Noch ein verdammter Tag im Paradies - Harald Körke - E-Book

Noch ein verdammter Tag im Paradies E-Book

Harald Körke

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Beschreibung

Der Traum vom Aussteigen. Von Abenteuer und Glück. Von der "Großen" Liebe in südlichen Gefilden. Davon, dass alles anders und besser wird. Die Geschichten handeln auf sehr unterhaltsame Weise von der Konfrontation dieser Träume mit der Realität anderswo. "… Die Inselbewohner haben nichts anderes im Sinn, als so schnell wie möglich in jene Plastikwelt zu gelangen, vor der die Aussteiger geflüchtet sind. Das 'einfache Leben' ist nur mühsam. Das Rote Kreuz als Slapstick-Verein, Dilettantismus und Vetternwirtschaft der kafkaesken Behörden, Liebesgeschichten auf 2500 km Distanz, flüchtig am Strand oder im komplizierten Dreier, da schwärmen linke Lehrerinnen von der Unverdorbenheit einheimischer Jünglinge, der alkoholische Sohn eines deutschen Industriellen versucht auf der Insel vom Suff zu genesen. Doch die Ehefrau, die den Architekten satt hat, kehrt am Ende brav zu ihm zurück, die große Liebe entpuppt sich als müder Seitensprung, die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben in der Natur ist nur Illusion … Witzige literarisch exzellent geschriebene Kurzgeschichten. Soviel wir auch lachen können bei der Lektüre, mit Schadenfreude bedient er uns nicht. Harald Körke macht uns immer wieder klar, daß auch wir es sein könnten, die den Trip ins authentische wahre Leben wagten, dass wir diese Alkoholiker, überkandidelten Sekretärinnen und herzneurotischen Architekten sind …" (Die Zeit)

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Seitenzahl: 313

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Table of Contents

Title Page

Über das Buch:

Über den Autor:

Lucys Schatten

Bauernhochzeit

Noch ein verdammter Tag im Paradies

Die Gelbe vom Ei & Co.

Kurz vor Einbruch der Trunkenheit

Weinprobe

Schweineschlachten

Das holländische Zugpferd

Der trockene Februar

Die patente Frau

Der Hund, der goldene Eier legte

Augenblicke

Arbeitsurlaub

Die Samariter

Die Bärte von San Priapos

Impressum:

Harald Körke

Noch ein verdammter Tag im Paradies

Aussteiger-Geschichten

Über das Buch:

Woanders ist das Wetter anders – die Menschen aber auch. Mit einem Augenzwinkern und feinem Humor erzählt Harald Körke seine Geschichten, die das Leben vom Paradies mit all seinen Freuden und Tücken schildern. Mal nachdenklich, mal unbeschwert – aber immer unterhaltsam und geschmackvoll geschrieben.

Pressestimmen:

"… Die Inselbewohner haben nichts anderes im Sinn, als so schnell wie möglich in jene Plastikwelt zu gelangen, vor der die Aussteiger geflüchtet sind. Das 'einfache Leben' ist nur mühsam. Das Rote Kreuz als Slapstick-Verein, Dilettantismus und Vetternwirtschaft der kafkaesken Behörden, Liebesgeschichten auf 2500 km Distanz, flüchtig am Strand oder im komplizierten Dreier, da schwärmen linke Lehrerinnen von der Unverdorbenheit einheimischer Jünglinge, der alkoholische Sohn eines deutschen Industriellen versucht auf der Insel vom Suff zu genesen. Doch die Ehefrau, die den Architekten satt hat, kehrt am Ende brav zu ihm zurück, die große Liebe entpuppt sich als müder Seitensprung, die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben in der Natur ist nur Illusion … Witzige literarisch exzellent geschriebene Kurzgeschichten. Soviel wir auch lachen können bei der Lektüre, mit Schadenfreude bedient er uns nicht. Harald Körke macht uns immer wieder klar, dass auch wir es sein könnten, die den Trip ins authentische wahre Leben wagten, dass wir diese Alkoholiker, überkandidelten Sekretärinnen und herzneurotischen Architekten sind …" (Die Zeit)

Über den Autor:

Harald Körke ist viel herumgekommen und hat als Entdecker der Welt das Leben auf seine verschiedensten Arten kennengelernt. Eisenbahner, Fabrikarbeiter oder Atlantik-Alleinüberquerer in einem 10-Meter Boot sind nur wenige Auszüge aus einem aufregendem Leben. Ein bisschen was davon können wir, als Leser, in seinen Werken, die im konkursbuch Verlag erscheinen, miterleben ... weitere Bücher u.a.:  Beutels Fiesta (Roman über eine Aussteigerfamilie und einen katastrophalen Hausbau auf einer Insel, Printausgabe ISBN 978-3-88769-047-2, direkt über Verlag noch lieferbar, [email protected], E-Book erscheint 2013), Die Kräuter des langen Lebens. Gespräche mit Uralten auf der Insel La Palma, auch über ihre Heilmittel, mit Kräuterlexikon samt Anwendungsgebieten der auf der Insel vorkommenden Kräuter. Überarbeitete Neuausgabe erscheint Sommer 2013)

     Jede Ähnlichkeit mit lebenden, toten oder noch ungeborenen Personen, Tieren oder Institutionen ist rein zufällig.

Jede Ähnlichkeit mit irgendeiner Insel, beispielsweise mit der Kanareninsel La Palma ist ebenfalls rein zufällig.

Auf der anderen Seite jedoch sind alle eventuell vorkommenden Unähnlichkeiten vorsätzlich und beabsichtigt.

Für Katja, Jessica und Nana

Lucys Schatten

„Was machst du Ostern?“, fragte Lucy.

„Nichts besonderes“, sagte David. „Bisschen schwimmen, bisschen Tennis, bisschen feiern. Mal sehen, worauf ich Lust habe.“ Sie telefonierten schon 5 Minuten lang. Sie hatten sich gegenseitig mitgeteilt, dass es ihnen gut ging, und dass in der letzten Woche nichts Aufregendes geschehen war.

Lucy war auf zwei Parties gewesen und hatte einmal bei Ira gefrühstückt. „Eigentlich heißt sie Elvira. Aber darüber schämt sie sich“, sagte Lucy. Es hatte selbstgemachte Kirschkonfitüre gegeben: „Himmlisch, sage ich dir!“ David war auf keiner Party gewesen. Er hatte Lucy zum Ausgleich über die Wetterlage berichtet: Wolkig bis heiter, Höchsttemperaturen bei 20 Grad.

„Warum fragst du?“, fragte er.

„Warum frage ich was?“

„Warum fragst du, was ich Ostern mache?“

Lucy schwieg einen Augenblick. „Hallo, bist du noch da?!“, rief David.

„Ja“, sagte Lucy und dann mit Kinderstimme: „Möchtest du, dass dir der Osterhase etwas ganz Schönes bringt?“

David überlegte, was er darauf antworten sollte. Nein? — „Ja“, sagte er.

„Möchtest du es wirklich, wirklich, wirklich?“ „Ja“, sagte er. „Wirklich.“

„Möchtest du, dass dir der Osterhase Lucy bringt?“ Er hatte es geahnt. Er hatte die Frage erwartet. Er wusste trotzdem keine Antwort darauf. Er hatte es die ganze Zeit vor sich hergeschoben.

„Hallo?!“, sagte Lucy. „Bist du noch da? Hallohallohallo?!“

„Schlech...bindung“, log er schreiend ins Telefon. „...as ha... du . . . sagt?“ Er kratzte zusätzlich mit einer Streichholzschachtel gegen die Sprechmuschel.

„Ich kann einen Flug für die nächste Woche kriegen!“, schrie Lucy. „Für nächste Woche! Flug! Ostern!“

David wollte nachdenken. „... eiss-Te... !“, schrie er. „...orgen aben...“

„Nach neun!“, schrie Lucy. „Nach neun!“

„...iederseh...!“, schrie David und legte auf.

Er ging in die Küche und holte sich einen Cognac. „Lucy“, dachte er, während er mit dem Cognac im Schwenker zu seinem Lieblingssessel neben den Bücherregalen schlurfte. „Was wird, wenn sie kommt?“

Er und Lucy kannten sich schon eine Reihe von Jahren. Er war ihr von einer Astrologin prophezeit worden. „Sie werden“, hatte sie gesagt, „einem Mann aus dem Süden begegnen. Sie werden ihn auf einer Party kennenlernen. Er wird ihr Leben verändern, jedoch nicht sofort. Zunächst wird es auf- und abgehen, es wird stürmisch zugehen, denn der Mann ist ein schwieriger Mensch. Eines Tages jedoch werden Sie beide einen ruhigen Hafen anlaufen. Er ist übrigens vermögend.“

Lucy war 40. Als sie kurz nach der Prophezeiung David anlässlich eines Abendessens im Westend begegnete, wusste sie, dass die Sterne nicht gelogen hatten. Sie wusste auch, dass sie sich in Geduld fassen musste.

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