3,99 €
Sie spreizt die Flügel hebt ab und taucht dem Himmel entgegen
Das E-Book #minimalismus wird angeboten von tredition GmbH und wurde mit folgenden Begriffen kategorisiert:
Lyrik,Poesie,Gedichte,Kurzgeschichten
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2017
Andreas Bielmeier
© 2017 Andreas Bielmeier
Verlag und Druck: tredition GmbH, Grindelallee 188, 20144 Hamburg
ISBN
Paperback:
978-3-7439-4966-9
Hardcover:
978-3-7439-4967-6
e-Book:
978-3-7439-4968-3
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Es sind nicht nur Geschichten. Es sind Worte, die in unserem Kopf real werden. Mit dem Schreiben einer guten Geschichte verändert man sich. Man sieht die Welt plötzlich ganz anders. Man öffnet die Augen und sieht Dinge, die man vorher nicht gesehen hat.
Mit einer guten Geschichte baut man eine Brücke von der Fantasie in die Realität.
Doch die Welt ist voller Geschichten. Es ist als würde man in einem Rosengarten stehen. Es sind viele Rosen da, aber letztendlich würde man sich die schönste Rose mit nach Hause nehmen. Man würde sie in eine Vase stellen, auf dem Tisch. Und wenn man Besuch bekommt wird man gefragt: „Woher hast du denn diese schöne Rose“
Für eine gute Geschichte muss man diese selber leben. Man muss eintauchen – wie ins Meer. Am besten mit dem Kopf voran. Und erst wenn man die Vielfalt im Meer sieht, die Fische und Pflanzen, dann hat man eine gute Geschichte.
In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen
Für euch alle
Wir sitzen in einer Sanduhr
ich unten und du oben
und ich warte nur noch bis du auch runter kommst
Doch das kann dauern
Tage Wochen oder Monate
Immer wieder schaue ich hoch – zu dir
doch je mehr Zeit vergeht desto mehr entfernst du dich von mir
Während wir philosophieren
nachdenken über das Leben
und einen Monolog führen
wird uns beiden schmerzlich bewusst
wie verquer wir doch sind und was wir verpassen
durch die Revolution der Zeit
Der ganze Luxus hat uns nichts gebracht
das ganze Geld
Wir heben unsere Gläser – gefüllt mit Leichtigkeit
Wollten wir doch alles haben
Und jetzt? Was haben wir?
Wir sind gefangen in einem Hamsterrad
wir bewegen uns
doch kommen wir nicht voran
Was für eine Ironie des Schicksals
dass ausgerechnet wir beide hier sitzen
in der Sanduhr
Zuerst wollte ich den Brief gar nicht lesen. Doch Mary hatte mich dazu gedrängt. Schließlich hatte sie doch Recht gehabt, mit dem ganz großen Glück. Auch wenn ich von einem Onkel Hubert nichts wusste, trat ich das Erbe an. Zuerst hatte ich einen Notar getroffen. Sein Name war Dussel. Genau das war er auch, ein Dussel. Er hat mir mitgeteilt, dass ich eine Villa geerbt hätte. Zuerst sagte er, sie wäre am Chiemsee. Dann an der Ostsee. Schließlich war sie aber an der Nordsee. Dann hatte ich einen Makler getroffen. Der hat mir gesagt, dass ich in drei Tagen in meine neue Behausung ziehen könnte. Dieses Angebot nahm ich natürlich sofort an. Jetzt saß ich also mit dem Makler, Herrn Meise, in einem Motorboot, das über das Meer glitt. Am Horizont zeichnete die Sonne ihre letzten Strahlen. Am Ufer konnte ich schon das riesige Gebäude sehen. Es war blau bemalt und sah schon ziemlich antikaus. Die Fenster hatten gelbe Rahmen, zwei hohe Türme mit einem Spitzdach ragten in den Himmel.
