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Die Umgebung, in der ein Mensch seine Kindheit verlebt, prägt auch sein späteres Leben. Die Mühlenstraße liegt nicht gerade in der feinsten Umgebung der Kleinstadt Peine, wo Gerolf Haubenreißer seine Kindheit verlebte. Mit einem gesunden Schuss Selbstironie schildert der Autor seine „familiäre Situation“ zu Beginn des Wirtschaftswunders. „Es sind noch Berge draußen“ tönte die Oma, wenn bei Familienfeiern das Essen knapp wurde. Das war dann für den engeren Familienkreis das Zeichen, langsam aufzuhören. So war das damals in den 50ern zwischen Lederhose, Rohrstock und Indianerspiel. Ganz nebenbei erhält der Leser auch einen Einblick in den liebenswerten Mief jener Zeit, in der die „Aufklärung“ in dem Satz gipfelte: „Vor den Frauen mit den glänzenden Augen musst du dich vorsehen!
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Seitenzahl: 243
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Über das Buch
Die Umgebung, in der ein Mensch seine Kindheit verlebt, prägt auch sein späteres Leben. Die Mühlenstraße liegt nicht gerade in der feinsten Umgebung der Kleinstadt Peine, wo Gerolf Haubenreißer seine Kindheit verlebte. Mit einem gesunden Schuss Selbstironie schildert der Autor seine familiäre Situation zu Beginn des Wirtschaftswunders.
"Es sind noch Berge draußen" tönte die Oma, wenn bei Familienfeiern das Essen knapp wurde. Das war dann für den engeren Familienkreis das Zeichen, langsam aufzuhören.
So war das damals in den 50ern zwischen Lederhose, Rohrstock und Indianerspiel. Ganz nebenbei erhält der Leser auch einen Einblick in den liebenswerten Mief jener Zeit, in der die "Aufklärung" in dem Satz gipfelte: "Vor den Frauen mit den glänzenden Augen musst du dich vorsehen!"
Der Autor
Gerolf Haubenreißer, 1944 in Peine geboren, ist als "Unruheständler" freier Mitarbeiter der Braunschweiger Zeitung/Peiner Nachrichten, wo seine Kolumne "Haubenreißer" in Versen zu lokalen Ereignissen erscheint.
Mühlenstraße 12
Peine und bleibende Eindrücke von Greiz
Familienanschluss in der Mühlenstraße
Körperpflege und Spucke im Gesicht
Küchenträume
Alli und die Gärtnerei
Hühnerfutter
Cowboy im Kindergarten
Weiterbildung im Plumpsklo
Meine Mitbewohner
Ost/West - Gefälle in der Stube
Auf Männerfang
Weihnachten, es sind noch Berge draußen!
Schwarzer Mann und Zigarettenpoker
Kohlenklau
Dämmerstunde und Hasenbrot
Kugelrennen
Ballistik an der Fensterscheibe
Bleisoldaten und der eiserne Vorhang
Baden in der Brauerei Härke
Die gute Nachkriegsküche und Tischsitten
Unser Garten an der Horstkippe
Die Zigeuner
Gartenfreuden und Blähungen
Familienfeiern / Errungenschaften des Sozialismus
Die Engländer kommen!
Fernverkehr durch Peine
Braunes Eis
Fernseher aus Kaisers Zeiten
Marlene Dietrich
Erste Erkundungen
Zahnverlust
Die Peiner Eule
Radtouren mit der Familie
Die Badeanstalt
Badefreuden im Kanal
Meine Härke - Arbeitskollegen
Waschtag
Lackbilder und Margarinefiguren
Alles kaputt!
Die Lederhose
Samba mit Tante Liesbeth und ein Tor von Onkel Otto
Heimweh
In der Stadt
Die Schranke, das Peiner Wahrzeichen
Der erste Schultag
Aller Anfang ist schwer
Disziplin ist alles!
Wo liegt Edemissen?
Veränderungen
Maikäfer
Stubenarrest und Spucke
Das große Lesen
Hochzeit
Mau- Mau und Paparazzi
Auf großer Tour im kleinen Lloyd
Musikantenstadl und Wasserorgel
"Ich verspreche euch Licht, Luft und Sonne!"
Superman in Braunlage
Mein Freund Bello
Kulturelle Unterhaltung
Seeschlacht und Geschlechtskrankheiten
Uwe
Neue Möbel und Abschied
Das neue Haus
Der "Einzelhandel" in der Gunzelinstraße
Nebenerwerb
Die Leihbücherei
Ein neuer Freund
Ein Unfall
Fremdenzimmer und Familienplanung
Ein Garten direkt am Haus
Wohnen in der "Mau Mau"
Die Gunzelinschule
Sportunterricht
Bücher und "Schundliteratur"
Nächtliche Lesestunden und ihre Folgen
Wyk auf Föhr
VfB Peine
Das "neue" Fahrrad, Federball und Hula Hoop
Zeitungen austragen
Ein ganzer Kerl
Purzel
Die "Ehrenrunde"
Der Pinguin im Moor
Zigarettenbilder
Hundert Norweger
Kino
Rückfall in "alte Zeiten"
.
Freizeit, Tipp - Kick und "Torwarttraining"
Der Zungenkuss
Spielereien mit Schallplatten und ein Hauptgewinn
Eine neue Hose und ein neuer Freund
Der "Golle"
Fußball beim MTV
Die Badeanstalt - unser Domizil
Die Kanalbadeanstalt
Konfirmation
Die Musiktruhe
Ein Mofa im vollen Einsatz
Begegnungen mit dem "Konsum"
Der "scharfe" Gerolf
Training
Die letzte "Erholung"
Die Kilometerfresser und "Fischlein im Dunkeln"
Hannover
Die unheimliche Weserfahrt
Das Hallenbad und die Bruchstraße
Halbstark?
Ausflüge, Kochen und Jazz
Der Fingernagel
Das Liebesleben der Ameisen und Zukunftsaussichten
Hygiene und Aufklärung
Gadenstedt
Unsere Klassenfahrt an den Rhein
Politik
Die Mühlenstraße hat mich wieder
Millowitsch und Bullrichsalz
Tanzstunde und der Kuss auf die Brille
Nachhilfe im Rock n`Roll
"Pise" ,"Vene" und "Tante Elli"
Abschied von der Kindheit
Nachwort
Mühlenstraße 12
Langsam fahre ich mit dem Auto die Theodor - Heuß - Straße in Richtung Friedrich - Ebert - Platz hinauf. Wie sich das schon gestelzt anhört! Früher wäre man auf der Mühlenstraße zum Wilhelmsplatz gefahren. Das hört sich noch nach Peine an!
Ich lasse mein Auto auf dem Parkplatz des Gartencenters. Früher war hier die Gärtnerei Korth, wenigstens wird der gute Mutterboden weiter genutzt. Ich kann der Versuchung nicht widerstehen, überquere die lebhaft befahrene Straße und bleibe vor dem Haus Nr.12 stehen. Rechts an der Mauer ein hin gesprühter "Sinnspruch " in schreiend gelber Farbe: Wir kriegen Euch alle! Mein Magen verkrampft sich. Ich trete einen Schritt zurück, um das Haus in seiner ganzen Pracht zu sehen:
Die 12 hängt nur noch an einem Dübel auf halb Acht. Die einst rote Backsteinfassade hat sich etwas grau gefärbt, wie wir alle. Die Kacheln unterhalb der Fensterbänke wurden einst sorgsam poliert, heute sind sie stumpf und brüchig. Das stolze Hoftor, auf dem wir als Kinder immer rumkletterten, ist verschwunden. Die untere Fensterreihe ist statt Gardinen mit schmuddeliger Bettwäsche zugehängt. Darüber ein paar bunte Aufkleber, die auf Kinder schließen lassen und das triste Bild etwas auflockern. Mein Blick schweift ganz nach oben. Leere Fensterhöhlen schauen zurück.
Vorsichtig gehe ich über den Hof um das Haus herum. Leicht demoliert warten hier vier Einkaufswagen auf "weitere Verwendung". Daneben eine komplette Polstergarnitur in desolatem Zustand. Drei aufgebogene Briefkästen ohne Namen. Ein Klingelknopf, auf dem ein Wort mit sehr viel Y und Ü steht. Von drinnen höre ich Kindergeschrei und eine schrille Stimme, die in einer fremden Sprache scheinbar zur Ordnung ruft.
Ich traue mich nicht hinein, dabei wurde ich doch hier dank der Hebamme "Schwester Grete" geboren. Das Haus meiner Großeltern! Es war stets "unser Haus", obwohl es uns nicht gehörte. Wehmut erfasst mich, in Gedanken dreht sich das Rad der Zeit um fast 60 Jahre zurück:
Peine und bleibende Eindrücke von Greiz
Peine, heute eine Wohnstadt im Grünen, fein herausgeputzt mit Fußgängerzone, Spaßbad, Museum, einer Mühle, einem Kulturforum, fließendem Verkehr und, und, und.
In den 50er Jahren eine Industriestadt mit nicht einmal 30.000 Einwohnern, einer ziemlich trostlosen Innenstadt, durch die sich der Verkehr dank einer fast immer geschlossenen Bahnschranke quälte und mit einer dreckigen braunen Abgaswolke, die als Wahrzeichen diente, weil sonst nichts da war. Die Wolke sah man schon in 20 Kilometer Entfernung. Man konnte an manchen Tagen draußen keine Wäsche aufhängen, dennoch war sie nach Auskunft der damaligen Politiker "völlig unbedenklich".
Trotzdem spürte man irgendwie Wärme und Geborgenheit. Man kannte einander meist, war nett zueinander und versuchte die Errungenschaften des beginnenden Wirtschaftswunders für sich zu nutzen.
Hier wurde ich nun in der Mühlenstrasse 12 bei meinen Großeltern "auf der Durchreise" geboren. Meine Mutter wollte eigentlich zu ihrem nagelneuen Ehemann nach Greiz (Thüringen), aber da kam ich erstmal dazwischen. Die erste Zeit meiner Kindheit habe ich laut Erzählungen meiner Mutter dann auch in Greiz verbracht, wo mein Vater mit "Antiquitäten und Russen" handelte. Mein Vater hatte laut ihren Berichten im Krieg einen Kopfschuss erlitten, der auch Teile des Gehirns beschädigt hatte. Es kam zu "Aussetzern", bei denen es für uns beide auch erhebliche Prügel setzte. Davon zeugt bei mir heute noch ein schräges Nasenbein. Eine sehr kurzfristige Scheidung war die Folge. Mit wenigen Habseligkeiten und mir wurde Greiz fluchtartig verlassen.
Familienanschluss in der Mühlenstraße
Im zarten Alter von drei Jahren kam ich so 1947 wieder nach Peine. Ich kann mir gut vorstellen, wie meinem Opa Wilhelm Suerburg zumute gewesen sein musste, als er in damaliger Zeit plötzlich statt einem Esser weniger nun zwei mehr hatte. Mein Opa war Rangierer beim Peiner Walzwerk (das war damals noch was) und aufrechter Sozialdemokrat. Sein Lieblingsspruch war: "Weil ich immer für den Frieden und gegen den Kaiser und den Hitler war, durfte ich gleich an zwei Kriegen teilnehmen".
Von den Kollegen wurde er damals "Karritzer" genannt, was immer das heißen mag. Auf jeden Fall hatte das etwas mit der Geschwindigkeit zu tun, mit der er sich zu Fuß bewegte. Eine große, hagere Gestalt, die sich mit weit ausholenden Schritten meist drei Meter vor meiner Oma Gertrud hielt. Meine Oma, von kräftiger Figur mit einem mächtigen Busen, hatte laut Opa die Stimme eines Dragoners. Ihr "Willi, renn doch nicht so", dröhnt mir heute noch in den Ohren.
Nun war ich also als Produkt einer gescheiterten Zweierbeziehung wieder in Peine gelandet. Meiner Mutter war das alles ziemlich peinlich, denn die damalige Zeit war in dieser Beziehung nicht sehr großzügig. Ich wurde "für den Übergang" auf der Ritze des Ehebettes meiner Großeltern untergebracht, was mir Einblicke in ein späteres Eheleben einbrachte.
Zur Familie gehörte noch Werner, der Bruder meiner Mutter, der noch mehr oder weniger erfolgreich "in der Lehre" war. Seine Freude hielt sich in Grenzen, weil er um seinen Schlafplatz fürchtete. Er sollte Recht behalten, denn Erika (meine Mutter) wurde mit in seiner kleinen Eckkammer untergebracht. Werner war nur 10 Jahre älter als ich und hatte noch allerhand Flausen im Kopf, was mir wiederum entgegenkam. Aus seiner Lehrstelle, der Eisenwarenhandlung Möllring am Markt, brachte er oft Prospekte mit, aus denen er eigentlich lernen sollte, mit denen wir aber herrlich spielten.
So hatte mein Opa plötzlich eine 5-köpfige Familie durchzubringen, was bestimmt nicht immer leicht war. Meine Mutter, damals nur knapp über zwanzig, war wohl auch mit meiner Erziehung etwas überfordert, so dass dieses Amt nicht immer erfolgreich meine Oma übernahm. Dem wurde oft mit der hölzernen Rückseite eines Handfegers Nachdruck verliehen. Im Rhythmus der körperlichen Züchtigung wurde mir dann die Missetat meist noch einmal vorgebet.
Körperpflege und Spucke im Gesicht
Noch gefürchteter als der Handfeger waren allerdings kurzfristige Reinigungsaktionen meiner Großmutter. Imaginäre Flecken in meinem Gesicht wurden beseitigt, indem sie in ihre Hand spuckte und das Ganze in meinem Gesicht verrieb. Auch meine Mutter neigte zu dieser Methode, nahm dann aber als Zwischenlösung wenigstens ihr benutztes Taschentuch. Meine Oma führte diese Art der Reinigung übrigens letztmalig zum Anlass meines Vorstellungsgespräches zur Lehre bei der Kreissparkasse durch. Das habe ich mir dann aber verbeten und es war endlich Schluss damit.
Ansonsten geschah die "Körperpflege" in der so genannten kleinen Küche. Das war ein kleiner Raum mit einer Dachschräge im Anschluss an die große Küche, wo sich das pralle Leben abspielte. In der kleinen Küche befand sich nun ein messingfarbener Wasserhahn mit kaltem Wasser und einem runden, gusseisernen Becken darunter. Der Wasserhahn war immerhin mit einem kleinen Gummischlauch versehen, so dass der Wasserstrahl sogar etwas beweglich wurde. Dazu gab es eine Waschschüssel aus Emaille für die ganze Familie, die in den 60er Jahren dann durch eine bunte Plastikschüssel ersetzt wurde. Der Fortschritt machte auch hier nicht halt.
Jeden dritten Samstag wurde ein riesiger Einkochbottich mit Wasser gefüllt und auf dem Kohleherd der großen Küche zum Kochen gebracht. Das kam dann in eine große Zinkwanne, wurde mit kaltem Wasser gemischt und lud die Familie zum Bade. Da ich als letzter dran war, hatte das Wasser eine Konsistenz, wie ich sie später nur noch an einem Adriastrand vorgefunden habe. Immerhin wurden mir hinterher sämtliche Nägel geschnitten, die Schnipsel flogen dekorativ durch die Küche.
Küchenträume
Überhaupt die Küche! Sie war das Zentrum allen Lebens, denn die gute Stube wurde nur an Festtagen aufgemacht. Unter der Schräge befand sich ein altes Sofa mit Messingknöpfen in gemischtem "Chippendale - Landhausstil". Davor ein weißer Holzküchentisch mit zwei Auszügen. Die Löcher für die Auszüge benutzte mein Opa als Depot für seinen "Hannemann" - Kautabak, auch Priem genannt. Den deponierte er dort angekaut vor dem Essen. Nach dem Essen vergaß er ihn oft oder nahm ihn erst später wieder zu sich. So kam es, dass Besucher unsere Küche hin und wieder schwarz verklebte Finger hatten. Die Familie jubelte, als das einmal einem nervösen Versicherungsvertreter passierte. Zu dem Tisch gab es die stattliche Anzahl von vier weißen Küchenstühlen, von denen einer sogar mit einer versenkbaren Waschschüssel ausgerüstet war, die wir aber nie benutzten. War Besuch da, wurde oft stolz auf den Komfort hingewiesen.
Die Wand schmückte ein Wandbehang, auf dem links im Vordergrund ein Engel einen Kahn mit zwei Kindern besorgt beobachtete. Ein Stück weiter war der Engel ein zweites Mal und schaute nun ebenso besorgt auf den Küchenschrank mit den Vorräten. Die Sorge war hier mehr als berechtigt, denn Vorräte waren damals recht dürftig. Der Vorhang war aber wohl als Meterware gekauft und ein wenig zu lang geraten.
Das Prunkstück der Küche war ein riesiger eiserner Herd, um den ringsum eine blank geputzte Messingstange lief. Dieser Herd war beliebter Anlaufpunkt, wenn man im Winter durchgefroren vom Spielen heimkam Der beste Platz war dann auf dem Kohlenkasten, möglichst mit einer Stulle in der Hand. Auf der Herdplatte brutzelten im Winter herrliche Bratäpfel, deren Duft durch das ganze Haus zog. Geheizt wurde selbstverständlich mit Papier, Brennholz, Briketts und Kohle. Auf dem Herd lag oft noch die Brennschere meiner Oma. Ein zangenähnliches Gerät, mit dem sie sich Wellen in ihr Haar brannte, wobei es dampfte, zischte und merkwürdig roch.
Auf einer selbst gezimmerten Ablage stand nun anstelle des Volksempfängers ein Löwe Opta Radio mit einem magischen Auge, womit die Sendereinstellung zu überprüfen war. Auf der Skala waren sagenhafte Namen wie Hilversum und Beromünster angegeben, wo man aber nie was hörte. Direkt über dem Radio war ein heller Fleck an der Tapete, wo früher mal ein Bild gehangen hatte, vielleicht das eine gewissen Politikers österreichischer Herkunft. Das Programm bestimmte übrigens mein Opa, obwohl er sonst nicht viel zu melden hatte. Zu jeder vollen Stunde hörte er die Nachrichten, wobei er jedes Mal über die zwei "A"´s, Adenauer und Angestellte, schimpfte. In dieser Zeit hatten wir alle mucksmäuschenstill zu sein, was besonders meiner lautstarken Oma sichtlich schwer gefallen ist.
Eine technische Errungenschaft der Küche war ein hölzerner Eisschrank, wie ihn wohl im ganzen Haus niemand besaß. Er lief allerdings noch nicht mit Strom, da waren wir noch weit von entfernt. Einmal die Woche kam der Eiswagen durch die Mühlenstraße, der die Lebensmittelläden mit Stangeneis belieferte. Für uns Kinder waren die Eismänner echte Attraktionen. Sie trugen riesige Gummistiefel und Lederschürzen. Die Eisstangen zogen sie mit Enterhaken heraus, was uns mächtig imponierte. So war "Eismann" auch mein erster Berufswunsch. Die Eisreste wurden mit einem Pickel zerkleinert und an die Haushalte ver- kauft. Das Eisholen war nun meine Aufgabe. Man gab mir 50 Pfennig und einen großen Eimer. Damit flitzte ich die Treppe hinunter. Ein kleines Stück Eis steckte ich mir immer gleich in den Mund, ein Geschmack, an den ich mich heute noch erinnere…herrlich!
Dass ich nun aber immer 10 Pfennig zurückbekam, habe ich bis heute verschwiegen. 10 Pfennig waren eine Menge Geld. Taschengeld gab es damals nicht und so konnte ich mir wenigstens auch mal ein paar Süßigkeiten leisten, von denen niemand etwas wusste. Dafür gab es 5 Nappo`s, eine rautenförmige Kaumasse mit Schokoüberzug, mit der man später alle Plomben herausgeholt hätte oder 5 Tüten Ahoi - Brausepulver. Waldmeister, Himbeere, Erdbeere, Orange und Zitrone in diversen Schockfarben. Die konnte man in Wasser auflösen, was man dann aber schnell trinken musste, weil es nicht lange sprudelte. Man füllte es aber auch in die hohle Hand und spuckte kurz drauf. Die bunte Pampe schäumte herrlich und wurde mit Genuss aufgeschleckt. Auf ähnliche Weise aßen wir Kinder Keks, wenn es welchen gab. Kurz durchgekaut, auf die Hand und dann wieder rein. Auf diese Weise hatten wir den Genuss zweimal. Zum Zeichen der Verbrüderung nutzte man dieses Verfahren auch "über Kreuz", was ich gemeinsam mit meinem Freund Alli praktizierte. Leider nahm es Alli aber mit der Zahnpflege nicht so genau.
Alli und die Gärtnerei
Alli war der hoffnungsvolle Sohn der Gärtnerei gegenüber und lange Zeit mein bester Kumpel. An der Gärtnerei war ein Riesenschild angebracht: Gärtnerei Horstmeier, Inh. Walter Korth. Alfred Korth war also Alli und hatte einen Heiligenschein. Im Gegensatz zu mir war Alli wohlgenährt. Die Gärtnerei lief gut, man hatte zahlreiche Hühner und immer was zu essen. Ich hatte dagegen alle Mangelerscheinungen der Nachkriegskinder. Wenn ich die Schulterblätter zusammendrückte, konnte man eine Zeitung dazwischen stecken. Dazu hatte ich lange dünne Beine mit wulstigen Knien. Auch die Arme waren spindeldünn. Im Freibad wollte einmal ein Fotograf Bilder von mir machen. Ich war damals braun gebrannt und hatte dunkle Haare mit braunen Augen. Er suchte angeblich ein Modell für eine Spendendenaktion zugunsten hungernder Kinder in Indien. Er fotografierte mich tatsächlich, von einem versprochenen Honorar habe ich aber nie wieder was gehört.
Alli war also das genaue Gegenteil von mir. Er besaß Dinge, von denen ich noch nicht einmal zu träumen wagte. Er hatte eine große Menge Wiking - Modellautos und sogar einen Straßenplan dazu mit richtigen Verkehrszeichen. Je nach Fahrzeugklasse kosteten die Modellautos damals zwischen 50 Pfennigen und 1,50 Mark und waren daher für mich unerschwinglich. Man konnte sie sogar nach Katalog bestellen.
Alli war im Besitz von roten und blauen Indianerfiguren. Die Krönung war aber eine Dampfmaschine, die mit Trockenspiritus angetrieben wurde und verschiedene Blechfiguren in Bewegung setzte. Die Figuren sägten, hobelten und hämmerten je nach Dampferzeugung. Leider haben wir damit in der Nähe von ein paar Trockenblumen gespielt. Da ich im Umgang mit Trockenspiritus noch sehr ungeübt war, standen die Blumen plötzlich in Flammen. Die Maschine lief auf höchster Stufe und die Blechfiguren arbeiteten, dass es eine Freude war. Den endgültigen Erfolg verhinderte Herr Korth mit einem Gartenschlauch und ich wurde pitschnass des Gewächshauses verwiesen. Meine Oma hat die Aktion dann wie immer zu Hause mit der Handfegerrückseite abgerundet.
Meine Mutter machte nun den Vorschlag, dass ich mich am nächsten Tag mit einem großen Blumenstrauß entschuldigen sollte. So ein Blödsinn! Den hätten wir dann bei der Konkurrenz kaufen müssen. So war ich aber nach einer Schonfrist von drei Tagen auch ohne Blumen der in der Gärtnerei wieder wohlgelitten.
In der Gärtnerei gab es ein kleines und ein großes Gebüsch, wo wir prima spielen konnten. Das große Gebüsch lag etwas verwildert abseits an einem kleinen Ausläufer der Worthstraße, von uns "Hohe Worth" genannt. Da konnten wir unbeobachtet Indianer spielen, Buden bauen und uns den ganzen Tag vergnügen. Leider hatte der Zaun einige Löcher, durch die wir hin und wieder Besuch der Worthstraßenkinder bekamen. Die waren natürlich in der Überzahl und so gab es oft Sänge. Sie zerstörten unsere Buden, einmal landeten wir sogar an unserem eigenen Marterpfahl. Auf diese Weise lernte ich übrigens meinen späteren Freund Heinrich "Pittchen" Pauli kennen.
So verzogen Alli und ich uns immer mehr in das kleine Gebüsch, das direkt am Eingang der Gärtnerei lag und aus Wacholdern und Nadelhölzern bestand, dazu gab es noch einen riesigen Sandhaufen mit feinem Kies. Oft bauten wir uns nun aus feuchtem Sand jeder für sich ein imaginäres Rennauto, in dem wir bis zum Kopf verschwanden. Die Räder wurden mit Bierdeckeln angedeutet, die Kupplung bestand aus einem Stock und als Lenkrad dienten zwei Räder von einem Kinderwagen. Wir hockten uns in unsere Sandautos, fuhren einsame Rennen und machten einen Riesenkrach dabei. Alli baute sein Auto natürlich als Platzhirsch stets vor meinem, so dass ich trotz aller Anstrengungen immer nur Zweiter wurde. Irgendwie war das schon ein Wink fürs Leben. Immerhin hatten wir aber beide das Hauptfeld weit hinter uns gelassen, zumindest war niemand zu sehen.
Hühnerfutter
In einem alten Gewächshaus hatten Korth`s eine große Anzahl von Hühnern untergebracht. Große dicke Viecher in vielen Farben mit einem wuchtigen Hahn. Nicht solche Schmachthaken wie heute. Das Futter mussten wir beide von Knüppels Mühle holen, der Neustadtmühle an der Fuhse. Meist mussten wir da etwas warten. Wir setzten uns auf einen riesigen Findling vor der Mühlengaststätte und beobachteten die Schwalben an der Mühle, die in ihren Nestern hier direkt dicht an dicht unterm Dach hausten. Wir warteten, dass auf der Luisenstraße mal ein Auto vorbeikommt. Heute gibt es an dieser Stelle genug Verkehr durch den Fuhsering, die Mühle ist einem Altenheim gewichen.
Wir bekamen das Futter in einem riesigen Sack, den wir beide kaum bewegen konnten. So mussten wir den Sack mehrmals absetzen. Wir verschafften uns nun in den Pausen etwas Marscherleichterung, indem wir die im Futter enthaltenen Maiskörner schon mal weitgehend vertilgten. Zur Belohnung schmierte uns Frau Korth erst einmal eine Stulle mit richtiger Butter und wunderte sich, dass sogar der dünne Bengel von gegenüber keinen Hunger hatte. Herr Korth wunderte sich über die wenigen Maiskörner und wollte sich beim Müller beschweren. Im Geiste sah ich schon wieder den Handfeger, es passierte aber nichts.
Cowboy im Kindergarten
Vormittags ging ich noch in den Kindergarten in der Zehnerstraße. Hier kann ich mich noch an ein Kostümfest erinnern, zu dem man mich mit einer kompletten Cowboy-Ausrüstung ausgestattet hatte. Ich war begeistert! Natürlich hatte man alles selbst gemacht, mein Opa hatte mir aus Holz einen richtigen Colt mit einem langen Lauf gebaut. Leider war der Holzcolt nur grau gestrichen und hatte keinerlei Funktion. Daher schlug ich mit dem Lauf kräftig mehrmals auf den Tisch, damit überhaupt etwas knallte. Dabei ist mir dann der Lauf abgebrochen. Mein Verhältnis zu Holz war so schon in jungen Jahren gestört, denn aus Holz war auch der Handfeger, mit dem mich Oma nun bearbeitete. Dazu dann wie im heutigen Rapp-Gesang: "Musst - du - immer - alles - kaputtmachen!!"
Die Cowboyklamotten habe ich damals trotz Bitten, Flehen und Versprechungen zum Spielen nie wieder anziehen dürfen. Damit hätte ich endlich mal was gehabt, was Alli nicht hatte, aber psychologisch war man damals noch nicht so weit.
Weiterbildung im Plumpsklo
An meiner vorläufigen Unterbringung auf der Ritze hatte sich noch nichts geändert. Wenn meine Großeltern ins Bett kamen, tat ich immer so. als ob ich schliefe. Ich schlief aber bei weitem nicht immer und so hörte ich ihren Diskussionen zu, die sich auch oft um mich drehten. Die Ritze war notdürftig mit Decken ausgepolstert. Heute schwärmt man ja vom harten Liegen, vielleicht habe ich deshalb auch noch keine Rückenbeschwerden. Für nächtliche Bedürfnisse anderer Art diente ein Zinkeimer mit Deckel. Benutzte ihn mein Opa, konnte es schon mal 10 Minuten pladdern. Ich erinnere mich an ein Lied, dass die gesamte Familie bei den üblichen Feiern zu vorgerückter Stunde als kulturellen Höhepunkt nach der Melodie von Zarah Leanders "Jede Frau hat ein süßes Geheimnis" sang:
Jede Frau muss des Nachts auf den "Eima",
um halb eins, um halb eins.
Hat sie eine schwache Blase muss sie "zweima" ,
um halb eines, um halb eins.
Wie das dampft, wie das zischt,
wenn der Eimer dann am Überlaufen "ischt".
Übergelaufen ist er bei Opa nicht, aber ich hatte die dankenswerte Aufgabe, den Eimer morgens im Plumpsklo zu entsorgen. Eine Toilette gab es nämlich nicht. So ging es mit dem Eimer zwei Treppen runter und noch zwanzig Meter über den Hof. Da gab es zwei Plumpsklos, eines für den Hauswirt und eines für den Rest der Welt. Das zweite Klo war meist besetzt, kein Wunder bei vier Mietparteien. Wenn die Zeit mal knapp war, wurde der Inhalt des Eimers auch in der kleinen Küche von Oma direkt in den "Ausguss" (das eiserne Waschbecken) gekippt und kurz mit Wasser "nachgespült". Das roch dann äußerst denkwürdig.
Obwohl ich immer ein wenig Angst hatte, mit meinem kleinen Hintern da mal reinzurutschen, war mir das Klo ein beliebter Aufenthaltsort. Toilettenpapier gab es nicht. Mein Opa schnitt Zeitungen und Illustrierte in handliches DIN A 6 Format, fädelte das auf einen Bindfaden und hängte es an einen Nagel. Von den Zeitungen bekam man die Druckerschwärze an den Hintern, die Illustrierten waren zu glatt, aber man hatte immer etwas zum Lesen und Angucken dabei. Das nutzte ich weidlich aus und so bildete sich manchmal vor dem Klo eine kleine Schlange, wo man von einem Bein aufs andere trat. Kam ich raus, hatte ich nicht nur Freunde: "Wieder der Bengel!!"
Meine Mitbewohner
Wir wohnten in einem roten Backsteinhaus mit der Nummer 12 im zweiten Stock.
Unten wohnte die Hauswirtsfamilie Schweckendiek, wobei ich vor Herrn Schweckendiek eine ziemlichen Bammel hatte, weil er mich oft sehr böse ansah. Später erzählte man mir, dass er in Wirklichkeit ganz anders gewesen sei, aber da war es schon zu spät. Weiterhin die Familie Altendorf mit zwei Töchtern Helga und Maren, die mich aber zunächst nicht interessierten. Dazu gehörte Hartmut, der an Zwergenwuchs litt, aber ein sehr lieber Kumpel war.
Auf halber Höhe das Ehepaar Nedel, von denen man nie jemand zu Gesicht bekam. Gegenüber eine ältere Dame, Frau Wiechert aus Köln. Im Februar hörte ich einmal durch die Tür laute Schützenfestmusik und Gesang. Da habe ich gleich geklingelt, vielleicht gibt es ja was zu essen oder zu trinken. Da saß Frau Wiechert mit einer Flasche Wein am Radio und sang, dass sie zu Fuß nach Kölle jan wolle, wo immer das ist. Dabei weinte sie bitterlich, so dass ich dachte, Kölle wäre eine traurige Angelegenheit, der 1. FC ist das ja noch heute.
Oben wohnten dann wir. Eine abschließbare Wohnungstür gab es nicht. Ging man aus dem Haus, wurden sämtliche Türen abgeschlossen, die Schlüssel in die Küche gebracht und der Schlüssel zu Küchentür mitgenommen. Vom Flur waren sämtliche Räume zu erreichen. Gleich die erste Tür ging ins Schlafzimmer meiner Großeltern, in das sich oft ungeübte Besucher verirrten. Sie standen dann vor einem riesigen Wandbild mit barbusigen Engeln und Nymphen. Das Schlafzimmer war barockbraun aus Kaisers Zeiten. Daneben lag ein Zimmer mit Schräge, dass sich nun meine Mutter mit Werner teilen musste. Eine Tür führte in die Küche, eine in die gute Stube und eine in die kleine Bodenkammer mit Gerümpel, Vorräten und den Fahrrädern.
Die Haustür wurde abends um 9 Uhr abgeschlossen. Wir hatten zwei riesige Hausschlüssel, die wir nicht verlieren durften. Die verhältnismäßig hohe Zimmerzahl führte dazu, dass man Flüchtlinge bei uns einquartierte, womit das Chaos perfekt war. Meine Mutter hatte uns beide wohl zu spät umgemeldet und die Stadt kannte keine Gnade. Das Ehepaar Voigt waren liebe ältere Leute, und wurden in der kleinen Küche untergebracht. Damit waren sie aber im Besitz des einzigen Wasserhahnes, was besonders an den Badetagen zu Verwicklungen führte. Unglaublich, dass man diesen Zustand fast ein Jahr durchhielt, ohne dass es zu größeren Streitereien kam.
Ost/West - Gefälle in der Stube
Prunkstück unserer Wohnung aber war die gute Stube. Sie hatte einen Erker zur Straße hin und war somit der einzige Raum ohne Schräge. Darin befanden sich ein großer Schreibsekretär, an dem aber nie jemand schrieb und ein Nussbaumbuffet mit bunten Bleiglastüren. Der Knüller war ein riesiger dunkler Ausziehtisch mit 8 passenden Stühlen. Die Tischbeine waren in etwa 20 cm Höhe durch Stege wie ein Y verbunden. Darauf konnte ich herrlich mit meinen Autos spielen.
Die Stube wurde fast nur zu Feierlichkeiten geöffnet und mein Platz war dann zu später Stunde meist unterm Tisch, was mir beim Spielen Einblicke aller Art bescherte. Je später der Abend umso mehr Aufklärung gab es hier. Durch den Riesentisch hat man mich oft auch ganz einfach vergessen und so hörte ich oft Dinge, die nicht für mich bestimmt waren. Schlecht wurde es, wenn ich mal musste und gegen Mitternacht plötzlich auftauchte: "Mensch, der Bengel ist ja noch wach, jetzt aber ab!!" Vor versammelter Mannschaft wurde natürlich auf den Handfeger verzichtet und milde gelächelt.
Später bekam unser Wohnzimmer ein Ost-West Gefälle. Das kam so: In den 50er Jahren kam die Couch groß in Mode. Ein solches Stück wurde nun ungeachtet des übrigen Mobiliars angeschafft und an die Ostseite des großen Tisches gestellt. Der Tisch war natürlich viel zu hoch, so dass man die Beine kurzerhand gleich unterhalb des Steges absägte. Ich erhielt auf diese Weise 4 neue Bauklötze und der Tisch ein merkwürdiges Aussehen. Meine Autobahn blieb zum Glück erhalten. Sie wurde nur tiefer gelegt.
Die Stühle auf der Westseite waren nun natürlich zu hoch. Man verzichtete darauf, nun auch noch wie bei Karl Valentin die Stühle zu kürzen. Dennoch bot sich dem Betrachter beim Essen ein groteskes Bild. Vor der Couch hatte man den Teller in Augenhöhe, von den Stühlen aus hatte man ihn zwischen den Knien. Schade, dass man das damals noch nicht filmen konnte! Mein Platz unterm Tisch blieb aber erhalten, wenn auch unter verschlechterten Bedingungen, weil ich ja auch immer größer wurde.
Auf Männerfang
Meine Mutter war nun immer wieder unterwegs, oft allein, manchmal auch mit meiner Oma. Meine Oma hatte dazu einen urkomischen Hut mit einem Schleier und einer Feder obendrauf
und meine Mutter eine Kappe, die aussah, wie ein Viertel Fußball. Sie gackerten dann meistens herum und ich musste sie vorher begutachten, ob auch die Strumpfnähte gerade sitzen. Auf mein Kommando wurde das korrigiert, wobei ich sie manchmal auch zupfen ließ, wenn die Naht gerade war. So ein Frauenbein war damals auch für einen kleinen Knirps schon interessant. Das von Oma aber weniger.
Abends, wenn wir alle dann am Küchentisch saßen, ertönte draußen ein merkwürdiger Pfiff. Die Melodie stammte aus dem Landserlied "Auf der Heide blüht ein kleines Blümelein und das heißt Erika!" Der Pfiff beschränkte sich aber nur auf das Wort Erika. Ich wusste sicher, dass meine Mutter so hieß. Die bekam einen hochroten Kopf, stand auf, drehte sich mehrmals um die eigene Achse und verschwand eilends, ohne dass ich ihre Nähte begutachten musste.
Ins Bett brachte sie mich nun nur noch selten.
In unserer Großfamilie tauchte immer öfter ein junger Mann auf, der sich auffallend um mich bemühte, was mich aber ziemlich kalt ließ. Von Männern hatte ich bisher wenig Gutes gehört.
