MERIAN Reiseführer Kapstadt mit Winelands & Garden Route - Sandra Vartan - E-Book

MERIAN Reiseführer Kapstadt mit Winelands & Garden Route E-Book

Sandra Vartan

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Beschreibung

Mit dem MERIAN Reiseführer Kapstadt/Winelands Garden Route wissen Sie immer, worauf es wirklich ankommt. MERIAN zeigt die Region in all ihrem Reichtum: die charakteristischen Sehenswürdigkeiten und alles, was Sie darüber hinaus ebenfalls nicht verpassen sollten. So machen Sie mehr aus Ihrer Reise. MEHR ERLEBEN: Dank wertvoller Tipps sind Sie immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort, für unvergessliche Augenblicke. – MEHR GENIESSEN: Ausgesuchte Adressen und Empfehlungen führen Sie zu einmaligen Hotels, urtypischen Restaurants, feinen Traditionsgeschäften und kulturellen Highlights. – MEHR SEHEN: Spannende Geschichten geben erstaunliche Einblicke und liefern vertiefende Hintergründe. Mit Extra-Faltkarte zum Herausnehmen.

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Impressum

© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2021

© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2021

MERIAN ist eine eingetragene Marke der GANSKE VERLAGSGRUPPE.

Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.

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GRÄFE UND UNZER VERLAG

Postfach 86 03 66, 81630 München, www.merian.de

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[email protected]

Tel. 00800/72 37 33 33 (gebührenfrei in D, A, CH)

Mo–Do 9–17 Uhr, Fr 9–16 Uhr

Verlagsleitung Reise: Grit Müller

Verlagsredaktion: Stella Schossow

Autorin: Sandra Vartan

Redaktion: Oliver Kiesow

Bildredaktion: Nora Goth

Schlussredaktion: Jessika Zollickhofer

Reihengestaltung: Independent Medien Design, Horst Moser, München

Kartografie: Huber Kartographie GmbH für Gräfe und Unzer Verlag GmbH

eBook-Herstellung: Anna Bäumner, Martina Koralewska, Renate Hutt

ISBN 978-3-8342-3215-1

1. Auflage 2021

GuU 2-3215 01_2021_02

Bildnachweis

Titelbild (Bunte Häuser im Bo-Kaap District), HUBER IMAGES: Andrea Armellin

Fotos: AWL Images: Danita Delimont >, Ian Trower >, >, >, Michele Falzone > | gemeinfrei >, >, > | Getty Images: 500px Plus/Daniel O‘Brien >, Chris Minihane >, EyeEm/Michelle Koegelenberg >, EyeEm/Yann Lamoureux >, ferrantraite >, Gallo Images/David Malan >, Gallo Images/Max Paddler >, Hannah Mentz >, kupicoo >, Lonely Planet/Ariadne Van Zandbergen >, Lonely Planet/Peter Unger >, marc shoul >, Merten Snijders >, Michael Blann >, Mlenny >, Peter Unger >, >, >, Shaun Lombard >, Soltan Frédéric >, Vittorio Ricci >, wilpunt > | HUBER IMAGES: Richard Taylor >, > | laif: Gerald Haenel >, Gregor Lengler >, hemis.fr/Franck Guiziou >, >, hemis/FRANCES Vincent > | LOOK-foto: Dietmar Denger > | mauritius images: Alamy/Ben Beyers >, Alamy/Childa Santrucek >, Alamy/frans lemmens >, Alamy/Gillian Moore >, Alamy/Greg Balfour Evans >, Alamy/Hufton+Crow-VIEW >, Alamy/Jeffrey Isaac Greenberg 8 >, Alamy/Jonathan Dale >, Alamy/P Tomlins >, Alamy/roger tillberg >, Alamy/Rohit Madan >, Alamy/Ulrich Doering >, Minden Pictures > | plainpicture: DEEPOL/Christian Vorhofer >, DEEPOL/Daniel Waschnig Photography >, DEEPOL/Marc Volk >, DEEPOL/Sara Danielsson >, DEEPOL/Zero Creatives >, Saskia Uppenkamp > | Sandra Vartan > | seasons.agency: Jalag/Maria Schiffer > | shutterstock.com: 22August >, Alexey Stiop >, Alex Marais >, Anna Om >, ArTono >, Bruce Stanfield >, Burhan Ay Photography >, Claude Huot >, Danie Nel Photography > und >, Delpixel >, francesco de marco >, Gimas >, Grobler du Preez >, Helena Sousa >, HiltonT >, Juergen Hoffmann >, Louie Schoeman >, Magdalena Paluchowska >, Marauder Media >, Mary Doggett >, MrNovel >, Neil Bradfield >, Photo Africa >, Quality Master >, >, >, Robin Runck >, Sergey Uryadnikov >, Susan Schmitz >, Vanessa Bentley >, Watch The World > | The Two Oceans Aquarium/Maryke Musson >

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Bei Interesse an maßgeschneiderten B2B-Produkten: Roswitha Riedel, [email protected]

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir freuen uns, dass Sie sich für diesen MERIAN Reiseführer entschieden haben. Unsere Autoren und Autorinnen sind für Sie unterwegs und recherchieren sehr gründlich, damit Sie mit aktuellen und zuverlässigen Informationen auf Reisen gehen können.

DIE THEMEN DER REGION

Aufstieg und Niedergang des Apartheidsregimes: Südafrikas dunkelstes Kapitel >

Südafrikas Nationalblume am Tafelberg: Eine widerstandsfähige Schönheit >

Südafrikas Literaturszene im Wandel: Schreiben als Protest >

Nachhaltig und gesund: Urban Farming: Gärtnern für den guten Zweck >

Der Siegeszug der Springboks im Rugby: Ein Sport, der das Land vereint >

Die kulturelle Identität der Kapmalaien: Das reiche Erbe des Bo-Kaap >

Afternoon Tea – britische Tradition mit Stil: It’s teatime! >

Fragen an die Kuratorin im Two Oceans Aquarium: »Jeden Tag einen Unterschied für unseren Planeten machen.« >

Robben Island und Nelson Mandela: Die Hölleninsel der Freiheitskämpfer >

Die Wohnviertel der Armen – Kapstadts Townships: Die andere Seite der Stadt >

Ein Food-Markt für lokale Produkte: Viel mehr als gutes Essen >

Walbeobachtung in der Kap-Region: Sanfte Riesen im Visier >

Die Winelands und ihre Traubensorten: Pinotage – Südafrikas Nationalrebe >

Südafrikas Nationalparks und ihre Bewohner: Auf den Spuren der Big Five >

ZEICHENERKLÄRUNG

MERIAN Top 10

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REGIONEN

1. KAPSTADT, DIE MOTHER CITY

Kapstadts Stadtzentrum, die City Bowl, liegt malerisch eingebettet zwischen drei Bergen. Hier pulsiert das Leben, und interessante Sehenswürdigkeiten wie Museen und historische Bauten reihen sich aneinander. >

2. DIE KAP-HALBINSEL

Der Weg bis zum Kap der Guten Hoffnung führt durch Kapstadts Nobelgegenden wie Clifton und Camps Bay, entlang traumhafter Strände und beeindruckender Landschaften an der Atlantikküste, bis zur legendären Landspitze der Halbinsel. >

3. DIE RAUE WESTKÜSTE

An der raueren Westküste geht es etwas ruhiger zu. Die langen Sandstrände sind oft menschenleer. Fangfrische Spezialitäten werden von Fischerbooten in die Küstenorte gebracht und sind ein Genuss für Seafood-Fans. >

4. DIE WINELANDS

Die Weinanbaugebiete Constantia, Stellenbosch und Franschhoek sind ein Paradies für Genießer. Hier reihen sich Spitzenweingüter und -restaurants in malerischen kapholländischen Bauten und weitläufigen Gärten aneinander. >

5. PANORAMASTRASSE GARDEN ROUTE

Südafrikas bekannteste Panoramastraße führt durch abwechslungsreiche Natur und eindrucksvolle Nationalparks. Feine Sandstrände entlang des wärmeren Indischen Ozeans laden in Orten wie Wilderness und Plettenberg Bay zum Baden ein. >

KAP DER VIELFALT

Mother City ist einer der vielen Namen, den die Einheimischen – die Capetonians – ihrer großartigen Metropole an der Tafelbucht des Atlantiks gegeben haben. Als erste Stadtgründung in der Kolonialzeit hat sich Kapstadt den Titel der Mutterstadt von Südafrika auch verdient.

Die beste Möglichkeit, um die fast schon surreale Schönheit Kapstadts zu erfassen, ist eine Wanderung auf den Lion’s Head. Majestätisch thront der »Löwenkopf« über dem noblen Vorort Camps Bay und wird auf der anderen Seite vom Stadtzentrum umschlossen. Nach einer eineinhalbstündigen Wanderung bietet sich ein umwerfender 360-Grad-Blick auf den erhabenen Tafelberg, die pulsierende Mother City und ihre grandiosen Landschaften. Spätestens an diesem faszinierenden Aussichtspunkt gibt es keinen Zweifel mehr daran, dass Kapstadt zu den schönsten Städten der Welt gehört.

Nach magischen Momenten wie diesem fällt es schwer, die Stadt nach wenigen Tagen wieder zu verlassen. So ging es auch mir, als ich vor zehn Jahren zum ersten Mal Südafrikas Spitze bereiste. Nach zwei Wochen im sommerlichen Kapstadt konnte ich mir kaum vorstellen, wieder zurück ins kalte Deutschland zu müssen. Ein kleiner Trost war jedoch, dass ich schon zu Beginn meiner Reise erahnte, dass es hier so viel zu entdecken gibt, dass ein einziger Besuch kaum ausreichen würde, um die Facetten der Kap-Region zu erfassen. Deshalb bin ich jedes Jahr wiedergekommen und entdecke immer noch neue überraschende Seiten der wunderschönen Kap-Region. Denn die Erkundung dieser von der Natur so verwöhnten Provinz bietet unendlich viele Möglichkeiten: In Kapstadts Zentrum spiegeln die diversen historischen Sehenswürdigkeiten und Museen die bewegte Vergangenheit des Landes wider. Und dass hier vieles an Europa erinnert, ist auch nicht verwunderlich: Die europäischen Siedler der Kolonialzeit haben in der Stadt deutlich sichtbare Spuren hinterlassen.

Durch die Fußball-WM 2010 hat sich in Kapstadt noch einmal viel getan: Neue Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten, Restaurants und Unterkünfte sind hinzugekommen. Der Standard ist hoch, das Angebot lässt keine Wünsche offen.

Die Kap-Halbinsel beeindruckt dagegen mit spektakulären Landschaften und Traumstränden. Auf der einen Seite wird sie von den wärmeren Fluten des Indischen Ozeans umspült, auf der anderen Seite rauscht kräftig der kühlere Atlantik. Nur unweit der Stadt liegen die malerischen Winelands mit ihren wunderschönen kapholländischen Bauten. Eine geballte Ansammlung von Spitzenweingütern und Gourmetrestaurants mit bezahlbaren Preisen machen die nahe gelegenen Weinstädte Constantia, Stellenbosch und Franschhoek zu einem Paradies für Feinschmecker. An der Westküste geht es etwas ruhiger zu, die endlosen Traumstrände sind oftmals menschenleer und bieten Ruhe und Erholung. Die Garden Route ist Südafrikas berühmteste Panoramastraße und beeindruckt mit abwechslungsreicher Natur. Neben den vielen landschaftlichen Attraktionen bietet das Kap auch bewegende Tierbegegnungen, die in Erinnerung bleiben – mit den Big Five Afrikas, dem Weißen Hai oder den sanften Riesen, die sich um die »Walhauptstadt« Hermanus tummeln. Südafrikas Slogan »Eine Welt in einem Land« wirkt vielleicht abgedroschen, kaum ein Besucher der Kap-Region wird diesem jedoch widersprechen.

© Sandra Vartan

Die freie Autorin und PR-Beraterin Sandra Vartan lebt in Hamburg und reist seit vielen Jahren in die Kap-Region, die sie wie kein anderes Reiseziel immer wieder neu begeistert. Nach ihrem ersten Aufenthalt in Kapstadt zog es sie jedes Jahr zurück – aus Wochen wurden Monate, und schließlich ist Südafrika ihre zweite Heimat geworden.

DER ERSTE BLICK AUF KAPSTADT, WINELANDS & GARDEN ROUTE

© shutterstock.com: Sergey Uryadnikov

Keine Scheu vor eiskalten Fluten: Brillenpinguine fühlen sich in den nährstoffreichen Gewässern rund um Kapstadt besonders wohl.

MERIAN TOP 10

Das sind sie – die Sehenswürdigkeiten, für die Kapstadt und seine Umgebung über die Grenzen hinaus bekannt sind.

Bo-Kaap

Das muslimisch geprägte Viertel gehört zum historischen Zentrum Kapstadts. In seinen kunterbunten Häusern leben die Kapmalaien – Nachfahren der in der Kolonialzeit aus Südostasien verschleppten Sklaven. >

Tafelberg-Nationalpark

Das weitläufige Plateau des höchsten Bergs von Kapstadt und Wahrzeichen der Stadt beeindruckt mit umwerfenden 360-Grad-Aussichten und einer einzigartigen Natur. >

Victoria & Alfred Waterfront

Das aufwendig umgestaltete ehemalige Hafengelände am Fuße des Tafelbergs bietet vielfältige Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten, Restaurants und Cafés. >

Robben Island

Die berühmt-berüchtigte Gefängnisinsel in der Tafelbucht vor Kapstadt, auf der Nelson Mandela 18 Jahre lang festgesetzt war, ist heute ein Nationaldenkmal mit einem beeindruckenden Museum im ehemaligen Gefängnisgebäude. >

Trendviertel Woodstock

Das Trendviertel beherbergt nicht nur ausgezeichnete Restaurants und Galerien, sondern samstags auch einen der schönsten Food-Märkte der Stadt, in der Old Biscuit Mill. >

© plainpicture: DEEPOL/Christian Vorhofer

Der majestätische Lion‘s Head (>) zählt mit seinen knapp 670 m Höhe zu den beliebtesten Aussichtspunkten rund um Kapstadt.

Lion’s Head

Wer den stellenweise steilen Aufstieg des Rundwanderwegs auf den Nachbarberg des Tafelbergs geschafft hat, wird mit spektakulären Panoramaaussichten belohnt. >

Kap der Guten Hoffnung

An der sagenumwobenen Südspitze der Kap-Halbinsel können Wanderer mehr als 1000 Pflanzenarten, viele frei lebende Wildtiere und die beeindruckenden Landschaften des Nationalparks bewundern. >

Bloubergstrand und Table View

Die beiden Küstenorte bieten nicht nur den besten Aussichtsplatz auf den Tafelberg und die Skyline Kapstadts, sie sind auch ein Paradies für Wind- und Kitesurfer. >

Weinrouten in den Winelands

Hochburg für Genießer: Eine Vielzahl an Weingütern und Spitzenrestaurants lockt in bezaubernden Ortschaften mit feinster Kochkunst und edlen Tropfen. >

Panoramastraße Garden Route

Die rund 300 km lange Strecke führt durch wunderschöne Landschaften am Indischen Ozean entlang und gehört zu Recht zu den beliebtesten Panoramarouten Südafrikas. >

MERIAN EMPFEHLUNGEN

Ungewöhnliche Perspektiven, charmante Orte und feine Details versprechen besondere Augenblicke.

Braai

Viel mehr als Essen – das südafrikanische BBQ. >

Two Oceans Aquarium

An der Victoria & Alfred Waterfront können Meeresbewohner aus zwei Ozeanen bestaunt werden. >

Zeitz MOCAA

Kapstadts neues Museumsjuwel für moderne Kunst. >

Watershed

In einer modernen Lagerhalle der Victoria & Alfred Waterfront verkaufen lokale Produzenten ihre Waren. >

Oranjezicht City Farm Market

Auf dem wunderschönen Lebensmittelmarkt wird mit Blick auf den Atlantik geschlemmt. >

Sea Point Promenade

An der weitläufigen Atlantikpromenade treffen sich Spaziergänger und Jogger. >

Signal Hill

Betörende Sonnenuntergänge auf dem »Rumpf des Löwen« neben dem Tafelberg. >

Clifton Beaches

Die vier Strandabschnitte des Nobelortes Clifton gehören zu den schönsten der Region. >

Leopard Bar, Camps Bay

Sundowner mit Meerblick auf der Hotelterrasse. >

© shutterstock.com: Alex Marais

Der Chapman‘s Peak Drive (>) zwischen Hout Bay und Noordhoek gilt als eine der aufregendsten Panoramarouten weltweit.

Hout Bay

Im Hafen des Fischerortes lassen sich Robben aus nächster Nähe beobachten. >

Chapman’s Peak

Eine der spektakulärsten Panoramastraßen der Welt. >

Long Beach

Der längste Strandabschnitt der Kap-Region ist ideal für Spaziergänge oder Ausritte. >

Boulders Beach

Am schönen Strand bei Simon’s Town können Besucher mit den hier lebenden Pinguinen baden. >

Kirstenbosch Botanical Garden, Constantia

Herrliche Gärten mit tollen Konzerten im Sommer. >

La Colombe, Constantia

Französisch angehauchte Kulinarik der Extraklasse. >

DIE REGION KOMPAKT

Sprachen: 11 Amtssprachen (Englisch, Afrikaans sowie 9 weitere Sprachen)

Einwohner: ca. 3,8 Mio. (Metropolregion Kapstadt), ca. 57 Mio. (Südafrika)

Fläche: 2460 km² (Großraum der Metropolregion Kapstadt), ca. 1.220.000 km² (Landesfläche Südafrika)

Kunst und Kultur: mehr als 30 Museen in Kapstadt, daneben Kunstgalerien, Theater und zahlreiche andere Kulturstätten

Universität: Universtiy of Cape Town

Landesvorwahl: + 27

Religion: ca. 80 % Christen, 20 % sonstige oder konfessionslos

Staatsform: Föderale Republik

Staatsoberhaupt: Präsident Cyril Ramaohosa

Regierungssitz: Pretoria

Währung: Südafrikanischer Rand (ZAR)

Klima (Mittelwerte)

Lage und Geografie

Kapstadt liegt an der Tafelbucht in der Provinz Westkap (Western Cape Province), die zugleich die Südwestspitze des afrikanischen Kontinents bildet. Umgeben vom Atlantischen Ozean und dem markanten Tafelberg, bietet die Stadt eine einzigartige Kulisse auf einer Fläche von rund 2500 km². Die Provinz ist mit einer Fläche von 129.462 km² etwa so groß wie ganz Griechenland. Sie nimmt ungefähr 11 % der Landesfläche Südafrikas ein.

© plainpicture: DEEPOL/Sara Danielsson

Ein Land mit vielen Kontrasten und Farben: Im »Malaienviertel« Bo-Kaap wird der Anstrich der Häuserfassaden jedes Jahr erneuert.

Bevölkerung

Kapstadt ist mit rund 3,8 Mio. Einwohnern nach Johannesburg (4,4 Mio. Einwohner) die zweitgrößte Stadt in Südafrika. Die größte Bevölkerungsgruppe in der Region bilden die coloureds, die sowohl europäische als auch nichteuropäische Vorfahren haben. Nicht zuletzt aufgrund der einzigartigen Geschichte Kapstadts und der vielen Einwanderer ist in der Kap-Region eine der vielfältigsten Bevölkerungen der Welt mit unzähligen Nationalitäten beheimatet.

Politik und Verwaltung

Unvergessen ist die Rede Nelson Mandelas vom Balkon des Rathauses von Kapstadt, nur wenige Stunden nach seiner Freilassung am 11. Februar 1990, in der er eine neue Ära für Südafrika ankündigte, die auch das Ende der Apartheid im Jahr 1994 bedeutete. Die Stadt ist in 111 Stadtbezirke aufgeteilt, die aus 24 Gemeinderatsgebieten hervorgehen. Bürgermeister ist seit 2018 Dan Plato von der Demokratischen Allianz, welche die größte Opposition zu Nelson Mandelas ANC-Partei bildet. Bis 2004 war Kapstadt während der Sommermonate Sitz des südafrikanischen Parlaments. Seither tagt dort das Parlament ganzjährig. Regierungssitz ist nach wie vor Pretoria. Die Föderale Republik Südafrika ist eingeteilt in neun Provinzen mit jeweils eigenem Executive Council und Premierminister.

Religion

Rund 80 % der Einwohner Kapstadts sind Christen, wobei ein nicht unerheblicher Teil davon einer der 4000 sogenannten Schwarzen Unabhängigen Kirchen angehört. Kapstadt ist außerdem gleich zweifache Bischofsstadt: Es besteht das römisch-katholische Erzbistum Kapstadt sowie die Diözese Kapstadt der Anglican Church of Southern Africa. Nach dem Christentum ist der Islam die zweitgrößte Glaubensrichtung in der Metropolregion. Außerdem sind einige Synagogen sowie Hindu- und Buddhistentempel in der Mother City zu finden.

Sprache

Aufgrund der vielen Einwanderer und Bevölkerungsgruppen sind im Alltag der Metropole zahlreiche Sprachen im Gebrauch. Erstsprache in der Region ist allerdings Englisch (knapp 70 %). Daneben sprechen mehr als 20 % der Capetonians Afrikaans sowie rund 5 % Xhosa.

Wirtschaft

Südafrika besitzt das höchste Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Afrika und damit die fortschrittlichste und stärkste Wirtschaft auf dem Kontinent. Durch den Reichtum an Bodenschätzen ist der Bergbau die größte Exportquelle. Die verarbeitende Industrie ist neben dem Bank- und Versicherungswesen sowie Handel und Gewerbe die größte Stütze des Landes. Südafrika befindet sich auf dem Weg zu einem modernen Industrie- und Dienstleistungsstaat. Kapstadt lebt hauptsächlich vom Tourismus, aber auch von der Textilherstellung sowie dem Export von landwirtschaftlichen Erzeugnissen – allen voran Wein, Obst und Blumen. Die Informationstechnologie erlebt in der Region zurzeit einen großen Aufschwung, unter anderem durch den internationalen Medienkonzern Naspers.

Nebenbei bemerkt

Junges Kapstadt: Laut der letzten Volkszählung von 2011 ist fast die Hälfte der Bevölkerung am Kap unter 25 Jahre alt.

Keine Löwen am Lion’s Head: Der Lion’s Head, Kapstadts Hausberg neben dem Tafelberg, erhielt seinen Namen nicht, weil dort einst Löwen gelebt haben, sondern weil seine Form die holländischen Siedler im 17. Jahrhundert an einen liegenden Löwen erinnerte.

Schloss am Meer: Südafrikas ältestes Gebäude aus der Kolonialzeit, das Castle of Good Hope, stand einst als sternförmiger Festungsbau, gebaut aus Ton und Holz, direkt am Strand. Im Laufe der Zeit rückte der Bau durch Landgewinnung in der Hafenbucht immer weiter in die Innenstadt.

Begehrte Hotspots: Zwar leben fast die Hälfte der reichen Südafrikaner in Johannesburg, in Kapstadt gibt es aber landesweit die meisten Häuser mit einem Wert von über 20 Millionen Rand (ca. 1,25 Millionen Euro). Die begehrtesten Hotspots der Reichen sind Camps Bay und Clifton. Mehr als 150 Gebäude in der kleinen, windgeschützten Bucht von Clifton sind über 20 Millionen Rand wert. Die Gegend gehört zu den teuersten Afrikas und wird auch »die Meile der Millionäre« genannt.

Cool Runnings: Mit dem Schlitten auf Schnee den Berg hinunter zu rodeln, ist in Südafrika zwar nicht möglich, trotzdem findet sich etwas außerhalb von Kapstadt die einzige Sommerrodelbahn Afrikas – sie ist benannt nach der beliebten US-Filmkomödie aus den 1990er-Jahren.

Das lieben die Südafrikaner: Braai – die südafrikanische Form des BBQs gehört zum Kulturgut und eint das ganze Land. Über Holzkohle werden an öffentlichen Plätzen in Parks oder in privaten Gärten deftige Steaks und Würste gebrutzelt (>).

GESCHICHTE

Die Stadt Kapstadt entstand aus einer Versorgungsstation für Handelsschiffe, die auf dem Weg von Europa nach Asien das Kap umfahren mussten. Die Einflüsse von Holländern, Franzosen und Briten wirken bis heute nach.

Umfahrung des Kaps, Ankunft der Portugiesen (1488, 1510)

Die erste schriftlich aufgezeichnete Umfahrung des Kaps soll im Jahr 1488 durch den Portugiesen Bartolomeu Dias stattgefunden haben. Daraufhin erfolgt die Namensgebung zu Kap der Guten Hoffnung, angeblich durch den portugiesischen König Johann II., der den von Dias vorgeschlagenen Namen »Kap der Stürme« verändert.

Bereits 1510 landen Portugiesen mit einigen Handelsschiffen in der Tafelbucht und liefern sich nach Streitigkeiten um Vieh und Ware eine Schlacht mit den KhoiKhoi, einer Gruppe von indigenen Völkern Afrikas. Bei dieser Auseinandersetzung sterben sämtliche Europäer.

Bau der ersten Versorgungsstation (1652–1666)

Der Niederländer Jan van Riebeeck baut eine Versorgungsstation für Handelsschiffe auf dem Weg von Europa nach Indien für das große Handelsunternehmen Vereenigde Oostindische Compagnie (VOC) auf. Die erste große Gruppe Sklaven aus Indonesien erreicht Kapstadt. Weil sich die einheimischen KhoiKhoi weigern, für die Europäer zu arbeiten, werden Sklaven aus Indonesien, Malaysia, Indien und Madagaskar nach Südafrika verschifft. Da es jedoch nicht nur an Arbeitskraft, sondern auch an Frauen mangelt, entwickelt sich im Laufe der Zeit die heute größte Bevölkerungsgruppe der Farbigen (coloureds), die von Europäern sowie nichteuropäischen Vorfahren abstammen. Zum Schutz vor den vertriebenen Einheimischen errichten die Europäer schließlich 1666 die Festung Castle of Good Hope.

Schlachten und Verträge (1806–1822)

Nach der 150-jährigen Herrschaft der Niederländer kommt es zur Schlacht mit den Briten am Bloubergstrand. Die Briten erkämpfen den Sieg und erklären die Region später zur britischen Kolonie. Durch den Londoner Vertrag 1814 wird das Land am Kap offiziell britische Kronkolonie. Es treten neue Gesetze in Kraft, und Großbritanniens Entscheidung, die Sklaverei abzuschaffen, führt später zum »Großen Treck« der Buren (1835–1854), die mit dieser Entscheidung nicht einverstanden sind und die Region daraufhin verlassen. Englisch wird neben Afrikaans offizielle Amtssprache in Kapstadt.

© mauritius images: Alamy/Jeffrey Isaac Greenberg 8

Im District Six Museum (>) wird an die Vetreibung der Einwohner des ehemals multikulturellen Viertels erinnert.

Gründung und Auflösung des District Six (1867–1966)

Ein multikulturelles Zentrum entwickelt sich als sechster Stadtteil von Kapstadt. Ethnische Minderheiten, freigelassene Sklaven und Immigranten lassen sich hier nieder. Die rund 60.000 Bewohner werden Jahre später aus dem Bezirk vertrieben und unter Vorwänden nach Hautfarbe auf andere Stadtteile verteilt. Diese Maßnahmen gehen als Beispiel für das menschenverachtende Verhalten der Regierung während der Apartheid in die Geschichte ein. Später wird der gesamte District Six zerstört, er liegt bis heute größtenteils brach. Nach und nach soll hier ein neuer Stadtteil entstehen. Das District Six Museum erinnert an die Vergangenheit des Viertels.

Ausbau der Infrastruktur (1870–1890)

Größere Schiffe können nun direkt in der Stadt anlegen. Zuvor hatten starke Winterstürme immer wieder den Schiffsverkehr gestört. 1905 kommt das Victoria Basin hinzu, das bis heute im Victoria-Hafen Bestand hat.

Die Infrastruktur der Stadt wird in den 1890er-Jahren immer weiter verbessert. Der Bau eines Wasserkraftwerks erfolgt, es werden elektrische Laternen aufgestellt, und die erste elektrische Straßenbahn wird in Betrieb genommen.

© Getty Images: Soltan Frédéric

Kapstadts bewegte jüngere Geschichte prägt das Stadtbild an vielen Ecken: Ein Graffiti zeigt die Helden der Anti-Apartheid-Bewegung.

Hochphase der Apartheid (1940er–1980er-Jahre)

Die Rechte der schwarzen Bevölkerung werden immer weiter beschnitten. Die Apartheid beginnt trotz weltweiter Proteste. Mit dem Wahlsieg der Nationalen Partei 1948 erreicht die Apartheid ihre Hochphase. Die schwarze Bevölkerung wird in möglichst weit vom Zentrum entfernte Stadtteile vertrieben. Im Jahr 1956 verliert sie zudem das Wahlrecht. 1960 kommt es im ganzen Land und vor allem in den Townships zu Unruhen und Protestaktionen, bei denen mehrere Menschen ums Leben kommen oder verhaftet werden.

1961 beschließt Südafrika den Austritt aus dem Commonwealth und trennt sich damit endgültig vom britischen Einfluss. Neue Gesetze erleichtern es dem Apartheidregime, wahllos Menschen anderer Hautfarben zu unterdrücken.

Haftzeit Mandelas (1964–1990)

Am 12. Juni 1964 wird Nelson Mandela, der Mitgründer der Protestpartei African National Congress (ANC) ist, gemeinsam mit seinen Mitstreitern wegen angeblicher Sabotage und Planung bewaffneten Widerstands zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Diese muss er überwiegend auf der Gefängnisinsel Robben Island absitzen. Am 11. Februar 1990 wird Mandela aus seiner langjährigen Haft entlassen und hält nur wenige Stunden später seine berühmte Rede auf dem Balkon des Rathauses von Kapstadt. Staatspräsident Frederik de Klerk hatte zuvor den Befehl zur Freilassung gegeben und zeitgleich auch das Verbot der Partei Mandelas, des African National Congress (ANC), aufgehoben.

Mandela, Präsident des ANC und Südafrikas (1991–1994)

Nelson Mandela wird einstimmig zum Präsidenten des African National Congress (ANC) gewählt und leitet Verhandlungen zur neuen Verfassung und der Abschaffung des Apartheidsregimes, die durch Staatspräsident de Klerk 1993 durchgesetzt werden. Beide Staatsmänner erhalten später den Friedensnobelpreis. 1994 werden in Südafrika die ersten demokratischen Wahlen abgehalten. Der ANC gewinnt mit absoluter Mehrheit, und Nelson Mandela wird zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes ernannt.

20 Jahre Demokratie (1994–2014)

Am 5. Dezember 2013 stirbt Nelson Mandela mit 95 Jahren. Das ganze Land trauert um Madiba, seinen »Vater«. 2014 feiert Südafrika den 20. Geburtstag der Demokratie, die, angeführt von Mandela, das Ende der Apartheid bedeutete.

© shutterstock.com: Bruce Stanfield

Hoffnungsvolles Symbol für die junge Demokratie nach dem Apartheidsregime: Die bunte Flagge der Republik Südafrika weht seit 1994.

AUFSTIEG UND NIEDERGANG DES APARTHEIDSREGIMES

Südafrikas dunkelstes Kapitel

Vor mehr als einem Vierteljahrhundert wurde die Regenbogennation Südafrika geboren – und erstmals die farbenfrohe neue Landesflagge gehisst, die bis heute ein Symbol der kulturellen und ethnischen Vielfalt ist. Der Weg bis dahin war jedoch lang und steinig, denn vorher herrschte ein strenges Regiment der Rassentrennung und Unterdrückung, vor allem gegen Schwarze. Die Apartheid, die fast ein ganzes Jahrhundert anhielt, ist Südafrikas dunkelstes Kapitel, das bis heute seine Schatten auf die moderne Multikulti-Nation wirft.

Seine Anfänge hatte das Regime bereits Anfang des 20. Jahrhunderts. Mehr als 40 Millionen Farbige wurden in den folgenden Jahren von vier Millionen Weißen systematisch unterdrückt. Zu den vielen Einschränkungen der Schwarzen gehörte seit der Hochphase der Apartheid ab den 1940er-Jahren auch, dass sie aus den südafrikanischen Städten verbannt wurden. Multikulturelle Viertel wie der bekannte District Six in Kapstadt (>) wurden infolge des Group Area Acts von 1950 zu weißen Wohngebieten erklärt.

Der bekannteste Freiheitskämpfer war Nelson Rolihlahla Mandela. Schon in jungen Jahren kämpfte er als Jurastudent in der politischen Opposition gegen das weiße Minderheitsregime an und hatte sich die Gleichberechtigung der schwarzen Mehrheit in politischen, sozialen und wirtschaftlichen Angelegenheiten zum Ziel gesetzt. 1944 trat er dem African National Congress (ANC) bei, dessen Vorsitzender er später wurde. Nach Zuspitzung der politischen Lage und mehreren vorausgehenden Haftstrafen und Bannungen wurde Mandelas Anstrengungen 1964 ein Ende gesetzt: Er und zehn seiner Mitstreiter wurden wegen Sabotage und Planung eines bewaffneten Kampfes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Während ihrer langen Haftzeit gelang es den Widerstandskämpfern jedoch, sich heimlich auszutauschen und neu zu organisieren. Die Diskriminierung der Schwarzen ging derweil weiter. 1982 wurde die Gemeinschaft des District Six endgültig aufgelöst, mehr als 60 000 Menschen mussten ihre Heimat verlassen. Als neues Gebiet der farbigen Bevölkerung wurden die dezentralen Cape Flats errichtet, in denen bis heute die Hälfte der Bewohner Kapstadts lebt.

Mandelas Vater nannte seinen Sohn passenderweise Rolihlahla. Übersetzt bedeutet der Name »Unruhestifter«.

Mit der ersten demokratischen Wahl Südafrikas, bei der Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten gewählt wurde, endete 1994 die lange Zeit der Unterdrückung. Mandelas Ziel war es, die weiße Minderheit mit der schwarzen Mehrheit im Land zu versöhnen. Dieses zu erreichen, wird jedoch die Herausforderung weiterer Regierungen sein. Andauernde Probleme im Land wie hohe Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Bildungsmangel und Rassismus schreiben viele der noch immer bestehenden Ungleichheit zwischen Reich und Arm sowie Schwarz und Weiß zu. Es gibt jedoch auch positive Entwicklungen, wie die Verbesserung der Infrastruktur, des Stromnetzes und des Zugangs zu Gesundheitseinrichtungen für alle Bevölkerungsschichten, die Anlass zur Hoffnung geben, dass Südafrika seinem Ruf als Regenbogennation gerecht wird.

KLIMA

Ihr mildes und trockenes Klima macht die Kap-Region von Frühling bis Herbst zu einem idealen Urlaubsziel. An der Garden Route sorgt mehr Niederschlag für grüne Landschaften, während die Kleine Karoo wüstenartig geprägt ist.

Sonnenparadies Kapstadt

Mit mehr als 3000 Sonnenstunden im Jahr gehört Kapstadt zu den sonnigsten Städten der Welt. Die beste Reisezeit ist während der Sommermonate Dezember bis März, in denen auch die meisten Urlauber ans Kap kommen. Etwas ruhiger geht es dagegen in den ebenfalls empfehlenswerten Jahreszeiten Frühjahr und Herbst zu. Die Temperaturen sinken in dieser Zeit in der Regel nicht unter 15 Grad und pendeln sich tagsüber zwischen 20 und 25 Grad ein. Die einzigen feuchten Monate sind die Wintermonate Juni bis August, wenn vom Atlantik teils größere Kaltfronten über das Westkap ziehen. Die Temperaturen können dann auf fünf Grad sinken, an sonnigen Tagen klettern sie jedoch auch in dieser Zeit bis auf 25 Grad.

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Einsame windumtoste Sandstrände wie hier im Garden Route National Park (>) prägen die Küsten der Kap-Halbinsel.

Badevergnügen für Hartgesottene