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Die Flut weicht auf den von Zukunftsängsten zerfurchten inneren Kern und wäscht heraus aus dem versandeten Déjavu der Vergangenheit seine uralte Mahnung
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Seitenzahl: 135
Veröffentlichungsjahr: 2026
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„Entscheide dich,
heute ein guter Mensch
zu sein,
und nicht erst morgen
einer zu werden.“
(Marc Aurel)
für Chrissi
Prolog
Wessen Jacke man trägt
Salz der Wörter
Ungeheuer und andere Unmenschen
Kind des Krieges
Vergessener Tanz
1 zu 5
Living in a box
Verkehrte Welt
Die Saat
Aus der Gruft
Es ist gefährlicher geworden
Brüllaffe und tollwütiger Bär
Lügen
Fake it till you make it
Zahlen lügen nicht
Es ist Zeit
Emigranten- Monolog
Vernarbtes Land
Butscha
Brüder im Ungeiste
Der Zauberlehrling
Bühne frei!
Wörter brennen
Erinnere dich!
Bullentanz
Kleptopia
Schattenkreislauf
Alternativlos
Digitales Echo
Wir erinnern uns
Die Engel des Teufels
Flaschenpost Made in China
Angelus Novus
Angelus Fractus
Entgleisung
Zeiten und Räume
Gesprengte Ketten
Celebrate me home
Seelengel
Der unsichtbare Zaun
Zeitblasenwörter
Gewisse Nächte
Trauere nicht zu lange
New York, halb drei
Terrasse, halb vier
ohnMacht
Ohne sie
Das Auge des Orkans
Ich - Du - Wir - Du - Ich
Tote Bilder lügen nicht
Der verlorene Schlüssel
Still die Wut
Phänotypische Plastizität
Dünnes Eis
Das Ende des Raums
Letzter Akt
Netz aus Stahl
Wirt vs. Zecke
Not time to die
Ein Lächeln zieht aus
Da ist nichts
Freigeschaltet
Nochmal das Gleiche bitte
Der Taucher
Es weihnachtet wieder
Silvesterabend
Neujahrsmorgen
Nicht zum letzten Mal
Kalter April
Skyfall
Monopoly
Frühlingslied
Rosa Himmel
Blaue Stunde
Die Untermieter
Fastnacht der Tiere
Was der Frühling alles tun muss
Netter Versuch
Am Weg
Ausgerechnet
Ausgeparkt
Von Heimat und Fremde
Einsamer Abend
Fremde Heimat
Zu Gast
Mauern singen
Mit mir nicht
Unzertrennbares
Leben und Schreiben
Als das Reden aufhörte
Rollten Steine
Blähte sich Zeit
Sprachen Hände
Transformierte sich
Klarte sich auf
Vergewisserte sich
Tanzte es
Die Blume
Die Hymne
Nur ein Experiment
Dem Leser
Lachen und Weinen
Sein und Wirklichkeit
Ausgeblendet
Sicht der Dinge
Kühler Kopf
Asche zu Asche
Von Klängen und Träumen
Lied der Stille
Dancing hands over D
Buka
World of sound and silence
Bleiben und Gehen
Husten
Die letzte Packung
Glockengeläut
Der alte Mann und sein Meer
Oldtimer
Und doch frei
Spurrillen
Feel like home
Nirgendland
Das Immergleichspiel
Spielverderber
Weißes Blatt
Wachkomadate
Die Unterlassung
Die Frage
Die Insel
Die Joggerin
Tauchgang eines Blinden
Das Pendel
Tod und Sterben
Durchs 94-jährige Telefon
2½ Gläser Honig
Memento
Sterbende Hände
Bluthund
Zum letzten Mal
Whiskey um halb vier
Letzter Weg
Dem Vater
Die Treppe
Ein Zurück Zwei vor
Ich sah in ihrem Blick
Die Glaskugelseherin
Was würde geschehen?
Spurrille 7 / 2024
Vermisstenmeldung
Stunde Null
Es tickt rückwärts
Zurück auf Los!
Was warum wohin wahrscheinlich
hoffentlich seinwird
Berg und Tal
In die Wellen!
Kugelkreis
Epilog
Versteht sich von selbst
Reportagen (arte, 3sat, ARD)
Zitierte Texte und Autoren
Bilder
Gehörte Musik
Im Buch zitierte Musik
Über den Autor
Ein Leben mehr nach außen,
mit hohem Kilometerstand,
auf navigationstechnisch
vorherbestimmten Straßen,
ohne Abweichungen
oder sonstigen Überraschungen,
dafür aber auf allen Bühnen,
die man kriegen kann,
mit zuverlässig eintrudelnder Anerkennung
im digitalen Briefkasten und Kontostand,
einem Freundeskreis,
der bei anlassbezogenen Feiern,
regelmäßig den räumlichen Rahmen
des Hauses und die Kontakt-App sprengt,
das Sprechen, aus sich heraus,
plant Termine im Voraus,
hält Dämonen proaktiv draußen,
die man nie hineinlassen wird,
mit einer Familie,
die mit hohem Aufwand,
an Liebe und Verantwortung,
die erbrachte Lebensleistung wiederspiegelt,
dessen Urlaubsort
niemals der gleiche ist,
immer in Bewegung,
um mit Sport und gesunder Ernährung
das Alter hinauszuzögern,
ein Leben,
das sich vorzeigbar im Griff hat,
und nie akzeptieren wird,
stetig gesteckte Ziele
nicht auch zu erreichen.
Oder ein Leben mehr nach innen,
mit niederem Kilometerstand,
auf eisglatten und
verschlungenen Pfaden,
bei schlechter Sicht,
ohne Fahrspurassistenz,
abseits von Straßenlaternen,
ohne Publikum und Applaus,
oder sonst etwas Belohnenswertem,
auf sich allein, und nicht
auf Besuch eingestellt,
sich nicht mehr sicher sein,
wie man sich verhält,
wenn man eingeladen wird,
ein Sprechen nach innen,
als Obzeitloser aus
bürgerlicher Zeiterfassung herausgefallen,
mit Dämonen wie mit
Kuscheltieren aufgewachsen,
in einer Familie,
die nie ein sicherer Hafen war,
durch Versagen und Selbstbetrug,
niemals feste Bande knüpfen konnte,
immer an denselben Urlaubsort zurückkehrt,
um irgendeinen verlässlichen
Anker zu haben,
Bewegungen innwändig vollzieht,
mit absehbarem Gesundheitsrisiko,
mit der immergleichen spärlichen Kost
jeden Spiegel täuscht,
der nutzlos im Haus hängt,
wie eine lästige Fliege an der Wand,
ein Leben,
in dem nichts oder
sonst wie vorzeigbar ist,
das sich keine Ziele mehr stecken will,
die man erreichen sollte.
Es befreit / selbst auferlegte Konzept aufzugeben / aus dem ersten Gedichtband / ohne Wenn und Aber
Allerdings trenne ich Sätze und Gedanken / mit Strichen / oder auch nicht
Manchmal tut es gut / alte Regeln zu brechen / wie die Form von Zweizeilern /
Die Schreibweise in diesem Band / ist ein unablässiger Dialog / mit ständiger Suche / nach neuen Formen / ein Experimentieren
Man gehe immer weiter
bleibe niemals stehen
genauso hebe man
jeden gefundenen Gedanken auf
wie eine schöne fremde Blume
Man entwickelt sich, ohne Plan, aber mit Absicht, überarbeitet, ändert, extrahiert, setzt wieder zusammen, verfeinert, immer von Neuem das Geschriebene, mit dem Anspruch, alles bleibe reine Fantasie, pure Lust der Auseinandersetzung. Sich immer den freien Lauf versprechend, überlässt man sich hoch und heilig, mit ehrlichen Worten, seinem bewegten und dennoch scharfen Spiegelbild dieser Auseinandersetzung in stetigem Fluss.
Die Sorge bleibt, zu viel Reden beim Schreiben, dass die Texte von der Realität eingeholt werden, die schneller schießt, als ihr Schatten schreiben kann, reduziert fiese Füllwörter, unscharfe Hilfsverben, zu offensichtliche Emotionen, die jedes Gedicht verwässern wie Wasser den schlechten Wein, bis endlich diese eine zufriedenstellende, zart glitzernde Salzkruste, die pure Essenz der Wörter übrigbleibt, von deren Existenz der Schreibende überzeugt ist.
„Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich“
(Dan Diner, Ludwig-Boernepreis 2025)
Der Hass / ist das unsterbliche / nimmersatte Kind des Krieges / gezüchtet und wiedergeboren / gegen jedes zarte Pflänzchen Frieden
Kriegsherren droht die Vergessenheit / wenn ihre Gegner / nicht neue Kämpfer auserkoren / um weiter zu töten
Die Muttermilch des Hasses / aus Jahrzehnten des Terrors / nährt es / trichtert es ein / das alte Kind / verschmäht sie nicht
Das Versprechen / niemals ein Schritt aufeinander zu / kein kleines Miteinander des Lebens / kann diesen Prozess stoppen
Der alte Feind / stets neuer Feind / anerzogen / erlernt / erwartet / ein immerwährendes Leben und Sterben / für den Krieg
Der Feind / lauert unentwegt und überall / lenkt ab / von der Unfähigkeit und jedem Unwillen / zum Anderssein und Reden
Niemals die 180 Grad zu wagen / denn Ruhm erlangt man nur / auf dem Schlachtfeld / allezeit / und immer tödlich
Generationen von Hass / der ewige Kreislauf des Bösen / rekrutiert wieder und wieder / neue Kämpfer
Ihre Opferrolle / angefüllt mit tradiertem Hass / legitimiert ihr Töten / wie Tiere / befreit / von Verantwortung und Schuld
Alle Akte der Brutalität / geschehen von allein / an Kindern Frauen Alten und Schwachen / entspringen immer dieser Autorität / des Kindes
Unter dem friedlich lauen Himmel des Mittelmeers / verstummt die Musik für immer / am 7. Oktober im Wüstensand
Speien drachenreitende Maschinengeschosse / in fliehende Leiber / malen ihre todroten Gemälde in den staubweißen Sand
Der Hass der Verblendeten / zu Land und aus der Luft / überfallen den friedlichen Oktobertag / und bleckt seine blutigen Zähne
Begleitet unter dem Jubel / der fahnenschwingenden Angreifer / auf kreischenden Mopeds der Verachtung
Zeichnet das panisch verwackelte Handy / nackte Todesangst auf / von hastig flüchtenden / zuvor noch tanzenden Beinen / im Staub
Bis sie schutzsuchend / im tiefen Untergehölz auf den Boden gepresst / erschöpft und erstarrt liegenbleiben / um sich nicht zu verraten
Vor den fanatisch entfesselten Jubelsalven / und den Schlachtrufen eines grausamen Gottes
Gepresst flacht Atem / der jeden Augenblick zu Ende gehen kann / todesstill erstarrt / kauern Leiber / wimmernd leise / in den Äther
A sad lonely sea of tears washes away so many lifes of those we loved under the merciless sun of cruel hatred
Who will help me still cryin‘
even when all my tears have dried up
Die Rache wartet nicht lange / ausufernder als je zuvor / erwacht wieder das Füllhorn des Krieges zu neuem Leben
Überschüttet die Bewohner / am Sandstreifen des Mittelmeers / mit Bombenterror / Wühlmäuse sprengen geheime Tunnel
Die anderen / von Hunger Ausgezehrten / unter denen sich das Netzwerk der Terroristen eingenistet hat / können nicht entrinnen
Es sind immer die Falschen / die im Krieg sterben wie die Fliegen / Die ihn nicht gewollt haben / deren Leben keiner rechnet
Das Leid der Landsleute / der Verschleppten und Getöteten / kümmert außer den Familien niemand / schon gar nicht die Wühlmäuse des Todes
Die graben jeden Zentimeter Wüste um / suchen angeblich nach Opfern und Verschleppten / in Wahrheit aber die Angreifer und ihre Waffen
Der Anführer der Wühlmäuse / braucht diesen Krieg unbedingt / hat eigene Pläne / wie der Unterstützer jenseits des Meeres
Riviera des Nahen Ostens / mit schicken Hotels / wenn alles unnötige Ungeziefer deportiert oder vernichtet ist
Indes der Anführer der Wühlmäuse / seine KI- gesteuerten Ungeheuer von der Leine lässt / die alle verdächtigen Verbindungen aufspürt
Eingelockt in der Nähe eines Oktoberterroristen / wird mit Haut und Haar zerbombt / im todsicheren Verhältnis 1 zu 5
Die Bombe auf einen Terroristen / kalkuliert fünf unschuldige Treffer / ein tödlicher Verbindungsnachweis
Die Überlebenden / verdienen keinen Platz an dieser Riviera / Die sollen Koffer packen / froh sein / diese noch tragen zu können
Raketen von Norden
Nordwand explodiert
Trümmer schreien
Keine Zeit
Leichen zu beweinen
Bombenhagel
Nacktes Überleben
Auf der Flucht
In den Süden
Keine Hoffnung
Hunger zu stillen
Auf zerstörten Straßen
Panzer von Süden
Südwand explodiert
Trümmer schreien
Kein Entrinnen
Auf der Flucht
Zurück in den Norden
Hunger stirbt Kinder
Ohne Chance zu leben
Nur zu sterben
Kein Ausweg
Aus der toten Heimat
Der Trümmer
Der Persilschein wurde öffentlich ausgestellt / von der politischen Parteienmitte unseres Landes
In der Annahme / je öfter man ihn wiederholt / wird er glaubhafter / Was man nicht sehen will / soll es auch nicht geben
Das Recht auf Selbstverteidigung / nicht etwa Vertreibung / Bekämpfung von Terroristen / nicht Okkupation des gesamten Gaza
Lautstarker Protest von israelischen Demonstranten / bei der Eröffnungsrede der amerikanisch- jüdischen Fotografin Nan Goldin /
Vor der Neuen Nationalgalerie in Berlin / klagt sie ihr Land an / wird Verräterin und Nestbeschmutzerin / mit ungewollten Wahrheiten
Kuratoren und Kulturminister betonen eiligst / die Ausstellung sei schon drei Jahre lang geplant / man schätze ihre Kunst
Sie schweigen unbequeme Wahrheiten kollektiv unter den Teppich / Welch verkehrte Welt
Israel begehe Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung / in Gaza / achte nicht das Völkerrecht
Hielt Hilfsgüter und medizinische Versorgung / Betreibe Vertreibung / und Deutschland / liefert die Waffen dazu
Übertroffen wird der kulturpolitische Skandal vom aktuellen Urteil des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag
Haftbefehl gegen den israelischen Premier / den Verteidigungsminister / und den Militärchef der palästinensischen Terrororganisation Hamas
Verbrechen gegen die Menschlichkeit / lautete das Urteil / zum ersten Mal in der Geschichte dieser Organisation / gegen das Land Israel
Nicht ein Wort / nicht ein Kommentar dazu / in der deutschen Außenpolitik / oder vom Kanzler
Das heiße Eisen / nimmt keiner freiwillig in den Mund / ohne sich zu verbrennen / verkehrte groteske Welt
Das apodiktische Erbe der altmerkelschen Staatsräson / Lebt zombiehaft weiter / als Staatslüge
Unauflösbarer Widerspruch / huscht gespensterhaft leise durch die Nachrichtenkanäle / mit der Last der historischen Schuld
Das Leichentuch verbietet andere Möglichkeiten und Entscheidungen / als alle Widersprüche unter das Leichentuch zu kehren
Niemand in Europa wird den Haftbefehl vollziehen / schon gar nicht im Land der Täter
Der Konflikt / wird mit zweierlei Maß gemessen / diplomatisch galant / unkenntlich verpackt
Mit der Methode Totschweigen / lauterem Brüllen / man stehe / uneingeschränkt an der Seite Israels / wie sie es immer taten
Die einst einfache / reflexartige deutsche historische Verantwortung funktioniert schon lange nicht mehr störungsfrei
Wir unterstützen die Ukraine militärisch in ihrem Freiheitskampf/ und Israel mit Waffen in ihrem Vertreibungskrieg / das ist Fakt
Laufzeit des Persilscheins / bestimmt wie immer die Macht der Bilder / wenn die Zahl der Verhungerten und Vertriebenen unretuschierbar wird
der Neofaschisten geht erneut auf / nicht nur im deutschen Land / überall in West und Ost / in Nord und Süd
Massenhaft verbreitet durch Netzwerke / sind sie auf dem Vormarsch / Smarter als der von Hybris verseuchte Schlächter aus Österreich
Demokratisch gewählt / harmlos aber zahlreich versteckt / unter dem Deckmantel der europäischen Union
höhlen sie ihre Länder aus / zuerst die Intellektuellen / freie Presse und Literaten / Schritt für Schritt / die Justiz und die Gewaltenteilung
Streuen geschickt ihre Droge von Angst Überfremdung und Verfall / angedockt an die Sorgen der Frustrierten
Versprechen Sieg Heil in einfachen Utopien seliger Vergangenheit / Zurück in die Zukunft / streuen sie ihr Gift der kollektiven Verachtung
Sündenböcke gibt es immer / die Fremden und die liberalen Eliten / Predigen Ruin und unaufhaltbaren Verlust von Identität
Lenken ab / von der Komplexität des notwendigen Wandels / und ihrem eigenen Unvermögen / mit diesem zu leben
Verbreiten emsig die Suchtstoffe / befriedigen die schale Sucht nach einfachen Antworten / ihren Ruf nach einem starken Mann
Warten geduldig an den Wahlurnen / die Saat ist schon aufgegangen / streben nach der Macht / um die Gewaltenteilung zu zerstören
Etablierte Parteien / unterschätzen die stille Revolution / Stoßen getrieben aus Angst vor schwindenden Wählerprozenten /
ins gleiche Horn / hoffieren ihre wölfischen Themen im Schafspelz / suchen auch ihre Sündenböcke / verstärken die aufgehende Saat
Je länger man darauf starrt / es wird nicht besser / aber immer klarer / die Uhren ticken im Rückwärtsgang
Im alpinen Vaterland des Terrors / weht ein alter Hauch der Lüge / wie in vielen Ländern / wieder ein alter Virus / durchs Land
Das braune Gespenst aus Branau / das Wagner mochte nicht Mozart / sickert unbehelligt durch alle Grundwasser Europas
Rumort aus der verbrannten Gruft / sein Virus der Versuchung / nach fast einem Jahrhundert Nie wieder! / noch hochansteckend
Aus den billigen Urnen / folgen Zombies / blind angelockt vom Aas / und billigen Wahrheiten / der toxischen Spur eines braunen Imitats
Wie soll man den Albtraumpickl beim Kärntner Möchtegernkanzler ausdrücken / wenn der den Hautarzt scheut / wie die freie Presse
Der bequeme Mythos einer weißen Unschuld / eines Überfalls / war nie gezerrt worden / ins grelle Scheinwerferlicht der 68er
Der berüchtigte Balkon in der Hauptstadt / bleibt auf ewige Zeiten kontaminiert / in kultureller Unterordnung
Beim Blick auf die Uhr / werden wache Geister / sich im Schlaf ihr Genick verrenken und fragen / Wie konnte es soweit kommen
Da draußen
auf Saurons Straßen
splittern Leute
krachend durch
alle Latten ihres Zaunes
mit jaulenden Autos
sogar mit Baggern
Häuser Tankstellen
und Menschen
töten, als wäre
es nichts
Jedes Fest
jedes Beisammen
in friedlich kalter Nacht
auf ihren brüllenden Reifen
des aufgestauten Hasses
machten sie unheiliger
als sie eh schon waren
Welcher Prophet des Teufels
sponn die Jungfrauengespinste
in ihr von allen guten Geistern
verlassenes Hirn
Es scheint als haben die Geister
längst aufgegeben
ihre Fassung nicht zu verlieren
wenn Männer Finger
und gleich ihr Leben
aus purer Lust am Kick
sich freiwillig wegballern
sind froh
wenn das blutrote
Flammenauge Saurons
sie nicht ins Visier
nimmt
Wie dreist wird da gelogen gehetzt und bestochen / bei den Möchtegerndiktatoren in Ost und West
Der orangene Brüllaffe steht dem wildgeworden / sibirischen Bär / in nichts nach
Sie lassen gelassen / jegliche Scham und Vernunft hinter sich / der wilde Bär bestimmt jede Wahl außerhalb seines Großreiches
Verführt und kauft Stimmen der Armen / nutzt jede Chance / erodiert freie Demokratien / auf der ganzen Welt
Die Armee der Internettrolle / destabilisiert alles und jeden / kauft Verbündete und Abhängige / mit billigem Öl
Vom Strafgerichtshof geächtet / schert der sich einen Dreck / um Gerichtsurteile und Sanktionen
Reichtum fest im Visier / verstummt jede anders denkende Stimme / bis sie vor Angst erstarrt
Der brüllende Affektaffe / vom Vater zur Korruption verdorben / von ultrarechten Ideologen geimpft / bezahlt und getrieben
Baut sein Imperium der Gleichschaltung aus / nach eigenem Plan / Supreme Court / in der Tasche / schart er Meute um sich
Gewaltbereite Jasager und Extremisten / die alles nachbrüllen / was immer sein dauerwütendes Hirn ausspuckt
Belohnt Schmeichler / bestraft Presse und Universitäten / verklagt jeden in den Ruin / der sich seinem Willen nicht beugt
Wer nicht freiwillig / den Speichel ableckt / der von seiner heiligen Mission heruntertropft / die Nation vorm Untergang zu bewahren
Lügen haben / in der zivilisierten Welt / längst die längeren Beine / dem langen Thuesday in den USA
Dreiste Lügner / krönen sich zu Gewinnern / eines Kampfes / der ohne sie nicht stattfindet
Es kann noch schlimmer kommen / belehren sie uns eines Besseren / Böcke machen sich zu Gärtnern
Verurteilte Straftäter / machen sich zu Richtern / unter den Augen der schockstarren Welt
Fanatische Anhänger / eint der Jubel / ob des starken Mannes / der sich alles erlauben / sich nie entschuldigen wird
Selbst / wenn jene auf offener Straße töten / Fuck off! / im Volk der unbegrenzten Möglichkeiten
Selbst / wenn er seine Jasager / und schamlosen Hasardeure / die ihn / hinter vorgehaltener Hand / heimlich gewählt haben
Verraten / und hinters Licht führen wird / betrügt und verhöhnt / Lügner / machen keine Politik / für das Volk
Sie machen Deals / für sich und die Lobbyisten / Steuererleichterungen / gibt es nur für Reiche
