Mörderische Ferien - Andrea Lutz - E-Book

Mörderische Ferien E-Book

Andrea Lutz

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Beschreibung

Sandra möchte ihren wohlverdienten Urlaub an der Ostsee genießen. Leider findet sie am Strand weder Bernstein, noch einen Hühnergott. Auch Frank wollte eigentlich nur ein paar geruhsame Tage mit Angeln am See verbringen. Und zu guter Letzt wären da noch Giovanna und Peter, die ohne Anhang verreisen...

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Seitenzahl: 29

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Andrea Lutz

Mörderische Ferien

Drei kriminelle Urlaubsgeschichten

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Mörderische Ferien

Der Tote am See

Petermännchen

Impressum neobooks

Mörderische Ferien

„Und Tschüss!“ mit diesen Worten drehte Sandra Römer den Haustürschlüssel zweimal um, rüttelte noch einmal an der Klinke und ging, ihren Trolley hinter sich herziehend in Richtung des wartenden Taxis. Sandra hatte beschlossen, endlich mal richtig Ferien zu machen. In den vergangenen zwölf Jahren hatte sie zwar ab und zu ihren kleinen Laden für einige Tage dicht gemacht, was aber nicht hieß, dass sie ihren Heimatort Bad Wildbad verlassen hätte. „Hier ist es schön“, sagte sie sich, „ich lebe in einem touristisch hoch erschlossenen Gebiet, warum sollte ich wegfahren?“ Aber mit den Jahren wuchs die Sehnsucht, mal etwas ganz Anderes zu sehen und so machte sie sich an diesem sonnigen Septembertag auf den Weg an die See, genauer: Die Ostsee. Nach einer kurzen Taxifahrt lagen noch gute acht Stunden in der Bahn vor ihr, inklusive viermal umsteigen. Das war zwar anstrengend, aber die günstigste Art von Bad Wildbad im Schwarzwald an ihren Zielort Warnemünde an der Ostsee zu kommen.

Die S-Bahn und der Regionalexpress waren pünktlich. Sandra hatte keine Probleme in Karlsruhe den ICE Richtung Berlin zu erreichen. Karlsruhe – Berlin, das war der längste Abschnitt ihrer Fahrt. Sie hatte sich einen Fensterplatz im Abteil reserviert. Auf die Geräuschkulisse im Großraumwagen konnte sie gut verzichten. Sandra hievte ihren Trolley auf die Gepäckablage, hing einen Stoffbeutel und ihre Handtasche an den Kleiderhaken neben ihrem Kopf und machte es sich für die kommenden Stunden so gemütlich wie möglich. Nur kurz durch den Zugbegleiter gestört, nickte sie ein und wurde erst durch einen lauten Rums der Abteiltür unsanft geweckt. Sie warf einen Blick nach draußen: Frankfurt Hauptbahnhof. Eine Frau, schätzungsweise Mitte Vierzig,

fragte: „Ist hier noch was frei?“ Als Sandra bejahte, drehte sie sich um und rief: „Margot, ich habe Plätze gefunden, kommst du?“

Dann schob sie ihr Gepäck herein und ließ sich Sandra gegenüber auf den Sitz fallen. Gleich darauf kam besagte Margot und setzte sich neben sie. Eigentlich wollte Sandra noch ein wenig weiter schlafen, ihre beiden Mitreisenden unterhielten sich jedoch ziemlich lautstark, da war an Ruhe nicht zu denken. Trotzdem schloss Sandra die Augen und lehnte sich wieder in ihre Ecke. Sie bekam natürlich das komplette Gespräch mit und erfuhr, die beiden Frauen waren ebenfalls auf dem Weg nach Warnemünde, ihre Sitznachbarin hieß Heike Vollmer und war verheiratet, Margot hingegen genoss anscheinend ihr Singledasein. Heike sprach ziemlich abfällig über ihren Ehemann. Margot stimmte in diese Schimpfkanonade nicht ein. Sandra erfuhr noch mehr. Heikes Mann Kurt verdiene recht gut, und Heike hatte die Vermutung, er habe eine außereheliche Beziehung. „Das glaube ich dir nicht“ Margot schüttelte den Kopf, „er wollte doch mit dir zusammen ein paar Tage wegfahren, war das nicht so?“ „Schon, sagte Heike grinsend, „aber ich nicht mit ihm! „Und überhaupt, soll er doch tun und lassen was er will“ meinte sie, „Hauptsache er lässt mich in Ruhe.“ Dann kramte sie in ihrer Handtasche. Heraus kam eine kleine Flasche Weinbrand, die sie in einem Zug austrank. „So, jetzt kann der Urlaub beginnen“ meinte sie zu Margot gewandt, „möchtest du auch?“ Sie hielt die leere Flasche hoch, „ich habe noch Nachschub!“ „Nein danke“ Margot schüttelte missbilligend den Kopf. „Mensch Heike, es ist echt peinlich! Um diese Uhrzeit wäre ein Kaffee angebrachter“ Margots Stimme wurde leiser. Mit einem schnellen Seitenblick schaute sie in Sandras