Mopedzombies - Bums Revolver - E-Book

Mopedzombies E-Book

Bums Revolver

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Beschreibung

Bums Revolver präsentiert "Die Busbestie Teil 2" "MOPEDZOMBIES" Synopsis: "Oberkommissar Blaosiegel ist zurück! Diesmal aus einem Untergrundbunker agierend, sind die Nachwehen des Busbestienvorfalls deutlich spürbar und bringen ihn, sowie seine Gefolgsleute, an niemals geglaubte Grenzen! Doch sind die Untoten die einzige Bedrohung?" Die Trilogie um unseren triebigen Kultkommissar geht in die nächste Runde. Härter, besser, und noch politisch unkorrekter!

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Seitenzahl: 203

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Moped, das

Zombie, der

Wortart:

Substantiv, Neutrum

Substantiv, maskulin

Rechtschreibung

Worttrennung: Mo|ped

Zom|bie

Bedeutungsübersicht

Kleinkraftrad mit geringem Hubraum und begrenzter Höchstgeschwindigkeit

1. Im Wodukult wieder belebter Untoter

2.Toter, der ein willenloses Werkzeug dessen ist, der ihn zum Leben erweckte

Synonyme

Highriser, Mokick;

(schweizerisch)

Stinkmumie

Motorvelo; (schweizerisch

Stöhnfried

umgangssprachlich) Töffli

Aussprache

Betonung:

Moped

Zọmbie

Herkunft

zusammengezogen aus Motorveloziped oder Motor und Pedal

englisch zombi(e) westafrikanisch Wort

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 - Conduit

Kapitel 2 - Erster Kontakt

Kapitel 3 - Verbale Schelle aus der Zelle

Kapitel 4 - Die Ratten, die ich rief

Kapitel 5 - Die Pflicht ruft

Kapitel 6 - Fisting Firemen

Kapitel 7 - Der Trojaner

Kapitel 8 - Bittere Pille

Kapitel 9 - Wo ist Hedena?

Kapitel 10 - Sequels, Brüste und Tränen

Kapitel 11 - Der nackte Wahnsinn

Kapitel 12 - Jennie

Kapitel 13 - Tiefgründigkeit

Kapitel 14 - Eiserne Kante

Kapitel 15 - Die in den Krieg ziehen

Kapitel 16 - F.H.X

Kapitel 17 - Hör mal, wer da hämmert

Kapitel 18 - Anfang und Ende

Kapitel 19 - Feind in Sicht

Kapitel 20 – Von Kämpfen und Künsten

Kapitel 21 - Nemesis

Kapitel 22 - 2 Fährten, 1 Ziel

Kapitel 23 - Masterplan

Kapitel 24 - Zusammenführung

Kapitel 25 - Resignation

Kapitel 26 - Der König und sein Zepter

Kapitel 27 - Gravunder ist geschehen

Kapitel 1 - Conduit

6 Monate sind vergangen. Nachdem die Ereignisse der Busbestienmorde eine Stadt an seine Grenze brachte, scheint wieder so etwas wie Normalität in Branasien eingetroffen zu sein. Die Leute gehen ihrem Alltag nach und alles scheint wieder friedlich und seinem geregelten Gang zu laufen. Doch einen Menschen lässt dieses epische Ereignis nicht los.

Der 39 jährige Theodor Schranz ist vernarrt in die Geschichte um Oberkommissar Blaosiegel und seinen Mitspielern. Die Dokumentation mit dem Namen „Codename Fritz“ hat auf Youtube bereits 720 Millionen Clicks abgestaubt und hat unter Branasiern inzwischen Kultstatus erreicht.

Seine Schlafzimmerdecke hängt voll mit Schnipseln und Screenshots von sämtlichen Mitstreitern vom besagten Ausnahmezustand, der der Stadt fast das Licht ausknipste, aber auch unermesslichen Reichtum bescherte.

Gerade frisch geschieden, da seine ehemalige Frau nicht mehr mit der Faszination eines mordenden Busfahrers mitsamt dämonischer Spermien mithalten konnte, beginnt er auch seinen Freundeskreis verstärkt in die Tonne zu kloppen, indem er ihnen klar machen will welch unglaubliches Potenzial in der gefilmten Katastrophe steckt.

So geht er zum gemeinsamen Spieleabend mit selbstgebasteltem Merchandise. Einer Blaosiegel „He´s a Man“ Minifahne oder peinlich zusammengeknitterte Aluhüte mit Hämmer Inschrift zieren sein Outfit. Um der Banalität noch intensiverem Ausdruck zu verleihen, kommt Theo sogar mit Camcorder zum besagten Treffen. Um seinen Helden gedanklich ein Stückchen näher zu sein, ist sein Ziel den ganzen Abend zu filmen. Die Hoffnung besteht dass auch er ein solch atemberaubendes Abenteuer erlebt um ebenfalls ein angesagter Youtube Star zu werden. Mit bereits angeschalteter Kamera klingelt er bei seiner guten Freundin Brigitte, die zum besagten Abend einlud.

-DINGDONG-

Theo

Heydiho, wie geht´s denn so?

Brigitte

Oh Theo, kannst du

denn nicht mal an

was anderes denken?

Du bist immer so

schlecht drauf. Hey,

hast du meine neue Fahne

schon gesehen?

Brigitte

Ich bin begeistert.

Möchtest du rein

kommen oder den

ganzen Tag filmen?

Theo

Um ehrlich zu sein würde

ich beides gerne tun.

Brigitte

Theo, wir wollen Karten spielen.

Da werden heute keine

Raketen einschlagen.

Stramm wie der Fuchs, lässt sich Theo jedoch nicht beirren und betritt das Wohnzimmer Brigitte´s mit einer ekelhaft abschreckenden Laune einer Litfaßsäule. Ebenfalls im Raum sind Jennie und Knut, die genauso kopfschüttelnd nicht fassen können welch ungekrönter Anblick sich ergibt.

Jennie

Ey nein Theo!

Mach das Scheißding aus

oder ihr könnt alleine spielen!

Theo

Hast du etwa was zu verbergen, Jennie?

Du bist wohl auch ein Hex-Rattunte´L, wie mir scheint?

Jennie

Ne, hab einfach keinen

Bock auf deinen Stalker-

Scheiß. Warum hängst du

Immer noch an dieser komischen

Geschichte fest?

Theo kann das Gesagte nicht begreifen und legt seinen heiligen Aluhut beiseite. Es ist für ihn von allergrößter Bedeutung alle Leute in seinem Umkreis von der Wichtigkeit des Busbestienvorfalls zu überzeugen.

Theo

Warum wollt ihr denn nicht

verstehen das alles, was vor

einem halben Jahr passiert ist,

uns heimsuchen wird? Was muss

denn noch geschehen damit….

Brigitte

GENUG! Theo, wir machen

uns langsam aber sicher

Sorgen um dich!

Theo

Um mich? Mir geht’s doch

blendend! Was ist bloß los

mit euch das ihr nicht wahrhaben

könnt oder wollt das….

Auch Knut schaltet sich dazwischen, wohlwollend in der Absicht die Frauen in ihren Meinungen zu unterstützen und Theo als einen hängengebliebenen Trottel zu outen.

Knut

Was mit uns los ist? Du stehst hier mit

einem Hut aus Alufolie und einer

Kamera in der Hand während du deine

kleine Blaosiegelfahne wedelst.

ES IST VORBEI, THEO! Es war ein netter

Gag, aber mehr auch nicht. Leb doch

jetzt mal dein Leben weiter. Deine Frau

hast du doch schon verloren. Reicht dir

das nicht?

Theo

Meine Frau war intolerant!

Und langsam beschleicht mich

das Gefühl das ihr alle keinen

Deut besser seid.

Brigitte

Theo, das war ein Film im Internet.

Es war wirklich schön dass die das

alles hier gefilmt haben aber es wird

Zeit wieder in die Realität zu kommen.

Theo

Ich möchte jetzt nicht

mit euch streiten und biete

euch an die Kamera auszuschalten

während wir spielen. Aber die Sachen

lasse ich an. Ich habe nichts anderes

dabei.

Knut

Setz dich einfach hin. Und bitte

lass dieses leidige Thema jetzt

einfach mal unter den Tisch fallen

solange wie wir spielen, ok?

Theo

Einverstanden.

Und so vergehen mehrere Stunden amüsanter Spiele. Von Blackjack über Poker bis Arschloch, wurde die gesamte Palette der Kartenspiellandschaft abgedeckt. Doch als Brigitte sich nach einiger Zeit auf den Pott verabschiedet, beginnt Theo wieder in alte Verhaltensmuster zu fallen und seine Leidenschaft wieder aufleben zu lassen.

Kurz nachdem Brigitte das Zimmer verlässt, fängt Theo an unruhig zu werden und sich an den Fingernägeln zu spielen. Getoppt wird das Ganze als er beginnt an selbigen zu kauen. Er tippt mit dem Finger auf dem Tisch herum, legt hastig ein Bein über das andere und windet sich wie ein kleines Kind im Babystuhl hin und her, bis er letztendlich beschließt seinen Aluhut wieder aufzusetzen.

Theo

Ahhh, besser!

Knut

Theo, wir hatten eine

Abmachung!

Theo

Sie hatten eine Aufgabe!

Nur eine einzige Aufgabe

dass sie sich melden.

Erinnerst du dich?

Grossartige Szene!

Knut

Theo!

Theo

Ist ja schon gut.

Jennie

Du solltest wirklich was tun, Theo.

So geht das doch nicht weiter mit

dir. Hast du bei dem Arzt angerufen

den ich dir empfohlen habe?

Theo

Laut meinen Internetrecherchen

handelt es sich um einen illegalen

Einwanderer. Keine Zeit meine

nicht vorhandenen Probleme mit

solch einem Sekret zu besprechen!

Jennie

Ich geb´s auf! Lass dir nur gesagt

sein das Brigitte bereits vor Olga

schon was von dir wollte.

Vielleicht reißt du dich einfach mal

ein bisschen zusammen.

Im gleichen Atemzug hört man die Spülung bereits aus der Distanz und Brigitte begibt sich wieder zum Stammtisch.

Theo legt mit Hochdruck seinen Aluhut wieder beiseite. Das kollektive Schweigen löst in ihr jedoch reine Skepsis aus.

Brigitte

Hab ich…..was verpasst?

Theo

Nicht doch, Brigitte.

Wie geht’s deinen Titten?

Jennie

THEO!

Theo

Sorry, ist mir so

rausgerutscht.

Knut

Wahrscheinlich ist das

wieder diese Lyrik in ihm.

Theo

Ich wusste das du es nicht

vergessen hast. GIB MIR FÜNF!

Erwartungsvoll reißt sich Theo von seinem Platz hoch und schmeißt dabei seinen Stuhl um.

Wie ein Arbeiterdenkmal steht er mit erhobenem Arm im Raum, bereit zum Abklatsch mit Knut.

Knut

Du hast sie wirklich nicht

mehr alle beisammen!

Brigitte

Nehmt ihm sein Fanatismus doch nicht

so übel. Das macht aus ihm ja nun kein

schlechten Menschen.

Jennie

Ich glaube du hast eh den besten

Draht zu ihm. Knut, wir lassen die

beiden am besten allein. Vielleicht

kann Brigitte ihm ein bisschen

Vernunft eintrichtern.

Theo

Genau Knut. Vielleicht kannst

du Jennie mal zeigen wie man

ein Trichter ansetzt!

Jennie verdreht die Augen und begibt sich bereits zur Haustür. Die Aussagen Knut´s gleichen einem schlechten Schatten Joachim Blaosiegel´s.

Jennie

Du scheinst deinen Charakter im

Klo runtergespült zu haben.

Schade drum. Brigitte, dir viel

Glück ihn wieder einzurenken.

Aber Hoffnung habe ich da keine

mehr!

Theo geht weiter seinen Weg und lässt sich, während des wiederangefangenen Wedelns mit der Fahne, nicht umstimmen und grinst dabei wie ein trotziges Honigkuchenpferd über beide Backen. Jennie und Knut verlassen anschließend die Wohnung von Brigitte, welche im Nachhinein alles daran setzen wird Theo wieder auf die richtige Bahn zu geleiten. Sie stellt sich vor ihm hin, rauft sich dabei durch die Haare und sagt:

Brigitte

Sag mal Theo…..was fasziniert dich

eigentlich so an dieser Geschichte?

Ich meine, ich gucke auch Filme und

Serien, habe somit auch meine

Vorlieben.

Aber was du machst ist schon ein

bisschen seltsam, findest du nicht?

Theo

Ich finde eher dass ihr alle naiv

in die Tonne guckt während ihr

nicht begreifen wollt, welch Unheil

über uns kommen wird.

Brigitte

Du kannst davon ja halten was du

willst, aber du musst dich doch nicht so

maskieren. Wie sieht´s denn mit Arbeit

aus? Hast du die Bewerbung als

Zeitungsausträger schon abgeschickt?

Theo

Youtube wird mich reichmachen!

Ich werde nicht Informationsdienstleister

für minderwertige Geschöpfe sein!

Brigitte sieht somit keinen anderen Ausweg mehr als mit den Waffen der Frau zu argumentieren und beginnt sich obenrum zu entblößen.

Brigitte

Pass auf, du Lappen. Als du noch

Verkaufsleiter im Bereich für weiße Ware

warst, hattest du sowas wie Sexappeal.

Und ich glaube, dass deine Antennen

einfach mal neu ausgerichtet werden

müssen damit du wieder klar kommst,

wenn du verstehst was ich meine?

Brigitte greift Theo ans Gemächt:

Theo

Und du möchtest damit sagen,

dass, wenn ich meine Motivation

aufgebe, du bereit wärst eine

kleine schmutzige Affäre mit

mir anzufangen?

Brigitte

So weit gehe ich noch gar nicht.

Brigitte

Ich will dass du den Boden mit mir

aufwischt! Jetzt sofort!

NIMM MICH!

Theo

Da muss ich erst mit meinem

Vorgesetzten sprechen.

Hahahaha, einer meiner

Lieblingsszenen!

Brigitte

Halt die Fresse und hol den

Schwanz aus der Hose!

Brigitte schlägt voller Empörung Theo die dumme Fahne aus der Hand und reißt ihm den Strunzhut vom Kopf. Ein 30 minütiges Fellatioorchester ertönt durch die gesamte Wohnung und ist sogar im Treppenhaus deutlich wahrzunehmen. Die halbe Palette des Kamasutras wird in einem 3 stündigen Marathon ein zähes Ende finden, denn als Theo voller Manneskraft gerade am Heck der schlabbernden Nymphe verweilt, entfleucht ihm folgender Satz als er dabei ist beide Parteien auf einer rosa Wolke ins Shangri-La zu stoßen.

Theo

Scheißt wohl auf die Belange

der Patienten wenn du gebumst wirst, was?

Du willige Schlampe!

Brigitte

Was…..was hast du gesagt?

Theo

Du musst weitermachen!

Loss, sag es!

Sag, wie hart du gebumst wirst!

ICH KOMM GLEICH!

Brigitte

DU EKEL!

Brigitte lässt postwendend von Theo ab, dreht sich um und befördert ihn mit einem gezielten Tritt vom Sofa.

Brigitte

Du widerlicher Scheißkerl!

Zieh dich an und verpiss dich!

Ich will dich nie wieder sehen!

Völlig entmachtet, zieht sich Theo seine Sachen wieder an und setzt sich als krönenden Abschluss seinen Hut wieder auf. Bevor er die Wohnung verlässt, lässt er es sich nicht nehmen seinen Helden ein weiteres Mal zu zitieren:

Theo

Ich komme wieder!

Aber bestimmt nicht in dir!

Brigitte

HAU AB!

Kapitel 2 – Der erste Kontakt

Theo nimmt seine Kamera, bemerkt dass sie die ganze Zeit angeschaltet war und verlässt selbstbewusst die Wohnung. Er gelangt auf die bereits menschenleeren Straßen die von Dunkelheit umgeben sind. Die tiefe Nacht ist eingekehrt.

Feststellend, dass es bereits 2 Uhr in der früh ist, obligt es nicht mehr seiner Macht mit dem Bus zu seinem geliehenen Trailer, den er sein Zuhause nennt, anzugelangen. Die Busse fahren nicht mehr. Der vollste Vollmond erleuchtet die Straßen Branasiens zugunsten unseres filmenden Vollpfostens, der nun zu Fuß seine fahrbare Krücke aufsuchen muss.

Das Zirpen der Grillen und einige Wölfe in weiter Distanz sind das Spannendste, was die Kamera aufzunehmen vermag.

Doch wie es der Zufall so will, ereilt auch Theo das Schicksal der Faulheit und versucht eine Abkürzung zu seinem Wohnsitz zu erhaschen, indem er den bereits abgesperrten städischen Friedhof Branasiens versucht zu überqueren. Er springt mit der Kamera im Anschlag über das Gitter.

Dichter Nebel streicht vom Boden empor, begleitet mit dem unsäglichen Krächzen der auf den Bäumen sitzenden Krähen, deren Augen im Dunkeln in der Kamera funkeln.

Hellhörig wird Theo aber erst, als er ein verdächtiges Rascheln aus den Büschen wahrnimmt und mehrere maskierte Männer schnellen Schrittes von A nach B laufen. Theo versucht alles um das Ereignis kameratechnisch festzuhalten, doch sein Akkustand blinkt bereits rot auf. So versucht er schnell auf die andere Seite des Hofs zu gelangen um der eventuell aufkommenden Gefahr entgegenzuwirken.

Kurz bevor der Dickicht sich legt und die Abgrenzung des Hofs leicht erkennbar wird, hört er ein Stöhnen und Ächzen aus nächster Nähe. Doch der bereits erwähnte Nebel in Bodennähe machen es fast unmöglich das Gehörte mit Bildern zu unterlegen.

Plötzlich reicht eine Hand nach dem rechten Bein Theodor´s, welcher sich ruckartig vom Greifer befreit und einige Schritte nach hinten ausweicht.

Die Situation nicht begreifend, beginnt er sich umzusehen um andere Fluchtwege in Betracht zu ziehen, als kurzerhand eine leise und sehr schwache Stimme vom Boden ruft:

????

Bitte helfen sie mir, ich bin in Gefahr!

Bitte helfen sie mir!

Verwundert geht Theo wieder einige Schritte nach vorne und versucht mit Wegwischbewegungen den Nebel soweit abzuschwächen um eventuelle Konturen sichtbar zu machen.

Er schafft es und bemerkt, dass ein Mann auf dem Boden liegt und versucht wegzukriechen. Traurigerweise fehlt ihm ein Bein. Der unbekannte Mann sagt:

????

Bringen sie mich hier weg.

Ich bin der Friedhofswärter und ich sage

Ihnen…..SIE ALLE LEBEN!

Theo lässt vom Wärter ab und schlägt auf seine Kamera ein um sie wieder funktionell werden zu lassen. Leider vergebens. Und das Stöhnen und Ächzen sind wieder in vollem Umfang wahrnehmbar.

Der Wärter wird unter brachialem Geschrei zurück in den Dickicht gezogen, woraufhin ein extrem blendender Nebelscheinwerfer hinter Theo erstrahlt und den gesamten Friedhof für wenige Sekunden komplett erhellt.

Theo wird Zeuge wie eine Horde voll Untoter sich fresstechnisch an dem Friedhofswärter laben, indem sie seine Innereien herausreißen und verspeisen.

Aus der Ecke des Scheinwerfers ertönt eine Ansage via Megafon, welche besagt:

????

HIER IST GESPERRTE ZONE!

VERLASSEN SIE DEN BEREICH UMGEHEND

ODER SIE WERDEN UMGEHEND ERSCHOSSEN!

Im Dodging Stil sowie Rumhüpferei ala´ Super Mario, rennt er wie ein Sprinter Richtung der entfernten Gitterstäbe und hechtet, wie ein Pottwal am Sandstrand, über die Abgrenzung. Er verletzt sich dabei leicht am Bein, ist jedoch durch Adrenalinüberproduktion noch in der Lage schnellen Schrittes das befriedete Besitztum zu verlassen um schnellstmöglich die Polizei aufzusuchen.

Doch eine Frage stellt sich Theodor nichts desto Trotz. Macht es überhaupt noch einen Sinn die Polizei aufzusuchen. Der Umschwung hat begonnen.

Die einzige Frage die sich hierbei stellt ist:

Wer wird es ihm glauben?

Theodor muss auf Nummer sicher gehen und nimmt den Schmerz des blutenden Beines in Kauf und läuft mehrere Kilometer eine schlecht beleuchtete Landstraße hinauf. Das Smartphone ist beim Abenteuer geschrottet worden. Was bleibt ist die direkte Anzeige in einem Polizeirevier. Seine Hoffnung besteht in einem vorbeifahrendem Auto, welches seinen deutenden Daumen aber konsequent missachtet und einfach an ihm vorbeifährt.

Wenige Meter nach Einreten eines Platzregens stoppt aber der Wagen abrupt auf der Straße und fängt an zu hupen. Die Rettung scheint nahe und die Anzeige bei der Polizei nur noch eine Formsache. Theo schleift sein lädiertes Bein hinter sich her, läuft zum anhaltendem Auto und steigt ein.

Ein Mann mit Umhang und Kapuze sitzt am Steuer, durch sein Outfit aber nicht identifizierbar. Theo beginnt ganz höflich die Konversation:

Theo

Vielen Dank für´s Mitnehmen.

Sie glauben nicht was ich durchgemacht habe!

Lassen sie mich bitte vor dem Polizeirevier raus?

????

Ich kann das tun!

Die Frage ist…..wissen sie

worauf sie sich einlassen?

Theo

Ich denke schon.

Ich muss lediglich eine Anzeige aufgeben.

Sie glauben nicht was ich auf dem Friedhof

gesehen habe.

????

Ich konnte es auch nicht glauben als ich

es das erste mal sah. Aber es ist

wahr….und ich werde es beweisen!

Theo

SIE WISSEN DAVON?

Von den untoten Zombies die da

rumlaufen und Menschen fressen?

Es hat begonnen, oder?

????

Was sind das? Zommpies?

Und was hat begonnen?

Wollen sie mich hinters Licht führen?

Theo

Nein, auf keinen Fall! Tut mir leid.

Ich wollte ihnen nicht auf den Schlipps treten!

????

Ich rede von den Gräbern mit

den Namensmauern davor.

Leute machen Geld mit sowas.

Sie stellen die Toten zur Schau!

Ich werde die alle zur Rechenschaft

ziehen!

Theo

Ähh, ok.

Können sie mir sagen wann

wir ungefähr da sind?

????

Wenn sie, wie ich, auch von dem

Gesehenen die Schnauze voll haben

biete ich ihnen an meiner Revolution

beizutreten. Hier meine Karte!

Theo

Ok, ich melde mich vielleicht bei ihnen.

Ich gehe jetzt rein und mache meine

Anzeige. Vielen Dank fürs mitnehmen!

????

Gern geschehen.

Kapitel 3 - Verbale Schelle aus der Zelle

Theo steigt aus dem Wagen und humpelt zum Polizeirevier. Als er sieht das der seltsame Unbekannte wieder weg fährt, holt er die Visitenkarte aus der Tasche um sie wegzuschmeißen. Doch kurz nach Zerreißen und vor dem Wurf in die Tonne, stechen ihm Fragmente der Karte ins Auge, die wieder zusammengesetzt das Wort „HEDENA“ offenbaren. Leicht verwundert öffnet er die Tür zum Präsidium um die Anzeige zu stellen. Ein schwer übergewichtiger Mann, der gerade dabei ist ein Hotdog zu inhalieren, wirkt recht überfordert als er ihm am Schalter begegnet. Mit Ketchupflecken am Hals „begrüßt“ er Theo:

Polizeibeamter

Ähhm….guten Abend.

Was führt sie denn zu dieser späten

Stunde noch hierher?

Theo

Herr Wachtmeister, hören sie genau zu.

Ich muss eine Anzeige aufgeben. Ich

komme gerade vom Friedhof und dort

passieren unheimliche Dinge. Dort sind

maskierte Menschen und die Toten stehen

wieder auf.

Der Polizeibeamte sieht Theo einige Sekunden an bevor er unter den Tisch greift und ein rotes Telefon hervor holt. Er dreht an der Wählscheibe und hält eine kurze Kommunikation mit der anderen Seite:

Polizeibeamter

Ja, ich bin´s. Wir haben ein faules

Ei im Nest!…….ok, bis gleich!

Theo

Was heißt das jetzt?

Polizeibeamter

Bitte nehmen sie dort hinten Platz.

Wir kümmern uns gleich um sie!

Theo

Ok, danke!

Nach einigen Minuten des Wartens erscheint eine schwer gepanzerte und bewaffnete Armee und stellt sich einschüchternd vor Theo. Einer der Männer fragt den Polizeibeamten:

Bewaffneter Mann

Ist er das, Chubby?

Chubby

Ich hab dir schon 1000 mal gesagt

dass du mich nicht so nennen

sollst. Ich heiße……

Bew.Mann

Ist das ein ja?

Chubby

Jaaaaa!

Bew.Mann

Wunderbar. Wenn sie uns einmal

folgen würden, der Herr!

Theo

Ja, kein Problem.

Wenn sie mir nur kurz sagen würden…..

Bewaffneter Mann

EIN BISSCHEN SCHNELLER

WENN ES GEHT!

Theo

Ok Ok, hab ich denn was

falsch gemacht?

Bewaffneter Mann

Wir stellen die Fragen. Und jetzt

halten sie die Klappe!

Alle gehen zusammen aus dem Polizeirevier und betreten den dahinter liegenden Hof. Über einen langen abgesperrten Gang,der stark abgedunkelt daherkommt, geht Theo inmitten der Armee, während die hinterliegenden Leute mit ihren Gewehren auf ihn zielen. Sie gelangen an einen Hinterhof zu einigen Containern, wo stereotypisch die Hunde bereits am bellen sind. Sie betreten einen der Container und Theo wird in eine der innenliegenden Zellen gesperrt.

Bewaffneter Mann

Rein da, na Los.

Theo

Was hab ich denn gemacht?

Ich wollte doch nur eine

Anzeige stellen. Wieso werde

ich jetzt eingesperrt?

Bewaffneter Mann

Wird sich alles aufklären.

Und jetzt rein da und Fresse halten.

Theo versteht die Welt nicht mehr. Er fügt sich jedoch und betritt die Zelle. Einer der Männer schließt die Zelle hinter Theo zu und bis auf einen Wachmann verlassen alle den Container.

Lange Zeit passiert nichts und Theo wird langsam ungeduldig. Er fragt die davor sitzende Wache um etwas zu trinken. Dieser reagiert jedoch nicht ansatzweise. Theo wird langsam sauer:

Theo

Hey, was ist hier eigentlich los?

Die Mopedzombies sind im

Anmarsch, hab ich recht?

Der Wachmann zuckt kurz auf als Theo die Mopedzombies ins Spiel bringt. Theo schöpft Hoffnung und spielt mit der Idee weiterzubohren, als plötzlich Chubby den Container betritt.

Chubby

Hallo Sie! Es tut mir leid wegen dem

Umstand. Aber wir müssen Protokoll

einhalten um auf Nummer sicher zu

gehen.

Theo

Chubby….ein Glück sie zu sehen!

Machen sie die Tür auf.

Die Mopedzombies werden kommen

und uns alle töten!

Chubby

Bleiben sie ruhig, Mister!

Der Chef kommt gleich und dann

werden wir sehen ob sie Rekrut oder

Sklave sind. Ich geh jetzt erstmal was

essen!

Chubby, nein. Sie müssen mich

hier rausholen bevor alles zu spät

ist. Sie werden kommen!

Wachmann

Ruhe da drinnen. Sonst komm ich rein

und hole ihn raus….

Meinen Schlagstock meine ich!

Theo

Hören sie….ich habe ganz genau gesehen

dass sie gezuckt haben als ich von den

Zombies sprach. Sie glauben mir!

LASSEN SIE MICH RAUS!

Die Tür des Containers öffnet sich und eine von Theo bekannte Person betritt zusammen mit 2 weiteren Wachmännern das Zwangsgemäuer.

Theo

Ich glaub nicht was ich sehe….

Sie sind…..sie sind….

Hämmer

Inspektor Hämmer. Schön sie

kennenzulernen. Wie ist ihr Name

wenn ich fragen darf?

Theo

Ich meine….ich träume doch nicht,

oder? Das ist doch Realität.

Sie sind Inspektor Hämmer!

DER Inspektor Hämmer….!

Sie kennen mich, wie es scheint.

Dem Hut nach zu urteilen spreche

Ich gerade mit einem Fan.

Ich….ich weiß nicht was ich sagen

soll. Ich bin so gerührt, ich glaub ich

muss weinen!

Dafür ist später noch Zeit. Jetzt möchte

ich sie bitten mir einige Fragen zu

beantworten, Herr….?

Schranz….Theodor Schranz.

Meine Güte ist das alles aufregend!

Freut mich, Herr Schranz.

Sie sind also ein riesiger Fan der

riesengroßen Geschichte die hier vor

einem halben Jahr stattfand, ist das

korrekt?

Einer der Wachmänner bewaffnet sich mit Stift und Zettel und lauscht den kommenden Worten Theo´s.

Theo

Inspektor…es ist meine totale

Leidenschaft geworden. Blaosiegel und seine

Männer haben mein Leben für immer verändert.

Entschuldigung, ich bin sehr ergriffen und muss

kurz weinen.

Hämmer

Theodor, bitte reißen sie sich für einen

Moment zusammen.

Sagen sie….wissen sie was eine

Shockumentary ist?

Theo

Ich mag kein Sport.

Können sie mit dem Begriff

„Found Footage“ etwas anfangen?

Ist das nicht diese komische

Filmart von Studenten die denken

sie wären Regisseure?

Genau das. Theodor….können sie sich

vorstellen exakt so einen Film zum Opfer

gefallen zu sein?

Das war kein Film!

Theodor….vor einem halben Jahr ging

es Branasien wirtschaftlich sehr schlecht.

Ich und ein paar andere Leute haben

daraufhin eine Idee entwickelt, um Cash

in die Täsch zu produzieren.

DAS WAR KEIN FILM!

Uns kam die Idee mit dem „Found

Footage“ Film……Theodor….das was

sie sahen waren gekaufte Schauspieler.

Nichts davon war echt!

Wenn nichts davon echt war,

wieso werde ich dann eingesperrt?

Um sicher zu gehen dass….

WENN NICHTS DAVON ECHT WAR,

wieso hab ich gesehen wie Blaosiegels Schwanz

in Mechthild´s Dose verschwand?

Es ist ein leichtes zu zu tun als…

WENN NICHTS DAVON ECHT WAR,

WIESO STEIGEN DIE TOTEN AUS DEN

GRÄBERN EMPOR UND WIESO WERDE

ICH AUF DEM FRIEDHOF VON MASKIERTEN

HEINIS FAST ERSCHOSSEN?

Hämmer beginnt zu schweigen während der Wachmann am Protokoll sich seine Finger wund schreibt. Der Inspektor spielt an seinen Fingern rum und holt ein Foto aus der Tasche, auf dass er sekundenlang starrt.

Theo

Warum lügen sie, Inspektor?

Die Mopedzombies kommen und

sie sperren mich hier ein als wär

ich Schuske. Ich habe alle Zombiefilme

gesehen. Ich kann helfen!

Hämmer starrt weiter sekundenlang auf das Bild ohne sich dabei zu bewegen.

Theo

Wenn nichts davon echt war….

wieso nennen sie sich Hämmer?

Hämmer erhebt sich ruckartig von seinem Hocker und zeigt lediglich mit dem Finger auf Theo, woraufhin die 2 Wachmänner mit ihren Gewehren auf diesen zielen.

Er geht einige Schritte zurück an die Zellenwand und hebt die Hände, als Hämmer die Zellentür aufschließt und selbige betritt. Er sieht Theo einige Sekunden in

die Augen und erkennt das Selbstbewusstsein eines Löwen!

Er nimmt sein Walkie Talkie in die Hand und sagt:

Hämmer

Hämmer an Zentrale…..

Zentrale

….(knister…..krächz….)

Was gibt´s?

Gib mir mal den Türsteher.

……Ok…..Moment…..

Eiserne Stille. Doch plötzlich erscheint eine lautstarke Stimme:

????

MIT FREUDE AM APPARAT, OVER!

Theo

Ich kenne diese Stimme!

Ich kenne diese Stimme!

Das ist doch….

Hämmer

KLAPPE JETZT!

Hey, ich bin´s. Sag,

wart ihr vorhin auf´m Friedhof?

????

EIN ROUTINE EINGRIFF DER MIT

BRACHIALSTER MACHT VON

STATTEN GING, OVER!

Hämmer