Mrs. Darlloy - Kuroi Komori - E-Book

Mrs. Darlloy E-Book

Kuroi Komori

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Beschreibung

Routinen. Wir haben sie. Tag ein - Tag aus. Mrs. Darllory hatte ihre. Sie steht auf. Geht arbeiten und am Abend geht sie zu ihrer Lieblingsbar. Trinkt ihr Getränk und genießt irgendwie den Abend. Führt ein paar kleine Unterhaltungen. Manchmal sitzt sie aber auch nur da und denkt an ihren Verlust und ihr Leben. Und dann war da dieser Tag, der alles veränderte.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 29

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Mrs. Darlloy

Mrs. DarlloyKleiner BonusAnekdote aus dem echten LebenInfoImpressum

Mrs. Darlloy

Es war der tägliche Weg.

Schon beinahe eine Routine.

Etwas was man einfach machte ohne groß darüber nachzudenken.

Es war einfach Gewohnheit, wie die Schritte der Dame zu der kleinen Bar führten. Sie lächelte als sie die Tür aufdrückte. Vor nicht allzu langer Zeit war es noch bedrückend gewesen hierher zu kommen. Es war einfach nur Gewohnheit nach all den Jahren. Jetzt war es wieder etwas schönes geworden. Etwas was Hoffnung gab.

Noch immer lächelnd betrat sie den Gastraum. Im Raum saßen nur zwei andere Personen. Keine ihr unbekannten Personen, wie sie feststellte. Sie nickte ihnen kurz zu und trat dann zur Theke.

„Hallo, Mirko. Wie geht es dir heute?“

„Hallo, Mrs. Darlloy. Mir geht es immer noch mit jedem Tag besser. Und was ich noch nicht schaffe nimmt mir Dylon ab. Er ist so beschützend. Wenn es nach ihm ginge würde ich noch einige Zeit nicht hier sein und arbeiten.“

„Irgendjemand muss dich ja davon abhalten zu übertreiben. Guten Tag, Mrs. Darlloy. Glauben Sie nicht alles was er erzählt. Sie hätten ihn vorhin sehen sollen. Er hat doch wirklich versucht die Bierfässer alleine in die Kühlung zu bringen. Dabei haben die Ärzte deutlich gesagt, er soll noch davon absehen schwere Arbeiten zu machen. Das könnte sein Kreislauf noch nicht ganz verkraften.“

„Du solltest wirklich auf deinen Freund hören.“

Schmollend blies Angesprochener seine Backen auf. Dylon lachte leise und zog seinen Geliebten zu sich. Sanft gab er ihm einen Kuss auf die Schläfe.

„Wir machen uns einfach Sorgen. In der Zeit wo du weg warst, war es einfach nicht das selbe.“

„Ich weiß …“

Mrs. Darlloy lächelte bei dem Bild, welches die beiden abgaben. Erstaunt stellte sie fest, dass sie tatsächlich seit einiger Zeit wieder öfter lächelte. Es war als hätte das Wunder, welches sie erleben hatte dürfen, ihr endlich die Hoffnung zurück gegeben.

Was sie in diesem Moment nicht sah war der wissende Ausdruck auf den Gesichtern der beiden jungen Männer.

„Wie geht es Ihnen? Haben Sie etwas Neues erfahren?“

Wurden die Gedanken schließlich unterbrochen. Ein betrübter Ausdruck machte sich auf ihrem Gesicht breit als sie den Kopf schüttelte.

„Mir geht es soweit gut, Mirko … manchmal bin ich vielleicht ein wenig einsam, aber immer wenn ich hier bin, ist es wieder okay. Ich fühle mich nicht, mehr so alleine. Und nein … die Polizei geht auch davon aus, dass ich mein Kind nie wieder sehen werde. Schließlich ist es bereits über zwanzig Jahre her. Sie suchen nicht mehr. Es wären nur verschwendete Ressourcen.“

Es kam immer wieder zu diesem Gespräch.

Ebenfalls eine Routine.

Eine Traurige, den die Antwort war noch niemals positiv ausgefallen.

„Glauben Sie weiter daran. Ich bin mir sicher, dass er da draußen in der Welt ist und sich fragt wo seine Mutter ist. Ich bin mir sicher, eines Tages werden wir ihn kennenlernen können.“

„Danke ihr beiden. Was würde ich nur tun, wenn ich nicht jeden Abend hier sein würde.“

„Vermutlich im Selbstmitleid ertrinken. Aber das verdanken wir Mirko, ich hab damit nichts zu tun.“

„Vermutlich ja und glaube mir, wenn ich was anderes denke. Du hilfst genauso … und sei es bloß, dass du unseren Sturkopf davon abhältst Dummheiten zu machen.“

„So schlimm bin ich gar nicht! Ihr tut gerade so als würde ich nur dumme Sachen machen.“

Jetzt wurde er von zwei Personen angeguckt und es war die Dame, welche die Worte aussprach.

„Wenn du sie nicht machen würdest, würdest du wie jeder vernünftige Mensch noch Zuhause bleiben.“

Das daraufhin folgende Schweigen zeigte, das niemand mehr etwas dazu sagen konnte oder wollte.

Nach mehreren Momenten brach Mirko jedoch das Schweigen wieder.