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Abomo, eine Witwe, die im Süden Kameruns im Dorf ihres verstorbenen Mannes lebt, erfährt eines Tages, dass ihr ältester Sohn im Wald erschossen worden ist. Es stellt sich heraus, dass Esson von seinem Cousin ermordet wurde. Weder die Dorfbewohner noch ihre eigene Familie unterstützen Abomo bei dem Versuch, den Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Die grausame Tat verweist einerseits auf die Schattenseiten der dörflichen Bräuche und Traditionen - der Hass der Dorfbewohner auf die Witwe und der Kampf um das Erbe sind mögliche Mordmotive. Andererseits bilden im Hintergrund die dunklen Machenschaften der "Großen" und die Hilflosigkeit der "Kleinen" die Folie für das schreckliche Geschehen. Abomo zerbricht schließlich an ihrem Schicksal.
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Seitenzahl: 107
Veröffentlichungsjahr: 2012
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Philomène Atyame
Mord ohne Anklage
Eine Erzählung nach wahren Ereignissen in Kamerun
ATHENA
Literaturen und Kulturen Afrikas
Band 5
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.d-nb.de> abrufbar.
1. Auflage 2011
Copyright © 2011 by ATHENA-Verlag,
Mellinghofer Straße 126, 46047 Oberhausen www.athena-verlag.de
Alle Rechte vorbehalten
Datenkonvertierung E-Book: le-tex publishing services GmbH, Leipzig
ISBN (Print) 978-3-89896-203-2 ISBN (ePUB) 978-3-89896-817-1
»Mein Name stammt zwar aus dem Süden, aber mein Geist aus dem Westen und meine Liebe aus dem Norden.«
Für alle meine Verwandten,
die die erinnerungsreichen
Namen Ndja und Ze tragen
Esson, eigentlich Ossom, starb 198… in einem Dorf im Süden Kameruns, erschossen im Wald von einem Verwandten, der bis heute unbestraft geblieben ist.
Der Fall Ossom verjährte 199… Daher ist diese Erzählung keine Klage. Sie ist lediglich die Bekanntmachung einer dieser Grausamkeiten, die die Natives im Süden Kameruns zwingt, ihre Heimatdörfer zu verlassen. Unsere Dörfer liegen in einem Dschungel, in dem man sich Tag und Nacht bedroht fühlt. Aber nicht unsere wilden Tiere, nein, es sind unsere Menschen dort, die uns Angst machen, aber nicht ihre Hexerei, nein, es sind ihre Jagdgewehre, die unser Leben dort immer mehr gefährden.
Todesfälle wie der Ossoms kommen selten vor, aber es gibt sie! Die demnach unvermeidliche Frage, ob unsere Jäger überhaupt einer Überprüfung unterzogen werden, bevor ihnen der Kauf und Gebrauch eines Jagdgewehrs gestattet wird, bedarf einer juristischen Antwort. Aber da bestimmt noch viele Jahre vergehen werden, bis die Justiz über dieses Thema ein Wort verliert, sollten wir zumindest jetzt anfangen, darüber nachzudenken, wie wir jener Landflucht vorbeugen können, die langsam, aber sicher unsere Dörfer zu einer menschenleeren Wildnis macht.
Ort, Zeit, Namen aller Personen und z. T. ihre Lebensumstände habe ich geändert, um die Anonymität zu wahren und die in Wirklichkeit betroffenen Personen vor Repressalien zu schützen.
»Abomo, Abomo, wo bist du?«, erkundigte sich Katha mit angstvoller Stimme.
»Hier, hier in der Küche. Was ist passiert?«
»Etwas Fürchterliches! Etwas Fürchterliches!«, wiederholte sie seufzend.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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