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Für Berater, Softwarearchitekten und Entwickler ist es seit jeher wichtig, aktuelle Technologien wie auch Trends zu kennen und sich entsprechend fortlaufend weiterzubilden. Die Herausforderung, mobile Softwarelösungen zu erstellen und zu betreiben, umfasst verschiedene Aspekte: von der Datenintegration, über mögliche Netztopologien, Sicherheits- und Authentifizierungsfragen bis hin zu einem ansprechenden Benutzererlebnis (UX) und der eigentlichen Programmierung der App. Dieser Leitfaden gibt Ihnen einen detaillierten Einblick in die mobile Anwendungsentwicklung im SAP-Kontext.
Rund um die SAP Cloud Platform Mobile Services präsentiert die SAP ein vielseitiges Angebot für die agile Entwicklung von Smartphone-Apps. Sie erhalten einen Überblick über die Möglichkeiten dieser Plattform für hybride und native Apps sowie deren Integration in die traditionellen IT-Systemlandschaften.
Besondere Aufmerksamkeit widmet der Autor der Konfiguration des SAP Cloud Connectors sowie der SAP Mobile Cards App und den nativen SDKs für iOS und Android. Das SAP Mobile Development Kit für die betriebssystemübergreifende Erstellung von Apps rundet das Werk ab.
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Seitenzahl: 94
Veröffentlichungsjahr: 2020
Sebastian Abshoff
Mobile Apps mit den SAP® Cloud Platform Mobile Services
Sebastian AbshoffMobile Apps mit den SAP® Cloud Platform Mobile Services
ISBN:978-3-96012-989-9 (E-Book)
Lektorat:Christine Weber
Korrektorat:Die Korrekturstube
Coverdesign:Philip Esch
Coverfoto:© scyther5 | ID 517153726 – istockphoto.com
Satz & Layout:Johann-Christian Hanke
1. Auflage 2020
© Espresso Tutorials GmbH, Gleichen 2020
URL: www.espresso-tutorials.de
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Kennen Sie schon unser Forum? Hier erhalten Sie stets aktuelle Informationen zu Entwicklungen der SAP-Software, Hilfe zu Ihren Fragen und die Gelegenheit, mit anderen Anwendern zu diskutieren: http://www.fico-forum.de.
Rüdiger Deppe:
ABAP-Programmierung unter SAP
®
S/4HANA
Christoph Lordieck:
SAP
®
-Schnelleinstieg: ABAP-Entwicklung in Eclipse
Rüdiger Deppe:
Schnelleinstieg in SAP
®
ABAP Objects – 2., erweiterte Auflage
Maximilian Rupp, Alexander Rupp:
Praxishandbuch SAP
®
UI5 – Von der Idee zur App
Christoph Lordieck:
Praxishandbuch BOPF – das Business Object Processing Framework
Johannes Gerbershagen:
Qualitätsmanagement in der ABAP-Entwicklung unter SAP
®
Für Berater, Softwarearchitekten und Entwickler ist es seit jeher wichtig, sich den unterschiedlichen Technologieänderungen anzupassen und sich fortlaufend weiterzubilden. Mobile Software-Lösungen umfassen verschiedene Aspekte: von der Datenintegration über Netzwerktopologien, Sicherheits- und Authentifizierungsfragen bis hin zu Benutzererfahrungen (UX) sowie der eigentlichen mobilen App-Entwicklung.
Das Wissen aus diesen Bereichen zusammenzutragen, kann äußerst mühselig sein. Umso wertvoller ist ein Buch wie dieses, das mithilfe von praxisnahen Kapiteln das Thema »Mobility« im Bereich SAP ganzheitlich betrachtet.
Als Leiter der Entwicklungsabteilung für Mobile Technologien bei der SAP freue ich mich, dass die positiven Erfahrungen mit unseren Produkten Menschen motivieren können, viel Zeit und Mühe in das Schreiben eines Ratgebers zu investieren und ihr Wissen zu teilen.
Vielen Dank, Sebastian, für dieses Buch.
Den Lesern wünsche ich viele Erkenntnisse und viel Erfolg mit dem neu gesammelten Wissen.
Sanjeet Mall
SVP Digital WorkplaceSAP SE
Eine agile IT muss in der Lage sein, neue Dienste und Applikationen schnell und in kurzen, iterativen Entwicklungszyklen anbieten und implementieren zu können. Dies ermöglicht Unternehmen im Digitalisierungszeitalter, mit innovativen und kundenorientierten Lösungen entscheidende Alleinstellungsmerkmale und somit Wettbewerbsvorteile zu generieren. Diese neuen Lösungen stehen nicht für sich, sondern basieren auf bereits etablierten Prozessen und traditionellen, teils gewachsenen IT-Systemlandschaften, in welche sie integriert werden müssen. Diese Zusammenführung bringt eine Reihe von organisatorischen und technischen Herausforderungen mit sich.
Auf organisatorischer Ebene lässt sich zunächst feststellen, dass die Uhren in der traditionellen IT ganz anders ticken als in der agilen IT: Das Vorgehensmodell ist in der Regel linear, die Entwicklungszyklen sind wesentlich länger, Entwicklung und Betrieb sind oft streng voneinander getrennt, und die relevanten Systeme liegen in einer wohlbehüteten, sicher nach außen hin abgeschotteten, unternehmensinternen Welt.
Auf der technischen Ebene führt dies zu zusätzlichen Herausforderungen: Neue Zugangswege durch verschiedene Netzwerkzonen, Firewalls und Proxys müssen geschaffen werden. Konzepte für die Authentisierung, die Autorisierung und für die Abbildung von Benutzern aus unterschiedlichen Benutzerdomänen werden benötigt. Die verwendeten Schnittstellen müssen einerseits stabil, andererseits auch flexibel sein, damit ein agiles Vorgehen in einem weniger agilen Umfeld überhaupt möglich ist.
Mit den SAP Cloud Platform Mobile Services bietet die SAP einen vielseitigen Dienst innerhalb ihres Cloud-Portfolios an, der an der Schnittstelle zwischen traditioneller und agiler IT-Welt steht und zur Lösung der zuvor genannten Herausforderungen und zur Überwindung weiterer Hürden, die sich möglicherweise im Rahmen der mobilen Anwendungsentwicklung ergeben, beiträgt.
Das vorliegende Buch richtet sich in erster Linie an Berater, Entwickler und Systemarchitekten, die einen Einstiegspunkt für die mobile Anwendungsentwicklung mit den SAP Cloud Platform Mobile Services suchen oder sich einen Überblick über die Möglichkeiten dieser Plattform verschaffen möchten. Auf anschauliche Weise sollen die grundlegenden Konzepte und Varianten zur Integration in eine bestehende SAP-Landschaft über die SAP Cloud Platform und den Cloud Connector vermittelt werden. Anhand praktischer Beispiele werden verschiedene Herangehensweisen und Techniken zur Entwicklung mobiler Apps beschrieben.
Dazu wird insbesondere auf SAP Mobile Cards, den SAP Fiori Client, SAP Kapsel sowie auf die native App-Entwicklung für iOS und Android mit dem SAP Cloud Platform SDK und das SAP Mobile Development Kit eingegangen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Erklärung, wie sich in den Apps eine Offline-Funktionalität realisieren lässt. Dies ist eine häufige Anforderung, die aber in der Konzeption wohlüberlegt sein sollte. Die Anbindung von sogenannten Push-Benachrichtigungen rundet das Themenfeld ab.
Mein besonderer Dank gilt Martin Grasshoff von der SAP für die Kooperation im Vorfeld der Erstellung dieses Buchs und im Rahmen anderer Projekte, den Kollegen von Syskoplan Reply, mit denen ich gemeinsam mobile Apps entwickeln durfte, sowie dem Team von Espresso Tutorials, das mich beim Schreiben so hervorragend unterstützt hat.
Dieses Buch enthält viele Quellcode-Beispiele. Um die Lesbarkeit in Ihrem E-Book-Lesegerät zu verbessern und den Zeilenumbruch korrekt darzustellen, empfehlen wir, den Quellcode im Querformat zu betrachten oder die Schriftgröße kleiner zu zoomen.
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Zur einfacheren Nutzung der im Buch aufgeführten Code-Beispiele biete ich Ihnen ein öffentliches Git-Repository auf GitHub, zu dem Sie über die Seite https://de.espresso-tutorials.com/_Mobile-Apps.php gelangen.
Im Text verwenden wir Kästen, um wichtige Informationen besonders hervorzuheben. Jeder Kasten ist zusätzlich mit einem Piktogramm versehen, das diesen genauer klassifiziert:
Hinweis
Hinweise bieten praktische Tipps zum Umgang mit dem jeweiligen Thema.
Beispiel
Beispiele dienen dazu, ein Thema besser zu illustrieren.
Achtung
Warnungen weisen auf mögliche Fehlerquellen oder Stolpersteine im Zusammenhang mit einem Thema hin.
Um den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen, verwenden wir im vorliegenden Buch bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen zwar nur die gewohnte männliche Sprachform, meinen aber gleichermaßen die weibliche.
Zum Abschluss des Vorwortes noch ein Hinweis zum Urheberrecht: Sämtliche in diesem Buch abgedruckten Screenshots unterliegen dem Copyright der SAP SE sowie Adobe. Alle Rechte an den Screenshots hält die SAP SE. Der Einfachheit halber haben wir im Rest des Buches darauf verzichtet, dies unter jedem Screenshot gesondert auszuweisen.
SAP hat in Gestalt der SAP Cloud Platform und mit verwandten Cloud-Produkten und -Services ein Angebot aufgebaut, das es in dieser Form und in diesem Umfang bei keinem Mitbewerber gibt.
Das Angebot besteht aus verschiedenen Komponenten, die in erster Linie als Platform-as-a-Service (PaaS) und Software-as-a-Service (SaaS) bezogen werden können. Diese Komponenten vervollständigen, ergänzen und integrieren sich in etablierte Geschäftsprozesse und -systeme, die heute noch v. a. in der On-Premise-Welt anzutreffen sind und durch ihre Eigenständigkeit und Skalierbarkeit Raum für Innovation, Flexibilität und Agilität schaffen. Zu den Komponenten der SAP Cloud Platform gehören die Mobile Services für die Entwicklung mobiler Anwendungen für Smartphones.
Mit den Mobile Services können Apps mithilfe verschiedener Technologien realisiert werden. Sie eignen sich für unterschiedliche Anwendungsfälle und haben diverse Anforderungsprofile an Entwicklung und Betrieb. Wesentliche Unterschiede ergeben sich auch in Bezug auf das Nutzererlebnis, die »User Experience« (UX).
SAP Mobile Cards
Mit SAP Mobile Cards können einfache Anwendungsfälle ähnlich der Wallet-App von Apple umgesetzt werden. Für die Entwicklung stehen vorgefertigte Kartentemplates zur Verfügung, oder es können eigene Karten definiert werden, wofür allerdings grundlegende Kenntnisse von HTML, CSS und JavaScript vonnöten sind. Das Nutzererlebnis ist gut, da die Apps für Android und iOS von der SAP eigens für die jeweilige Plattform entwickelt wurden. Der Wartungsaufwand bleibt überschaubar, weil die Pflege dieser Standard-Apps von der SAP übernommen wird.
Hybride Apps im Fiori Client
Der SAP Fiori Client ist eine von der SAP entwickelte Standard-App, welche die Anzeige von HTML5-Anwendungen im SAP Fiori Launchpad ermöglicht. Ein SAPUI5-Entwickler kann Apps unter Berücksichtigung des mobilen Anzeigeformats realisieren, die sich ähnlich wie im Desktop-Browser verhalten. Es gibt den Fiori Client für Android und für iOS. Auch hier ist der Wartungsaufwand überschaubar, da die Pflege des Fiori Client von der SAP übernommen wird. Das Nutzererlebnis ist technologiebedingt jedoch stark eingeschränkt: Die Anwendungsressourcen müssen zunächst über die mobile Verbindung heruntergeladen und dann ausgeführt werden, was einige Zeit in Anspruch nimmt und für Frustration im Außendiensteinsatz sorgen kann. Zudem entspricht die Anzeige nicht den für das jeweilige mobile Betriebssystem existierenden Richtlinien für die Gestaltung von Oberflächen und stellt sich so aus Sicht des Anwenders anders als gewohnt dar.
Hybride Apps mit SAP Kapsel
SAP Kapsel ermöglicht die Entwicklung von hybriden Apps, bei denen die Quelltexte jedoch i.d.R. zusammen mit der App ausgeliefert werden. Verglichen mit dem Fiori Client, laufen die Apps also etwas flüssiger, können aber auch nicht mit dem »Look and Feel« einer nativen App mithalten. Die Entwicklung erfordert zusätzliche Kenntnisse von Apache Cordova, einem Open-Source-Projekt, mit dem Webanwendungen als Apps auf Smartphones gebracht werden können. Zeitaufwand für Wartung, Pflege und Bereitstellung der Apps über das SAP-Framework hinaus sollte einkalkuliert werden. Dennoch ist es durch die gezielte Verwendung von SAP Kapsel bzw. Cordova-Plugins möglich, komplexere Anwendungsszenarien zu realisieren.
Native Apps für iOS
Native Apps für iOS können mit den Entwicklungswerkzeugen von Apple und den von der SAP bereitgestellten Frameworks erzeugt werden. Dazu muss man in der Lage sein, mit Swift, der Programmiersprache für iOS, und den Frameworks der iOS-Umgebung umzugehen. Dies erfordert einige Erfahrung. Im Gegenzug dafür ergibt sich für den Anwender das für iOS gewohnte Nutzererlebnis, wenn die von Apple vorgegebenen Richtlinien für die Gestaltung der Oberfläche berücksichtigt werden. Es gilt auch hier, Aufwände für Wartung, Pflege und Bereitstellung zu bedenken, denn die SAP übernimmt lediglich die Wartung der Frameworks. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine erweiterte Fiori Design Language für iOS entwickelt, um ein einheitliches Nutzererlebnis in SAP-Produkten über verschiedene Plattformen hinweg zu ermöglichen.
Native Apps für Android
Wie bei den nativen Apps für iOS können Applikationen mit den Entwicklungswerkzeugen für Android und den von der SAP zusätzlich bereitgestellten Bibliotheken entwickelt werden. Entwickler müssen in diesem Fall Java bzw. Kotlin beherrschen sowie die von Android verwendeten Bibliotheken kennen, was ebenfalls einige Erfahrung erfordert. Auch bei nativen Android-Apps kann der Anwender die für Android typische Optik und Haptik erleben. Wie bei den nativen Apps für iOS sollten Zeitressourcen für Wartung, Pflege und Bereitstellung einkalkuliert werden. Für Android hat die SAP ebenfalls eine erweiterte Fiori Design Language entwickelt.
