Matty erzählt - Karoline Wagemann-Hofer - E-Book

Matty erzählt E-Book

Karoline Wagemann-Hofer

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Beschreibung

Matty wird von seiner Mama darauf vorbereitet, dass er nach einem Monat den heimatlichen Stall verlassen soll. Ein Mädchen wird seine neue Mama und nimmt ihn mit zu sich nach Hause, wo sich im Stall bereits ein alter, erfahrener Hase befindet. Dieser erzählt ihm seine eigene persönliche Lebens-Geschichte. Viel hat er mit seinen ehemaligen Mitbewohnern erlebt. Er tritt als altkluger Lehrer auf, will aber eigentlich nur seine Ruhe haben. Können die beiden trotzdem Freunde werden? Wenn ja - was werden sie gemeinsam erleben? Eine lange Geschichte und etliche Entwicklungen kommen auf Matty zu, bis hin zur Überzeugung, dass es einen Hasenhimmel geben muss.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 43

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Karoline Wagemann-Hofer

Matty erzählt

Warum ein Hasenleben nicht langweilig ist

© 2021 Karoline Wagemann-Hofer

Umschlag, Illustration: Friederike Hanagarth

Lektorat, Korrektorat: Bernard Wagemann

Verlag und Druck:

tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN

 

Paperback:

978-3-347-25800-6

Hardcover:

978-3-347-25801-3

e-Book:

978-3-347-25802-0

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Dieses Buch widme ich

meinen beiden Töchtern,

meiner Freundin Friederike Hanagarth, meiner Nachbarin Karolin Häufele mit Familie.

MATTY noch bei Mami

Leider bin ich kein Osterhase, denn ich wurde im Herbst zusammen mit ganz vielen anderen Hasenbabys geboren. Unser Nest ist schnuckelig warm. Unsere Mama war, ist und bleibt die beste, was auch immer passieren wird.

Doch nun der Reihenfolge nach!

Kaum bin ich aus dem zarten Babyalter herausgewachsen, bekomme ich eines schönen Tages von einem blonden blauäugigem Mädel Besuch. Ich kann Euch leider nicht sagen, wie viele von diesen Zweibeiner-Menschenjahren sie zählt, also ihr Alter. Leider nein. Woher soll ich denn das als kleiner unerfahrener Hasi auch wissen.

Auf jeden Fall stehen dieses Mädchen und eine Frau, wird wohl auch ihre MAMA sein, vor mir. Und die beiden schauen mich und alles um mich hier herum ganz merkwürdig an. Was wollen die? Jedes einzelne meiner Geschwister wird genau betrachtet. Und mich begutachten sie besonders lange. Ich will nicht angeben – aber ich bin schon sehr, sehr hübsch mit meinem weißen flauschigen langen Fell und meinen schönen blauen Augen. Ein wertvoller Angora-Hase bin ich nämlich, hat mir meine Mama ganz stolz gesagt.

Ah, da fällt mir ein, sagt Matty, gestern hat unsere Mutter meinen Geschwistern und mir traurig erklärt, dass wir nicht auf immer zusammenbleiben könnten. Ein Zeitpunkt werde kommen und wir würden unser Nest verlassen. Völlig normal wäre das, wenn man älter werde, um sich abzunabeln. Und wahrscheinlich ist das genau JETZT.

Da – JETZT - ich werde einfach gepackt und ehe ich mich versehe, so schwupp die wupp, lande ich in einer blauen Kiste. Igitt, kaltes Plastik! Aber Gott-sei-Dank hat die Kiste Löcher zum Durchgucken!! Ich weiß gar nicht, was ich denken soll, am besten gar nichts! Jetzt jubeln, dass diese Menschen genau mich in meiner Pracht und Schönheit ausgesucht haben? Nein, ganz entsetzt und total verdattert bin ich. Meine Mama sieht auch nicht glücklich aus, so als wenn sie nur mit alter Kraft die Tränen zurückhalten könnte.

Und jetzt, was soll das? Die Kiste bewegt sich und ich werde gerumpelt, gepumpelt und geschaukelt, so gewaltig, dass mir schlecht wird. Ich bin doch kein Seehase. – Schließlich landet die Kiste, mit mir mittendrin, in so einen großen viereckigen Kasten. Die Wörter AUTO und KOFFERRAUM fallen. Potzblitz, dann wird es dunkel und mir wird noch schlechter. Ich hatte doch schon immer Angst vor Dunkelheit.

Was machen die mit mir? Wo bringen die mich hin? MAMMI HIIIILFE! Aber MAMMI ist weg. Ein lautes Geräusch und es beginnt zu ruckeln. Bewegung? Wohin? Was passiert da mit mir? Ich habe Angst um mein kleines Leben.

In der Fremde eine neue Mummy

Jetzt wird es still. Sehr still. Dann geht die Klappe wieder auf und ich kann das Mädchen durch diese Schlitze in meinem Käfig erkennen. Gott-sei-Dank kann ich durch diese Löcher ein paar Dinge um mich herum mit meinen Hasi-Augen erblicken. Es schaukelt wieder, offensichtlich trägt sie mich durch diese fremde Welt in besagter Kiste. Plumps macht es und ich glaube, ich bin auf dem Boden, irgendwo da unten, gelandet.

Wow, sag ich nur. Sesam öffne Dich. Der Deckel geht auf und ich sehe diese wunderschönen blauen Augen von dem Mädel, genauso schön wie meine blauen Augen, hihi. Sie hat ein nettes Gesicht – irgendwie – denke ich mir. Und sie berührt mich ganz zärtlich und nimmt mich auf ihren Schoss. Lange streichelt sie mich mit ihren zarten Händen. Mit einer sanften Stimme stellt sie sich mir mit ihrem Namen´ Sophie ` vor. Ab jetzt wäre sie meine neue Mummy, erklärt sie mir freudig. Lässt sich eine Mutter austauschen?

Vor mir ist so Holzkasten und da hebt sie mich behutsam hinein.

Dieses zweibeinige Menschenkind beobachte ich aus dem Stall heraus, wie es vor Freude in die Luft hüpft. Immer wieder und sie ist so glücklich dabei. Jauchzt und singt: ich hab einen Angora-Hasen, ich hab einen Angora-Hasen – Matty soll er heißen, höre ich sie immer wieder singen. Nett ist das. Nett ist sie. Aber will sie mir jetzt beweisen, wie toll und wie hoch sie hüpfen kann?

Sophie sollte mal mich mit meinen Hasenschlägen sehen. Ich kann noch viel höher und eleganter springen. Leider stelle ich fest, dass ich hier für den Moment in diesem Stall, wie ich ihn aus meinen Babyzeiten kenne, eingesperrt bin.