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Der erste Roman der Bücherserie "Memories" beginnt mit einem mysteriösen Brief einiger Menschen deren Namen wie Götter klingen und die behaupten, aus einem früheren Universum zu kommen. Beharrlich versuchen sie uns vor dem drohenden Ende unserer Welt zu warnen, weil es ihnen, in uralten Zeiten selbst ebenso ergangen ist. Die Kapitel des Romans sind aufgeteilt. Einige Kapitel sind Briefe, in denen über philosophische Konzepte wie Sadismus, Freiheit und dem Wesenskern von Macht geschrieben wird. In diesen Kapiteln wird mit den Leser*innen gesprochen, als wären sie Untertanen des Textes. Wie man es auch aus anderen großen Schriften kennt. Die anderen Kapitel heißen Beweisstücke: Dort wird die Geschichte des palmyrischen Mädchens "Agatha" und die ihres Vater "Juliad" und seiner Schwester "Julia Dumna" erzählt. Es beginnt damit, dass "Julias" Sohn zum Herrscher des Reiches erklärt wird und endet damit, dass Sisyphus, die strengen Regeln bricht und in seine eigene Simulation eintritt, die er, als einer von vielen Freiwilligen, selbst entwickelt hat. In der Simulation werden die Ereignisse in der zerstörten Stadt Palmyra und der Algorithmus ihres Falls gezeigt. Alles, um die abgründigen Gelüste von "Sisyphus" zu befriedigen. Auf den letzten Seiten gibt das Unternehmen Risk's (das fiktional ist und keine Überschneidungen mit der Realität hat) einige Informationen über seine schwierige Vergangenheit in der psychiatrischen Arbeit, die schon in der Einleitung angedeutet wird.
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Seitenzahl: 126
Veröffentlichungsjahr: 2020
MEMORIES VOL. 1
AGATHA’S TALE
© 2020 Hussein AL-Dabash
Autor: Hussein AL-Dabash
Umschlaggestaltung, Illustration, Musik: Hussein AL-Dabash
Übersetzung: Simon Niemann
Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
ISBN: 978-3-347-10219-4
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen
Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
http:// dnb.d-nb.de abrufbar.
Einleitung
Die Schönheit dieses fiktionalen Kunstwerks ist Dank der Mithilfe von diversen, multi-kulturellen und humanitär orientierten Gruppen, deren Mitglieder alle unterschiedliche religiöse, politische, ethnische und sexuelle Überzeugungen, Identitäten und Ausrichtungen haben, entstanden. Niemand von uns hat sich die folgenden Geschichten ausgedacht, noch wurden sie extra für diesen Zweck zusammengetragen. Stattdessen wurden sie den Mündern, Händen und Gedanken einiger Menschen, die in psychischer Behandlung sind, entnommen. Diese haben rein rechtlich, in vollem Maße ihre Zustimmung dazu gegeben.
Sie finden darin eine Möglichkeit ihr Leben zu verbessern und die Geschichten zu einem wichtigen Teil der Gesellschaft werden zu lassen.
Deshalb möchten wir alle kommerziellen Einnahmen dieses Werkes Wohltätigkeitsorganisationen zukommen lassen, die sich für die Pflege dieser Menschen einsetzen, sowie Forschungslaboren die verantwortungsbewusst an der Entwicklung von Medikamenten arbeiten, die zur Verbesserung des psychischen und physischen Zustandes eben dieser Menschen führen.
Aus diesem Grund sind wir (das Team, dass an diesem Projekt arbeitet) nicht verantwortlich für die in diesem Roman enthaltenen Positionen und Haltungen, noch möchten wir diese verurteilen oder unterstützen.
Alle im Roman enthaltenen Worte sind fiktional, zeigen jedoch die Grenzenlosigkeit des menschlichen Geistes, unabhängig von seinem Zustand. Alle Hinweise auf konkrete, historische Ereignisse sind frei erfunden, auch wenn sie Ähnlichkeiten zu realen Ereignissen aufweisen.
Für weitere Informationen verweisen wir auf „Wer wir sind?“ am Ende des
Romans.
Großer Dank gilt:
M.H.D N.N. A.B. A.F. S.N. W.S. L.A.
M.H. A.J. F.H. D.M. R.F. Y.F. J.A.
A.K. M.S. L.H. L.L. K.B. H.A. B.H. H.H.
Wir wünschen allen ein erfreuliches Abenteuer.
Alle Rechte vorbehalten.
KAPITEL 1
Entschlüsselungsmodus aktiviert
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Brief 0.1
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Datenvergleich
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Start
…
=[Thesan]: Hallo…
Ist das das Universum 139147625?
Wir sind aus dem Universum Davor und dies sind unsere letzten Zeilen… unsere Überreste…
Wir hoffen ihr scheitert nicht, wie diejenigen, die vor euch da waren…
So erbärmlich.
Das Energielevel ist schwach, darum versuche ich euch alles zu erklären. Ihr müsst euch um alles kümmern, ansonsten werdet ihr untergehen.
Oder ist es schon zu spät? Welches Jahr ist in eurem Zeitalter? 2026?
Wir werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oder auch Gelehrte genannt; diejenigen, die einst die Zeit und ihre Regeln verstanden haben.
Wir operieren im Geheimen, im Unsichtbaren und arbeiten an geheimen Projekten der Regierung.
Und doch unterscheiden wir uns nicht vom Rest unseres Volkes.
Um das Jahr 11972, in unserer Zeitrechnung, haben unsere Physikerinnen und Physiker eine Maschine entwickelt. Alles was sie tut, ist, Theorien anderer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die versuchen die Welt zu erklären, zu sammeln und diese zu verwirklichen. Am Ende entstand die erste Version von „Thesan“; ein Gerät das zeigt, wo alle Materie herkommt und wo sie hingehen wird.
So konnten wir IHN sehen, ja er existiert und er erwartet euch. Es war faszinierend, aber auch erschreckend.
Doch es entstanden auch andere Geräte, wie „Veritas“; eine Möglichkeit jede mögliche Situation zu simulieren und zu durchleben ohne, dass sie Konsequenzen in unserer Realität hat… sehr amüsant.
„Ein enormer Wandel; eine Revolution gegen die Dunkelheit“ haben sie uns gesagt.
Auf diesem Weg können keine Informationen verloren gehen, wir wissen alles, wir werden alles wissen.
Wir sind Götter!
=[Týr]: Hmmm.
Götter? Wir sind Götter?
Bist du es „Thesan“?
Wie oft werden sich deine Worte noch wiederholen?
Die Macht, die wir haben macht uns zu Göttern?
Weißt du… du bist nichts als eine Stimme, zitternde Frequenzen hier und da.
Haha… lächerlich.
Hallo mein lieber Zuhörer.
Ist es dir zu kompliziert?
Verzeihung.
Aber wir müssen fortfahren.
Ein Unternehmen wollte „Veritas“ auf den Markt bringen. Doch die Gesetze des Landes ließen es nicht zu. Die Regierung hatte ihre Hand über allem, darum musste “Veritas” erst getestet und die Ergebnisse analysiert werden.
Wir suchten uns neun Freiwillige.
Aber die Regierung interessierte sich nicht für unsere Tests und glaubte uns nicht.
Dank „Thesan“ sahen wir die nahende Zukunft. Sahen, dass das Ende näher rückt, dass uns nichts befreien, uns nichts retten konnte.
=[Sancus]: Wie Recht du hast „Týr“.
Wir haben auch euer Universum gesehen, es ist unserem nicht allzu unähnlich. Es liegt also nun in unserer Hand, euch über all das zu unterrichten und sicherzustellen, dass ihr das Ende kennt.
Ihr könnt euch verstecken, davonlaufen, flüchten und alles hinter euch lassen, aber wir… wir sind bereits Vergangenheit.
Nehmt von uns den letzten Hauch, das letzte Stück unsere Existenz.
Wir haben es schon einmal versucht… und jetzt wieder… wir zeichnen diese unsere letzten Worte auf, in der Hoffnung, dass sie etwas ändern können.
[beginnt zu weinen]
Hört genau hin, was wir euch zu sagen haben… antwortet! Verdammt nochmal antwortet!
Es sind Geschichten voller Trauer, voller Hoffnungslosigkeit… aber habe ich Angst? Angst davor, dass all unsere Bemühungen erneut zu Staub zerfallen… nichts nützen… ?
=[Salus]: Hör auf die weinen, reiß dich zusammen und mach keine Szene.
=[Sancus]: Ich kann nicht… ich halte das nicht länger aus… „Salus“…
=[Salus]: Du musst „Sancus“.
Und verlier das Gerät nicht, halte es so fest du kannst.
=[Sancus]: Ich… Ich versuche es ja, ich versuche es so gut ich kann… buh… Aber… werden sie uns überhaupt anhören?
Werden sie uns verstehen?
=[Salus]: Das tun sie doch immer. Sie beten uns an.
=[Sancus]: Erzähl ihnen von der Geschichte… von der Geschichte hier auf dem Bildschirm… die Geschichte in der sich herausstellt, dass Agatha… ich kann nicht.
=[Salus]: Wir werden euch von unsere Zeit erzählen.
Von dem Experiment.
Den neun wichtigsten Geschichten und deren Trümmer, die geblieben sind.
Wir werden euch von der Liebe berichten und ihren Wundern.
Von der Gier und ihren Vorzügen.
Von dem Vertrauen und dem Terror den es mit sich bringt.
Und wir erzählen euch von dem Aufstand den ER gewollt hat…
All das geschah vor 20 Milliarden Jahren.
Im Jahr 12958 unserer Zeit.
Alles begann damit, dass wir entführt wurden und es uns gelang zu fliehen.
Einige von uns wurden zu Verrätern.
Einige gibt es heute nicht mehr.
Wir haben zu viele verloren.
Wir waren einfach zu viel.
Sind es immer noch.
Erinnerst du dich an „Tetragrammaton“?
Du hast ihn immer nur „Yhwh“ genannt.
Bevor wir euch jedoch die neun Geschichten erzählen, müsst ihr die unsere kennen.
Die Geschichte, wie wir überlebt haben, wie wir alles gegeben haben und am Ende das erreichten, was ER für uns vorgesehen hat.
Wir haben uns gegen die Regierung gestellt, um den Tag des Unglücks zu vermeiden. Ihre Antwort war Gewalt.
Und so sollte unsere Welt nach 21 Tagen untergehen.
Wie wir es vorhergesehen haben.
Die Tage vergingen in quälender Langsamkeit.
Der letzte Tag war gestern und nun beginnt das Ende für unsere Welt – Das Closing.
Am ersten Tag haben viele versucht euch zu kontaktieren.
Am zweiten Tag wurden sie alle tot aufgefunden.
Also entschieden wir uns zu fliehen.
Am fünften Tag machten wir uns auf den Heimweg; ein Ort, wo wir uns mit euch in Verbindung setzen konnten. Wir warteten.
Es war zermürbend.
Sieben Tage blieben wir dort und es blieben uns noch neun weitere.
Wir lernten, wie wir mit euch Kontakt aufnehmen können, aber ihr konntet uns nicht verstehen.
„Dolos“ war großartig.
Aber er hat uns verraten.
Wie konnte er nur?
“Beaivi”, “Helios”, ”Odinani”, “Waheguru” oder wie ihr sie kennt „Aten“.
Sie war die erste, die den Kontakt zu euch hergestellt hat.
„Soteria“ die zweite.
Er zeigte uns, wie wir “Atens” Arbeit fortführen konnten.
Jedoch nicht nur er.
„Apollo“ half ihm dabei und vereinfachte das Verfahren.
„Jengu“ war die letzte.
Ihr gelang es, sich in ein Wesen aus eurem Universum zu verwandeln.
Sie war einzigartig; majestätisch.
=[Yuanhua]: Genug über uns, so hilfreich, wie wir es uns erhofft haben, ist das alles nicht.
Hört lieber dies:
Seht hinter den Schleier.
Greift nach dem Ungreifbaren.
Stellt euch dem Unüberwindbaren.
Versteht das Unverständliche.
Aber am wichtigsten.
Zweifelt an allem, was greifbar ist.
Nur so werdet ihr eure Fähigkeiten entfalten können.
=[Salus]: Nicht zu schnell „Yuanhua“
Sie werden es noch früh genug selber lesen.
Gib ihnen Zeit.
Ich denke wir müssen nun beginnen.
Die erste Simulation, die ihr benötigt, ist die Geschichte von „Agatha“.
Seid aufmerksam… hört gut zu… und lernt… lernt.
=[Yuanhua]: Lasst uns nicht im Stich.
Bitte nicht, bitte nicht… wir haben das nicht verdient… oder?
ER braucht euch… wir alle brauchen euch.
…
Das Musikstück „Epistle“ ist nun verfügbar
…
Das Lied „Started“ ist nun verfügbar
…
Ende
…
KAPITEL 2
Entschlüsselungsmodus aktiviert
…
Datenvergleich
…
Erinnerungsmodus aktiviert
…
Erzähler wählen Beweisstück 1.0
…
Erste Simulation
…
Start
…
=[Erzähler 1]: Alles ist exakt so verlaufen, wie wir es uns vorgestellt haben.
Die Basis ist bereit.
Das Unternehmen hat das Experiment gestartet.
Nachdem die Gesundheitstest abgeschlossen waren, öffneten sich die Türen.
Die Freiwilligen setzten sich und schauten sich um.
Zu diesem Zeitpunkt waren alle noch sehr unsicher und aufgeregt; sie hatten noch nie von diesem neuen Gerät gehört und konnten sich nicht vorstellen, was passieren würde.
„Ich kann es kaum erwarten, was dieses Ding mit uns vorhat. Mal schauen, was für Ergebnisse dabei rauskommen“, sagte der dritte Freiwillige begeistert, während er einen unauffälligen Blick auf die vierte Freiwillige warf.
Die erste Funktion des Geräts wurde vor allem zu dem Zweck entwickelt, damit die Person, die es benutzt Spaß hat, wie eine Spielkonsole; nicht mehr und nicht weniger. Der erste Freiwillige machte den Anfang:
Alles beginnt mit einer wunderschönen Explosion, einer Explosion ähnlich einem Vulkanausbruch. Der erste Freiwillige wird zum Künstler, er kann alles erschaffen, was er möchte. Alles ist perfekt. Die entstandenen Galaxien sehen aus, wie der Verlauf einer Melodie.
Die Simulation funktioniert. Sie macht, was sie soll.
Immer wieder und wieder wiederholt er diesen Vorgang, bis er endlich all das geschaffen hat, was er braucht, um mit der Geschichte, die er sich überlegt hatte, zu beginnen.
So kann er all die Dinge kontrollieren, auf die es ihm ankommt und die Geschichte erschaffen, die er sich erträumt.
Die Simulation erstreckt sich über einen Zeitraum von 75 tausend Jahren.
Zuerst schuf er zahlreiche Königreiche, unter anderem Persien und das Gebiet der Maori.
Doch das Reich der Seleukiden war nicht genug.
So flüsterte er heimlich vor sich hin: “Pompeius Magnus? Nein, um ihn geht es nicht. Vielleicht Tigranes der Große? Nein, nein, das geht nicht. Selbst Cestius Gallus ist zu unbedeutend, um in dieser Saga eine Rolle zu spielen.“
Wir wussten, was passieren würde.
Doch was ist es, was er da erschuf - eine römische Provinz? Zu ungenau; es ist eher ein römischer Staat. Ein Staat mit dem Name Syrien.
Aus irgendeinem Grund wollte der Freiwillige, dass alles in seiner Welt mehrdeutig bleibt, sodass seine versteckten Anweisungen unbekannt bleiben konnten, wie sein Name es für euch ist.
Und so begann er mit dem folgenden Schicksal:
„Septimius Severus“ wurde in „Leptis Magna“ geboren, als Sohn von „Publius Septimius Geta“ und „Fulvia Pia“. Er entstammt einer wohlhabende und angesehenen Familie vom Rang der Eques.
Er war italienisch-römischer Abstammung mütterlicherseits und hatte punische Vorfahren väterlicherseits.
Vielleicht hindert all die Verwirrung die Geschichte daran „spaßig“ zu sein, aber die Ereignisse liefen nicht gut!
Septimius Severus‘ erste Frau starb.
Also verfiel er in tiefe Trauer.
„Julia Domna“ wurde seine zweite Frau, eine Araberin mit viel Verstand. Sie wollte ihn wieder glücklich machen und ihm zu seiner früheren Macht verhelfen.
Aber das war nicht der eigentliche Plan.
Die Zeit verging und 15 Jahre später starb „Septimius Severus“. Er hinterließ seiner Familie seinen letzten Willen, in dem er seine Frau und seine Söhne darum bat in Frieden und Harmonie zu leben…
„Julia! Ich weiß du trägst viele schlechte Erinnerungen in deinem Herzen, aber mach dich bereit.
Meine Söhne sind sehr jung und die Stärke, die ich ihnen vererbt habe ist nicht leicht zu bändigen. Es ist kein einfaches Puzzle, dass in nur wenigen Sekunden zu lösen ist.
Wie kann man sie ein ganzes Königreich regieren lassen?“
Dann tötete „Caracalla“ seinen eigenen Bruder Geta - aus Liebe und aus dem Verlangen nach Macht.
„Geta“ starb in den Armen seiner Mutter und sein Blut umhüllte ihren Körper. Und so versank „Julia“ in der Dunkelheit des römischen Reiches.
„Macrinus“ tauchte als neuer Herrscher auf, aber im Vergleich zur leidenschaftlichen Herrschaft von „Julia Mesa“, war er des Amtes nicht würdig. Er wurde ersetzt durch „Elagabalus“, eine ehrliche Machthaberin, die ihre politischen Pläne mit Bedacht und Weisheit umzusetzen wusste.
Auf sie folgte „Severus Alexander“, der ebenso erfolgreich herrschte.
Entspricht diese Melodie deinen Vorstellungen, „Sisyphus“? Oder „erster Freiwilliger“ wie sie dich in den Laboren nennen.
All diese Erinnerungen sind vielleicht verflucht, aber das bedeutet nicht, dass sie unter dem gewaltigen Druck der Ereignisse verschwinden werden.
Für uns war all das leicht zu durchschauen… es sind keine echten Erinnerungen. „Sisyphus“ ist ein Sadist. Mit seinen Ideen versuchte er einen masochistischen Code umzusetzen, der seiner eigenen Vorstellungskraft entspringt; das Erschaffen von Leid und die Bereitschaft, dass dies immer und immer wieder geschehen wird.
„Hahaha…ha (böses Lachen) diese Maschine ist unglaublich, aber sie beobachten mich. Ich muss etwas Großes erschaffen, doch am besten nicht hier unter den Augen der anderen, sondern am Rand der Stadt, in der Wildnis, wo sie mich nicht überwachen können“ So hörte er sich selber sprechen.
Er schaute die Wächter scharf an, während einer von ihnen seine Aktivitäten und Reaktionen und die Auswirkungen auf ihn, aufzeichnete.
Auch der andere „Phobos“ starrte ihn an. Aus diesem Grund entschied „Sisyphus’s“ Verstand, seine Geschichte in den Tiefen, in den Tiefen der Dunkelheit, wo niemand die unvermeidliche Wahrheit sehen kann, stattfinden zu lassen.
=[Erzähler 2]:
Ich denke du beginnst zu verstehen, wie großartig diese Geschichte ist, nicht wahr? Oder fehlt dir immer noch das nötige Wissen dafür?
„Septimius Serverus“ ist nicht der wahre Held dieser Geschichte, nicht einmal seine Frau.
Seine Söhne sind nach ein paar Jahren verschwunden.
Die darauffolgenden Herrscherinnen und Herrscher waren nichts als Schauspielerinnen und Schauspieler, die ein Spiel spielten, das ihnen selbst nichts gebracht hat, weil sie nur der Deckmantel für „Sisyphus‘“ verrückte Politik waren.
Als wenn man laute Musik spielt, um seine Ängste zu übertönen, weil man befürchtet Unerwünschtes zu hören.
„Juliad“, 25 Jahre alt, war „Julias“ kleiner Bruder und ihr Beschützer.
Aber das Leben brachte keine guten Neuigkeiten für ihn; er konnte nicht verhindern, dass die Tage vergingen und seine Schwester nicht davor bewahren, dass ihr Leben jämmerlich zugrunde ging.
„Es scheint als steht sie kurz vor ihrem Ende, Julia ist nicht mehr das süße Mädchen von damals. Ihre Söhne haben sie ganz durcheinander gebracht und ich habe meine Rolle im Reich beendet. Ich muss verschwinden, an einen Ort an dem nicht Macht die Feder führt und alles mit Hass erfüllt. Julia!… Ich weiß nicht einmal, ob du bemerken wirst, dass ich fort bin… Ich weiß nicht einmal, ob dein Zustand sich jemals bessern wird.
Ich hoffe so sehr, dass du mir vergeben wirst, wenn du eines Tages von meinem Fortgehen erfährst.“ – und so entschied “Juliad” sie zu verlassen.
