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Nehmen Katzen Drogen? - über Katzen, Liebe und andere Missgeschicke Eine Frage, die sich Katzenliebhaber nicht nur manchmal stellen. Was hat dieses Tier nur genommen? Kann ich das auch haben?Dies ist nur ein Thema, mit dem sich dieses Buch befasst. Von der Haarfarbe, die nicht ganz den Erwartungen entspricht über einen One-Night-Stand, die Liebe bis hin zum Tod sind die Kurzgeschichten gefächert. Die Geschichten sind teils lustig, teils heiter, manche machen nachdenklich. Die Figuren und Handlungen sind frei erfunden, werden aber von der Lebenserfahrung der Autorin geprägt.
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Seitenzahl: 131
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Katzen
1. Das Katz-und-Mensch-Spiel
2. Nomen est omen
3. Happy pills
4. Die Wilde Wutz
Liebe
5. Nach dem Weltuntergang
6. Eine Liebe quer durchs Ruhrgebiet
7. Hals über Kopf in Turbulenzen
8. Der Rockstar
9. One Night Stand
10. Das Fitnessstudio
Missgeschicke
11. Roter Alarm
12. Kein Tag wie jeder andere
Nachdenkliches und Besinnliches
13. An Gott oder wen immer es interessiert
14. Die Hundewiese
15. Wo ist Nina
16. Immer kommen sie nachts
17. Alle Jahre wieder
18. Die Weihnachtswichtel
Die Idee zu dieser Anthologie kam mir dadurch, dass eine befreundete Redakteurin mal wieder kurzfristig eine Kurzgeschichte für ihr Essener Frauenmagazin brauchte. Sie sollte “Herz-Schmerz und ein Happy-End” beinhalten. Bei der Durchsicht meiner Sammlung ist mir aufgefallen, dass es einige Geschichten wert wären, sie nicht nur lokal begrenzt zu veröffentlichen. Die Geschichten, die mir persönlich am besten gefallen haben, sind hier zusammengefasst. Die Sammlung ist ein bunter Reigen aus heiteren, romantischen, lustigen, nachdenklich stimmenden und besinnlichen Storys.
Herzlich bedanken möchte ich mich bei meiner besseren Hälfte Erhard, sowohl für seine Unterstützung, als auch für seine Geduld mit mir, wenn ich im „Schreibmodus“ bin. Natürlich darf ich meine „Rasselbande“ nicht vergessen, die mich mit ihrem täglichen Unfug sehr häufig inspiriert.
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen dieser – wie ich hoffe - abwechslungsreichen Lektüre!
Claire Ogro im April 2015
Katzen
Manch Zeitgenosse ist so naiv zu glauben, dass das Spiel eine Erfindung der Menschen sei. Weit gefehlt! Wir – eure, ach so kuscheligen, lieben und doch so mysteriösen Vierbeiner – sind die wahren Erfinder. Eigentlich haben wir es auch nicht erfunden, sondern es wurde uns in die Wiege gelegt, aber wir haben es perfektioniert und das schon vor langer, langer Zeit ...
Betrachtet man den geschichtlichen Werdegang der Katzen vom Kammerjäger zum Liebling der Herzen, so ist die Geschichte geprägt von absoluten Höhen bis hin zu schlimmen Tiefpunkten. Als wir, die Katzen, uns entschlossen den Mensch als Untertan zu akzeptieren, haben wir das ursprüngliche Katz-und-Maus-Spiel in das Katz- und-Mensch-Spiel abgewandelt. Der Mensch als Untertan werden sich manche ungläubig fragen? Ja, es soll tatsächlich noch Zeitgenossen geben, die ihren Platz in der Hierarchie anzweifeln. Aber gut, jene, die uns Katzen kennen, wissen es besser.
Als wir uns vor tausenden von Jahren entschlossen, eine Zweckgemeinschaft – natürlich zu unserem Vorteil – mit dem Menschen einzugehen, fingen wir an, gekonnt mit den Menschen zu spielen. Was wir bis heute tun! Es gab zwar Zeiten, in denen wir es nicht so einfach hatten, da wir verteufelt wurden, jedoch zum größten Teil wurden wir vergöttert. Aber das Ganze der Reihe nach ...
Die alten Ägypter waren von denen, mit denen wir spielten, die ersten, die es für die Nachwelt festhielten. Geschickt starteten wir unseren Siegeszug in ihren Kornkammer als Schädlingsbekämpfer. Später schafften wir den Einzug über ihre Herzen in ihre Schlafzimmer bis hin zu ihren Tempeln. Unser geheimnisvolles Wesen, die Art wie wir mit unseren Feinden umgehen – als wäre das Töten einfach nur ein leichtes Spiel –, unser unergründlicher Blick und nicht zu vergessen, unsere Eleganz und unsere anschmiegsame Natur, um nur einige unserer Vorzüge zu nennen, erleichterten uns die Sache natürlich ungemein. Wir waren und sind etwas Besonderes! Nicht umsonst fanden wir Verehrung in Gestalt der Katzengöttin Bastet. Obwohl es zu damaligen Zeiten strengstens verboten war, uns aus Ägypten mitzunehmen, schafften wir es über den Seeweg, die Welt zu erobern. So kamen wir auch nach China. Die alten Chinesen glaubten, dass nur der Mensch und die Katze eine Seele besäßen. In ihren Tempeln waren wir ebenfalls mehr als willkommen. Ebenso wie als Beschützer ihrer wertvollen Seidenraupenzüchtungen.
Im Mittelalter wurde uns diese Besonderheit allerdings zum Verhängnis. Der Aberglaube bestimmte das menschliche Denken. Wir Katzen galten als dämonisch und unglückbringend. Wir wurden sogar mit Hexen und dem Teufel in Verbindung gebracht. Dies alles nur, weil die Menschheit zu der Zeit nichts akzeptieren konnte, was unergründlich war. Die Borniertheit der Menschen ging so weit, dass sie allen Ernstes glaubten, die Erde sei eine Scheibe. Hätten sie mal uns Katzen gefragt! Wir wussten es damals schon besser. Das war eine dunkle Zeit, in der unzählige unserer Artgenossen auf grausame Weise umkamen. Aber die Menschen machten seinerzeit auch nicht vor ihresgleichen halt. Es war eine schlimme Epoche und dies nicht nur für Katzen! Dennoch hatten wir auch dazumal Anhänger, obwohl es als Gotteslästerung galt, gab es Menschen, die nicht auf uns verzichten wollten. Wer kann auch einem so reizenden Spielkameraden widerstehen?
Wie das Leben aber so spielt, änderten sich die Zeiten und wir Katzen waren aufs Neue geachtet. Erst wurden wir wieder als Nutztiere und wertvolle Jäger angesehen – ja, es gab sogar Zeiten, da waren wir fast so kostbar wie eine Kuh –, später dann erneut als Heimtiere. Unser Siegeszug in die Haushalte der Menschen war stetig und unaufhaltsam. Zusammen mit den Hunden sind wir heute der Menschen liebste Weggefährten. Mal stehen die Hunde auf der Beliebtheitsskala ganz oben, dann wieder wir. Inzwischen werden uns neben unserer anderen Vorzüge sogar medizinische und therapeutische Fähigkeiten nachgesagt. Dennoch halten sich auch Gerüchte über uns, zum Beispiel, dass es Unglück bringen würde, wenn eine schwarze Katze den Weg von links kreuzt. Alles Aberglaube! Die Einstellung uns gegenüber ist nach wie vor zwiespältig, die Wertschätzung überwiegt dann allerdings. Diese Zwiespältigkeit beruht auf der Tatsache, dass wir in dem langen Zusammenleben mit dem Menschen mehr als andere Tiere unsere Selbständigkeit bewahrt haben. Manche behaupten gar, wir wären nicht erziehbar. Das ist Unfug!
Wir Katzen haben uns sogar das Miauen angewöhnt, um mit dem Menschen kommunizieren zu können. Für den Umgang mit unseresgleichen bräuchten wir es nicht. Wir gehorchen, wenn wir einen Vorteil daraus ziehen können. Und genau dies ist ein Teil des Katz-und-Mensch-Spiels. Die Katze ist übrigens das einzige Tier, das sich selbst domestiziert hat. Da soll einer behaupten, wir wären dumm! Mysteriös mögen wir manch einem erscheinen. Wir geben eben nicht alles von uns preis … Wir spielen mit, aber bestimmen die Regeln. Wir sind Spieler und Spielleiter in einem. Unser Talent zum Spiel ist angeboren und in unserem Jagdinstinkt begründet. Wir wissen von Natur aus zu bluffen und zu manipulieren, mehr als es je ein Mensch erlernen könnte. Selbst die Wissenschaft hat sich die größte Mühe gegeben, uns und unsere Mimik zu entschlüsseln. Ein klein wenig verrieten wir – schließlich wollen wir bis zu einem gewissen Grad verstanden werden – aber das war nur die Spitze des Eisbergs. Durch unseren als putzig empfundenen Spieltrieb verschleiern wir unsere Raubtiernatur. Wenn wir jagen, sieht es aus wie ein Spiel. Unser Leben ist ein einziges Spiel, ob mit unseren Menschen oder mit unserer Beute. Das Spiel hat eine uralte Tradition!
Wer glaubt, wir hätten uns allein in der Geschichte einen Namen gemacht, der täuscht sich. Unbeirrt nahmen wir auch Einzug in Kunst und Literatur. Ein weiteres Zeichen für das Katz-und-Mensch-Spiel. Wir bewegen und inspirieren den Menschen so sehr, dass er das Bedürfnis hat, dies zu manifestieren und zu kommunizieren. Berühmte Geister erkannten bereits, dass Hunde Herrchen bräuchten; Katzen hingegen Personal. Nicht umsonst beschreiben sich Zweibeiner auch gelegentlich als „Futterknechte“, „Katzenkloreiniger“ oder „Dosenöffner“. Diese haben das Spiel verstanden. Das Katz-und-Mensch-Spiel ist eigentlich ein schönes Spiel, von dem – im Idealfall – beide Seiten profitieren. Wir, weil wir umsorgt werden und der Mensch, weil ihm ein kleiner „Despot“ gnädig zugetan ist. Auch wenn das Spiel uralt ist, so gibt es immer wieder Modifizierungen. Wir sind eben anpassungsfähig! Waren unsere Spielzeuge in der Frühzeit eher primitiv, sind sie heute zum Teil hightech; denn es ist schon ein Heidenspaß hinter einem roten Laserpunkt herzujagen. Andere Spiele sind fast gleich geblieben, wie etwa das „Du darfst mich anfassen, wenn du mir Futter gibst Spiel“. Wir locken die Zweibeiner zwar nicht mehr zur Feuerstelle, aber dafür Richtung Kühlschrank. Das Katz-und-Mensch-Spiel ist ein Spiel, das nie langweilig wird und sich bis ins Unendliche verlängern lässt – in immer neuen Variationen. Spielt mit uns und Ihr könnt nur gewinnen, wir aber auch
Gestatten, dass ich mich vorstelle. Mein Name ist Diviciacus, kurz Divi genannt. Ich bin zwölf Jahre alt und meines Zeichens ein wunderschöner roter Kater - ich jedenfalls finde mich wunderschön! Mein Zuhause teile ich mit einem weiblichen und einem männlichen Zweibeiner, auch Menschen genannt, sowie drei weiteren Artgenossen. Letztere wären der dicke Paul und die Zwillinge Leo und Lily.
Mein Verhältnis zu den Zweibeinern, die sich auch gern mal als unsere Dosenöffner bezeichnen - gut, dass ihnen bewusst ist, auf welcher Hierarchiestufe sie stehen! - ist eigentlich sehr gut. Mein Frauchen ist einfach klasse! Sie nimmt mich oft liebevoll auf den Arm und krault mich, dann sagt sie immer so verruchte Sachen wie „me gatto rosso bello“ zu mir. Ich habe zwar keine Ahnung, was das heißen soll, aber es klingt soooo toll! Wäre sie eine Katze, dann wäre sie meine Frau! Genau da liegt auch das Problem mit dem männlichen Zweibeiner. Den habe ich irgendwie auch gern, aber er steht zu oft zwischen mir und meinem Frauchen, weil er sie als sein Weibchen beansprucht. Das finde ich nicht so gut! Dadurch haben wir gelegentlich mal kleinere Auseinandersetzungen. Natürlich lasse ich ihn immer wie den Sieger aussehen, damit er sich überlegen fühlen kann. Taktik ist alles!
Mit meinen Kollegen komme ich auch gut aus. Der dicke Paul ist zurückhaltend, aber er hat auch ein schlimmes Schicksal hinter sich und ist heute noch ein wenig traumatisiert. Früher hat er sich ständig zwischen Kartons unter dem Bett verschanzt. Er hat sich da eine richtige Festung gebaut. Wenn er nichts mit uns zu tun haben wollte, dann hat er uns gewaltig gejagt. Ansonsten hatte er Angst vor allem. Heute ist er wesentlich relaxter. Paul ist der Älteste von uns. Er war schon vor mir da, aber die Herrschaft habe ich dann auf meine ganz charmante Weise übernommen, aber dazu später mehr...
Der graue Paul, den Frauchen auch manchmal ganz sanft „mein Smaragdauge“ nennt, ist ein uneheliches, abgeschobenes Trennungskind. Er hat mir mal erzählt, dass er auf einem Bauernhof in einem Schuppen gelebt hat. Fressen wäre wohl immer genug da gewesen, aber was im fehlte, war der Familienanschluss. Er wollte immer raus aus dem Schuppen und rein ins Haus. Sein Blick wird immer so traurig, wenn er sich daran erinnert ... Naja, als sich seine Zweibeiner dann trennten, wollte ihn keiner haben. Eine Zeit lang sah es ganz düster für ihn aus, aber dann war da unser Frauchen. Sie nahm ihn auf. Seither hat er - bis auf einen Bauernhof - alles: ein warmes Zuhause, Spielkameraden, Familienanschluss und genug Fressen. Trotzdem ist Paul manchmal komisch. Ich denke, er traut seinem Glück einfach nicht. Nun ja, nach der Erfahrung kann man es ihm auch nicht verdenken.
Die Zwillinge Leo und Lily sind ein Jahr jünger als ich. Beide sind ganz schwarz und die
Zweibeiner haben manchmal ganz schöne Probleme, sie zu unterscheiden. Ich hingegen gar nicht. Aber meine Nase, meine Ohren und meine Augen sind ja auch nicht so unterentwickelt wie die der Zweibeiner. Die zwei sind nach einem Gangsterpärchen aus dem Kinofilm „Circus“ benannt. Eigentlich auch passend, denn wenn das „schwarze Gelumpe“ anfängt zu rocken, dann wird es echt kriminell. Leo ist voll in Ordnung! Wir sind richtig gute Kumpels und haben uns gelegentlich auch ganz doll lieb. Frauchen sagt dann immer wir wären „schwule Kater“, aber das ist alles Quatsch! Obwohl ich gar nicht weiß, was sie uns damit sagen will. Leo wird von den Zweibeinern auch „Schmusie“ genannt. Der dreht immer völlig durch, wenn er gekrault wird. Er macht dann immer auf devot und verrenkt sich wie ein Wilder, als wenn wir so selten gekrault würden. So etwas wäre total unter meiner Würde, aber wem es gefällt ... Wie gesagt, bis auf diesen Spleen ist er echt okay. Mit ihm kann man prima herumtollen und Spielzeug verstecken, wovon wir ja reichlich haben.
Seine Schwester Lily ist eine ganz kleine, zierliche Mietze. Frauchen hat ganz viele Kosenamen für sie, wie „Pimpernellen-Elli“, „Lisbeth“, „Wilde Wutz“, “Püppi” oder „Quietschi“. Nur die Liste meiner Kosenamen ist noch länger, aber dazu komme ich gleich ... Lily ist manchmal etwas zickig und meint, sie wäre etwas Besonderes, vor allem, wenn es um Futter geht. Lily ist so ein Glamour- oder wie die Zweibeiner auch sagen, ein It-Girl. Manchmal wird Frauchen richtig böse, wenn sie Lily das dritte Futter vorgesetzt hat und sie immer noch nicht frisst, aber so sind die Weiber wohl: immer Sonderwünsche. Ansonsten komme ich aber auch mir der kleinen Lady ganz gut klar.
Tja, und dann wäre da noch meine Wenigkeit. Wie gesagt mein vollständiger Name ist Diviciacus. Meine Herkunft ist weniger rühmlich als anrüchig. Mein Geburtsort war ein Schweinestall. Ich weiß noch, wie mein Frauchen mich zum ersten Mal auf den Arm genommen und ganz entzückt, aber mit gerümpfter Nase gerufen hat: „Ist der süß, aber der stinkt nach Schwein!“. –
„Der ist nicht süß! Er ist klein, er ist rot und ein Teufelsbraten!“, wurde sie von der Frau belehrt, die sich bisher, eigentlich recht nett, um mich und meine Familie gekümmert hatte.
„Naja, wenn er so ein Teufelsbraten ist, dann braucht er auch einen besonderen Namen!“, gab mein Frauchen zurück.
So kam ich also zu meinem außer-gewöhnlichen Namen. Frauchen erklärte mir, dass Diviciacus ein historischer Druide gewesen sei, der sich mit dem großen Cäsar gegen seinen eigenen Bruder und Fürsten verbündet hat. Ich denke, indirekt hat sie mir damit unterstellt, dass ich immer auf meinen Vorteil bedacht wäre, was natürlich überhaupt nicht zutrifft! Auf der anderen Seite behauptet Frauchen immer, dass jede Katze ein kleiner Druide sei, weil wir es verstünden, im Jetzt zu leben. Aber was gibt es Wichtigeres als das Jetzt?
Um noch einmal auf das Thema Vorteil zu kommen: Gut, ich bin der Chef im Haus! Den Status habe ich mir aber redlich verdient. Als ich ins Haus kam, gab es Paul und noch einen anderen Kater. Paul hat mich quasi gleich adoptiert. Ich war eben niedlich! Er war wohl froh, dass er nicht mehr der einzige Jungkater war. Den anderen Kater habe ich nicht mehr näher kennengelernt. Eines Abends nahm ihn Frauchen mit und danach habe ich ihn nicht mehr gesehen. Paul meinte, dass er jetzt im Katzenhimmel wäre. Wo immer das auch sein mag, schön kann es nicht sein, denn unser Frauchen war ganz schön traurig! Danach war ich eine Weile mit Paul allein. Ich hatte absolute Narrenfreiheit bei ihm, denn ich war ja sein „Kleiner“. Dass ich erwachsen wurde und das Ruder übernahm, merkte er noch nicht einmal. Ein knappes Jahr danach kamen die Zwillinge und die hatten von vornherein keine Chance gegen mich.
Ich weiß auch ganz genau, warum ich „Mama“, wie ich mein Frauchen insgeheim nenne, immer und überall hinterher renne. Für mich fällt dabei meist etwas ab und wenn es nur eine zusätzliche Streicheleinheit ist. Das ist doch nur legitim und irgendwie echt clever von mir!
Okay, ich bin auch eine Petze! Wenn der männliche Zweibeiner mit mir schimpft oder die anderen Stress machen, dann hänge ich an Frauchens Rockzipfel und beschwere mich halt. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann hänge ich eigentlich ständig an Mamas Rockzipfel.
