Menschenhaus - M.T.W. Mayer - E-Book

Menschenhaus E-Book

M.T.W. Mayer

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Beschreibung

Was, wenn Menschen aufgrund der Umweltbedingungen im Freien nicht mehr überleben können? Wenn sie zu einer bedrohten Rasse werden? Natürlich müssen sie geschützt werden. Ihnen eine Umgebung geschaffen werden, die ihrem optimalen Lebensumfeld entspricht. Ihr Fortbestand muss garantiert werden. Durch Zuchtprogramme die artentypische Vielfalt erhalten werden. Was, wenn Menschen zu Zootieren werden?

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Seitenzahl: 125

Veröffentlichungsjahr: 2015

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M.T.W. Mayer

Menschenhaus

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

TL-57/365

V-09/43

IUS-82/70683

Impressum neobooks

TL-57/365

Als Aura geboren wurde, hörte gerade die lange Regenzeit auf und die Sonne zeigte sich wieder am Himmel. Sie war das erste Kind ihrer Mutter. Nachdem Aulis ihre Tochter das erste Mal schreien hörte, hatte sie Tränen der Freude in ihren Augen.

Die Gott-Menschen hatten Aura nach einiger Zeit mitgenommen, was ihre Mutter beunruhigte. Doch dann blinkte der Chip unter der Haut ihres Unterarms auf und sie entspannte sich. Schließlich bekam sie Aura wieder in die Arme gelegt. Die Gott-Menschen hatten sie gewaschen, gewickelt und ihr auch einen Chip unter die Haut gesetzt.

Ganz friedlich sah sie Aulis an, neugierig auf die Welt, in die sie hineingeboren wurde.

Man ließ Mutter und Tochter noch einige Tage in dem Raum, der für die Geburt vorbereitet worden war. Erst danach wurde die Tür geöffnet und Aulis konnte den anderen Menschen ihre Tochter zeigen.

Aura war ein aufgewecktes Kind. Ständig war sie in Bewegung, kletterte auf die Äste oder tobte über die Außenfläche. Da sie seit langem das erste Kind war, das in TL-57/365 geboren worden war, musste sie sich oft mit sich selbst beschäftigen. Also erfand sie Lieder oder sang die nach, die die anderen ihr beibrachten, spielte mit unsichtbaren Freunden oder kletterte so hoch, dass ihre Mutter oft Angst bekam.

Sie war immer sehr froh, wenn die Gott-Menschen sie zu sich in ihren metallischen Raum holten. Dass bedeutete Abwechslung. Meistens wartete dort ein Gott-Mensch auf sie, vermummt durch einen grauen Anzug, der seinen ganzen Körper einhüllte. Aura sollte kleine Bilderrätsel lösen, sich auf ein Bein stellen oder ihre kleinen Zähne herzeigen. Hin und wieder bekam sie eine Spritze, das gefiel ihr gar nicht. Aber dann blinkte der Chip in ihrem Arm und sie wurde ruhig.

Anfangs hatte Aulis ihre Tochter noch zu den Gott-Menschen begleitet, doch Aura zeigte keine Scheu, weshalb das bald nicht mehr nötig war.

Die Gott-Menschen waren sehr zufrieden mit Aura. Sie entwickelte sich arttypisch und ihr Verhalten ließ auf eine hohe Intelligenz schließen. Zudem war sie furchtlos und freute sich über Belohnungen in Form von Obststückchen. Lediglich ihr Haar hatte nicht die gewünschte Farbe. Anstatt feuerrot zu leuchten wie das ihres Vaters – einem alten, wohlgedienten Zuchtmenschen – war es lachsfarben. In Verbindung mit ihrer blassen Haut und den Sommersprossen konnte man jedoch davon ausgehen, dass sie die richtigen Gene in sich hatte. Mit einem passenden Partner wäre eine Weiterzucht rothaariger Menschen also durchaus möglich.

Als Aura gerade die zweite Regenzeit erlebte und eine Zeit-Wende bevorstand – sie freute sich schon wieder auf die Sonne und die einkehrende Ruhe, wenn die Wassertropfen nicht mehr gegen die Schutzkuppel des Außenbereichs prasseln würden – als ihre Mutter gemeinsam mit ihrem Vater in einen abgetrennten Bereich gebracht wurden. Aulis versprach ihrer Tochter, dass nichts Schlimmes geschehen würde. Zusammen mit dem Blinken des Chips beruhigte das Aura.

Die anderen Menschen kümmerten sich gut um sie. Immer wieder fragten sie, ob Aura sich auf ein Geschwisterchen freuen würde, doch zuerst konnte sie mit dem Wort gar nichts anfangen. Doch als sie endlich verstand, wovon alle sprachen, wurde sie ganz aufgeregt. Womöglich hätte sie bald einen Spielkameraden!

Nach einigen Tagen kamen Aulis und Auras Vater wieder zu den anderen Menschen. Während er sich wieder seinem angestammten Platz an einem Fenster, das zum Außenbereich zeigte, widmete, nahm Aulis ihre Tochter freudig in den Arm.

„Wo ist mein Geschwisterchen“, fragte diese neugierig.

Aulis sah sie überrascht an, dann lachte sie. „Das dauert noch etwas.“

Das war nicht die Antwort, die Aura sich gewünscht hatte. „Und wie lange?“

Behutsam legte Aulis eine Hand auf ihren Bauch. „Es muss erst wachsen.“

„Wie lange“, unterbrach Aura barsch. Momentan war sie nicht sonderlich geduldig.

„Etwa so lange, wie es von einer Zeit-Wende zur nächsten dauert.“

Enttäuscht drehte Aura sich weg. Ihr Spielkamerad würde erst kommen, wenn es wieder zu regnen anfangen würde? Das würde ja noch eine halbe Ewigkeit dauern!

Diese Enttäuschung zeigte sie auch die kommenden Tage deutlich. Genervt kickte sie kleine Bälle gegen die Wände, antwortete pampig auf Fragen und selbst die Aufgaben der Gott-Menschen konnten sie nicht begeistern.

Der Bauch von Aulis wurde immer dicker. Als Aura dachte, ihre Mutter müsste bald platzen, spürte sie manchmal ihr Geschwisterchen darin treten. Das faszinierte sie sehr. Doch ansonsten war sie die Warterei leid. Auch fühlte sich Aulis oft nicht gut, weshalb sie viel Zeit in ihrer Schlafkoje verbrachte. Aura beschäftigte sich wieder viel mit sich selbst und verbrachte die meiste Zeit in dem Außenbereich ihres Geheges. Dort gab es einen Berg, Bäume zum darauf klettern und sogar Wasserbecken. Letztere mied Aura jedoch. Viel lieber rannte sie umher oder versuchte, den Bereich hinter der Schutzkuppel von einem Baum aus zu sehen. Dort liefen viele Gott-Menschen umher, jedoch ohne die Schutzanzüge, die sie trugen, wenn sie mit den Menschen hier Kontakt aufnahmen. Sie waren größer als die Menschen und um einiges dünner. Mit großen Augen sahen sie in das Gehege und zeigten mit ihren langen Fingern auf sie. Manchmal bekam Aura Angst, wenn sie die Gott-Menschen so sah. In ihren grauen Anzügen waren sie ihr viel lieber.

Eines Tages bemerkte Aura, als sie gerade bis zu den Knöcheln in einem Wasserbecken stand, eine flinke Bewegung neben ihr. Irgendetwas Kleines huschte über den Boden. Neugierig folgte sie ihm. Es rannte zu einem Baum und versteckte sich in dem hohen Gras, das darunter wuchs. Soweit Aura es gesehen hatte, hatte es einen langen Schwanz und einen pelzigen Körper. Doch immer, wenn sie näher an es herantrat, huschte es weiter, um sich an einem anderen Ort zu verstecken.

Irgendwann bemerkte ein junger Mann, der in einem Wasserbecken schwamm, das kleine Kind. „Aura, was tust du da? Hör auf mit dem dämlichen rumgehopse.“

„Aber da ist etwas“, verteidigte sie sich.

„Ach, und was“, spottete er.

Aura zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht. Es ist klein und pelzig und furchtbar schnell.“

Nun war er neugierig geworden und kam aus dem Wasser. Er griff nach einem weißen Handtuch und seiner beigen Kleidung, während er vorsichtig näher kam. Er sah anders aus als Aura. Sein Haar war tiefschwarz, seine Haut dunkler und die Augen geformt wie die Mandeln, die sie manchmal als Belohnung für gutes Benehmen bekamen.

Als er neben Aura stand, huschte das kleine Tier weiter. Er erschrak fürchterlich. „Aura, halt dich davon fern!“

„Aber wieso denn?“

Doch bevor er ihr diese Frage beantworten konnte, stürmten Gott-Menschen in das Außengehege. Ihre grauen Schutzanzüge schimmerten im Sonnenlicht. Sie trieben Aura und den jungen Mann in den Innenbereich, wo bereits die anderen Menschen warteten. Sie waren alle ganz aufgeregt.

Aura wurde in einen der Untersuchungsräume gebracht, doch wartete dort keine Aufgabe auf sie. Man zog ihr ihre beige Hose und ihr Oberteil aus, sogar die Unterwäsche. Danach kam ein großer Gott-Mann mit Schere und Rasierer auf sie zu. Noch bevor sie begriff, was geschah, schnitten sie ihr ihren Haarzopf ab und rasierten ihr den Kopf. Sie begann zu schreien und zu weinen. Dann begann der Chip in ihrem Arm zu blinken, doch das beruhigte sie nur kurz. Sie gaben ihr eine Spritze, die schrecklich unter der Haut brannte und zu allem Überfluss wurde sie mit kaltem Wasser, das nach irgendetwas roch, das sie nicht kannte, abgespritzt.

Als die Gott-Menschen fertig waren, war Aura kalt, verängstigt, ihr Arm tat weh und alle Haare waren ihr abgeschnitten worden. Tränenüberströmt lief sie zu ihrer Mutter. Auch diese war – wie alle anderen Menschen – mit dem kalten Wasser abgespritzt worden, doch ihre roten Haare hatte sie noch. Nur der junge Mann mit den Mandelaugen hatte auch alle Haare verloren.

Man versuchte, Aura zu trösten, ihre Haare würden ja wieder nachwachsen, doch das half nichts. Was für eine schreckliche Ungerechtigkeit!

Den Außenbereich durften sie einen ganzen Tag lang nicht betreten. Danach lag noch einige Zeit ein unbekannter Geruch in der Luft.

Aura würde nie wieder in ihrem Leben ein pelziges Tierchen sehen.

Aulis ging es immer schlechter. Sie hatte fürchterliche Rückenschmerzen, ihr war übel und somit blieb sie lange in ihrer kleinen Schlafkoje, die Decke über den Kopf gezogen, liegen. Da sie auch Auras Geplapper und Unruhe nicht ertrug, brachte man die Kleine zu Omi.

Omi war eine sehr alte Frau, die älteste im Gehege, sogar älter als Auras Vater. Beinahe schwarz zog sich ihre Haut über den dünnen Körper. Ihr Haar war ganz kurz geschoren, nur tiefschwarze Locken waren zu sehen. Das hatte aber nichts mit dem Pelztier zu tun. Sie trug ihr Haar immer sehr kurz.

Aura mochte Omi gerne. Sie war sehr ruhig und entspannt und hörte sich mit einem sanften Lächeln all die Geschichten an, die ihr das kleine Mädchen erzählte. Wenn die Gott-Menschen verschiedenes Obst, Messer und eine Schüssel ins Gehege brachten, machte Omi daraus immer einen Obstsalat. Wenn sie vorsichtig war, durfte Aura ihr und den anderen Menschen helfen, die Bananen zu schälen oder einen Apfel zu schneiden. Hin und wieder stibitze sie natürlich das ein oder andere Stück. Dabei glaubte Aura fest, niemand hätte das bemerkt. Doch Omi hatte sie immer mit einem wissenden Lächeln im Blick.

Eines Tages strich Omi gedankenverloren über Auras Kopf. „Sieh doch, deine Haare wachsen schon wieder. Sie sind sicher schon so lang wie meine.“

Aura befühlte ihren Kopf, um die Aussage zu überprüfen. Dann nickte sie. Es gefiel ihr zwar nicht, dass ihr die Haare abrasiert wurden, doch störten sie so auch nicht beim herumtoben.

Dann sah sie lange Omi an. „Wieso siehst du so anders aus?“

Die alte Frau hielt in ihrer Bewegung inne. Dann sah sie sich langsam um. „Wir sehen doch alle anders aus.“

Aura verzog das Gesicht. „Ja schon, aber … guck doch, meine Haut ist ganz hell und deine ganz dunkel. Wieso ist das so?“

Omi erkannte, dass es mit einer kurzen Antwort nicht getan wäre, also wandte sie sich vollends dem kleinen Kind zu. „Nun, das ist wie mit den Blumen, die im Außengehege blühen. Manche davon sind rot, andere sind blau, einige weiß oder gelb. So ist das auch mit den Menschen. Es gibt welche, die sind ganz blass und haben rote Haare, so wie deine Mutter. Andere sind ganz dunkel, so wie ich und wieder andere haben diese Mandelaugen und schwarze Haare. Wir sind alle wie verschiedene Blumensorten.“

Aura dachte nach. Das klang ganz logisch. „Kann man Menschen auch kreuzen, so wie Blumen? Und hätte der dann rote Haare und eine schwarze Haut?“

Die alte Frau lachte. „Ja, das ginge schon. Aber das passiert eigentlich nie.“

„Wieso?“

„Nun … Um Blumen kümmert sich ein Gärtner, nicht wahr? Und um uns kümmern sich die Gott-Menschen. Sie entscheiden, welche Menschen … ja, sich kreuzen. Wenn man alle Blumen miteinander kreuzt, sehen sie irgendwann gleich aus. Das wäre bei uns Menschen auch so. Also bestimmen die Gott-Menschen, wer sich mit wem kreuzt, damit es möglichst alle Sorten gibt.“

Das war dann doch etwas zu kompliziert für Aura. Außerdem gefiel ihr die Idee eines Menschen, der Omis Haut und das Haar ihrer Mutter hätte. Das würde ziemlich lustig aussehen.

Eines sehr heißen Abends begann Aulis plötzlich heftig zu schreien. Panisch hielt sie sich den runden Bauch. Schnell kamen einige Gott-Menschen, um sie in einen Untersuchungsraum zu bringen. Unruhig hatten die anderen Menschen das mitangesehen. Die Chips unter ihrer Haut blinkten. Aura wurde zu Omi gebracht, die sie so lange im Arm wiegte, bis sie einschlief.

Ihre Mama hatte Wehen bekommen.

Doch dafür war es eigentlich noch zu früh.

Aulis war viele Tage verschwunden. Niemand wusste, ob sie wiederkommen würde. Wenn Aura jemanden nach ihr fragte, sahen sie oft weg oder wechselten das Thema. Sie fühlte sich schrecklich einsam. Als Aulis die meiste Zeit in ihrem Bett verbrachte, hatte sie sie zwar auch kaum gesehen, doch hatte sie gewusst, dass ihre Mutter ganz in der Nähe war. Nun war da niemand, an den sie sich kurz vor dem Einschlafen kuscheln konnte.

Omi versuchte, Aura auf andere Gedanken zu bringen. Doch das Kind hatte zu Nichts Lust und sah nur immer wieder traurig zu der Tür, hinter der Aulis verschwunden war.

Als die Luft schon ganz schwül war und man spürte, dass bald der Regen kommen würde, öffnete sich die Tür des Untersuchungsraumes wieder. Ganz langsam kam Aulis heraus, auf ihrem Arm ein kleines Baby, das in beige Tücher gewickelt war.

Aura lief sofort auf ihre Mutter zu, um sie zu umarmen, doch Aulis hatte Schmerzen, wenn man ihren Bauch berührte, also hielt sie ihre Tochter auf Abstand. Sofort schossen Aura Tränen in die Augen. Sie wollte doch nur zu ihrer Mama, aber die hatte fast nur Augen für den Säugling.

Neugierig schielten auch die anderen Menschen darauf.

„Ist es ein Junge oder ein Mädchen?“

„Ist es gesund?“

„Wieso warst du so lange weg?“

„Wie heißt es?“

Aulis bat mit einer Geste um Ruhe. „Es geht uns gut, ja. Irgendetwas hat nicht gestimmt und die Gott-Menschen haben viele Untersuchungen gemacht, aber jetzt geht es wieder. Und das hier ist mein Sohn Autesion.“

Aura fand den Namen bescheuert.

Ihr Vater – und auch der Vater ihres Bruders – blickte kurz auf das Kind, dann wandte er sich wieder anderen Beschäftigungen zu. Aura näherte sich ihrem Bruder vorsichtig, durfte ihn aber nie halten. „Nicht, dass du ihn fallen lässt“, sagte ihre Mutter dann immer.

Aulis bewachte ihren Sohn wie den größten Schatz auf Erden. Für Aura hieß das, dass sie nun zurückstecken musste. Und alt genug, um mit Autesion etwas anzufangen, war er auch nicht. Er lag einfach nur hilflos rum und quakte.

Ihre Mutter hatte seit seiner Geburt eine Narbe auf dem Bauch. Man würde sie nicht mehr für die Zucht einsetzen.

Auras Haare wuchsen. Als sie ihr bis zum Kinn reichten, begannen die Gott-Menschen, mit ihr ein Spiel zu üben, das ihr sehr gefiel, auch wenn es oft anstrengend war. Es war immer der gleiche Gott-Mann, mit dem Aura spielte: er machte eine bestimmte Bewegung oder Geste und wenn sie richtig darauf reagierte, bekam sie ein Stück Orange oder Melone. Wenn er beispielsweise seine Hand vor sich hielt, die Handfläche zu Aura gerichtet, musste sie wiederum ihre so dagegenhalten, dass Daumen an Daumen, Zeigefinger an Zeigefinger, und so weiter, lagen. Dann bekam sie ein Stück Obst und freute sich. Es gab viele solcher Gesten und Aura lernte schnell. Nur wenn der Gott-Mann mit einem Finger gegen seine Wange klopfte, zögerte sie. Er wollte dann, dass sie ihm einen Kuss auf seinen grauen Anzug gab, doch sie mochte das Gefühl des Materials an ihren Lippen nicht. Als der Gott-Mann erkannt hatte, dass sie durchaus verstand, was er wollte, sich aber dagegen sträubte, erhöhte er die Belohnung. Und was war schon ein kurzer Moment des Ekels gegen eine Handvoll Nüsse?

Sie hatte sich ihr Leben mit einem kleinen Bruder spannender vorgestellt, doch Autesion war lange Zeit sehr hilflos und zu nichts zu gebrauchen. Wenn er lächelte, war er ganz niedlich, aber die meiste Zeit schlief oder schrie er.