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Die Idylle einer spätsommerlichen Kleingartenanlage wird emfindlich gestört durch den Mord an einer jungen Frau. Der Freund erfährt, dass sie schwanger war. Er weiß, dass er nicht der Vater sein kann. Die eifersüchtige Ehefrau eines aufstrebenden Lokalpolitikers scheint nicht ohne Schuld. Eine Gartenfreundin ist in der Lage, über Mustopf und Bohnen schnibbeln hinweg zu denken.
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Seitenzahl: 16
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Petra Dieckhoff
Mord im Maiglöckchenweg
Kurzkrimi
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Kapitel 1: Mord im Maiglöckchenweg
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Impressum neobooks
Winnie zog ihr pinkfarbenes T-Shirt höher und drehte sich vor dem Spiegel hin und her. Doch da musste noch was runter. Fünf Kilo? Mindestens. Sie reckte ihr Kinn und sog schnuppernd die Luft ein.
„Kann das sein, dass Beckmanns um die Zeit noch grillen?“
„Nee, glaub ich nich. Wieso?“
„Riechste das denn nich?“
„Wat soll ick'n riechen?“
Winnie, die Zahnbürste wie einen Taktstock hin und her wedelnd, ging auf das geöffnete, kleine Fenster des Laubenwohnzimmers zu, griff über ihren Mann hinweg und schob den bunten Vorhang beiseite.
„Mensch Rudi, bei Jankowskis brennts.“
Schon hatte Rudi das Handy in der Hand.
„Wiechert hier. Schnell kommen Sie! Bei unsern Nachbarn brennts. Wie? Wo? Na hier, in der Kolonie Grüner Daumen, Maiglöckchenweg 12.“
Baumhohe Flammen schlugen jetzt aus der Laube gegenüber, so dass auch Wiecherts Laube hell erleuchtet war. Winnie hielt die Luft an, sie wollte etwas sagen, aber ihr blieb vor Schreck nur der Mund offen stehen. Rudi stieg hastig in seine Joggingklamotten und lief hinaus. Von weitem war das Tatütata der Feuerwehr zu hören. Die Gartenfreunde Thomas und Erich kamen angerannt. Ihre Frauen keuchten hinterher. Da bog auch schon der Löschwagen der Feuerwehr in den Maiglöckchenweg ein.
In einer knappen dreiviertel Stunde war das Feuer gelöscht, die ganze Zeit unter fachkundiger Beobachtung und Kommentierung der Gartenfreunde. Der Einsatzleiter, Oberbrandmeister Böckler, hatte sich an die Männer gewandt und gefragt, ob sie jemanden gesehen hätten, vielleicht einen Fremden, der hier nicht her gehörte. Seit einigen Wochen hätten sie öfter in Kleingartenanlagen Feuer löschen müssen.
„Meinen Sie, hier ist ein Feuerteufel unterwegs?“, fragte Rudi Wiechert.
„Wir wissen es nicht“, meinte Herr Böckler.
