Morgen des Zorns - Jabbour Douaihy - E-Book

Morgen des Zorns E-Book

Jabbour Douaihy

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Beschreibung

Ein Sohn begibt sich auf die Suche nach seinem ihm unbekannten Vater, der bei einer Blutfehde zwischen Familienclans erschossen wurde. Zwanzig Jahre nachdem ihn seine Mutter in die USA geschickt hat, kehrt Elija in den Libanon zurück. Er ist ein zerrissener Mensch, der ständig Geschichten über die eigene Herkunft erfindet. Getrieben von der Frage nach seinen Wurzeln, sucht Elija in seinem Heimatdorf Nachbarn, Freunde und ehemalige Feinde seines Vaters auf. Doch wer immer ihm seine Geschichte von jenem Massaker im Jahr 1957 erzählt, es ist eine andere. Jabbour Douaihy wurde mit diesem Roman Finalist des arabischen Booker-Preis.

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Seitenzahl: 508

Veröffentlichungsjahr: 2012

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Hanser eBook

Jabbour Douaihy

Morgen des Zorns

Roman

Aus dem Arabischen von Larissa Bender

Carl Hanser Verlag

Die arabische Originalausgabe erschien 2006 unter

dem Titel (Matar Haziran) bei Dar an-Nahar in Beirut.

Das Zitat auf S. 102 stammt aus Thornton Wilder, Die Brücke von San Luis Rey, aus dem Amerikanischen von Herberth E. Herlitschka, © S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1951.

Die Übersetzung aus dem Arabischen wurde mit Mitteln des Auswärtigen Amtes unterstützt durch litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.

ISBN 978-3-446-24102-2

© Jabbour Douaihy, Dar an-Nahar, Beirut, Libanon 2006

Published by arrangement with Raya Agency and Marco Vigevani, Agenzia Letteraria

Alle Rechte der deutschen Ausgabe

© Carl Hanser Verlag München 2012

Datenkonvertierung E-Book: le-tex publishing services GmbH, Leipzig

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Für Samir Qassir

I

Man informierte uns erst am nächsten Tag. Sorglos ließ man uns schlafen, im oberen Stockwerk, im Saal des Ostflügels, wo durch die weit geöffneten Fenster der Geruch des nahe gelegenen Flusses und bei Sonnenaufgang die Stimmen der Muezzine zu uns hereindrangen; wo wir die Hitze der Juninächte zu vergessen versuchten, indem wir die wenigen Autos beobachteten, die durch die Straßen fuhren; und miteinander Streitigkeiten ausfochten, bei denen sich die frechen faulen Schüler an den Trägern dicker Brillen rächten, die uns die Lehrer als Vorbild für Fleiß hinstellten.

Es war kurz vor sieben, als der Direktor, gefolgt vom Pförtner des Internats, ins Klassenzimmer trat. Wer von uns von Müdigkeit überwältigt worden war – und das waren viele an jenem Montagmorgen –, hob den Kopf. Frère Ambroise würde nicht in Begleitung von Dschamîl al-Râsi hier auftauchen, wenn es nur um die schlechten Ergebnisse der Mathematikarbeit ginge oder weil er Wind davon bekommen hatte, dass wir am Vortag Volkslieder mit lateinischen Kirchenhymnen vermischt und den maronitischen und katholischen Familien vorgesungen hatten, für die die Schulkirche sonntags ihre Tore öffnete. Auf solche Regelwidrigkeiten pflegte der Direktor mit seinem mit beißenden Worten verzierten Französisch zu antworten. Sein Akzent verwirrte uns indes mehr als die Namen der tropischen Vögel und Wüstenreptilien, die er der ganzen Klasse oder einzelnen von uns an den Kopf warf. Dschamîl al-Râsi hingegen war mit seiner hageren Statur und seiner schweigsamen Art das Auge der Schule und die Verbindung zur Außenwelt. Er verhandelte mit den Demonstranten, wenn die Rädelsführer in den vorderen Reihen die Menge bis zum Schulportal führten, welches auf den Markt der Kupferschmiede hinausging, weil sie hofften, dass der Unterricht – und sei es auch nur ein einziges Mal – ausfalle und sich die Schüler dem Umzug anschließen könnten, mit dem sie gegen die dreifache Aggression gegen Ägypten protestierten. Wer dringend etwas benötigte, dem lieh er Geld, und er überbrachte den Internen unter uns knapp gefasste Ratschläge der Eltern:

– Anîs, du sollst anständig essen und darfst die Schule nicht heimlich verlassen, um dich in den Straßen herumzutreiben. Die Lage ist zu unsicher …

Wenn einer von ihnen in die Stadt herunterkam, um Einkäufe zu erledigen oder im Rathaus eine Grundstückshypothek zu bezahlen, ging er bei Dschamîl vorbei und hinterließ bei ihm ein Stück Ziegenkäse oder ein paar Nudeln mit Zucker für uns. Es war allein seine, Dschamîls, Aufgabe, Dinge zu vermitteln, die wir, so hatten wir das Gefühl, unmöglich auf Französisch verstehen konnten. Denn die Sprache, die wir in unseren Büchern mit den melancholischen Bildern uns zu entziffern bemühten und die den schwarz gekleideten Frères so flüssig von der Zunge ging, bezeichnete unserer Meinung nach Dinge, die in anderen Milieus zu Hause waren, welche nichts mit der Welt zu tun hatten, die uns umgab. Für unsere Realität, für unsere Namen, dafür hatten wir eine eigene Sprache, unsere Sprache.

Dschamîl al-Râsi lehnte sich mit dem Rücken gegen den Türrahmen und sagte in trockenem Ton:

– Die Schüler aus Barka sollen ihre Bücher einpacken …

Das war sein Auftrag: den muslimischen Schülern mitzuteilen, dass sie am Opferfest einen zusätzlichen Tag freihatten, ebenso die griechisch-orthodoxen einen Tag am orientalischen Osterfest. Oder die Kinder aus den schneebedeckten Bergdörfern zwei Stunden vor Unterrichtsende nach Hause zu entlassen. Wenn die Aufsicht durch die Lehrer nachgelassen hatte, wurden seine Ankündigungen mit Rufen und Pfiffen aufgenommen. Bei uns aber, »den Schülern aus Barka«, verwandelte sich die Bekanntgabe des frühzeitigen Unterrichtsendes in Niedergeschlagenheit bei den Älteren, in stumme Freude über einen aus den Fugen geratenen Wochenbeginn bei den Kleinen. Aber uns alle erfasste eine böse Vorahnung über das Bevorstehende.

Als wir Dschamîl al-Râsis Worte vernahmen, sammelten wir nicht in aller Eile lärmend unsere Sachen ein, wie die Schüler angesichts einer solchen Ankündigung es sonst zu tun pflegten. Frère Ambroise konnte es sich trotz seiner offensichtlichen Sorge um uns nicht verkneifen, seine Befehle auf Französisch zu erteilen, und bestätigte damit unsere Vermutung, dass er zwar Arabisch verstand, es aber vor uns verheimlichen wollte, um uns in eine Falle tappen zu lassen:

– Und macht keinen Lärm auf der Treppe!

Augenscheinlich wollte er einen Teil seiner Autorität zurückerlangen, die durch seine allzu rasche Zustimmung zu unserer Entlassung untergraben worden war. Man hatte ihn wohl von der lebenswichtigen Notwendigkeit dieser Maßnahme überzeugt. Ein plötzliches Schweigen legte sich über Hunderte externer Schüler, die gerade erst eintrudelten. Als sähen sie uns zum ersten Mal in ihrem Leben, starrten sie uns an, wie wir, unsere Ranzen auf dem Rücken, den Hof überquerten. Wir gingen an der kleinen Holztribüne vorbei, wo wir uns, jede Klasse für sich, vor Photo Davidijân aufzustellen pflegten, um gemeinsam mit unseren Lehrern das Erinnerungsfoto aufzunehmen. In diesem unseligen Jahr 1957 würden wir Schüler von Barka jedoch nicht auf den Fotos zum Schuljahresende zu sehen sein. Dschamîl, der uns zum Tor brachte, brach trotz der ihn umschwirrenden Fragen und der Händchen, die ihn an der Schulter zogen und sich so fest in sein Jackett krallten, dass es beinahe zerriss, sein Schweigen nicht. Wie jemand, der jede Verantwortung von sich weist, sagte er schließlich:

– Fragt Maurice.

Den Busfahrer. Dschamîl hatte recht, die Sache Maurice zu überlassen, denn der Busfahrer war einer von uns, während Dschamîl aus einem weit entfernten Dorf in Akkar an der syrischen Grenze stammte. Maurice brachte uns zu unseren Eltern, wenn uns die Schule nach langem Drängen vielleicht einmal im Monat Freiheit gewährte. Je länger unsere Abwesenheit vom Dorf andauerte, desto größer, so glaubten unsere Eltern, sei unsere Chance auf Rettung. Wenn Maurice darauf wartete, dass wir einstiegen, hielt er das Steuer mit beiden Händen fest umklammert und starrte ins Leere.

– Maurice!?

Auch er antwortete nicht.

Wir riefen ihn, stellten ihm in allen Tonlagen alle nur erdenklichen Fragen. Man hätte meinen können, er wolle nicht vor einer fremden Person sprechen, vor Dschamîl al-Râsi, der noch immer dort stand und Zeuge unseres Aufbruchs war. Er überwachte unser Verhalten auf den wenigen Metern Bürgersteig, der den Schulhof vom Autobus trennte, welcher neben dem Tor parkte – auf jenem externen Bereich, der noch Dschamîls Kontrolle unterstand.

– Maurice! Was gibt es Neues? Wo kommst du her?

Unzählige Fragen, eine jede von ihnen voll brennender Ungeduld, die ihm indes kein einziges Wort entreißen konnte. Er drehte sich nicht einmal nach hinten um oder blickte in den Spiegel, wie es seine Gewohnheit war, um sich zu vergewissern, dass wir uns diszipliniert verhielten und vollzählig waren. Dschamîl al-Râsi wartete, bis der letzte von uns eingestiegen war. Dann schloss er die hintere Bustür und sagte verlegen, wie jemand, der uns all sein Wissen anvertraut, oder als wollte er uns mit einer letzten Ermahnung verabschieden:

– Passt auf euch auf!

Maurice hörte die Tür zuschlagen, zündete den Motor und machte sich mit uns auf den Weg, ohne das Kreuz zu schlagen. Wir stritten uns nicht um die Fensterplätze und stürmten auch nicht los, um die breite Rückbank unter uns aufzuteilen, wo wir uns gerne der Länge nach breitmachten und unsere Beine nach Belieben ausstreckten, was uns die ermüdende Disziplin in den Klassenräumen vergessen ließ.

Zuerst war Maurice ganz darin vertieft, uns aus der Stadt herauszukutschieren. Er schien die Schwierigkeiten, den Bus durch die engen Straßen zu steuern, als Vorwand zu nehmen, eine Antwort auf unsere ununterbrochenen Fragen hinauszuzögern. Und mit äußerster Beklemmung, die ihm deutlich anzusehen war, zu erklären, dass er nicht antworten könne, solange er sich darauf konzentrieren müsse, einen Zusammenstoß mit Obstkarren, umherziehenden Süßholzverkäufern oder akrobatisch durch den Verkehr steuernden Fahrradfahrern zu vermeiden, die ihren Kunden dicke Bohnen und Kichererbsenmus nach Hause brachten. Er wahrte sein Schweigen und stöhnte an jenem Tag auch nicht laut über das pulsierende Chaos auf dem Weizenmarkt. Er beschimpf-te nicht die Träger, die, unter ihrer schweren Last zusammengebrochen, die Straßen verstopften. Er legte sogar Geduld mit einem Kutscher an den Tag, der mit seinem Pferd mitten zwischen dem auf dem Bürgersteig zum Verkauf ausgebreiteten Gemüse stecken geblieben war und den Verkehr behinderte. All diese Vorkommnisse waren seiner Meinung nach offenkundige Beweise für die Unfähigkeit der Araber, Kriege zu gewinnen, ohne dass er deutlich machte, ob er über diese Niederlagen glücklich war oder darunter litt. An jenem Morgen schien er unfähig zu sprechen. Mit seinen kurzen Armen, mit denen er das große Steuerrad umschlang, mühte er sich an den unzähligen engen Kurven auf der aufwärtsführenden Straße zur Schule der Amerikaner ab. Auf jeden Fall spürten wir, dass Maurice es zum ersten Mal, seit er uns nach Hause brachte, nicht eilig hatte anzukommen. Auch wir, so kann ich mich entsinnen, waren nicht in Eile.

Wir ließen die letzten versprengten Gebäude beidseits der von Zedern bestandenen Straße hinter uns und bogen beim Wasserreservoir ab. Kaum fiel ihm das Steuern des Busses auf der geraden Strecke etwas leichter und kaum wäre es an der Zeit gewesen, uns mitzuteilen, warum er uns an einem Montag nach Hause brachte, hörten wir, als vor uns die hohen Berge auftauchten, die bis zu jener Stunde noch in einem leichten Morgennebel versanken, sein Schluchzen. Mit einem Mal wurde uns klar, dass er nicht reden würde, und so hörten wir auf zu fragen und blickten ihn in dem breiten Spiegel an, in dem sonst er uns beobachtete … Seine großen Augen hatten die Farbe von grünen Äpfeln, wie sie uns mein Großvater stets mit der Begründung zu pflücken verbot, sie seien noch nicht reif.

Maurice weinte, und vor uns breitete sich die Ebene aus, die zum Dorf führte. Die am Fenster sitzenden Schüler steckten ihre Köpfe nicht heraus, um sich dem Wind auszusetzen und den Anblick der Olivenbäume zu genießen, die in die entgegengesetzte Richtung, zur Stadt hin, an uns vorbeirauschten und die Monotonie der Ebene durchbrachen. Mitten auf der Ebene schauten wir uns an, zählten uns gegenseitig ab. Achtzehn Schüler aus verschiedenen Klassen waren wir, aber nicht alle stammten wir aus Barka. Zwei Fremdlinge hatten sich in unsere Reihen gemischt. Tatsächlich wohnten ihre Familien im Dorf, aber es waren Fremde. Dschamîl machte keinen Unterschied zwischen uns. Sie waren Einwohner Barkas, aber nicht Barkas Söhne. Aber sie waren vorzugshalber mit uns gefahren und riskierten, die auf uns wartenden Gefahren mit uns zu teilen, statt auf den elenden Schulbänken sitzen zu bleiben.

Maurice weinte, als wäre er allein, als starrten ihn nicht all diese Augenpaare an. Er war ganz bei sich selbst. Unser Nachbar Maurice. Er war nicht mit Kindern gesegnet worden. Nachdem er die Schüler zu Hause abgeliefert hatte, sah ich ihn immer neben seiner Frau auf einer Holzbank unter einem Brustbeerenbaum sitzen, neben sich ein Radio, das laut Lieder von Muhammad Abdelwahhâb spielte. Man hätte meinen können, sie warteten nur darauf, dass sich der Abend herabsenke. Maurice war der erste Mensch, den ich vollkommen ungehemmt habe weinen sehen. Er wischte sich die Tränen nicht ab, sondern ließ sie die Wangen bis aufs Lenkrad herunterkullern. Es war nicht üblich, auf diese Art zu weinen, außer in Liebesfilmen, die sich die älteren Schüler, die aus der Schule Reißaus genommen hatten, im Roxy-Kino zu Gemüte führten. Seine grünen Augen wirkten in dem breiten Spiegel noch größer. Während Maurice weinte und wir ihn schweigend anstarrten, nahmen wir in der Stille die unterschiedlichen Tonlagen des Quietschens und die Erschütterungen wahr, die der Omnibus erzeugte und die wir während unserer normalen Fahrten in Maurice’ schwankendem Bus mit unserem ununterbrochenen Lärmen übertönten.

Erst unsere Ankunft in Akbeh lenkte uns von Maurice ab. Dort tauchte vor uns das auf dem Hügel kauernde Dorf auf, das noch immer von den letzten Resten der vom Fluss aufsteigenden weißen Nebelschwaden eingehüllt war. Nachdem Maurice vor der letzten Kurve abgebremst hatte, fuhren wir mit quietschenden Bremsen abwärts, bis die Menschenmenge vor uns auftauchte, die sich neben der Eisenbrücke um einen Militärpanzer geschart hatte. Ein Soldat mit einem in Tarnfarben gestrichenen Helm blickte vom Turm eines Panzers herab. Nur Frauen und Soldaten waren zu sehen. Unter ihnen konnte ich meine Tante ausmachen, sie trug ein rotes Kleid, ihr Haar war zerzaust. Die meisten anderen Frauen waren schwarz gekleidet. Ich weiß nicht, warum man sie und nicht jemand anderen geschickt hatte, mich abzuholen. Ich vermutete, meine Mutter und mein Vater seien mit dem beschäftigt, was da vor sich ging. Ich erblickte sie schon von weitem: Die Arme über der Brust verschränkt, zuckte sie nervös mit den Schultern. Etwa zwanzig Frauen hatten sich zu einem einzigen Block versammelt, auf der Brücke und in ihrer Nähe stand eine kleine Schar Soldaten. Als wir aus dem Bus stiegen, hörten wir einen Soldaten seinem Kameraden erzählen, wie sich im letzten Jahr die Schneeschmelze verzögert habe, wie dann der Fluss angeschwollen sei und die Holzbrücke mit sich gerissen habe, an deren Stelle man daraufhin die Eisenbrücke errichtete. Beide hatten die Gewehre geschultert und starrten ins trübe Wasser. Ich versuchte meine Tante zu fragen, was los sei, doch sie brachte mich zum Schweigen, indem sie mir die Hand auf den Mund legte, als hätte ich einen schweren Fehler begangen. Die Frauen setzten sich in Begleitung der Schüler zu Fuß in Richtung Dorf in Bewegung. Es war eine seltsame Prozession. Meine Tante nahm mich an der Hand und marschierte mit mir los. Ich glaube, ich schaute mich immer wieder um, um zu erfahren, was meine Kameraden taten, die von niemandem abgeholt wurden; sie blieben stehen und warteten bei den Soldaten. Niemand kam, um die beiden fremden Schüler in Empfang zu nehmen, vielleicht hatten ihre Eltern nicht damit gerechnet, dass sie so plötzlich auftauchen würden. Ich habe keine Ahnung, warum ich mir um sie Sorgen machte, betraf die Gefahr doch die Fremden nicht.

Ghirb, oder in einigen Dialekten Ghurb, das ist der Plural von Gharîb, Fremder, es bedeutet also die Fremden. Und Gharb bedeutet der Westen, es ist genau die Richtung, aus der jene kommen, die nicht von uns sind, jene, die von außerhalb zu uns kamen. Nur allzu gerne behaupten wir bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass uns jene Eindringlinge nicht ans Herz gewachsen seien. Diese Fremdlinge haben etwas an sich, was sie als solche entlarvt, sobald sie den Mund auftun. Den Fremden verrät zuallererst sein meist sonderlicher Akzent, und wir wundern uns sehr darüber, wie es geschehen kann, dass mitunter ein Vetter oder ein Nachbar, der ein oder zwei Jahre eine Schule in der Nähe der Hauptstadt besucht hat, diesen Akzent annimmt, so dass er sich in seiner Redeweise den Leuten aus Beirut oder Kasrawân annähert. Wir billigen diese Akzente in keiner Weise, und erfolglos versuchen wir sie nachzuahmen, um uns über ihre Sprecher lustig zu machen, die ans Ende der Worte ein Sch anhängen oder den Buchstaben Qâf so hart aussprechen wie die Bewohner des Schuf-Gebirges und nicht so flach wie ein Hamza, ein gutturaler Stopp, wie wir es zu tun pflegen. Als ließen diese lächerlichen Eigenarten den Sprecher auf ein undiskutierbares Niveau von Dummheit und Verstandesschwäche sinken, welches wir nicht ertragen können. Und wenn sie es uns heimzahlen, indem sie ihrerseits über unseren Dialekt spotten, bei dem wir die Konsonanten nur allzu häufig mit einem U vokalisieren, so dass der »Bruder« – Khaiji – sich in Khaiju verwandelt, und der »Vater« von Baiji zu Baiju wird, dann rechtfertigen wir das mit dem syrischen Erbe, sei doch das Syrische, so behaupten wir mitunter, unsere ursprüngliche Sprache, was keinesfalls ein Makel sei, sondern ob der weit zurückreichenden Abstammung zu Stolz Veranlassung gebe. Auch und besonders durch sein Essen verrät sich der Fremde, insbesondere durch die Art der Herstellung von Weizengrützenbällchen, die unter den Händen der Fremden dick und breit werden und denen sie Gewürze beimischen, um sie schmackhaft zu machen. Aber auch durch Gerichte, deren Namen wir zwar kennen, von denen sich in unserer Küche jedoch nicht die geringste Spur findet, wie zum Beispiel Arnabîja1 oder Ablama2. Der Fremde wird auch nicht gezählt. Ruft man sich etwa Ereignisse ins Gedächtnis, bei denen Tote und Verletzte zu beklagen waren, dann werden die Fremden nicht erwähnt, weder namentlich noch mit der Anzahl ihrer Opfer. Und wenn sich die Nachricht von einem Unfall herumspricht, einem Mord oder dem Zusammenstoß von Autos, so besänftigen sich die Gemüter nur allzu rasch, wenn irgendjemand lauthals verkündet, das Opfer sei »ein Fremder«. Dann legt sich die Aufregung und alle sind beruhigt. Eine Ehefrau aber, die von einem jungen Mann von außerhalb des Dorfes mitgebracht wird, bleibt namenlos, sie bleibt »die Fremde«. Im Allgemeinen wird nicht dazu geraten, außerhalb des Dorfes zu heiraten, denn die Frau wird auf jeden Fall Ansprüche stellen und den Mann, den nur eine Tochter seines Dorfes ertragen kann, überfordern. Das »Fremdsein« beginnt nicht in einer Entfernung von Kilometern, sondern schon gleich, sobald man das Dorf nur einige hundert Meter hinter sich gelassen hat, es beginnt bei dem ersten Dorf, dessen Gärten sich mit unseren mischen … Wie lange es aber dauert, wirklich zum Dorf zu gehören und einer vom Dorf zu sein, ist ungewiss. Du kannst niemals wissen, wann man über dich und deine Eltern und deine Familie spricht, flüsternd, wann man behauptet, dass ihr »Fremde« seid, die Assad Bey aus Akkar mitbrachte, damit ihr ihm ein Haus baut. Der unwissende Zuhörer glaubt, dass sich diese berufsbedingte Zuwanderung gestern ereignet habe, doch wenn man Nachforschungen über den Lebensweg dieser hochgestellten Persönlichkeit, des Besitzers des großen Hauses, anstellt, so findet man heraus, dass es ganz sicher vor dem Jahr 1887 geschehen sein muss, denn in diesem Jahr wurde das Haus fertiggestellt, dessen Bogen deine Vorfahren erbaut und dessen glatte Steine sie geschleppt haben …

Ich sorgte mich weiterhin um das Schicksal der beiden fremden Schüler, die sich uns angeschlossen hatten, bis ich die Hupe des Autobusses vernahm, die mich ablenkte. Während wir uns auf die Frauen aufteilten, die gekommen waren, um uns abzuholen, blieb Maurice abwartend auf seinem Fahrersitz hocken. Seine Hände lagen locker auf dem Lenkrad, die grünen Augen waren noch immer feucht von seinen stummen Tränen. Wie er so dasaß und seine Hände mit ihrem ganzen Gewicht auf dem Steuer ruhen ließ, hatte er ungewollt ein Hupen ausgelöst. Die Frauen erschraken, und einige von ihnen zogen unbewusst die Kinder zu sich heran. Als ich meine Tante fragte, warum Maurice uns nicht bis nach Hause gebracht habe, wie er es gewöhnlich tat, ermahnte sie mich, den Mund zu halten, nicht nach hinten zu blicken und schneller zu gehen. Wir traten auf eine Kreuzung, so dass Bus, Soldaten und die über den Fluss führende Eisenbrücke unseren Blicken entschwanden.

Die Schar der Frauen und Schüler dezimierte sich, einige bogen in die Seitenstraßen ein, um so schnell wie möglich nach Hause zu kommen. Immer wieder blickten sich die Frauen nach allen Richtungen um. Wir vernahmen den Schlag der Glocke der Kirche zur Heiligen Jungfrau im Unteren Viertel, aber er klang nicht wie die üblichen Schläge, die zur Messe riefen, und auch nicht wie die dreifachen Schläge, die von einem Trauerfall kündeten. Es war nur ein einzelner Schlag, wie wir ihn nicht gewohnt waren. Er wogte über dem Schweigen des Dorfes, dann folgte eine lange Stille, ein Schlag, Stille … Mir fiel auf, dass meine Tante, immer wenn wir an der Mündung einer der Gassen vorbeigehen wollten, die in die Viertel hineinführten, mich auf die andere Seite schob, um mich mit ihrem Körper zu verdecken. In jenem Augenblick war mir nicht bewusst, dass sie lieber selbst von einer Kugel getroffen werden wollte, die aus der Tiefe einer dieser Gassen auf uns abgefeuert werden könnte. Sie beschleunigte den Schritt und zog mich mit, bis wir bergab gingen.

Dann tauschten wir die Rollen. Nun war sie es, die sich umdrehte, um sich zu vergewissern, dass niemand mehr in Hörweite war. Ich hatte das Gefühl, dass wir verfolgt würden, und so beschleunigte dieses Mal ich den Schritt, ohne dass sie dies von mir verlangte. Sobald wir aber ein Stück innerhalb des Viertels vorangekommen waren, schien sie ein wenig ruhiger zu werden. Sie begann zu reden. Ich weiß nicht, warum, aber sie sagte, das Beste, was ihr in ihrem ganzen Leben widerfahren sei, wäre, dass sie nicht geheiratet habe, obwohl die besten Jungs »um meine Hand angehalten haben«, und sie begann sie aufzuzählen: Salmân Abu Schalhah, Saîd Antoun und ein Dritter, der nach Mexiko emigriert sei, wo er großen Reichtum erworben habe. Er habe sich später am Bau der neuen Dorfkirche beteiligt. Eine glückliche Entscheidung sei es gewesen, dass sie die Heirat stets abgelehnt habe. Dann blieb sie stehen und sagte mit übertriebenem Abscheu, dass sie die Männer, ihre Grobheit und ihren Geruch hasse, und dass sie Kinder genauso hasse, und was hätten Kinder denn schon für einen Nutzen!

Als wir an einer Lücke zwischen den Häusern vorbeigingen, durch die der Horizont sichtbar wurde, hörte sie auf zu reden. Sie packte mich an der Schulter, um mich in das kleine Dorf zu führen, das auf einer der Terrassen des Berges kauerte, welcher von Osten auf uns herabblickte. Dann sagte sie, dass dort kein Stein mehr auf dem anderen liege. Ich machte mir keine Vorstellung davon, was da vor sich ging, außer dass ein unfassbares Unglück geschehen sein musste, über das uns die Erwachsenen nicht in allen Einzelheiten informieren wollten. Aber ihre Andeutungen und Mienen verrieten uns, dass die Welt um uns herum dabei war einzustürzen. Was wirklich geschah, begriff ich erst, als ich einen Kameraden in meinem Alter traf, der zu den Burschen des »Banden«-Viertels gehörte. Er redete in meiner Sprache mit mir, und was er sagte, grub sich als erste Version der Ereignisse in mein Gedächtnis ein.

Als wir einen schmalen Durchgang betraten, wurde meine Tante von einem Schluckauf gepackt. Das erste Schlucken kam so überraschend und heftig, dass ihr Oberkörper nach hinten geworfen wurde und ihr ganzer Leib erzitterte. Sie blieb stehen, und man hätte meinen können, sie wolle sich umschauen, um zu erfahren, woher dieses Geräusch gekommen war. Sie hielt nicht inne in ihrem Redefluss, sie sprach schnell, sie redete vor sich hin und richtete ihre Worte nicht mehr an mich. Erst später begriff ich, dass ihre Worte desto schneller und aufgeregter hervorsprudelten, je näher wir dem Kirchplatz kamen. Sie schimpfte über die Feuchtigkeit, die unser Schicksal sei, über das Rheuma, das die Kinder befiel, über den mangelnden Glauben und die Gier. Sie erwähnte Namen von Leuten, die jemandes Vertrauen missbraucht, und von anderen, die gestohlen und getötet hatten … Ich bat sie, mit dem Reden aufzuhören, weil sich sonst ihr Schluckauf noch verschlimmere.

Dies war der einzige Satz, den ich gesprochen hatte, seit sie mich, nachdem ich aus Maurice’ Omnibus gestiegen war, an die Hand genommen hatte. Aber sie beachtete mich gar nicht und verfluchte weiter die Vorfahren, die diesen Ort gewählt hatten, um sich hier niederzulassen. Warum hatten sie sich nicht einen anderen Platz gesucht, am Ufer des Meeres, von dem aus wir das Antlitz Gottes würden sehen können? Stattdessen hatten sie uns hier zwischen zwei Flüssen eingezwängt … Wir gelangten zum Tor des Nonnenklosters, wo wir die Stimme einer laut klagenden Frau vernahmen … Meine Tante blieb wie versteinert stehen, als sie die heisere Stimme hörte, dann fiel sie mit scharfen Worten über die Frau her.

– Seit sechs Uhr in der Früh hat diese Hure ihren Mund nicht gehalten, sie hat nicht mal Luft geholt, sie wird sie noch alle umbringen mit ihrem Geheul!

Dann fragte sie mich, noch immer in kurzen, regelmäßigen Abständen vom Schluckauf geschüttelt, ob ich alleine nach Hause fände. Ich nickte. Sag deiner Mutter, dass deine Tante zu nichts mehr taugt. Sie beugte sich über mich und gestand mir flüsternd, dass sie den Kirchplatz, wo wir wohnten, seit gestern nicht mehr betreten habe. Und dass sie sich den ganzen Tag und die ganze Nacht um sich selbst gedreht und verstohlen einen Blick hinter die Häuser geworfen, sich aber nicht getraut habe, den Blick lange dort verweilen zu lassen; immer wieder habe sie sogleich die Augen geschlossen und das Weite gesucht.

Ich setzte meinen Weg alleine fort. Höchstens noch zweihundert Meter. Bevor der Platz vor meinen Augen auftauchte, sah ich den Rosenpoet in der Kuppel des Glockenturms stehen. Ganz oben, dort wo die Schwalben die Nacht verbrachten, nachdem sie im Frühling vor Sonnenuntergang so niedrig ihre Kreise zogen, dass sie manchmal unsere kleinen Köpfe berührten. Er war es, der die Weihnachtskrippe baute, die er mit großen Figuren bevölkerte und durch die er wasserfallartig das Wasser rauschen ließ. Der Rosenpoet bastelte Papierflugzeuge und kritzelte mit Kohle Sprüche auf die Mauern des Viertels, in denen er zur Einheit des »Fruchtbaren Halbmonds« und zur Glorifizierung des »Führers« aufrief und die er mit seinem Pseudonym »Rosenpoet« signierte. Ich sah, wie er, den Rücken gegen die Glocke gelehnt und gemächlich vor und zurück schaukelnd, ohne dass die Glocke auch nur einen Ton von sich gab, von oben auf den Platz starrte. Mit der Hand zeigte er auf bestimmte Punkte unten und zählte laut, eins, zwei, drei …, bis er die Zehn erreichte. In dem Moment schlug er sich mit der Hand so fest gegen die Brust, dass ihn der Stoß nach hinten warf und die Glocke einmal schlug. Dann begann er von vorne, eins, zwei, drei …, es waren zehn Männer auf zehn Betten.

Sie hatten die Betten aus den benachbarten Wohnungen geholt und die Toten daraufgelegt. Meine Mutter hatte ihnen das Bett meines zwei Jahre älteren Bruders zur Verfügung gestellt, und diese Bevorzugung sollte während unserer ganzen Pubertät Anlass zum Streit zwischen uns sein. Er prahlte damit, und ich tat, als widere mich das an. Ich wunderte mich auch über unsere Nachbarin, die darauf bestanden hatte, dass man ihren Bruder auf ihr Bett lege. Danach wusch sie die Laken nicht mehr, um gierig seinen Geruch einzusaugen. Als die Laken vor Schmutz starrten, hörte sie auf, daran zu schnüffeln, aber sie wusch sie auch nicht, weil sie jedes Mal an ihren Bruder denken musste.

Der Platz war voller Frauen und Kinder, die sich in Gruppen um die Betten drängten. Ehefrauen, Mütter, Schwestern. Die Schwestern: die kleinen Nachbarsmädchen, die die Erwachsenen nachahmten, indem sie ihre Haare in zwei Büschel packten und den Kopf nach rechts und links wiegten. Ich konnte auch den buckeligen Stoffverkäufer mit der hohen Frauenstimme ausmachen, der den kleinen Mädchen in seinem erbärmlichen Französisch Liebeslieder vorsang, bevor er ihnen, wann immer sich ihm die Gelegenheit bot, in die Schenkel zwickte. Ich sah auch einen weinenden Priester. Aber ich sah keine Spur von den Männern, außer jenen, die in Sonntagstracht auf den Betten lagen, die Mienen für immer erstarrt. Ich erblickte eine Frau, die ich in unserem Viertel noch nie zuvor gesehen hatte, groß und weiß, sie ging von Bett zu Bett, setzte sich neben die Toten, richtete ihnen die Krawatten, schob eine in die Stirn gefallene Haarsträhne zurück oder wischte einen Blut- oder Schmutzfleck von der Wange, bevor sie lange in die Gesichter schaute und dann ihren Rundgang fortsetzte.

II

Elia ist der Sohn unseres Viertels, des »Issâba«-Viertels. Wir Kinder sprachen es voller Stolz mit I am Anfang aus, so dass es die Bedeutung von »Banden«-Viertel bekam. Auf den Personalausweisen der Menschen, die am Tag der unerwarteten Volkszählung im Jahre 1932 dort wohnhaft gewesen waren, ist es als das »Westviertel der Jungfrau« eingetragen. An jenem Tag hatte sich ein obskurer Beamter im Innenministerium darangemacht, das Dorf in fünf Viertel zu unterteilen, die für uns allerdings keinerlei Bedeutung hatten und an deren ungewöhnliche Grenzverläufe wir nur an den Wahltagen erinnert wurden. Elia besaß eine von allen anerkannte Immunität im Viertel. Wenn man ihn im Streit zu Boden stieß oder von weitem mit Steinen bewarf, konnte man vor den Konsequenzen dieser Attacken nicht sicher sein. In Wahrheit besaß allerdings nicht nur er alleine eine solche Immunität, sondern wir wussten, dass er sich diese besondere Behandlung mit anderen Jungen aus Familien teilte, von denen es hieß, »die haben mit Blut bezahlt«. Für uns aber, von denen kein Angehöriger ermordet worden war und die wir weiterhin von unseren Eltern verwöhnt wurden, galt das Gesetz der Allgemeinheit. Nicht zu Unrecht wurden wir also für das Versäumnis und die Zurückhaltung unserer Eltern beschimpft oder sogar hart bestraft. Widersetzte sich aber einer von uns Elia – wie oft rangen wir miteinander, schleuderten uns gegenseitig Beleidigungen an den Kopf und bewarfen uns mit Steinen, und wie oft setzten wir dafür unsere Muskeln und Körper ein –, dann suchte seine Mutter Kâmleh den Dreisten unverzüglich zu Hause auf, kaum dass Elia nach einigem Zögern und weinend dessen Namen preisgegeben hatte. Natürlich verriet Elia den Namen seines Peinigers aus Ehrgefühl erst, wenn die ihm zur Verfügung stehenden Mittel, selbst Rache zu nehmen, erschöpft waren. Vielleicht war ihm bewusst, dass ihm, wenn er sich immer wieder auf sein »Privileg« berief, kein Freund oder Unterstützer unsererseits geblieben wäre. Mit böse funkelnden Augen stürmte Kâmleh dann los, die Haarspange im Mund, das Haar hinten zusammenbindend. Nachdem einige von uns dem Schuldigen »zur Flucht« hinunter zum Fluss verholfen hatten, liefen wir lärmend und jubelnd neben ihr her. Am Haus des Jungen angekommen, blieb Kâmleh, die Hände in die Hüften gestemmt, an der Haustür stehen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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