Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt. "Toni, der Hüttenwirt" aus den Bergen verliebt sich in Anna, die Bankerin aus Hamburg. Anna zieht hoch hinauf in seine wunderschöne Hütte – und eine der zärtlichsten Romanzen nimmt ihren Anfang. Hemdsärmeligkeit, sprachliche Virtuosität, großartig geschilderter Gebirgszauber – Friederike von Buchner trifft in ihren bereits über 400 Romanen den Puls ihrer faszinierten Leser. »Der Bub ist eingeschlafen«, sagte Isabella. »Ich bringe ihn rüber in das Zimmer auf der Bettenstation. Martin, packst du bitte am anderen Ende des Wäschekorbes an?« »Ich will auch tragen helfen«, sagte Eric sofort. »Darf ich? Ich bin auch ganz vorsichtig.« Isabella lächelte. »Sicher darfst du Martin helfen. Nimm den Griff mit beiden Händen.« »Keine Sorge, Isabella, ich bin stark.« Martin und Eric trugen den Wäschekorb hinüber auf die Bettenstation. »Wo sollen wir ihn hinstellen?«, fragte Martin. Isabella stellte die beiden Stühle neben den Tisch. Dort setzten sie den Korb ab. Der kleine Winkler wachte auf und verzog etwas das Gesicht. Aber er weinte nicht. »Vielleicht will er gewickelt werden?«
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 121
Veröffentlichungsjahr: 2022
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
»Der Bub ist eingeschlafen«, sagte Isabella. »Ich bringe ihn rüber in das Zimmer auf der Bettenstation. Martin, packst du bitte am anderen Ende des Wäschekorbes an?«
»Ich will auch tragen helfen«, sagte Eric sofort. »Darf ich? Ich bin auch ganz vorsichtig.«
Isabella lächelte.
»Sicher darfst du Martin helfen. Nimm den Griff mit beiden Händen.«
»Keine Sorge, Isabella, ich bin stark.«
Martin und Eric trugen den Wäschekorb hinüber auf die Bettenstation.
»Wo sollen wir ihn hinstellen?«, fragte Martin.
Isabella stellte die beiden Stühle neben den Tisch. Dort setzten sie den Korb ab. Der kleine Winkler wachte auf und verzog etwas das Gesicht. Aber er weinte nicht.
»Vielleicht will er gewickelt werden?«, murmelte Isabella.
Sie schmunzelte.
»Da fällt mir ein, ich habe nur zwei Windeln dabei. Aber das haben wir gleich. Eric, kannst du bitte Einmalwindeln bei Veronika kaufen?«
»Aber klar, das mache ich.«
Eric wollte gleich losstürzen.
»Eric halt! Ich will dir noch Geld geben.«
»Das kannst du später machen. Ich habe so viel Geld, dass ich es auslegen kann«, antwortete Eric.
Er wollte los.
»Eric, bleibe hier! Höre mir genau zu!«, sagte Isabella mit strengem Unterton.
»Du sagst niemandem ein Wort, dass das Kind da ist, besonders nicht Veronika.«
»Und wenn sie mich fragt, für wen die Windeln sind?«
»Dann zuckst du mit den Schultern und sagst, dass sie mich fragen soll«, schlug Martin vor.
»Okay, das mache ich«, sagte Eric. »Ich kaufe die kleinste Größe.«
Er stürmte hinaus, sprang auf das Fahrrad und radelte davon.
Martin und Isabella sahen sich an und schmunzelten.
»Du willst verhindern, dass hier ein Besucheransturm eintrudelt, richtig?«
»Genau!«, antwortete Isabella. »Noch etwas, Martin. Kannst du es irgendwie deichseln, dass du zuerst Bernd allein zu mir schickst? Ich warte hier auf ihn.«
»Klar, das kann ich einrichten. Du willst Bernd den ersten Augenblick mit seinem Buben ohne Zuschauer gönnen«, antwortete Martin.
»Danke!«
Eric lehnte sein Fahrrad an die Hauswand und rannte in den Laden, dann ins Untergeschoß des Geschäftes. Dort wurde alles für den täglichen Gebrauch angeboten.
Eric studierte das Windelangebot. Er entschied sich für eine Marke, auf deren Verpackung ‘De Luxe’ stand.
Er ging zur Kasse.
Zu seinem Glück warteten viele Touristen, die Andenken gekauft hatten.
»Veronika, ich lege dir einen Schein hin. Das Wechselgeld kannst du mir morgen geben«, rief Eric.
»Windeln? Für wen sind die?«
»Doofe Frage, für ein Baby.«
»Sicher, aber für welches Baby?«, hakte Veronika Boller sofort nach.
Eric zuckte mit den Schultern und rannte aus dem Laden. Er klemmte die Packung auf den Gepäckträger und radelte los. Dabei schüttelte er den Kopf. Er verstand sich im Grunde gut mit Veronika Boller, auch wenn er sie gelegentlich wirklich nervig fand.
Autos hielten auf dem großen Hof der Praxis. Fast gleichzeitig kamen Bernd und seine Eltern aus Kirchwalden, Tassilo und Otti sowie Zensi in ihrem kleinen Auto.
Martin ging hinaus und begrüßte sie.
»Martin, was ist los?«, fragte Zensi. »Eine so plötzliche, unerwartete Einladung zum Abendessen? Ist was geschehen?«
Martin lachte laut.
»Darf man nicht mal spontan einladen? Uns war danach. Geht rein! Walli, Katja und die anderen sind bereits in der Küche. Ihr könnt alle mit anpacken. Wir setzen uns in den Garten. Wir sind so viele, dass der Tisch in der Wohnküche nicht reicht.«
Dann wandte er sich an Bernd.
»Komm bitte für einen Augenblick mit mir, Bernd. Ich will dir etwas zeigen.«
Er wartete Bernds Antwort nicht ab und ging los. Bernd folgte ihm ihn die Praxis. Martin schloss hinter Bernd die Tür zur Bettenstation.
Dann standen sie vor der Zimmertür, hinter der Isabella mit dem Buben wartete.
»Es war Isabellas Wunsch, dass du allein ein Auge darauf wirfst«, sagte Martin. Er blinzelte Bernd zu und öffnete leise die Tür.
Isabella stand neben dem Wäschekorb und strahlte ihren Mann an.
»Bernd, wir haben einen Buben«, sagte sie.
Bernd Winkler schwankte. Martin fing ihn auf.
»Geht es wieder?«, fragte Martin.
»Ja, das ist nur die Überraschung, die Freude.«
Martin schob Bernd ins Zimmer und schloss die Tür. Er wollte, dass die kleine Familie allein war. Er lauschte noch einen Augenblick, dann ging er hinüber in die Wohnküche.
»Wo bleibt Bernd, und wo ist Isabella?«
»Sie kommen gleich«, sagte Martin.
Bernd ging auf Isabella zu und schloss sie wortlos in die Arme.
»Ich dachte ... erst nächste Woche ...«, stotterte Bernd.
Isabella küsste ihren Mann.
»Der Bub wollte raus. Wir sollten uns daran gewöhnen, dass Kinder ihren eigenen Kopf haben.«
»Geht es dir gut? War es schlimm?«
»Bernd, schau mich an. Es geht mir sehr, sehr gut. Es war nicht schlimm. Walli und vor allem Ella haben mir beigestanden. Binnen kurzer Zeit war alles vorbei. Mutter und Bub wohl auf.«
»Martin war nicht dabei?«, fragte Bernd besorgt.
»Nein, das war er nicht. Ich, das heißt wir, der Bub und ich haben ihn nicht gebraucht. Ella ist eine großartige Hebamme. Ich wollte nicht, dass Martin gerufen wird.«
»Aber du hättest mich sofort anrufen sollen«, sagte Bernd.
»Damit du, Thilda und Karl hier einfallen und Unruhe machen? Nein, mein Kleiner und ich haben entschieden, wir wollen unsere Ruhe. Alles ist gut gegangen. Setz dich, dann gebe ich dir unseren Buben auf den Arm!«
»Ja, gleich, lass mich erst noch einmal die Hände waschen.«
»Schmarren, setz dich! Und ich sage dir gleich, diese übertriebene Sauberkeit mache ich nicht mit. Schreib dir das hinter die Ohren, Bernd.«
»Wenn du meinst ...«
»Ich meine nicht nur, ich bestehe sogar darauf. Willst du den Buben jetzt herzen oder nicht?«
Bernd setzte sich.
Isabella hob den Buben aus dem Korb.
»So, das ist dein Papa, das ist Bernd. Er ist ein lieber Papa. Später wird er dir beibringen, wie man Fahrrad fährt, wird mit dir Fußball spielen und in den Bergen wandern gehen. Du wirst viel Freude haben.«
Sie drückte dem Buben einen Kuss auf die Locken und legte ihn Bernd in den Arm.
»Mei, ist der hübsch. Und diese dunklen Locken!«, hauchte Bernd.
Er kämpfte vor Freude mit den Tränen.
»Die dunklen Locken hat er von dir, Bernd«
»Und die blauen Augen von dir, Isabella.«
Isabella setzte sich auf das Bett und betrachtete die beiden.
Papa und Bub, dachte sie. Ich weiß nicht, warum nur bei dem Anblick von Mutter und Kind alle gerührt sind. Wie herzig die beiden aussehen!
»Halte ich ihn richtig?«, fragte Bernd unsicher.
»Du machst das perfekt. Er fühlt sich wohl bei dir und geborgen. Wenn es nicht so wäre, würde er schreien.«
Sie lächelten ihn an.
»Isabella, wir haben einen Buben. Es kommt mir wie ein Wunder vor.«
»Ein Kind ist immer ein Wunder, Bernd. Unser Bub ist goldrichtig. Er wiegt über vier Kilo. Er hat nur kurz gekräht, aber nur kurz. Dann schaute er sich schon sehr interessiert um und sah sehr zufrieden aus. Er ist einfach perfekt.«
»Das ist er«, hauchte Bernd. »Das hast du großartig gemacht, Isabella. Danke! Ich liebe dich. Und für den Buben liebe ich dich noch mehr.«
Isabella lachte laut.
»Ich weiß, wie du das meinst. Aber die Hälfte hast du dazu getan. Okay, ich habe ihn neun Monate herumgetragen. Aber so ist das nun mal. Und jetzt erscheint mir das rückblickend gar nicht mehr schlimm. Wahrscheinlich hatte mir die Ungeduld mehr zu schaffen gemacht als alles andere.«
Dann fragte sie:
»Wollen wir rüber gehen?«
»Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich gern noch eine Weile hier so sitzen. Es ist ein wunderbares Gefühl.«
Isabellas Antwort war ein glückliches Lächeln.
Sie schob den anderen Sessel neben den Sessel, in dem Bernd mit seinem Buben saß. Dann legte sie den Kopf an Bernd Schulter. Die Familie Winkler genoss die neue Verbundenheit. Aus zwei waren drei geworden.
»Ich bin so glücklich«, sagte Bernd leise. »Mein Herz schlägt Purzelbäume. Es rast. Es klopft so schnell, dass du es dir nicht vorstellen kannst.«
»Langsam, Bernd, nicht dass dich Martin noch behandeln muss.«
»Herzzipperlein aus Freude soll es geben«, schmunzelte Bernd.
»Ja, das ist möglich«, sagte Isabella.
Sie schwiegen wieder und doch hielten ihre Herzen Zwiesprache und teilten das neue Glück.
»In dem Zimmer gibt es zwei Betten. Ich werde Martin fragen, ob ich hier übernachten kann«, sagte Bernd. »Ich will bei dir sein, bei euch sein«, sagte Bernd.
Isabella lächelte.
Sie gab Bernd einen Kuss.
»Du bist so lieb, so besorgt. Wir beide werden heute Nacht gut schlafen, wenn unser Bub nur durchschläft. Er wird daheim schlafen in der Wiege.«
Bernd sah Isabella erstaunt an.
»Wie daheim?«
»Du hast richtig gehört. Ich schlafe heute Abend daheim in unserem Bett und du ebenso. Wir werden die Wiege zu uns ins Schlafzimmer stellen, damit wir beim ersten Piep bei ihm sind. Ich denke, er wird nicht durchschlafen. Wahrscheinlich wird er Hunger haben. Ella sagte mir, wenn er sich heute Nacht meldet, soll ich ihm die Windel wechseln und danach stillen«, erklärte Isabella ruhig.
»Du bist sicher, dass du nicht hier bei Martin in der Praxis bleiben willst?«
Isabella rollte mit den Augen.
»Bernd, höre bitte auf! Du nervst. Mir geht es gut. Ich will heim.«
»Okay, wenn du es so haben willst.«
»Ja, das will ich.«
»Du kannst mir zeigen, wie man ihm die Windel wechselt. Ich will und kann das auch. Väter machen so etwas heute.«
»Ja, das sollen sie auch. In der Gesellschaft hat sich viel geändert. Das ist gut so. Später kannst du ihm auch die Flasche geben und ihn füttern.«
»Das werde ich. Wie lange wirst du ihn stillen?«, fragte Bernd.
»Solange ich Milch habe. Aber es kann sein, dass ich schon bald zufüttern muss. Ella meint, ich sei nicht der Typ, der lange voll stillen kann. Sie hat darin Erfahrung. Ich warte es einfach ab.«
Bernd und Isabella geben sich einen Kuss.
»Wird Ella die nächsten Tage nach dir sehen, oder kommt Martin zum Hausbesuch?«, fragte Bernd.
»Bernd, klar kann ich nicht verhindern, dass Martin oder auch Sascha auf ihrer Hausbesuch-Runde vorbeischauen. Aber ich sage es dir noch einmal. Höre auf mit deiner Besorgnis! Es geht mir gut. Es geht uns beiden gut. Ella wird sicher oft vorbeikommen. Sie hat als Hebamme in diesen Dingen mehr Erfahrung als Martin. Sei bitte unbesorgt! Du gehst morgen schön wieder arbeiten, lieber Bernd. Das Leben wird seinen ganz normalen Gang nehmen. Ich bin die nächsten Wochen daheim und kümmere mich um den Buben. Du gehst arbeiten und freust dich auf den Abend, wenn du nach Hause zu Frau und Kind kommst.«
»Ich dachte, ich nehme mir einige Tage frei.«
»Bernd, das kommt nicht infrage. Du würdest mir nur im Weg sein. Ich muss mit dem Kind meinen neuen Rhythmus finden. Außerdem hast du so viel in der Schmiede zu tun und auch mit den Kutschen. Aber du musst mir versprechen Karl zu beschäftigen! Ich will nicht, dass er und Thilda den ganzen Tag bei mir sind. Ich werde mit Zensi sprechen, dass sie Thilda beschäftigt.«
»Das wird meiner Mutter nicht gefallen«, sagte Bernd.
»Das ist anzunehmen, aber ich will es so. Ich werde es Thilda erklären. Ich verstehe mich mit ihr ganz gut. Sie wird mich verstehen. Außerdem wird mich Zensi unterstützen.«
Isabella lachte.
»Bernd, ich muss von Anfang an für klare Verhältnisse sorgen, sonst haben wir nichts von unserem Buben. Da sind Thilda und Karl, Zensi, Tassilo und Otti und so weiter. Alle wollen ihn hätscheln. Das kann ich schon verstehen. Aber es muss Grenzen geben und wir sind die Eltern. Vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken? Warten wir es ab.«
»Genau das tun wir, Isabella. Wir sind die Eltern, du bist die Mutter. Der Bub ist bei dir, bis ich von der Arbeit komme. Du lässt dir die Erziehung nicht aus der Hand nehmen. Und wenn irgendjemand dir hineinreden will, musst du es mir sagen.«
»Genauso machen wir es, Bernd.«
Bernd lächelte Isabella an und sagte:
»Was ich dir schon immer einmal sagen wollte. Du hast sehr viel Selbstbewusstsein gewonnen seit deiner Ausbildung zur Hauswirtschaftlerin. Und seit du auf dem Schloss bist noch mehr.«
»Danke für das Kompliment! Als ich im Schloss anfing, war ich ziemlich unsicher. Aber Zensi hat immer hinter mir gestanden. Ich habe sehr viel von ihr gelernt, nicht nur beruflich. Auch wie man sich durchsetzt und selbstbewusst auftritt.«
»Zensi ist sicher ein gutes Vorbild«, sagte Bernd.
»Das ist sie. Darüber hinaus kann sie gut anleiten. Und sie hat ein großes Herz.«
»Das hat sie. Und sie verliert so gut wie nie die Geduld. Dass Zensi mal unwirsch wird, kann ich mir nicht vorstellen«, sagte Bernd.
»Da kennst du sie nicht gut genug. Ich weiß, dass sie schon jemanden aus dem Schloss geworfen hat. Jemanden, der Tassilo übel mitspielen wollte. Da kannte Zensi keine Grenzen.«
»Wenn man das besondere Verhältnis der beiden kennt, braucht es nicht zu wundern. Aber ich denke, Zensi wird sich für jeden, der ihr nahesteht, genauso einsetzen. Und sie hat es bereits getan. Als sie damals nach Kirchwalden fuhr, zusammen mit Addi, und Karl die Briefe von Thilda zeigte, das war schon ein Auftritt.«
»Oh ja, das war es. Du siehst, dich und mich hat Zensi tief ins Herz geschlossen.«
»Das hat sie. Und jetzt kommt unser Bub dazu.«
»Richtig! Wir sollten Zensi fragen, ob sie Patin werden möchte.«
»Daran habe ich auch schon gedacht. Wir überlegen uns das in den nächsten Tagen. Normalerweise bekommt der Täufling auch den Namen des Paten oder der Patin hinzu. Aber es gibt keine männliche Form von Zensi«, sagte Isabella.
»Am besten besprechen wir es mit ihr. Sie hat bestimmt eine Lösung«, beruhigte sie Bernd.
»So machen wir es«, sagte Isabella.
»Hast du schon gesagt, welchen Namen wir uns ausgedacht haben?«, fragte Bernd.
»Nein, wir haben verschiedene ausgewählt, Namen für ein Madl und Namen für einen Buben. Bernd, wir hatten gesagt, dass wir damit warten, bis das Kind auf der Welt ist.«
»Genau!«
»Wenn wir jetzt gleich hinübergehen, sollten wir auch noch nichts sagen«, schlug Isabella vor.
»Warum?«
»Weil wir uns noch nicht endgültig festgelegt haben. Und weil wir herausfinden müssen, ob der Name passt. Lass uns einige Tage mit unserem Buben verbringen. Dann können wir sicher sein, dass sein Verhalten zu dem Namen passt.«
»Das ist eine gute Idee. Ich werde Bürgermeister Fellbacher anrufen wegen der Geburtsurkunde. Ich werde ihm sagen, dass der Bub da ist und wir uns mit dem Vornamen einige Tage Zeit lassen.«
»Das wird er verstehen«, sagte Isabella.
Der kleine Bub rekelte sich etwas.
»Komm, ich nehme ihn dir ab«, sagte Isabella. »Ich lege ihn auch noch mal an, damit er gesättigt ist und nicht quengelt, während wir essen.«
So geschah es.
Isabella stillte ihn und wechselte ihm die Windeln.
