Noch so eine Weihnachtsgeschichte - Barbara E. Euler - E-Book

Noch so eine Weihnachtsgeschichte E-Book

Barbara E. Euler

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Beschreibung

Irgendeine Kleinstadt in den USA. Jack Vandamme war auf der Straße gelandet, nachdem ein aus dem Ruder gelaufener Einsatz seine Polizistenkarriere jäh beendet hatte, und wurstelt sich jetzt als Privatdetektiv durch. Als der "Professor", einer seiner Kameraden aus Obdachlosenzeiten, an Heiligabend auf mysteriöse Art ums Leben kommt, läuft Jack zu alter Größe auf. Doch das Schicksal kann erbarmungslos sein.

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Seitenzahl: 17

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Barbara E. Euler

Noch so eine Weihnachtsgeschichte

Kurzkrimi

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Noch so eine Weihnachtsgeschichte

Impressum neobooks

Noch so eine Weihnachtsgeschichte

Barbara E. Euler

Erstveröffentlichung auf Englisch bei Monocle

Heiligabend in einer namenlosen amerikanischen Kleinstadt.

Jack merkte nicht gleich, dass jemand an seinem Mantel zupfte. Der zugige Wind hetzte Schneefetzen um die Blocks; schon stäubte es weiß über den dreckigen Gehweg, dass die Passanten im Drüberhasten Spuren hinterließen – etwas, das bleibt, dachte Jack, wie er so mit gesenktem Kopf durch die Menge stapfte, ein wenig zögerlich, ein wenig zornig, wie immer. Das verdammte Bein.

Jellas Massage hatte gut getan. Die warmen Hände, das warme Öl, das sich noch immer an seine Haut schmiegte; die sachte Musik. Die Kerzen. Klar war das keine Medizin. Klar war Jella kein Ärztin. Jack biss sich auf die Lippen, weil der Schmerz schon wieder zurückkam.

So würde er die Sache nie vergessen können.

Ärzte waren teuer. Pillen auch. Jella machte das umsonst. Also das. Da waren andere Sachen, die sie nicht umsonst machte und mit denen sie das hier finanzierte. So war das eben. Jack dachte an die Praxis am anderen Ende der Stadt, wo echte Ärzte Sonderschichten für Mittellose schoben. Für uns Hungerleider, dachte Jack bitter. Wenn es zu arg wurde, ging er, vielmehr hinkte er dorthin. Sie waren nett da und machten alles, was normale Ärzte auch machten, aber er wollte kein Bittsteller sein. Bei Jella fühlte er sich nicht so.

Jack sog die Dezemberluft ein, die nach Diesel roch und nach den Kohlefeuern der Straßenhändler und nach Schnee. Seine Stadt. Er würde sie aus allen Städten der Welt herausriechen können. Jack blies in die Flocken. Mehr gab es nicht zu sagen über diese Stadt.

Bis auf diese Sache.