Morgen, Kinder, wird's nichts geben - Erich Kästner - E-Book

Morgen, Kinder, wird's nichts geben E-Book

Kästner Erich

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Beschreibung

Mehr oder weniger Weihnachtliches - das nagelneue Kästner-Weihnachtsbuch zusammengestellt von Sylvia List, illustriert von Cornelia von Seidlein. Geschenke und die Vorfreude darauf sind für Kästner ein unerschöpfliches Thema, ebenso kommt der menschenfreundliche Kinderbuchautor in dieser Auswahl zu Wort. Auf Weihnachten folgt nur allzu bald Silvester und Neujahr, so schließt der Band kurzen Epigrammen und Gedichten dazu.

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Seitenzahl: 75

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Vorbemerkung

»… der schönste Abend eines Kinderjahres«Erich Kästner, Als ich ein kleiner Junge war

Weihnachten ist die Zeit der Rituale, der unveränderlichen Familienbräuche. Auch bei Kästners in Dresden. Schon in der Adventszeit gab es den selbstgebackenen Stollen, Heiligabend nach der Bescherung Würstchen und Kartoffelsalat und am ersten Weihnachtstag kam mittags die gebratene Gans mit Rotkraut, Klößen und Selleriesalat auf den Tisch. Das musste so sein, sonst war es kein Weihnachten. So erzählt es Erich Kästner in Als ich ein kleiner Jungewar, und als er 1945 das erste Mal nicht mit seinen Eltern feiern kann, denkt er sehnsuchtsvoll an frühere Feste zurück (Sechsundvierzig Heiligabende), bei denen er seiner Mutter Dinge geschenkt hat wie den topflosen Henkel oder die »sieben Sachen« – Begebenheiten, die zweifellos in den familiären Erinnerungsschatz eingegangen sind.

Dabei waren diese im Nachhinein leicht verklärten Heiligabende der Kinderzeit keine Stunden reinen Glücks gewesen. Im Gegenteil. In EinKind hat Kummer schildert Kästner, beklemmend, seine würgende Angst vor der Bescherung, bei der es allein von seinem diplomatischen Geschick abhing, die Rivalität zwischen den Eltern nicht offen zum Ausbruch kommen zu lassen. Wie gerne wäre der kleine Junge einfach nur selig gewesen über die vielen wunderbaren Geschenke.

Ob der kleine Erich wohl auch einmal heimlich im Geschenkversteck gestöbert hat und am Weihnachtsabend verstört war, weil er Freude und Überraschung heucheln musste – so wie der erwachsene Erich es in Von der Neugierde beschreibt?

Geschenke und die Vorfreude darauf sind für Kästner jedenfalls ein unerschöpfliches Thema: die möglichen Geschenke in den verlockend glitzernden Auslagen der weihnachtlich geschmückten Geschäftsstraßen (Ein König auf Weihnachtsbummel), imaginäre Geschenke (Modernes Märchen), unpraktische Geschenke oder solche aus Gedankenlosigkeit (Parade am Weihnachtstisch), unangenehm protzige (Eine nette Bescherung), rührend armselige (Auch das geht vorüber), ergaunerte (Feier mit Hindernissen) oder eben – gar keine Geschenke wie in Weihnachtslied, chemisch gereinigt mit der bösen, alle freudige Erwartung konterkarierenden Anfangszeile »Morgen, Kinder, wird’s nichts geben«.

In diesem Gedicht wie in anderen Texten dieser Auswahl (Modernes Märchen, Auch das geht vorüber, Dem Revolutionär Jesuszum Geburtstag, Eine nette Bescherung) spiegelt sich die prekäre wirtschaftliche Lage in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, die die ohnehin bestehende Kluft zwischen Arm und Reich noch vertieft hatte. Die Inflation war überstanden, die Weltwirtschaftskrise und mit ihr die Krise der Weimarer Republik sollten folgen. Aus Brief an den Weihnachtsmann, geschrieben 1930, spricht deutlich Kästners zunehmende Verzweiflung angesichts der herrschenden Verhältnisse.

Feier mit Hindernissen ist eine köstliche Groteske aus dem Berlin der Roaring Twenties, Weihnachtschor der Buchhändler mit seiner Werbung für »Bestselleriesalat« eine bei aller Zeitgebundenheit wundervoll zeitlos-freche Persiflage der ewigen Sorgen des Buchhandels.

Aber auch der menschenfreundliche Kinderbuchautor Kästner kommt in dieser Auswahl zu Wort – in Felix holt Senf, einem Weihnachtsmärchen vom verlorenen Sohn, und in der erstmals hier wieder abgedruckten Geschichte Erster Advent im Internat, deren Thema, die Trennung von Mutter und Sohn, auf Kästners eigene Internatserlebnisse zurückgeht und zugleich auf seltsam berührende Weise vorwegnimmt, was Kästner und seiner Mutter später selbst widerfuhr.

Auf Weihnachten folgen nur allzu bald Silvester und Neujahr. Und so schließt dieser Band mit dem bekannten kurzen Epigramm Zum Neuen Jahr und dem unbekannten und umso längeren Gedicht Wieder 1. Januar, in dem Kästner unser aller unausrottbare Neigung, gute Vorsätze zu fassen und sie nicht auszuführen, so freundlich wie unmissverständlich ironisiert.

München, September 2011

Sylvia List

Die regelrechte Weihnachtsgeschichte

Diesmal wird es eine regelrechte Weihnachtsgeschichte. Eigentlich wollte ich sie schon vor zwei Jahren schreiben; und dann, ganz bestimmt, im vorigen Jahr. Aber wie das so ist, es kam immer etwas dazwischen. Bis meine Mutter neulich sagte: »Wenn du sie heuer nicht schreibst, kriegst du nichts zu Weihnachten!«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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