Noch einmal Weihnachten - U. M. Hager - E-Book

Noch einmal Weihnachten E-Book

U. M. Hager

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Beschreibung

Die etwas andere Weihnachtsgeschichte ... Zwei Liebende treffen sich in einer einsamen Hütte, teilen sich ein Bett und dann ... Was passiert nach Jahren der Zweisamkeit, wenn die Liebe schon am Bröckeln ist? Wenn der Traummann sich als urgewaltiges Arschloch entpuppt? Was passiert, wenn man nach 22 Jahren feststellt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt? Die zwei Eheleute - nennen wir sie Adam und Eva - sind schon seit 22 Jahren verheiratet und haben schon einige Hürden zusammen genommen. Einen Tag vor Weihnachten überlegt Eva, ob sie statt Salz Rattengift in die Suppe mischen soll. Wird sie es tun, oder ist ihre Ehe noch zu retten?

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Seitenzahl: 34

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Inhalt

Noch einmal Weihnachten

Noch einmal Weihnachten

Der Anfang

Kurz vor Weihnachten

Mettenklang und Plätzchen

Ende gut, alles gut?

Danksagung

Weitere Bücher der Autorin

Impressum

Noch einmal Weihnachten

U. M. Hager

Noch einmal Weihnachten

Wie jedes Jahr kommt auch dieses Jahr eine Weihnachtsgeschichte auf den Markt. Mittlerweile könnte man ganz Deutschland zupflastern mit all den bedruckten Blättern. Und dann komme ausgerechnet ich, die zwar Weihnachten liebt, auch jede Weihnachtsgeschichte, und obwohl ich mir gesagt habe, dass ich auf keinen Fall eine Weihnachtsgeschichte schreiben möchte, wage es nun doch.

Ob es wirklich eine weihnachtliche Geschichte wird … es könnte jeden Tag so eine Geschichte entstehen – zwei Liebende treffen sich auf einer einsamen Hütte, teilen sich ein Bett und dann … ja dann sollte der Schmachtfetzen in ein erotisches Abenteuer übergehen. Aber was passiert, wenn es nicht erotisch wird? Wenn der Traummann sich als urgewaltiges Arschloch entpuppt, oder sich die Traumprinzessin, die man vor Jahren geheiratet hat, nun als alte Hexe erweist?

Wird es ein Happy End geben, eben, weil Weihnachten ist, oder möchte man lieber dem anderen die Bratpfanne auf den Kopf schlagen? Was passiert eigentlich nach dem Happy End? Jahre nach der Hochzeit, wenn man feststellt, dass einen in den zwanzig Jahren seit man frisch verliebt war, der Alltag aufgefressen hat. Die Träume, die man damals gemeinsam hatte, sich in Luft aufgelöst haben. Die Sehnsucht nach der ganz großen Liebe, die Gemeinschaft und die Geborgenheit ein jähes Ende gefunden haben schon nach dem zweiten Weihnachten.

Was passiert dann, wenn man merkt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt?

Geht man einfach so weiter und versucht, den Alltag gemeinsam zu gehen, obwohl man eigentlich ausbrechen möchte?

Mein Paar hier – nennen wir sie Adam und Eva –, traf sich an Weihnachten, und sofort funkte es. Nicht lange danach schworen sie sich die ewige Liebe. Sie heirateten und meisterten einige Kämpfe, die das Leben so bereithielt, gemeinsam. Die beiden sind seit zwanzig Jahren verheiratet, haben Kinder, und standen deren Probleme sowie Krankheiten zusammen durch, ebenso manche Affäre, von der Adam meinte, er müsste sie haben. Doch dann passierte das, wovon man denkt, dass es nie passieren würde: Eva stellte fest, dass sie nicht mehr zufrieden und dass der eigene Ehemann ein fettes Schwein geworden war, der den Fernseher wegen Fußball belagerte, obwohl Navy CIS lief.

Statt dassFraudie schnuckeligen Männer bewundern konnte, dass ein alter Sack auf dem Sofa, der zum gefühlten hundertsten Mal mit der Zigarettenasche nicht den Aschenbecher traf, und sie stattdessen auf den alten Teppich streute.

Wie gern hätte Eva einen neuen Teppich für ihr Wohnzimmer gehabt, schon letzte Woche, als sie mit ihrer Tochter in einem Möbelhaus einen beige-rot-braunen Teppich mit hohem Flor sah, der sich unter ihren Händen so kuschelig anfühlte. Doch als sie dann den Blick ihrer Tochter auffing, war es ihr vergangen.

Die Jüngste von den dreien, mit der sie unterwegs war, hatte sich von ihrem langjährigen Partner getrennt, und suchte nun Möbel für ihre neue Wohnung aus. Die ihr Vater ihr versichert hatte, zu bezahlen. Wie Adam das machen wollte, wusste Eva nicht. Es blieb ja nicht mal genug Geld für eine neue Geschirrspülmaschine übrig …

Der Anfang

Die Jahre zuvor, als sie noch beide arbeiten gegangen waren, waren die glücklichsten in Evas Leben gewesen. Jeder hatte sein eigenes Einkommen, doch als Eva dann das erste Mal schwanger wurde und es hieß, dass sie nach dem sechsten Monat nicht mehr arbeiten gehen könne, weil sonst das Leben des Babys in Gefahr sei, kündigte sie kurzerhand. Adam war zuerst nicht erbaut darüber, aber sie dachte auch, dass sie nach der Schwangerschaft wieder arbeiten gehen würde.

Doch dem war nicht so. Die Geburt verlief schwierig, und ihre älteste Tochter kam mit zu wenig Sauerstoff auf die Welt. Sie dachten schon, die Kleine würde ein Pflegefall werden, doch das Schicksal hatte nicht mit Eva gerechnet. Sie tat für das Kind alles und noch mehr. Der Ehe mit Adam tat das nicht gut. Immer wieder verschwand er und tauchte erst nach einer Weile wieder auf. Eva hatte den leisen Verdacht, dass er mit jüngeren Frauen fremdging, weil sie nicht mehr mit ihm schlafen wollte.

Warum sie nicht mehr mit ihrem Mann schlief, hatte nur den Hintergrund, dass sie nicht schon wieder schwanger werden wollte. Ihr Arzt hatte ihr geraten, eine weitere Schwangerschaft zu vermeiden, wenn sie ihr Leben behalten wollte. Und das wollte sie, denn wer sorgte sich sonst um Karla?

Deshalb nahm sie dann auch die Pille.