Verlag: Das Neue Berlin Kategorie: Fantasy und Science-Fiction Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2013

Menschen wie Götter E-Book

Sergej Snegow  

4.45833333333333 (96)
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E-Book-Beschreibung Menschen wie Götter - Sergej Snegow

In ferne, unheimliche Welten mit unglaublichen Wesen und kühnen technischen sowie psychologischen Experimenten führt dieser Roman. Er enthält alle Elemente einer packenden Vision über die Entwicklung der Menschheit. Eli, Monteur künstlicher Sonnen, erzählt seine Abenteuer bei drei galaktischen Expeditionen, an denen er als Raumfahrtsekretär, als Admiral einer Flotte großräumiger Sternenflugzeuge und schließlich als wissenschaftlicher Berater teilnimmt. Auf dem künstlichen Planeten Ora erfahren die Raumfahrer von blutigen Fehden und beschließen, den bedrohten Wesen zu helfen. Mit ungewöhnlichen Mensch-Maschine-Wesen haben sie auf der zweiten Expedition zu kämpfen, und schließlich werden sie auf der Suche nach einem legendären Sternenvolk mit einer unbekannten, überm.chtigen Kraft konfrontiert, die zu begreifen die einzige Chance zur eigenen Rettung ist. Es sind Geschichten im Reich der alltäglich gewordenen Unwahrscheinlichkeiten, die seit Jahrzehnten immer wieder neue Leser faszinieren. Ein Klassiker der Science-fiction-Literatur, alle drei Teile des berühmten Romans in einer Ausgabe.

Meinungen über das E-Book Menschen wie Götter - Sergej Snegow

E-Book-Leseprobe Menschen wie Götter - Sergej Snegow

Impressum

eISBN 978-3-360-50065-6

© 2013 (2003) Verlag Das Neue Berlin, Berlin

Umschlaggestaltung: Johannes Frick

Das Neue Berlin Verlagsgesellschaft mbH

Neue Grünstr. 18, 10179 Berlin

Die Bücher des Verlags Das Neue Berlin erscheinen

in der Eulenspiegelverlagsgruppe.

www.eulenspiegel-verlagsgruppe.de

Sergej Snegow

Menschen wie Götter

Phantastischer Roman in drei Büchern

Aus dem Russischen von Heinz Kübart

Das Neue Berlin

Erstes Buch

Die Fahrt des Sternenpflugs

Erster Teil

Die Konferenz auf der Ora

1

Für mich begann diese Geschichte am zweiten Tag nach meiner Rückkehr zur Erde. Als ich über den Kratern des Kilimandscharo spazierenflog, traf ich Lussin, der auf einem feuerspeienden Drachen ritt.

Ich fliege ungern auf Drachen. Und die schwerfälligen Pegasusse kann ich schon gar nicht leiden. Für Flüge auf der Erde benutze ich am liebsten die Aviettes – die sind zuverlässiger und bequemer. Lussin kann sich eine Fortbewegung ohne Drachen nicht vorstellen. In der Schule, als diese stinkenden Scheusale gerade in Mode kamen, bezwang er auf einem Übungsdrachen Sechstausender. Der Drachen krepierte bald darauf, obwohl er eine Sauerstoffmaske getragen hatte, und Lussin erhielt einen Monat Stallverbot. Das war dreiundvierzig Jahre her, doch Lussin war nicht vernünftiger geworden. Er behauptet, die Art seiner Vorfahren rege sich in ihm, die diese seltsamen Wesen vergötterten. Meiner Meinung nach versucht er um jeden Preis originell zu sein. André Scherstjuk und er wären bereit, ihre Haut umzustülpen, um aufzufallen – solche Burschen sind das! Als vom Indischen Ozean ein rauch- und flammenumhüllter Drachen heranbrauste, war mir sofort klar, daß Lussin darauf saß. Er schrie mir einen Gruß zu und landete am Krater Kibo. Zwei Jahre lang hatten wir uns nicht gesehen. Lussin weidete sich an meiner Überraschung.

Der Drachen war etwa zehn Meter lang. Schlapp hatte er sich auf den Steinen ausgestreckt, müde schloß er die vorgewölbten grünen Augen, seine mageren Flanken – sie waren mit orangefarbenen Schuppen gepanzert – dehnten sich und fielen zusammen, die schweißnassen Flügel zitterten. Über dem Kopf des Tieres wölkte Rauch, beim Ausatmen schoß eine Flamme aus dem Rachen.

»Das letzte Modell«, sagte Lussin. »Zwei Jahre hat die Züchtung gedauert.«

Lussin arbeitet im Institut für Neue Formen – dem INF –, unentwegt brüstet er sich, daß bei ihnen lebendige Neubildungen geschaffen würden, zu denen es die Natur noch in einer Milliarde Jahren nicht gebracht hätte. Einiges, die sprechenden Delphine zum Beispiel, ist ihnen tatsächlich recht gut gelungen. Der Drachen, der wie ein Vulkan rauchte, war meiner Ansicht nach nicht schön.

»Dieser ganze Kulissenzauber ist doch überflüssig, sofern er natürlich nicht als Kinderschreck gedacht ist.«

Lussin klopfte dem Drachen liebevoll eins der zwölf Froschbeine. »Eindrucksvoll. Muß auf die Ora. Die werden Augen machen.«

Es wurmt mich, wenn über die Ora gesprochen wird. Die Hälfte meiner Freunde fliegt hin, ich bin nicht dabei. Selbstverständlich wurmt mich nicht ihr Glück, sondern die Tatsache, daß sie die hochinteressante Begegnung mit den Bewohnern anderer Welten in eine primitive Spielzeugausstellung verwandeln wollen. Was soll nicht alles mitgeschleppt werden!

»Unsinn! Keiner wird dein Fossil eines Blickes würdigen. Jeder Sternenbewohner ist wunderbarer als alle eure Raritäten. Die Maschinen werden dort bestimmt weit mehr Interesse finden.«

Lussin schüttelte lächelnd den Kopf. »Du bist neidisch, Eli. Ein vorsintflutliches Gefühl. Zeit vor den Drachen. Ich verstehe. Ich an deiner Stelle auch.«

Lussin spricht gleichsam in Hieroglyphen. Wir haben uns an seine Ausdrucksweise gewöhnt, Fremde verstehen ihn nicht immer. Aber mit denen unterhält er sich ohnehin nicht gern.

Sein Vorwurf verstimmte mich.

»Willst du Einzelheiten«, fragte er. »Wirst staunen.«

Ich nickte, damit ihn meine Gleichgültigkeit nicht bedrückte. Seinen Worten entnahm ich, daß in dem Magen des Drachens Brennstoffe zur Synthese gebracht wurden und dem Drachen selbst davon nicht kalt, nicht heiß war.

Lussin arbeitete an dem Thema »Die Materialisierung von Ungeheuern der antiken Folklore«. Der feuerspeiende Drachen war sein viertes Modell, assyrische Löwen und ägyptische Sphinxe sollten folgen.

»Gott Horus mit dem Falkenkopf möcht’ ich«, sagte Lussin. »Ist noch nicht bestätigt. Hoffentlich.«

Mir fiel ein, daß André eine von ihm verfaßte Symphonie mit dem Titel »Die Harmonie der Sternensphären« zur Ora mitnehmen wollte und daß die Uraufführung am Abend in Kairo stattfand. Ich stehe Andrés musikalischer Begabung skeptisch gegenüber, aber lieber Musik als qualmende Lindwürmer.

Lussin fuhr auf. »Wußte ich nicht. Los, nach Kairo!«

2

Der erste, den wir in Kairo trafen, war Allan Krus. Er war zwei Stunden vor uns eingetroffen und kam mit einem Köfferchen aus der Sternenroutenkammer. Im Koffer trug er wie immer Bücher. Allan schwärmt für solchen Plunder. In dieser Hinsicht gleicht er Pawel Romero – der hat ebenfalls eine Schwäche für Bücher. Pawel benötigt sie zu Studienzwecken, Allan dagegen stöbert zum Spaß darin. »Du schärfst dein Gefühl für die Gegenwart, wenn du in den bröckligen Zeitschriften des zwanzigsten Jahrhunderts blätterst«, sagte er und lachte. Als er erfuhr, wohin wir wollten, blieb er stehen. »Und deshalb seid ihr nach Kairo gekommen? Ihr hättet doch den Konzertsaal einschalten und euch die Musik von fern anhören können!«

»Andrés Symphonie muß in Spezialräumen gehört werden. Seine Musik ist kein Vergnügen, sondern schwere körperliche Arbeit.«

Allan schloß sich uns an. »Ich muß mit André sprechen«, sagte er drohend. »Im Konzert knöpfe ich ihn mir mal vor. Das letzte Modell seiner transportablen Dechiffriergeräte taugt überhaupt nichts.«

»Geh langsamer und fuchtele nicht mit dem Koffer vor meiner Nase herum. Du hast da doch bestimmt fünfzig Kilo drin?«

»Dreiundsechzig. Laßt euch erzählen, wie wir uns auf dem Prokyon durch Andrés Leichtsinn blamiert haben!«

Von der Blamage auf dem Prokyon hatten wir gehört. Auf der Erde und auf den Planeten wußte jeder von diesem Vorfall. Allans Expedition probierte ein leichteres Sternenpflugmodell aus, das für Passagierschnelltransporte gedacht war. In der Umgebung des Sonnensystems ist es verboten, auf Hochtouren zu gehen, und die Strecke von elfeinhalb Lichtjahren legten sie in neununddreißig gewöhnlichen Tagen zurück. Im Sternbild Kleiner Hund konnten sie ebenfalls nicht zeigen, was in ihrem Sternenpflug steckte, dort waren sie nur hundertmal schneller als das Licht. Dafür machten sie in diesem Sternbild im Planetensystem des Prokyon, ohne das zu wissen, endlich eine fünf Jahrhunderte zuvor prophezeite Entdeckung – sie fanden vernunftbegabte Moose. Für den zweiten der drei Prokyonplaneten reichten Licht und Wärme nicht aus, und rotes Moos bedeckte die Felsen. Die Kosmonauten untersuchten das Moos, ermittelten aber nichts weiter, als daß die Pflanzen schwache Magnetwellen ausstrahlten. Die Große Akademische Maschine fand heraus, daß die aufgezeichneten Strahlungen Sprache waren. Es gelang, die Sätze zu entschlüsseln: »Wer seid ihr? Woher kommt ihr? Wie habt ihr die Fähigkeit der Fortbewegung in euch ausgebildet?« Die unbeweglichen Moose waren von der menschlichen Kunst des Gehens am meisten beeindruckt.

»Und an allem war sein blödes DP-2 schuld!« polterte Allan. »Ohne Zweifel ist es besser als die am Arm zu tragenden Dechiffriergeräte, die sind gerade gut genug, um sich mit Hunden und Vögeln zu unterhalten. Auf dem Pollux zum Beispiel, in den Zwillingen, haben wir uns ganz gut mit hochorganisierten Fischen unterhalten. Die lustigen Nereiden erzeugten Ultraschallwellen, wir lernten, unsere Worte in ebensolche Wellen zu übersetzen. Ihr kennt das ja aus den Sendungen …

Jedenfalls ist Andrés Gerät für schwierige Fälle unbrauchbar. Eine merkwürdig hilfslose Maschine, aber sie wird als letzter Schrei der Technik gepriesen!«

Allan hielt plötzlich inne und verkündete erregt: »Die Sternenroutenkammer hat heute eine seltsame Mitteilung erhalten. Näheres weiß keiner, doch soviel steht fest: Neue vernunftbegabte Wesen sind entdeckt. So etwas wie Menschen. Anscheinend wüten auf ihren Planeten weit schlimmere Kriege als seinerzeit bei den Menschen.«

Heut wundere ich mich, wie gleichgültig wir Allan anhörten. Die Menschheitsgeschichte nahm von da an einen anderen Lauf. Doch Lussin und ich erkundigten uns nicht einmal, wer die Nachricht gebracht habe und worin die neuentdeckten Wesen den Menschen ähnlich seien. Ich äußerte nur die Vermutung, sie müßten fernab der nächsten Sterne wohnen – in unserem Galaxisbezirk hatte man von ihresgleichen nie gehört.

»Ich weiß nicht«, antwortete Allan. »Die Große Akademische Maschine prüft bereits den zweiten Tag die empfangene Information. Morgen oder übermorgen wird man uns allen die Ergebnisse mitteilen.«

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