothees gute Tat

Charlottes pausbäckiger Engel

Claires roter Roller

Maries Traum

Marie

Marie rannte nervös in die Küche und öffnete hastig den Backofen. Sofort schoss ihr ein Schwall heißer Luft entgegen. Ihr ohnehin schon verschwitztes Gesicht begann noch heftiger zu glühen und verärgert spürte sie, wie ihr sorgsam aufgelegtes Make-up sich immer mehr zersetzte und genau diese unansehnliche fleckige Röte hinterließ, von der sie wusste, dass diese vermutlich über Stunden ihren Teint hartnäckig dominieren würde.

„Dieser Vogel wird niemals knusprig braun”, murmelte Marie vor sich hin und ließ sich resigniert auf den einzigen Stuhl in ihrer kleinen Küche fallen, um schon gleich darauf wieder ins Wohnzimmer zu eilen und nachzusehen, ob auf dem festlich gedeckten Tisch auch wirklich nichts fehlte.

Natürlich war die bis ins letzte Detail abgestimmte Dekoration bei Jannas Adventsessen im letzten Jahr überwältigend gewesen und kaum zu übertreffen, doch dafür würde ihr altes, auf Hochglanz poliertes Silber dem gesamten Arrangement aus elfenbeinfarbenem Geschirr, passenden Stoffservietten, edlen Kerzen und kleinen Weihnachtskugeln noch einen zusätzlichen Glanz verleihen.

Normalerweise liefen die Dinge bei Marie wie von selbst. Durchorganisiert wie sie war, ließ sie sich selten aus der Ruhe bringen, aber heute überfiel sie immer wieder das unbehagliche Gefühl, ausgehöhlt und erschöpft zu sein und die einfachsten Dinge nicht so hinzubekommen, wie sie es eigentlich von sich kennt. Einfach nur ein paar Minuten ausruhen, wünschte sie sich, aber stattdessen trieb sie sich immer weiter an und hastete ununterbrochen vom Wohnzimmer zur Küche und wieder zurück. Jedes Mal mit dem Gedanken, doch noch einen allerletzten prüfenden Blick auf den gedeckten Esstisch zu werfen, bevor Janna, Dorothee, Charlotte und Claire lautstark hereinstürmen und alles begutachten würden.

Erneut auf dem Weg zum Wohnzimmer blieb Marie plötzlich zögernd in ihrem kleinen Flur stehen. Ein unangenehmes Gefühl in den Beinen, so, als ob diese jeden Augenblick einknicken wollten, irritierte sie. Kurzatmig schaute sie sich unschlüssig um und fragte sich mit einem Mal erstaunt, warum sie für ein kleines Festessen überhaupt diesen Aufwand betrieb und ständig wie eine aufgezogene Marionette durch die Wohnung lief. Der kleine Flur erschien ihr jetzt noch enger und dabei entdeckte sie zu ihrem Ärger, dass auch noch die Garderobe restlos von ihren Sachen belegt war, sodass es keinen Platz mehr für die der Gäste gab. Den Gedanken, auch noch hier schnell Ordnung zu schaffen, verwarf sie sofort wieder. Gleichgültig winkte sie mit einer kurzen Handbewegung ab und bewegte sich, jetzt einen Gang langsamer, zum Wohnzimmer.

Dort bewegte sich etwas. Mit einem Mal war sie hellwach und blieb ruckartig an der Tür stehen, so, als sei sie unvermittelt gegen eine unsichtbare Wand gelaufen. Ihr stockte der Atem und sie riss ungläubig die Augen auf. Auch ein mehrfaches Blinzeln änderte nichts daran, dass an der Stirnseite des Tisches, dort, wo nicht eingedeckt war und eigentlich auch niemand sitzen sollte, doch tatsächlich jemand saß.

Du bist nur gestresst, hol einfach tief Luft, es ist alles gut, kreiste es in ihrem Kopf, dabei fixierte ihr Blick wie gebannt die Stirnseite, in der Hoffnung, diese kleine Halluzination möge ganz schnell wieder verschwinden.

„HALLO, entschuldige, dass ich dich erschreckt habe.”

Nein, bloß nicht noch seltsame Stimmen hören. Kleine Schweißperlen bildeten sich auf Maries Stirn. Haltsuchend lehnte sie sich gegen den Türrahmen, während ihr Blick nicht von der Stirnseite wich.

Oder ist es etwa eine nicht voraussehbare böse Überraschung wie damals bei Claires Festessen?

Nein, einfach nur Stress, einfach nur eine winzig kleine

akustische Täuschung, beruhigte sie sich sofort wieder.

Ist ja auch nicht verwunderlich, seit Monaten Überstunden im Job, täglich Hochleistung ohne Aussicht auf Veränderung, da können auch schon mal kleine hirngesteuerte Täuschungen auftreten, versuchte sie sich selbst zu überzeugen und dabei fiel ihr ein Artikel ein, den sie erst neulich gelesen hatte und der über ähnliche Symptome bei langanhaltendem Stress berichtete.

„Ich habe mich vertan. Eigentlich sollte ich ganz woanders sein. Jetzt möchte ich mich hier nur ein wenig ausruhen“, Marie durchzuckte es erneut. Wieder diese seltsame leise, melodische Stimme.

„Komm, setz dich einen Augenblick zu mir, du siehst auch müde aus, wir sollten uns beide eine kleine Pause gönnen.“

Was passiert hier nur, überlegte Marie noch, als sie verunsichert hinunter auf ihre Füße schaute und bemerkte, wie sich diese langsam wie von selbst bewegten und mit jedem Schritt, dem sie sich vorsichtig Richtung Stimme näherte, lichtete sich vor ihren Augen der verschwommene Schleier, bis sie eine kleine schlanke Gestalt hockend auf dem Stuhl sah und die sie aufmunternd anlächelte.

„Mach dir bloß keine Sorgen, ich bin lediglich ein Engel.”

Ein Engel, wie albern, nun dreh bloß nicht völlig durch, versuchte Marie gegen die unwirkliche Situation anzukämpfen. Verwirrt ließ sie sich vorsichtig auf einen Stuhl nieder. Jetzt bleib ich einfach ein paar Minuten sitzen, entschied sie sich und war überrascht, mit einem Mal eine langsam aufsteigende wohlige Wärme in ihrem Körper zu spüren und gleichzeitig jene tiefe innere Gelassenheit, wie sie sie seit Monaten nicht mehr erlebt hatte.

Marie genoss das wohltuende Gefühl und hoffte, wenn sie jetzt einfach nur die Augen geschlossen hielt, würde sicherlich auch diese merkwürdige Erscheinung ganz schnell wieder verschwinden.

War da nicht eben wieder dieses leise melodische Hallo? Wie elektrisiert richtete sich Marie kerzengerade auf, öffnete vorsichtig ein wenig die Augen und sackte sofort wieder hilflos stöhnend in sich zusammen, als sie weiterhin nur das lächelnde Gesicht dieser Gestalt sah, die von sich behauptete, sie sei ein Engel.

„Wieso tauchst du hier einfach so in meiner Wohnung auf und was willst du eigentlich von mir?“

„Alles ein Versehen, ich sollte ganz woanders sein, aber wenn ich schon einmal hier bin, dann lass uns doch gemeinsam einen Augenblick ausruhen und dazu gemütlich ein kleines Gläschen trinken.“

Jetzt führe ich auch schon Selbstgespräche und mache komische Dinge, durchzuckte es Marie erneut und blickte dabei erschrocken und verschämt auf zwei gefüllte Likörgläser, die sie vor sich auf dem Tisch entdeckte.

„Und was machst du, wenn du woanders bist?“, wagte sie nach den ersten Schrecksekunden zögerlich nachzufragen.

„Nichts, ich höre einfach nur zu.“

Es klingelte. Marie sprang auf.

„Sie sind schon da, es ist doch noch längst nicht alles vorbereitet und dann noch dieser Engel, wie peinlich“, murmelte sie verwirrt vor sich hin und ließ ihre durcheinander schwatzenden Freundinnen herein.

Zur Begrüßung gab es ein Glas Champagner. Alles stand perfekt bereit, die gekühlte Flasche geöffnet, die Gläser gefüllt auf dem Silbertablett und das Knabbergebäck in kleinen Schalen auf den Beistelltischen.

Ihre Freundinnen unterhielten sich lebhaft und bewunderten den festlich geschmückten Tisch. Marie schaute sich vorsichtig um und war froh, dass plötzlich alles wieder ganz normal erschien. Zwischendurch blickte sie immer wieder verstohlen zur Stirnseite, aber die Gestalt hatte sich Gott sei Dank aufgelöst und blieb hoffentlich auch endgültig verschwunden. Allerdings fragte sich Marie, wieso die kalte Vorspeise bereits angerichtet auf dem Tisch stand und das warme Brot aufgeschnitten im Brotkorb lag, obwohl sie sich überhaupt nicht daran erinnern konnte, dieses irgendwann getan zu haben.

Ihre Freundinnen befanden sich in ausgelassener Stimmung, lachten und erzählten viel, während Marie hastig in die Küche verschwand, froh darüber, dass die Vorspeise schon einmal hervorragend gelungen war.

Und wieder traute sie ihren Augen nicht. Die Ente knusprig braun auf der Fleischplatte angerichtet, die Beilagen dampfend in den Schüsseln, der passende Wein bereit zum Ausschenken.

Dieser Engel, dieser Likör trinkende Engel, ist wohl tatsächlich hier gewesen und hat wie ein Wunder alles rechtzeitig vorbereitet oder war ich am Ende selbst der gute Engel, fragte sich Marie verunsichert und ihr Blick wanderte suchend durch die Küche, aber sie konnte nichts Außergewöhnliches entdecken, nicht einmal einen kleinen Schatten oder ein winzig helles Licht. Doch kein lächelnder Engel, stellte sie erleichtert und auch gleichzeitig ein wenig enttäuscht fest, es sah alles so aus wie immer.

Endlich konnte Marie sich entspannt zurücklehnen. Die Stimmung war hervorragend. Ihre Freundinnen begeisterten sich über das Essen und naschten dabei noch ein wenig von der üppigen Käseplatte.

„Wie schnell doch die Zeit vergeht“, meinte Dorothee und grinste dabei in die Runde, „jetzt ist es schon das fünfte Jahr, dass wir uns in der Vorweihnachtszeit treffen und nächstes Jahr, Claire, fängt es wieder mit dir von vorne an.“

„Aber hoffentlich ohne böse Überraschung“, witzelten die anderen und erinnerten sich lachend, wie sie sich in einem mehrwöchigen Theaterworkshop kennengelernt hatten

und für den Abschlussabend die gemeinsame Aufgabe gestellt bekamen, eine Szene „vorweihnachtliches Festessen mit böser Überraschung“ vorzuspielen.

Claire hatte die ehrgeizige Idee gehabt, vorher bei ihr zu einem Festessen zusammenzutreffen und sich gemeinsam eine böse Überraschung auszudenken, damit die Szene bei der Aufführung dann auch möglichst überzeugend gespielt werden konnte. Außerdem hatte sie bald ihren dreißigsten Geburtstag und wollte schon einmal vorweg ihre Kochkünste ausprobieren.

„Zuerst hatten wir ewig lange über eine geeignete böse Überraschung beraten, aber jede Idee wurde sofort wieder verworfen“, erinnerte Claire und amüsierte sich erneut über die angewiderten Gesichter ihrer Freundinnen, als sie noch einmal detailliert beschrieb, wie alle darauf bestanden, sie müssten erst einmal etwas essen, danach würde ihnen bestimmt etwas Brauchbares einfallen. Mit Heißhunger hatten sie sich dann lautstark über den lecker angerichteten Fisch hergemacht, bis es mit einem Mal ganz still wurde und jede nur noch damit beschäftigt war, vorsichtig auf ihrem Teller herumzustochern. Neben dem weißen Fischfleisch kamen immer mehr merkwürdig dunkle Teile zum Vorschein.

Claire hatte vergessen, den Fisch auszunehmen. Nach Minuten des Schweigens folgte aufgebrachtes Gekreische, bis plötzlich Charlotte lauthals lachend Claire in den Arm nahm und nur noch glucksend herausbrachte: „Hey, Mädels, Claire hat uns die perfekte böse Überraschung serviert.“

Später, eingekuschelt auf dem Sofa, bei bestellter Pizza, Rotwein und einem witzigen Weihnachtsfilm wurde in ausgelassener Stimmung feierlich der Mädels-Freundschaftspakt beschlossen, der besagte, dass man sich in Zukunft jedes Jahr einmal um die Zeit reihum zu einem Festessen treffen wolle.

Alle, bis auf Janna, die in sich versunken auf ihrem Stuhl saß, amüsierten sich weiterhin über den ersten Abend bei Claire und bestätigten sich noch einmal gegenseitig, wie wichtig doch ihr damals beschlossener Mädels-Freundschaftspakt gewesen sei und dass bislang, egal wo jede gerade war, noch keine das jährliche Treffen versäumt habe.

„Du Marie, die große Kerze in der Mitte, woher hast du sie? Sie ist außergewöhnlich. Ihr Licht wirkt so sehr warm und strahlend.“

Von Janna kannte man, dass sie gelegentlich für kurze Augenblicke vor sich hinträumte und jetzt schaute sie nach ihrer Frage reglos in das Kerzenlicht, während Marie noch angestrengt überlegte, woher die Kerze überhaupt kam und wie sie dort in die Mitte des Tisches gelangt war.

„Janna, was ist mit dir, du bist so ruhig geworden“, wollte Dorothee wissen.

„Ach nichts, mir fiel nur plötzlich etwas von ganz früher ein, als ich noch ein kleines Mädchen war.“

Neugierig blickten die Freundinnen auf Janna und in dem Moment fing sie auch schon an zu erzählen.

Jannas Puppe

Ich weiß gar nicht, wie alt ich war, auf alle Fälle konnte ich schon etwas schreiben.

Und ich glaubte noch an den Weihnachtsmann. Natürlich nicht wirklich. Ich wusste ganz genau, es gibt keinen Weihnachtsmann, aber irgendwie existierte er doch noch in meinem Inneren. Ein gütiger Weihnachtsmann ohne Rute, der über kleine Unartigkeiten hinwegsah und an Kindern gerne großzügig Geschenke verteilte.

In der Vorweihnachtszeit freute ich mich stets über die gemütliche Stimmung zu Hause, vor allem, wenn in den späten Nachmittagsstunden die Kerzen angezündet wurden und Mama uns mit heißer Schokolade und leckeren Keksen versorgte. Mit uns meine ich Papa, meine fünf Jahre ältere Schwester Leonie und unseren Kater Caesar, der auf mein Drängen hin auch ein ganz kleines Schälchen Milch bekam, obwohl Mama immer wieder betonte, dass Milch für Katzen ungesund sei.

Ein wirklich besonderes Ereignis während dieser Zeit war jedoch immer das Backen der ersten Weihnachtskekse. Mama sprach stets grinsend von der Weihnachtsbäckerei und stöhnte schon bei der Vorstellung, wenn das Chaos in der Küche immer mehr zunahm, bis schließlich eine weiße Mehlschicht alles bedeckte und wir Kinder mit klebrigen Händen auch an den letzten sauberen Schranktüren unsere Fingerabdrücke hinterließen.

Ich liebte die Weihnachtsbäckerei und am Samstag vor dem ersten Advent war es wieder so weit. Nur, dass Leonies Freundin Susanne dieses Mal dabei sein durfte, fand ich ziemlich doof.

Ständig waren die beiden am Kichern, tauschten vielsagende Blicke aus und zeigten mir zu meinem Ärger, wie weit ich noch davon entfernt war, die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu verstehen. Gerade als ich für mich beschlossen hatte, dieses alberne Getue zu ignorieren und konzentriert dabei war, fein säuberlich Formen aus dem Teig zu stechen, hörte ich meine Schwester zu ihrer Freundin sagen: „Stell dir vor, Janna glaubt doch tatsächlich noch an den Weihnachtsmann.“ Das blöde laute anhaltende Kichern von Susanne versetzte mir einen gehörigen Stich und blieb schrill in meinem Ohr hängen. Ich spürte, wie mir eine leichte Röte ins Gesicht schoss und zu allem Übel bemerkte ich verschämt, dass schon unzählige perfekt ausgestochene Weihnachtsmänner vor mir lagen.

Sofort knetete ich die geformten Weihnachtsmänner wortlos wieder zu einem Teig zusammen und ließ daraus besonders emsig nur noch Engel, Glocken und Tannenbäume entstehen.