Mit 71 … - Hartmut Weltz - E-Book

Mit 71 … E-Book

Hartmut Weltz

0,0
14,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Eigentlich hat man schon alles erreicht: hat geheiratet, einen interessanten Beruf ausgeübt, genießt anschließend eine ansehnliche Pension. Man hat ein Haus gebaut, vielleicht keine Kinderzimmer dekoriert, dafür aber Bäume gepflanzt. Doch was, wenn all das plötzlich nichts mehr wert ist? Am 1. Dezember 2021 um 17:21 Uhr war mein Leben nicht mehr das alte, die Menschen um mich herum nicht mehr die gleichen und das Haus plötzlich ein fremder Ort. Alles musste weg, alles musste neu – inklusive mir. Mittlerweile bin ich 72 Jahre alt und wohl kaum der Gleiche wie damals. Ich schrieb dieses Buch aus dem Wunsch heraus, jedem Menschen aufzuzeigen, was das Wichtigste ist: sein bestes Leben zu leben. Nicht jede Entscheidung fällt leicht, aber Mut wird belohnt! Ihr werdet sehen …

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 50

Veröffentlichungsjahr: 2025

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhalt

Impressum

Mit 71 …

„Bin 81 …“.

Seitenliste

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

31

32

33

34

35

36

37

38

39

40

41

42

43

44

45

46

47

49

50

51

52

53

54

55

56

Navigationspunkte

Cover

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie­.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fern­sehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und ­auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

© 2025 Vindobona Verlag

in der novum publishing gmbh

Rathausgasse 73, A-7311 Neckenmarkt

[email protected]

ISBN Printausgabe: 978-3-903579-32-3

ISBN e-book: 978-3-903579-61-3

Lektorat: Sina Ulbricht

Umschlagfotos: Hartmut Weltz; Delmas Lehman | Dreamstime.com

Umschlaggestaltung, Layout & Satz: Vindobona Verlag

Innenabbildungen: Hartmut Weltz

www.vindobonaverlag.com

Mit 71 …

… Kilometern bin ich normalerweise durch das Leben gefahren, aber oftmals habe ich überhöhte Geschwindigkeit auf meinem Tacho gesehen und dabei wenig Rücksicht auf meinen Körper genommen. Aber ich bin scheinbar mit guten Genen ausgestattet, und der Kopf ist überwiegend der Gewinner gewesen, wenn es darum ging, Entscheidungen zu treffen. Ich bin heute 71 Jahre alt und möchte allen Frauen und Männern sagen: Dies ist nicht das Ende der Fahnenstange. Ihr müsst leben und glücklich sein.

Ich sehe viele Menschen in meinem Alter, die mit gesenkten Köpfen allein spazieren gehen, die solo in den Restaurants sitzen, und in Gestik und Mimik erkenne ich mich wieder, der vor zweieinhalb Jahren nach 26 langen und meist glücklichen Jahren seine Ehefrau nach einem blutigen Schlaganfall verloren hat. An diesem 1. Dezember 2021 hat sich mein Leben gewaltig verändert, auch weil mein Kopf trotz Depression und Trauer klar war. Es gab nur zwei Entscheidungen, nämlich gehen oder bleiben.

In der Nacht von dem 1. auf den 2. Dezember erkannte ich nach dem Genuss mehrerer Gläser Rotwein die rigorose Lösung. Bleiben war ein No-Go, wir lebten in einem Dorf in Schleswig-Holstein mit ca. 400 Einwohnern, voll von Eitelkeit, sozialem Interesse und Intrigen.

Meine Nachbarschaft blieb in den meisten Fällen dem Kondolieren fern, und es wurde aus der Entfernung beobachtet, wie ich mich verhalte und was ich tue. Am 2. Dezember begann ich, das Haus systematisch von oben nach unten zu durchsuchen und auszuräumen. Zu diesem Zeitpunkt war für mich kein Ziel bekannt, aber zwei Prioritäten standen im Vordergrund: die Beerdigung meiner Ehefrau und der Verkauf des Hauses.

Bei Ersterem wurde ich von dem Bestatter, dem Sohn meines Hausarztes, sehr wirkungsvoll unterstützt. Meine Frau stammte aus Cuxhaven und wollte dort auch per Seebestattung beerdigt werden. Alles ging sehr schnell, und an einem Samstag fuhr ich mit meiner Frau in der Urne auf der Rückbank und Led Zeppelin in voller Lautstärke auf den Ohren nach Cuxhaven. Nach dem Wunsch meiner Frau waren wir allein an Bord, und der Kapitän wollte mich unbedingt mit Schnäpsen aufmöbeln, was ich aufgrund der Rückfahrt dankend ablehnte. Bei der Urnenbestattung wurde das Lied „Schwanenkönig“ von Karat gespielt, und ich schenkte zum Abschluss die CD dem Kapitän.

Meine Rückfahrt gestaltete sich wieder mit lauter Musik.

Alles sorgte für reichlich Unfrieden bei einigen Freunden, auch die Tatsache, dass ich weggehen wollte.

Während dieser Zeit bis zum 10. Februar 2022 führte ich ein erbärmliches Leben, und da ich nicht kochen kann, gab es fast jeden Abend Kartoffelsalat mit Würstchen und reichlich Alkohol. Aber mein Kopf war meistens klar, und ich befreite unser Haus von persönlicher Bekleidung, indem ich sie der Altkleidersammlung spendete. Unsere Bronx-Tonne im Garten brannte dreimal täglich. Ich vernichtete auch meine Winterklamotten, da auf meiner To-do-Liste eindeutig stand: leben und sterben unter Palmen.

In dieser Zeit hatte ich aber auch das Glück auf meiner Seite, denn mein avisierter Hausverkauf ging per Küstenklatschwelle durch den Orbit, und ich hatte binnen 14 Tagen drei potente Käufer und einen Immobilienmakler aus Plön an der Hand. Dieser nannte mir einen, auch in meinen Augen, gerechtfertigten Preis.

Mein Autohändler in Ascheberg hatte einem Freund von meiner Absicht erzählt, und dieser wurde mein bevorzugter Gesprächspartner. Jetzt muss ich gestehen, dass ich bis zum heutigen Tag sehr eng mit ihnen befreundet bin und natürlich das Haus an sie verkauft habe.

Tagtäglich steckte der Gedanke in meinem Kopf: Wohin des Weges!?

Während dieser Zeit war ich weitgehend allein, da ich auch nach dem Tod meiner Frau keine Familie mehr hatte. Ich war alleiniger Entscheidungsträger, und ich gebe zu, dass mich mein Mut manchmal etwas eingeschüchtert hat.

Bei dem Gedanken an südliche Gefilde haben mich Griechenland, Portugal und Spanien besonders gereizt, da ich diese Länder schon in früheren Jahren bereist habe. Aber auch Thailand, wo ich insgesamt ein halbes Jahr gewohnt habe, war weiterhin Bestandteil meines Planes.

Da kam wieder mein Glück in Gestalt meines Autoverkäufers mir strahlend entgegen.

Er erzählte mir von seinem Ex-Schwager, der eine Wohnung in Calahonda besaß und mir diese für drei Wochen gegen Entgelt zur Verfügung stellen würde, da er selbst über Ostern dort Urlaub machen wollte. Auf meine zarte Anfrage nach dem Standort von Calahonda hin wurde mir geantwortet: „Natürlich im Costa del Sol in Spanien.“ Gute Vorlage, aber nach reiflicher Überlegung wären drei Wochen für meine weitere Lebensgestaltung zu wenig.

Zwischenzeitlich hatten einige unserer Freunde den Kontakt zu mir abgebrochen, nachdem sie gehört hatten, was ich plante.