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Obwohl ich sehr streng katholisch erzogen wurde, hatte ich meine erste sexuelle Erfahrung bereits in meinem dreizehnten Lebensjahr. Kein schönes Erlebnis, doch Jahre später lernte ich meine große Liebe Michael kennen und die schönen sexuellen Erfahrungen mit ihm beschränkten sich durch einen Zufall nicht mehr nur auf uns zwei. Zügellose und atemberaubend wollüstige Abenteuer bereicherten ab sofort mein Kopfkino ...
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Seitenzahl: 300
Veröffentlichungsjahr: 2012
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Brigitte Di Greco
NEUGIERIG
Erotische Episoden
1.Auflage
Deutsche Erstausgabe 11/2012
Copyright © 2012 by Brigitte Di Greco
Printed in Germany 2012
Umschlagillustration: Dream Team
Druck: epubli GmbH, Berlin
http://www.epubli.de
ISBN 978-3-8442-3737-5
NEUGIERIG
Neugierig? Das war ich schon immer! Ich heiße Brigitte und bin jetzt sechsundvierzig Jahre jung! Schon sehr früh interessierte ich mich für Sex. Durch eine sehr strenge, katholische Erziehung wurde dieses Thema für mich sehr reizvoll, denn zuhause war es ein Tabu. Aus reiner Neugierde sammelte ich meine ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht schon mit dreizehn Jahren. Keine Ahnung von Zungenküssen oder Geschlechts-verkehr wollte ich es dennoch ausprobieren und wurde bitter enttäuscht. Es tat furchtbar weh, nicht gerade das, was ich mir vorgestellt hatte.
Danach folgten zwei flüchtige Bekanntschaften, bis ich schließlich meine Jugendliebe kennen lernte. Anfangs verstanden wir uns sehr gut, doch mit der Zeit wurde es in unserer Beziehung immer langweiliger. Er wollte ständig zuhause bleiben und vor der Glotze sitzen, ich wollte tanzen, feiern…einfach das Leben genießen. Unsere Interessen gingen in völlig verschiedene Richtungen auseinander. Wir trennten uns nach drei Jahren als Freunde. Etwas
später lernte er seine zukünftige Frau kennen… und ich habe die Beiden verkuppelt! Ich hatte ihn sehr gerne, deshalb war ich sehr froh, dass er wieder glücklich war. Doch nun freute ich mich auf mein neues Leben als Single! Ich war wieder neugierig…wie ist es wohl mit einem anderen Mann? Genauso langweilig? Was hat mir dieses Leben noch zu bieten? Nach meinem Ausbruch konnte man mich sicher nicht als ein Kind von Traurigkeit bezeichnen. Ich war neunzehn, besaß ein eigenes Auto und verdiente gut! Leben, du kannst kommen!
Endlich mein eigener Herr. Alles machen woran ich Spaß hatte. Ich sag nur eins, ich hatte sehr viel Spaß!! Verehrer gab es genug, meine schlanke Figur und meine lockigen, blonden Haare fielen in das Beuteschema der Männer. Ich studierte sie, und ich hatte Recht – es gab noch mehr zu erleben, viel mehr!! Ich hatte gute und schlechte Liebhaber. Gutaussehende Männer – oft die größte Enttäuschung im Bett! Unter meinen Liebhabern stach lediglich ein einziger hervor – ein leidenschaftlicher Italiener. Sex mit ihm – sehr gut! Er hatte nur zwei Fehler: Eifersucht und Besitzanspruch. Eine Woche, nachdem wir uns kennen lernten, „entführte“ er mich nach Verona. Ausgelassen tanzten wir an diesem Abend in der Disco. Gegen zwei Uhr morgens dachte ich, er bringt mich nach Hause. Er startete sein Auto und fuhr los, jedoch in eine völlig andere Richtung. Er meinte, er hätte eine große Überraschung für mich, ich solle ein wenig schlafen, die Fahrt dauere etwas länger. Der Trip endete in Verona! Ich war stinksauer! Wir besuchten seine Eltern und er stellte mich ihnen mit den Worten vor: „Das ist meine zukünftige Frau!“ Ich machte gute Miene zum bösen Spiel, bloß um wieder heil aus der Geschichte kommen.
Wieder zuhause beendete ich diese kurze Liaison. Die Zeit danach war schlimm. Er stellte mir nach, rief mindestens zehn Mal am Tag in meiner Arbeit an und beschwatzte mich, doch zu ihm zurückzukehren. Als sein Gesäusel bei mir nicht fruchtete, schlugen seine flehentlichen Bitten in massive Drohungen um. Ein halbes Jahr verkroch ich mich, bis ich die erlösende Nachricht erhielt, dass er einen neuen Job in einer weit entfernten Stadt angenommen hatte. Dieses heilsame Erlebnis dämpfte meine Neugier ganz extrem. Ich wünschte mir einen Mann mit dem ich alt werden könnte. Lieb, nett und zuverlässig sollte er sein, wie mein erster, fester Freund, nur nicht so langweilig.
Walter, ein Jahr älter als ich, schien mir der Richtige zu sein. Er führte mich zum Tanzen aus, wir gingen gut essen, der Sex mittelmäßig, doch der Rest stimmte. Dachte ich…. Nach drei Monaten stellte ich mit Entsetzen fest: ich war schwanger. Meine Spirale war vollkommen in Ordnung, lag richtig, hatte nur anscheinend einmal ein Nickerchen gemacht, anstatt zu arbeiten. „Du bekommst das Kind auf jeden Fall! Wir heiraten sowieso! Ist doch egal, ob unser Kind früher oder später kommt! Nachwuchs ist etwas Schönes! Ich freue mich so sehr!“ Das waren Walters Worte. Mein Arzt entfernte die Spirale, jetzt gab es kein Zurück. Walter war schlagartig nicht mehr der Mann, den ich vor der Schwangerschaft kannte. Meine gute Menschenkenntnis hatte mich im Stich gelassen. Drei Jahre ging ich durch die Hölle mit diesem Mann. Mein Selbstwertgefühl sank weit unter null. Für unser gemeinsames Kind wollte ich die Familienidylle erhalten, ich dachte immer ein Kind braucht doch seinen Vater. Im Grunde genommen hatte ihn weder seine Tochter noch ich wirklich interessiert. Für ihn war es lediglich wichtig versorgt zu sein. Waschen, putzen, kochen und baldmöglichst wieder zur Arbeit zu gehen, das war seine Devise. Das Kind kann die Oma hüten – so war sein Plan. Sex? Was sollten wir noch Sex miteinander haben? Auch dieses Thema war zu Beginn der Schwangerschaft schon gegessen: „Bekomm Du erst einmal Dein Kind, dann sehen wir weiter!“ Das musste ich mir anhören, als ich wieder einmal einen Versuch startete ihn zu verführen. Auch nach der Geburt behielt er sein Klosterleben bei, spät nachts schlich ich oft aus unserem Schlafzimmer um im etwas weiter entfernten Bad mir selbst eine kleine Erlösung zu verschaffen. Ich will nicht viel mehr darüber schreiben, nur so viel – im dritten Jahr dieser Horrorzeit, wurde ich ins Krankenhaus eingeliefert. Ich konnte nicht mehr schlucken, im Bauchraum durfte mich niemand mehr berühren, so starke Schmerzen hatte ich dort. Langwierige Untersuchungen brachten kein Ergebnis. Letzter Versuch war eine Untersuchung beim Frauenarzt. Kein Befund. Doch dann blickte er mir tief in die Augen und meinte mit ruhiger, sanfter Stimme: „Ich denke, Sie sind eine sehr unglückliche Frau, ich sehe es in Ihren Augen.“ Das war der Auslöser. Hemmungslos brachen die vielen, unterdrückten Tränen aus mir heraus, der Arzt nahm mich in seine Arme und hielt mich fest, während mein Leid aus mir heraussprudelte. Er war es, der mir den dringenden Rat mit auf den Weg gab, mich von meinem Partner zu trennen. Noch heute bin ich sehr dankbar, einen Menschen gehabt zu haben, der mir den notwendigen Schub gab, diesen Mann zu verlassen.
Die Zeit danach war nicht gerade einfach. Wohnungssuche, Umzug, ganztägig in der Arbeit, dazu noch die Organisation der Betreuung meiner zweijährigen Tochter, Stress ohne Ende! Ich magerte auf bedenkliche 45 Kilo ab, bei einer Größe von 1,65 cm! Ausgehen konnte ich nur, wenn es mir gelang einen Babysitter zu organisieren. Ab und zu konnte ich so meinem Alltag entfliehen. Nach ein paar Monaten lernte ich einen Mann kennen. Ganz nett, total vernarrt in die Kleine, doch kribbeln im Bauch hatte ich nie. Sechs Wochen nachdem ich diesen Mann kennen lernte, war ich abends nach der Arbeit zu Besuch bei meinem Vater und seiner Freundin. Ich blätterte in der lokalen Zeitung, unter den Bekanntschaftsanzeigen, war zu lesen:
Lieber Weihnachtsmann!
Diesmal bin ich mit meinem Wunsch früh dran. Du weißt, mir fehlt das Wichtigste: Die richtige Frau…! Noch hast Du Zeit, also schau Dich um… Emanzen, Grüne, Intellektuelle pack in den anderen Sack! Die Schnuckelige aber, mit dem guten Gesicht und was noch so alles dazu gehört…Na, Du weißt schon – die halte fest! Sag, was für mich wichtig ist: Geborgenheit, Vertrauen, Zärtlichkeit. Sag dass ich ein sehr musischer, humorvoller 37jähriger, sportlicher und gut aussehender Lebenskünstler bin (schlank, 1,76 cm). Sag auch, dass ich es genieße, zeitlich und finanziell unabhängig zu sein. Da das Geschenk für mich nicht umgetauscht wird, sollten bitte ausschließlich Bildzuschriften erfolgen. Auf dass bald jeden Tag Weihnachten ist!
Ich las diesen Text gleich zweimal, Die Freundin meines Vaters las mit und meinte: „Diesem Mann würde ich schreiben, so ein schönes Inserat!“ Ich antwortete: „Komisch, ich habe so ein Gefühl, als ob er zu mir passen würde, aber – ich bin 24 Jahre alt, er ist schon 37! Weiß der Teufel wie der aussieht, wahrscheinlich hässlich und fett mit Glatze! Außerdem habe ich gerade einen Freund!“ Sie meinte jedoch: „ Du musst ihm schreiben, sonst schreibe ich…grins!“ Ich schnitt das Inserat sorgfältig mit einer Schere aus und ließ es in meiner Handtasche verschwinden. Eine Woche trug ich es mit mir herum, immer wieder kramte ich es hervor und las es, und immer öfter hatte ich das Gefühl – der passt zu mir! Am darauf folgenden Sonntag besuchte mich eine enge Freundin zum Kaffeeklatsch. Ich zeigte ihr den Zeitungsausschnitt, sie las und danach begann sie sofort zu überlegen, was ich antworten könnte. Es wurde noch ein spaßiger Nachmittag mit folgendem Resultat: Lieber Unbekannter!
Heute kam der Weihnachtsmann an meine Tür, und brachte einen schönen Brief zu mir! Ein Mann sucht eine Frau, das passt auf mich genau! Ich bin 1,65cm groß und schlank, und würde mich über Deinen Anruf sehr freuen!
Feinsäuberlich schrieb ich diese Zeilen zuhause nieder und legte mein Lieblingsbild bei. Nach vier Tagen brachte ich diesen Brief dann endlich zur Post. Anfang November ging mein Brief an den Unbekannten, Tage später wartete ich schon gespannt auf seinen Anruf. Nie zuvor hatte ich auf ein Inserat geantwortet, die Aufregung war täglich präsent. Drei Wochen vergingen, der Unbekannte rief nicht an. Meinen Freund wollte ich auch nicht mehr sehen, so deprimierte es mich. Ich redete mir ein, dass ich doch tatsächlich nicht in der Lage sei, auf ein Inserat so zu antworten, dass derjenige sich dann auch meldet. Ich hätte mich ohrfeigen können, dass ich mein Lieblingsbild aus der Hand gegeben hatte. Nun wollte ich es wissen. Ich schrieb ein kleines Inserat (Bin 24 Jahre, 1,65cm groß, schlank und suche einen Mann), gab es an die Lokalzeitung und erhielt 87 Zuschriften! Es folgte eine lustige Zeit. Schöne Telefonate, ein paar Dates, gut essen gehen, gefunkt hat es leider bei keinem der Männer! Ende Januar dann die große Überraschung. Ich saß abends vor dem Fernseher, als mein Telefon klingelte. „Hallo, ich bin es, Michael! Du kennst mich nicht und es ist schon eine Weile her, da hast Du auf mein Inserat geantwortet! Wollen wir uns einmal treffen?“ Ich war überrumpelt, hatte gerade Grippe und verschob ein Treffen auf das nächste Wochenende. Er wollte sich wieder melden. Überpünktlich kam sein Anruf und wir verabredeten einen Treffpunkt in der Stadt. Der Zufall wollte es, dass wir beinahe identisch angezogen waren, damals sehr modern – enge Röhrenjeans, schwarze Stiefeletten, schwarze Lederjacke, genau das trugen wir Beide - darunter trug er einen roten Pulli, ich hatte eine Bluse an. Welche Farbe? Rot, natürlich! Im Laufe des Abends entdeckten wir noch viele Gemeinsamkeiten, unter anderem, dass wir Beide allein erziehend waren. Seine Tochter war vier, meine zwei, er schlug vor dass die Kleinen doch an einem Sonntag miteinander spielen könnten, während wir zwei Kaffee trinken. Ich war fasziniert von diesem Mann. Er sah wirklich gut aus, hatte perfekte Manieren, konnte viel erzählen und er hatte schon viele ferne Länder auf dieser Erde gesehen.
Ich hing an seinen Lippen und lauschte begeistert seinen Erzähl-ungen. Es war ein wunderschöner Abend. Viel zu schnell verlief die Zeit, ich musste nach Hause, den Babysitter ablösen. Er fuhr mich zurück zu meinem Auto. Ich erwartete, er würde nun darauf zurückkommen, am Sonntag Kaffee zu trinken und die Kinder zusammen spielen zu lassen. Nichts dergleichen kam über seine Lippen. Stattdessen lehnte er sich in seinem Autositz zurück und faselte lapidar: „Schön war es, wenn Du willst, dann kannst Du mich ja einmal anrufen! Meine Telefonnummer ist …“ er wollte sie gerade aussprechen, da verschloss ich mit meinem Zeigefinger seinen Mund und erwiderte: „Es reicht, dass Du meine Nummer hast, danke für das Essen, tschüss!“ Ich küsste ihn flüchtig auf die Wange und verließ so schnell wie möglich sein Auto. Was bildete dieser Kerl sich überhaupt ein…Ich sollte ihn anrufen, ich! So eine Unverschämtheit! Ich kochte vor Wut. Ich lag in meinem Bett, grübelte und gab ihm die übelsten Schimpfnamen die mir einfielen, das waren nicht gerade wenige. Erschöpft fiel ich einen tiefen Schlaf, wachte morgens auf und hatte plötzlich nur den einen Wunsch: Bitte lieber Gott, lass ihn heute anrufen! Verrückt, oder? Schon mittags ging mein Wunsch in Erfüllung. Er lud mich zu einem Abendessen in sein Haus ein. Liebevoll hatte er den Esszimmertisch gedeckt, geschmückt mit Blättern von roten Rosen. Wie romantisch! Er entpuppte sich als perfekter Gastgeber. Frisch gekochtes chinesisches Essen aus dem Wok, Vor- und Nachspeise, alles nach meinem Geschmack. Wir unterhielten uns anschließend angeregt auf seiner Wohnzimmercouch. Jeder hatte eine Ecke der Couch besetzt. Nach geraumer Zeit meinte er, dass es für mich doch bequemer sein müsste, in seinen Armen zu liegen. Ich rechnete ich jeden Augenblick damit, dass er mich küssen würde, doch nichts geschah. Plötzlich drehte er seinen Arm in dem mein Kopf lag, schaute auf die Uhr und meinte: „So, jetzt ist es 23 Uhr, nun zeige ich dir meine oberen Räume!“ Entrüstet antwortete ich: „Du hast mich ja noch nicht einmal geküsst!“ Nach dem Motto, das kann schnell erledig werden, drückte er mir einen dicken Kuss auf meinen Mund und trug mich die Treppe hoch zu seinem Schlafzimmer. Dies war die einzigartigste Nacht meines bisherigen Sexuallebens. Wir harmonierten in diesem Bereich, wie ich es mit keinem anderen Mann erlebt hatte. Er leckte so lange und intensiv an meiner Muschi, dass mich mehrere Orgasmen nacheinander übermannten. Nie zuvor hatte ein Mann solche Freude daran mir Lust zu bereiten. Die Nacht war lang und intensiv. Frühmorgens fuhr ich überglücklich nach Hause. Ich hatte ein Gefühl als würde ich schweben.
Nun bin ich 30 Jahre jung, seit über sechs Jahren mit meinem Traummann Michael zusammen, seit drei Jahren überaus glücklich verheiratet. Die Mädchen spielen nicht nur sonntags zusammen, sondern jeden Tag – wir sind eine tolle Patchworkfamilie. Wir führten ein ruhiges Leben mit viel Sex, genauso wie ich es mir immer gewünscht hatte. Mein Hobby war der Reitsport, den ich auf einem Pflegepferd ausübte. Sehnsüchtig wünschte ich mir oft ein eigenes Pferd. Dann die Überraschung – an meinem 31. Geburtstag schenkte mir mein Schatz ein eigenes, edles Pferd. Dies war einer der schönsten Tage meines Lebens. So viel Glück, ich konnte es kaum fassen. Nie im Leben hätte ich meine Ehe für einen anderen Mann auf´s Spiel gesetzt. Andere Männer existierten nicht mehr in meinem Leben und auch nicht in meinen Gedanken. Mein Leben war ausgefüllt mit meiner Familie, meinem Pferd und unserem Hund, ich war eigentlich rund um die Uhr beschäftigt. So befriedigt wie ich wurde, hätte ich mir nie träumen lassen, dass es eine Steigerung geben könnte. Aber es sollte anders kommen….
Es sollte ein ganz normaler Kurzurlaub sein. Voller Vorfreude packte ich unsere Koffer für eine Woche Lugano. Es war Ende August, also beste Voraussetzungen für einen sonnigen Urlaub in der Schweiz. Ronny, ein anerkannter Kunsthändler in der Schweiz, sollte unsere 1. Zwischenstation für eine Übernachtung sein. Geschäftlich kannte Michael Ronny schon seit einigen Jahren, und mittlerweile waren die beiden auch befreundet. Ronny war ein sehr charmanter und stattlicher Mann, groß und schlank mit wunderschönen braunen Augen und perfekten Manieren. Seinen Schweizer Dialekt fand ich einfach süß, doch überdies hinaus sprach er noch sieben Sprachen fließend, ein absolutes Multitalent.
Vor kurzem trennte sich seine Frau von ihm, mit der er fünfzehn Jahre verheiratet war. So plötzlich wieder alleine, freute er sich riesig auf unseren Besuch. Die Idee, dass er doch mit uns nach Lugano reisen könnte, fand sofort Anklang bei ihm. Hocherfreut bot er sich an, ein Hotel für uns alle zu besorgen und einige Freunde von ihm zu informieren, dass er mit uns zu Besuch kommen würde. Die erste Nacht unserer Reise planten wir, in Ronnys Wohnung in Schaffhausen zu verbringen, auf zwei Etappen wäre die Reise angenehmer für uns, meinte Michael. Mir sagte dieser Vorschlag sehr zu, so konnte ich Ronny einmal richtig kennen lernen. Michael erzählte so oft von ihm, und ich kannte ihn ja kaum.
Nach acht Stunden Fahrt erreichten wir Schaffhausen, völlig geschafft, denn es waren sehr viele Urlauber unterwegs, Staus ohne Ende waren die Folge. Bei unserer Ankunft auf einem Parkplatz in der Nähe der Altstadt wurden wir bereits von Ronny erwartet. Ganz Gentleman nahm Ronny mir mein Reisegepäck ab und lotste uns in die Altstadt zu seiner Wohnung. Dort angekommen verwöhnte er uns mit einem selbst zubereiteten Abendessen und einem absolut leckeren Wein dazu. Alles war super. Wir unterhielten uns ein paar Stunden sehr angeregt, meist geschäftlich, bis die Schlafenszeit nahte. Ronny bestand darauf, uns sein Schlafzimmer zu überlassen, und selbst, im nicht so luxuriösen Gästezimmer, zu übernachten. Sein Schlafzimmer war einfach gigantisch! Ein riesengroßes Bett mit sinnlicher dunkelroter Seidenbettwäsche darauf, an dem großen Fenster hingen Vorhänge aus schwerer dunkelroter Seide, die dem Raum viel Gemütlichkeit verliehen. An den Wänden rechts und links neben der riesigen Spielwiese klebten ganz viele Spiegelquadrate, dadurch schien das Zimmer doppelt so groß zu sein. Der Boden war mit einem schweren Berberteppich belegt, der das warme Rot der Bettwäsche widerspiegelte. Exklusive Antiquitäten aus aller Herren Länder verliehen dem Raum ein außergewöhnliches Flair. Ich war schwer beeindruckt. Doch der Hammer kam noch!! In der Mitte dieses großen Raumes befanden sich drei längliche Treppen, obendrauf ein riesiger Whirlpool. Hinter dem Pool befand sich eine breite Ablage, darauf standen wunderschöne Pflanzen. Am Beckenrand leuchteten ganz viele, kleine Kerzen, die Ronny schon angezündet hatte. Außerdem hatte er auf einem Sideboard Räucherstäbchen entzündet, die das Zimmer mit einem sinnlichen Lotusduft erfüllten. Im Hintergrund spielte romantische Musik. Ronny meinte, sein Whirlpool wirke wahre Wunder, wenn man kaputt oder gestresst sei. Die integrierten Massagedüsen aktivieren den ganzen Körper und der Duft rege die Sinne an, praktisch wie ein Wellnesstag, man fühlt sich absolut erholt, wenn man den Pool wieder verlässt - erklärte er uns und zog sich zurück. Hörte sich gut an! Michael ließ schönes, heißes Wasser in den Pool mit ganz viel Schaum darauf. Es war wirklich eine Wohltat nach der anstrengenden Reise sich im Pool zu räkeln und richtig durch massieren zu lassen. Nach zehn Minuten war ich total relaxt, als plötzlich die Schlafzimmertür ein wenig geöffnet wurde. Vorsichtig lugte Ronny durch den Türspalt gefolgt von der Frage: „ Geht`s Euch gut? Alles in Ordnung?“ Wir antworteten fast synchron: „ Ja, super!!“ Plötzlich, und zu meinem riesigen Erstaunen sagte Michael: „Komm doch auch zu uns herein, Ronny!“ Zuerst dachte ich, ich hätte mich verhört, doch als sich Ronny in Windeseile die Kleider vom Leib riss und in Sekundenschnelle, nackt wie Gott ihn schuf, mitten im Whirlpool saß, wurde mir klar, dass dies kein Witz war. Unschuldig blubberte der Whirlpool vor sich hin, während Michael zärtlich meine Brüste zu massierte. Erst ganz sanft, dann immer fordernder. Meine Brustspitzen reagierten sofort und richteten sich auf. Ein wohliger Schauer durchfuhr meinen Körper als Ronny anfing meine Fußsohlen zu liebkosen. Oh, mein Gott, was geschah hier mit mir? Das durfte doch überhaupt nicht sein! Meine streng katholische Erziehung meldete Alarmstufe rot in meinem Gehirn! Mein Verstand hatte jedoch nicht die geringste Chance gegen die Gefühle, die plötzlich in mir entstanden. Das Massieren der Brüste und das zärtliche Lecken und Streicheln meiner Füße erregte mich so extrem, dass ich schlagartig megageil wurde und heftig zu atmen begann. Ronny saugte an meinen Zehen, während Michaels Hand immer tiefer wanderte, kreisend, massierend, fordernd! Mein ganzer Körper bebte, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Er vibrierte und zitterte vor Verlangen. Plötzlich hob Ronny mein Becken hoch, Michael war hinter mir und ich lag auf seinem Oberkörper. Während er mich weiter am ganzen Körper streichelte, fing Ronny an meine Möse zu lecken. Erst ganz vorsichtig, dann immer wilder, ließ er seine Zunge in meiner Muschi kreisen, während Michael tief mit seiner Zunge in meinem Mund versank und mir zeigte, wie sehr er mich begehrte, in dem er genauso bebte und zitterte wie ich. Mein Bermudadreieck saftete und schwoll immer mehr an. Es dauerte nicht lange und ich kam zum 1. Mal. Mir flog fast der Kopf weg, so intensiv war dieses Erlebnis und ich wollte in diesem Moment mehr, mehr, mehr…Ronnys und Michaels Glieder waren zum Zerreißen gespannt. Zwei wunderschöne Schwänze, die ich nun abwechselnd in meinen Mund beförderte und an ihnen saugte und leckte, ganz vorsichtig, schließlich wollte ich diesen Genuss noch sehr lange hinauszögern. So verwöhnte ich die Beiden, das heiße Wasser bot eine super Ergänzung zu diesen Spielchen, alles flutschte wie von selbst. Michael konnte sich nun nicht mehr beherrschen und drang mit seinem dicken Schwanz in mich ein während ich auf der anderen Seite Ronny oral verwöhnte. Ronny zeigte erste Schweißperlen auf der Stirn und verdrehte voller Verzückung seine Augen. Während Michael in harten Stößen seiner Lust freien Lauf ließ fing Ronny an mich zu küssen. Das Wasser waberte aus dem Whirlpool, doch das interessierte in diesem Moment Niemanden! Ein lauter Schrei kündigte Michaels Erlösung an und ich fühlte mich wie von Sinnen während mich Michael zur anderen Seite drehte und Ronny mit seinem harten Teil in mir versank. Wilde Stöße folgten, wovon jeder einzelne ein Genuss war. Mein Körper bebte wie noch nie zuvor in meinem Leben und ich gab mich einer völlig neuen Art von Lust hin und kam schon wieder!! Ich klatschte mit meinen Pobacken gegen Ronnys Schoß und er stieß unaufhörlich weiter. Ich hatte ein Gefühl als ob er mich komplett durchbohrte und ich gab mich ihm hemmungslos hin. Michael ging es genauso, sein Lustzapfen zeigte sich schon wieder in voller Größe. Gierig verwöhnte ich ihn mit meinem Mund, er versank mit seinen rhythmischen Stößen ganz tief in meinem Mund, die Geilheit wuchs immens. Plötzlich krallten sich Ronnys Finger in meine Pobacken, ein lang gezogener Aufschrei und Ronny ergoss sich in meiner Vagina, zuckend und stoßend genoss er einen lang anhaltenden Orgasmus, Michael stöhnte mit. Ronny ließ sich erschöpft ins Wasser gleiten, ich holte den Luststachel meines Mannes aus dem Mund und drehte mich um, so dass er wieder in mich eindringen konnte. Was für ein Genuss! Ich spürte wie Ronnys heißer Saft Michaels Glied noch besser gleiten ließ, und der Gedanke, dass Michael auch gleich in mir kommen würde, ließ mich noch wilder werden. Ronny knetete meine Brüste und küsste mich überall wo er mich gerade erwischte, Michael wurde mit seinen Stößen schneller und schneller, bis sich eine nächste Glückswelle über ihn entlud. Gleichzeitig fing Ronny an meinen Kitzler mit kreisenden Fingerbewegungen zu massieren und an meinen Nippeln zu saugen. Ich spürte, dass alles extrem angeschwollen war und Ronnys Finger trafen genau den Punkt um mir enorme Lust zu verschaffen. Ich griff nach Ronnys Glied um ihn zu massieren und es dauerte keine zwei Minuten da stand er wie eine Eins! Michael setzte sich hinter mir in die Wanne, ich kniete in der Mitte und schob mir Ronnys Lolly in den Mund, verschlang ihn ganz gierig. Michaels Aussicht auf meine geschwollene Pforte verleitete ihn dazu, hingebungsvoll von hinten daran zu lecken. Ronny stöhnte immer mehr, als sich sein Sperma in meinem Mund entlud kam ich gleichzeitig mit ihm zum Höhepunkt und mir wurde abwechselnd heiß und schwindelig. Ronny flüsterte immerfort „ War das geil! War das gut! Wahnsinn!“ Und Michael pflichtete ihm bei: „ Ja, das war der absolute Hammer!“ Und ich? Ich war fix und fertig aber sehr, sehr glücklich und zufrieden, immer noch etwas ungläubig staunend über das, was ich da gerade gemacht hatte.
Der Whirlpool war nur noch halb voll, bei so viel Aktion war doch glatt die Hälfte des Wassers übergeschwappt. Der schöne Berberteppich auf den Stufen und darunter war nur noch nass! Doch uns war das egal. Kichernd trockneten wir uns gegenseitig ab und legten uns zusammen in das große Bett, eng aneinander gekuschelt, zärtlich unsere Körper streichelnd sind wir dann sehr bald erschöpft eingeschlafen. Am nächsten Morgen ging die Reise zu Dritt weiter nach Lugano. Die Betten im Hotel waren zwar nicht so groß wie das in Ronnys Zimmer, dennoch fanden wir jeden Abend genug Platz um unseren Freund aufzunehmen………
Wieder zurück in Schaffhausen fiel es jedem sehr schwer, sich zu verabschieden. Wir wussten, dass dies eine einmalige Sache war, die so nicht wieder vorkommen würde, da man sich viel zu selten privat sah, die Treffen waren eigentlich immer nur geschäftlicher Art und das würde auch in Zukunft so sein. Dieser gemeinsame Kurzurlaub war nur eine Ausnahme…eine sehr schöne….
Zum Abschied schenkte mir Ronny eine wunderschöne, handgemachte Kette aus Lugano, die mich noch heute an dieses erste, außergewöhnliche Sexerlebnis erinnert.
Unsere Heimreise von Lugano war eine Fahrt mit mehreren Unterbrechungen! Über diese ereignisreiche, sexuelle Woche zu reden machte uns mehrmals so geil, dass wir die Autobahn verlassen mussten um einen Feldweg zu finden, auf dem wir parkten und über uns herfielen. Sogar ein Parkplatz musste für unsere Lustbefriedigung herhalten. Wir waren so angetörnt, doch für längere Zeit war keine Autobahnabfahrt in Sicht, deshalb beschlossen wir, uns eine lauschige Ecke auf einem Parkplatz zu suchen. Wir waren plötzlich schier unersättlich. An diesem sonnigen Tag trug ich einen Minirock mit einem Top dazu – sonst nichts darunter. Es war wie ein Spiel. Wir waren Beide extrem geil, es herrschte eine sexuelle Spannung zwischen uns, die danach verlangte uns immer wieder zu lieben. Ich tat ein Weiteres dazu, indem ich während der Fahrt immer wieder selbst meine zarte Vulva streichelte und leise stöhnte. Dabei legte ich meine Füße vorne auf das Cockpit des Autos und spreizte sie. Bei diesem Anblick hätte Michael am liebsten sofort das Auto gestoppt. Der Arme! Ich habe ihn jedoch bei jedem Halt entschädigt. So auch auf dem Autobahnparkplatz! Wir gingen seitlich an ein Toilettenhäuschen. Vorsichtig hielt ich Ausschau, ob sich noch andere Reisende hier aufhielten, doch es war niemand zu sehen. Drei wunderschöne Schmetterlinge, die sich auf der warmen Außenmauer der Toilette sonnten, flogen hoch und tanzten über unseren Köpfen, ich musste an Ronny denken und unsere gemeinsame Woche. Schade, dass er so weit weg wohnte. Ich stützte mich mit beiden Händen an der warmen Mauer ab und spreizte meine Beine. Michael hob meinen Rock und stand dicht hinter mir. Nicht weit entfernt von uns donnerten Autos und Lastwägen vorbei, aus dem Augenwinkel konnte ich erkennen, wie sie ihre Hälse nach uns reckten. Anfangs war dies ein komisches Gefühl, am liebsten hätte ich mich schnell wieder in unserem Auto verkrochen. Doch ich kam nicht viel zum Nachdenken, Michaels hungriges Fleisch schob sich in meine Spalte, noch ehe ich mich versah. Mit einer Hand hielt er meinen Nacken umfasst und die Andere hielt mein Becken seitlich fest. Gierige Stöße ließen mich vergessen, dass wir uns in der Öffentlichkeit sexuell vergnügten, jeder konnte uns von der Autobahn aus sehen. Was für ein Kick! Ich hatte plötzlich Vergnügen daran, zu wissen, es schaut jemand zu. Es war für uns so ein intensives Gefühl, dass wir ziemlich schnell gleichzeitig einen Orgasmus hatten, der kein Ende zu nehmen schien. Nun wussten wir, dass uns viele verschiedene Variationen in unserem Sexleben sehr, sehr viel Spaß bereiteten, deshalb wollten wir auf jeden Fall wieder neue Sexabenteuer erleben.
So reifte in uns eine Idee: Gründung eines privaten Klubs mit einem Paar. Regelmäßige Treffen zum Ausleben unserer sexuellen Wünsche, jedoch nur in diesem kleinen Kreise und heimlich – für jeden sicher vor der Öffentlichkeit! Wir wollten keine abgebrühten Swinger und Rundumficker, nein wir wollten ganz normale, private Personen, die wie wir ein ziemlich starkes, sexuelles Verlangen hatten.
Fortan gingen wir mit anderen Augen und Ohren durch die Welt.
Wer aus unserem Bekanntenkreis tat oder sagte etwas, das in irgend einer Weise Hinweise darauf gab, ob sie das gleiche, erotische „Hobby“ pflegten? Wie sollte man so etwas anstellen? Solch eine Situation wie bei Ronny gibt’s doch nicht alle Tage, das war purer Zufall! Doch wie könnte man dem Zufall auf die Sprünge helfen? Wir zermarterten uns den Kopf, gingen abends viel aus und schauten uns Paare an. Es war entmutigend. Entweder die Pärchen hatten sich nichts mehr zu sagen und saßen sich schweigend gegenüber, oder sie waren total verliebt und hatten nur Augen füreinander. Wie sollte man also jemanden kennen lernen und zugleich herausfinden, ob mehr daraus werden könnte? Wir gaben die Suche bald auf, und dieses Thema schien für uns erledigt. Doch es sollte auch diesmal anders kommen…..
Drei Tage nach unserem Kurzurlaub in Lugano wurde ein neuer Reitlehrer in dem Stall angestellt, in dem ich mein Pferd untergestellt hatte – BENNO. Benno war ein Jahr älter als ich und hatte halb italienisches und halb deutsches Blut in sich (Mama war aus Sizilien), eine Mischung, die ihm wahrscheinlich seinen unwiderstehlichen Charme bescherte. Groß und breitschultrig gebaut, stellte er einen ganzen Kerl dar. Warme Augen und kurze, braune Haare rundeten das Bild ab, er gefiel der Frauenwelt in unserem Stall auf Anhieb. Alle Vereinsmitglieder hatten ihn sofort in ihr Herz geschlossen, denn er hatte den ganzen Tag ein Lächeln auf dem Gesicht, war nie verkrampft oder mürrisch und er absolvierte wirklich einen guten Job. Viele Reiter holten sich Rat und Hilfe bei Benno, wenn es um Ausbildung und Beritt ihres Pferdes ging. Außerdem gab es jetzt auch regelmäßig Reitstunden, die sehr dankbar angenommen wurden, da es so etwas vorher überhaupt nicht gab. Benno war verheiratet und hatte eine sehr hübsche Frau, die auch regelmäßig zum Reiten kam. Iris war ganz nett, sah sehr gut aus, war jedoch immer sehr zurückhaltend, man wusste nie genau woran man bei ihr war. Sie war auch nicht wirklich mit jemandem aus unserem Stall befreundet, obwohl sich vor allem die weiblichen Reiterinnen immer sehr um sie bemühten. Viele fragten sich, wie sich wohl Benno und seine Frau Iris gefunden hatten, so unterschiedlich, wie die Beiden waren, konnte man sich das schwer vorstellen.
Mir tat es sehr gut, professionellen Reitunterricht zu bekommen, da mein Pferd noch sehr jung war und ich alleine oft nicht mehr weiterwusste. Auch mein Pferd hatte Spaß daran neue Dressurelemente zu erlernen, zu springen und auch ein wenig Military zu reiten. Ganz zu schweigen von den schönen Ausritten in einer größeren Gruppe, unter professioneller Anleitung hatte ich auch davor keine Angst mehr, dass mein junges Pferd plötzlich nicht mehr zu kontrollieren wäre. Mein Schimmel war nicht mehr so gelangweilt und mit Freude bei der Arbeit.
Abends gab es immer öfter private Treffen der Reiter mit Benno, und manchmal war auch seine Frau dabei. Man ging gemeinsam auf Konzerte, in Restaurants oder ins Kino, man traf sich zuhause und es wurde gekocht und gefeiert, so entstanden mit der Zeit richtige Freundschaften– auch mit uns. Benno war immer sehr nett zu mir, wenn ich beim Reiten war, doch für mich war es nur eine gute Freundschaft. Irgendwie hatte ich schon gemerkt, dass er mir gegenüber eine etwas größere Sympathie hegte als zu den anderen Reiterinnen. Ich wurde in der Reitstunde immer viel gelobt, wobei ich mich manchmal wunderte, denn manchmal hatte ich den Eindruck, nicht gut geritten zu sein, aber wer hört nicht gerne ein schönes Lob? Auch bei den Geländereitstunden durfte ich immer an seiner Seite reiten ein Privileg, denn auch die Anderen wollten mehr über den attraktiven, charmanten Halbitaliener erfahren. Doch bei aufkommenden Fragen begründete er meine Bevorzugung damit, dass ich noch ein sehr junges Pferd hätte, das im Gelände gefährlich werden könnte. So hatten wir immer in den Schrittphasen viel Zeit zum gegenseitigen Erzählen und lernten uns dadurch immer besser kennen. Ich konnte mich sehr gut ihm unterhalten, die Themen dazu gingen uns nie aus, doch das Schönste an unserer Freundschaft war, dass wir immer etwas zum Lachen hatten. Das schürte zwar gelegentlich den Neid der anderen Reiterinnen, die gerne an meiner Stelle geritten wären, doch das störte uns nicht.
Michael mochte Benno ebenso, er kam auch oft in den Stall und Benno nahm sich immer die Zeit, sich mit ihm zu unterhalten. Auch Iris wurde etwas zutraulicher, jedoch immer mit einer gewissen Distanz. So geschah es, dass wir Benno und Iris zu Michaels Geburtstag einluden. Es kamen auch noch fünf andere Freunde von uns und es wurde eine gelungene Party. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gegessen, gesungen und getanzt. Der nächste Geburtstag war meiner. Die Woche davor luden wir Benno und Iris zu meiner Feier ein. Iris, die im Schichtdienst arbeitete, musste leider absagen, sie hatte an diesem Abend Dienst. Verlegen meinte Benno, dass wir ja an einem anderen Tag gemeinsam nachfeiern könnten. Ich war enttäuscht. Da fiel mein Ehrentag auf einen Samstag, also ideal zum Feiern, und ich sollte verschieben. Nun ja, ich hatte ja noch eine Woche Zeit um mir zu überlegen, wie ich die Party planen würde, doch meine Vorfreude war ein wenig getrübt.
Zwei Tage später hatte ich wieder Reitstunde. Das Wetter war traumhaft, wir beschlossen auszureiten. An diesem Tag sollten wir nur zu Dritt sein, doch kaum waren wir ein Stück geritten, musste die zweite Reitschülerin ihr Pferd zurück in den Stall führen, da es lahmte. Plötzlich hatte ich sozusagen eine „Privatreitstunde“ mit Benno. Er war sichtlich erfreut, und die meiste Zeit waren wir im Schritt unterwegs, so angeregt hatten wir geplaudert. Erst waren es allgemeine Themen, doch danach erzählte er viel Privates. Er meinte, dass es für ihn sehr schwer sei im Reitstall, da ihm so viele Frauen schöne Augen machten, obwohl er ja verheiratet sei. Ich antwortete ihm, er solle es doch genießen und zuhause seine Frau glücklich machen. Seine Miene verfinsterte sich und er meinte: „ Bis ich nach Hause komme, schläft sie schon, falls sie überhaupt aufwacht ist sie schlecht drauf, da geht gar nichts mehr!“ Ich war ganz erstaunt über so viel Offenheit seinerseits, fühlte mich auch nicht mehr wohl in meiner Haut, da er mich nun ständig von der Seite eindringlich musterte. Wir schwiegen eine Weile und unsere Pferde stapften im Einklang nebeneinander her.
Obwohl im Gelände viele Vögel zwitscherten und ein Traktor auf einem Feld seine Bahnen mit dem angehängten Pflug zog, hätte man ein Stecknadel fallen hören können. Ich spürte eine enorme Anspannung in meinem ganzen Körper, krampfhaft überlegte ich, über welches Thema ich als Nächstes sprechen könnte. Ich war heilfroh, als er das Wort ergriff und als Nächstes über meinen Geburtstag zu sprechen begann. Er meinte, falls ich an dem kommenden Wochenende feiern möchte, würde er auch alleine kommen, wenn es mir Recht sei. Natürlich kannst Du auch ohne Iris kommen, antwortete ich ihm und er nickte. Ein langer und tiefer Blick in meine Augen folgte und er stotterte fast ein wenig als er meinte: „Es war schön, mit Dir alleine auszureiten, sehr schön! Schade, dass man im Leben nicht das machen kann, was man gerne möchte!“ Sein hintergründiger Blick verwirrte mich nun vollends. Warum sprach er nicht weiter? Was sollten diese Sätze bedeuten? Wollte er etwas von mir, oder aus seiner Ehe ausbrechen? Vielleicht auch nur ein kurzer Anflug von Depressionen und Unzufriedenheit? Ich war perplex und sprachlos. Wieder zurück im Stall sagte ich ihm, dass ich mich sehr freuen würde, ihn an meinem Geburtstag zu sehen. Schweigend stand er vor mir, lächelte mich ganz lieb an, nickte und verschwand mit seinem Pferd in der Box.
Zuhause angekommen hatte mein Schatz schon Abendbrot bereitet, liebevoll mit einer Rose aus unserem Garten dekoriert. Er interessierte sich jedes Mal wie es mir in meiner Reitstunde erging. Ich erzählte von meinem ungewöhnlichen Ausritt mit Benno, auch dass wir alleine ausgeritten waren. Sein merkwürdiges Verhalten, seine zweideutigen Aussagen, seine Offenheit, seine verwirrenden Blicke, Michael erfuhr alles von mir und staunte nicht schlecht. Wir hatten nie Geheimnisse voreinander oder irgendwelche unbegründeten Eifersuchtsanfälle, so erzählte ich ihm auch, dass Benno mich immer ganz eigenartig gemustert hatte und dass er am Samstag alleine käme. Michael meinte: „Na ja, vielleicht ist er ein wenig in dich verliebt, so gut wie du aussiehst!“ Ich bedankte mich für das schöne Kompliment, aber das konnte ich mir nicht vorstellen. Benno war doch zu jedem nett! Obwohl, so wie er mich heute ansah …
