1,49 €
Menschen, auch Christen, erleben oft beides: Zeiten der Einsamkeit, der Verzweiflung, der Todesangst. Aber auch Zeiten der Hoffnung, der Rettung und der Freude. Wie im Zeitraffer lässt der Autor geschichtsträchtige Jahre vor der Wiedervereinigung Deutschlands Revue passieren: was Menschen, die sich der kommunistischen Diktatur nicht beugen wollten, erleiden mussten und wie Gott durch sein Wort in wunderbarer Weise getröstet, ermutigt, geholfen und die Mauer der Trennung zum Einsturz gebracht hat. Helmut Matthies ist Pfarrer und Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, verheiratet, Vater eines Sohnes und lebt in Siegen.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 28
Veröffentlichungsjahr: 2016
Mit Gott über Mauern springen
Helmut Matthies
Helmut MatthiesMit Gott über Mauern springen Vortrag beim Sächsischen Gemeindebibeltag am 31. Oktober 2014 in der Sachsenlandhalle in Glauchau
© Lichtzeichen Verlag GmbH ISBN: 978-3-86954-861-6 BN: 548861 E-Book Erstellung: LICHTZEICHEN Medien - www.lichtzeichen-medien.com
Die verfolgten Christen heute
Das Leid in der DDR
Die kommunistische Zensur und die Losungen
Die zwei Seiten des Königs David
Die Erfahrung eines Bonhoeffers
Die Bibel im Zusammenhang lesen
Wenn man einfach die Bibel aufschlägt
Gute Erfahrung mit der Jahresbibel
4 Bibelworte und die Friedliche Revolution
1. Zur weltpolitischen Situation
1.1 Der Lobgesang der Maria
2. Wie kam es nun zum Umsturz in der DDR?
2.1 Schwerter zu Pflugscharen
2.2 Eine weitere Erfahrung aus der DDR-Zeit: Gottes Wort ist wahr, auch wenn es ins Leid führt
Warum lässt Gott Leid zu?
Die einzig plausible Antwort
Und was unterscheidet uns da von den Heiden?
Und wie sieht das nun praktisch aus?
Der größte Konkurrent Gottes
Zivilcourage
Vergebung
Die meistgenannte Sünde: 7 minus 1
Was kann uns nun helfen, dass wir unsere Werte auch leben?
„Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen” – so heißt es im großen Gebets- und Liederbuch der Bibel, den Psalmen. Was für ein Wort aus unserer Heiligen Schrift! Was würde wohl passieren, wenn Sie über eine Mauer – höher, als je ein Spitzensportler es vermag – springen könnten? Und wenn Sie dann auch noch dem staunenden Publikum zuriefen: „Das verdanke ich nur Gott, denn er allein ließ mich über die Riesenmauer springen” – würden dann nicht viele anfangen, an Gott zu glauben?
Und wie ist das mit den Hunderttausenden, die bereits an Gott glauben und genau deswegen in etwa 70 islamischen, hinduistischen, buddhistischen und kommunistischen Staaten inhaftiert sind – während wir in Deutschland in Freiheit leben können? Was denken diese Christen über den obigen Psalmvers? Würden sie nicht gern über die Gefängnismauern in die Freiheit springen! Würden sie nicht freudig ihren atheistischen Wärtern zurufen: „Gott existiert, denn er lässt mich sogar die Mauern eines Gefängnisses überwinden.”
Aber wir brauchen nicht in die Ferne schweifen: Wie oft mögen nicht in der DDR vor über 25 Jahren die Christen unter den 280.000 Gewissensgefangenen, die es gab, an dieses Bibelwort gedacht, ja Gott angefleht haben: „Bring mich über die Mauer! Beweise, dass dein Wort wahr ist!”. Und die bis zu 10.000 Kinder, die das SED-Regime ihren inhaftierten Eltern wegnahm und zwangsadoptierte. Bis heute wissen manche Eltern noch nicht, wo ihr Kind ist, und Kinder nicht, wer ihre leiblichen Eltern sind. Wie sehr sehnen sie sich danach, dass die Mauern des Schweigens oder der Falschinformation durchbrochen werden könnten. Und wie häufig mögen nicht die Christen unter den Tausenden Kindern und Jugendlichen in den sogenannten Jugendwerkhöfen der DDR geweint haben, weil sie dachten, Gott habe sie im Stich gelassen. Denn sie konnten bis Ende 1989 keine Mauer überwinden. Der größte Jugendwerkhof – in Torgau, den 4.000 Kinder durchleiden mussten – wurde kürzlich im ZDF sogar als Vernichtungslager bezeichnet: Es vernichtete die Seelen und manchmal auch die Körper vieler junger Menschen in der DDR.
