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Meister Körnlein wohnt an einem duftenden Weizenfeld. Eines schlechten Tages muss er Hals über Kopf seinen gemütlichen Hamsterbau verlassen. Warum das passiert und was er danach erlebt, um am Ende sein Glück zu finden, wird in diesem von Jens Beul liebevoll illustriertem Kinderbuch erzählt. Es ist das fünfte Kinderbuch von Jens Gemper.
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Seitenzahl: 22
Veröffentlichungsjahr: 2014
Jens Gemper
Meister Körnlein
Illustrationen von
Jens Bleul
Engelsdorfer Verlag
Leipzig
2014
Bibliografische Information durch die Deutsche Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
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Dieses Buch erscheint auch als Hörspiel.
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Gemper Kinderbücher
ISBN 9783957442499
Copyright (2014) Engelsdorfer Verlag Leipzig
Alle Rechte beim Autor
Hergestellt in Leipzig, Germany (EU)
www.engelsdorfer-verlag.de
Cover
Titel
Impressum
Meister Körnlein und der Graupelz
Meister Körnlein auf der Flucht
Der Herbst ist da
Der harte Winter
Frühlingserwachen
Die Hamsterhochzeit
Weitere Bücher
Es ist ein wunderschöner Morgen. Die Luft riecht nach frischem Weizen – ein Geruch, dem Meister Körnlein nicht widerstehen kann. Eine leichte Brise schmeichelt seiner Nase und er erkennt, dass die Zeit der Ernte und somit auch seine Zeit des Körnersammelns gekommen ist.
Der Wind streicht sanft durch die Ähren des Feldes und ein Hauch von Musik entsteht.
Meister Körnlein sitzt in seinem Feldhamsterbau. Er hat es sich in seinem Sessel, einem Erbstück seines Großvaters Willibald, gemütlich gemacht und hört interessiert zu.
Oh, das klingt ja wie die „Ährensymphonie“ von Richard Maus! Was für eine herrliche Musik, denkt er und schiebt sich seine Brille zurück auf die Nase. So fängt der Tag gut an!
Er geht hinüber zu der Glasscherbe, die als Spiegel an der Lehmwand seiner Behausung hängt, und betrachtet darin seine Zähne.
„Die müssten auch mal wieder angeschliffen werden“, murmelt er und macht sich auf den Weg zu seiner Vorratskammer, aus der er einen alten, steinharten Brotkanten holt.
Irgendein Menschenwesen muss das leckere Brot einfach so weggeworfen haben.
Aber warum nur? Das ist doch noch gut!
Meister Körnlein schüttelt den Kopf und beginnt, seine Zähne daran zu schleifen, indem er versucht, das Brot abzunagen. Danach ist er gerüstet. Er setzt seine Mütze auf und schiebt die Nase langsam aus dem Bau.
Draußen ist schönstes Sammelwetter. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und weit und breit ist kein Feind zu sehen. Meister Körnlein ist guter Dinge. Er läuft im schnellen Zickzack, damit ihn der Bussard Bertram nicht entdeckt, denn um diese Zeit kreist der immer über dem Weizenfeld.
Würde er ihn erwischen, so müsste Meister Körnlein womöglich noch als Futter für die Bussard-Jungen herhalten. Was für ein gruseliger Gedanke!
„Brrrr!“ Meister Körnlein schüttelt sich. Dann sucht er sich eine besonders große und schöne Ähre aus. Er will gerade mit seiner Arbeit beginnen, da nimmt seine feine Nase einen üblen Geruch wahr. Er kennt diesen Mief, aber bevor ihm einfällt, woher, zwickt ihm jemand in den Schwanz.
„Na, Körnlein? Schon so früh bei der Arbeit?“
