Mit der Kraft des positiven Denkens zu finanziellem Erfolg - Napoleon Hill - E-Book

Mit der Kraft des positiven Denkens zu finanziellem Erfolg E-Book

Napoleon Hill

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Beschreibung

Im Jahr 1908 veränderte sich Hills Leben für immer, als er den Auftrag erhielt, für eine Kleinstadtzeitung über die Erfolgsgrundsätze des Stahlmagnaten Andrew Carnegie zu berichten. Aus dieser Interviewreihe leitete Hill eine Erfolgsformel ab, die für Carnegies außergewöhnliche Leistungen verantwortlich war. Eine Formel, die Hill weiter verfeinerte, indem er die nächsten 20 Jahre damit verbrachte, die erfolgreichsten Geschäftsleute Amerikas zu studieren und zu interviewen. Erstmals bietet dieses Buch Zugang zu den ausschlaggebenden Fragen und prägnanten Dialogen, aus denen Hills Philosophie hervorgegangen ist. Ursprünglich 1948 veröffentlicht, präsentiert Hill alle siebzehn Erfolgsprinzipien, so wie sie ihm ursprünglich von Carnegie und anderen erfolgreichen Persönlichkeiten beschrieben wurden. Wenn Sie den Gesprächen zwischen Hill und Carnegie lauschen, lernen Sie diese Bausteine kennen und erfahren, wie Sie diese umsetzen können, um Ihr Leben endlich vollständig zu verändern. Jeder Mensch – unabhängig von seiner Ausbildung, seinen Ressourcen oder seinem Beruf – kann diese Prinzipien anwenden, um seine Vision vom Erfolg zu verwirklichen, so wie es Hill selbst nach diesen Gesprächen getan hat und auf diesen Prinzipien basierend schließlich eines der meistverkauften Bücher aller Zeiten geschrieben hat: „Think and grow Rich“. Dieser Buch ist das Fundament dieser Erfolgsphilosophie.

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Seitenzahl: 190

Veröffentlichungsjahr: 2026

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NAPOLEON HILL

 

MIT DERKRAFT DES POSITIVENDENKENS ZUFINANZIELLEMERFOLG

 

Wie Sie die geheimen Regelndes finanziellen Erfolgs für sich nutzen

 

 

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über dnb.dnb.de abrufbar.

 

Wir freuen uns auf eure Anregungen und Fragen

[email protected]

 

Wichtiger Hinweis

Die im Buch veröffentlichten Empfehlungen wurden von Verfasser und Verlag erarbeitet und geprüft. Der Inhalt dieses Buches beruht ausschließlich auf den persönlichen Erfahrungen des Autors und erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch. Die benutzten Begrifflichkeiten sind wertfrei. Eine Garantie kann dennoch nicht übernommen werden. Ebenso ist die Haftung des Verfassers bzw. des Verlages und seiner Beauftragten für Personen­, Sach­ und Vermögensschäden ausgeschlossen.

 

1. Auflage 2026

© 2026 Deutscher Wirtschaftsbuch Verlag,

Deutscher Wirtschaftsbuch Verlag GmbH,

Christoph­Rodt­Straße 11, 86476 Neuburg an der Kammel

www.deutscherwirtschaftsbuchverlag.com

Alle Rechte vorbehalten.

 

Copyright der Originalausgabe © 2022 By The Napoleon Hill Foundation

 

Die englische Ausgabe erschien 2022 bei Sound Wisdom unter dem Titel Think Your Way To Wealth.

 

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Autors nicht zulässig. Das gilt gleichermaßen für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Verfilmungen und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Wir behalten uns die Nutzung der Inhalte für Text und Data Mining im Sinne von § 44b UrhG ausdrücklich vor. Falls die Publikation Links zu externen Webseiten Dritter enthält, haben wir auf deren Inhalte keinen Einfluss; für diese fremden Inhalte können wir keine Gewähr übernehmen. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung nicht erkennbar.

Auch wenn eine gendergerechte Sprache wünschenswert ist, gibt es aus Sicht des Verlages bisher keine befriedigende, gut lesbare Lösung. Der leichten Lesbarkeit zuliebe haben wir des Öfteren von der Doppelung männlicher und weiblicher Formen Abstand genommen. Selbstverständlich liegt es uns fern, dadurch einen Teil der Bevölkerung zu diskriminieren.

 

Übersetzung: Philipp Seedorf

Redaktion: Anne Horsten

Satz: Daniel Förster, Belgern

Korrektorat: Bärbel Knill

Cover­ und Umschlaggestaltung: www.b3k­design.de, © 2026 Andrea Schneider & diceindustries

Druck: GGP Media GmbH, Pößneck

eBook: ePUBoo.com

ISBN druck: 978­3­69066­151­5

ISBN E­Book (PDF): 978­3­69066­153­9

ISBN E­Book (EPUB, Mobi): 978­3­69066­152­2

Inhalt

Vorwort
Kapitel 1. Ein konkreter Lebenszweck
Kapitel 2. Mastermind
Kapitel 3. Eine attraktive Persönlichkeit
Kapitel 4. Angewandter Glaube
Kapitel 5. Mehr als verlangt tun
Kapitel 6. Organisiertes individuelles Bemühen
Kapitel 7. Kreative Vision
Kapitel 8. Selbstdisziplin
Kapitel 9. Organisiert denken
Kapitel 10. Aus Niederlagen lernen
Kapitel 11. Inspiration
Kapitel 12. Kontrollierte Aufmerksamkeit
Kapitel 13. Die Goldene Regel anwenden
Kapitel 14. Kooperation
Kapitel 15. Zeit und Geld budgetieren
Kapitel 16. Gesunde Gewohnheiten
Kapitel 17. Die kosmische Macht der Gewohnheit

VORWORT

Viele Menschen glauben, sie seien nicht imstande, Vermögen aufzubauen oder auf andere Weise ihr Leben zu verbessern. Sie meinen, Wohlstand sei etwas für Menschen mit Hochschulabschlüssen, reichen Verwandten oder besonderem Talent oder man müsse dafür ein geborenes Genie sein. Sie geben auf, bevor sie es jemals versuchen – oder beim ersten Anzeichen einer Niederlage –, denn sie sind überzeugt, dass sie einfach nicht erfolgreich sein können. Mit der Kraft des positiven Denkens zu finanziellem Erfolg widerlegt all diese falschen Auffassungen über Erfolg und zeigt auf, dass jeder in der Lage ist, seine wichtigsten Ziele im Leben zu erreichen – wenn er beginnt, anders zu denken.

Andrew Carnegie ist das beste Beispiel für die demokratische Natur des Erfolgs. Ohne besondere Talente, wichtige Kontakte oder Reichtum stieg er vom Arbeiter zum Besitzer des führenden Stahlunternehmens der Vereinigten Staaten auf und erwarb eines der größten Vermögen der Geschichte. Es war Carnegie, der zuerst auf die Idee kam, eine umfassende Philosophie des persönlichen Erfolgs zu erarbeiten, die Schritt für Schritt jeden dazu anleitet, die Macht seiner Gedanken zu nutzen, um sein Hauptziel im Leben zu erreichen, das er mit konkreter wichtigster Lebenszweck bezeichnete. 1908 gab Carnegie Napoleon Hill, damals Reporter einer Kleinstadtzeitung, den anspruchsvollen Auftrag, die nächsten 20 Jahre seines Lebens der Aufgabe zu widmen, diese Erfolgsphilosophie zu erforschen, zu studieren und zusammenzustellen. Hill akzeptierte und interviewte die 500 reichsten Geschäftsleute, Erfinder und Vordenker in den Vereinigten Staaten, um die 17 Prinzipien des persönlichen Erfolgs aufzustellen, zu denen ihn seine ursprüngliche Unterhaltung mit Carnegie inspiriert hatte.

Mit der Kraft des positiven Denkens zu finanziellem Erfolg präsentiert diese 17 Erfolgsprinzipien, die Carnegie und andere überaus erfolgreiche Persönlichkeiten Hill vermittelten. Die Interviews, die Basis dieses Erfolgssystems, lesen Sie in diesem Buch, und damit die Dialoge zwischen Hill und Carnegie. So erfahren Sie, wie Sie Ihr Leben mittels dieser Erfolgsbausteine von Grund auf transformieren. Dieses Werk, das im Jahre 1948 erstmals erschien, wurde zusammengefasst und überarbeitet, sodass die heutigen Leser den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen, die Philosophie des persönlichen Erfolges zu studieren. Damit Sie diese leichter umsetzen, finden Sie Zusammenfassungen und Handlungsanstöße am Ende jedes Kapitels. So können Sie sofort beginnen, die Kontrolle über Ihre Gedanken zu erlangen. Schließlich verbessern wir unser Verhalten und richten im Endergebnis unser Leben nur dann neu aus, wenn wir unsere Gedankenmuster verändern. Dabei werden Sie herausfinden, dass es um mehr geht, als nur Ihr Mindset zu optimieren. Während Sie passive, ziellose Gedanken sowie negative Gedankenimpulse wie Ängste, Kritik und Zweifel aus Ihrem Geist verbannen und aktiv durch zielgerichtete, konstruktive Gedanken ersetzen, werden Sie auf einer höheren Bewusstseinsebene arbeiten, die Chancen und positive Beziehungen anzieht und Ihre Kreativität verbessert, sodass Sie Ihre Erfolgsreise auf die nächste Stufe heben und mehr Freude und Erfüllung im Leben empfinden.

Anmerkung: Dieses Buch regt Sie dazu an, sich einem Mastermind anzuschließen, das sich als effektivstes Erfolgssystem aller Zeiten bewährt hat. Am besten nutzen Sie die vermittelten Erkenntnisse, indem Sie sie alleine studieren und zudem in einer Gruppe mit anderen erfolgsorientierten Menschen arbeiten. Während Sie sowohl einzeln als auch gemeinsam mit anderen diese Prinzipien ergründen und täglich umsetzen, werden Sie feststellen, dass Sie tatsächlich in der Lage sind, sich zum Reichtum zu denken!

 

Dr. Jennifer Janechek

KAPITEL 1EIN KONKRETER LEBENSZWECK

Hill: Mr. Carnegie, bitte erläutern Sie die Erfolgsprinzipien, durch die Sie aus einer Situation mit wenig Geld, Einfluss oder Bildung zu Wohlstand gelangten. Beschreiben Sie bitte detailliert Ihre Schritte, damit diejenigen, die nicht in der Lage sind, erfolgreiche Menschen wie Sie zu befragen, diese Ergebnisse übernehmen können.

 

Carnegie: Sehr gerne, unter einer Bedingung – dass Sie diese Regeln zu einer Erfolgsphilosophie ausarbeiten, auf die jeder zugreifen kann, der ehrgeizig genug ist, diese zu meistern und anzuwenden. Auf diese Weise werden Sie mir helfen, den wahren Reichtum meines Vermächtnisses mit anderen zu teilen – ein Vermögen, das mehr zu erreichen vermag als meine finanziellen Ressourcen, die ich zu angemessener Zeit für würdige Zwecke spenden werde –, das heißt, die Prinzipien des persönlichen Erfolgs, die ich Ihnen anvertraue. Während Sie diese Erfolgsphilosophie erstellen, wird es sinnvoll sein, meine Erfahrungen mit denen anderer Leistungsträger zu vergleichen, um sicherzustellen, dass sie die Bedürfnisse einer größtmöglichen Gruppe von Menschen anspricht, unabhängig vom Berufsfeld oder Lebenszweck. Darüber hinaus sollte diese Philosophie klarstellen, welche Handlungen zum Erfolg und welche Schritte zum Scheitern führen.

 

Hill: Ich akzeptiere Ihre Bedingungen und garantiere, dass ich nicht aufgeben werde, bis ich dieses Projekt beendet habe.

 

Carnegie: Okay, es gibt 17 Erfolgsprinzipien, und jeder erfolgreiche Mensch sollte eine Kombination dieser Grundsätze anwenden.

Das erste Prinzip lautet, einen konkreten Lebenszweck zu verfolgen. Ohne dieses Prinzip war noch nie jemand erfolgreich.

Betrachten Sie jeden dauerhaft erfolgreichen Menschen, und Sie werden feststellen, dass er mit einem konkreten Hauptziel vor Augen einen Plan verfolgt, um dieses Ziel zu erreichen. Darüber hinaus widmen diese Menschen den Großteil ihrer Gedanken und Arbeit der Aufgabe, ihr Ziel zu erreichen.

Mein Lebenszweck lautet, Stahl herzustellen und zu verkaufen – das habe ich schon als einfacher Arbeiter für mich bestimmt. Dieser Lebenssinn wurde zu meiner Obsession. Ich dachte Tag und Nacht darüber nach, bis es mehr als nur ein bloßer Wunsch war; es wurde zu einem brennenden Verlangen. Nur ein konkreter wichtigster Lebenszweck, der zu einem brennenden Verlangen wird, erzielt die gewünschten Resultate.

Jeder wünscht sich »ein gutes Leben«, mit Wohlstand, Ruhm, Prestige oder Einfluss, aber die meisten Menschen bringen es nie über das Stadium des Wunsches hinaus. Wenn Sie genau wissen, was Sie im Leben wollen, und fest entschlossen danach streben, werden Sie es sich nicht nur wünschen. Sie werden diesen Wunsch verstärken, bis er zu einem brennenden Verlangen wird, und Sie werden dieses Verlangen durch beständige Arbeit untermauern, die auf einem durchdachten Plan beruht – einem Plan, den auch andere unterstützen. Jeder große Erfolg erfordert eine harmonische Zusammenarbeit mehrerer Personen.

Jeder wünscht sich ein gutes Leben, mit Wohlstand, Ruhm, Prestige oder Einfluss, aber die meisten Menschen bringen es nie über das Stadium des Wunsches hinaus.

Hill: Aber um Ihren konkreten wichtigsten Lebenszweck zu erreichen, brauchten Sie Zugang zu einer gewaltigen Menge Geld als Betriebskapital. Sie hatten ursprünglich kaum finanzielle Ressourcen, wie haben Sie also dieses Kapital erlangt? Antworten Sie bitte so detailliert wie möglich, denn viele Menschen schrecken aus Geldmangel davor zurück, ihren wichtigsten Lebenszweck zu verfolgen.

 

Carnegie: Der erste Schritt aus der Armut hin zum Reichtum ist der schwierigste. Jedes Vermögen beginnt als ein klares, detailliertes mentales Bild des Objekts, das Sie anstreben. Wenn dieses Bild den Geist leidenschaftlich dominiert, sorgt ein verborgenes Naturgesetz dafür, dass das Unterbewusstsein einen zum materiellen Gegenstück dieses mentalen Bildes hinleitet.

Ich wusste zum Beispiel, dass ich Stahl herstellen wollte, also nährte ich dieses Verlangen, bis es zu einer brennenden Obsession wurde, die mich Tag und Nacht beherrschte. Dann bot ich anderen an, sich meinem Plan zum Herstellen und Vermarkten von Stahl anzuschließen, und wir bildeten eine Mastermind­Gruppe, um zusammenzuarbeiten. Aus zuerst vier Männern wurden 20. Wir legten uns noch mehr ins Zeug, um andere zu überzeugen, uns das nötige Kapital zur Verfügung zu stellen.

Jedes Vermögen beginnt als ein klares, detailliertes mentales Bild des Objekts, das Sie anstreben.

Hill: Wollen Sie damit sagen, dass ein konkreter Lebenszweck die Natur bewegt, uns die Chance zu bieten, unser Hauptziel zu erreichen?

 

Carnegie: Wenn Sie die Philosophie des Erfolgs erstellen, werden Sie bald bemerken, dass alle wahrlich erfolgreichen Menschen so wie ich mit einem konkreten Lebenszweck und einem konkreten Aktionsplan beginnen. Sie werden außerdem feststellen, dass sie sich nicht mehr anstrengen müssen als andere, die keinen Erfolg haben. Manche Menschen fragen sich zum Beispiel, wieso diejenigen mit einer umfangreichen Schulbildung oft scheitern, während andere mit weniger Bildung erfolgreich sind. Das liegt daran, dass die Natur denjenigen, die mental positiv gestimmt sind, dabei hilft, ihre Ziele und ihren jeweiligen Lebenszweck in das physische und finanzielle Äquivalent zu verwandeln.

 

Hill: Wie lange dauert es, bis die eigene mentale Einstellung das anzieht, was wir begehren?

 

Carnegie: Das hängt völlig von der Natur des eigenen Verlangens ab und inwieweit wir unseren Geist kontrollieren können, um ihn von allen negativen Gedanken und Einflüssen freizuhalten, wie Angst, Zweifel und selbstauferlegten Grenzen, damit der Geist der Führung der Unendlichen Intelligenz gegenüber offen bleibt.

Die benötigte Zeit lässt sich am besten bestimmen, indem wir herausfinden, wie lange wir brauchen, um etwas zu leisten oder etwas anderes zu tun, das dem Wert des eigenen Verlangens entspricht. Denn es gibt definitiv eine Verbindung zwischen Geben und Erhalten.

 

Hill: Mit anderen Worten, die Natur unterstützt uns nicht, wenn wir versuchen, etwas ohne Gegenleistung zu erhalten?

 

Carnegie: Das stimmt. Die Natur unterstützt Beziehungen, die auf Ursache und Wirkung beruhen. Anhaltender Wohlstand und materielle Güter erhalten wir nicht aus heiterem Himmel; normalerweise belohnen sie uns dafür, etwas geleistet zu haben. Auch wenn der Erfolg seinen Anfang in einem konkreten wichtigsten Lebenszweck nimmt, kann dieser nicht umgesetzt werden, sofern ihn das Naturgesetz nicht stützt, und das erfordert eine Ursache: eine nützliche Leistung, die harmonisch erbracht wird.

 

Hill: Wie sollte jemand seinen konkreten wichtigsten Lebenszweck ausdrücken? Kann er ihn einfach im Verstand verankern oder muss er ihn auf andere Weise kommunizieren?

 

Carnegie: Das kommt darauf an, wie diszipliniert man denkt. Wenn Ihre Gedanken nicht klar oder stark bleiben oder sich nicht ohne äußere Unterstützung in Handlungen umsetzen lassen, dann hilft es, Ihren konkreten wichtigsten Lebenszweck detailliert aufzuschreiben und ihn einmal am Tag laut vorzulesen.

Ich habe es mir angewöhnt, meinen wichtigsten Lebenszweck laut vorzulesen – und nicht nur mir selbst. Ich habe mich jeden Abend mit meiner Mastermind­Gruppe getroffen und mit ihr unsere Pläne für mein primäres Ziel diskutiert.

 

Hill: Einige Menschen kritisieren, dass Sie ein gewaltiges Vermögen angehäuft haben, während Ihre Angestellten im Vergleich arm geblieben sind. Wie reagieren Sie auf diese Anschuldigungen?

 

Carnegie: Ich würde mein Geld gern meinen Angestellten geben, wenn ich nicht davon ausgehen würde, dass es ihnen schadet. Menschen profitieren nur selten von Geld, das sie nicht verdient haben, und ich bezweifle, dass viele meiner Mitarbeiter gerne die Verantwortung übernehmen und so viele Stunden arbeiten würden wie ich. Meine Angestellten, wie Charles Schwab, die mehr leisten, als ihre Position verlangt, und damit meine Arbeit leichter machen, werden dafür finanziell entlohnt. Wer bei der Arbeit diesen Ansatz verfolgt, erreicht oftmals ein höheres Einkommen.

Tatsächlich bestimme nicht ich das Einkommen meiner Angestellten. Sie bestimmen es selbst durch das, was sie leisten, was durch die folgende Formel berechnet werden kann:

Die Qualität und Quantität der Arbeit, die jemand leistet, verbunden mit seiner Arbeitseinstellung, ergibt den Wert des Beitrags (und damit den Lohn), den er erbringt.

Daher ist nichts unfair oder ungerecht am Lohnunterschied meiner Angestellten und Arbeiter.

 

Hill: Anhand Ihrer Aussage scheint es, dass die meisten Ihrer Mitarbeiter keinen konkreten wichtigsten Lebenszweck verfolgen; sonst wären sie so wohlhabend wie Sie. Stimmt das?

 

Carnegie: Reden Sie mit meinen Angestellten, und Sie werden schnell feststellen, dass für viele von ihnen das höchste Ziel einfach darin besteht, ihre aktuelle Position beizubehalten. Ihre derzeitige Stellung und ihr Lohn resultieren direkt aus den Grenzen, die sie sich mental gesetzt haben.

Ihre aktuelle Stellung und Ihr Lohn resultieren direkt aus den Grenzen, die Sie sich mental gesetzt haben.

Ich kann die Richtung, die sie eingeschlagen haben, nicht für sie ändern. Nur meine Angestellten können sie ändern. Jeder in meinem Unternehmen startet in der gleichen Position, in der ich einst begonnen habe, und allen bieten sich die gleichen beruflichen Chancen, die ich hatte. Wir leben im reichsten und freiesten Land der Welt, wo die einzigen Grenzen nur durch die eigene mentale Einstellung und das eigene Verlangen gesetzt werden.

Nehmen Sie sich selbst als Beispiel: Ich habe Ihnen die größte Chance gegeben, die ein amerikanischer Autor je erhalten hat – die Möglichkeit, einige der erfolgreichsten Personen zu treffen, die dieses Land je hervorgebracht hat, um aus ihrer jahrzehntelangen praktischen Erfahrung zu lernen und anderen Menschen zu dienen, indem Sie diese Weisheit zu einer praktisch anwendbaren Philosophie des persönlichen Erfolgs umwandeln. Wenn Sie das Beste aus dieser Chance machen, erreichen Sie eine Position, in die andere Schriftsteller niemals gelangen.

 

Hill: Mr. Carnegie, viele Menschen glauben, dass der Durchschnittsbürger heute weniger Möglichkeiten hat, Wohlstand aufzubauen und finanziell unabhängig zu werden. Man sagt, das Gros des Reichtums der Welt läge in den Händen einiger weniger erfolgreicher Personen, und normale Menschen haben wenig Chancen, etwas vom Kuchen abzubekommen. Was würden Sie zu dieser Theorie sagen?

 

Carnegie: Dass sie genau das ist – eine Theorie. Wir haben heute mehr Chancen als zu jeder anderen Zeit und an jedem anderen Ort in der Geschichte. Den Menschen fehlt es nicht an Chancen; es fehlt ihnen an Vorstellungskraft, Eigenständigkeit und Initiative. Diejenigen, die sich darüber beschweren, dass es »keine Chancen« gibt, nutzen das nur als Ausrede für ihren Unwillen, die Verantwortung für die Resultate in ihrem Leben zu übernehmen, und ihren Verstand einzusetzen, um ihre Lage zu verbessern.

 

Hill: Was Sie gesagt haben, sollte jeden jungen Menschen inspirieren. Gibt es etwas, das Sie dieser Botschaft der Hoffnung und Ermutigung noch hinzufügen möchten?

 

Carnegie: Ja, diese Erfolgsphilosophie wird Menschen aus allen Lebensbereichen inspirieren, zu erkennen und zu begrüßen, in welchem Zeitalter der überbordenden Möglichkeiten sie leben. Die Chancen sind vorhanden – für diejenigen, die über große Vorstellungskraft verfügen. Verschreiben Sie sich ganz der Aufgabe, für andere Nützliches zu leisten, dann folgen Sie bereits diesem Prozess – und die Früchte des Erfolgs werden folgen. Diese Ansicht ist die verbindende Kraft, die der Philosophie des persönlichen Erfolgs zugrunde liegt.

Der größte Wert besteht für jeden jungen Menschen im Verlangen nach Wissen und in der Bereitschaft, es sich anzueignen. Denken Sie daran, die Leistungen eines jeden korrespondieren direkt mit der Philosophie, welche die Grundlage für die Beziehung zu anderen Menschen bildet. Wenn Sie Ihrem Verlangen folgen, etwas zurückzugeben für Ihr angestrebtes Wissen, werden Sie sich der Welt nützlich machen, und sie wird Sie folgerichtig zu den Bedingungen entlohnen, die Sie selbst festlegen.

Chancen bieten sich nur denjenigen, die über große Vorstellungskraft verfügen.

Hill: Mr. Carnegie, warum haben Sie den konkreten Lebenszweck an die oberste Stelle der Liste der 17 Erfolgsprinzipien gesetzt?

 

Carnegie: Jeder, der Erfolg haben will, muss einen konkreten Lebenszweck verfolgen, denn Erfolg erfordert zuerst einmal, genau zu wissen, was man will. Es mag Sie überraschen, zu hören, dass 98 von 100 Menschen überhaupt kein konkretes Hauptziel verfolgen. Es gilt, einen konkreten Lebenszweck aufzustellen und dann täglich anzuwenden. Tut man das nicht, kann sich eine andere Angewohnheit einschleichen, die tödlich für Ihren Erfolg ist: die Neigung, sich treiben zu lassen.

 

Hill: Wie würden Sie »Erfolg« definieren?

 

Carnegie: Meine Definition des Erfolgs lautet: Die Macht, mit der man erreichen kann, was immer man sich vom Leben wünscht, ohne dabei die Rechte anderer zu beeinträchtigen.

 

Hill: Aber Mr. Carnegie, ist Erfolg nicht oft das Ergebnis von »Glück«?

 

Carnegie: Wenn Sie die gerade genannte Definition von Erfolg analysieren, werden Sie sehen, dass das Element »Glück« darin nicht vorkommt. Einzelne mögen durch bloßen Zufall oder Glück zu einer Möglichkeit gelangen, aber wenn sich auf diese Weise eine Chance ergibt, kann es gut passieren, dass sie einem ebenso schnell durch die Finger schlüpft, wie sie einem in den Schoß gefallen ist. Um eine Chance zu ergreifen, braucht man einen konkreten Lebenszweck.

 

Hill: Mr. Carnegie, bei Ihrer Definition von Erfolg haben Sie das Wort »Macht« gebraucht. Sie haben gesagt, dass Erfolg durch »die Macht erlangt wird, mit der man erhält, was immer man sich wünscht«. Können Sie näher beschreiben, worin diese Macht besteht?

 

Carnegie: Persönliche Macht erlangt man durch eine Kombination individueller Eigenschaften und Angewohnheiten, von denen ich einige erklären werde, wenn wir die 17 Prinzipien des Erfolgs genauer betrachten. Lassen Sie mich kurz die zehn Qualitäten der persönlichen Macht erläutern:

Die Angewohnheit, einen konkreten Lebenszweck zu verfolgen

Die Fähigkeit, schnell zu entscheiden

Ein aufrichtiger Charakter (Ehrlichkeit)

Strikte emotionale Disziplin

Extremes Verlangen – bis hin zur Obsession –, etwas Nützliches zu leisten

Fundiertes berufliches Wissen

Toleranz in jeder Hinsicht

Loyalität gegenüber persönlichen Bezugspersonen und Glaube an ein höchstes Wesen

Ein beständiger Wissensdurst

Eine ausgeprägte Fantasie

Jeder ist dazu fähig, diese Eigenschaften zu entwickeln – Eigenschaften, die einem persönliche Macht verleihen und die man einsetzt, ohne »die Rechte anderer zu verletzen«. Das ist die einzige Art der persönlichen Macht, die jemand verantwortungsbewusst einzusetzen vermag.

Power Points

➢ Ein konkreter Lebenszweck ist das erste Erfolgsprinzip, denn um erfolgreich zu sein, muss man genau wissen, was man will.

➢  Jeder erfolgreiche Mensch verfolgt einen konkreten wichtigsten Lebenszweck und einen Plan, um dieses Ziel zu erreichen. Wer Erfolg hat, konzentriert seine Gedanken und Bemühungen überwiegend darauf, erfolgreich zu bleiben.

➢ Nur konkrete Ziele, die zu einem brennenden Verlangen werden, liefern die gewünschten Ergebnisse.

➢ Jeder Reichtum beginnt als ein klares, umfassendes mentales Bild dessen, wonach man strebt.

➢ Es mangelt den Menschen heutzutage nicht an Chancen, sondern an Vorstellungskraft, Eigenständigkeit und Initiative.

➢ Der größte Wert für den Einzelnen besteht im Verlangen, sich Wissen anzueignen, und der Bereitschaft, es sich zu verdienen.

Verwandeln Sie Ihre Gedanken in Aktion

Um Ihren Verstand zu befähigen, einen konkreten Lebenszweck zu finden, beschreiben Sie Ihr größtes Ziel oder höchstes Streben detailliert. Lesen Sie sich diesen Text einmal am Tag laut vor.

 

 

 

 

 

 

KAPITEL 2MASTERMIND

Hill: Mr. Carnegie, Sie haben das zweite Erfolgsprinzip »Mastermind« genannt. Erklären Sie bitte, was Sie mit diesem Begriff meinen.

 

Carnegie: Ein Mastermind ist eine Allianz zweier oder mehrerer Personen, die ihren Verstand einsetzen, um gemeinsam harmonisch darauf hinzuarbeiten, einen konkreten Lebenszweck zu erreichen.

 

Hill: Wollen Sie damit sagen, dass es nicht ausreicht, nur einen konkreten Lebenszweck zu haben, um den eigenen Erfolg sicherzustellen?

 

Carnegie: Wenn Ihr Ziel über das Mittelmaß hinausreicht, sollten Sie sich mit anderen Partnern zusammentun, mit denen Sie Ihre Gedanken koordinieren und harmonisch zusammenarbeiten. Sie können die gewünschte Position auch allein erreichen, aber Sie werden auf keinem Gebiet wahre Größe erlangen, ohne das Mastermind­Prinzip anzuwenden.

Viele Menschen sind gescheitert oder haben zumindest ein Plateau auf ihrer Reise zum Erfolg erreicht, weil sie nicht realisierten, wie bedeutend Harmonie und das Gefühl eines gemeinsamen Lebenszwecks im Rahmen des Mastermind­Prinzips sind. Wenn die Beteiligten eines Masterminds ihren Lebenszweck erreichen möchten, müssen sie in Bezug auf das gemeinsame Ziel, mit dem Verantwortlichen ihrer Gruppe und mit jedem einzelnen Mitglied in perfektem Einklang sein.

Niemand kann auf irgendeinem Gebiet wahre Größe erlangen, ohne das Mastermind-Prinzip anzuwenden.

Hill: Wie kann man sicherstellen, dass die anderen Mitglieder seines Masterminds in perfekter Harmonie mit einem zusammenarbeiten?

 

Carnegie: Zuerst darf man nicht vergessen, dass alles, was jemand tut, einem konkreten Motiv entspringt. Wir beginnen etwas, weil wir ein Motiv dafür haben, und wir bleiben aufgrund des Motivs und der Gewohnheit am Ball. Aber irgendwann vergessen wir das Motiv und machen einfach weiter, weil wir es uns angewöhnt haben.

Es gibt neun grundlegende Motive, die uns dazu inspirieren, freiwillig und harmonisch zu handeln. Für den Leiter des Masterminds ist es wichtig, Mitglieder auszuwählen, die bereit sind, das Nötige zu tun, und die harmonisch auf ein bestimmtes Motiv reagieren, das ihnen im Gegenzug für ihre Unterstützung angeboten wird.

Die neun wichtigsten Motive – ich nenne sie auch das »ABC des Erfolgs« – lauten wie folgt:

Die Emotion LIEBE

Die Emotion SEX

Verlangen nach FINANZIELLEM GEWINN

Verlangen nach SELBSTERHALT

Verlangen nach FREIHEIT VON KÖRPER UND GEIST

Verlangen nach SELBSTAUSDRUCK, der zu Ruhm und Anerkennung führt

Verlangen nach einem LEBEN NACH DEM TOD

Die Emotion WUT

Die Emotion ANGST

Die letzten beiden Motive sind negativ, aber sie regen wirkungsvoll zum Handeln an. Der Leiter einer erfolgreichen Mastermind­Allianz sollte eines oder mehrere dieser grundlegenden neun Motive nutzen, um jedes Gruppenmitglied zu der harmonischen Zusammenarbeit zu bewegen, die für den Erfolg erforderlich ist.

 

Hill: Mr. Carnegie, welches dieser neun Motive ist Ihrer Erfahrung nach am effektivsten?

 

Carnegie: Die Emotion Liebe, die Emotion Sex und das Verlangen nach finanziellem Gewinn sind die wertvollsten für geschäftlichen Erfolg. Die meisten Menschen wollen finanziell erfolgreich sein, um ihrem Lebenspartner etwas Gutes zu tun. Aber es gibt Leute, die härter arbeiten, wenn sie dafür Anerkennung ernten, statt nur materiellen und finanziellen Gewinn.

 

Hill: