Max und die Himmelskrieger - Ahmet Dumlu - E-Book

Max und die Himmelskrieger E-Book

Ahmet Dumlu

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Beschreibung

Eines Nachts erwacht Max aus einem schlimmen Albtraum. Verstörende Bilder brennen sich auf seine Netzhäute und Max befürchtet, dass diese Vision etwas mit dem Tod seines Vaters zu tun hat. Er beschließt, sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit zu begeben. Seine Mutter verbietet ihm dieses Unterfangen jedoch, aus Angst, auch ihren Sohn zu verlieren. Max kann das nicht verstehen und legt trotz ihrer Einwände die Himmelskriegerprüfung ab. Damit beginnt ein gefährliches Abenteuer mit vielen Hürden und Hindernissen.

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EPUB

Seitenzahl: 486

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Inhaltsverzeichnis

Impressum

1. Kapitel – Der Beginn der Reise

2. Kapitel – Eine gefährliche Aufgabe

3. Kapitel – Der Fluch

4. Kapitel – Die wahre Herausforderung

5. Kapitel – Die WAHRE Herausforderung!

6. Kapitel– Max, der neue Held

7. Kapitel – Die Prüfung hat schon begonnen?

8. Kapitel – Die wahre Prüfung

9. Kapitel – Würdige Gegner

10. Kapitel – Freunde für immer?

11. Kapitel – Was ist hier los?

12. Kapitel – Auf die Plätze, fertig, kochen!!!

13. Kapitel – Die letzte Prüfung

14. Kapitel – Wahre Liebe!

15. Kapitel – Abschluss

16. Kapitel – Überfall

17. Kapitel – Herzlichen Glückwunsch

18. Kapitel – Die Unterwelt

19. Kapitel – Die wahre Hölle!!!

20. Kapitel – V … V … V … Vater?

21. Kapitel – Das Ende

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie­.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fern­sehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und ­auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

© 2018 novum Verlag

ISBN Printausgabe: 978-3-95840-245-4

ISBN e-book: 978-3-95840-246-1

Lektorat: Franziska Maier

Umschlagfoto: Dmitrijs Bindemanis, Nicky123753 | Dreamstime.com

Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum Verlag

www.novumverlag.com

1. Kapitel – Der Beginn der Reise

„Wo bin ich? Wieso brennt es hier? Warte mal einen Moment. Ist das nicht meine Stadt? Warum kämpfen die Leute gegen so ein Riesenmonster? Das ergibt doch alles keinen Sinn. Wo sind denn alle hin? Das Monster hat die Menschen besiegt und es kommt jetzt direkt auf mich zu. Hilfeeeeeeeee! Hört mich denn keiner! Es ist schon so nah. Ahhhhhhhhhh!“

Max schreckte aus dem Bett hoch. Er war vollkommen verschwitzt. Ihm war heiß und seine Decke war vollkommen mit Schweiß vollgesogen. Ihn überkam Übelkeit und er konnte ein Erbrechen gerade noch unterdrücken. Die Angst hatte ihn übermannt. Noch nie hatte er so eine große Angst in sich verspürt. Sein ganzer Körper zitterte immer noch. Er fragte sich leise: „War das alles real? Warum war alles zerstört? Wer waren diese Leute und wieso hatte man dies alles gemacht?“ Er stellte sich selber so viele Fragen, dass sein Kopf wehtat. Er konnte aus all den Dingen keine sinnvolle Schlussfolgerung ziehen. Seine Mutter sagte beruhigend: „Das war nur ein Albtraum. Es war nicht das reale Leben. Albträume können manche Leute echt erschrecken. Aber ich wusste nicht, dass sie so heftig sein können.“ „Wie lange bist du schon hier und warum liegt ein Lappen auf meiner Stirn? Das war im Traum alles so verwirrend. Mein Kopf tut so weh“, fragte Max seine Mutter außer Atem. Seine Mutter antwortete erschöpft: „Seitdem du schläfst, schwitzt du, deswegen bin ich bei dir, um die Tücher dauernd zu wechseln. Es war echt anstrengend. Aber ich hatte Angst, dass dir was Schlimmes zugestoßen ist.“ Dann erzählte Max aufgeregt von seinem Albtraum. „Mutter, ich möchte die Himmelskriegerprüfung bestehen. Es ist dringend. Ich habe so ein Gefühl, als wollte dieser Traum mir etwas Wichtiges sagen, und ich muss diese Sache dann unbedingt hinter mich bringen, denn ich muss es tun, bevor alles zu spät ist. Es kann sein, dass mir eine wichtige Aufgabe erteilt wurde. Und ich muss sie erfüllen. Ich nehme dann auch Vaters Bronzeschwert. Ich habe nämlich das Gefühl, dass ich es dringend benötigen werde, denn dieser Traum hat auch etwas mit Vater zu tun, das fühle ich einfach“, erklärte Max. „Nein! Dein Vater ist deswegen nicht mehr unter uns. Ich möchte dich nicht ebenfalls verlieren! Ich musste schon genug durchmachen, als dein Vater gestorben ist. Ich habe Angst, dass ich dich auch noch verliere, aus diesem Grund lasse ich dich nicht gehen. Du solltest das zu deiner eigenen Sicherheit nicht tun. Frage nicht mehr danach! Max, ich mache das alles nur für deine Sicherheit, ich möchte nämlich nicht noch ein Familienmitglied verlieren und dann alleine leben, das wäre so, als hätte ich ein Loch in meinem Herzen, und ich konnte knapp den Tod deines Vaters ertragen, wie sollte ich denn dann deinen aushalten können? Das wäre alles zu schmerzvoll. Ich kann diese Opfer nicht hinnehmen. Du kannst alles machen, nur das nicht, denn ich möchte mit meinem Kind ein normales Leben führen. Wenn du der Beschützer der Erde bist, ist jeden Tag die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du stirbst“, befahl seine Mutter.

Max war erschüttert und traurig. Er konnte es nicht fassen, dass seine Mutter ihn nicht in die Fußstapfen des Vaters treten ließ. Er wollte sie doch nur beschützen, damit sie nicht stirbt, denn er hatte dabei ein ganz mieses Gefühl. Was er als Nächstes tun sollte, war ihm noch nicht klar, deswegen dachte er die ganze Nacht nach und sein Entschluss stand fest: Er wollte zur Himmelskriegerprüfung. Am nächsten Tag machte er sich Gedanken, wie er dazu kommen konnte. Er wollte, dass seine Mutter ihm die Teilnahme an der Prüfung erlaubte, doch es gab nie eine Gelegenheit, sie davon zu überzeugen, denn sie wollte darüber nicht reden. Da kam ihm plötzlich ein Geistesblitz: „Ich könnte von zuhause weglaufen und sie damit umgehen. Aber ich weiß nicht, ob es wirklich so eine gute Idee ist, denn wie würde meine Mutter reagieren? Ich muss ihr einen Brief hinterlassen, damit sie die Situation versteht, denn wie sollte ich sonst zur Himmelskriegerprüfung? Mir wurde etwas Großes zugetraut und da muss ich es richtig machen“, dachte er sich.

Er nahm das Essen und die Getränke von zuhause mit, damit er nichts zu kaufen brauchte, denn er hatte eben kein Geld für solche Sachen. Er musste mit dem Geld sorgsam umgehen, denn er brauchte es, um an der Himmelskriegerprüfung teilzunehmen. Er nahm nur die wichtigsten Sachen mit: Essen, etwas zu trinken, Klamotten und das Bronzeschwert von seinem Vater in einer schwarzgrünen Tasche, die so nur halb gefüllt war. Max hatte absichtlich eine zu große Tasche mitgenommen. So konnte er, falls nötig, neu erworbene Dinge ebenfalls in die Tasche packen. Es war Anbruch der Nacht und seine Haare wehten in sein zufriedenes Gesicht. Er hatte sich schon vorher satt gegessen und geduscht. Er hatte schon früher mit dem Schwert trainiert und konnte einigermaßen damit umgehen. Er wusste selber, dass das Bronzeschwert schlecht war, aber es zeigte seine wahre Kraft erst, wenn man es richtig benutzte, das hatte ihm der Vater immer gesagt. Er hatte ihn auch immer wieder ermuntert, doch er ist gestorben, als er die Welt gerettet hat, und deswegen redete Max’ Mutter nicht mehr viel über ihn. Das Einzige, was sie von ihm noch besaßen, war das Schwert und der Ehering.

Max hatte sich extra für die Himmelskriegerprüfung so lässig wie möglich angezogen. Seine dunklen Haare passten zu seiner etwas dunkleren Gesichtshaut. Eine coole Lederjacke umhüllte ein grünes Hemd, dessen Farbe seiner Lieblingsfarbe entsprach. Eine lockere Jeanshose wurde von einem braunen Gürtel gehalten. Dazu passend trug er dunkle Schuhe mit Schnürsenkeln. Seine grünen Augen passten zu den hellen Lichtstrahlen des Mondes. Er konnte es kaum erwarten, neue Freunde zu finden. Der Gedanke, all die verschiedenen Menschen, die es dort gab, zu Freunden zu machen, ließ ihn sich noch mehr freuen.

Er dachte darüber nach, welche Gefahren ihn wohl bei der Himmelskriegerprüfung erwarten würden: „Wenn ich neue Freunde finde, werde ich jeden Gegner besiegen können. Dabei sollte ich aufpassen, dass ich nicht sterbe, aber was genauso wichtig ist, ist, dass meine Freunde nicht sterben. Denn ein Freund ist das Wichtigste, was man auf der Reise finden kann“, dachte er sich.

Sein Reiseziel war die Stadt Metropole, denn dort war, wie er es jedenfalls erfahren hatte, die Anmeldung für die Himmelskriegerprüfung. Er hatte eine lange Reise vor sich. Er langweilte sich auf dem Weg zur Stadt, da er keine Beschäftigung hatte. Nachdem er den ersten Tag der Reise vollkommen erschöpft überstanden hatte, wollte er sich im Wald hinlegen. Aber bei Nacht hörte er Schritte, wobei er sich unsicher war, ob es Schritte waren, denn für ihn hätte es auch der Blätterboden, den er sich gemacht hatte, sein können. Aber nach einer Zeit spürte er ein Gefühl der Unsicherheit und stand auf. Als er sich aufrichtete, sah er einen eher mageren Dieb seine Tasche plündern. Er wusste, dass er sich verteidigen musste, deswegen zog er das Bronzeschwert aus der Schwertscheide und nahm eine Position ein, die er einmal als kleines Kind bei seinem Vater gesehen hatte. Der etwas ängstliche Dieb zog ein krummes Messer, das nicht mal mehr scharf war. Max wollte gerade zum ersten, unsicheren Schlag ausholen, als der kleine, magere Dieb zu weinen anfing. Er zitterte am ganzen Körper. Max konnte ihn einfach nicht schlagen. Als Max näher an den Dieb wollte, um zu fragen, was los sei, stach der Dieb mit dem Messer in Richtung Max’ Gesicht, dieser jedoch konnte knapp ausweichen, wobei es ihn schliff. Max wusste, dass er sich verteidigenmusste.Der Dieb griff einfach kontinuierlich weiter an, Max war dieses Mal aber darauf gefasst, sodass er jedem Angriff ausweichen konnte. Als Max bemerkte, dass die Angriffsgeschwindigkeit des Diebes sank, schlug er mit seinem Schwertgriff gegen dessen Nacken, und zwar so, dass dieser in Ohnmacht fiel. Er wollte dem Dieb nichts Böses, also nahm er nur seine eigenen Sachen und ging weiter.

Nach einem weiteren Tag war er endlich an seinem Ziel angekommen. Am Tor der Stadt wusste er schon, dass er Geld brauchte. Er fragte einen Mann: „Könnten Sie mir sagen, wie ich Geld verdienen kann?“ „Du musst zum Quest1-Markt gehen. Dort redest du mit dem Quest-Geber, der dir dann eine Quest erteilt. Wenn du diese erfüllst, erhältst du Geld. Wie du die Quest erfüllst, ist deine Sache. Aber Junge, pass auf, die Aufgaben sind nicht ohne. Viele Menschen sind dabei schon gestorben.“ „Wo ist der Quest-Markt? Ich muss ihn nämlich schnell finden.“ „Am Ende der Straße. Sieht aus wie ein normaler Laden. Du erkennst ihn am Schild.“ Max bedankte sich und folgte der länglichen Straße, die ihm der nette Mann gezeigt hatte. Am Ende der Straße war ein Laden, der nicht gerade einen schlimmen Eindruck machte. „Ist das echt der Quest-Markt?“, fragte er sich. Auf dem Schild über dem Laden stand: „Quest-Markt“ „Wenn es darüber steht, dann muss es wohl so sein, ich hab ja keine Ahnung von dieser Stadt, denn wir sind nicht oft hierher gegangen. So kriege ich die Eintrittssumme in der Höhe von 200 Gold schnell zusammen. Ich habe noch eine Woche Zeit. Ich sollte aber auch die Quests nicht unterschätzen, denn jede einzelne Quest kann mich töten. Ich kann sie nicht so gut einschätzen“, dachte Max.

1 Aufgabe

2. Kapitel – Eine gefährliche Aufgabe

Der Quest-Geber sprach ihn an: „Guten Tag, mein Herr. Wir haben hier für jeden etwas zu tun.“ „Ist das hier der Quest-Markt? Denn ich muss sehr schnell Geld zusammenbekommen und da dachte ich direkt an ihn“, fragte Max den Besitzer. „Ja, in der Tat, mein Herr. Und es gibt zur Zeit Quests auf Lager. Wenn jemand an der Himmelskriegerprüfung teilnehmen will, kann er sich hier das dafür nötige Geld verdienen. Für die entsprechenden Aufgaben bekommst du entsprechendes Geld. Sagen wir, du musst eine schwere Quest abschließen, dann bekommst du umso mehr Geld. Aber ein paar Quests sind nicht ohne, das muss ich dir schon sagen, damit du nicht stirbst.“ Max fragte sofort: „Was für Quests haben Sie denn auf dem Lager? Ich möchte nämlich an der Himmelskriegerprüfung teilnehmen. Und dass diese Quests schwer sind, wurde mir schon einmal gesagt, ich kann sie schon einschätzen. Ich habe schon einiges dafür trainiert.“ Da sagte der Quest-Geber: „Für dich würde die Quest mit dem Tempel am besten passen. Du sollst zum Tempel des Feuers und musst, falls du das Geld haben möchtest, die zwei Feuerkugeln von der Spitze holen. Du brauchst nur eine davon herzubringen. Wenn man eine solche isst, kann man Feuer bändigen. Deswegen kannst du eine behalten und bekommst zusätzlich 100 Gold von mir. Die Feuerkugeln sehen so aus wie Rubine und alle 20 Jahre entstehen nur zwei davon. Du erhältst noch diese Karte für deine Quests und Aufgaben. Aber pass auf, diese Tempel sind voller Fallen, die dich sehr schnell ausschalten können. Niemand hat diese Quest bis jetzt geschafft.“

Max bedankte sich und machte sich auf den Weg. Nach der Karte des Verkäufers lag der Feuertempel weit östlich. Es war anscheinend eine Art Wüste, wie es da auf der Karte stand. Das bedeutete eine Tagesreise, die Nacht nicht mitgezählt. Immerhin war der Tempel 50 km von der Central City entfernt. Max wusste, dass er für so eine lange Reise ein Reittier brauchte, aber er wusste einfach nicht, woher er ein solches bekommen sollte. Das war ihm einfach nicht klar. Er wollte aber unbedingt eines. Plötzlich hörte er einen Hilfeschrei und konnte nicht weiter darüber nachdenken. Er drehte sich um und rannte los. Als er am Ort war, von dem der Hilfeschrei gekommen war, brannte es überall. Max fragte sich, was passiert war. Er sah nicht, was das alles zum Brennen brachte. Er konnte am Boden nichts finden, was ein Feuer auslösen konnte. Max fragte sich unsicher: „Gibt es unsichtbare Monster oder Monster, die klein sind?“

Doch da schrie ein Mann: „Ein Drachenreiter. Er wird hier alles zerstören, was es in der Stadt gibt.“ Max sah sofort nach oben und bemerkte einen Mann, der auf einem Drachen ritt. Der Reiter schrie: „Übergebt mir die Kontrolle über die Stadt, sonst wird’s bald nichts mehr von der Stadt geben, das schwöre ich euch.“ Max hatte sowas schon mal gehört, dass die Städte manchmal von nur einem Drachenreiter bezwungen werden. Max lächelte und wusste, was zu tun war. Er provozierte den Drachenreiter. „Ha, du kämpfst doch nur mithilfe des Drachens, weil du Angst hast, mit einem Schwert zu kämpfen, du kannst überhaupt gar nicht richtig kämpfen.“ Der Drachenreiter hörte das sofort, kam runtergeflogen und stieg von dem Drachen ab. Er nahm ein Schwert heraus, kam ganz nahe an Max heran und fragte wütend: „Was hast du zu mir gesagt?“ Max antwortete frech: „Das.“ Und er gab dem Mann eine Ohrfeige. Während sich der Mann noch mit dem Schmerz beschäftigte, rannte Max zu dem Drachen und stieg auf ihn auf. Max fing direkt an, den Drachen aufsteigen zu lassen, denn der Mann hatte sich wieder gefasst und wollte gerade auf Max zulaufen. Er konnte den Drachen aber nicht mehr erreichen. Da lachte Max: „Wer ist hier der Stärkere? Na! Aber es tut mir leid, ich muss mich auf den Weg zum Tempel des Feuers machen. Ich leihe mir mal deinen Drachen aus.“ Dann rief er: „Einwohner der Stadt, dieser Mann ist jetzt entwaffnet. Ihr könnt über ihn richten, denn er wollte eure Stadt beherrschen.“ Als er mit dem Drachen wegflog, sah er hinter sich eine riesige Menge Menschen auf den Mann losgehen. Dieser Drache war aber sehr schwer zu lenken. Max wäre beinahe fast vom Drachen gefallen. Er sagte dann aber nur ruhig: „Übung macht den Meister, das muss ich öfter machen, damit ich es lerne, ihn lenken zu können. Denn ich habe keine Lust zu sterben, nur weil ich vom Drachen gefallen bin. Er ist auch echt schwer zu lenken. Er gehört wohl zur Kämpferart, er kann nämlich Feuerspucken und lange fliegen. Ich brauche einen Drachen mit Ausdauer. Hätte ich einen Drachen von der schnellen Sorte, würde der aber nach ein paar Minuten fertig sein. Dieser Drache ist einfach perfekt und es ist so wunderbar, dass ich ihn mir geschnappt habe. Aber ich sollte ihn auch fürsorglich behandeln, damit er nicht wütend wird. Für meine Reise zu dem Feuertempel würden auch normale Reittiere für den Boden gehen, aber die sind einfach zu langsam. Es würde mir dann auch etwas zu heiß sein. Jetzt wird aus der Tagesreise eine Stundenreise, das war ja mal nützlich, dass ich diesen Drachen geraubt habe. Es war aber auch echt idiotisch von dem Mann, dass er sich hat provozieren lassen. Er regte sich aber auch ganz schön schnell auf.“ Es gab viele Leute in Max’ Alter, die doppelt so viel Entfernung in einer Stunde schaffen konnten, denn die hatten Drachen einer besonderen Art, die sehr selten sind. Sie haben eine sehr hohe Ausdauer und sind so schnell wie die Drachen der schnelleren Sorte. Die sind einfach nur unglaublich.

Er machte sich auf den Weg aus der Stadt zum Tempel des Feuers. Dorthin zu gelangen war nicht gerade einfach, denn es erwartete ihn ein heißes Problem. Er erkannte es an komischen Windgeräuschen. Es war ein Adler, der mit hoher Geschwindigkeit auf ihn zuraste. Max hörte diese Bewegungen, zog sofort sein Schwert, das der Adler jedoch abwehrte, mit einem Arm. Er hatte extra Eisenarmschienen, die den Kampf erleichterten. Max wusste, dass er diesen Adler nicht so besiegen konnte und deswegen flog er mit dem Drachen nach unten und stieg ab.

Der Adler kam auf den Boden zugerast und bremste in letzter Sekunde ab. Er hatte komischerweise Arme und Beine, was Max nicht erwartete. Der Adler fing direkt an zu kämpfen. Er versuchte, Max an den Beinen zu treffen. Max blockte es ab, doch der Adler schlug dann mit der anderen Faust auf Max’ Gesicht, was dieser dann nur noch sehr schwer abblockten konnte. Doch dann bückte sich der Adler und gab Max mit seinen Füßen einen Tritt, woraufhin er zu Boden fiel. Da sagte der Adler enttäuscht: „Und ich dachte, es gibt hier stärkere Menschen, alle Menschen enttäuschen mich hier, in letzter Zeit war keiner ehrenhaft genug für mich. Bestimmt bist du jetzt verwirrt, warum ich sprechen kann, das ist hier in der Gegend eben normal. Doch ich will nicht viel reden, sondern dich töten. Mach dich bereit zu sterben.“ Max erwartete jetzt, dass der Adler ihn tötete. Der Vogel holte schon mal aus, um Max den letzten Schlag zu verpassen, als plötzlich Max’ Drache Feuer auf den Adler spie, was Max nicht erwartet hätte. Der Adler drehte sich zum Drachen, um das Feuer zu blocken. Den Armbändern des Adlers passierte gar nichts, doch Max nutzte den Moment und gab ihm einen Kick gegen die Beine, woraufhin der Adler zu Boden fiel. Als Max dann aufstand und dem Adler gerade den Gnadenstoß verpassen wollte, blockte der Adler schnell mit den Metallarmschienen die Schwerthiebe ab. Dann machte der Adler einen Rückwärtssalto und stand dann wieder richtig. Er sagte: „Bestimmt fragst du dich jetzt, warum meine Armschienen nicht kaputtgehen, doch es ist sehr klar, warum. Sie wurden aus einem Stahl hergestellt, der sogar Feuer widerstehen und die härtesten Schläge abwehren kann. Dieses Material nennt sich ‚Frumantium‘. Diese Armschienen kannst du nicht zerstören, die sind einfach unzerstörbar. Und dieses Material kannst du auch nicht bekommen, weil es das seltenste Material der Welt ist, ich musste viele Leute töten, um es zu bekommen. Ich werde dich besiegen, egal was du versuchst, ich werde dich besiegen, selbst wenn dein nerviger Drache mithilft, er wird dir nicht helfen können, wenn ich dich töte. Denn mit Blut werten sich diese Armschienen immer weiter auf, und das will ich erreichen. Ich will der Stärkste auf Erden werden, denn ich habe schon so viele Leute und Tiere getötet, um diese Macht zu erlangen, das weißt du nicht. Ich habe fast alles versucht, um das hier aufzuwerten. Ich habe Menschen in Massen getötet. Ich bin der Stärkste. Niemand kann mich übertreffen, erst recht nicht du. Es wäre eine Schande für mich, hätte ich gegen so ein kleines Kind verloren, aber anscheinend bist du doch langweilig. Ich hätte etwas mehr erwartet von Kindern. Denn angeblich waren es Kinder, die die Welt vor der Zerstörung bewahrt hatten, aber scheinbar bist du doch nicht so stark. Anscheinend bist du wie jeder andere ein Angeber. Ich bin einfach nur enttäuscht, was aus den alten Zeiten geworden ist, wo die Gegner noch stark waren und keine Angeber. Diese Zeiten sind wohl schon vorbei, was sehr traurig ist, denn es gibt keinen ehrenhaften Gegner mehr für mich.“

Während der Adler redete, hörte Max nicht zu, denn er hatte irgendetwas Komisches am Boden bemerkt. Es war etwas, das so aussah wie eine Bärenfalle, nur mit einer Granate daran. Max dachte sich: „Um ihn zu besiegen, muss ich die Umgebung nutzen, denn sonst wird es ganz übel für mich werden. Und dieser Typ im Tempel hatte doch von Fallen erzählt. Vielleicht ist ja das eine der Fallen. Ich muss ihn da reinlocken, denn wenn er erst mal dort drinnen ist, wird er sterben, und genau das muss ich erreichen. Ich muss ihn dazu bringen, sich selber zu töten. Aber bestimmt vermutet er es schon.“ Max fing direkt an, auf den Adler einzuschlagen, woraufhin aber der Adler nur nach hinten auswich und noch weiter zurückwich. Doch genau vor der Falle sprang er einfach über die Falle und sagte lachend: „Du dachtest doch wohl nicht ernsthaft, dass ich in meine eigene Falle tappe, das wäre ja doch zu peinlich. Aber wer tappt denn schon in seine eigene Falle? Nur kleine dumme Kinder wie du. Ich wollte diese Falle nutzen, nicht dass ich selber dort reingehen wollte. Ich wollte diese Falle nutzen, um hier Menschen zu fangen. Doch jetzt fange ich an anzugreifen.“ Der Adler griff Max mit einem Hagel von Schlägen an, was Max nicht wirklich gut abblocken konnte. Er hatte überall blaue Flecken. Der Adler schlug so lange auf Max ein, bis dieser erschöpft zu Boden fiel. Max konnte nicht mehr. Alles war verloren, niemand konnte ihm mehr helfen, er war kilometerweit von der Stadt entfernt und es konnte ihm niemand mehr helfen. Max schloss seine Augen.

Doch diesmal kam der finale Schlag nicht. Max öffnete seine Augen und der Drache spie wieder Flammen auf den Adler. Max konnte nicht aufstehen, er hatte Schmerzen an seinen Körper, und zwar überall. Max konnte nicht einfach so aufstehen, um den Adler zu schlagen, dafür tat ihm alles zu sehr weh, aber irgendwie bemerkte er: Der Drache setzte sich für ihn ein und er wusste nicht warum. Irgendwie kam es ihm so vor, als hätte der Drache eine Bindung zu ihm. Max war traurig, dass er dem Drachen nicht helfen konnte. Denn der Adler rannte direkt auf diesen zu. Max wusste, dass der Drache den Schlägen des Adlers nicht lange widerstehen würde. Aber er lächelte komischerweise. Er trat einige Schritte nach hinten und wartete darauf, dass der Adler kam. Ungefähr 20 Meter vor dem Drachen hing der Adler fest. Er kam einfach nicht weiter. Das, was er noch sah, war eine Explosion.

Jetzt wusste Max, was der Drache gemacht hatte. Er hatte den Adler in seine eigene Falle gelockt. Max konnte nicht mehr. Er lag einfach am Boden. Der Drache kam zu Max. Max dachte schon, dass der Drache ihn töten würde, aber er schleckte ihn einfach nur ab. Max konnte schwer aufstehen. Aber etwas Komisches passierte. Der Adler zerfiel zu Asche. Max fragte sich, wie das überhaupt passieren konnte, er konnte es nicht fassen, dass es solche komischen Monster gab. Max fragte sich, was das überhaupt für ein Adler war. Er war jedenfalls nicht normal. Max wusste nicht warum, aber irgendwie hatte er den Drang, in der Asche rumzuwühlen. Er wühlte in der heißen und trockenen Asche nach etwas Besonderem. Er fand komischerweise einen Helm, der aus den Knochen und dem Schnabel des Adlers bestand. Max dachte erfreut: „Ich wusste doch, dass die zu große Tasche zu etwas zunutze ist. Aber ich hätte lieber eine noch größere mitnehmen sollen, denn alles, was ich auf dieser Reise finde, wird hier nicht reinpassen. Diesen Helm werde ich nicht aufsetzen, aber er wird nachher bestimmt nützlich sein, das denke ich jedenfalls.“ Er nahm den Helm und steckte ihn in die Tasche.

Er wühlte in der Seitentasche nach Medizin oder anderen Dingen, denn er wollte seine Wunden heilen. Er fand einen Balsam, mit dem er seine Wunden dann beschmierte, und in der anderen Seitentasche fand er noch zwei Hähnchenflügel. Er hatte einen Mordshunger und aß einen davon, doch irgendwie wollte er den zweiten nicht essen, also ging er zum Drachen und gab ihm das andere Stück. Der Drache verschlang das Fleisch gierig, anscheinend war er seit sehr langer Zeit nicht gefüttert worden. Max war froh, dass er dem Drachen etwas zu essen geben konnte. Er ging zu ihm und streichelte ihn am Kopf. Der Drache ließ das auch zu, als wäre er ein wichtiger Freund, deswegen behandelte Max den Drachen fürsorglich und als wäre er sein eigenes Haustier. Sie flogen weiter. Dieses Mal ließ sich der Drache aber viel leichter lenken. Auf dem Weg war es heiß und Max hatte Durst, doch er fand nichts zu trinken. Er hatte unendlichen Durst, er musste etwas trinken, sonst würde er austrocknen.

3. Kapitel – Der Fluch

Als er am Feuertempel ankam, war er ziemlich erschöpft. Er konnte nicht hinein, weil das Tor nicht aufging. Direkt daneben stand eine Steintafel, auf der stand: Um dieses Tor zu öffnen, muss man den alten Weisen zum Tempel bringen, aber … Weiter konnte Max nicht lesen, weil da alles nur noch verschwommen stand. Er war wütend: „Als hätten wir nicht schon genug Probleme, dann müssen wir auch noch Versteckspiele spielen, auf die ich wirklich keine Lust habe, denn ich bin fast am Verdursten. Ich brauche etwas zu trinken, sonst kann ich echt nicht weitermachen, ich bin fast am Austrocknen.“ Max machte sich auf den Weg, um etwas zum Trinken zu finden. Als er an eine Quelle kam, brachte er seinen Drachen dorthin. Als Erstes trank er und dann trank der Drache. Doch Max war so nah am Rande der Quelle, dass der Drache ihn einfach reingeschubst hatte. Der Drache lächelte nur, denn er konnte nicht lachen. Max meinte ironisch: „Hahaha, das ist ja alles so lustig. Das hätte ich aber nicht gewollt, das ist voll unnötig. Warum hast du das überhaupt gemacht? Das war überhaupt nicht lustig und mach das nicht wieder, immerhin habe ich dir etwas zu essen gegeben. Warum wirfst du mich denn dann so gnadenlos ins Wasser?“ Als Max wieder aus dem Wasser kam, war er nass und etwas erkältet. Ihm war kalt und er fühlte sich nicht wohl. Er sammelte Holz, um ein Feuer zu machen. Doch er wusste nicht, wie er welches erzeugen sollte. Der Drache spie dann einfach direkt Feuer darauf. So hatten sie schnell eines.

Doch Max war wieder eingefallen, dass er den Weisen suchen musste, deswegen stand er schon nach einer Stunde wieder auf, er musste sich ja beeilen. Er meinte zu seinem Drachen: „Du musst hierbleiben, ich suche nach jemandem und du brauchst nicht mitzukommen, denn er wird dich vielleicht nicht mögen, deswegen empfehle ich dir, hierzubleiben, das wäre vielleicht zu gefährlich für dich, denn ich will dich auch nicht verlieren, weil du ein wichtiger Freund für mich bist.“ Er machte sich auf den Weg, um den Weisen zu finden.

Es dauerte nicht lange, bis er jemanden schreien hörte. Er rannte sofort in die Richtung, aus der der Schrei kam. Er konnte die Laute sehr gut verfolgen, da diejenige Person die ganze Zeit über schrie. Es war ein alter Mann, der in einer Art Schlamm bis zur Brust versunken war. Anscheinend war es Treibsand. Max fragte schnell: „Sind Sie der alte Weise, der zum Tempel gehört?“ „Ja, natürlich. Nun befreie mich doch bitte endlich. Dann reden wir weiter“, erklärte er Mann. Max zog dann so kräftig wie möglich an dem Alten, um ihn aus dem Schlamm zu holen. Und schwupp, der alte Weise war endlich nach langer Zeit aus dem Schlamm befreit. Der Mann lachte aber fies. Max sagte: „Kommen Sie mit zum Tempel, alter Weiser, um das Tor zu öffnen. Ich muss mich nämlich beeilen, sonst komme ich zu spät.“ „Der Tempel interessiert mich einen Dreck. Ich könnte darauf sogar spucken. Wen interessiert es schon, wer so einen Tempel bezwingen will? Wenn ich gegen dich kämpfen muss, wird es doch langweilig, weil ich dich sogar auffressen könnte, du bist einfach gar nichts. Ich werde dich kleinen Wurm zerquetschen“, sagte der alte Weise mit einer monsterhaften Stimme. Da redete der alte Weise wieder mit der normalen Stimme bittend: „Bitte verschwinde von hier, denn hier ist es nicht geheuer und ich bin sehr gefährlich, denn ich bin …“ Plötzlich fiel der Alte in Ohnmacht und zu Boden. „Was für ein komischer Mann. Als Erstes redet er so komisch und danach meint er, ich solle von ihm verschwinden“, dachte Max. Es dauerte nicht lange, bis ein Monster wie ein Geist, also ohne seinen Körper zu verletzen, aus dem Weisen herauskam. Es war ein Monster mit Schwert, Schild, Rüstung und Hörnern. Es war größer als der Körper des Mannes. Es trat als Erstes den Körper vom alten Mann zur Seite. Dann sagte es fies: „Was er dir sagen wollte, ist, dass er verflucht ist, aber das nützt dir jetzt auch nichts mehr. Der Körper dieses Alten ist komischerweise sehr schwer zu beherrschen. Niemand hat es bis jetzt gewagt, gegen mich anzutreten. Und wenn ich gegen dich kleinen Bengel kämpfen muss, wird es langweilig.“ Max sagte: „Das glaube ich kaum. Und warum musstest du den Körper des alten Mannes wegtreten, er hat dir doch gar nichts getan. Das war nicht sehr nett, oder? Aber das war ja auch nicht das, was ich von euch Monstern erwartet hatte, ihr seid sehr ungerecht gegenüber den Menschen.“ Das Monster wurde wütend. Dann brüllte es: „Der Mensch hier geht dich einen Dreck an. Denn ich beherrsche seinen Körper und damit bin ich der Herr des Körpers. Du wirst es sehen, kleiner Zwerg. Außerdem hast du auch meinen Bruder auf dem Gewissen! Deswegen werde ich dich zerquetschen. Aber ich kann nicht verstehen, wie er gegen so einen Winzling wie dich verlieren konnte! Das ist einfach nicht normal. Das ist eine Schande von meinem Bruder, dass er gegen dich verloren hat.“ Max wurde etwas klar: „Achso, dein Bruder war also der brennende Adler. Und er hat sogar aufgepasst, doch ich bin einfach zu stark. Aber was ihr beiden gemeinsam habt, ist, dass ihr so dumm seid und euch mit mir anlegt. Aber ich kann dir nur sagen, dass ich ihn nicht getötet habe. Er hat sich selbst getötet, indem er in seine eigene Falle getappt ist, und das war eben sehr dumm. Hoffentlich bist du auch so dumm.“ Das Monster fauchte: „Wie kannst du es wagen, mich und meinen Bruder so zu beleidigen? Das muss bestraft werden. Deswegen werde ich dich auffressen und meinen Bruder rächen. Und anscheinend hast du dir von meinem Bruder einige Wunden eingefangen. Das sieht nicht sehr schön aus. Aber was dir jetzt passieren wird, ist auch nicht sehr schön. Ich werde dich nämlich töten, und das wird wirklich nicht schön.“

Das Monster begann mit dem Angriff, wobei sein Schwert genau auf Max’ Kopf gerichtet war. Max wich aus und das Schwert blieb im Boden stecken. Aber das Monster schlug Max einfach mit seinem Schwanz weg, was dieser nicht erwartet hatte, deshalb stolperte er nach hinten. Max fiel fast um, aber das wollte er nicht, denn damit verschaffte er dem Feind nur einen großen Vorteil, deswegen rammte er das Schwert in den Boden, damit er nicht so weit nach hinten fiel. Max bemerkte genau: „Du kannst also auch mit deinem Schwanz angreifen, obwohl du so fett und schwer bist. Bestimmt lacht dich jeder aus, weil du so fett bist. Ich würde dich nicht gerne zu meinem Freund haben, egal wie und wann.“ Da wurde das Monster wütend und startete den gleichen Angriff noch mal, wobei Max wieder auswich, doch dieses Mal schnitt Max mit seinem Schwert im Reflex den Schwanz des Monsters einfach ab. Das Monster schrie schmerzerfüllt auf. Es wurde jetzt noch wütender und schneller. Max rannte auf das Monster zu und sprang über dieses, indem er versuchte, seine Hand auf den Rücken des Monsters zu stützen. Doch dieses nahm Max’ Arm und warf ihn zu Boden. Langsam kehrten die Schmerzen vom letzten Kampf wieder zurück. Max spürte jetzt all den Schmerz, den er aus dem Kampf mit dem Adler zurückbehalten hatte. Er konnte sich schon wieder nicht mehr bewegen. Das Monster kam auf Max zu und gerade als es auf ihn einstechen wollte, spürte Max eine unbekannte Kraft in sich, die er nicht kannte. Er wich einfach dem Schwert aus, stand auf und gab dem Monster einen Kick. Es war irgendwie eine Kraft in ihm erwacht, die ihn am Leben hielt, eine Kraft, die ihm irgendwie bekannt und unbekannt zugleich vorkam. Doch das Monster fragte: „Wie kann es sein, dass du dich einfach noch so frei bewegen kannst, wenn du so schwer verwundet wurdest? Die meisten Menschen würden bei jeder Bewegung direkt aufschreien. Was hält dich am Leben? Anscheinend bist du doch nicht so schwach und uninteressant. Aber weißt du was? Ich werde dich trotz der Kraft, die dich am Leben hält, töten, denn niemand kann meiner Klinge entkommen, kein einziger Mensch. Du bist dennoch schwach, und ich werde dich besiegen. Der Tritt, den du mir eben gegeben hast, war nicht gerade stark. Wenn das schon wieder deine ganze Kraft war, dann wirst du mich nicht besiegen können.“ Max sagte dann abwertend: „Jaja, du Großmaul. Immerhin bin ich derjenige, der mit Wunden kämpft, nicht du, also kannst du gar nichts. Ich habe hier eine schwere Aufgabe und muss verwundet kämpfen und du bist eben ein Feigling und kämpfst nicht verwundet. Okay, ich habe dir gerade eben den Schwanz abgehackt und du hast dann geschrien, aber ich versuche weiterhin, ein Mann zu bleiben, und das schaffe ich auch, denn ich habe bis jetzt noch gar nicht geschrien. Dein Bruder hat auch nicht geschrien, weil er es nicht konnte, denn er ist schon tot und er wird nicht zurückkehren. Das muss ein harter Schlag für dich sein.“

Das Monster stieß einen Schrei aus. Sein Schwanz war mit diesem Schrei einfach nachgewachsen. Da sagte es lachend: „Ich kann, wenn ich will, alles außer meinen Kopf regenerieren, also kann ich gar nicht verwundet werden. Das bedeutet dann automatisch auch, dass ich so gut wie gewonnen habe, denn bei dir regeneriert sich gar nichts. Das bedeutet, wenn ich dir ein Bein abschneide, dann wirst du für immer nur ein Bein haben. Das wäre doch mal eine schöne Vorstellung, wenn du für immer nur mit einem Bein rumlaufen müsstest. Du würdest dann bestimmt mit dem Fahrrad fahren und die ganze Zeit hinfallen, weil die Kraft des einen Beines nicht reicht, um in die Pedale zu treten.“ Da sagte Max: „Aber die Kraft des einen Beines würde reichen, um dich zu besiegen, du Idiot, das reicht mir, ich will dich nämlich in der Hauptsache besiegen. Denn niemand braucht mehr als einen Fuß, um dich zu besiegen, wirklich niemand. Nicht mal meine Oma braucht mehr als einen Fuß, um dich zu besiegen, und außerdem kannst du es dir schlecht vorstellen, weil ich noch vollkommen ganz und munter bin und du kleiner Idiot kannst mir dann gar nichts sagen, weil bei mir alles noch dran ist, aber bei dir ist dafür nicht mehr alles dran, da ich dich ja besiegen muss. Und ich will dich besiegen, was dann kein großes Problem wird. Ich könnte sogar meine Augen schließen, ich würde nicht getroffen werden und dich besiegen.“ Max machte aus Spaß die Augen zu, doch anscheinend griff das Monster tatsächlich an. Da kam schon wieder diese komische Kraft in Max’ Körper, die ihn dazu brachte, etwas Unglaubliches zu tun. Max leitete das Schwert des Monsters von sich ab und dann gab er dem Monster noch ein Kick dazu. Da fragte es überrascht: „Wo hast du das gelernt, das kann doch bestimmt kein normales Kind, und wenn doch, dann ist diese Welt unglaublich, aber ich glaube, du bist der einzige Mensch, der so etwas kann. Trotzdem bin ich überrascht, denn das kann wirklich kein normales Kind. Wenn es Erwachsene geben würde, die diese Kraft hätten, dann würde ich es ja verstehen, aber wenn es solche Kinder gibt, bin ich ehrlich und mache mir Sorgen um die Erwachsenen. Du könntest sogar Erwachsene besiegen. – Komm zu uns. Schließe dich uns an, wir werden dann unglaublich viel Macht haben und die Welt beherrschen, falls wir uns miteinander verbünden. Du bist echt stärker als mein anderer Bruder und ich bin überrascht, dass du so viel in dir hast. Mein anderer Bruder war nur Dreck und ein Schwächling. Dem konnte man ja gar nichts überlassen. Aber wenn wir beide uns zusammenschließen, dann werden wir immer stärker und dann werden wir die Herrscher der Welt und das willst du doch auch? Sag mir nicht, dass du die Welt nicht beherrschen willst? Jeder will die Welt beherrschen, du musst es zugeben. In deinem Herzen sagt etwas, dass du die Welt beherrschen sollst, sei ehrlich.“ Da sagte Max: „Ja, ein Teil meines Herzens sagt, ich soll die Welt regieren, aber ich will das nicht. Ich herrsche über meinen Körper und das ist das Wichtigste, das bedeutet, ich werde mich doch nicht dir anschließen, denn ich bin ein netter Mensch, der sich um jeden sorgt. Ich bin nicht so jemand, der will, dass sich andere ihm unterwerfen, das wären dann solch böse Leute und ich bin kein böser Mensch. Du kannst dieses Angebot anderen Menschen machen, aber nicht mir. Aber das kannst du sowieso nicht mehr machen, denn ich werde dich einfach nur töten. Wenn ich mit dir ein Team bilden würde, wäre es so, als würde ich mit dem Teufel einen Pakt schließen und ich bin nicht so schlimm. Du bist böse und niemand will jemand Bösen als Verbündeten.“ Da meinte das Monster enttäuscht: „Och, ich dachte, du bist ein Mensch, der nur Macht will, aber leider bist du es nicht. Wir wären einfach ein so gutes Team gewesen, doch du weigerst dich. Das war ein Fehler, wir hätten Herrscher der Welt werden können, aber du willst es nicht und ich weiß nicht warum. Ich werde dir jetzt zeigen, was es bedeutet, wenn man stark ist, du bist nämlich auf jeden Fall nicht stark. Du bist ein guter Mensch, leider, warum bist du kein schlechter Mensch? Aber egal, mal sehen, wie du auf meine Seite kommst, und wenn ich dich auf diese prügeln muss. Du wirst und musst auf meine Seite kommen, denn du bist nützlich. Du wirst mit mir die Welt regieren, weil du mit den Armschienen stärker wirst. Du wirst unendliche Macht erlangen mit mir, niemand wird es mit uns aufnehmen können.“ Da sagte Max, die Augen verdrehend: „Damit du mich am Ende töten kannst, um noch stärker zu werden und die Welt alleine zu kontrollieren, das ist ja mal ein dreckiger Plan, ich hätte dir niemals vertrauen dürfen. Du willst doch am Ende nur selber an die Macht kommen, und ich wette, du hast auch geplant, deinen anderen Bruder so zu töten, du bist einfach nur unehrenhaft. Ich würde mich dir niemals anschließen, egal, wie lange du mich verprügeln würdest, was du aber nicht tun kannst und wirst, weil ich dich nämlich hinrichten werde und zwar mehrmals, weil du ja einfach nicht richtig stirbst. Du bist einfach nur eine Gestalt niederer Stufe, weil du einfach jeden hintergehen willst. Ich wette mit dir, du hast schon sehr viele Menschen und Monster getötet. Du bist einfach nur eine miese Ratte. Aber jetzt bin ich richtig wütend. Wenn ich daran denke, wie viele Leute du getötet hast, regt mich das immer mehr auf. Du bist einfach nur feige und dumm, und du bist nur durch das Blut anderer Getöteter stärker geworden, nicht anders.“

Da lachte das Monster und sagte: „Du hast mich wohl durchschaut. Aber wen interessiert es schon, wenn ich so ein paar Menschlein getötet habe? Niemand, wirklich niemand mochte die Menschen und deswegen hatte ich sogar ein Recht darauf, sie zu töten. Also kannst du gar nicht mitreden. Ich bin sogar ein Guter, denn ich töte die Leute, die schlecht und böse sind. Ich bin einfach nur gerecht. Und ich bin dadurch auch noch immer stärker geworden und darüber bin ich glücklich. Es hat sich gelohnt, so viele Menschen und Monster zu töten. Es interessiert mich nicht, was die anderen Menschen davon halten, aber ich finde, Menschen zu töten, um stärker zu werden eigentlich ganz okay. Ich mag es, wenn wir Leute opfern, nur um stärker zu werden, denn jeder, der so stark werden will wie ein Herrscher, hat bestimmt eine Menge Opfer gebracht und deswegen möchte ich mich denen eben anpassen. Was ist daran so schlimm, wenn ich mich nur anpassen will? Hahaha. Ihr Menschen seid einfach nur dumm. Ihr wollt so oft wie möglich gerecht sein, aber wer braucht es, gerecht zu sein, wenn man ewige Macht haben kann? Niemand würde dann so etwas brauchen. Wenn jeder Mensch der Welt so etwas haben würde, würden sie sich einfach gegenseitig abschlachten, egal ob Freund oder Feind, jeder würde einfach gleich behandelt. Du kannst es mir glauben, jeder Mensch würde jeden ignorieren, er würde einfach nur draufschlagen, selbst wenn es seine Schwester oder sein Bruder wäre. Du weißt nicht, wie schrecklich die Menschen sind, das kannst du überhaupt nicht einschätzen, denn jeder Mensch ist so oft gnadenlos und dreckig, dass man nicht mal glauben würde, dass es überhaupt Menschen sind.“

Max sagte aber verteidigend: „Aber dafür sind die meisten Menschen nett, und nicht böse. Die Leute, über die du gerade redest, die kenne ich schon längst, aber die können sich, wie jeder andere Mensch auch, ändern. Sie können böse sein, aber sie können sich auch wieder bessern, und das weiß jeder. Jeder Mensch hat bestimmt mal etwas Böses getan, aber es dann bestimmt bereut, was er da getan hat. Aber ich sage dir, es gibt zu viele gute Menschen, da kommen die bösen gar nicht mehr mit. Auch wenn die bösen Menschen im Krieg gewinnen würden, weil sie fast immer unfaire Tricks verwenden, aber dafür können die guten Menschen eben mit fairen Mitteln kämpfen, und das ist dann, wie ich finde, schon ein Sieg. Ich sage dir auch, dass man nicht so oft denken sollte, dass Menschen schlecht sind, denn in Wahrheit ist jeder Mensch ein netter Mensch. Aber am wichtigsten ist, dass du stirbst, denn du hast es einfach nicht verdient, weiterzuleben. Lass uns kämpfen, du Idiot.“ Das Monster regte sich dadurch schon wieder auf und raste wieder auf Max zu, doch als Max wieder auswich, rannte das Monster in eine Falle, die anscheinend der Adler gestellt hatte. Da wurde das Monster noch wütender und sagte: „Dieser Adler ist doch einfach nur ein Idiot. Er meinte noch, ich solle ihm vertrauen, was ich auch tat. Das war mein größter Fehler. Ich hätte ihn schon direkt am Anfang töten sollen. Aber das sollen wir doch eigentlich nicht machen. Aber was ist dann noch schlimmer, wenn man einem Freund vertraut und der einen dann hintergeht oder wenn man niemandem vertraut? Also ich werde denen auch nie mehr helfen, denn anscheinend haben sie mich alle verraten, das ist ja mal schlimm. Aber ich werde entkommen, das schwöre ich dir, und ich werde dich dann töten. Ich werde jeden töten, der mir in die Quere kommt, sei es mein Vater, mein Bruder oder wer auch immer, er wird sterben, wenn er in meine Nähe kommt, denn sie alle sind bedeutungslos, wenn ich erst mal genug Macht habe, um die ganze Welt zu beherrschen. Da können sie gar nichts mehr sagen, egal, was sie sind, sei es mein Vater oder meine Oma. Ich bin einfach der Größte, niemand wird mich besiegen können, selbst wenn er mich besiegen will, man kann mich einfach nicht besiegen, denn ich bin einfach nur stark und unbesiegbar, niemand wird mich besiegen können, egal wann.“ Es konnte nicht mehr weiterreden, weil auf einmal alles explodierte.

Max dachte, das Monster wäre gestorben, doch er hörte seine Schritte noch. Als er dann noch genauer hinhörte, hörte man die Schritte deutlicher. Das Monster hatte keinen Kratzer abbekommen und dann sagte es lachend: „Ich sagte doch, dass ich nicht sterbe.“ Doch als es in die Nähe von Max kam, wurde es von einem Feuerball überrumpelt und verbrannte dann einfach so. Max hatte eine Vermutung, was er da hörte, nämlich Schritte, und es war, was er dachte: Sein Drache. Max ging zum Drachen und streichelte ihm den Kopf. Sein Drache hatte das Monster getötet, und zwar ganz einfach. Max hatte erwartet, dass der Drache eher dortbleibt, wo er ihn zurückgelassen hatte, doch anscheinend hatte der sich Sorgen um Max gemacht.

Langsam löste sich das Monster in Luft auf und verschwand. Was noch blieb, war seine Rüstung. Die probierte Max dann an. Sie war ihm leider zu groß, aber dann passierte etwas Komisches. Die Rüstung wurde kleiner, bis sie Max passte. Er holte noch den Helm aus der Tasche und setzte ihn auf. Er passte wie angegossen. Max sagte dann: „Was waren denn das für komische Tiere? Ich hätte nicht erwartet, dass es solche Tiere gibt, die sind aber echt komisch hier. Jeder kann hier reden, ob Tier oder Monster, außer dir Drache, aber das musst du auch nicht können, weil du einfach so besonders bist. Niemand wird so besonders sein wie du, denn du bist wunderschön. Ich werde dich für nichts auf der Welt weggeben, egal, was es ist. Ich werde dich immer mögen. Ach, da war doch noch was. Ja, der alte Mann, den habe ich ja vollkommen vergessen, was wohl mit ihm passiert ist? Hoffentlich ist er jetzt nicht tot, wir brauchen ihn noch. Doch das Wichtigste ist, dass er noch am Leben ist.“

Der alte Weise kam langsam wieder zur Besinnung. Da meinte Max erleichtert: „Oh mein Gott, zum Glück leben Sie noch, das hätte nämlich echt schieflaufen können. Ich dachte schon, Sie wären tot, das hat mir einen Schrecken eingejagt. Sie sollten in Zukunft aufpassen, was sich so alles in ihrem Körper rumtreibt. Sie sollten auch aufpassen, dass Sie sich nicht überanstrengen, denn anscheinend haben Sie jetzt Rückenprobleme.“ Der alte Weise erklärte: „Das war ein Monster, das meinen Körper unter Kontrolle hatte. Es tut mir leid, dass ich dich in so eine Situation gebracht habe. Es tut mir leid, dass ich so viel Ärger gemacht habe. Ich war verflucht, da ich ein Gesetz der Heiligen gebrochen hatte, und das war einer der größten Fehler, die ich je begangen habe. Aber anscheinend hat mich das Monster auch noch getreten. Es war zu jedem Menschen gnadenlos, es versuchte, viele Menschen zu sammeln, damit es sie töten konnte, um selber stärker zu werden. Das war ein echt verrückter Plan, aber dem Typen kam es so vor, als wäre es der beste Plan, den es je gab. Demnächst werde ich aufpassen, was ich so mache. Wo ist das Monster hin? Ist es wieder in meinem Körper? Bitte sag mir nicht, dass es wieder in meinem Körper ist.“

Max sagte beruhigend: „Das Monster habe ich schon besiegt, besser gesagt mein Drache. Er hat Feuer darauf gespuckt. Das war wirklich schlimm. „Okay, dann ist die Sache wohl gegessen. Aber warte mal, hast du gerade gesagt dein Drache? Ich habe Angst vor Drachen und kann nicht mit ihnen umgehen, bring mich deswegen nicht in die Nähe von so einem Teil, denn ich bekomme nur einen Herzanfall, wenn ich einen Schrei von ihm höre. Bitte zeige ihn mir nicht!“, sagte der alte Weise eindringlich. „Ja, so ist es, aber lassen Sie uns jetzt schnell zum Tempel gehen“, erklärte Max. So machten sie sich auf den Weg zurück. Als sie ankamen, sprach der alte Weise eine Formel: „Oh, heiliges Tor, so öffne dich. Öffne dich, heiliges Tor. Öffne dich, um diesem Kind zu helfen. Öffne dich.“

4. Kapitel – Die wahre Herausforderung

Mit einem Krach öffnete sich das Tor. Der alte Weise sagte nett: „Tritt ein, liebes Kind. Du solltest aber aufpassen, dort drinnen ist es echt gefährlich. Niemand hat es hier je überlebt, selbst wenn sie zu dritt reingingen. Du solltest auf jeden Fall aufpassen, denn aus jeder Ecke kann ein Monster kommen, das dich tötet. Und manchmal solltest du aufpassen, denn dann kommen Fallen oder schwerere Gegner, ich sage dir nur, pass auf. Aber ich glaube auch daran, dass du das schaffen kannst, da du sogar das Monster in mir besiegt hast. Aber pass auf, das sage ich dir wieder, weil ich nicht will, dass du stirbst. Du musst auch aufpassen, dass du nicht aus Versehen stolperst, denn der Tempel ist voller Fallen.“ Max trat ein und hörte seine eigenen Schritte. Innen war es viel wärmer und größer als erwartet. Er ignorierte die Worte des Mannes, weil er schon so oft gehört hatte, dass es in dem Tempel gefährlich ist, das wollte er einfach nicht noch einmal hören.

Als er den ersten Schritt machte, schossen schon direkt Pfeile aus den Wänden. Max hatte das nicht erwartet und ließ sich deswegen einfach nur fallen. Er fing sich mit den Armen ab. Ein Pfeil hatte ihn aber am Arm getroffen. Da dachte Max: „Hoffentlich ist der jetzt nicht vergiftet, das wäre ganz schön mies, denn ich habe keine Lust, so zu sterben. Jedenfalls habe ich das in Filmen gesehen, dass die Leute einfach so durch Gift sterben. Es ist schwer, dass man lebend aus solchen Fallen herauskommt. Aber was noch besser ist, ist, dass ich, wenn ich überlebe, sehr viel Geld bekomme. Warum rede ich mit mir selber? Das ist aber komisch. Ich brauche Freunde, damit ich keine Selbstgespräche mehr führe.“ Als er einige Schritte tat, kam direkt ein Monster auf ihn zugelaufen. Max nahm aus Reflex das Schwert aus der Scheide. Max zerschnitt das Monster ohne nachzudenken entzwei. Plötzlich wurde das Monster zu Rauch und hinterließ 20 Silber. Max bemerkte: „So kann ich sehr schnell Gold verdienen.“ Denn er konnte 100 Silber gegen 1 Gold tauschen. „Damit kann ich meine Rüstung aufwerten, denn die Sachen, die ich anhabe, sind nicht gerade die besten“, merkte Max an. Er grinste. Er wollte so viele Monster besiegen wie möglich, damit er umso mehr Geld hatte, um sich eine bessere Rüstung zu kaufen. Er ging weiter. Er sah viele Monster und machte sie alle fertig. Er hatte sich auch die Bewegungen aller Monster eingeprägt.

Bald kam er in einen Raum, in dem sich, nachdem er ihn betreten hatte, das Tor schloss. Ein brennender Jaguar kam aus dem Nichts. Plötzlich wurde der Raum verkleinert, indem die Kanten runterfielen und Wasser an ihrer Stelle aufgefüllt worden war. Max wusste, dass er den Jaguar ins Wasser bringen musste. Er streckte dem Jaguar die Zunge heraus und provozierte ihn damit. Sein Plan ging auf, mit Gebrüll wollte er auf Max losgehen. Dieser hatte sich aber schon vor das Wasser gestellt. Der Jaguar hatte die große Sehnsucht, Max zu zerfleischen, aber dieser wich in der letzten Sekunde aus und der Jaguar fiel zu Boden, nicht ins Wasser. Nun gab Max dem Jaguar noch einen kleinen Tritt und schon fiel dieser ins Wasser. Danach kam der Jaguar als Eis-Jaguar heraus. Aus dem Wasser wurde urplötzlich Feuer. Max wusste, dass er wieder genau das gleiche Spielchen spielen musste. Er stellte sich vor das Feuer. Der Jaguar startete noch mal diesen Angriff. Dieses Mal aber bückte er sich und der Jaguar fiel in die Lava. Die Lava verschwand und es kam ein normaler Jaguar heraus, der nichts Besonderes an sich hatte. Max wartete dieses Mal nicht ab und zerteilte das Tier mit seinem Schwert.

Das Tor ging wieder auf und ein neuer Weg öffnete sich. Plötzlich erschienen zwei Kisten aus dem Nichts. Sie waren weiß und sehr groß. Max öffnete beide mit Vorsicht, denn in beiden hätte eine Falle sein können. In der einen waren 50 Gold und in der anderen war ein Bogen. Plötzlich erschien eine Steintafel, auf der stand:„Dieser Bogen ist ein legendärer Bogen, der an hellem Tag Lichtpfeile schießt, die die Kreaturen der Nacht das Fürchten lehren, und in der Nacht Finsterpfeile, die die Monster der Tage durchbohren. Wer mit diesem Bogen gut trainiert, kann, wenn er will, auch mit irgendeinem anderen Pfeil schießen. Doch dieser Bogen hat auch einen Nachteil: Wenn er kaputtgeht, wird der Besitzer dadurch verflucht.Denn er wird …“So endete die Steintafel. Max meinte selbstsicher: „Ach, das macht mir doch nichts aus. Bestimmt hat er nachher irgendeinen Nutzen. Und das ist doch eh nur ein Aberglaube. Wer glaubt schon an Flüche, ich jedenfalls nicht, deswegen kann ich diesen Bogen ja mitnehmen. Wer will schon die ganze Zeit aus der Nähe kämpfen, das wird dann langsam langweilig und nervig. Aber ab jetzt wird dieses Problem wohl nicht mehr auftauchen, denn ich habe einen coolen Bogen, mit dem ich einfach alles aus der Ferne machen kann, egal, was es ist, ich kann mich sogar aus der Situation kämpfen. Ich kann ab jetzt einfach so aus der Ferne jeden angreifen, der mich nervt.“ Mit diesen Worten ging er weiter. Er nahm bei jedem Gegner erst mal den Bogen in die Hand und schoss ab, um ihn vorab damit zu schwächen. Er musste aber auch noch mit dem Bogen trainieren, deswegen machte er dies.

An einer Steintafel blieb er stehen, auf ihr stand: „Dieser Weg ist gefährlich. Dort ist dein sicherer Tod. Nimm dich in Acht, sonst tötet dich die böse Macht. Wenn du wissen willst, was hier passiert, dann geh weiter, doch willst du dein eigenes Leben schonen, dann nimm diesen Weg nicht. Doch wer den Wächter der Feuerkugeln besiegt, der wird mächtig und reich werden. Dieser Weg ist aber auch der Tod jenes Mannes, der ihn gehen wird.“ Max meinte natürlich: „Ich und sterben? Dz. Das sagen wohl richtig Dumme. Ich werde ihn taktisch, wie jeden anderen Gegner, besiegen. Aber ich sage mir, wenn man hier weitergeht, wird man reich. So hätte man es schreiben sollen, dann wären bestimmt viel mehr Leute hierhergekommen, aber wie sollen es die Leute schon erfahren, wenn alle getötet werden und es dann nicht weiterleiten können? Es ist einfach nur schlimm, dass die Menschheit so tief sinken konnte, das hätte ich von niemandem erwartet, dass er alles nur wegen Geld macht. Ich verstehe echt nicht, wie die Menschen sich so entwickeln konnten. Das hätte ich nie gemacht. Früher haben die älteren Männer bestimmt nicht mal daran gedacht, wie sie Geld verdienen können, während sie heute alles machen würden, nur um Geld zu bekommen.“

Max ging einfach weiter, als wäre nichts gewesen. Er kam dann an eine Treppe, die hochging und in einen sehr großen Raum führte. Das Tor ging hinter ihm wieder zu. Max fragte sich: „Was soll das immer wieder mit dem Türzuklappen, das ist einfach zu unnütz. Ich fliehe nicht, denn ich brauche das nicht zu tun. Ich könnte sowieso die Tür einfach aufschneiden, das ist doch klar, dass man es so einfach macht. Die Wesen von hier sind einfach dumm. Sie sollten einschätzen können, dass die Leute, die es bis hierher geschafft haben, die Tür kaputtmachen können. Aber warum machen die Wesen von hier es dennoch?“

5. Kapitel – Die WAHRE Herausforderung!

Auf dem Boden lag ein schlafender Zyklop. Max sah, dass hinter diesem ein Durchgang war, deswegen versuchte er, an dem Zyklopen vorbeizuschleichen. Das funktionierte aber nicht, da der Zyklop einfach beim ersten Schritt direkt aufgewacht war. Da meinte Max wütend: „Er musste ja direkt aufstehen. Sie sollten nicht so dumme Sachen planen. Der Zyklop könnte auch gleich kämpfen, warum haben sie ihn denn dann einfach so schlafen lassen? Warum muss er unbedingt aufwachen, warum muss er so gute Ohren haben, er hätte doch einfach bei schlimmeren Geräuschen aufwachen können und nicht bei meinen leisen Schritten, wie soll man dann schon an ihm vorbeikommen? Soll man an ihm vorbeifliegen oder was?“ Max wusste sofort, dass das Auge die Schwachstelle des Zyklopen ist, denn das war immer so. Die offensichtlichste Stelle war die, die am größten war und am meisten herausstach. „Also muss ich ihn wohl an seinem Auge treffen, denn das ist einfach riesig. Aber was noch wichtiger ist, ist, dass er mich an sein Auge heranlässt, denn ansonsten treffe ich es nicht und kann ihn nirgends sonst verletzen. Ich muss auch aufpassen, dass er mich nicht trifft, denn der kann bestimmt richtig gut draufhauen. Der ist ja nicht umsonst so schwer. Sonst wäre hier alles zu schwer.“ Das Monster sagte: „Ich Murk, Meister des großen Auges. Murk hat Hunger. Murk wird fressen kleinen Jungen.“