Niemals Vergebens! - Esther Theumert - E-Book

Niemals Vergebens! E-Book

Esther Theumert

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Beschreibung

Esther Theumert ist ein Missbrauchsopfer ihres eigenen Vaters. Sie erlebte schon mit 14 Jahren die Hölle auf Erden, sie verstand die Welt nicht und war dadurch ganz und gar kaputt. Sie gab Gott alle Schuld, denn ER hatte sie nicht beschützt. Wo war ER denn? Ihr Leben war total verpfuscht und trieb sie in einen Selbstmordversuch. Erst nach vielen Jahren konnte sie sich öffnen und körperliche Heilung erleben, nachdem sie ihrem himmlischen Vater wieder vertrauen konnte. Erneut verstand sie die Welt nicht, als Gott von ihr verlangte, dass sie ihrem Vater vergibt. NIEMALS VERGEBEN! - das war ihr Motto. Aber als nach 2 Jahren alles wieder schlechter wurde, musste sie zu ihrem Vater fahren und ihm vergeben. Es ist NIEMALS VERGEBENS! Das war die allerschwerste, aber beste Entscheidung ihres Lebens, denn VERGEBUNG HEISST FREIHEIT! Mit Gott und in dieser Freiheit hilft sie jetzt durch das Frauenhaus Oase und Seminare im Hafenzentrum selbst Menschen, näher zu Gott zu kommen und Vergebung zu lernen.

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Seitenzahl: 96

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Esther Theumert

NIEMALS VERGEBENS!

VERGEBUNG HEISST

FREIHEIT

Autorin:

Esther Theumertwww.oase-initiative.de

 

www.hafenzentrum.com

Titel:

NIEMALS VERGEBENs!Vergebung heißt Freiheit

Satz und Verlag:

Martin Korpowski, Verlag martoniuswww.martonius.org

Auflage:

1. Auflage 2023

© martonius

ISBN-13:

978-3-949073-20-5

eISBN-13:

978-3-949073-22-9

Bildquellen:

Sofern nicht anders angegeben, stammen die Bilder von Familie Theumert privat.

Bilder in Lizenz vom Verleger Martin Korpowski über stock.adobe.com: Coverbild: Bild 46090832 von in-foto-backgrounds; Innencoverbilder Vorn: Bild 14979764 von Torsten Buchholz; Hinten: Bild 146723571 von Guitarfotostudio

Bibelstellen:

Sofern nicht anders angegeben, stammen die Bibelstellen aus der Einheitsübersetzung.

Alle Rechte vorbehalten.

Kein Teil dieser Veröffentlichung darf ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers bzw. nur in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Copyright in irgendeiner Form oder auf irgendeine Weise, sei es elektronisch oder mechanisch, durch Fotokopie, Aufzeichnung oder anderweitig, egal für welchen Zweck, reproduziert, auf einem Datensystem gespeichert oder übertragen werden.

Inhaltsüberblick:

1.Vergeben … ICH??? Niemals!!!

2.Meine Kindheit

3.Das Unvorstellbare

4.Weit weg von Zuhause

5.Selbstmordversuch

6.Bernd

7.Gemeinde und Frauenkonferenz

8.Das normale Leben

9.Vergebung

10.Leben mit Freiheit

11.Oase

12.Hafenzentrum

13.Mein Credo

14.Links und Buchtipps

15.Flyer

1.Vergeben … ICH??? Niemals!!!

Zu Beginn möchte ich Dir etwas sehr Schönes sagen, bevor ich mit meiner Geschichte anfange:

GOTT

PLANT

ETWAS

GUTES

FÜR

DICH!

Glaubst Du das? Ist Dir das bewusst? Oder denkst Du, das gilt nur für Deine Nachbarin und für alle anderen, nur nicht für Dich selbst??

Meinst Du, dass Gott Dich vergessen oder sogar verlassen hat? Dass ER Dich überhaupt nicht liebt? Weil Du Dich nicht würdig genug fühlst, oder?

Darf ich Dir sagen, dass das eine gewaltige Lüge Satans ist? Auf diese Lüge bin ich zig Jahre reingefallen. Ich habe wirklich gedacht, dass Gott mich nicht liebt, mich vergessen und mich verlassen hat; denn sonst hätte ER doch eingreifen können! ER hätte doch sonst nicht zugelassen, was mir passiert ist?

Vielleicht hast Du das auch gedacht, als man Dich verletzt, abgelehnt oder sogar missbraucht hat?

Weil ich Gott überhaupt nicht mehr verstanden habe, kamen sogar Hassgefühle in mir hoch. Ich fühlte mich von Gott total verlassen und im Stich gelassen! Kennst Du das Gefühl? ER hat mich einfach nicht bewahrt. ER hat etwas zugelassen, wodurch ich IHN überhaupt nicht mehr verstanden habe. Ich fiel bodenlos in ein riesiges Loch und dachte, dass ich da niemals mehr herauskomme.

Aber doch: eines Tages hatte ich so die Nase voll von Satans Lügen, dass ich mich echt wieder Gott zuwandte und IHM und Seinem Wort geglaubt habe.

Wie es dazu kam, möchte ich Dir nun in aller Ruhe erzählen. Es ist meine Geschichte, auch wenn Deine sich vielleicht ähnelt. Und es ist Gottes Art, doch den Menschen nachzugehen, damit Er erkannt wird, wenn der jeweilige Mensch die Augen dafür offen hat.

Gott liebt jeden Menschen, das ist schon mal felsenfest klar und sicher. Und deshalb interessiert er sich für jeden Menschen. Seine Wege und Seine Lösungen für Dein Problem gibt es nicht als Massenware, sondern Gott hält immer eine spezielle Lösung und Begleitung für jeden Menschen bereit. Die paar Milliarden Menschen sind überhaupt kein Problem für Ihn, schließlich hat er das Weltall und alle Sterne geschaffen. Wusstest Du, dass es mehr Sterne gibt als Sandkörner an allen Stränden der Erde? Ja, es werden im sichtbaren Universum 70 Trilliarden Sterne vermutet - dass sind 70 Millionen Millionen Milliarden. Und da sollten Gott 8 Milliarden Menschen zu viel sein???

ER kennt jeden genau und weiß sogar, wie viele Haare Du gerade auf dem Kopf hast. Er hat Dich geschaffen, Du bist Sein Kind. Gott ist der Schöpfer, Gott ist Dein Schöpfer. Und er hat einen speziellen Weg für Dich und eine spezielle Lösung für Dein Problem. Also sei unbesorgt, wenn es bei Dir und Deinem Problem etwas anders wird als bei mir: Gott hat es eben drauf. ER kann und wird alles gut machen. Und mit alles ist auch alles gemeint – ohne Ausnahme! Ja, ohne eine einzige Ausnahme. Nein, auch Du nicht. Also nun zu meiner speziellen Geschichte, die Dir am Ende beispielhaft zeigen soll und wird, wie gut doch Gott ist.

Meine Geschichte hat ein Happy End und das müssen alle hören. Gott machte aus Mist Dünger. Satan wollte mein Leben zerstören, ja sogar töten, aber Gott hat das nicht zugelassen; im Gegenteil: ER hat etwas Wunderbares aus meinem Leben gemacht.

Ich bin Esther Theumert und wurde im Jahr 1955 in Hannover geboren. Manche mathematisch begabte Leser könnten jetzt denken, ich wäre alt. Aber nein, denn ich fühlte mich damals mit 30 Jahren älter als jetzt. Das ist so krass und wunderbar. Damals war ich so depressiv, krank, kaputt und lebensmüde, dass ich sogar einen Selbstmordversuch unternahm. Heute dagegen bin ich frei und meist fröhlich beschwingt.

Ich bin seit 1995 mit Bernd verheiratet, habe 3 wundervolle, erwachsene Jungs sowie eine Schwiegertochter- die allerbeste natürlich - und bin stolze Oma von Zwillingen. Dafür bin ich soooooooo dankbar und bin rundum glücklich.

Doch dankbar war ich nicht immer, im Gegenteil. Ich war sowas von verbittert, zornig, wütend und voller Hass, das war richtig schlimm. Durch Gottes Gnade bin ich davon wirklich FREI geworden.

2.Meine Kindheit

Ich wurde in eine sehr strenge, christliche Familie hineingeboren und habe noch 4 total nette Brüder. Ein Bruder ist älter als ich und nach mir kamen folglich noch 3 Brüder.

Mein Name Esther ist ein biblischer Name. Die biblische Esther war ein einfaches, jüdisches Mädchen und wunderschön. So kam sie zu einem Casting an den Königshof und wurde doch tatsächlich Königin – also in Kurzform erzählt. Dann hat sie von einem teuflischen Plan mitbekommen, dass ihr ganzes Volk ermordet werden sollte. Um das aufzudecken, musste sie ihren ganzen Mut zusammennehmen und sich sogar in Lebensgefahr begeben. Und ja, es hat geklappt – sie konnte ihr Volk retten und ist Königin geblieben.

Ich allerdings war und fühlte mich trotz des Namens ganz und gar nicht wie eine Königin. Als Kind hasste ich meinen Namen.

Mein Vater war Prediger in einer Gemeinde. Puh, war das anstrengend. Warum? Weil ich nichts durfte: keine weltliche Musik hören, keine Hosen tragen, kein Fernsehen, keine Kirmes, kein Kino - für mich war das leider normal. Auf der Kirmes in den Wiesen war nämlich der Teufel und wo der Teufel ist, durfte ich nicht hin. So erklärte mir das mein Vater.

In die Schule dagegen durfte oder musste ich gehen, aber ganz schnell wieder heimkommen und keine Freunde nach Hause bringen, weil die ja keine Christen sind und es außerdem ja Geld kosten würde, wenn die da etwas essen würden.

Später, wenn doch mal jemand kam, musste ich logischerweise Wurst und Käse selber kaufen, weil meine Mutter das nicht aus ihrem bzw. unserem Kühlschrank nehmen wollte. Und weil das bei uns so komisch abging, wollte ja auch kaum jemand zu Besuch kommen. So war das eben bei uns. Wir waren abgeschottet und das war für mich und meine Brüder normal, wir kannten es nur so.

Unsere Klamotten waren zwar sauber, aber sehr altmodisch. In meiner Jugendzeit war Mini modern, aber das ging gar nicht. Kurz über das Knie musste mein Rock mindestens reichen - das hat mein Vater immer gemessen, damit der Rock ja nicht mal zu kurz wäre. Mein Vater hat mir immer meine Anziehsachen gekauft - natürlich nur, was im Angebot war und ohne mich zu fragen. Ich musste als junges Mädchen Stiefel anziehen, die ich noch nicht mal mit 80 tragen würde, so altmodisch waren die. Aber sie waren eben im Angebot.

Weil mein Vater ein Nachtmensch war, schlief er morgens immer, wenn wir zur Schule losmussten. Deshalb fuhr er uns nie – bei Wind und Wetter mussten wir mit dem Rad zur Schule.

Meinem Vater durfte nicht widersprochen werden – es wurde einfach gemacht, was er gesagt hat. Meines Vaters Wort war Gesetz, er war manipulativ und dominant. Und genauso war es selbst in der Gemeinde.

Schrecklich - oder?? Es war eine Quälerei mit den Klamotten und überhaupt. Dadurch hatte ich natürlich auch keine Freunde. Wer wollte schon mit so einer etwas zu tun haben?? Ach ja, weltliche Freunde durfte ich ja auch gar nicht erst haben. Ich durfte oder musste nur in den Gottesdienst, die Bibel- und Gebetsstunde, Chorstunde usw. gehen - das war sogar Pflicht für uns Kinder dieser Familie.

Sonntags war sogar 2-mal Gottesdienst, morgens und abends. Dazwischen waren Mittagessen und der sonntägliche Familien-Pflichtspaziergang.

Ich fuhr zur Gemeinde immer mit dem Fahrrad - die fünf Kilometer hin und auch wieder zurück. Fehlen durfte ich nicht, denn es war Pflichtprogramm. Was sollten denn die Gemeindemitglieder denken, wenn Esther nicht da war? Unmöglich!

Ich musste auch Trompete lernen, was aber nicht wirklich schlimm war. Klar war es am Anfang genauso Pflicht, aber ich habe es dann doch gemocht, so wie ich auch gern gesungen habe und deshalb auch ganz gern in den Chor ging. Alle vier großen Kinder haben ein Instrument lernen müssen. Unser Vater war unser Lehrer. Wir mussten sehr oft üben, fast täglich. Ich habe dann mit meinen Brüdern im Posaunenchor mitgespielt. Meine Brüder hatten auch Klavierunterricht, was ich nicht durfte – das war schlimm für mich, aber meine Mutter hatte es mir nicht erlaubt.

So verlief meine Woche. Eigentlich nur Gemeinde, Gemeinde, Gemeinde. Alles andere war Sünde; deshalb lebte ich in ständiger Angst, etwas Falsches zu tun, sonst käme ich in die Hölle. So wurde ich jahrelang geprägt.

Wenn man das so liest, kommt der Verdacht auf, dass wir irgendwo außerhalb kurz vorm Wald gewohnt hätten – nein, das war tatsächlich mitten in der Stadt. Nur nach außen wurde eine heile Welt vorgegaukelt. Die Nachbarn haben schon komisch geguckt. Wir haben ihnen wohl leidgetan und durften manchmal bei den Nachbarn fernsehen, denn wir selbst hatten ja auch keinen Fernseher. Übrigens durfte ich später nach meiner Konfirmation einen kleinen Fernseher von meinem Geld kaufen. Der stand dann im Schrank und wenn es klingelte, rannte mein Vater zur Tür, sah nach, wer kommt und machte schnell diese Fernsehschranktür zu – schon wieder war alles heile Welt nach außen.

Die ersten Jahre in der Schule wurde ich vor allem sehr, sehr gehänselt - na heutzutage sagt man wohl eher gemobbt. Ich wurde zum Beispiel nie mit meinem Vornamen angeredet, sondern immer nur mit dem Familiennamen.

Das Lernen in der Schule fiel mir sehr, sehr schwer. Ich saß deshalb auch zu Hause sehr lange an den Hausaufgaben. Meine Mutter hatte mich des Öfteren derart unterstützt, dass sie hinter mir stand und sagte: „Nun mach doch! Krieg das doch mal in Dein Hirn!“ Ich ging auf die Hauptschule und mir war das alles viel zu schwer. Ich probierte es später eine Weile auf der Realschule wie alle meine Brüder, aber ich wechselte wieder zurück.

Meine Mutter hatte jeden Tag Mittagessen gekocht, denn mein Vater war immer zu Hause und es musste deshalb Mittagessen auf dem Tisch sein. Wir kamen spätestens 13 Uhr von der Schule und dann wurde gleich gegessen. Nach dem Mittag mussten wir die Schulaufgaben erledigen, wenn keine Gemeindetermine waren.

Wir hatten aber auch nach dem Schulzeug Spielzeit und waren meist unter uns, auch draußen zum Spielen, vor allem mit meinem Bruder R. habe ich viel Zeit verbracht.