Marta & Mike - Kiera Sommer - E-Book

Marta & Mike E-Book

Kiera Sommer

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Beschreibung

Der erfolgreiche Musikproduzent Mike Reinhardt ist attraktiv und skrupellos. Frauen benutzt er wie Wegwerftaschentücher. Doch in seinem Herzen trägt er ein dunkles Geheimnis, das für sein Verhalten verantwortlich ist. Als er auf die temperamentvolle Marta trifft, die kurz vor der Hochzeit elend betrogen wurde, gerät seine eisige Festung ins Wanken und eine leidenschaftliche Lovestory nimmt ihren Lauf. Hinweis: Dieser erotische Liebesroman enthält explizite Szenen und eindeutige Ausdrücke.

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Seitenzahl: 162

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Marta & Mike

1. Mike2. Marta3. Mike4. Marta5. Mike6. Marta7. Mike8. Marta9. Mike10. Marta11. Mike12. Marta13. Mike14. Marta15. Marta16. Mike17. Marta18. Mike19. Marta20. Mike21. Marta22. Mike23. Marta24. Mike25. Marta26. Mike27. Marta28. Mike29. Marta30. Marta31. Mike32. Marta & MikeImpressum

1. Mike

Die Luft um ihn herum wirkte dunstig und besaß eine speziellen Geruch. Wie immer gegen Mitternacht. Ein wildes Gemisch aus salzigem Schweiß, irgendwelchen chemisch wirkenden Parfums und sonstigen menschlichen Ausdünstungen. Dazu dröhnte ein harter Beat.

Die etwas weiter entfernt gelegene Tanzfläche lag im Dämmerlicht und war prall gefüllt. Mindestens hundert Körper bewegten sich zur lautstarken Musik. Manche von ihnen völlig stoned und abgedreht vom Alkohol oder irgendwelchen Szene-Drogen.

Mike Reinhardt hatte gerade den ersten Drink, einen doppelten Single Malt, geordert. Ein anstrengender, langer Arbeitstag lag hinter ihm und er freute sich auf den rauchigen, fast torfigen Geschmack der goldgelben Flüssigkeit.

Gemeinsam mit seinem alten Schulfreund Frank Funke führte er ein erfolgreiches Tonstudio in Berlin-Schöneberg. Häufig waren es die letzten, untalentierten Idioten, die sich genötigt sahen, dort eine Demo-CD oder sonst ein Eurograb aufzunehmen. Trotzdem gab es aktuell nichts zu meckern. Zwei vielversprechende, farbige Rapper in den Zwanzigern und eine blutjunge blonde Schlagerfee namens Sandy Sand, hatten ihm die zurückliegende Arbeitswoche versüßt. Die Jungs mit einem wirklich guten Rhythmus, der schlechte Helene Fischer-Verschnitt mit einem zungenfertigen Blowjob.

Und heute war endlich Wochenende.

»Noch einen«, nickte Mike dem Barkeeper zu und dachte zum wiederholten Mal, dass der eher auf ein wellenumtostes Surfboard passen würde, als hinter die Theke eines großstädtischen Szeneclubs. Halblange blonde Locken, hellbraune Augen und um den Hals etwas, das aussah wie ein silbernes Maori-Amulett mit glückbringender Bedeutung.

Mike war Stammgast im Blue Eyes und ließ weiß Gott genügend Kohle in diesem Schuppen. Seine Blicke wanderten langsam umher. Ein paar flüchtige Bekannte hatte er bereits gegrüßt. Von denen besaß er reichlich.

Wenige Meter entfernt, entdeckte er nun auch Michelle. Wie es aussah, genoss der verheiratete Chef eines französischen Bistros heute Ausgang. Der gebürtige Bretone, ein stämmiger, fast kahlköpfiger Typ um die vierzig, lachte Mike entschuldigend zu. Zeit herüberkommen fand er keine, denn er war intensiv damit beschäftigt, irgendein Mäuschen anzubaggern. Die Kleine lehnte bereits sehnsüchtig an Michelles verschwitzter Brust. Mike zwinkerte ihm verschwörerisch zu und hob den Daumen. Zumindest von hinten sah die Blondine mit dem glänzenden, halblangen Haar ziemlich hübsch aus.

Eigentlich hatte Mike bloß vorgehabt, einen Absacker zu nehmen, aber als er die beiden Turteltäubchen beobachtete, änderte er jenen Entschluss. Seine letzte Eroberung lag bereits eine Woche zurück. Und damit meinte er einen echten Fick, nicht bloß den Blowjob auf der Gästetoilette der eigenen Firma. Höchste Zeit, für unkomplizierten Nachschub zu sorgen.

Dass er ein williges Opfer finden würde, stand außer Frage. Er war der Typ Mann, auf den die meisten Frauen abfuhren. Dunkelhaarig, Ende dreißig, 1,91 Meter groß, schlank, aber muskulös. Dazu mit Gesichtszügen gesegnet, die irgendwo zwischen Colin Farrell und Hugh Jackman lagen. Das Ganze gekrönt von stahlblauen Augen, die in einem faszinierenden Kontrast zu seiner Haarfarbe und der leicht gebräunten Haut standen. Wenn er dann noch zum Besten gab, dass er ein Tonstudio führte und die Namen von zwei, drei prominenten Kunden fallen ließ, zeigten sich auch die letzten, keuschen Ladies begeistert.

Mike lächelte leise vor sich hin und stellte sich für einen Moment belustigt vor, wie er wohl in die Jury einer dieser überflüssigen Talentshows passen würde, umlagert von völlig durchgeknallten, weiblichen Fans.

Sein Blick wanderte suchend weiter, die blank polierte Theke aus lackiertem Holz entlang. Und wirklich, eine Rothaarige am anderen Ende sah ihn prüfend, ja fast durchdringend an. Mike schätzte sie um Mitte dreißig. Sie trug eine dieser kurzen, frechen Pixie-Haarschnitte und besaß ein hübsches Gesicht. Aber er stand kaum auf Rothaarige und auf ultrakurze Haare noch viel weniger. Zudem bevorzugte er den schlanken, knabenhaften Typ und die hier sah eher aus wie eine, die ein paar Pfund zu viel auf den Rippen trägt. Gleich neben ihr hockte eine zierliche Brünette, ziemlich stark geschminkt und mit leuchtend pinkfarben lackierten Fingernägeln versehen. Typ Mitnahmeartikel, dachte Mike kalt. Trotzdem entsprach sie eher seinem Geschmack, als der weiterhin glotzende Rotschopf. Das schimmernde, lange Haar der Dunkelhaarigen war zu einem dieser unordentlich aussehenden Knoten zusammengesteckt, die absolut zufällig wirkten. Das Band und die Klammern darin warteten nur darauf, gelöst zu werden.

Sein angepeiltes Ziel erzählte der Rothaarigen wohl gerade einen kleinen Schwank aus seinem bewegten Leben. Zumindest plapperten ihre grellroten Lippen ohne Unterlass, während der restliche Gesichtsausdruck vermuten ließ, dass sie entweder schon ordentlich getankt hatte, oder generell über einen IQ unter Hundert verfügte.

Mike beugte sich kaum merklich vor und sein Blick glitt ein Stück hinab. Über den abgerundeten Tresenrand hinweg, konnte er die Brüste unter dem V-Ausschnitt ihres hauteng sitzenden Kleidchens gerade noch erkennen. Sie wirkten fest und klein. Vermutlich lagerten sie in einem spitzenverzierten Push-up. In Natura dürfte sie fast flach sein. Annehmbar. Er mochte handliche Titten. Und er wollte ficken. Mit einem knappen Nicken orderte er den Barkeeper heran.

»Ja, was darf’s diesmal sein?«, fragte der und grinste ihm zu, als wisse er bereits jetzt, um was es sich dreht.

»Servier den beiden Mädels da drüben Nachschub. Die zwei am Ende der Theke, brünett und rothaarig. Geht auf mich.«

Dass er die Feuerwehrbraut auch mit einem Gratisdrink versorgte, rangierte unter dem Menüpunkt Pure Berechnung. Manche Frauen reagierten beleidigt, wenn man ihre Freundinnen brüskierte und er wollte die flachbrüstige Kleine, die er vorhatte in schätzungsweise einer Stunde zu bumsen, keinesfalls verscheuchen.

Der Barmann lächelte noch breiter und mixte zwei Bellini. Dann schlenderte er los, platzierte die gefüllten Gläser vor die beiden Frauen und leierte routiniert sein Sprüchlein herunter.

Nun endlich blickte auch die Brünette zu Mike herüber. Ihre Augen wirkten leicht glasig, selbst auf die Distanz.

Nicht stockbesoffen, aber ziemlich angeheitert, vielleicht ein Promille, mutmaßte jener belustigt.

Dieser Umstand stellte in keinem Fall ein Hindernis dar. Sie blieb die angepeilte Beute für die heutige Nacht. Er verspürte einfach null Elan, um nach etwas Besserem zu suchen. Mike fühlte sich müde, aber angespannt, und ein kleiner Fick als Abschluss des Tages würde genügen, um seinen fordernden Körper zu befriedigen und ihm eine entspannte Nachtruhe zu bescheren.

Also produzierte er ein charmantes Lächeln, griff nach dem eigenen halbleeren Glas und spazierte ohne Eile hinüber. Ein weiterer freundlicher Blick reichte aus, um den schmächtigen Typen, der den Barhocker neben der Auserwählten belegte, zum Weiterrücken zu bewegen. Mit der  Rechten setzte Mike das Glas ab und lehnte sich lässig gegen den Tresen.

»Hi, ich bin Mike«, begrüßte er sein Opfer und strich sich durchs dichte kurze Haar, das von ersten silbernen Fäden durchzogen war. »Schmeckt der Drink?«, erkundigte er sich lächelnd und betrachtete die vor ihm prangenden Details.

Sie bestanden aus den üblichen aufgepinselten Fake-Augenbrauen und jeder Menge Farbe auf den Lidern und Lippen. Letztere wirkten, als hätte jemand mit der Spritze nachgeholfen. Mike schätzte sein Opfer auf etwa Ende zwanzig, zirka 1,70 Meter groß und auch untenherum knabenhaft gebaut. Ohne Schminke war die Süße garantiert völlig unspektakulär, aber so lange würde sie erst gar nicht in seiner Wohnung bleiben.

»Hi, ich bin Mandy«, antwortete die Fremde und warf ihm einen Blick zu, den er kannte. Schließlich wusste er um seine Wirkung auf Frauen. Und von irgendwelchen kuriosen Anmachsprüchen hatte er noch nie viel gehalten. »Hast du Lust zu tanzen?«, fragte er stattdessen schlicht.

Sie überlegte einen Augenblick, nickte dann und begann, etwas ungelenk vom Barhocker zu klettern. Helfend fasste er nach ihrer schmalen Hand. Deren Finger trugen diverse glitzernde Ringe. Vermutlich irgendein billiger Ramsch aus dem Kaufhaus, keinesfalls echt. Schräg über dem Oberkörper hing eines dieser hässlichen, kleinen Abendtäschchen, an einem langen Riemen. Garantiert hatte sie darin so viel Schminkutensilien verstaut, wie nur möglich.

Ohne Nachfrage umfasste er ihre schmale Taille und schob sie zielgerichtet vor seine Brust. Er hatte vor, sie ungestört zur Tanzfläche zu lenken.

Die Berührung schien ihr zu gefallen, denn sie gluckste lächelnd auf. »Oh, danke ...«.

Kurz bevor sie sich von der Theke entfernten, warf er noch einen Blick über die Schulter, hinüber zu der Rothaarigen. Sie besaß wirklich hübsche Gesichtszüge und wirkte weniger verblödet wie die Kleine vor ihm, aber sie war einfach nicht sein Typ. Selbst nicht für einen Dreier. Viel zu brav in ihrem schlichten, weißen Shirt, dazu ein bisschen zu mollig. C-Cup, mindestens.

Obwohl, etwas zog ihn an, und das war wohl ihr Blick. Olivgrün, groß und glänzend, starrten ihre Augen in die seinen. Erstaunlich warm und direkt.

Eine unerwartete Schauer kreuzte sein Rückgrat und ließ ihn innerlich frösteln. Plötzlich fühlte er sich geradezu nackt, fast wie auf dem Seziertisch. Verdammt, er mochte es nicht! Höchste Zeit, zu verschwinden - und zwar auf Nimmerwiedersehen.

»Wir hauen dann mal ab«, bemerkte er deshalb leicht spöttisch in ihre Richtung. Und dann: »Ich denke, du kannst schon mal nachhause verschwinden. Ich pass ab jetzt auf die Lady hier auf, du verstehst?«

Ohne dass die Brünette es sehen konnte, verzog Mike das Gesicht zu einem eindeutigen Grinsen. Dann hob er spontan die Rechte, wobei er den Daumen zwischen Zeige- und Mittelfinger schob. Für ein, zwei Sekunden nur. Abschließend zuckte er bedauernd mit den Schultern. So, als wolle er sagen: Sie hat Glück und wird gleich kräftig durchgefickt, du nicht.

Seine brachiale Abwehrgeste zeigte Wirkung.

Ein kurzes Zucken überzog das oval geformte Gesicht der Fremden und die eben noch sanft wirkenden Gesichtszüge nahmen einen angriffslustigen Ausdruck an.

Ohne Zweifel besaß sie jede Menge Feuer, aber egal. Er würde jetzt ein paar Runden mit der angetrunkenen Brünetten drehen und die dann ins Bettchen bringen, soviel war klar. Entschlossen wandte er sich ab und schob Mandy voran.

Als sie eine halbe Stunde später erhitzt von der brodelnden Tanzfläche zurückehrten, war die Rothaarige verschwunden. Für einen winzigen Augenblick empfand Mike ein seltsames Gefühl des Bedauerns, doch er hatte sich schnell wieder im Griff.

»Oh, deine Freundin scheint wirklich weg zu sein. Dann werden wir beide wohl alleine weiterfeiern müssen«, lächelte er Mandy zu.

Sie kicherte: »Das war nicht meine Freundin. Ich ... wir haben uns heute erst kennengelernt ... vor dem Club.« Mandy verstummte und bestieg umständlich den letzten freien Barhocker neben ihm.

Eher 1,3 Promille, dachte Mike angesichts des Anblicks belustigt, grinste erneut dem Barkeeper zu und füllte Mandy, Nachname unbekannt, mit zwei finalen, glasklaren Gin Tonic ab.

»Wie wär’s«, er fixierte ihre braunen, bereits geil wirkenden Augen, »hättest du noch Lust auf ein kleines Extra? Bei mir zuhause? Allerdings bin ich kein Typ für eine Beziehung, wenn du verstehst, was ich meine«, setzte er nach und seine sonore Stimme hatte einen aufrichtigen Klang. Auch wenn er sich häufig wie ein oberflächliches Arschloch verhielt, ein Lügner war er selten.

»Zu dir?« Fragend blickte sie ihn an.

»Ja, ich wohne gleich um die Ecke. In einem netten Loft über einer ehemaligen Nähmaschinenfabrik.«

Dass er der stolze Mitinhaber eines gut laufenden Tonstudios war, hatte er ihr bereits auf der Tanzfläche ins Ohr gebrüllt.

»Okay, hört sich … gut … an«, entgegnete sie in leicht lallendem Tonfall und ihre kleine Zungenspitze fuhr flink über die eigenen Lippen.

Wie es aussah, konnte sie es kaum erwarten, mit ihm allein zu sein. Mike schenkte ihr ein weiteres Lächeln und strich ihr zärtlich eine dünne Strähne verschwitzten Haares aus dem Gesicht.

Leicht zitternd griff sie nach ihrer winzigen Schultertasche und wollte zahlen.

»Nein, lass, du bist selbstverständlich eingeladen«, entgegnete Mike schlicht und erledigte das Unvermeidliche.

Als sie wenige Augenblicke später gemeinsam hinaus in die laue Nachtluft traten, gluckste seine Begleitung auf. »Oh man, ist das krass hier draußen ...«

Angesichts des Sauerstoffschocks packte sie hilfesuchend seinen Arm und Mike ließ es zu.

Untergehakt schlenderten sie die belebte Straße entlang, auf der sich die gut besuchten Kneipen und Clubs aneinanderreihten. Mandy brabbelte zeitgleich irgendetwas von einem Sven, den sie vor Wochen verlassen hatte, und das sie eigentlich nie mit Fremden ins Bett stieg. Dabei schwankte sie leicht hin und her, aber Mike interessierte das weibliche Geschwafel keinen Zentimeter. Ab und an antwortete er mit einem bestätigenden »Ja« oder »Ach?« und offensichtlich genügte dieser verbale Minimaleinsatz, um sie restlos zufriedenzustellen.

Eine knappe Viertelstunde später war das Ziel erreicht. Er dirigierte seine Begleitung durch den überdachten Eingangsbereich in den Hinterhof eines alten, städtischen Fabrikkomplexes. Dort parkten sein Mazda MX 5 und die Autos der anderen Mieter. In einigen der Wohnungen brannte noch Licht und leise Musik erfüllte die Luft. Kurz darauf war die gepflasterte Fläche überquert und er öffnete per Codekarte eine schwere Metalltür. Sie führte direkt in einen schmucklosen, weiß getünchten Vorraum, an dessen Ende ein großer Lastenaufzug wartete. Er gehörte exclusiv zu seinem gemieteten Loft auf der ersten Etage. Dort oben war früher ein Lager der Nähmaschinenfabrik gewesen, bevor man den gesamte Komplex zu individuellem Wohnraum umgewandelt hatte. Die Monatsmiete für das Loft konnte sich sehen lassen, aber in den Kreisen, in denen er sich bewegte, war ein entsprechendes Wohnambiente fast eine lästige Pflicht.

Mike öffnete die Verriegelung der flexiblen Aufzugstür und schob diese zur Seite. Die ziehharmonikaähnlich gestaltete Konstruktion zog sich leise scheppernd zusammen. Er führte Mandy auf die dahinter liegenden, abgenutzten Holzbohlen.

»Huch ...«, lachte sie auf und machte den Eindruck, als stünde sie zum ersten Mal im Leben in einem solchen Gefährt.

»Lehn dich lieber an die Wand. Gleich geht’s los.« Mike grinste, schloss die Tür und betätigte den unübersehbaren, roten Knopf an der Seitenwand.

Ruckelnd nahm der Aufzug die Arbeit auf und glücklicherweise befolgte Mandy seinen Rat. Damit blieb sie in der Senkrechten. Augenblicke später erreichten sie sein Loft. Als sie ausgestiegen waren, bemerkte er Mandys staunende Blicke. Seine Eroberung stand starr herum und wirkte wie eine Dreijährige beim ersten Besuch im Kindergarten.

»Wow ...«, hauchte sie schließlich, »... ist das groß … und bloß ein Zimmer ...«

Mike verdrehte leicht die Augen, ohne dass sie es sah. »Oh ja, ich sagte doch: Es ist ein Loft. Möchtest du vielleicht einen Kaffee?«

Doch Mandy blieb ihm eine Antwort schuldig.

Staunend betrachtete sie die unverputzten, gemauerten Innenwände aus rötlichen Backsteinen, samt der bodenhohen Fenster, vor denen helle Baumwollvorhänge hingen. Danach fielen ihre Blicke auf die kleine, moderne Küchenzeile in einer Nische neben dem Fahrstuhl, dann auf den großen, langen Holztisch mit acht Stühlen in der Mitte des riesigen, langgestreckten Raums. Zum Schluss schwenkte sie nach links und musterte die stylishe Ledercouch, Mikes nagelneuen 4K-Fernseher und verschiedene abstrakte Ölgemälde, die dem Ganzen noch mehr Individualität verliehen. Wie es aussah, war weder Kaffee, noch unnützes Gesülze von Nöten. Die Kleine wirkte zweifelsfrei impressed.

»Na komm«, meinte Mike mit dunkler Stimme, »das Beste liegt da drüben.«

Er packte Mandys Rechte und zog sie sanft in den am weitesten entfernt liegenden Bereich des Lofts. Dort, hinter einem beeindruckenden Paraventgestell aus Roheisen, bezogen mit rotem Leinen, befand sich sein Bett. Dessen schlichtes Untergestell hatte derselbe Freund geschmiedet, der auch für den Paravent verantwortlich war. 2,50 x 2,20 Meter groß, dazu höher gebaut als die üblichen Modelle. Die ideale Spielweise für Männer wir ihn. Großzügig, von allen Seiten frei zugänglich und mit einer möglichst harten Matratze versehen.

»Oh, wie geil ist das denn ...«, kicherte Mandy und drehte sich kurz darauf um.

Mit leicht geröteten Wangen blickte sie ihn aufreizend an. Mike betrachtete ihre langweiligen hellbraunen Augen, die sorgsam mit schwarzem Kajal und Lidstrich ummalt waren. Von Charisma keinerlei Spur. Egal, ihn interessierte ihr Köper. Irgendwelche Dekorationsobjekte wie Köpfe konnten ihm gestohlen bleiben.

»Wenn du wirklich keinen Kaffee mehr willst, können wir loslegen«, raunte er ihr zu und küsste gekonnt ihr Ohrläppchen, dass ein wenig nach Parfum roch. Nicht teuer, eher billig. Moschusochse aus dem Labor.

Mike kannte diesen Duft, er war so beliebig wie die Frauen, die ihn trugen. Glücklicherweise war nur eine einzige nervige Creole in der zarten Haut versenkt, und seine Zunge hatte leichtes Spiel.

Er fühlte, wie sie erschauerte, und platzierte die Hände kurzerhand unter den Saum ihres Kleides, direkt auf die nackte Haut ihrer äußeren Oberschenkel. Spielerisch ließ er sie auf und ab und ab gleiten, bedachte auch ihre kleinen Pobacken, achtete aber darauf, das eigentliche Ziel weiträumig zu meiden.

Der Stretchfummel, den sie trug, war ziemlich kurz und ihren Lippen entsprang ein erstes leises Stöhnen.

Dann umfasste er fest ihre Taille und stieß sie grob aufs Bett. Genug der Zärtlichkeiten. Sie ließ es widerstandslos geschehen, blieb rücklings liegen und sah ihm auffordernd zu. Mit einem breiten Lächeln streifte Mike sein T-Shirt ab. Fast lautlos landete es auf den hölzernen Bodendielen. Der Blick der Schlampe wurde zunehmend geiler, als sie sein Sixpack und die etwas höher liegenden Brusthaare erblickte. Mike hielt nicht allzuviel vom Glattrasieren. Er mochte seine Männlichkeit und die meisten Frauen liebten es. Gut gelaunt kickte er die Sneaker zur Seite und befreite sich aus Jeans plus Shorts. Im Nu standen fünfundachtzig Kilo gut geformte, nackte Muskelmasse im Raum.

Die Kleine vor ihm wurde immer unruhiger. Ihr Rocksaum war hochgerutscht und darunter blitzte ein winziger schwarzer String. Eine ihrer Hände mit den pink lackierten Nägeln zerrte bereits daran herum.

Völlig unnötig, wie Mike befand. Sie war mit Sicherheit nass und willig. Das Nichts von Höschen würde einfach zur Seite rutschen, wenn er seinen Schwanz in sie rammte. Die Vorstellung reichte.

Er öffnete das glatte Kondompäckchen, welches er vorab aus der Jeanstasche gezogen hatte, und streifte den Inhalt über den bereits erigierten Penis. Schnell und routiniert. Auf diesem Sektor kannte er sich aus. Dann zog er sie an den Kniegelenken ein Stück zu sich heran, so dass das Kleid endgültig hochrutschte und ihr kleiner, fester Arsch genau auf dem Bettrand lag. Er hob ihre Beine an, spreizte sie so weit wie nötig und platzierte sie zunächst gegen die Brust. Anschließend packte er mit der Rechten seinen Schwanz und ließ dessen Spitze sanft zwischen ihre Schamlippen gleiten. Die lachten ihm bereits glattrasiert und gut durchblutet entgegen.

Wie erwartet, stellte der String kein Hindernis dar und glitt widerstandslos beiseite. Das kleine Fickstück vor ihm wimmerte vor Geilheit und schloss die Augen. Mike stoppte ab und umfasste ihre Schenkel etwas fester. Sein Penis befand sich in der richtigen Position und würde ohne weitere Hilfe hinein finden. Sie war genauso reif, wie er es sich gedacht hatte.

»Ja ...«, stöhnte sie nun heiser.

Das ließ er sich nicht zweimal sagen und rammte sein Schmuckstück bis zum Anschlag in ihre zuckende Möse. Es war ein Leichtes und er fand mühelos den richtigen Rhythmus. Der Anblick des eigenen, kräftig arbeitenden Schwanzes, begleitet von ihren kindlich wirkenden Schreien und dem typischen Klatschen von Haut auf Haut, war nicht der schlechteste.

Mike liebte diese Stellung, egal ob auf dem höher gebauten Bett, dem Tisch oder sonst einem geeigneten Untergrund. Sie war ideal, um Schlampen wie die hier, fest und unerbittlich durchzuficken. Er zog das Tempo an.

Mandys Finger verkrampften sich in der unter ihr liegenden Bettdecke, während ihr sonstiger Körper bei jedem kräftigen Stoß ein Stückchen hoch und danach wieder ein Stückchen herunterrutschte. Sie war absolut gefügig, einfach ein Stück Fleisch, das hart gebumst werden wollte.

Und er gab es ihr. Immer schneller. Ihre Augenlider begannen, unkontrolliert zu flackern. Ohne Frage stand sie kurz davor, zu kommen. Aber das war ihm letztendlich scheißegal. Ihm war nur wichtig, dass er zum Zug kam und ihr gut geöltes, elastisches Loch machte es ihm leicht.

Mit zwei besonders harten Stößen und einem lauten Stöhnen entlud er sich ins Kondom und kam gleich darauf zuckend zum Stillstand.

Das war’s. Nicht der mieseste Quickie in seinem Leben, aber auch nicht der Beste. Durchschnitt, wie so viele, aber immer noch besser, als zu masturbieren. Mike mochte es schön warm und die kostenlose Auswahl war groß.

Rasch zog er den bereits erschlaffenden Schwanz aus ihrer Vagina und streifte das benutzte Gummi ab. Glücklicherweise war der Dielenboden mit einer dicken Lasur überzogen. So musste er keine bleibenden Andenken an das nichtssagende Ereignis befürchten.

Anschließend packte Mike Mandys Handgelenke und zog diese ruckartig aus der Horizontalen, so dass sie vor ihm auf der Bettkante saß.

Wahrscheinlich hatte sie ihren Orgasmus knapp verpasst. Mandys glasige Augen zeugten davon, dass sie noch nicht zur Ruhe gekommen war. Mike überlegte kurz, ob er der vermutlich immer noch geschwollenen Klit mittels Fingereinsatz den Rest geben sollte. Aber auf diesen gnadenvollen Akt der Höflichkeit verspürte er heute keine Lust. Er hatte in irgendeiner Fotze abgespritzt und damit war die Sache erledigt.

Mit leichtem Widerwillen betrachtete er ihre nackten Oberschenkel, denen nichts Verführerisches mehr anhaftete. Mit Sicherheit war sie gerade dabei, sein Laken mit heraussickernder Vaginalflüssigkeit zu bekleckern. Morgen würde er Elli, seiner älteren, diskreten Putzhilfe einen Zettel hinterlassen, mit dem Hinweis, das Bett neu zu beziehen.

Er fixierte erneut Mandys Gesicht.

Deren Wangen leuchteten rötlich, inklusive einiger hektischer Flecken. Sie wirkte zweifelsfrei irritiert.

»Danke für den Mini-Fick«, bemerkte Mike nun lächelnd. Und dann: »Ich ruf dir ein Taxi, okay? Solange kannst du natürlich hier warten.«

Vier; fünf Sekunden vergingen, dann wandelte sich ihre fragende Mimik endgültig in pure Ungläubigkeit. Trotz des Alkoholpegels schien sie überrascht darüber zu sein, derart abserviert zu werden. Seit der Ankunft im Loft war kaum eine halbe Stunde vergangen.

»Aber ...«, setzte sie an.