Mein teuflischer Begleiter - Ash B. Logan - E-Book

Mein teuflischer Begleiter E-Book

Ash B. Logan

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Beschreibung

Anya sinnt auf Rache. Doch als lausigste Hexe ihres Zirkels hat sie keine Chance. Hilfe erhält sie durch einen Pakt mit Sha, einem Incubus. Doch nicht nur in ihrem teuflischen Begleiter steckt mehr als nur ein gewöhnlicher Sexdämon, auch Anya ist mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Und so kann ihren Plänen nichts im Wege stehen – bis auf ihr gegenseitiges Verlangen, dem beide nicht nachgeben dürfen.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 63

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Ash B. Logan

Mein teuflischer Begleiter

INCUBUS

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Titel

Kapitel I – Sha

Kapitel II – Rache

Kapitel III – Dunkler Segen

Impressum neobooks

Titel

Mein teuflischer Begleiter

– INCUBUS –

Kapitel I – Sha

„Maß’ dir nur nicht zu viel an!“ Mit diesem verhassten Satz, der fast täglich fiel, und einem Fingerzeig, der noch schärfer als ihr Blick oder Tonfall war, schickte mich Varla auf mein Zimmer. Obgleich ... Kammer traf es eher.

Aber mir sollte es ganz recht sein, denn allmählich hasste ich nicht nur sie, sondern jede einzelne Person in diesem Zirkel. Doch Varla war die Schlimmste von ihnen!

Sie glaubte, mich auf diese Weise erniedrigen zu können. Für eine Oberste Hexe war sie ziemlich dumm. Sie hatte mir schon weitaus Schlimmeres angetan – und das über viele, viele Jahre hinweg.

Ich verkroch mich in meine fensterlose Kammer, in welcher die Luft bestenfalls abgestanden roch, und würgte die alte Scheibe Brot herunter, die man mir gnädigerweise zum Essen gegeben hatte, während alle anderen wie Königinnen speisen durften.

Eine weitere Form der Erniedrigung, die ich zu lange kannte, als dass ich deswegen noch Tränen vergoss oder mich grämte. Vielmehr nährte es meinen Hass.

Ich galt als die unfähigste Hexe seit Gründung des Zirkels und damit als Schandfleck. Deshalb durften mich alle wie Dreck behandeln, obgleich Hexen unter einander als Schwestern galten und gerade in Zeiten von Inquisition und Hexenverbrennungen doch eigentlich hätten zusammenhalten sollen. Warum mich Varla überhaupt aufgenommen oder mich nicht längst wieder ausgesetzt hatte, war mir ein Rätsel. Ich vermutete, dass ich lediglich von Nutzen war – als Mädchen für alles und als Hund, den man beliebig misshandeln konnte. Ich hielt es nicht für abwegig, dass sie mich irgendwann töten – oder rituell opfern – würde.

Dieser Gedanke erinnerte mich an den Grund meiner heutigen „Lektion“: Varla wollte mich von der Nacht des Schwarzen Segens ausschließen!

Es bezeichnete gewissermaßen das Debüt einer Hexe – ihre Dunkle Taufe. Man präsentierte sich Dem Gehörten und wurde beurteilt, wobei der Hexe keine größere Ehre zuteil werden konnte, als vom Dunklen Lord erwählt zu werden und seinen Segen zu erhalten. Es versprach Ansehen und Macht und war gleichbedeutend mit einem Aufstieg innerhalb des Zirkels, denn seit dessen Gründung vor mehr als 300 Jahren war es bisher nur neun Hexen jemals gelungen.

Wenn es mir gelingen würde, in seinen Augen zu bestehen oder gar den Schwarzen Segen zu empfangen, dann würde sich alles für mich ändern! Ich wäre nicht länger ein Nichts!

Doch da ich nicht einmal einen Begleiter vorweisen konnte, geschweige denn die Prüfungen bestanden hatte, durfte ich weder debütieren noch durfte ich zusehen. Noch nie war einer Hexe so etwas verwehrt worden!

Varla wusste es noch nicht, aber dieses Unrecht würde ich nicht länger hinnehmen!

Ich hatte einen Plan. Er war riskant, aber das nahm ich billigend in Kauf.

Es musste sich einfach etwas ändern! Ich würde nicht mehr so weiter machen wie bisher! Ich mochte schwach und eine miserable Hexe sein, doch ich würde nicht länger ein Opfer sein! Alles andere war besser als das hier! Daher hielt ich das Risiko für absolut vertretbar.

Während die anderen sich schlafen legten, blieb ich wach und wartete.

Lauerte auf meine Chance.

Ich grinste breit über das Gesicht, obgleich sich das Warten unendlich lang hinzog, doch noch nie hatte sich Warten so gut angefühlt. Ich genoss die zunehmende Spannung, die sich immer stärker in mir aufbaute. Suhlte mich in meinen Plänen und der Schadenfreude.

Nein! Ich würde kein Opfer mehr sehr sein! Ich würde es allen zeigen! Ganz gleich der Konsequenzen!

Schließlich war es soweit.

Die Hexenstunde nahte.

Wach und beinahe überdreht, als hätte ich heimlich von Varlas Zieselbeeren-Wein genascht, holte ich den Lilithianischen Schädel aus seinem Versteck hervor.

Einst war er der abgeschlagene Kopf eines Wiedergängers gewesen, nun aber war er ein mächtiges Artefakt, um das mich alle beneideten – selbst Varla.

Er war ein Geschenk meiner Mutter, ehe sie dem Fieber erlegen war. Mein Erbe. Nur ich konnte ihn nutzen. Solange ich ihn nicht freiwillig weitergab oder jemandem weitervererbte, war er für jeden anderen nutzlos. Wohl der einzige Grund, warum er noch in meinem Besitz war.

Vielleicht auch der einzige Grund, warum ich noch lebte. Doch sollten Varla oder eine meiner Hexenschwestern tatsächlich darauf hoffen, dass ich den Schädel an eine von ihnen abtrat, dann würden sie eine bittere Enttäuschung erfahren. Vor allem hätten sie sich mir gegenüber anders verhalten sollen. Skrupellos und verschlagen genug waren sie, als dass sie nicht zumindest hätten vorgeben können, es gut mit mir zu meinen. So einsam und verloren wie ich nach dem Tod meiner Mutter gewesen war, wäre ich sicherlich leicht auf sie hereingefallen und hätte für ein wenig Aufmerksamkeit wohl selbst dieses mächtige Artefakt verschenkt.

Tja, Varla war eigentlich nicht dumm, aber sie war zu überheblich. Ihr Stolz hatte es ihr vermutlich verboten, sich mit wertlosem Dreck wie mir länger als nötig zu befassen. Höchstwahrscheinlich glaubte sie an eine günstige Gelegenheit. Vielleicht sollten ihre Gemeinheiten und Erniedrigungen mich auch letztlich so mürbe machen, dass ich freiwillig oder aber aus purer Verzweiflung heraus den Schädel an sie abtrat?! Schwer zu sagen, aber letztlich interessierte es mich nicht länger. Ganz gleich, ob das ihr Plan gewesen war oder nicht, in jedem Fall hatten all die Schmähungen und Demütigungen, die ich durch sie und die anderen über all die Jahre ertragen musste, dazu geführt, dass ich nicht länger stillhielt und stattdessen Rachepläne schmiedete.

Die Uhr in der großen Halle schlug zur Hexenstunde. Das Geräusch drang bis in meine Kammer vor.

Ich steckte mir ein dickes Stück Leder zwischen die Zähne und biss fest darauf. Es schmeckte furchtbar, aber würde hoffentlich verhindern, dass ich zu laut schrie und die anderen weckte.

Ich war entschlossen. Der Hass gab mir Kraft. Ohne Zögern hieb ich meine Handfläche auf das spitze Horn des Schädels. Es hieß, dass es ein Nagel sei, geschmiedet aus einem von Judas dreißig Silberlingen. Da diesem unverzeihliche Sünde und Verrat innewohnten, sei der Nagel vom Schädel des Wiedergängers akzeptiert und assimiliert worden. Von einer dicken Knochenschicht umhüllt sei dieser als solcher nicht mehr zu erkennen, aber würde den Schädel noch immer mit seinen bösen Energie nähren.

Der Schmerz war brutal und entriss mir einen Schrei, welcher vom Leder gedämpft wurde. Dennoch drückte ich meine Hand noch tiefer, bis das Horn oben wieder austrat und meine Handfläche auf dem Schädel ruhte. Fast noch schrecklicher war der Umstand, dass ich förmlich spürte, wie der Wiedergänger-Schädel sofort mein Blut in sich aufnahm – mich regelrecht aussaugte!

Innerlich vor Schmerz fluchend spuckte ich das Leder aus, biss die Zähne zusammen und begann unter größten Qualen meine Anrufung. Ich mochte noch so eine schlechte Hexe sein, doch es existierten Gesetze auf dieser Erde, die so alt waren wie die Welt selbst. Selbst Menschen ohne Hexenkräfte konnten bestimmte Rituale durchführen oder Dämonen anrufen. Und der blutsaugende Lilithianische Schädel verband mich nunmehr direkt mit der Hölle.

„Sha, so höre mich! Höre und folge dem Ruf von Anya, der Suchenden, der du geantwortet hast. Sha, der du in der Hölle weilst, ich, Anya, rufe dich! Ich wähle dich als meinen Vertrauten. Komm’ und steh’ an meiner Seite! Komm’ und werde mein Begleiter. Sha! Folge meinem Ruf!“

Zum letzten Vollmond hatte ich rituell ein peinliches Gesuch – einen Ruf – in die Hölle geschickt. Dämonen konnten nicht einfach in unsere Welt vordringen und in ihr wandeln – schon gar nicht für längere Zeit. Bis auf ganz wenige Ausnahmen. Ich war nicht wirklich optimistisch gewesen – eher verzweifelt –, zumal meine Erfolgsaussichten angesichts meiner erbärmlichen Kräfte äußerst gering gewesen waren. Doch wenig später hatte ich einen Namen als Antwort erhalten: Sha.