Meine Gespräche mit Rudolf Steiner - Friedrich Rittelmeyer - E-Book

Meine Gespräche mit Rudolf Steiner E-Book

Friedrich Rittelmeyer

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Beschreibung

Diese bisher unveröffentlichten Briefe und Gespräche Friedrich Rittelmeyers mit Rudolf Steiner wurden Ende 1932 erstmals einem kleineren Kreise zugänglich gemacht. Im März 2013 wurden die originalen Stenogramme Rittelmeyers gefunden, die hier mit Ergänzungen und Kommentaren wiedergegeben werden. 1928 veröffentlichte Friedrich Rittelmeyer viele seiner Erlebnisse und Gespräche mit Rudolf Steiner in seinem Buch Meine Lebensbegegnung mit Rudolf Steiner. Doch blieb hier vieles ungesagt: »Intim-Persönliches« und »Okkult-Geistiges« sparte er bewusst aus. Das bedeutet, dass viele Details aus den gemeinsamen Gesprächen und Briefen fehlten – Details und Vertiefungen, die in dieser Schrift aus dem Jahr 1932 enthalten sind und nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

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Seitenzahl: 111

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Friedrich Rittelmeyer

Meine Gespräche mit

Rudolf Steiner

Urachhaus

Inhalt

Geleitwort

Vorwort

Die Einleitung Friedrich Rittelmeyers

Marcello Haugen

Eigenes geistiges Forschen

Manu

Die sieben Meister

Meister Jesus

Mani

Der Bodhisattva

Meister – Inkorporationen

Meister und Evangelien

Eigene frühere Verkörperung

Der Irrtum einer Hellseherin

Anregung zu eigener karmischer Forschung

Johannes der Evangelist

Bestätigung eigener Erkenntnisse

Christus-Verständnis

Die Sterne

Kuppelmalerei und Farben

Hierarchien und Trinität

Luther und Rittelmeyers Aufgabe

Rittelmeyers Antrittspredigt in Berlin

Predigthilfe

Schüler und Lehrer

Esoterische Fortschritte

Rittelmeyers Sturz

Ein Irrtum

Der medizinisch Ratende

Deutung innerer Erlebnisse

Lockere Gespräche

Unausgesprochenes

Judas

Leichte Ablehnung und Bereitwilligkeit

Telegramme

Dreigliederung

Anthroposophische Gesellschaft

Volk Israel in Ägypten

Bengels Prophezeiung

Der Sturm am Pfingstfest

Influenza

Die Templer, der Tod Schillers und der kommende Krieg

Das Amt des Erzoberlenkers in der Christengemeinschaft

Die Entstehung der Menschenweihehandlung

Das Jahr 1924

Schlusswort

Anhang – Der Himmel

Anmerkungen

Impressum

Geleitwort

Die hier erstmals veröffentlichten Erinnerungen an Gespräche mit Rudolf Steiner hat Friedrich Rittelmeyer – aus in seiner Einleitung beschriebenen Gründen – nicht mit in sein Buch Meine Lebensbegegnung mit Rudolf Steiner aufgenommen. So sehr diese Gründe auch heute noch nachvollziehbar sind, so erscheint es uns doch richtig, diese Erinnerungen einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die oft überraschenden, z. T. erschütternden, manchmal auch nicht leicht verständlichen Mitteilungen betreffen Inhalte, die Rudolf Steiner damals nur seinen fortgeschrittensten Schülern anvertrauen wollte.

Auf Fragen Rittelmeyers, warum er über diese Dinge nicht auch in seinen Vorträgen spreche, antwortete er: »Weil in der Menschheit heute noch kein Aufnahmevermögen da ist für solche Wahrheiten.« (Lebensbegegnung, S.58) Oder an anderer Stelle: »Weil keine Ohren da sind, die es hören können.« (Siehe S.38 in diesem Band.)

Auch Friedrich Rittelmeyer scheute sich, manches ihm von Rudolf Steiner Übermittelte an seine Kollegen weiterzugeben, weil er auch bei ihnen die dafür notwendige Unbefangenheit vermisste. (Siehe S.70.)

Diese »Gespräche« ermöglichen zudem auch einen tieferen Einblick in Rittelmeyers eigene Bemühungen um geistige Erkenntnisse – und sie vermitteln einen Eindruck dessen, wie ihm Rudolf Steiner dabei helfend zur Seite stand. Der im Anhang abgedruckte Aufsatz »Der Himmel« (siehe S.101) ist ein heute kaum mehr bekanntes, eindrucksvolles Beispiel für Rittelmeyers eigene meditative Forschung.

Berlin, August 2016

Vicke von Behr

Vorwort

Im Jahr 1928 hat Friedrich Rittelmeyer viele seiner Erlebnisse und Gespräche mit Rudolf Steiner unter dem Titel Meine Lebensbegegnung mit Rudolf Steiner (LRS) aufgeschrieben und veröffentlicht. Er war einer der Ersten, die ihre Erlebnisse mit Rudolf Steiner auf diese Weise allen Menschen zugänglich gemacht haben, und sein Buch hat von allen Schilderungen, die die Schüler Rudolf Steiners von ihren Begegnungen und Erfahrungen mit ihm veröffentlicht haben, die weiteste Verbreitung gefunden. 2015 erschien Rittelmeyers Buch in 13. Auflage. Diese Tatsache zeugt davon, dass viele Menschen durch Rittelmeyer einen wesentlichen Eindruck von der Person Rudolf Steiners erhalten haben.

Rittelmeyer war sich der Grenzen seiner Darstellung sehr bewusst. Das geht aus den ersten Absätzen seines Buches hervor: »intim-Persönliches« und »okkult-Geistiges« gehöre nicht in die Öffentlichkeit, so schreibt er. Das bedeutet, dass er zahlreiche Details aus seinen Gesprächen mit Rudolf Steiner in diesem Erinnerungsbuch ausgelassen hat. Von diesen aber hat er vieles vier Jahre später, an der Jahreswende 1932/​33 für den Priesterkreis der Christengemeinschaft als Manuskriptvervielfältigung niedergeschrieben. Diese Niederschrift bildet den wesentlichen Inhalt dieses Buches.

Weil diese Vervielfältigung inzwischen vielen Menschen bekannt ist und aus ihr bereits in verschiedenen Bänden der Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe zitiert wurde, und da ihr Inhalt weitgehend von allgemeinem anthroposophischem Interesse ist, hat sich die Leitung der Christengemeinschaft entschlossen, einer Veröffentlichung zuzustimmen. Hinzu kommt, dass sich im Jahr 2013 das originale Stenogramm im Zentralarchiv der Christengemeinschaft gefunden hat, das dieser Vervielfältigung zugrunde liegt, sodass wir heute genau verfolgen können, was Rittelmeyer ursprünglich aufgeschrieben und wie er es später für die Vervielfältigung bearbeitet hat. Da außerdem die Autorenrechte Rittelmeyers inzwischen erloschen sind, könnte jeder, der ein Exemplar der ursprünglichen Vervielfältigung besitzt, diese Gespräche herausgeben. Da erscheint es sinnvoll, dass eine Herausgabe von derjenigen Seite erfolgt, die zusätzliche Quellen heranziehen kann.

Mit dieser Veröffentlichung wird also die erste Grenze, die Rittelmeyer in der Einleitung seines Buches bezeichnete, überschritten. Das macht es für den Leser notwendig, sich dessen bewusst zu sein, dass ein Verständnis des auf den folgenden Seiten dargestellten eine gründliche Kenntnis der Anthroposophie voraussetzt. Außerdem muss bedacht werden, dass für die Wiedergabe der Gespräche Rittelmeyers mit Rudolf Steiner die zweite Grenze, die er in der Einleitung seines Buches beschreibt, in vollem Umfang auch für diese Texte besteht:

»Über meine Begegnungen mit Rudolf Steiner habe ich nicht Buch geführt. Es schien mir unmenschlich, zu jedem Gespräch schon mit dem Bewusstsein zu gehen, du wirst es hernach aufzeichnen. Die Freiheit und Lebendigkeit des unmittelbaren Verkehrs, auch eine letzte Intimität schienen mir dadurch gefährdet. So sind die Worte Steiners nicht ganz genau wörtlich so gesprochen worden, wie ich sie wiedergebe, auch wenn ich sie, damit sie unterschieden werden können, in Anführungszeichen setze. Ich gebe sie wieder, wie sie in meinem Gedächtnis leben, und ich übernehme die Gewähr für ihren Inhalt und Sinn, aber nicht für ihren Buchstabenlaut.« (LRS, S.14f.)

Wie sehr dies zu berücksichtigen ist, beleuchtet folgendes Beispiel: In dem Buch von 1928 berichtet Rittelmeyer von einer Antwort Rudolf Steiners auf die Frage, wie sich die anthroposophische Bewegung und die Christengemeinschaft voneinander unterscheiden: »Die anthroposophische Bewegung wendet sich an das Erkenntnisbedürfnis und bringt Erkenntnis; die Christengemeinschaft wendet sich an das Auferstehungsbedürfnis und bringt Christus.« (LRS, S.141f.)

Von dem Gespräch, in dem diese Antwort Steiners gefallen ist, gibt es zwei stenografische Niederschriften, da außer Rittelmeyer auch Emil Bock und Christian Geyer zugegen waren. Es fand am 21. Juli 1922 in Dornach statt. In beiden Niederschriften – auch in der von Rittelmeyer selbst –, die am gleichen Tage angefertigt wurden, ist vom Anknüpfen an das Erkenntnisbedürfnis der Menschen durch Anthroposophie und vom Anknüpfen an das Auferstehungsbedürfnis der Menschen durch die Tätigkeit der Christengemeinschaft die Rede. Die oben kursiv wiedergegebene Erweiterung ist eine freie Ergänzung Rittelmeyers sechs Jahre nachdem dieses Gespräch stattgefunden hat.

Trotzdem gilt natürlich auch für die hier wiedergegebenen Gespräche uneingeschränkt die Gewähr Rittelmeyers für deren »Inhalt und Sinn«.

Es ist anzunehmen, dass Rittelmeyer diese Gespräche tatsächlich erst 1932 stenografisch niedergeschrieben hat und dass für sie dasselbe gilt, was er 1928 in der Einleitung geschrieben hat: Er hat weder während der Gespräche noch zeitnah ihre Inhalte in Kurzschrift festgehalten, sondern erst, als er sich entschlossen hatte, sie anderen zur Kenntnis zu geben. Anders ist es bei den Gesprächen, die er im Sommer 1922 und im Mai 1924 mit Rudolf Steiner über Belange der Christengemeinschaft geführt hat. Von diesen Gesprächen existieren am gleichen Tag angefertigte stenografische Notizen von seiner Hand.

Diese »Unveröffentlichten Gespräche« Friedrich Rittelmeyers mit Rudolf Steiner sind Ende 1932 unter diesem Titel als Beilage des Rundbriefes an die Priester gesandt worden. Im März 2013 fand man im Nachlass Taco Bays die originalen Stenogramme Rittelmeyers von dieser Zusammenstellung. Nach der Übertragung aus der Gabelsberger Kurzschrift zeigte sich, dass der Text an vielen Stellen anders lautet als in der Rundbrief beilage. Hier wird nun der Text der Rundbrief beilage weitgehend unverändert und nur an einigen Stellen korrigiert wiedergegeben und in eckigen Klammern die Varianten und Ergänzungen eingefügt, die sich aus dem Stenogramm ergeben. Dabei ist zu bedenken, dass der Text der Rundbrief beilage von Rittelmeyer selber eine Bearbeitung des Textes aus dem Stenogramm darstellt.

Diese Wiedergabe erscheint uns gerechtfertigt, da nicht nur an vielen Stellen andere Nuancen in der Wiedergabe Rittelmeyers auftauchen, sondern auch ganz neue Inhalte erscheinen.

Runde Klammern () stammen aus Rittelmeyers eigenem Text, in eckigen Klammern [] stehen die Ergänzungen aus dem Stenogramm, und in spitzen Klammern ›‹ erscheinen die Textteile, die Rittelmeyer nicht im Stenogramm notiert, sondern erst für die Rundbriefausgabe eingefügt hat.

Die Überschriften der einzelnen Abschnitte stammen vom Herausgeber. Im Text sind manche sprachlichen und orthografischen Eigenheiten der damaligen Zeit beibehalten. In Orthografie und Zeichensetzung wurde nur behutsam eingegriffen.

Kiel, August 2016

Wolfgang Gädeke

Die Einleitung Friedrich Rittelmeyers

Die hier zusammengestellten Gespräche mit Dr.Steiner und Worte von Dr.Steiner sind in dem Buch Meine Lebensbegegnung mit Rudolf Steiner nicht enthalten. Dieses Buch, das für Außenstehende einen Lebensgang darstellen wollte, konnte nicht mit Einzelheiten belastet und mit Merkwürdigkeiten, die erst eine lange Erklärung erfordern, beschwert werden. Auch in diesem Nachtrag hier habe ich nicht alles erzählt. Weggeblieben sind die Gespräche, die dem Priesterkreis auf andre Weise bekannt gegeben worden sind, ferner gelegentliche Äußerungen über einzelne Menschen, auch über mich selbst, soweit sie nicht durch den Zusammenhang gefordert werden, dann Mitteilungen, die in späteren Mitteilungen von Dr.Steiner ohnedies zu finden sind, und Einzelheiten, die nichts wesentlich Neues bringen oder nicht richtig verstanden würden, und schließlich alles, was sich auf die individuelle, okkulte Führung bezieht. So bedeutsam da vieles für die Nachwelt wäre: hier, wie in dem Meditationsbuch, muss ich mich genau an das mir Erlaubte halten.

Dieser Nachtrag ist für die Priester bestimmt. Man muss es mir selbst überlassen, ob und wie und wann ich andern anthroposophischen Freunden davon Mitteilung mache. Aber den Priestern gegenüber kann ich wohl auch in der Mitteilung von Einzelnem und Persönlichem ziemlich weit gehen und habe dies in gelegentlichen Mitteilungen ja schon getan, in der Hoffnung, dass der Verehrung für unsern Lehrer alles willkommen ist, was von irgendeiner Seite her ein Licht auf ihn wirft. Das Wenige, was ich aus dem eignen okkulten Erleben erzähle, ist dieser Absicht eingeordnet.

Im Stenogramm lautet die Einleitung folgendermaßen:

Die folgenden Gespräche mit Rudolf Steiner und Worte von Rudolf Steiner sind in dem Buch Meine Lebensbegegnung mit Rudolf Steiner nicht erwähnt. Das Buch ist für Außenstehende geschrieben und sollte vor allem einen Lebensgang darstellen. Deshalb konnte es nicht mit allzu viel Einzelheiten belastet werden und vor allem nicht mit Mitteilungen, die dem Fernstehenden zu schwer zugänglich gewesen wären. Wenn ich hier noch einen Nachtrag liefere, so leitet mich die Überzeugung, dass für unseren Kreis alles wichtig ist, wenn es sich auf Dr.Steiner bezieht, auch das nebensächlich erscheinende.

Dieser Nachtrag ist für Priester bestimmt. Man muss es mir selbst überlassen, ob und wann und wie ich Einzelnes daraus auch anderen anthroposophischen Freunden zugänglich machen will. Auch dieser Nachtrag kann keine Vollständigkeit behaupten. Obwohl es zum Beispiel außerordentlich lehrreich wäre, die intime okkulte Führung eines Menschen durch einen Meister wie Rudolf Steiner im einzelnen darzustellen, und obwohl man sich darüber klar sein muss, dass mit den wenigen, die darüber zu erzählen haben, ein wichtiges Wissen dahin geht, so kann doch durch eine solche Mitteilung, die ganz individuell war, an anderen Individualitäten Schaden angerichtet werden, so dass ich wenigstens keine Form finde, wie darüber geredet werden könnte.

Ferner bleiben weg einzelne Äußerungen über Menschen, die missbraucht werden könnten. Dagegen habe ich mit Bewusstsein nichts weggelassen, was etwa weniger gloriös ist, und bin auch in der Mitteilung über Persönliches so weit gegangen, wie es mir in dem Kreis von Freunden, als den ich den Priesterkreis betrachte oder doch betrachten möchte, möglich ist. In gelegentlichem Gespräch habe ich ja wohl schon das meiste erzählt. Aber ich stelle es hier zusammen.

Marcello Haugen

Zu dem Brief Dr.Steiners, den ich zum Anfang mitteilen will, muss ich die Vorgeschichte kurz erzählen. Etwa im Jahr 1913 kam ein norwegischer Lokomotivführer nach Deutschland, der eine Zeit lang unter den Anthroposophen eine merkwürdige Rolle spielte. Der Mann hatte zweifellos starke hellseherische Fähigkeiten. Als ich ihn bei Michael Bauer traf, hat er mir über mich und andre verblüffende Dinge gesagt. Da ich sah, wie er von sensationsgierigen Menschen überlaufen und auf falsche Bahn gedrängt wurde, schlug ich ihm vor, er möge einmal eine Weile still bei mir wohnen und ernstlich Anthroposophie studieren. Ich leugnete nicht, dass ich selbst ein Interesse daran habe, ihn kennen zu lernen, aber vor allem wollte ich, ihn schützend vor Nachstellungen, zur richtigen Behandlung des Falles das Meinige beitragen.

Der Mann nahm an, kam aber nicht. Viele Monate später erschien er, Anfang 1914, machte mir aber in den wenigen Worten, die ich mit ihm sprach, einen bedenklichen Eindruck. [Dazu kam, dass meine älteste Tochter damals 9 Jahre alt war.] Unmittelbar darauf erfuhr ich, dass er aus der Anthroposophischen Gesellschaft ausgeschlossen war und dass seine suggestive Wirkung auf Frauen bei dieser Ausschließung ein Wort mitgesprochen hatte. Mein erster Eindruck war, dass sich nun gerade jemand um ihn annehmen müsse. Mir selbst traute ich auch die Fähigkeit zu, mit ihm fertig zu werden. Aber die möglichen Wirkungen auf unsre beiden weiblichen Hausangestellten und auf unsre Kinder konnte ich nicht überschauen. In diesem Sinne schrieb ich an Dr.Steiner. Seine Antwort, mit der Hand geschrieben, kam umgehend. Sie ist auch für andre ähnliche Fälle bedeutsam.1

Zunächst sei noch der Brief mitgeteilt, in dem Doktor Rittelmeyer seine Fragen an Dr.Steiner in dieser Angelegenheit richtete:

Nürnberg, 30.4.1914

Pfarrgasse 5

Hochverehrter Herr Doktor!