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Arina Wurde ich früher von meinen besten Freundinnen enttäuscht? Ja, ausgesprochen schmerzhaft. Und das ausgerechnet, als ich sie am meisten gebraucht hätte. Das hat mich geprägt. Es fällt mir schwer, anderen Menschen zu vertrauen und sie an mich heranzulassen. Bin ich einsam? Ja, sehr. Darum bin ich gerne unter Wasser. Sei es zum Tauchen, zum Beispiel während meines Studiums der Meeresbiologie. Aber auch als Mermaid. Unter Wasser muss ich mich nicht mit meinen Mitmenschen auseinandersetzen. Konnte irgendwer ahnen, wie wertvoll meine Fertigkeiten im und unter Wasser einmal werden? Mike Habe ich als pubertierender Jugendlicher Scheiß gebaut? Definitiv. Trage ich deswegen die Konsequenzen? Ja, jeden Tag. Aber diese eine Konsequenz liebe ich aus ganzem Herzen. Auch wenn es manchmal schwerfällt. Könnte ich ohne sie leben? Keinen Tag. Und dann kommt dieser eine Tag, an dem sie in ihr nasses Grab gezogen wird. Können Engel schwimmen? Können sie sie retten? Diese kleine, in sich geschlossene Geschichte gibt Mike eine Antwort auf seine Frage. Aber wird ihm die Antwort gefallen?
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Seitenzahl: 245
Veröffentlichungsjahr: 2020
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J. Reiph
Moderne Engel
Arina und Mike
Impressum
J. Reiph
c/o Jörg Riepenhusen
Egerweg 2a
48151 Münster
Deutschland
Mail: [email protected]
Diese Geschichte ist frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind ganz und gar zufällig und nicht beabsichtigt. Alle vorgestellten Personen, Charaktere, Orte, Veranstaltungen und Handlungen entspringen der Vorstellungskraft des Autoren und sind nicht real.
Copyright by @ Jörg Riepenhusen, 2020, V. 1.0. Alle Rechte vorbehalten.
Covergestaltung durch ungecovert - Buchgestaltung und mehr (Kim Leopold) unter Verwendung von Stockfotos von www.123rf.de (bowie15, Nina Piankova, Dean Drobot) und www.shutterstock.com (Idiz)
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Imprint: Independently published
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Thanats Welten 1 - Tauros
Moderne Engel - Larah und Ben
Das Buch
Arina
Wurde ich früher von meinen besten Freundinnen enttäuscht? Ja, ausgesprochen schmerzhaft. Und das ausgerechnet, als ich sie am meisten gebraucht hätte. Das hat mich geprägt. Es fällt mir schwer, anderen Menschen zu vertrauen und sie an mich heranzulassen. Bin ich einsam? Ja, sehr. Darum bin ich gerne unter Wasser. Sei es zum Tauchen, zum Beispiel während meines Studiums der Meeresbiologie. Aber auch als Mermaid. Unter Wasser muss ich mich nicht mit meinen Mitmenschen auseinandersetzen. Konnte irgendwer ahnen, wie wertvoll meine Fertigkeiten im und unter Wasser einmal werden?
Mike
Habe ich als pubertierender Jugendlicher Scheiß gebaut? Definitiv. Trage ich deswegen die Konsequenzen? Ja, jeden Tag. Aber diese eine Konsequenz liebe ich aus ganzem Herzen. Auch wenn es manchmal schwerfällt. Könnte ich ohne sie leben? Keinen Tag. Und dann kommt dieser eine Tag, an dem sie in ihr nasses Grab gezogen wird. Können Engel schwimmen? Können sie sie retten?
Diese kleine, in sich geschlossene Geschichte gibt Mike eine Antwort auf seine Frage. Aber wird ihm die Antwort gefallen?
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Das Buch
Das Wort am Anfang
Eine Warnung und etwas Theorie
Prolog
Mein Herzblatt
Home, Sweet Home
Die Ostsee hat mich wieder
Eine Segeltour, die ist …
Scheiß Strömung
Unbekannte Retterin
Erst mal zur Ruhe kommen
Recherche
Der nächste Vollpfosten
Mit beiden Füßen voll ins Fettnäpfchen
Mermaid on duty
Gespannte Vorfreude
Ein Abendessen
Familienrat
Die erste Therapiestunde
Neue Gewohnheiten
Fortschritte
Wie schmeckt Glück?
Stilles Gespräch
Mittags in der Mensa
Mermaid undercover
Der Rat der Eltern
Doch kein Vollpfosten
Katastrophen und ein Leuchtturm
Ein Angebot
Verliere Wohnung, gewinne Familie
Die kleine Taucherin
Der Umzug
Sei vorsichtig!
Total geheim
Ist Papa ein Prinz?
Detective Arina
Der Master und ein Angebot
Weihnachten
Die sogenannte High Society
Expedition
Höhlenforschung
Hat jemand Marie gesehen?
Riskanter Plan
Es geht um Marie!
Die Suche nach dem Schurken
So schnell kann ein Leben zu Ende sein
Epilog
Ein dickes Danke
Wer hat’s geschrieben?
Das Wort am Anfang
Vielen Dank, dass Sie mein Buch lesen möchten. Mein Wunsch ist es, Ihnen ein paar Stunden Zerstreuung zu bieten. Ein wenig Ablenkung vom Alltag.
Als ich dieses Buch schrieb, gab es kaum ein anderes Thema als Corona. Sie werden davon gehört haben.
Diese Zeit hat mich in meinem eigentlichen Beruf sehr in Anspruch genommen. Da war es „meine kleine Flucht“, die Geschichte von Arina und Mike zu schreiben. Vielleicht kann ich Ihnen auch eine winzige Auszeit bieten.
Gelegentlich liest man in Rezensionen, dass die Beschreibung oder Fähigkeiten der Protagonisten übertrieben sei. Das mag stimmen.
Aber ich möchte Sie unterhalten, kein Sachbuch oder einen Tatsachenbericht schreiben. Deshalb ist es denkbar, dass Wendungen in dieser Geschichte eventuell, möglicherweise, ganz vielleicht nicht zu einhundert Prozent der Realität entsprechen. Möchten wir in Zeiten von Corona und Co. nicht alle mal ein wenig träumen dürfen? Es ist auch nicht jeder CEO, COB, CIO, CIA oder FBI eines milliardenschweren Konzerns ein eigentlich viel zu junger und sarkastischer Frauenverschleißer mit Sixpack, breiten Schultern und unglaublicher Ausstattung in der Körpermitte, dem nur das nette Mädchen von nebenan begegnen muss, um alle seine schwarzen Seiten verschwinden und ihn treu bis ans Lebensende werden zu lassen.
Also gestehen Sie mir etwas Freiraum bei der Gestaltung meiner Protagonisten zu. Das ist ja das Schöne an erfundenen Geschichten. Man kann sich die Figuren so vorstellen, wie man will. Sie dürfen gerne mal etwas außerhalb der Realität sein. Ich verspreche, es nicht zu übertreiben. Danke.
Viel Spaß im Leben meiner Meerjungfrau Arina und all den großen und kleinen Fischen um sie herum.
Bleiben Sie gesund. Das wünschten wir uns in dieser Zeit sehr oft. Ich denke, solch ein Wunsch passt zu jeder Zeit.
In diesem Sinne.
Ihr
J. Reiph, Mai 2020
Eine Warnung und etwas Theorie
In dieser Geschichte wird es ganz schön nass. Warum? Viele Szenen spielen im Wasser. Meine Protagonisten halten sich dort gerne auf. Wer schon mal getaucht hat, wird sie verstehen. Damit Sie oder Du - darf ich „Du“ sagen? Ist unter Tauchern die übliche Anrede. Danke.
Damit Du einige Bemerkungen und Wendungen der Geschichte besser verstehst, möchte ich ein paar Begriffe erklären. Und eine Warnung aussprechen.
Die zuerst: Meine Protagonistin Arina macht Apnoe-Tauchgänge. Diese macht sie alleine. Das beschreibe ich in dieser Geschichte so, weil es besser zur Story passt. Tatsächlich rate ich auch bei Apnoe-Tauchgängen zum Buddy-Prinzip. Mein Buddy und ich haben es früher immer so gehalten: Einer ist unten, die oder der andere oben und passt auf. Bin ich längere Zeit mit angehaltenem Atem in größerer Tiefe, kann es beim Auftauchen zur plötzlichen Ohnmacht kommen. Details wie Sauerstoff-Partialdruck oder Schwimmbad-Blackout bzw. Aufstiegs-Blackout lasse ich jetzt mal weg.
Ein paar Begriffe solltest Du für diese Geschichte kennen:
Die Unterwasserwelt ist wirklich schön, solange der Mensch Rücksicht nimmt. Ich war selbst oft genug da unten und habe die paar Millionen Liter Druckluft, die ich eingeatmet habe, in wunderschöne, glitzernde Luftblasen verwandelt, die eilig zur Wasseroberfläche strebten.
So, damit ist unser kleiner Tauchkurs beendet. Auf geht’s! Arina und Mike warten schon.
Prolog
Arina
Schwerelos gleite ich an dem Riff entlang. Leider ist heute mein letzter Tag am Roten Meer. Morgen bringt mich mein Flieger zurück nach Deutschland. Sechs Wochen jobben und forschen habe ich hinter mir. Wegen des Fluges darf ich heute nicht mehr mit Druckluft tauchen, deswegen mache ich das, was mir im Wasser den meisten Spaß bereitet. Ich tauche nur mit dem Luftvorrat, den ich vor dem Abtauchen in meine Lunge bekomme. Das erspart mir eine sperrige und schwere Ausrüstung. Es ist ein erhabenes Gefühl, leicht und einfach durch das Wasser zu gleiten. Kein Vergleich zu der Behäbigkeit, wenn man das ganze sonstige Gerödel mitschleppt. Und ich vertreibe die Fische nicht mit meinen Luftblasen beim Ausatmen.
Still schwebe ich über Korallenblöcken. Neugierige Fische kommen mir ganz nahe. In Ruhe und jedes Mal aufs Neue fasziniert, betrachte ich sie. So schön. So still. Aber nicht so friedlich. Denn es geht hier um den evolutionären Dreikampf: Fressen, Fortpflanzen und Überleben.
Sechs Wochen war mein Aufenthalt von den morgendlichen Tauchgängen mit Gästen der Basis bestimmt. Als Guide und Tauchlehrerin habe ich zahlende Gäste der Basis die Schönheiten der Riffe gezeigt. Am Nachmittag habe ich mich meinem Forschungsauftrag gewidmet, den ich für mein Studium der Meeresbiologie und -ökologie angenommen habe. Eine Reihe Studenten hatte den Auftrag, das Vorkommen und die Auswirkungen des Befalls der hiesigen Riffe mit einer bestimmten Seeigelart zu dokumentieren. Denen mangelt es an natürlichen Fressfeinden und die Wassertemperaturen passen ihnen hier mittlerweile ausgesprochen gut. Die Folgen der Globalisierung und des Klimawandels. Die heimischen Korallen dagegen leiden darunter. Ebenso wie die hiesige Fauna. Denn die findet weniger zu Fressen.
Ich gelange zu einem meiner Lieblingsspots an diesem Tauchplatz. Aus mehr als 30 Metern Tiefe ragt ein Korallenblock bis kurz unter die Wasseroberfläche. An den Seiten gibt es eine große Kolonie Rotfeuerfische. Und etwa in der Mitte ist ein Durchbruch in dem Korallenblock. Darin ist ein großer Schwarm Glasfische. Die möchte ich noch einmal sehen. Ein tiefer Atemzug. Einmal sauber in der Hüfte abknicken. Die Beine aus dem Wasser heben und schon drücken sie mich nach unten. Ein Armzug, der erste Druckausgleich, ein paar Flossenschläge und schon bin ich auf 17 Metern angekommen. Hier verharre ich und genieße das Gewimmel des Fischschwarms. Wunderbar. Nachdem sich die von mir verursachten Druckwellen verflüchtigt haben, kommen die Fische immer näher. Bald habe ich etliche ganz dicht vor meiner Maske.
Ist das herrlich! Was habe ich diese Ruhe in den letzten Wochen vermisst. Mit meinen Schülern oder meinen Gästen hatte ich nie die Ruhe. Das ist wie ein Rudel Schafe, das geführt werden muss. Manche sind dabei schlimmer als ein Sack Flöhe. Die ständigen Ermahnungen, nichts anzufassen, verpuffen leider viel zu schnell. Die Nachmittage waren auch nicht so viel besser. Gut, mein Tauchpartner fasste nichts an und war recht geübt. Dafür waren wir mit Schreibtafeln und Kameras behängt. Das Zählen der Seeigel und dokumentieren der Schäden lässt wenig Freiraum für genussvolles Betrachten der wimmelnden Unterwasserwelt.
Auch wenn ich gut im Apnoetauchen bin, nach drei Minuten muss ich doch langsam wieder nach oben. Das Risiko eines Blackouts beim Auftauchen möchte ich vermeiden. Immerhin verstoße ich gegen das eherne Buddy-Prinzip und bin alleine unterwegs. Ein kurzer Kontrollgriff an meinen Oberschenkel bestätigt, dass meine minimale Notausrüstung noch an Ort und Stelle ist. Mein Notatemgerät sitzt in seinem Holster. Das ist eine Miniaturpressluftflasche mit direkt angeflanschtem Atemregler. Die winzige Flasche hat ein Volumen von unter einem halben Liter. Bei 200 bar Fülldruck sind das immerhin fast 80 Liter Luft. Verfange ich mich irgendwo, kann ich daraus atmen und gewinne Zeit, um mich zu befreien. Dazu kommt mein kleines, aber ungemein scharfes Messer am Unterschenkel. So viel Sicherheit muss sein.
Ich durchstoße die Wasseroberfläche mit meinem Schnorchel. Ein kräftiger Luftstoß befreit ihn vom eingedrungenen Wasser und ich kann frische Luft in meine Lungen saugen. Schnorchelnd setze ich meine Expedition fort. Unter mir sehe ich meinen Schatten. Die langen Flossen, die ich speziell für das Apnoetauchen verwende, lassen mich riesig erscheinen. Tatsächlich bin ich einen Meter und achtundsiebzig Zentimeter lang. Meine Figur ist selbst im Neoprenanzug als sehr schlank zu bezeichnen. Ich muss mir ein Grinsen verkneifen, als ich mir vorstelle, wie meine Silhouette wohl mit einer meiner Monoflossen aussehen würde. Bei einer Monoflosse habe ich ein sehr breites Flossenblatt und miteinander verbundene Fußteile. Damit kann ich die Beine nur parallel bewegen. Leider ist die Flosse zu groß für meine Reisetauchtasche.
Mit dieser Flosse sähe mein Schatten wie der einer Meerjungfrau aus. Jetzt überrollt mich die Erheiterung wirklich. Ja, verdammt, ich erfülle jedes Klischee.
Erstens: Ich tauche gerne. Am liebsten Apnoe. Darin bin ich gut. Zweimal habe ich es zur deutschen Jugendmeisterschaft im stationären Zeittauchen gebracht. Den deutschen Tiefenrekord mit Flossen für jugendliche Frauen habe ich nur ganz knapp verfehlt.
Zweitens: Ich bin schlank, habe der Natur aber eine durchaus weibliche Ausstattung zu verdanken.
Drittens und Achtung, jetzt geht es los: Ich habe lange, lockige und ROTE Haare. Von Natur aus. Manches Mal nerven die Haare. Beim Abtrocknen und der Pflege, aber auch bei den Männern. Jeder, aber auch wirklich jeder, spricht mich darauf an. Sie abschneiden? Nein, das bringe ich nicht fertig. Dazu erinnern sie mich zu sehr an meine Mutter. Früher hat sie mir gerne die Haare gekämmt. Als Kind hat sie mir dabei vorgesungen. Später war es immer unsere Zeit zum Quatschen. Ich muss bei diesen Erinnerungen schlucken. Auch nach all den Jahren fällt es mir schwer, mit diesen Gedanken umzugehen. Denn ein anderes Bild meiner Mutter drängt sich nach vorne. Ihr Name. Auf einem Grabstein. Und daneben der meines Vaters. Sieben lange Jahre ist das jetzt her.
Viertens: Meine meerblauen Augen passen auch so sehr ins Klischee, dass es fast nicht wahr ist. Dazu habe ich eine reine Haut und, wie MANN nicht müde wird zu betonen, ein hübsches Gesicht.
Fünftens: Als echte Rothaarige habe ich eine wenig pigmentierte Haut. Selbst nach sechs Wochen Ägypten bin ich nur zart gebräunt, während meine drei mich begleitenden Kommilitonen knackbraun sind. Also bin ich blass. Wie eine Meerjungfrau, die in den Tiefen des Ozeans lebt.
Sechstens: Und jetzt der absolute Klischeeknüller. Ich betreibe Mermaiding. Ja, ohne Quatsch. Ich gebe Kurse, wie man sich als Meerjungfrau, als Mermaid, unter Wasser bewegt. Wie man lustige Luftblasen macht. Und ja, ich habe zuhause Fischschwänze liegen. Wegen meiner Mähne muss ich keine Perücken tragen. Und weil ich ausgesprochen lange die Luft anhalten kann, werde ich oft gebucht. Für Fotosessions und als Kinderattraktion in Zoos und Aquarien. Oft werde ich in den großen Meerwasseraquarien eingesetzt, wenn sich Kindergruppen angekündigt haben. Die Mitarbeiter der Einrichtung erklären den Kindern die Unterwasserwelt und ich lenke ihre Aufmerksamkeit mit meinen Kapriolen auf das Geschehen. Hinterher treffen sie mich - rein zufällig - am Rand eines Beckens wieder. Bis dahin habe ich fix meine Haare getrocknet und es werden haufenweise Fotos gemacht. Das bringt mir einen guten Verdienst, den ich neben meinem Studium gut gebrauchen kann.
Denn siebtens: Ich studiere Meeresbiologie und -ökologie. Was auch meinen Aufenthalt hier am Roten Meer erklärt. Meinen Bachelor in Biologie mit Schwerpunkt in marinen Lebensformen habe ich bereits in der Tasche, mit 22 Jahren, und arbeite schon an meinem Master. Anschließend träume ich von einer Promotion, aber davor steht noch die Frage der Finanzierung.
Und zu guter Letzt achtens: Ich heiße Arina. Klingt das nicht ein wenig wie Arielle? Peng, Klischees satt. Da ist es quasi ein Muss, dass ich mich in der Unterwasserwelt so wohl fühle.
Wehmütig denke ich daran, dass ich morgen das letzte Frühstück im Hotel einnehme. Ein Luxus, den die Uni uns gönnt. Wir müssen uns nicht selbst verpflegen. Übermorgen kann ich mich wieder mit meiner WG wegen des Inhaltes, oder der Leere, des Kühlschrankes herumärgern.
So ganz langsam kriecht die Sonne gen Horizont. Mit Bedauern nehme ich Abschied von der mir liebsten Welt. Jetzt heißt es, den Rest an Ausrüstung ausspülen, den Anzug so gut es geht trocknen und alles für den Rückflug verpacken. In den nächsten Monaten bleibt mir „nur“ die Ostsee als Tauchrevier. Auch vielfältig und faszinierend, aber trotzdem kein Vergleich zu dieser bunten, warmen, hellen, tollen Landschaft des Roten Meeres. Ade. Bis zum nächsten Mal. Wenigstens beginnt der Sommer in Deutschland jetzt.
Mein Herzblatt
Mike
Was kann es Schöneres geben, als am Morgen vom Duft eines frisch gebrühten Kaffees geweckt zu werden? Spontan fällt mir nicht viel ein. Doch, eines gäbe es. Wenn sich der liebste Mensch an dich kuschelt und dich so weckt. Meine Freude versiegt. Das wird so schnell nicht geschehen. Der Mensch, der mir das Liebste schenkte, lebt nicht mehr. Und meine kleine Tochter lebt in ihrer Welt. Sie ist Autistin. Aber deswegen hängt mein Herz nicht weniger an ihr. Nur von sich aus hat sie leider wenig Bedürfnis, zu mir ins Bett gekrabbelt zu kommen. Eine kleine Träne verlässt meinen Augenwinkel. Ich liebe meine sechsjährige Tochter mit der ganzen Kraft meines 22 Jahre alten Herzens.
Ergeben seufze ich. Der Tag wartet auf mich. Bevor ich unter die Dusche springe, schlurfe ich ins Erdgeschoss. Aus der Küche höre ich ein fröhliches Summen. Kordula, unser guter Geist des Hauses, verbreitet ihre (fast) immer sonnige Stimmung in ihrem Reich. Kordula ist Mitte fünfzig und so lange ich denken kann, Haushälterin im Hause meiner Eltern. Eine Haushälterin? Ja, wir haben auch einen Gärtner und einen Fahrer für meinen Vater. Unser Familienunternehmen ist eine weltweite Größe im Bereich Landwirtschaft, Gewächshäuser und Nahrungsmittelproduktion. Ja, wir sind reich. Schwer reich. Meine Eltern legen aber sehr viel Wert darauf, dass wir soziale Projekte und Talente fördern. Unser Haus ist angesichts unseres Reichtums eher unspektakulär. Groß? Ja. Komfortabel? Auf alle Fälle. Überbordender Luxus und die allseits vermuteten goldenen Wasserhähne? Nein. Für solchen Schnickschnack geben meine Eltern kein Geld aus. Eine teure Luxusjacht oder Wohnungen an den High Society-Spots weltweit? Nein. Lieber fördert mein Vater einen hoffnungsvollen Studenten, als für so etwas Geld auszugeben. Diese Investitionen haben sich in der Vergangenheit durchaus rentiert. So sind wir perfekt in der Wissenschaftswelt vernetzt. Etliche arbeiten sogar für uns. Das hat uns bereits viele Patente eingebracht, die unseren Wirtschaftsbüchern gute Einnahmen bringen.
Und meine Rolle? Ich bin der klassische Sohn. Der Erbe und potentielle Firmenlenker. Mein Vater ist Mitte fünfzig. Meine Mutter gute zehn Jahre jünger. Als einziges Kind bin ich mit dem sprichwörtlichen goldenen Löffel im Mund geboren worden. Trotzdem hatte ich eine normale Kindheit. Ich bin auf kein Eliteinternat geschickt worden. Vielmehr hat meine Mutter mich mit liebevoller Hand erzogen. Auch mein Vater hat es mir trotz seines vollen Terminplanes nicht an Aufmerksamkeit und Zuwendung fehlen lassen.
Ich habe ein Gymnasium hier im Ort besucht. Hatte und habe meinen Freundeskreis. Und ich hatte meine rebellische Phase. Da war ich 15. Ich lernte ein Mädchen kennen. Sie war schon 17. Obdachlos und drogenabhängig. Meine Eltern haben sie abgelehnt. Trotzdem oder gerade deswegen habe ich sie geliebt. Oder habe es gedacht. Sie wurde schwanger. Trotz ihrer Ablehnung haben meine Eltern sich um ihre medizinische Versorgung gekümmert. Kaum war unsere Tochter auf der Welt, fiel sie in alte Verhaltensmuster zurück. Kurze Zeit später hatte sie es mit den Drogen übertrieben und starb. So war ich mit 16 alleinerziehender Vater. Bald stellten wir Verhaltensauffälligkeiten bei meiner Tochter fest. Irgendwann haben die Ärzte Autismus diagnostiziert. Also war ich noch Schüler und hatte die Verantwortung für ein behindertes Kind. Ich kann es meinen Eltern gar nicht hoch genug anrechnen, dass sie mich massiv unterstützen. Sie kümmern sich um ihr Enkelkind. Meine Marie, mein Schatz, fehlt es an keiner Förderung. Sie bekommt alle Liebe, die sie sich wünschen kann. Was wir aber nicht bekommen, ist die typische unbeschwerte Liebe eines Kindes. Es ist weder den Therapeuten noch uns gelungen, den Panzer zu ihrer Welt zu knacken. Egal, was wir versuchen.
Mich hat die Verantwortung für Marie schnell aus meiner rebellischen Phase zurückgeholt. Ich habe mich auf die Schule konzentriert und ein brauchbares Abi gemacht. Nun studiere ich Maschinenbau und höre Vorlesungen zur Betriebsführung als Rüstzeug für meine zukünftige Aufgabe als Leiter und Lenker unseres Unternehmens.
All diese Gedanken verfliegen, als mir Kordula einen köstlichen Kaffee in die Hand drückt. Mit einem Kuss auf die Wange danke ich ihr. Lachend streicht sie über mein Gesicht, wie sie es schon gemacht hat, als ich noch ein Kind war. Sie ist eigentlich keine Angestellte, sondern ein Familienmitglied, das zufällig für uns arbeitet. Uns ist klar, dass sie auf dem Grundstück in einem der Angestelltenhäuser leben kann, so lange sie es will. Sie wird immer einen Platz an unserem Tisch haben. Denn eigentlich ist sie alleine auf der Welt. Sie hat weder Mann noch Kinder. Für sie sind wir ihre Familie.
Nach einem leckeren Frühstück mache ich mich fertig und schleiche in das Zimmer meiner Tochter. Sie sitzt in ihrem Bett und blättert in einem Kinderbuch. Ich muss gar nicht hinsehen. Jeden Morgen gehört es zu ihrem Ritual dieses Buch zu betrachten. Arielle - die kleine Meerjungfrau. Ihre stärkste Reaktion auf die Umwelt ist, wenn wir ihr einen Arielle-Film im Fernsehen anstellen. Den verfolgt sie mit glänzenden Augen. Mittlerweile haben wir jeden, aber auch wirklich jeden kindgerechten Meerjungfrauenfilm zuhause, der je verkauft wurde.
Sanft gebe ich ihr einen Kuss auf den Kopf. Sie lässt es geschehen. Aber so gerne würde ich von ihr eine Umarmung oder wenigstens ein Lächeln zurückbekommen.
Nach einer herzlichen Verabschiedung von meiner Mutter fahre ich zur Uni und bin wieder der vorbildliche Student. Ohne Einkommenssorgen und mit einem stets gefüllten Kühlschrank. Ich bin schon privilegiert.
Home, Sweet Home
Arina
Boah, meine nächste Butze ist im Erdgeschoss! Mühsam habe ich meine Tauchtasche und den normalen Koffer in den vierten Stock unseres Wohnhauses geschleppt. In diesem deutlich in die Jahre gekommenen Wohnhaus ist unsere WG. Die Wohnung teile ich mir mit zwei anderen Mädchen. Sie sind recht nett. Aber Ordnungsliebe ist nicht ihre hervorstechendste Charaktereigenschaft. Deshalb bin ich gespannt, was mich erwartet, wenn ich gleich die Wohnungstür öffne. Sicherheitshalber wappne ich mich.
Uuuuuund? Vorsichtig schiebe ich die Tür auf. Ungläubig stoße ich sie auf. Wie sieht es denn hier aus??
Na, das hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Es ist aufgeräumt. Die Schuhe stehen ordentlich im Regal. Keine Jacken, die auf dem Boden liegen. Vorsichtig gehe ich in die Wohnung. Die Küche ist gleich links vom Eingang. Die Tür ist nur angelehnt. Ich luge in den Raum. Keine Geschirrberge. Keine Pizzakartons. Unfassbar.
Was ist mit meinen Mitbewohnerinnen passiert? Haben Aliens der guten Sorte ihre Körper übernommen?
Mein Zimmer. Das ist hinten rechts am Ende des Flurs. Mucksmäuschenstill ist es in der Wohnung. Warum höre ich keine Musik aus den anderen Zimmern? Haben die Aliens sie entführt?
Ich stelle meine Taschen im Flur ab und öffne meine Zimmertür. Keine abgestandene Luft. Keine Fremden in meinem Bett. Kein Chaos.
Plötzlich springen zwei Mädchen hinter der Tür hervor.
„DU BIST ZURÜCK!!!!“
Jubelnd fallen sie mir um den Hals. Laut kreischen sie mir in die Ohren. In den nächsten Minuten versichern sie mir unüberhörbar, dass sie mich vermisst hätten.
Lachend verziehen wir uns in die Küche. Sie haben tatsächlich einen Kuchen gebacken. Bei dem und einem leckeren Kaffee quetschen sie mich über meinen Aufenthalt in Ägypten aus. Natürlich erhoffen sie sich Details über heiße Flirts mit Urlaubsgästen. Damit kann ich allerdings nicht dienen. Auf solche Sachen lasse ich mich nicht ein. Außerdem hat mehr als die Hälfte der flirtwilligen Kerle direkt mit dem NoGo-Spruch angefangen. Es gibt eine Anmache, bei der gehen bei mir direkt alle Schotten runter.
„Hat dir schon mal einer gesagt, was du für tolle Haare hast?“ Das ist die freundliche Version. Und ja, du Depp, das hat gefühlt die Mehrheit der männlichen Erdbevölkerung getan. Warum denkt sich nicht mal einer was Originelles aus?
„Hey Feuerkopf, wenn ich dich sehe, stehe ich sofort in Flammen.“ Das ist die nächste Eskalationsstufe.
Spätestens, wenn einer mit dem Spruch kommt: „Hast du überall rote Haare?“ ist definitiv Schluss.
Es mag sein, dass ich in der Beziehung überempfindlich bin. Aber es ist eben so. Kerle, die mir so kommen, haben direkt verschissen. Das mag an meiner Vergangenheit liegen. Innerlich seufze ich.
Als ich 15 Jahre alt war, sind meine Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen. Ich kam in eine Pflegefamilie. Die Pflegemutter war ja ganz nett, aber der Pflegevater wurde recht zügig zudringlich. Deswegen kam ich ins Heim. Die Jahre bis zu meiner Volljährigkeit waren nicht einfach. Erst aus einer intakten Familie heraus gerissen worden zu sein. Dann in meiner Trauer auch noch bedrängt zu werden. Und schließlich musste ich mich in einer gänzlich fremden Umgebung behaupten. Meine schulischen Leistungen machten mit 15 einen Knick, was jeder verstand. Sonst hätte ich wahrscheinlich ein Schuljahr übersprungen. Weniger habe ich verstanden, warum viele meiner bisherigen Freunde sich von mir distanzierten. Für einige war ich plötzlich zur „Unberührbaren“ geworden. Mit 16 kam ich in eine betreute Wohngruppe. Das war schon wesentlich besser. Ich habe mich regelrecht in meinen Büchern und Schulaufgaben vergraben. Meine sozialen Kontakte waren eh schon gering geworden. Also war das Teil meiner Trauerbewältigung. Durch eine Sondergenehmigung musste ich nicht raus aus der Wohngruppe, als ich im Januar 18 wurde. Ich durfte bis zu meinem Abi dort wohnen bleiben. Mein Abi war das Beste des Jahrgangs, das nur am Rande. Aber es gab weder Mutter noch Vater oder sonstige Angehörige, die das mit mir hätten feiern können.
Glücklicherweise hatten meine Eltern vorgesorgt. So konnte ich mit 18 mein WG-Zimmer beziehen. Meine Ablenkung waren erst die Schule und später mein Studium. Und alte Sportkollegen aus dem Tauchverein, in dem ich vor dem Tod meiner Eltern bereits Mitglied war. Einige Vereinskollegen haben mich zu Tauchgängen mitgenommen. Ich durfte kostenlos Mitglied sein. Meine Ausrüstung setzte sich aus Spenden zusammen. Die Hilfe meines Vereines vergelte ich heute durch kostenlose Tauchkurse, die ich abhalte. Die Einnahmen kommen komplett dem Verein zu Gute. Und der Sportwart ist selbst begeisterter Apnoetaucher. Er hat mich an diese Disziplin herangeführt. Der Sport wurde für mich neben der Schule zu einem guten Ventil.
Es war nicht immer leicht. Oft vermisse ich meine Eltern. Ihren Rat. Meine Gespräche mit meiner Mutter, die wir früher häufig geführt haben. Aber grundsätzlich versuche ich, positiv zu denken (außer bei blöden Anmachsprüchen). Durch meine Konzentration auf mein Studium bin ich heute in der glücklichen Lage, mein Bachelorstudium ein halbes Jahr vor der Regelstudienzeit beendet zu haben. Sogar mit Bestnoten. Das hat mir Anerkennung bei den Profs eingebracht. Ich hatte Ökologie und Biologie mit dem Schwerpunkt marine Ökosysteme belegt. Mein Masterstudium Meeresbiologie läuft gut. Neben den klassischen Themen Aquakultur und Marikultur habe ich meinen Schwerpunkt auf die Nutzung pflanzlicher Ressourcen bei der Gewinnung von Nahrung aus dem Meer gesetzt. Das Thema ist noch vergleichsweise wenig verbreitet. Ich sehe darin aber eine Zukunft. Für mich, aber auch für die Menschheit. Deswegen habe ich auch keine Probleme gehabt, ein Thema für meine Masterarbeit zu bekommen. Sie haben mir auch schon signalisiert, mich bei einer Promotion unterstützen zu wollen. Ich muss nur die Finanzierung in trockene Tücher kriegen. Die Rücklagen meiner Eltern sind weitgehend aufgebraucht. Meine Nebenjobs decken meine Lebenshaltungskosten. Aber großartig sparen geht nicht.
Nun ja. Noch habe ich etwas Zeit. Zuerst den Master, dann mal weitersehen.
Jetzt im Moment freue ich mich über meine Mitbewohnerinnen. Über ihren Empfang. Und über die aufgeräumte Wohnung.
Ach ja, sogar der Kühlschrank ist voll. Sie haben sogar einige meiner Lieblingsspeisen eingekauft. Manchmal kann man mit den Mitmenschen auch Glück haben.
Die Ostsee hat mich wieder
Arina
Welch ein Unterschied. Grünliches, trübes Wasser mit maximal fünf Metern Sichtweite im Vergleich zu dem Roten Meer. Sieben Millimeter Neopren statt fünf. Mit Kapuze statt ohne. Aber wenigstens Wasser.
Ich habe ein Thema für meine Masterarbeit. Die Uni hat ein Projekt aufgelegt, wie man auch in unseren Breitengraden das Meer noch intensiver als Anbaufläche für ertragreiche Pflanzen nutzen kann. Dafür legen wir unterschiedliche Felder an. Verschiedene Substrate als Untergrund werden ebenso geprüft, wie verschiedene Algenarten. Sorgen macht uns die Sauerstoffarmut der Ostsee wegen deren Überdüngung. Gesponsert wird die Forschungsaufgabe von einem großen deutschen Konzern, der in diesem Segment Fuß fassen will. Mein Prof ist hellauf begeistert, den Zuschlag bekommen zu haben. Für mich und ein paar weitere Studenten fallen damit Masterthemen an, deren Finanzierung gesichert sind.
Jeder von uns hat eigene Felder, deren Überwachung uns obliegt. Regelmäßig fahren wir raus und messen, protokollieren und fotografieren. Heute ist Sonntag. Im doppelten Sinne. Es ist Sonntag und ein Sonnentag. Also beschließe ich, meinen klapperigen Kombi mit meiner Apnoeausrüstung zu beladen und einen Abstecher zu meinen Feldern zu machen. Ich will nicht das komplette Programm durchziehen, sondern nur mal nachsehen. Dazu muss ich kein großes Gerödel, also Trockentauchanzug, Tauchgerät und so weiter mitnehmen. Neoprenanzug, Gewichtsgurt, die Sicherheitsausstattung und ABC genügen. Natürlich wieder meine langen Apnoeflossen.
So fahre ich die Strecke zum Strandabschnitt, vor dem mein Feld liegt. Bojen kennzeichnen das Areal. Alleine bin ich heute nicht. Nebenan ist ein öffentlicher Badestrand. Mit vielen Besuchern, wie mir die Parksituation verrät.
Etwas weiter hinten finde ich einen Stellplatz für mich. Unter Knarzen gibt die Fahrertür dem Druck meiner Arme nach. Ich frage mich, wann die Tür komplett klemmt. Ach, hätte ich das Geld, würde ich mir einen Bus kaufen. Mit Standheizung. Ein Traum bei Wintertauchgängen.
