Morgenröte über der Ostsee - Tom Feder - E-Book

Morgenröte über der Ostsee E-Book

Tom Feder

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Beschreibung

Dieses Buch enthält 68 Gedichte und Texte und vorwiegend eigene Fotos des Autors über die Schönheit der Ostsee, die Liebe zur Natur und die Innenwelt eines nach Weisheit suchenden Poeten.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 48

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Gewidmet meiner lieben alten

Mutter Christa Maria Felizitas.

Inhalt

Morgenröte über der Ostsee

Zaubererherz

Treue

Verzaubertes Herz

Der Flieder vor dem Paradies

Sturmnacht an der Ostsee

Morgens am Strand

Vom Karmaol

Hinter dem Meer

Mitternacht am Meer

Einsam im Winter

Nachts am Strand

Sterne und Juwelen

Der einsame Baum

Das Lied von der weißen Feder

Der Wind in den Baumwipfeln

Der Geburtstag des Mondes

Vor dem Frühling

Die Pappel vor unserem Haus

Lovesong

Lichtgefährten

Indianerblut

Andacht

Das Geschenk der Morgenröte

Frühlingsregen

Der Park neben der Kirche

Geheimnisse der Nacht

Wildgänse in der Abenddämmerung

Wenn das Tageslicht verblasst

Der Kater

Rex

Die kleine Schwalbe

Die Lachmöwe

Freundschaft mit einem Kater

Bitte an einen Hausgenossen

Die Kiefer

November

Vor der Dämmerung

Neubeginn

Erster Schnee

Der Geliebte der Schneeprinzessin

Winter-Wunder!

Zurück zu den Anfängen

Weihnacht

Mit jedem neuen Flügelschlag

Werde wieder jung

Signale

Antwort aus der Dunkelheit

Irgendwo hinter der Milchstraße

Morgentau

Der Zauberer

Weg durch die Einsamkeit

Dankbarkeit

Zuneigung

Mein Freund, der Wind

Du bist Liebe

Das Wasser der Unsterblichkeit

Kleiner Punkt im Blau

Aufbruch

Frei wie der Wind

Die höchsten Gaben – Demut und Dankbarkeit

Die Verzauberung

September

Verwandlungen des Geistes

Auf dem Weg zur Erkenntnis

Wunderbares Vertrauen

Im Regen

Vernarbte Wunden

Manchmal

Ende

Morgenröte über der Ostsee

Große Zaubervögel fliegen durch goldene Himmel.

Schneeweiße Möwen mit kohlrabenschwarzen Köpfen

halten Ausschau nach schimmernden Juwelen.

Das Meer der Ewigkeit schlägt Leerheitswellen

an die Gestade der Zeit.

Die Sonne wird wiedergeboren

als blutroter Zauberrubin

und verkündet erneut den Sieg

des Lichtes über die Dunkelheit.

Zaubererherz

Mein Herz ist der Eiszapfen,

der an deinem Fenster schmilzt.

Mein Herz ist ein Maulwurf,

der durch dunkle Gänge kriecht,

um irgendwann das Licht des Himmels zu sehen.

Mein Herz ist der blühende, duftende Fliederstrauch,

unter dem ein Junge und ein Mädchen

Hand in Hand sitzen.

Mein Herz ist ein großer Schäferhund,

der zusammen mit einem kleinen Jungen

über eine wogende Blumenwiese läuft.

Mein Herz ist der Zauberer,

der die Zeit rückwärts dreht,

um alle Fehler der Vergangenheit wiedergutzumachen.

Mein Herz ist der Himmel,

der ohne die Erde einsam

und ohne Liebe wäre.

Mein Herz ist ein Kind,

das irgendwann geschworen hat,

nie so wie die Erwachsenen zu werden.

Mein Herz ist ein gefrorener Wasserfall,

der auf den Frühling wartet …

Treue

Ich liebe dich so wie ein gelbes Weizenfeld

den azurblauen Himmel liebt.

Ich liebe dich so wie ein schneebedeckter Bergriese

den türkisblauen heiligen See liebt, der unterhalb

seiner unzugänglichen schroffen Gipfel versteckt ist.

Ich liebe dich so wie ein Albatros,

der nach einer langen Zeit der Trennung

seine so schmerzlich vermisste Gefährtin wiederfindet.

Ich liebe dich wie ein weißer Schneefuchs

die Schneewehe liebt,

die ihn sicher vor den Jägern verbirgt.

Ich liebe dich wie ein Elefant,

der in der endlosen ausgedörrten Savanne

die letzte rettende Wasserstelle findet.

Ich liebe dich wie der Zugvogel,

der in den rubinroten Strahlen der Morgensonne

endlich das Ziel seiner weiten, weiten Reise erblickt.

Verzaubertes Herz

Und wärst du eine Blume am Wegesrand,

ich würde dich bemerken.

Und wärst du eine Wildgans im Vogelzug,

ich würde dich an deinem Flügelschlag erkennen.

Und wärst du ein versteckter Stern am Himmel,

ich würde dich durch dein heiliges Leuchten finden.

Und wärst du eine Gefangene,

ich würde den Schlüssel suchen,

der dich aus deinem Gefängnis befreit.

Und wäre ich die einzige Tür, die zum Paradies führt,

so würdest du als Erste eintreten dürfen!

Der Flieder vor dem Paradies

Wie schwarze starke Schlangen

reckst du deine dunklen Äste

dem Himmel entgegen.

Kalter Nebel umfängt wie zartes Gespinst

deine Zweige.

Der Atem des allzulangen Winters

haucht kalt feuchten Brodem

durch die eisige Nacht.

Du harrest und wartest.

Der Frühling ist dein Retter.

Er zaubert, und du vergisst

wie alt du schon bist.

Er lächelt, und grünes Blattwerk

kommt aus längst verdorrt geglaubten

alten Ästen und Zweigen.

Er fängt an zu singen, und schwere lila Blüten

verströmen einen beglückenden Duft.

Deine herzförmigen Blätter,

die im Mai am schönsten aussehen, sagen mir,

dass du ein Sinnbild der Liebe bist.

Weisst du noch damals,

als ich eine deiner Blüten brach,

um sie der Liebe meines Lebens

zu bringen?

Sturmnacht an der Ostsee

Die Wellen tanzen Cancan

und rennen miteinander um die Wette.

Die Windsbraut aus Nordost heult und jammert,

als ob sie dem Klabautermann selbst Angst einjagen will.

Der abnehmende Halbmond schaut zornig

und herausfordernd

aus einem kleinen Fenster im Himmel,

dessen Gardinen aus dahinjagenden

dunkelgrauen Wolken bestehen.

Die Lindenbäume an der Promenade

schütteln ihre Blätter wie kleine Kinderhände hin und her.

Das Meer, gleich einem grossen Drachen,

brüllt in grenzenloser Orgie vor Lust und Schmerz.

Der Sturm peitscht die Wogen und schmettert sie

mit einem Krachen an die Pfeiler der Seebrücke.

Ein Buddha hebt im Unsichtbaren seine Hand.

Der Wind, der schon seit Stunden tobt, gehorcht und legt sich.

Morgen früh ist die See vielleicht wieder still und schön

wie ein goldener Zauberspiegel.

Morgens am Strand

Flieg zu mir herüber, kleine Möwe,

ändere deine Bahn.

Lass dich nieder in meiner Nähe,

und wir beginnen eine Freundschaft.

Erzähl mir von der Majestät des Himmels

und des Meeres.

Ich erzähle dir von der Schönheit

und dem Kampf der Menschen.

Wie gut sie deine Flügel gebrauchen könnten,

um manchmal von all ihren Problemen davonzufliegen.

Jetzt geht die Sonne auf.

Für dich und mich und alle deine Gefährten